Beiträge von Torsten Sause

    Hallo Jens,

    in der Tat ein seltener Fall und daher gar nicht so leicht zu beurteilen. Ich habe mal nach div. Literaturquellen gesucht, die so etwas evtl. beschreiben und ...habe leider nichts gefunden :loudly_crying_face: .

    Nun ist es nicht immer so, dass Gifte die uns Menschen schaden, dann automatisch auch alle anderen Lebewesen beeinträchtigen. Wahrscheinlich passiert gar nichts, außer dass dein Kugelfisch sich aufgelöst hat. Das Gift Tetrodotoxin (TTX) ist sehr schlecht wasserlöslich und die Verdauungsenzyme der Purpurrose werden es evtl. auch zersetzen. Da TTX sehr schnell wirkt, hättest Du an der Purpurrose eigentlich schon eine Reaktion feststellen müsse. Also, die Purpurrose weiter beobachten und wenn es ihr weiterhin gut geht, ist aus meiner Sicht nichts mehr zu befürchten.

    Hier noch ein interessanter Link über das Toxin

    Hallo Sabine,

    da die Röhrenaale bis zu einem halben Meter lang werden und gerne senkrecht in ihren Röhren stehen bzw. wegtauchen, sollte der Bodengrund einen entsprechenden Aufbau haben. Ich habe die Tiere bisher nur in Zoos gesehen und dort war der Bodengrund sehr hoch. Für Österreich gibt es die Haltungsvorschrift von mind. 10 Tieren als Gruppe. Sie leben im Abstand von ca. 10-15 cm in ihren Röhren.

    Einen guten Eindruck, welchen Aufwand man treiben muss, um die interssanten Aale zu halten, vermittelt dieser Bericht:

    Röhrenaale im Aquarium des Hauses der Natur

    Hallo Bastian,

    es ist immer sehr vernünftig, wenn man neue Fische in Zukunft erst einmal in Quarantäne setzt. Für Grundeln und keine Riffbarsche reichen 80 cm Länge und da man meistens die größeren Arten als Jungfische kauft, reicht ein Quarantänebecken dieser Größe auch in diesen Fällen aus.

    Hallo Gerd,

    schau mal hier nach. Wenn Du nach unten scrollst, wirst Du ähnliche Krankheitsbilder sehen.
    Das sieht nach einer bakteriellen Infektion des Auges aus. Ursache kann eine vorangegangene mechanische Verletzung sein. Nun ist es extrem schwierig, hier was zu machen. Wie Du richtig schreibst, bekommst Du den Fisch a) nicht aus dem Becken und kannst b) natürlich nicht das ganze Becken behandeln.
    Gut wäre es, wenn er noch fressen würde, dann könnte man über Antibiotika-Tabs evtl. was erreichen. Aber das scheidet wohl auch aus. So bleibt leider im Moment nur abwarten und hoffen, dass sich die Infektion wieder zurückbildet.

    Zitat

    ausgenommen des auge hat der fisch weder pünktchen, keinen schleier über den körper, kratzer oder ähnliches. die farbe zeigt er nicht so perfekt wie sonst ...


    Das ist schon mal beruhigend, d.h. er hat keine auf den Körper ausgedehnte Infektion der Schleimhaut. Das die Farbe blasser ist, ist bei diesem Krankheitsbild als normal anzusehen - er fühlt sich sicher nicht besonders wohl.
    Bitte weiter berichten, wie sich das Auge in den nächsten Tagen darstellt.

    Zitat

    Original von IngridR
    Hallo Torsten,
    in dem von dir auf der ersten Seite verlinkten Fachartikel zu Amyloodinium ocellatum werden Studien und ein Fallbesipiel genannt, die eine Immunität gegen diesen Erreger nachweisen (S. 15).
    Grüße
    Ingrid

    Hallo Ingrid,
    richtig, es gibt für den Tomatenanemonenfisch diese Untersuchungen und noch für andere Spezies. Leider wird dann oft simplifiziert und die Ergebnisse unzulässig auch auf Doktor- und Kaiserfische usw. übertragen. Das muss erst noch gezeigt werden. Es ist wahrscheinlich, dass sie ähnlich reagieren, aber ich bin immer etwas vorsichtig mit solchen Aussagen.

    Zitat

    Lightgear: Was würdest Du als überdimensioniert sehen ? 75 W TL Röhre mit 500l/h ?


    Hallo Philipp, für den Krankheitsfall sollte man eine stark überdimensionierte UV-Röhre benutzen, die die meisten Schwärmer erwischen kann. Das klappt natürlich nie zu 100% - und es gibt da auch keine allg. gültigen Regeln. Mit 75 Watt auf 500 Liter hat man aber eine potente Anlage.


    Hallo Bastian,

    das Mittel, welches Du beschafft hast, ist nicht sehr stark und Du darfst davon keine Wunder erwarten. Aber nachdem Du über kein Quarantäenbecken verfügst, ist es immer noch besser, als gar nichts zu tun. Den gelben Doc würde ich solange eine Chance geben, solange er noch aufrecht durch das Wasser zieht. Nur wenn er sich auf die Seite legt oder sich nicht mehr wehrt, dann ist es schnell vorbei.


    Zitat

    P.S.: Das ist mein erster Beitrag, ist es normal das es so viele Streitgespräche unter den Teilnehmern gibt?? :smiling_face:


    Nein, das ist nicht normal. Viele Wege führen nach Rom und man kann gerne hier die unterschiedlichen Methoden zur Behandlung oder Einflussnahme auf den Krankheitsverlauf diskutieren. Aber es sollten noch Beiträge sein, die Dir konstruktiv weiter helfen. Sie können ruhig kontrovers sein und verschiedene Alternativen aufzeigen. Aber sie sollten Dich nicht in eine Richtung führen, die Dir keine Hilfe anbietet und Dich nur verwirrt. Das haben die User hier erkannt und sich dagegen gewehrt.

    Hallo zusammen,

    es freut mich, dass der Thread wieder zum Thema zurück gefunden hat und ich versuche mal die vielen Meldungen zu kommentieren. Natürlich nur die, die sich mit dem eigentlichen Thema beschäftigen:

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    KS:mit Amyloodinium ocellatum + Oodinium ist das gleiche gemeint. Früher wurde die Krankheit im Meerwasserbereich auch einfach mit Oodinium bezeichnet, später dann mit Amyloodinium. In vielen (älteren) Publikationen und im Sprachgebrauch hat sich das halt gehalten.

    Das ist so genau richtig - leider werden wissenschafliche Bezeichnungen oft geändert und die alten Bezeichnungen bleiben trotzdem in allgemeinen Sprachgebrauch erhalten.

    Zitat

    Die folgenden Massnahmen helfen Dir bzw. deinen Fischen in dieser Situation nicht mehr: UV- oder Ozonanlage,...

    Warum habe ich das so geschrieben ? Wir haben es hier mit einer sog. Superinfektion zu tun, bei der eine ständig mitlaufende UV-Anlage zwar einen gewissen Anteil der Errger zerstört - aber mit UV oder Ozon wird man die Tiere nicht mehr retten. Ebenso sind alle anderen aufgezählten Punkte viel zu schwach in ihrer Wirkung. Der Befall ist soweit fortgeschritten, dass man sofort massiv eingreifen muss. Und da ich Amyloodinium ocellatum als den gefährlichsten Erreger der aus meiner Sicht hier vorhandenen Mischinfektion identifiziert habe, muss aus meiner Sicht mit der maximal wirksamsten Therapie, und das ist in diesem Fall nun mal die Kupferbehandlung, begonnen werden. Fische versterben an Amyloodinium ocellatum extrem schnell.


