Beiträge von reefanalytics

    Hallo Joe,
    bei 50 mg/l gebe ich dir recht, aber nicht bei 10 mg/l.
    10 sind nicht unbedingt 10 und 50 nicht unbedingt 50.
    Trotzdem muss man schon die genauen Werte kennen, um Empfehlungen abgeben zu können.
    Es geht ja hier auch um die Verhältnisse zueinander.
    Gruß,
    Peter

    Hallo,
    wie wurden die 10 bzw. 50 mg/l Nitrat bestimmt? Vor allem, bei welchem Nitrit-Wert?
    Der "richtige" Nitrat-Wert ist doch gar nicht bekannt.
    Man sollte bei diesen Messwerten nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und falsche "wissenschaftliche" Erkenntnisse daraus ziehen.
    Gruß,
    Peter

    @gernot
    die 2000er Pumpe benötigt man, wenn DIAKAT B PLUS eingesetzt wird. Das ist doppelt so schwer wie die anderen Granulate.
    Die Intervallmethode, die ich schon seit mehreren Jahren empfehle, benötigt solche Reserven.

    Gleiches machen wir in der Grundwassersanierung, wo ich auch tätig bin. Dort nennt man es Liftbettverfahren. Die Pumpen und Filter sind auch etwas größer, wenn 5000 - 10000 Liter Granulat angehoben werden müssen.

    Anders bekommst du Schmutzstoffe und besonders in der Aquaristik den Biofilm nicht von der Granulat-Oberfläche entfernt.

    Gruß,
    Peter

    Hallo,
    meine Frau steht (stand) gerade hinter mir :grinning_squinting_face:
    Sie will auch gelobt werden *Scherz*, weil Sie mich tatkräftig beim Versand etc. unterstützt.
    Ohne Sie wäre ich weniger im Labor und in den Foren.

    An Euch natürlich auch ein großes Lob zurück. 5 Jahre ohne Skandalkunden aber tofften Gesprächs/Schreibpartnern.

    Jetzt ist sie wieder hier. :loudly_crying_face: Ich soll nicht so schleimen :grinning_squinting_face: Stimmt aber trotzdem alles.

    Grüße,
    Peter

    Guten Morgen!

    Armin
    Bei einer synthetischen KH-Lösung nur aus NaHCO3 fehlen ja die anderen Carbonatbildner, die im Meerwasser vorhanden sind. Daher wird es zwangsläufig zu Minderbefunden kommen. Das hat Maria nicht bedacht.

    Du hast zwar Recht mit der offenen Flasche, aber ein weiterer gravierender Fehler ist, dass oft das Kondenswasser in der Flasche an den Flaschenwandungen selber vergessen wird.

    1 x die Flasche vor der Messung nicht richtig geschüttelt und Probe entnommen --> Referenz "kaputt" Die Lösung ist dann zu Konzentriert.

    Mladen
    Du hast zwar Recht, dass man sich wegen ein paar µg/l nicht verrückt machen lassen soll, aber wenn man doch so genau messen kann.

    Das Problem selber ist eher die Probenahme selber, der menschliche Fehler bei der Durchführung (passiert mir auch mal), schmutziges Messbesteck und und und....

    Das fällt aber erst richtig auf, wenn man grenzwertig nahe Null arbeitet. Ob ich einen z.B. PO4 -Wert von 0,50 oder 0,52 habe, ist nicht dramatisch. Aber bei 0,00 oder 0,02 mg/l wird es wieder "dramatisch".

    Gruß,
    Peter

    Guten Morgen!

    allexclusive
    Kannst du mir noch mal Wasser schicken? Ich gucke in diesem Fall dann kostenlos rein, ob sich etwas verändert hat. Es interessiert mich einfach.

    Denk bitte an die spezielle Anleitung zur Probenahme von Meerwasserproben.

    Oder noch besser: schick mir zwei Flaschen. 1 x nach Anleitung und 1 x 4-5 mal die Flasche durchspülen und dann abfüllen wie gehabt.

    Gruß,
    Peter

    Hallo!

    @Stefan
    ich meinte dieses und den zeitlichen Abstand:

    Calzium 449.67 - ich selber messe 410 (Gilbers)
    Magnesium 1420.33 - ich selber messe 1360 (Gilbers)

    Die Wassertest sind auf die Ionenchromatographie abgestimmt. Oder habe ich da etwas bei unserem Telefonat falsch verstanden?

    Zur KH: die haben wir 2 x mit reproduzierbaren Ergebnissen überprüft. Im Moment habe ich Borax als starken Puffer in Verdacht. Bin mir aber nicht ganz sicher. Das "Zeug" ist giftig und nicht ungefährlich.

    Armin
    die Schwermetallbelastung wird wohl nicht gering sein. Das sehe ich immer im unruhigen Fingerprintbereich bei der IC.

