Beiträge von hajo

    Und was ist mit dem "hellen Kranz" um der Mundscheibe?

    1. Ich kann bei bestem Willen keinerlei hellen Kranz erkennen.
    Der mittige weiße Fleck ist fototechnisch zu erklären.
    2. Wer hat das beschrieben und wo steht das, bzw. wo wäre das denn nachzulesen?

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    siehe Mergus "Meerwasseratlas" Band 2, Seite 417,
    siehe Fossa/Nielsen "Korallenriffaquarium", Seite 400,
    siehe Julia Sprung "Steinkorallen", Seite 102,
    siehe "A Practical Giude to Corals for the Reef Aquarium", Eric Borneman, Seite 30
    und last but not least, J.E.N. VERON, "Corals of Australia and the Indopacific".
    Seite 448.

    Es soll 4 Arten geben, wobei nur C. furcata die grüne Mundscheibe hat, andererseits auch komplett
    grün sein kann.
    Alle anderen Arten sind mehr oder weniger von bräunlicher Farbe.

    Gruß
    Hajo

    Letzte Woche hatte ich dem C. tominiensis einen S. ramosus zugemutet. Bislang, wie oben beschrieben,
    klappt es (noch?)nicht mit der Verträglichkeit! Sobald der ramosus im Blickfeld des tominiensis auftaucht,
    wird er auch schon attackiert. So traut sich der Blenny nur sporadisch aufzutauchen. Leider habe ich damals nicht den Bericht eines Freundes verinnerlicht, der durch ähnliche Erfahrung klug wurde, und die beiden Fische dann trennte.
    Ein ganz anderes Verhalten zeigte letztes Jahr ein S. ramosus als ich ihm ein Paar Gramma loreto zusetzte.
    Innerhalb von 2 Tagen hatte er sie so zerrupft, daß sie diese Malträtur nicht überlebten.
    Gruß
    Hajo

    @Stefan

    Was du probieren kannst, bevor du teuer Geld für Aminos, Staubfutter und Co. ausgibst wären die Fauna Marin Ultra LPS Grow and Color L Futterdings Hier bekommen deine LPS eine gezielte Fütterung. In meinen Augen bringt die Staubfutterzugabe für LPS nicht gerade viel.

    Soll ja primär auch nur NO3 anheben, und nicht wirklich als direktes Futter für die LPS gedacht!
    Besser ist es, Trachys gezielt zu füttern. Bei mir werden sie 1x die Woche mit Pellets oder Futtertabletten versorgt. Einige verdrücken das Futter schnell, bei manchen Tieren dauert die Futteraufnahme etwas länger. Bei niedrigen NO3/PO4-Werten ist diese Art von Futtergabe zu empfehlen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Malte,

    falls wirklich eine Nitratlimitierung vorliegen sollte, würde ich die Stickstoffzufuhr nur mit einem
    guten Staubfutter erledigen und solange auf den Abschäumer verzichten, bis wieder NO3
    messbar wird. All die anderen Zugaben aussetzen und abwarten. Vielleicht wäre es auch sinnvoll
    deine Dosierungen mal mit Hans-Werner Balling (TM) und Sudat (Microbe-Lift) zu besprechen.
    Vielleicht liegt hier der Hund begraben?
    Ich habe auch jede Menge LPS im Becken. Auch Trachys. Der NO3-Wert liegt bei rund 5mg und der
    PO4 schwankt zwischen 0,02 und 0,06. Kein Abschäumer, es wird nur wöchentlich ein verstärkter Wasserwechsel durchgeführt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    eine Zugabe von "Mittelchen" irgweder Art macht nur Sinn, wenn vorher per Referenz die obligatorischen
    Wasserwerte überprüft werden. Bei manchem Aquarianer kam danach das böse Erwachen. Leider sind nicht
    alle Tests o.K. und so stabil wie die Referenzlösungen.
    Außerdem möchte ich bezweifeln, daß ausschließlich durch den Einsatz eines neuen Abschäumers die NO3-Werte
    sofort um 20mg gesenkt wurden ????
    Also, bitte vorher die Werte gegen eine Referenz prüfen und dann daraus die notwendigen Rückschlüsse ziehen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Philip,