    Zitat

    Peter: Aber für dein Becken wären mir 25 Watt Uv auf jedem Fall zu wenig, selbst wenn sie richtig funktioniert.

    Das sehe ich genauso ! Deshalb auch die Aussage, dass sie hier nichts mehr ausrichten kann, was den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflußt. Dazu ist es viel zu spät!


    Zitat

    Lars: Aber das mit der Immunität der überlebenden Fische scheint tatsächlich zu stimmen, schau mal in diesem threat nach meiner Frage und der Antwort von Torsten.

    Richtig, es gibt dazu sehr aussagekräftige Untersuchungen für eine überstandene Infektion mit dem Erreger der Weißpünktchenkrankheit (Cryptocaryon irritans). Hier bilden manche Fischarten eine mehrmonatige Immunität aus, die sie dann gegen Neuinfektionen schützt. Aber das gilt für Cryptocaryon und man kann diese Aussage nicht unbedingt auf alle anderen Ektoparasiten übertragen!

    Ich hoffe, diese Kommentare können ein wenig Klarheit in die sehr komplexe Welt der Parasiten und ihrer Bekämpfungsmöglichkeiten bringen. Natürlich sind hier auch Bakterien mit im Spiel - die werden aber erst gefährlich, wenn die Parasiten den Fisch stark vorgeschädigt haben, dann sieht man z.B. Bilder mit den ausgefrasten Flossenrändern.


    Wenn nach kurzer Zeit Beläge und Pünktchen verschwinden, ist das nicht ein Zeichen, dass die Infektion überwunden ist - im Gegenteil - die reifen Erreger verlassen den Fisch, um sich in Zystenform zu vermehren und liefern bis zu 256 Nachkommen, die dann die Fische sofort wieder befallen. Insgesamt steigt also die Anzahl der Parasditen stetig an, auch wenn man sie nicht immer sofort auf dem Fisch ausmacht. Und nur in dieser Schwärmerphase kann man sie mit Medikamenten oder einer stark überdimensionierten UV (die wir hier nicht haben) erwischen.


    Ich möchte auch noch die neuen Bilder kommentieren:

    Was ich sehe, ist weiterhin eine ausgeprägte Superinfektion mit Amyloodinium ocellatum (das ist der feine grießartige Belag) und einzelnen größeren Pünktchen, hinter denen sich evtl. auch noch Cryprtocaryon irritans verbirgt. Natürlich kann man ganz sicher nur mit einer mikroskopischen Abstrichuntersuchung sein - aber mehr als die Bilder habe ich nun mal nicht und ich habe schon viele hundert, wenn nicht sogar tausende von kranken Fischen gesehen. Beide Parasiten, sofern sie wirklich zusammen auf den Fischen sind, haben längst die Kiemen besiedelt und behindern die Fische massiv bei der Atmung. Nach meinen Erfahrungen besiedelt Amyloodinium ocellatum auch die Augen (die Linse erscheint getrübt und der Fisch ist fast blind) - einfach die gesamte Körperoberfläche + Kiemen.

    Hier ist eine Aufnahme von einem mit Amyloodinium ocellatum infizierten Fisch -
    Bilderlink zum Vergleichen

    Hallo Bastian,

    nach den Bildern zu urteilen, hast Du Dir hier Oodinium bzw. Amyloodinium ocellatum eingeschleppt - eine parasitäre Erkrankung der Fische, die in dem Stadium wie sie auf den Fotos sichtbar ist, sehr schnell zu hohen Verlusten bis zum Totalverlust führt.
    Sie wird immer über neue Fische eingeschleppt bzw. kann sie auch über Einrichtungsgegenstände, lebende Steine, usw. aus anderen, mit erkrankten Fischen besetzen Becken, eingeschleppt werden. Ein Behandlung direkt im Haupt-Becken ist nicht sinnvoll.

    Wenn Du noch etwas retten möchtest, dann hilft Dir jetzt nur noch ein Quarantänebecken und das Umsetzen der erkrankten Fische. In dem Fachartikel sind einige kupferhaltige Mittel zur Therapie genannt. Sie sind bei einer schweren Infektion die einzig wirksame Therapie (als Dauerbad!), die massiv gegen die Parasiten vorgeht. Leider tötet Kupfer auch alle Korallen und Niedere Tiere, so dass es ausschließlich im Quarantänebecken eingesetzt werden darf. Zur Kontrolle des Kupfergehaltes sollte man einen Kupfertest parallel einsetzen, damit man genau weiß, wann man nachdosieren muss. Das frei verfügbare Kupfer wird über Bodengrund und Einrichtungsgegenstände mit der Zeit gebunden. Das steht aber in den Beipackzetteln der Medikamente genau drin.

    Die folgenden Massnahmen helfen Dir bzw. deinen Fischen in dieser Situation nicht mehr:
    UV- oder Ozonanlage, Putzerfische oder -garnelen, die Reduktion der Beleuchtung, Vitamine oder Knoblauch etc. Damit richtest Du nichts mehr aus!

    Lies den Artikel - dann kennst Du deinen Feind!
    Fachartikel Amyloodinium ocellatum

    Zu der Frage: Kann es Lymphocystis sein?
    Nein, kann es nicht. Lymphocystis ist eine Viruserkrankung. Bei der sieht man deutlich größere Knötchen, die sehr langsam wachsen und niemals zu solch schnellen und hohen Verlusten führen.

    Hallo Bert,

    zunächst mal vielen Dank für die Blumen :winking_face:
    Wenn man jahrelang nur kranke Fische beobachtet, diagnostiziert und therapiert hat man ein geschultes Auge, mit dem ich so manchen MW-Verkäufer auch heute noch auf die Nerven gehe :grinning_squinting_face:

    Bei einer frühzeitigen Diagnose kann man mit einem Gegenmittel in den meisten Fällen noch etwas erreichen. Aber leider entdeckt man die meisten Krankheiten erst dann, wenn die Fische sehr auffällige Symptome zeigen. Erkrankungen in einer früher Phase brauchen ein sehr geübtes Auge und dann bekommt man meistens auch nur den Eindruck "Irgend etwas stimmt nicht" und eine exakte Diagnose ist kaum möglich. Eine mikroskopische Diagnose ist für den Hobbyaquarianer auch kaum möglich und wird zudem den betroffenen Fisch schädigen oder verletzen, sofern man ihn überhaupt aus dem Becken bekommt.

    Hier im Forum findet man leider sehr oft Anfragen zu Fischen im finalen Krankheitsstadium. Aber das ist kein Vorwurf an die ratsuchenden Aquarianer. Oft bemerkt man Krankheiten erst sehr spät und wenn man sich nicht sicher ist oder die Symptome noch nicht sehr dramatisch sind, warten viele erst einmal ab, ob sich die Geschichte nicht von selbst erledigt. Außerdem fehlt vielen Aquarianer die Vergleichsmöglichkeit bzw. haben sie lange Zeit nur gesunde Fische vor Augen - zum Glück muss man sagen.