    Gruß,
    Peter

    Hallo,
    zum KH-Wert bis Ks 4,3:

    Erst sinkt dieser ganz normal, wie man es kennt, dann steigt er auf einmal wieder an, wenn man länger wartet.
    Dieses Phänomen ist mir schon oft bei Zeolithbecken aufgefallen.
    Da denkt man, die Titration ist zu fast zu ende und dann steigt auf einmal der ph-Wert wieder an, je länger man rührt.

    @Hergo
    hast du mal gegen eine Referenz überprüft. So ungenau können meine Test nicht sein. Wie weit liegen deine Analysen und meine zeitlich auseinander?


    @Hans-Werner
    Ich dachte, dass dein Produkt Abhilfe schaffen könnte

    Gruß,
    Peter

    Hallo Jens,
    das kann er wohl nicht mehr abschätzen, weil sich alles aufgelöst hat.
    Thiosulfat habe ich noch hier. Hast du da eine Dosierempfehlung?
    Das mit der Aktivkohle hatte ich ihm schon am Telefon gesagt. Es sollen dann mehrere Säckchen im Becken verteilt werden.
    Und was hälst Du von zusätzlichen Bakterien von MicrobeLift. Die haben ja so 3,75 Liter Behälter von Special Blend und Nite Out II.

    @Bernd
    wollen wir mal hoffen, dass da noch etwas Leben in den Steinen ist.

    Hallo,
    gerade rief mich ein Kunde an.

    Auf sein 3500 Liter Meerwasseraquarium wurde angeblich ein "Chlorstein-Attentat" von einem neidischen Bekannten verübt. Zumindest riecht alles immer noch nach Chlor.

    34 Fische sind schon tot. Von den 3500 Litern wurden bereits 2000 Liter Wasser gewechselt. Drei Abschäumer schäumen zur Zeit ab. Die Blasen im Abschäumer zeigen Regenbogenfarben.

    Der Bodengrund wurde schon entfernt. 350 kg "Lebendsteine" sind noch im Becken.

    Kann das Becken irgendwie "kostengünstig" gerettet werden außer weiterer WW?

    Oder sollte alles komplett erneuert werden, was ich eigentlich befürworten würde.

    Ich möchte dem Kunden jetzt nicht auch noch unnötig Geld abverlangen, da ja alles schon teuer genug war.

    Danke schon mal für Eure Ratschläge & Hilfe.

    Gruß,
    Peter

    Hallo,
    ich stelle einfach mal unser Zeolith zur Diskussion, welches wir einem 72 stündigen ganz schwachem Schüttelversuch unterzogen haben. Die Granulatkörner haben sich nicht bewegt.

    Dieses Kalium-Thema ist für mich auch neu, daher dieser Doppelversuch und anschließende Analyse mit der IC.

    Einwaage: 100 g Zeoltihgranulat 4-8 mm

    Zu diesen 100 g wurde1 jeweils 1 Liter einer Multireferenz gegeben.

    Ergebnisse:

    Multireferenz (alles in mg/l):

    Natrium: 10540
    Kalium: 399
    Calcium: 424
    Magnesium: 1257
    Strontium: 14,66


    Ergebnisse Zeolith

    Multireferenz Probe 1 Probe 2 Differenz
    Natrium 10540 9493 9514 -1000
    Kalium 399 421 421 20
    Calcium 424 1215 1252 800
    Magnesium 1257 1240 1256 gleich
    Strontium 14,66 17,8 20 4

    Kann man hier irgendwie vernünftig formatieren oder eine Tabelle aus Excel einfügen?


    Die Einsatzmenge muss dann nur für den jeweiligen Anwendungsfall umgerechnet werden.

    Eventuell hilft das ja bei der Diskussion weiter.

    Gruß,
    Peter

    Hallo Thorsten,
    du kennst mich und ich sage, wenn etwas nicht stimmt. Das ist bei mir immer eine fürchterliche Gradwanderung zwischen wissenschaftlichem Forscherdrang und dem Risiko einer Abmahnung von Wettbewerbern. Wobei ersteres deutlich über 95 % ist.
    Wer die Wahrheit sagt, sollte ein schnelles Flugzeug haben ;-))
    Bei Dir benötige ich noch keins :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Wozu soll man Wasserwerte messen, wenn das Becken so aussieht?

    Das Becken sieht so gut aus, weil wir so oft Wasserwerte bestimmen und entsprechend handeln können. :grinning_squinting_face: Andreas hat aber auch ein gutes Händchen bzw. grünen Daumen für das Hobby.

    Gruß,
    Peter

    @Kevin

    Zitat

    Gibt es denn Analysen zu den einzelnen Meersalzmischungen und den entsprechenden Kaliumwerten? Ich möchte mir ungern viele Salze kaufen und selbst messen, dazu fehlt mir leider die Zeit und das Geld.