    trifft Deine Kritik auch auf den Phosphor-Checker von Hanna zu?
    Vielleicht auch auf das Nitratmessgerät desselben Herstellers?
    Wenn ja, welches Produkt anderer Hersteller würdest Du empfehlen?
    Farbvergleichsbeurteilungen sind mir eigentlich zuwider, weil meist zu
    ungenau interpretiert wird. Ein digitales Gerät macht schon mehr Sinn.
    Aber welches?
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Es soll auch jene geben, die sogar mit Lebendgestein Schiffbruch erleiden.
    Das liegt aber in der Natur der Dinge und kann Gründe haben, die wir bei der Verwendung von Riffkeramik ebenfalls beobachten können. Wer aus Unkenntnis das Pech hat, schlechtes wie auch falsch gelagertes Gestein zu erwerben, wird in den Anfängen weniger Erfolg zu verzeichnen haben, als jener, der mit Produkten bester Qualität sein Becken einfährt. Wer dann noch den Tipps schlechter Ratgeber aufsitzt, ist doppelt gestraft. Hinzu kommt die persönliche Ungeduld, die zwar verständlich ist, aber letztendlich zu nichts führt, außer als zum vorprogrammierten Ärger. Das noch instabile Milieu wird oft durch ein viel zu frühes Einbringen von viel zu vielen Tieren in viel zu kurzer Zeit über Gebühr belastet und damit wird leider das noch immer sehr labile Bakterienmilieu überfordert und längerfristig geschädigt. Die unangenehmen Folgen sind bekannt: Wassertrübung, Fadenalgen, Cyanos, Krankheiten der Fische etc.., was dann letztendlich zu einer wesentlich längeren und schwierigeren Einlaufzeit führt. Oft wird dann aus Panik allzu leichtfertig zu diversen „Hilfsmitteln“ verschiedenster Produktpropheten gegriffen, die dann oft noch ohne Verstand angewendet werden. Die jeweilige Historie der Becken derjenigen Aquarianer, die negative Erfahrungen mit der Riffkeramik als auch mit Lebendgestein gemacht haben, ist ähnlich gelagert (pers. Meinung). Durch Unkenntnis und auch durch eine gewisse Ignoranz entsteht so manches Problem, welches erst hätte gar nicht aufkommen dürfen.
    So wird es dann später schwierig mit der fernmündlichen Hilfestellung.
    „Learnig by doing“ ist hier nicht angebracht. Empfehlenswerter wäre sich erst einmal in gute Literatur einzulesen und damit einiges Grundwissen zu erwerben, ehe man die Einrichtung seines Aquariums beginnt. Lesen hat noch nie geschadet. Nichtsdestowenigertrotz sollte speziell bei der Riffkeramik auch auf den Rat des Herstellers gehört werden. Wer das außer Acht lässt, agiert leichtsinnig. Vorsicht ist besonders bei jenen Spezies angebracht, die uns vorgaukeln wollen, dass innerhalb von ein paar Wochen alles im Lot sei und gefahrlos die empfindlichsten Tiere eingesetzt werden können. Das ist ein Irrglaube, dem leider allzu oft gefolgt wird.
    Ein Foraner hat es auf den Punkt gebracht: „Der Fehler sitzt immer vor dem Becken“. Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.
    Gruß
    Hajo

    @Bernd
    „Das Hauptmissverständnis liegt wohl aber vor allem darin, dass hier die meisten Schreiber glauben, es gehe nur um ein paar verschiedene Bakterien, die sich dann auch nach einiger Zeit in der Riffkeramik ansiedeln. Das Mikroleben in den lebenden Steinen ist aber weit, weit vielfältiger und vieles lässt sich nicht so ohne weiteres übertragen. Dies gilt vor allem für festsitzende Organismen wie Schwämme, Seescheiden, Röhrenwürmer usw.. Das ist ja auch das Spannende an lebenden Steinen, wenn man erlebt, was da so alles zum Vorschein kommen kann.“

    Hallo Bernd,

    Wie wahr!
    Nach 3 Jahren Standzeit ist auf meiner Riffkeramik (Rückwand) zumindest die Vielfalt der oben genannten Organismen gleichwertig! Auch hier leben diverse Schwämme in den dunkleren Ecken(meist gelb- bis grau-weislich), kleine, transparente Seescheiden und auch hunderte von Röhrenwürmern. An 2 Stellen wachsen momentan kurzblättrige Rotalgen (Nitophyllum?) und einige Bereiche der Riffkeramik sind von kriechenden Montipora-Arten bedeckt, die (leider) auch Ableger in den freien Raum schieben. Eine Alveopora, die ich einst als kleines Individium in eine größere Mulde gelegt hatte, ist mindestens auf die dreifache Größe herangewachsen und füllt mittlerweile die ganze Mulde und auch darüber hinaus, und ist jetzt leider mit der Keramik fest verbunden.
    Ich möchte hiermit nur aufzeigen, dass der optische Eindruck einer besiedelten Riffkeramik sehr wohl einen Vergleich mit dem Lebendgestein aushalten kann. Man muss ihr nur Zeit lassen. Der Behauptung, eine Riffkeramik gäbe ein unnatürliches Bild ab, weil voll von merkwürdigen Zacken und Kanten, möchte ich widersprechen. Dieser Eindruck mag anfangs ja stimmen. Im Laufe der Zeit werden die meisten Mulden und Höhlen durch die festwachsenden und größer werdenden Tiere „verfüllt“ und ehemalige Kanten und Ecken oder Erker sind kaum mehr zu erkennen, weil auf natürlichem Wege egalisiert.
    Die Entdeckung des Nutzens der „Lebenden Steine“ durch Jürgen Grobe war ein Meilenstein in der Meerwasseraquaristik. Eine Vielzahl von Aquarianern profitier(t)en von dieser Erkenntnis und richte(te)n nach dieser Methode so manches Becken ein. Ich selbst eingeschlossen. Nicht jedes Aquarium hat aber die Tiefe um eine gepflegte Dekoration aus lebenden Steinen aufzunehmen. Unterhalb von 50cm wird´s schwierig. Bei einer gleichzeitigen Höhe von 80cm gar unmöglich, wenn dabei noch genug Schwimmraum für die Fische übrig bleiben sollte. Für solche Aquarien ist die Keramik bestens geeignet. Auch wenn deren Besiedlung manchmal etwas länger dauert….. :grinning_squinting_face:

    Von Interesse wäre eine vergleichende Untersuchung der inneren Bereiche von Lebendgestein und Keramik. Das aber erst nach längerer Standzeit und unter gleichen Bedingungen. Da könnten sich möglicher Weise Unterschiede ergeben. Ob diese aber so gravierend sind, um deswegen auf die Nutzung von Riffkeramik ganz zu verzichten, sei dahingestellt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Bernd,