    Bei dem Einsatz der Gegenmittel muss man ebenfalls abwägen, ist es eine leichte Infektion oder kämpft der Fisch um sein Leben - es gibt leichte Gegenmittel und "Hammermedikamente", bei denen es dann um "Alles oder Nichts" geht. Preis Coly halte ich eher für ein "leichtes" Gegenmittel für geringen Befall - dafür ist es verträglicher als andere Mittel.

    In einem früheren Thread habe ich das Thema Kiemenwürmer schon einmal behandelt. Ein schwacher Befall mit Kiemenwürmern bleibt meistens unentdeckt. Auffälligstes Zeichen sind dabei wiederholte Würgebewegungen mit dem Maul, ohne dass der Fisch gerade Futter aufgenommen hat. Das ist immer ein Alarmzeichen. Später sind die Kiemen ganz blaß (siehe Link - Bilder). Aber das kann man nur schlecht von außen mit dem Auge erkennen.

    Link

    Zitat

    Original von Micha W.: Hi Thorsten, dann bin ich auch nicht schlecht gelegen mit meiner Prognose. Was mir neu ist das man an den eingefallenen Augen erkennen kann das die Substanz langsam aufgebraucht ist. Ist es bei fas allen Arten so? Das finde ich aufschlussreich und da durch lässt si hso manches bestimmt recht früh erkennen.

    Hi Micha,

    bei größeren Fische kann man anhand der eingefallenen Augen sehr gut erkennen, dass hier bereits die letzten Reserven verbraucht werden. Das ist besonders dann hilfreich, wenn Fische sonst eher eine "rundliche" Figur haben und nicht so einen Messerrücken ausbilden wie der gelbe Doc. Besonders oft sieht man diesen Zustand bei Goldfischen und Kois für den Gartenteich. Bei Meerwasserfischen wirklich nur nach sehr langen Hungerperioden. Wenn der Fisch trotzdem noch frißt oder zumindest bis vor ein paar Tagen noch "normal" gefressen hat, liegt seit längerer Zeit irgend eine schwerwiegende Störung des Verdauungssystems vor. Wenn die falsche Nahrung angeboten wird, wie z.B. ausschließlich tierisches Protein bei einem Doc, dann magert der Fisch meistens nicht gleich ab, sondern bekommt irgendwann Organschäden oder beim gelben Doc ganz typisch diese blut-rot-unterlaufenden Flossen und Hautstellen, die wir hier im Forum schon öfter hatten.


    Zitat

    Original von trefferversenkt: Guten Morgen Torsten. Hätte es Sinn, wenn man bei diesem doch sichtlich mitgenommenem Tier auf Kiemenwürmer oder Darmparasiten tippen würde und diese bei dem sich darstellenden Zustand noch mit Preis Coly behandelt ?

    Hi Bert,

    ich glaube nicht, dass hier eine Behandlung noch eine Verbesserung bringt - dazu hat er zuviel Substanz verloren. Wenn ein Fisch die Fettpolster hinter den Augen abgebaut hat, dann ist kaum noch zu retten - aber es mag Ausnahmen geben ?

    Hallo zusammen,

    nun - das Foto ist doch einigermaßen aufschlußreich und sagt viel über den Allgemeinzustand des gelben Docs.
    Er sieht aus wie Methusalem und in die gleiche Richtung haben sich Claude und Joe geäußert. Man erkennt deutlich den massiv eingefallenen Oberkörperbereich, in dem normalerweise die Muskeln für die Fortbewegung sitzen und wenn man ganz genau hinsieht, fällt das stark eingefallene Auge auf. Hinter dem Auge befindet sich Fett, welches erst abgeschmolzen wird, wenn die Substanz des Fisches bereits massiv abgebaut wurde. Wenn er vorher noch gut gefressen hat und trotzdem so magersüchtig ausschaut wie auf den Bildern, dann liegt wahrscheinlich eine massive Stoffwechselstörung vor und das könnte auch altersbedingt sein. Der auf dem Foto sichtbare Kiemendeckel ist seitlich etwas "angefressen", das kann aber auch aus einer früheren Erkrankung sein. Darmparasiten könnten mit im Spiel sein. Da er die Nahrung verweigert, ist er wohl nicht mehr zu retten. Er wird langsam verhungern. Sorry.

    Hallo Thorsten,

    da bereits längere Zeit keine Neuzugänge in das Becken gekommen sind, könnte man Kiemenparasiten erst einmal vorsichtig ausschließen. Zur weiteren Eingrenzung ein paar Fragen:

    - zeigt nur der gelbe Doc diese Symptome ?
    - weniger aktiv - wie äußert sich das ? Liegt er irgendwo herum oder schwimmt er noch ?
    - manchmal wirken die Frontscheiben wie Spiegel, die gelben Docs schwimmen dann auffällig oft und agressiv in Richtung Frontscheibe und wirken extrem aufgeregt. Hat er dieses Verhalten vorher gezeigt ?
    - läuft der Abschäumer am Tag und bei Nacht ?
    - hast Du ihn als Jungtier erworben ?
    - auch wenn Du schreibst, dass man von außen nichts erkennt, wäre ein Foto evtl. doch hilfreich

    Hallo zusammen,

    ich möchte nur der Vollständigkeit halber darauf hinweisen, dass das Verabreichen von Knoblauch in keiner wissenschaftlichen Studie bisher den Nachweis erbracht hat, dass Knoblauch bzw. daraus hergestellte Produkte gegen Cryptocaryon irritans-Infektionen wirksam waren. Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass Knoblauch eine gewisse Wirkung gegen Innenparasiten (Würmer) bei Süßwasserfischen gezeigt hat und bei bakteriellen Infektionen mit Mycobacterium marinum konnte man durch ständige Injektion (nicht über das Futter) von frischen Knoblauchsaft eine stärkere Immunstimmulanz hervorrufen. Das erreicht man aber auch mit anderen Stoffen die subcutan injiziert werden. Die Infektion konnte dadurch aber nicht ausgeheilt werden.

    Nicht verschweigen möchte ich, dass es nach dem Verabreichen von Knoblauchpräparaten auch schon zu Fischverlusten gekommen ist - obwohl er in den Fällen nur prophylaktisch gegeben wurde. In USA werden in den Foren mit gleicher Selbstverständlichkeit Pfefferextrakte und Ingwer als unversell einsetzbares Mittel gegen alle parasitären Fischkrankheiten empfohlen. Man sollte daher Knoblauch nicht als universelle Wunderdroge betrachten, sondern kritisch abwägen, ob man sich allein auf Knoblauch bei eine Therapie gegen Cryprocaryon irritans verlassen möchte.

    Garlic: What has been studied versus what has been claimed - Steven Pro - Reefkeeping magazine

    Marine ich - Reefkeeeping Magazine

    News from the Warfront with Cryptocaryon irritans

    Hallo,

    zu den letzten beiden Beiträgen habe ich noch einige Bemerkungen:

    Zitat

    Zur Zeit sieht es ganz gut aus, es sind alle Punkte bis auf einen Sichtbaren an der Schawanzflosse verschwunden. Denke aber das ist Zufall.