    Ich habe viele Salzanalysen durchgeführt. Deshalb habe ich auch mal geschrieben, dass man aufgrund der kleinen Schwankungen die Hersteller auch mal in Schutz nehmen muss. Es gab dazu mal hier im Forum einen Thread über die Entmischung von Salzen im Eimer.

    Gruß,
    Peter

    Azalee

    wenn die Kapazitäten von NaOH beim Calcium-Test (Reagenz 1) oder der Puffer (Reagenz 1) beim Magnesium-Test nicht ausreichend sind, wird es zu Fehlergebnissen kommen.

    Im ersten Fall wird nicht genug Magnesium als Mg(OH)2 ausgefällt und du bestimmst Magnesium mit (Mehrbefund) und im zweiten Fall, wenn die Pufferkapazität für Calcium nachlässt, wird Calcium mitbestimmt (Mehrbefund).

    Auch sollten man die Gesamtkonzentration an Calcium und Magnesium nicht vernachlässigen). Strontium lasse ich wegen der niedrigen Konzentrationen außen vor.

    Diese liegen bei Calcium = 500 mg/l und Magnesium = 1500 mg/l bei Gesamt = 2000 mg/l (Ca + Mg) und da stößt fast jeder Test langsam an seine Grenzen.

    Sonst führe den Vorschlag von Armin durch. Dann bist du im unkritischen Bereich von ca. 1000 mg/l Gesamtkonzentration an Ca und Mg.

    Gruß,
    Peter

    Hallo

    @Kevin
    ich könnte dir eine definierte Kalium-Lösung ansetzen, damit du einen vordefinierten Kaliumwert erreichst. Melde dich einfach mal.

    Wenn ein Salz mehr NaCl enthält und weniger KCl, kann das eben passieren. Zusätzlich drehst du ja mit Zeolith noch an der "Kalium-Schraube" und beeinflusst an zwei Stellen dein Becken. --> Wasserwechsel und Zeolith

    Wenn dann die Kalium-Kapazität vom K-Balance nicht ausreichend ist, wird es langsam immer weniger.

    Armin
    die Salinität wird mit einem WTW 340i in einer auf 25 °C temperierten Probe gemessen und liegt bei 33,3.
    Calcium liegt bei 421 mg/l und Mg bei 1291 mg/l. Natrium bei 10200 mg/l, PO4 bei 0,072 mg/l und NO3 bei 0,55 mg/l

    Der Natrium-Gehalt passt zur Salinität und man kann an den Ergebnissen gut sehen, dass mindesten ein "Verbraucher" vorhanden ist.

    @Ingird
    die Ergebnisse sind plausibel und Kevin kann sich das Geld für eine zweite Analyse sparen. Da ich je nach Probenaufkommen mindestens 2 x pro Woche Standards mitlaufen lasse, wäre mir das sofort aufgefallen, wenn die Ionenchromatographie "spinnt"

    Gruß,
    Peter

    @Jörg

    :thup :thup :thup :thup :thup
    Wenn Du z.B. eine Nitritentwicklung im Wasser hast, die durch eine Störung des bakteriellen Stickstoffab- bzw. umbaus hervorgerufen wird (durch der Nährstoffmangel), dann kannst Du durchaus einen Auschlag im Nitrattest bekommen, wenngleich Nitrat nicht nachweisbar wäre. Deine Koralle zeigt Dir an, dass sie stickstofflimitiert ist, der Test sagt aber nein.
    :thup :thup :thup :thup :thup


    ......und der Ausschlag ist gar nicht mal gering, der allein schon durch z.B 0,02 mg/l NO2 hervorgerufen wird. Aus echten z.B. 1 mg/l NO3 können schnell mal verfälschte 3-4 mg/l werden.

    Gruß,
    Peter

    Hallo,
    der Indikator für Calcium reagiert im Salzwasser sehr langsam. Gleiches im Trinkwasser und man kann gar nicht so schnell gucken, wie die Farbe umschlägt.

    Es gibt eben chemischen Reaktionen, die für eine hohe Genauigkeit besser etwas mehr Zeit bekommen. Gleiches gilt für Nitrit, Nitrat und PO4.

    Man kann zwar kurze Zeiten "einstellen", aber die Standardabweichung pro Messpunkt wird dann zu groß. Sieht zwar für den Kunden marketingtechnisch schön aus, wenn ein Test nach 3-5 Minuten fertig ist, aber die Präzision und Richtigkeit leiden darunter.

    Das habe ich gerade wieder bei der Entwicklung vom Nitrat-Test festgestellt, mit dem ich die ganze Nacht beschäftigt war.

    Gruß,
    Peter