    Deine Kritik an der Riffkeramik kann ich beileibe nicht nachvollziehen.
    Aus bekannten Gründen ist Lebendgestein anfangs sicherlich das effektivere Siedlungssubstrat, die Riffkeramik braucht halt einige Zeit um zu „reifen“.
    Nach meinen Beobachtungen ist diese Phase erst nach etwa 12 Monaten abgeschlossen.
    Voraussetzung dabei ist eine ausgezeichnete Porosität des Materials. Minderwertige
    Produkte bringen früh Ärger und später wenig Erfolg.
    Die meisten „Riffkeramiker“, so weit ich das beurteilen kann, nehmen das Lebendgestein zur Ergänzung und/oder zur Animpfung des vorerst sterilen Beckenmilieus. Das hat den Vorteil, dass der Reifungsprozess etwas schneller in Gang kommt.
    Wer genug Platz im Becken hat, der wird sich möglicherweise für das Lebendgestein entscheiden. Wer sich aber aus Platzgründen oder aus persönlichem ästhetischem Empfinden für die Riffkeramik entscheidet, sollte nicht vor den Kopf gestoßen werden. Deine Kritik wäre nur dann berechtigt, wenn die Riffkeramik nachweislich ein Nachteil für die Haltung von unseren Pfleglingen wäre. Ist sie aber nicht!
    In meinem Riffkeramikbecken leben (und wachsen!) folgende Korallen: Acropora, Goniopora, Alveopora, Trachyphyllia, Acanthastrea, Scolymia, Acanthophyllia, Caulastrea, Stylopora, Euphyllia, Montipora, Sinularia und Sarcophyton zusammen mit einigen Scherengarnelen und diversen Tridacnae.
    Damit nicht genug. Das Becken wird nur mit einem Phosphatfilter betrieben und erfährt wöchentlich einen Wasserwechsel von ungefähr 10-15 Prozent. Mehr Technik, außer Pumpen und LED-Beleuchtung gibt es nicht. Phosphat zwischen 0,02 bis 0,05, Nitrat um die 5mg, PH zwischen 7,9 bis 8,2 (abends). Der PH-Wert wird mit Natriumkarbonat gestützt, was auch nebenbei die KH oben hält (9). Es wird „Balling light“ praktiziert.
    Das Becken steht seit 2008 und es gab, bis auf einen partiellen, vorübergehenden Cyanobelag, keine negativen Ereignisse.
    Viele Wege führen nach Rom. Das sollte man bedenken, wenn man sich zu solch einem Rundumschlag hinreißen lässt.
    Nichts für Ungut.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ingrid,

    ich könnte mir denken, dass nicht nur die kalte Temperatur ein Faktor ist, sondern auch die jeweilige Größenordnung der Zugabe einer neuen Salzmischung. Mein Vorratsbehälter fasst z.B. 150L. Er wird durch kleinere Wasserwechsel innerhalb von 1 Woche bis auf ca. 30-40l geleert. Dieses „Altwasser“ wird wieder mit Frischwasser bis zur 150L-Marke aufgefüllt. Darauf kommt sofort die entsprechende Menge des neuen Salzes (die Zugabe erfolgt erst einmal „über den Daumen“). Nach der vollständigen Auflösung, was bei dieser Menge Stunden dauern kann, und nach dem Anpassen und Erreichen der gewünschten Salinität, ist das Wasser dann gebrauchsfertig.
    Die dafür benötigte Salzmenge ist erheblich größer als diejenige, die man gewöhnlich in 10L Eimern ansetzen wird, und sie wird auf einmal zugegeben und nicht in kleinen Portionen.
    Vielleicht ist das der Schlüssel?

    Gruß
    Hajo

    Die Löslichkeit der Salze ist auch temperaturabhängig. Ich könnte mir vorstellen, daß
    durch das Beimischen von kaltem Osmose- oder Leitungswasser die verschiedenen Elemente
    sehr unterschiedlich in Konzentration und Zeit in Lösung gehen. Eine zügige und gleichmässige
    "Harmonisierung" der Vermischung findet da nicht statt.
    Plaque wäre dann das Ergebnis diverser Ausfällungen bezw. nicht eingegangener Verbindungen?
    Das sind leider nur Vermutungen, keine Beweise.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ingrid,