    Nein, das ist kein Zufall - wenn Du mal in dem Fachbericht zur Pünktchenkrankheit den Entwicklungszyklus nachschaust, dann ist das völlig normal. Der ausgereifte Parasit verlässt den Fisch, um sich zu vermehren. In ein paar Tagen kehren die Nachkommen zurück und es gibt erneut Pünktchen - es sei denn, sie werden vorher über den UV-Brenner erwischt. !00% werden sicher nicht abgetötet, daher wirst Du wohl weiter Pünktchen in den nächsten Tagen sehen.

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    Ich kann nur raten Vitaminreich zu füttern,dann werden Fische resistent gegen die Pünktchen.

    Sind das eigene Vermutungen oder gibt es dafür auch nur einen einzigen wissenschaftlichen Beweis ? Cryptocaryon irritans ist ein bewimperter Einzeller, dem Vitamine nicht schaden. Eine Resistenz beruht auf einem komplizierten Mechanismus der Immunantwort des Organismus gegen Krankheitserreger. Es ist bekannt, dass manche Fische nach eine überstandenen Cryprocaryon-Infektion für einige Monate immun gegen diesen Erreger sind. Das beruht aber nicht auf der Verabreichung von Vitaminen. Die meisten Tiere in menschlicher Obhut haben keinen Vitaminmangel, da fast jedes Futter künstlich mit Vitaminen versetzt wird.

    Zitat

    Ich habe sie in Quarantäne mit Oodinol behandelt und mit frischen Mangostückchen aufgepeppelt.

    In diesem Fall war wohl die Quarantäne mit Oodinol der entscheidende Faktor zum parasitenfreien Fisch und die Mango leistete einen Beitrag zur Ernährung - von den Vitaminen allein bekommt man einen Fisch nicht parasitenfrei - auch wenn wir es oft lesen oder hören.


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    Das nachrüsten einer UV Anlage konnte das Fischsterben auch nicht verhindern.


    Das behauptet auch niemand. UV ist lediglich eine unterstützende Möglichkeit, frei im Wasser schwärmende Parasiten abzutöten. Dabei ist die Infektionsdichte, die Plazierung der Wasseransaugöffnung und der Einsatz von weiteren Methoden zur Parasitenbekämpfung zu beachten. In den meisten Fällen, bei denen ich größere Verluste analysiert habe, waren die Fische bereits sehr stark bzw. mehrfach infiziert und die nachträglich noch gekaufte UV-Anlage sollte dann noch ein Wunder vollbringen. Leider gibt es im Korallenbecken nur sehr wenige korallenverträgliche Bekämpfungsmöglichkeiten - UV ist eine davon.

    Zitat

    Dauer UV schwächt die Tiere in ihren Abwehrkräften. /..und nicht durch Dauer UV verweichlicht werden.

    Nun, die meisten Aqua-Kulturbetriebe, die Fische halten und züchten, haben UV ständig im Wassserkreislauf. Es gibt keine Erkenntnisse, dass dadurch die Fische geschwächt werden. Fische werden geschwächt über Stressfaktoren und häufig suboptimale Haltungsbedingungen im Aquarium.

    Hallo Steffi,

    Drachenkopfseenadeln sind Nahrungsspezialisten, die man möglichst nur ohne weitere Nahrungskonkurrenten halten sollte. Um diese Art erfolgreich über längere Zeit am Leben zu erhalten, sollte man ständig und ausreichend über Lebendfutter verfügen und nicht erst versuchen, diese Nahrungstiere zu züchten, wenn die Tiere bereits zu Hause schwimmen. Dazu reicht es i.d.R. auch nicht aus, ein eingefahrenes Becken mit einem überschaubaren Bestand an Kleinkrebschen zu besitzen. Diese werden rascher dezimiert, als sie nachwachsen können - zumal, wie bei Dir, auch noch andere Fische sich hier bedienen.

    Ich kenne erfolgreiche Halter von ähnlichen Arten, die haben mehr Becken unter Meerwasser für ihre Futterzucht als für ihre Seenadeln und Seepferdchen - und sind damit erfolgreich.
    Bitte nicht falsch verstehen, aber derartige Tiere sollte man nicht "versuchsweise" mal kaufen und dann hoffen, dass sie irgendwie überleben. Da wäre ein gute Strategie, sich zunächst einmal - wie Du es hier auch versucht hast- mit erfahrenen und erfolgreichen Haltern dieser Tiere intensiv auszutauschen und dann genau zu überlegen, ob man die Tiere tatsächlich sicher halten kann. Wenn Du die Tiere online bestellst, solltest Du vorher zumindest ein längeres Telefonat über die Fütterungsbedingungen beim Händler führen und fragen, wie lange er sie schon da hat. Meistens gehen die Tiere sehr schnell wieder weg, so dass der Händler nicht das Problem hat, dass ihm die Tiere verhungern.

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    Hat schon mal jemand versucht einen erkrankte Fische in ein extra Becken zu tun, Ihn mit Punktol zu behandeln und Ihn dann nach eine paar Minuten wieder in das normal Becken zurück zugeben? So kommt nicht allzuviel Punktol ins richtige Becken und die Wirbellosen bekommen kein Problem.


    Hallo Alex,

    das was Du da beschreibst, wäre quasi ein Punktol-Kurzbad - es ist leider ziemlich wirkungslos und würde die Kugeldame nur stressen. Der Wirkstoff im Punktol oder einem anderen Mittel gegen Cryprocaryon irrtitans ist nur gegen die Schwärmer des Erregers wirksam. Die in der Schleimhaut eingebetteten "Punkte" werden von dem Mittel nicht erreicht. Daher kann man die Krankheit z.B. auch loswerden, indem einen Fisch ca. alle 24h in ein neues leeres Becken setzt. Die zurückbleibenden reifen Cysten, die den Fisch verlassen haben, teilen und öffnen sich, entlassen ca. 256 Schwärmer pro Cyste, finden dann keinen Fisch mehr vor und gehen zugrunde. Das ist allerdings eine eher theoretische "Behandlungsmethode", da sie für den Fisch nicht besonders schonend ist.

    Zitat

    Also schlecht schein es Ihr nicht zu gehen, die hat heute gefressen wie noch nie.


    Es sind erst sehr wenig Punkte sichtbar. Aber bitte bedenken, gefährlicher sind die Punkte, die man nicht sieht und die haben sich auf den Kiemenlamellen eingenistet. Wenn erst einmal die nächste Infektionswelle anrollt, d.h. sich aus jedem sichtbaren Punkt ca. 256 Schwärmer entwickelt haben, werden die Punkte evtl. stark zunehmen und damit wird sich auch der Zustand des Fisches verschlechtern. Aus 4 Pünktchen werden nach der Teilung dann ca. 1000 Schwärmer, die neue Fische suchen.

    Zitat

    ...wenn ich einen UV Klärer im Dauerbetrieb laufen lasse, wieviel Watt meint Ihr sollte er haben? Ich meine 11 Watt sollten da doch langen bei knapp 200 L .


    Für den Dauerbetrieb sollte es ausreichen. Es ist allerdings sehr schwierig, die richtige "Dosierung" über die Durchflussgeschwindigkeit einzustellen, da sich die Hersteller der meisten UV-Klärer hier ausschweigen bzw. keine Daten haben. Bei einer massiven Infektion rate ich immer zu einer auch stark überdimensionierten UV-Behandlung - bei einer geringen Infektion könnte man es mit einem 11Watt - Gerät probieren - aber das Geld ist dann ausgegeben und wenn es nicht ausreicht, kauft man evtl. zweimal ?