    ich kann das nicht erklären, nur meine Beobachtungen lassen diesen Schluss zu.
    Die Salze können in ihren Zusammensetzungen ja unterschiedlicher Natur sein.
    Mal weniger Ca, mal mehr. Das trifft auch bei verschiedenen Sorten auf Mg und andere Elemente
    zu. Bei einer vollständigen Entleerung des Behälters wäre das kein Problem. Bei permanentem
    Nachfüllen mit unterschiedlichen Salzmischungen kommt es wegen der Additionen mancher
    Elemente zu einer unnatürlichen Größenordnung derselben und bestimmt auch zu Ausfällungen.
    Wie kann man sonst die Plaque an den Wänden und auf dem Boden erklären?
    Vielleicht bin ich aber nur auf dem Holzweg?
    Vielleicht kann Armin helfen?
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    mein Hinweis bezog sich auf die VERMENGUNG von verschiedenen handelsüblichen
    Salzmischungen im Vorratsbehälter, nicht auf die Wasserbewegung an sich.
    Über einen längeren Zeitraum hinweg bilden sich dabei harte Ablagerungen (Plaque).
    Falls man den Behälter aber jedes mal vollständig entleert, zeigt sich dieses "Problem"
    nicht.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    die Vorratshaltung stellt m. E. kein Problem dar. höchstens ein quasi theoretisches.
    Seit über 30 Jahren halte ich permanent in einem 150l Tank angesetztes Wasser vor.
    Der Tank ist "lebensmittelecht" und der Inhalt wird in der Regel 14-tägig verbraucht.
    In der Urlaubszeit können es auch mal 4-5 Wochen sein.
    Wichtig ist, wie Armin aufzeigte, eine leichte Wasserbewegung. Bei der Vermengung verschiedener
    Salzprodukte können Ausfällungen auftreten. Aber wer macht das schon.....
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Die angesprochene Verletzung des Feuerfisches ist kaum auf den Einsatz von einer einzigen 36W UV-Lampe zurückzuführen. Auch mehrere dürften keinen Schaden anrichten. Ich verwende seit vielen Jahren mit bestem Erfolg einen „Doppelpack“ 2x36 Watt hintereinander geschaltet. Auch die LEDs können schwer der Grund sein.
    Gibt es vielleicht andere Ursachen?
    Vor ein paar Jahren plagte sich ein befreundeter Aquarianer auch mit diesem Thema. Um es kurz zu machen: Der Schlafplatz des besagten Fisches (Chelmon) befand sich unter dem Auslauf eines schlecht eingestellten Kalkreaktors, der eines Tages nicht nur das Klarwasser förderte, sondern gleich auch noch Teile seines Bodensatzes. Oberflächlich gesehen war tagsüber alles unauffällig und keine Schäden ausfindig zu machen. Nachts aber musste es den Chelmon offenkundig erwischt haben. Interessanter Weise mied der Fisch daraufhin seinen alten Schlafplatz. Die Verletzung heilte ab.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    die Meinung von Philipp kann ich nur unterstreichen! Anders gemachte Beobachtungen fußen meist
    auf ungenauen Interpretationen. Diese Art, was auch in diesem Forum bereits mehrfach
    diskutiert wurde, sind mit die effektivsten Fische um eine Plage mittel- bis langfristig in den Griff zu
    bekommen. Außerdem bleiben sie klein und sind auch noch hübsch anzusehen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    Mit welcher Art von Röhrenkoralle gibt es denn diesen Ärger?
    Clavularia (Pachyclavularia), Tubipora oder eine andere Art?
    In erster Linie würde ich abwarten, was die Korrektur der Salinität ergibt.
    Die Entfernung der Aiptasien wird parallel auch helfen. Vernesselungen durch diese Biester
    nehmen alle Korallen übel, und sie öffnen sich dann kaum oder eben sehr schlecht.
    Alle Röhrenkorallen lieben aber etwas mehr an Strömung. Vielleicht ist das die Ursache?
    Von Interesse wäre noch, ob es Dir gelingt eine Stellungnahme von Red Sea zu bekommen.
    Meine Erfahrungen sind in dieser Richtung nur negativ.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    der KH-Wert ist eigentlich noch im „grünen Bereich“. Der schnelle Abfall von 5ppm Ca/Tag und 0,5 Grad KH/Tag gibt zu denken. Und das auch noch ohne großartige Verbraucher. Wenn die Salinität stimmt, würde ich darauf tippen, dass die Ursache bei der unausgewogenen Zugabe Deiner gekauften „Pülverchen“ liegt. In deren Anwendung liegt oft der Hund begraben. Wie sind eigentlich Deine anderen Wasserwerte? NO3? PO4? Wie oft wird ein Wasserwechsel durchgeführt und in welchen Mengen? Ferndiagnosen taugen oft nicht viel.
    Das Buch von Armin Glaser kann ich wärmstens empfehlen. Hier werden u.a. gut und praxisnah die unterschiedlichen
    Defizite und ihre Behebung im Meerwasser-Aquarium beschrieben. Hier findet eigentlich jedermann die Lösung seiner Probleme. Auch die derjenigen, die er noch nicht kennt. :grinning_squinting_face:
    Das Buch ist ein MUSS!

    Gruß
    Hajo

    Hallo Olaf,

    kannst Du bitte mal deutlich machen, was für ein Ziel Du verfolgst?
    z.B. momentan: Ca=390 >> Ziel: 420 oder KH=5 >> Ziel: 8.
    Der tägliche Verbrauch beider Elemente wäre auch interessant.
    Welches Element verbraucht sich schneller?
    Wenn Du auf der Karbonatseite die Zugabe zu stark anhebst, leidet
    auf der anderen Seite die Kalziumkonzentration. Und umgekehrt.
    Die Verhältnismäßigkeit muss eingehalten werden, sonst kommt
    es, mal abgesehen von den „natürlichen Verbrauchern“ im Becken,
    zu starken sporadischen Schwankungen der beiden Salze. Man kann zwar
    nach Bedarf immer aus- und angleichen. Es nervt aber, da engmaschig kontrolliert
    werden muß.
    Die allerbeste Empfehlung ist die Anwendung der „Ballingmethode“
    unter zu Hilfenahme des „AquaCalculators“. Damit gewinnst Du
    Sicherheit im Umgang mit den Elementen und lernst mit der Zeit auch die
    Zusammenhänge zu verstehen.
    Übrigens, eine angesetzte Lösung von Natriumkarbonat/Natriumhydrogenkarbonat,
    das ist die „Basis“ eines jeden Mittelchens zur KH-Anhebung, verliert schleichend
    seine Wirksamkeit, wenn man sie allzu lang offen stehen lässt. Das sollte man
    auch beachten. Mehr noch gilt dasselbe für das Pulver. Die Wirkung bei gleicher Dosierung
    ist umso schlechter, je länger das Pulver mit der Feuchtigkeit der Luft Kontakt
    hatte.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Bernhard,

    Die Muricea sollte sich nach der „Häutung“ normaler Weise öffnen.
    Man sollte allerdings berücksichtigen, dass im Handel mit Hornkorallen in der
    Regel nicht so sorgsam umgegangen wird, wie z.B. mit SPS- oder LPS- Arten.
    Oft werden sie auch nur in feuchtem Zustand eingeführt und transportiert. Das spart
    auch Frachtkosten. Diese unsanften Behandlungen sind meist der Grund
    für eine sich in die Länge ziehende Regeneration. Ich würde erst einmal
    weiter abwarten und beobachten. Die Regeneration oder das Anpassen an das neue Milieu
    kann manchmal etwas länger dauern.
    Das Verhalten der Centropygen würde ich allerdings genau beobachten.
    In der Regel werden sie die Muricea weiter belästigen. Es wird nicht dabei
    bleiben, dass sie sich nur an der abgelösten „Pelle“ bedienen. Sie werden
    sicherlich irgendwann damit beginnen an den Polypen zu zupfen. Meist aus
    Neugier oder aus Langeweile. Dann stellt sich die Frage, wie reagiert die Koralle?
    Wird ihr Empfinden so gestört, dass sie sich nur selten öffnet? Oder kommen die Polypen in
    verhältnismäßig kurzer Zeit wieder zum Vorschein?
    Ich selbst halte Hornkorallen verschiedenster Art zusammen mit Zwergkaisern,
    Großkaisern und Falterfischen. Ich wage zu behaupten, dass mittlerweile die Korallen sich an die sporadischen Belästigungen gewöhnt haben. Aber zu dieser Einsicht muss jeder selbst auf Grund der gemachten Beobachtungen kommen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Dave,

    frag doch mal den "bekannten norddeutschen Onlinehändler" wie er es machen würde. :winking_face:
    Spaß beiseite...
    Deine Kritik kann ich leider nicht nachvollziehen. Aufgeschreckt durch Deine Beobachtung habe
    ich gleich den Test gemacht. Keine Beanstandungen bei der Zugabe des Flockenproduktes!
    Die Flocken halten sich einen Moment an der Oberfläche, sinken dann relativ schnell in Richtung
    Boden. Warum fütterst Du Cyclop Eeze Flocke? Für den Bedarf der Fische würde ich das noch
    verstehen, als sog. "Rundumschlag" für die Fütterung sämtlicher Tiere, inklusive aller "Niederen",
    nicht. In diesem Fall wäre den Flocken von Cyclop Eeze die ebenso erhältliche Pulverform
    vorzuziehen, da sie mehr "Nahrungsbedürftige" erreicht als das grobe Flockenprodukt.
    Ein Kontakt mit dem Händler wäre sinnvoll. Es kann ja eine bestimmte Charge sein, die diesen
    Ärger verursacht. Es werden im Laufe der Zeit oft Produkte in ihrer Zusammensetzung geändert
    ohne einen expliziten Hinweis. Manche aber auch mit positivem Ergebnis. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    Leider bin ich nicht mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut, z.B. ist genug Platz und Stellfläche vorhanden oder muss die Installation auf engstem Raum erfolgen?
    In Unkenntnis dessen möchte ich dennoch mein Konzept einer Nachfüllautomatik vorstellen.

    Im Becken sorgt ein Kontaktschalter für gleich bleibenden Wasserstand. Dieser steuert eine Dosierpumpe, die das Osmosewasser aus einem 150l-Container fördert und auf diesem Wege die tägliche Verdunstung des Wassers im Aquarium ergänzt.
    Im Container selbst sorgt eine Pegelschaltung, die über ein Magnetventil den Zufluss der Osmoseanlage steuert, für einen gleich bleibenden Wasserstand. Es wird also immer nur so viel Osmosewasser in den Container nachfliessen, wie der Kontaktschalter im Becken der Dosierpumpe zum Fördern in Auftrag gibt.
    Hardware: 1 Magnetventil für die Wasserleitung, 1 Osmoseanlage, 1 Schwimmschalter zur Steuerung des Magnetventils bzw. des Osmosegerätes, 1 Dosierpumpe für den Wassertransport zum (ins) Becken, 1 Niveauregler im Becken für die Steuerung der Dosierpumpe.
    Wie gesagt, es ist bei diesem Beispiel alles auf die örtlichen Gegebenheiten und die speziellen
    Anforderungen hier vor Ort abgestimmt worden. Es geht auch sicher ein paar Nummern kleiner.
    Um eventuellen Irritationen wegen der Größe des 150l Containers vorzubeugen:
    Dieser speist auch zusätzlich einen gleich großen Behälter für die Aufbereitung von frischem Salzwasser für die obligatorischen Wasserwechsel.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    ich würde es genau so machen, wie Claude es vorgeschlagen hat.
    Mit einigen zusätzlichen Wasserwechseln bist Du wieder im Tritt.
    Ich selbst vernachlässige seit Jahren die Zugabe von Mineralsalz,
    verstärke aber auf der anderen Seite den Wasserwechsel.