    Hallo,

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    Frage zum Betrieb von UVC: Macht es wirklich Sinn, eine stärkere Anlage "gepulst" zu betreiben, also beispielsweise tageweise ein- bzw ausgeschaltet?

    Also das habe ich noch nie gehört - ist für mich auch sehr unlogisch, da dann alle freiwerdenden Schwärmer an den UV-Aus-Tagen überleben und man die Infektion so nie weg bekommt.

    Wenn man die UV-Anlage nur zur Krankheitsprophylaxe betreibt, kann die Wattzahl ruhig überdosiert sein. Je langsamer man das Wasser durchlaufen läßt, umso stärker der Abtötungseffekt. Bei einer großen Röhre dürfen es aber schon 500 L/ h sein.

    Bei den billigen UV-Röhren bekommt man häufig keine Ersatzbrenner nach und sie sind oft sehr kurz. Daher würde ich immer auf bewährte Marken-Fabrikate zurück greifen wie Deltec, FIAP oder HW.


    Zitat

    /...eine UVC-Lampe tötet eben nicht nur Krankheitserreger ab, sondern auch Bakterien, die fürs AQ gut sind.


    Das man mit der UV-Röhre zu viele Bakterien abtötet, die u.U. sehr nützlich für das Aquarium sind, braucht man nicht zu befürchten. Die meisten Bakterien sind substratgebunden in den Bodensedimenten, dem Lebendgestein oder im Schmierfilm auf der Scheiben zu finden. Die überschüssigen Bakterien, die frei im Wasser treiben, stellen nur eine geringen Anteil an der Gesamtmenge dar und den Verlust wird man nicht merken.

    Zitat

    Habe noch Punktol Ultra hier, kann ich das auch verwenden?

    Punktol Ultra hat eine andere Zusammensetzung als Punktol ohne den Zusatz "Ultra". Ich selbst habe es noch nicht eingesetzt und kann daher nur das klassische Punktol empfehlen.

    Hallo Anna und Alex,

    sind neue Fische dazu gekommen bzw. ist die Kugeldame neu eingesetzt worden ?
    Zur Bekämpfung ist eine etwas stärkere UV-Anlage sinnvoller. Sehr effektiv ist es, den UV-Brenner direkt ins Hauptbecken einzuschleifen - Ansaugöffnung im unteren Drittel der Beckenhöhe. Anbei einige Links aus dem Forum, in denen Tips zur Bekämpfung gegeben werden. Ihr müsst euch auf eine längere Therapiezeit einstellen, da man im Korallenbecken nur wenige Bekämpfungsmöglichkeiten hat. Wenn die Pünktchen bald verschwinden, dann sind sie nur als reife Cysten vom Fisch abgefallen und kommen bald in größerer Stückzahl zurück, sofern UV und weitere Massnahmen sie nicht daran hindern. Die Bekämpfung kann einige Wochen bis Monate dauern.
    Bitte über den Verlauf weiter berichten.

    Forenlink
    Forenlink2
    Fachartikel zu Cryptocaryon irritans = Pünktchenkrankheit

    Hallo Paul,

    das ist schwierig zu sagen. Solange es sich noch wehrt und andere Tiere vom Leib hält hat es noch Lebensernergie. Die Schwanzflosse und die fotografierte Körperseite sehen etwas angegriffen aus. Ich denke nicht, dass ein Organ kapuut ist - eher ist das Tier von außen geschädigt worden ??? Das Umsetzen in das Q-Becken bedeutet Stress - andererseits wenn es noch schwächer wird, werden die "Fressfeinde" es irgendwann erledigen.

    Im Q-Becken könntest Du die Fütterung besser orgsanisieren und probieren und evtl. noch ein Breitbandmittel gegen Parasiten und Bakterien geben, falls es noch nicht zu spät ist.

    Hi zusammen,

    ich stelle einfach mal meinen Kenntnisstand bzgl. der vorangegangenen Diskussion ein:

    Black Mollies als Vertreter der lebendgefährenden Zahnkarpfen werden in den Zuchtanlagen in Singapur und Hongkong meistens in leicht brackigen Wasser bzw. Wasser mit Meersalzanteil gehalten. In diesem Wasser wachsen sie stabiler und haben meistens auch weniger Krankheiten. Eine leider sehr verbreitete Krankheit ist die bakterielle Flossenfäule, die sich auch auf den Körper ausbreitet und sich dort als helle Flecken darstellt - Abbildung siehe hier.
    Die Erreger gehören zur sog. Cytophaga-Flexibacter-Bacterioides-Gruppe (CFB). Diese Bakterien leben sowohl in Süß- wie in Meerwasser, manche Arten kommen sogar in hochsalinen Gewässern (Salzseen) vor. Einige Arten sind fischpathogen - der bekannteste Vertreter ist Cytophaga columnaris - auch Flexibacter columnaris genannt. Diese Erkrankung wird häufig mit Verpilzungen verwechselt. Pilzinfektionen sind relativ selten und kommen fast nur als Sekundärinfektion auf einen bereits vorgeschädigten Fisch vor - Abbildung siehe hier.

    Black Mollies im MW-Becken können die Columnaris-Krankheit einschleppen und übertragen , da fast alle Zuchtanlagen in Südostasien damit infiziert und die verabreichten Antibiotika inzwischen weitestgehend wirkungslos sind. Früher hat man häufig versucht, infizierte Süßwasserfische wie Guppies, Schwerträger, Platies usw. mit hohen Salzgaben zu heilen. Das ist früher auch ab und zu gelungen - seit die Tiere fast permanent auf Brackwasser gezüchtet werden, ist hier kein Effekt mehr erkennbar. Die Bekämpfung ist sehr schwierig und setzt normalerweise eine mikrobiologische Diagnostik voraus. Antibiotika und Bäder sind meistens wirkungslos - daher würde ich dem Rat von Claude folgen und die verbleibenden Tiere indirekt stärken.


    Link: Identifizierung und Synthese sekundärer Metabolite aus marinen Bakterien - suche nach Flexibacter

    Link: Columnaris

    Hallo Martin,

    Wurmbefall bzw. ein Befall mit Darmparasiten (Darmflagellaten) äußert sich meistens in einem wässrigen, weiß-schleimigen Kot. Nun ist es nicht immer einfach, den Moment abzupassen, wenn ein Fisch den Kot abgibt und noch dazu, wenn er wenig oder zu wenig frißt. Sollte der Kot dunkel und fest sein, dann ist eine Infektion mit Innenparasiten eher unwahrscheinlich.

    Würmer werden mit dem Wirkstoff Praziquantel behandelt, der z.B. in sera Tremazol enthalten ist und Darmflagellaten z.B. mit sera Flagellol. Erfolgversprechend ist eine Behandlung aber nur im Quarantänebecken. Praziquantel kann zwar auch über das Futter gegeben werden, meistens fressen die Fische aber nicht mehr richtig.