    Gruß
    Hajo

    Liebe Fischgemeinde, Hallo Hanno,

    endlich hat sich mal jemand aus der Deckung gewagt und auch gut recherchiert. Vielen Dank dafür! :thup

    Fazit: Ein blindes Vertrauen in Datenbanken (jeglicher Couleur) nützt also nichts! :grinning_squinting_face:

    Auch derjenige Aquarianer, der nicht so sehr mit der zoologischen Systematik und Nomenklatur verbandelt ist, wird im Laufe seiner aquaristischen Laufbahn die Erfahrung machen, dass bei manchem Tier (Pflanze) der Gattungs- bzw. Artname im Laufe der Zeit geändert wurde. Beispiele dafür gibt es genug.

    All dieses beantwortet natürlich nicht die Frage von Marko nach der Haltung von Holacanthus bermudensis ciliaris und Co.
    Mein erstes Exemplar habe ich unter dem Namen Angelichtys ciliaris, das Zweite dann viele Jahre später unter dem Namen Holacanthus ciliaris erworben.
    Jeweils beide Tiere befanden sich beim Kauf im juvenilen Stadium und brachten die Umfärbung gut hinter sich. Das erste Tier fiel leider meiner etwas laschen Art mit Strom umzugehen zum Opfer, das zweite Tier konnte ab dem Zeitpunkt der Umfärbung nicht mehr seinen Mitbewohner Pomacanthus chrysurus tolerieren, ein 2000l-Becken reichte da leider auch nicht. Ich behielt den „Chrysurus“ und trennte mich vom „Ciliaris“, auch weil sich dieser u. a. jetzt als allzu dominant gegenüber den übrigen Beckenbewohnern verhielt. Auch einige Korallen wurden geschädigt, insbesondere LPS-Arten, deren dickfleischiges Gewebe ihn immer wieder lockten. Nach dem Entfernen dieser Tiere verlegte sich jetzt sein Freßschwerpunkt auf die Acroporas. Nun war Schluss mit lustig! Obwohl das Becken voll mit SPS und diversen Hornkorallen (an denen auch gezupft wurde, besserer Ausdruck bei diesem Maul ist gerissen, konnte ich den Schaden an den Niederen nicht mehr tolerieren. Im Gegensatz zum „Ciliaris“ hatte und habe ich mit dem „Chrysurus“ bis dato kaum Probleme dieser Art. Dieser „taute“ erst richtig auf, als der „Aggressor“ aus dem Becken verschwand.
    Der „Ciliaris“ braucht sehr sauberes Wasser und ein reichhaltiges Futterangebot. Bei der Haltung mit Niederen ist Vorsicht geboten. Man sollte es aber probieren, da wie mein Beispiel „Chrysurus“ zeigt, es auch klappen kann. Fressunlust zeigte er nie, mein Exemplar war der reinste Müllschlucker. Auch sollte man seine Größe nicht unterschätzen. Ein Aquarium ab 1000l ist hier mindestens angesagt, wenn man diesen schönen Fisch über viele Jahre pflegen will. Trotz seiner Freßlust ist dieses Tier nichts für Anfänger!

    Gruß
    Hajo

    Hallo Robert,

    ein blindes Vertrauen in Datenbanken kann auch zu Irritationen führen. Dass dort nicht alles Gold ist, was glänzt - siehe Peter´s Kommentar. Zumindest sollte man bei strittigen Themen auch mal hinterfragen, ob es nicht auch anders sein könnte? WORM bedient sich auch regelmäßig aus den Pfründen anderer Daten-
    banken. Mit und ohne Fehler.

    Was mich umtreibt ist die Tatsache, dass die neuzeitlichen Autoren bei den Holacanthus-Arten den Namen Isabelita nicht mehr aufführen oder manche ihn sogar wortwörtlich im Text als Synonym bezeichnen.
    „Kaiserfische“ Frank Schneidewind, S.178, „Oft wird H.bermudensis fälschlich als H.isabelita (Synonym) bezeichnet." Das Buch ist im Jahre 1999 im Tetra-Verlag erschienen.

    „Kaiserfische“ Helmut Debelius/Rudie H. Kuiter. Unter den Holacanthus-Arten gar nicht erwähnt. Das Buch ist im Jahre 2003 im Ulmer-Verlag erschienen.

    „Falter- und Kaiserfische“ Dr. Gerald Allen, Band1 und 2, Nicht aufgeführt bei den Holacanthus-Arten. Die Bücher sind 1979 im Mergus-Verlag erschienen.

    „Atlas der Meeresfische“ Rudie H. Kuiter, Helmut Debelius, Nicht mehr aufgeführt bei den Holacanthus-Arten. Das Buch ist im Jahre 2006 im Kosmos-Verlag erschienen.

    „A Giude to Angelfishes&Butterflyfishes, Gerald R. Allen, Roger Steene, Mark Allen.
    Nicht aufgeführt bei den Holacanthus-Arten. Das Buch ist 1998 erschienen bei Odyssey Publishing (USA) Tropical Reef Research.

    Nur beim „alten“ Burgess „Atlas of Marine Aquarium Fishes“ wird der Name Isabelita noch vergeben. Das Buch ist aus dem Jahre 1988. Eine neuere Auflage ist mir leider nicht zugänglich.
    Bei Frank de Graafs „Das tropische Meerwasseraquarium“ sind die Namen ciliaris und isabelita noch in der Abteilung „Angelichtys) vertreten, was später aber der Art Holacanthus zugeschrieben wurde. Das Buch stammt aus dem Jahre 1975.

    Viele Kommentare im Internet weisen bezüglich H. isabelita auf ein Synonym hin, während einige wenige den Fisch als selbstständige Art (VALID) führen. Vielleicht alles aus der gleichen Quelle?
    An dieser Stelle kann sich jeder selbst so seine Gedanken machen oder sich meinen oben angegebenen Link zu Gemüte führen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Eine besondere Vorsicht im Umgang mit Medikamenten oder ähnlicher Chemie ist unabdingbar. Der Anwender sollte das Risiko vorher kennen, das möglicherweise auf ihn zukommen kann. Fälle von ungenauer Anwendung, z.B. Dosierungsfehler durch falsche Berechnung der Wassermenge, verzeiht das Milieu selten. Die Folgen können gestörte Verhältnisse wie z. B. Schmieralgen und/oder ein erheblich instabiler Bakterienhaushalt sein.
    Das nicht nur für eine kurze Zeit sondern oft für einen erheblich längeren Zeitraum.
    Meldungen von solchen Katastrophen sind auch hier im Forum immer wieder diskutiert worden. Gerade beim Beispiel Concurat L scheiden sich hier die Geister. Den Erfolgen stehen auch jede Menge Misserfolge gegenüber.
    Ohne Not gleich zur chemischen Keule zu greifen und ohne andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, halte ich aus biologischer Sicht für unverantwortlich. Diese Methode auch gleich für Anfänger zu empfehlen, schon gar nicht.
    Um noch einmal auf die sog. Fressfeinde zurückzukommen……
    Nicht jeder "ausgewiesene" Kandidat trägt etwas zur deren Bekämpfung bei.
    Vor Jahren begannen sich Majanos in einem meiner Becken auszubreiten. Eine richtige Invasion hunderter solch kleiner Anemonen. Nach studieren verschiedenster Autorenberichte in Sachen „Majanovernichtung“ kamen Chaetodon xanthurus, Chaetodon kleinii und Acreichtys tomentosus in Betracht und wurden als Hoffnungsträger eingesetzt. Entgegen der damaligen Berichterstattung war der Erfolg gleich Null! Die Majanos nesselten wohl zu kräftig, selbst die Kleinsten dieser Anemonen wurden verschmäht.
    Die dieser Episode nachfolgende „Kleinarbeit“, eine angerührte Kalkcreme per Spritze auf die Mundscheibe der Anemonen zu geben, ist auch in gewisser Weise Chemie, aber völlig ungefährlich. Einige Wochen nach dieser etwas mühseligen „Behandlung“ war das Becken majanofrei.
    Meinem persönlichen Misserfolg stehen aber auch die Erfolgsmeldungen anderer Aquarianer gegenüber, so dass auch für die Auswahl von Fressfeinden der Slogan immer noch gilt: Probieren geht über Studieren.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Olaf,

    selbst habe ich keine Erfahrung mit S.picturatus und kann auch deshalb selbst nicht von einem
    Erfolg mit diesem Fisch sprechen. Das können aber in jeder Hinsicht, und das schon seit vielen Jahren
    mit diesen Tieren, Freunde in unserem aquaristischen Zirkel. Es mag ja sein, daß der Versuch mit dem
    picturatus weniger Erfolg verspricht als mit dem splendidus. Ich kenne aber auch Leute, die sogar
    Erfolg mit dem stellatus hatten.
    Vor vielen Jahren bekam ich einen schlimmen Planarienbefall in meinem großen Becken. Da damals
    nur Vermutungen über etwaige Fressfeinde kursierten, aber nichts Genaues dabei herauskam,
    half ich mir mit der heute noch propagierten Absaugmethode. Das half nur teilweise. Am meisten
    dem Salzhersteller, denn das tägliche absaugen der Planarien schraubte meinen Salzbedarf in die
    Höhe. Bis zu jenem Tag, wo mir durch eine Beckenauflösung eines Vereinsfreundes ein Paar
    Synchiropus splendidus vererbt wurden. Diese Tiere kamen in das mit Planarien befallene Becken.
    Um es kurz zu machen: nach ungefähr 6 Monaten war die Plage so weit dezimiert, als daß man
    nur noch ab und zu ein paar wenige von diesen Exemplaren bemerkten konnte. Nach und nach
    verschwanden auch diese. Das ist bis heute so geblieben. Diese und ähnliche Erfolgsmeldungen
    aus meinem aquaristischen Umfeld und auch aus diesem Forum, wobei etliche Autoren in ihren
    Büchern und den Fachzeitschriften es auch wiederholt bestätigen, haben mich dazu verleitet für die
    Mandarine in punkto Planarienvernichtung eine Lanze zu brechen.
    Ebenso kann der Einsatz von Lippfischen hilfreich sein. Ein befreundeter Aquarianer hat immer ein
    Paar Hexataenia als Prophylaxe im Becken, denn genau diese Fische waren damals seine Rettung.
    Übrigens, daß sich nicht jeder dieser Kandidaten mit Leidenschaft den Planarien widmet, ist ja
    auch klar. Bei dem wohl reich gedeckten Tisch in Deinem Becken würde ich als Mandarin mir auch erst die
    Leckerlies einverleiben. So lange ich den Kaviar vor der Nase habe, werde ich wohl kein grosses Interesse
    an der Leberwurst haben. Es soll ja auch Leute geben, die essen keinen Kaviar, nur Leberwurst! :grinning_squinting_face:
    Langer Rede kurzer Sinn: Bei jedem Befall mit Parasiten u. ä. sollte zu allererst die Möglichkeit
    einer Vernichtung durch ihre Fressfeinde herangezogen werden. Niemals zuerst die chemische Keule.
    Erst wenn nichts mehr hilft und man möglicherweise vor einer Neueinrichtung steht, sollte auch diese
    Methode in Erwägung gezogen werden. Es haben sich schon etliche Aquarianer mit chemischen
    Attacken das Becken versaut. Und das manchmal auf Dauer.