    Hallo Ben,

    ich denke nicht, dass wir hier so weit auseinander liegen und eigene Erfahrungen gerade auf dem Gebiet der Seepferdchenhaltung müssen sich nicht hinter wissenschaftlichen Publikationen verstecken. Du hast im Prinzip den Schlüssel zum erfolgreichen Halten dieser sensiblen Tiere bereits gefunden und von erfolgreichen Haltern sollten wir lernen und die Erkenntnisse auch nicht in einem Gegeneinander oder Wettbewerb der Methoden enden :wink.

    Zitat

    .../dass durch die konsequente Verbannung von Glasrosen (Anemonen etc.) z.B. durch den Einsatz eines Chelmon rostratus im genügend grossen Becken, diese Krankheit deutlich zurückgeht!/ ....doch ich bin der festen Überzeugung, dass viele Pferdchenhalter zuerst grundsätzliche Bedingungen in ihren Becken optimieren könnten. Z.B. die Strömungsverhältnisse

    Mein Einwand bezog sich auf die völlige Verbannung von UV (ohne UV!) und der Botschaft, dass die Tiere daraus gestärkt hervor gehen. Viele Seepferdchenhalter setzen ihre Wildfänge leider in sehr kleine Becken mit hohen Keimzahlen und Futterfrachten und in diesen Fällen kann eine UV-Anlage vorübergehend helfen - optimal ist diese Umwelt natürlich nicht. UV ist für mich eher ein Mittel zum Abtöten von schwärmenden Protozoen, wie z.B. Cryptocaryon.

    Uronema, das hast Du richtig erkannt, lebt am und im Substrat und wird von der UV-Anlage kaum erfasst und befällt bei günstiger Gelegenheit und hoher Vermehrungsrate leider auch Fische und Seepferdchen. Hier wäre die von Dir vorgeschlagene Strömungsoptimerung sicher ein gutes Mittel, um Sedimentationsecken mit günstigen Bedingungen für Uronema zu minimieren. So eine "white tail"- Erkrankung fängt häufig mit einem Nesselschaden (Glasrosen) an, Parasiten und Bakterien vollenden dann das Zerstörungswerk - hier hast Du über deine Beobachtungen bzgl. den Zusammenhangs zw. Glasrosen und weißen Gewebestellen sicher wertvolle Erkenntnisse gesammelt.

    Zitat

    Mein Tipp: Ohne UV! Dann sind die Pferdchen weniger anfällig, da sie "Abwehrkräfte" aufbauen müssen.

    Hallo,

    die Seepferdchenhaltung leidet unter immer wieder auftretenden Verlusten, die häufig den ganzen Bestand in kurzer Zeit erfassen und zum Totalverlust führen. Welche Mechanismen und Krankheiten hier eine Rolle spielen ist leider noch nicht genau erforscht. Es gibt Hinweise auf pot. Einflüsse über die speziellen Haltungsbedingungen (geringe Strömung, hohe Futterdichte), bakterielle Infektionen (u.a. Vibrio-Infektionen) und bestimmte Protozoen wie z.B. Uronema marinum als Ursache dieser Massensterben. Ergänzend gibt es auch Berichte über das Einschleppen von Krankheitserregern über Lebendfutter (Mysis). Seepferdchen scheinen generell gegen erhöhte Keimzahlen im Becken und die Zunahme von fakultativen Parasiten sehr anfällig zu sein, so das eine geringe Durchströmung und eine sehr gute Wasseraufbereitung Grundvoraussetzungen für die Haltung sind.

    UV-Anlagen vermindern den unnatürlichen Infektionsdruck von Protozoen und Keimen im Wasser. Da es sich häufig immer noch um Wildfänge handelt, sind die Tiere nicht an die unnatürlichen Bedingungen im Aquarium adaptiert und reagieren sehr sensibel auf eine Verschlechterung der Wasserqualität und hohe Bakteriendichten. Ob eine Population in einem Becken ohne UV-Behandlung daraus eine verstärkte Immunabwehr generiert, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

    Fachartikel Uronema marinum, ab Seite 11
    Krankengeschichte Seepferdchen

    Hallo Mario,

    MarinOopharm ist ein Bretspektrummittel gegen Protozoen und Bakterien. Gegen Pilzbefall sollte es auch helfen, wobei der Pilz eher erst nach einer Vorschädigung kommt. Es ist ein Medikamentenmix, welcher erst mittel- bis langfristig wirkt und dafür nicht so toxisch ist. Es färbt am Anfang stark - das gibt sich aber nach kurzer Zeit. Da der Abschäumer auch viel Sauerstoff in das Becken einträgt, kann ein längeres Abschalten manchmal zu Problemem bei der Sauerstoffversorgung führen. Das solltest Du beachten und evtl. zusätzlich belüften.

    Hallo Artur,

    ich weiß es definitiv von diesen Arten, dass sie sehr empfindlich auf Kupfer reagieren. Es wird auch in der internationalen Aquaristikliteratur bei diesen Arten häufig erwähnt "very sensitive to copper treatment".

    Dactylopus
    Synchiropus
    Kaiserfische div.
    Valenciennea

    Allgemein bei der Anwendung von kupferhaltigen Präparaten muss unbedingt immer begleitend die Kupferkonzentration gemessen werden., da es leicht zu Überdosierungen kommen kann oder das frei verfügbare Kupfer so gering ist, dass es kaum einen Effekt hat.

    Zitat

    Original von freeman303

    Warum gehst Du davon aus, HQL Lampen wären nicht geeignet? Meines Wissens wird der Quarzbrenner, der in HQL Lampen Anwendung findet, von der Firma TropTronic in Ihren UV-Entkeimern eingesetzt. Diese TropTronic Entkeimer sollen laut mehreren Fachhändlern regen Einsatz in den Zwischenhälterungsbecken der Importeure finden.

    Ich meinte nicht eine HQL-Lampe als UVC Leuchtquelle zu verwenden, sondern nur den Brenner der sich in der HQL Lampe befindet, unter dem milchweißen Schutzglas.

    Hallo Artur,

    da habe ich Dich wohl falsch verstanden. Ich befürchtete, Du wolltest im "Do-it-yourself-Verfahren" aus einer Aquarienbeleuchtung eine mit Wasser umflutete UV-Anlage basteln. Da ich das für höchst gefährlich halte und dort auch den Nutzen nicht so ganz sehen konnte, habe ich hier abgeraten. Gegen Top Tronic spricht natürlich nichts, die UV-Entkeimer-Geräte sind o.k.

    Hallo Artur,

    evt. gibt es eine russische Variante der Pünktchenkrankheit die davon profitiert :grinning_squinting_face: - nein, im Ernst, so etwas habe ich bisher weder gehört noch gelesen. Bisher ernähren sie sich von Zellbestandteilen der Schleimhäute und Kiemen der Fische, die sie über mechanische bzw. biochemische Prozesse dort abbauen. Die Ethanolkonzentrationen bei der Wodka-Methode sind so gering, dass sie weder Schaden noch Nutzen für diese Krankheitsserrger bringen.

    Zitat

    Ich habe gerade die Anleitung zum Tetra MarinoOpharm gelesen. Dort steht drin, dass es ins Wasser gegeben wird. Habe ich Dich richtig verstanden, dass ich es aufs Futter tropfen soll und es so auch gegen die Krankheit wirksam ist? Was hälst Du von der Idee zwei Medizinal-Futter herzustellen? Eines mit Tetra MarinoOpharm und eines mit JBL Punktol, um die beiden dann täglich abwechselnd zu füttern?