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Das kein Erfolg mit Synchiropus splendidus und Pseudocheilinus hexataenia zu verzeichnen sei, ist vielleicht auf eine falsche Beobachtung zurückzuführen.
    Nach meinen Beobachtungen sind für diese Fische (leider) meist nur die winzigen, frisch „produzierten“ Tiere von Interesse.
    Das führt zu dem Ergebnis, dass die alten, großen Planarien sich zwangsläufig noch längere Zeit im Blickfeld des Betrachters befinden. Man meint, es gäbe keinen Erfolg.
    Das aber ist ein Irrtum. Durch das permanente „Abgrasen“ der Winzlinge durch die oben genannten Fische gelingt es dem Nachwuchs nicht mehr schnell genug nachzuwachsen und die alten Planarien werden mit der Zeit den Weg allen Irdischen gehen. Geduld ist hier angesagt!
    Natürlich dauert es um so länger, je reichhaltiger das vorhandene Futterangebot im Becken ist. Planarien sind meist nicht die 1. Wahl der Fische. Auch das Beifüttern sollte nicht mehr so üppig ausfallen. Dann wird das Interesse der Fische an den Planarien ansteigen.
    Zwischenzeitlich kannst Du ja versuchen die Fische per Absaugen der Planarien zu unterstützen.
    Bislang ist bei mir jeder S.splendidus Herr der Lage geworden. In meinem aquaristischen Umfeld schwören die einen auf P. hexataenia, andere auf M.bipartitus oder auf eine andere Lippfischart. So hat im Laufe der Zeit ein jeder seine eigene "Geheimwaffe" gefunden und der Erfolg gab immer recht.
    Von der chemischen Variante halte ich nichts. Erstens sind Bäder immer riskant. Zweitens
    erreichst Du damit beileibe nicht alle Tiere. Eine Behandlung im Aquarium selbst ist wegen eventueller Nebenwirkungen und deren Folgeproblemen vollkommen abzulehnen.
    Also, setze lieber auf die Fressfeinde und verzweifele nicht. Es kann vielleicht Monate dauern.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Dietmar,

    ich hatte eingangs schon vermeldet, daß ich auch so ein "Problembecken" besitze.
    Genau wie Du reguliere ich den PH-Wert über eine Dosieranlage. Diese wird allerdings
    nicht über eine Zeitschaltuhr gesteuert sondern über eine Niveauregulierung per Schwimmschalter.
    Das verdunstete Wasser wird also permanent durch eine Natriumkarbonatlösung ersetzt, die aus
    einem 20l Kanister gefördert wird. Die dafür benötigte Menge an Karbonat beträgt für meine Verhältnisse
    (sprich Verdunstungsgrad des Beckens) 60g/20l. Mit 40g/l bin ich gestartet und habe dann bereits nach kurzer
    Zeit die Idealmischung von 60g/20l gefunden. Umgerechnet bedeutet das für mein Becken einen
    PH-Wert morgens von PH 7,95-8,0 und einen Abendwert von PH 8,3-8,35. Der Kanister passt bequem unter das
    Becken und reicht für 14 Tage.
    Dieser Bericht soll hier nur als Beispiel dienen, andere Becken können eine andere Verdunstungsrate haben.
    Hier muss jeder für sich experimentieren um seinen gewünschten "Idealfall" zu erreichen.
    Obwohl hier über 24 Stunden nur ein sporadischer Eintrag passiert, ist der CA-Wert öfter zu
    kontrollieren. Er neigt zu fallen.
    Übrigens wird das Becken seit 3 Jahren ohne jegliche Probleme mit dieser Steuerung versorgt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Armin,

    Meine Aussage bezog sich auf eine sehr frühe Testreihe in den USA.
    Es wurden (Marken)salze der verschiedensten Hersteller auf Grund
    Ihrer Löslichkeit, Ergiebigkeit, PH und KH usw. miteinander verglichen.
    Basis war immer eine gleich bleibende Menge der verschiedenen Salze.
    Das führte zu unterschiedlichen Ergebnissen, u. a. bei der Conductivität.
    Meine damals gewonnene Erkenntnis und der daraus gezogene Bezug auf
    das heutige Thema ist schlichtweg falsch. :O :frowning_face:
    Den faux pas in meiner Aussage habe ich erst jetzt geschnallt.
    Asche auf mein Haupt! :loudly_crying_face:
    Auf die Hitze kann ich es nicht schieben, ich arbeite momentan im Keller.

    Gruß
    Hajo