    Hallo Armin,

    wie in der Anleitung beschrieben, dass MarinOopharm auf das Trockenfutter bzw. Frostfutter tropfen. Das Trockenfutter wieder antrocknen lassen - es wird dann etwas härter in der Konsitenz als zuvor, lässt sich aber verfüttern. Beim Frostfutter soviel Flüssigkeit wie möglich mit einem Küchenrollenblatt entfernen und dann das Mittel dazu tropfen und einziehen lassen. Dann erst verfüttern. Effekt: Die Fische nehmen die im Mittel enthaltenen Medikamente auf und sie wirken über den Blutkreislauf von innen. Das was an Medikamenten ausgeschwemmt wird, ist realtiv wenig und wird kaum Schaden anrichten können, da es weit unter der Dosiervorschrift des Herstellers liegt, der zudem eine Verträglichkeit mit niederen Tieren angibt. Daher sehr geringes Risiko.

    Es ist deutlich effektiver, die Parasiten von innen als von außen zu bekämpfen, da z.B. Cryptocaryon tief in der Schleimhaut eingebettet sitzt und von außen nicht erreichbar ist. Alle Medikamente, die man ins Wasser geben soll, bekämpfen sowieso ausschließlich die Schwärmerphasen, die sich frei im Wasser bewegen. Die sich bereits auf dem Fisch eingenisteten Parasiten werden davon nicht abgetötet.

    Bzgl. der Herstellung von zwei Medizinalfuttersorten wäre das natürlich der Idealzustand. Das wollte ich Dir in der aktuellen Sitaution gar nicht zumuten auch noch zwei Futtersorten herzustellen. Wenn Du es machen kannst, dann würde ich trotzdem erst einmal mit dem MarinOomed anfangen und mehrfach am Tag verfüttern, da die Amyloodinium-Infektion, wenn sie hier zutrifft, extrem schnell zu Verlusten führen kann. Das mit Malachitgrünoxalat angereicherte Futter am Anfang nur einmal pro Tag füttern.

    Zitat

    Ich dachte an eine UVC Anlage mit einem (altertümlichen, krebserzeugendem, aber auch wirsamen) Quarzbrenner als Lichtquelle.

    Hallo Artur,

    evtl. verwechselst Du hier etwas. Eine krebserzeugende Wirkung haben die UVC-Strahler nur wenn sie auf die Haut treffen. Das Bestrahlen von Wasser soll die Bakterien und Protozoen abtöten. Bei den kommerziellen Anlagen gelangt kein UV-Licht nach außen. Von einem Selbstbau würde ich abraten. Die von Dir erwähnten HQL-Lampen sind auch nicht geeignet - sie sind nicht sehr effektiv für diesen Anwendungsfall. Dazu benötigt man spezielle UV-Brenner.

    Hallo Armin,

    Du hast mit deiner Beschreibung des Ausmaßes der Infektion sowie der möglichen Gegenmassnahmen sicher eine realistische Abschätzung deiner Möglichkeiten abgegeben. Bei einem Becken mit den genannten Dimensionen hat man keine realistische Chance, die Fische zu fangen. Ich versuche mal Punkt für Punkt deines Beitrages aus meiner Sicht und Erfahrung zu kommentieren:


    Hallo Artur,

    ohne Zweifel nutzt eine leistungsfähige UV-Anlage bei den erwähnten Krankheitserregern. Allerdings kommt es dabei sehr auf Details an. So sollte die zweite Anlage nicht unbedingt im Technik-Becken eingeschleift werden, sondern direkt im Hauptbecken mitlaufen, die Wasseransaugöffnung im unteren Drittel der Gesamthöhe.

    Beim Meerwassertreffen in Völs habe ich mit einigen Aquarianern pro und contra dieser Methode diskutiert. Dabei waren wir uns z.B. auch einig, dass Ozon eher indirekt hilft, d.h. über die Reduktion von Gelbstoffen im Wasser und ebenfalls dabei hilft, die Glaskörper der UV-Brenner von evtl. Belägen frei zu halten.

    Wenn Ozon den Parasiten treffen soll, muss es sehr hoch dosiert werden und dabei nehmen die Kiemen der Fische ebenfalls Schaden - daher ist es bei "normaler" Anwendung nur bedingt wirksam bzw. für den Anwendungdszweck, den ich zuvor geschildert habe. Ein Nebeneffekt beim Ozon ist allerdings die erwünschte Anreicherung des Wassers mit reinen Sauerstoff, wenn es zerfällt.

    Zitat

    Nach 3-4 Tagen sollte der Befall von Punkten auf den Fischen optisch bereits stark zurückgehen.

    Diese Aussage ist allerdings nur eine scheinbare Wirkung der UV-Anlage bzw. des Ozons. Die Parasiten verlassen im Laufe ihrer Vermehrungszyklen nach wenigen Tagen den Fisch und der Aquarianer meint dann, es liegt am UV, Ozon oder Knoblauch-Gaben. Das ist leider ein verbreiteter Irrtum. Nach wenigen Tagen kehren die neu gebildeten Schwärmer in größerer Anzahl zurück, es sei denn, es gelingt, sie vorher mit UV abzutöten. Man sollte sich aber bedenken, dass diese Methode durchaus mehrere Wochen Zeit benötigt, um die Parasiten letztendlich aus dem Becken zu eliminieren - mitunter kann es sogar Monate dauern. Die Parasiten werden zunächst nur ausgedünnt und jede Nachlässigkeit oder eine vorzeitige Abschaltung der UV-Brenner führt zu Rückschlägen.

    In einem Fall, bei dem zusätzlich auch noch mit Malachitgrünoxalat angereichertes Futter gezielt verfüttert wurde, hat diese Methode nach ca. 9-12 Wochen endlich zu einem parasitenfreien Fischbestand geführt. Es ist möglich, aber man benötigt einen langen Atem...

    Hallo zusammen,

    die Warnung vor dem Kontakt bzw. extreme Vorsicht beim Entfernen von giftigen Krustenanemonen kann ich nur unterstreichen. Man gefährdet nicht nur die übrigen Beckenbewohner, sondern vor allem sich selbst.

    Eine Bekannte von mit hat am letzten Wochenende einige Steine aus ihrem MW-Becken entfernt, um die lästigen Krustenanemonen in einer mit Meerwasser befüllten Wanne abzubürsten. Sie hat die Steine mit den Krusten transportiert und ihr Mann hat sie auf der Terrasse entfernt. Sie haben leider keine Handschuhe oder sonstige Schutzmassnahmen vorher getroffen. Während und nach der Aktion ging es beiden bereits nach kurzer Zeit plötzlich extrem schlecht. Sie klagten über Kreislaufprobleme, Schwindel, Heiß- Kaltgefühl, Kribbeln in den Händen und Armen und mussten sich dann am nächsten Tag bei ihren Arbeitgebern krank melden. Erst nach 2 Tagen waren die Symptome soweit abgeklungen, dass sie wieder arbeitsfähig waren.

    Als ich davon hörte und in diesem Zusammenhang nur "MW-Becken gereinigt" und "Krustenanemonen abgebürstet" gehört hatte, war mir sofort klar, was hier passiert war. Nach Rücksprache war meiner Bekannten vom Hörensagen und aus div. MW-Forenbeiträgen durchaus bewußt, dass Krustenanemonen "unangenehm" werden können, wenn man an ihnen herummanipuliert. Aber solange man diese Erfahrung noch nicht selbst gemacht hat, wird die Gefahr offensichtlich unterschätzt!

    Hallo,

    ich habe nur die in der Fachliteratur beschriebene Theorie bzw. die Erkenntnisse aus Testreihen mit div. barschartigen Fischen wieder gegeben. Bei einem anderen barschartigen Fisch, dem einheimischen Stichling hat man bereits 1937 die notwendige Luftaufnahme der Jungfische beschrieben. Dort steht aber auch, dass sie teilweise noch ein Jahr überlebten, nachdem man ihnen die primäre Luftaufnahme verweigert hatte. Für die Kaudernis wird es kaum Daten bzgl. Schwimmblasenfüllung geben, daher sind alle Beobachtungen wichtig und sollten ausgewertet werden.

    Link

    Zitat

    Zusammenfassung
    Es konnte nachgewiesen werden, dass dieser nur füir so kurze Zeit funktionsfähige Verbindungsgang tatsächlich
    von den Jungfischen zur erstmaligen Gasfüllung ihrer Schwimmblase benutzt wird, und dass er ein für diese Gasfüllung unbedingt erforderliches Organ darstellt: Verhindert man nämlich, solange der Luftgang noch often ist, dass die Jungfische atmosphärische Luft schnappen und verschlucken können -- durch Einsetzen in vollkommen mit Wasser gefüllte Röhren --, so sind die Fische nicht mehr imstande, trotz vorhandener Gasdrüse ihre Schwimmblase mit Gas zu füllen. Eine Gassekretion ohne vorherige Aufnahme von atmosphärischer Luft in die Schwimmblase durch Luftschnappen an der Wasseroberflache ist bei diesen Fischarten nicht möglich; nach Obliteration des Luftganges können sie in offenen Gefäßen gehalten werden, ihre Schwimmblase bleibt gasleer.

    Fazit:
    Die Schwimmblase von Physoklisten (Stichlingen), deren erstmalige Gasfüllung durch Schnappen atmosphärischer Luft an der Wasseroberfläche in der Jugend, solange der Ductus pneumaticus noch funktionstüchtig ist, verhindert wurde, bleibt gasleer. Sie ist, ebenso wie die mit ihr zusammenhängenden Organe (Gasdrüse usw.), bei diesen Fischen nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr nachweisbar. Die schwimmblasenlosen Fische sind bei guter Fütterung lebensfähig und konnten etwa 1 Jahr lang am Leben erhalten werden.

    Hallo Arthur,

    bei Fischen unterscheidet man je nach Schwimmblase zwischen Physostomen und Physoclisten. Physoclisten regulieren ihren Gashaushalt über Gasdrüsen, d.h. die Luft zur Füllung kommt dort aus dem Blutkreislauf. Physostome haben aber noch immer den Ductus Pneumaticus (Verbindungsgang zwischen der Schwimmblase und dem Vorderdarm), und können deshalb die Schwimmblase durch Luftschlucken füllen.

    So füllen z.B. Karpfenlarven in den ersten Lebenstagen die Schwimmblase mit Luft, welches sie von der Oberfläche schlucken. Diese Luft gelangt dann durch den Schwimmblasengang in die Schwimmblase. Später erfolgt die Gasversorgung durch Blutkapillare die im inneren der Schwimmblase zu finden sind.

    Samoniden, Karpfenfische, Welse und Hechte sowie der Aal können ihr ganzes Leben die Schwimmblase mit atmosphärischer Luft über den Darm befüllen =Luft verschlucken). Bei den Barschen ist das nur im Jugendstadium möglich, die adulten Barsche füllen ihre Luftblase dann über den Blutkreislauf, dem die notwendigen Gase entzogen werden, auf.

    Da die Kaudernis zu den Barschen gehören, nehmen die Kauderni-Larven zunächst auch atmosphärische Luft, d.h. von der Wasseroberfläche auf. Daher ist es günstig, dort keinen "Whirl-Pool" zu veranstalten. Larven, denen es nicht innerhalb von 1-2 Wochen gelingt, ihre Luftblase zu füllen, haben eigentlich kaum eine Überlebenschance. Eine Kahmhaut könnte die Larven bei der Luftaufnahme evtl. behindern.


    Hier ist noch was zum Nachlesen über die Schwimmblase und ihre Funktion:

    Schwimmblase 1

    Schwimmblase 2

    Allg. Fischkunde - Suchbegriff Schwimmblase eingeben

    Hallo Ben,

    bei dem Loch, welches zu sehen ist, würde ich nicht unbedingt auf eine Bissverletzung schliessen. Evtl. kannst Du noch einmal ein besseres Foto einstellen (Loch - Detail). Es bleibt Spekulation, wer oder was als Verursacher in Frage kommt. Es sieht für mich aus wie ausgestanzt - daher untypisch für Bissverletzungen. Der Salarias fasciatus hinterläßt zwar die berühmten Kuss-Maul-Abdrücke an veralgten Scheiben, als "Vampir" oder "Lochfräser" kann ich ihn mir aber nicht vorstellen.

    Hallo,

    solche Flecken gibt leider häufiger (siehe hier). In harmlosen Fällen sind es einfach ausgeheilte Verletzungen, bei denen das Narbengewebe sich deutlich farblich von der ursprünglichen Hautfarbe unterscheidet. In anderen Fällen bildet sich zunächst ein Fleck, dann bilden sich Dellen oder sogar Löcher - die genaue Ursache ist leider unbekannt. Dann gibt es Fälle, dort wandert bzw. vergrößert sich der Fleck und verändert im Laufe der Zeit auch noch seine Farbe. Dahinter könnten schlimmstenfalls irgendwelche degenerativen Prozesse stecken oder auch einmal irgendwelche Gewebeparasiten (Würmer) die Ursache sein. Leider gibt es dazu nur sehr wenig Literatur und noch weniger Untersuchungen - so sind all diese Vorfälle sehr unschön und reichen vom kosmetischen Fehler bis zu einer potentiell ernsthaften Erkrankung. Im vorliegenden Fall tippe ich trotz der evtl. "Delle" eher auf eine alte abgeheilte Verletzung, da sich der Fleck offensichtlich längere Zeit nicht mehr verändert hat.

    Hallo Christian,

    bitte nur das einfache Punktol verwenden, in dem ultra ist ein neuer Wirkstoff - daher nicht einsetzen.
    Ektol cristal kannst Du zusätzlich geben - aber natürlich nur ins Wasser- es wirkt schwach gegen Pilzbefall und gibt Sauerstoff ab - es gibt eine Großpackung für Gartenteiche, die ist u.U. günstiger.

    Am besten eignen sich Großflocken, Marke ist egal, die flocken werden ziemlich hart nach dem mehrmaligen Tränken mit dem Medikament. Es kommt nur sehr wenig Wirkstoff ins Wasser, daher habe ich bisher keine negativen Rückmeldungern bzgl. Probleme mit Wirbellosen.

    Bakterien leben in und auf Substraten. Die wenigen, die sich frei im Wasser bewegen, spielen keine entscheidende Rolle für das Gleichgewicht.