Hallo Beate,
setze das Männchen einfach dazu. Dann hat es auch noch drei Tage das Medikament. Du kannst evtl. auch noch um einen Tag verlängern (8 Tage).
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Beate,
setze das Männchen einfach dazu. Dann hat es auch noch drei Tage das Medikament. Du kannst evtl. auch noch um einen Tag verlängern (8 Tage).
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Beate,
die Behandlungsdauer kannst Du ruhig 7 Tage durchführen. Eine Beurteilung über eine mögliche Infektion ist so nicht möglich, auch nicht wie schwer der Fall sein könnte, daher würde ich die Maximaldauer anwenden, um pot. Re-infektionen zu vermeiden.
Es macht eigentlich wenig Sinn nur das Weibchen zu behandeln. Sobald beide Tiere wieder zusammen in einem Becken sitzen und angenommen, sie würden tatsächlich an einer Flagellaten-Infektion leiden, würde der nicht behandelte Fisch den anderen wieder "anstecken".
Wenn das Männchen die Eier aufgefressen hat, dürfte er trotz der Hungerzeit erst einmal satt sein und erst langsam wieder mit dem Fressen (hoffentlich!) beginnen.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Björn,
kannst Du bitte noch ein paar zusätzliche Angaben machen?
1. letzter Neuzugang (wann?)
2. Wie lange ist der Lippfisch bereits im Aquarium ?
3. Kannst Du mal ein Foto einstellen ?
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Michael,
ein Geruch nach "toten Schnecken" ist ein Alarmzeichen für die Wasserqualität. Riecht es evtl. nach faulen Eiern (=Schwefelwasserstoff?) und sind irgendwo schwarze Verfärbungen im Bodengrund sichtbar ? Evtl. gibt es irgendwo einen verdeckten Fäulnisherd, der, wenn er anaerob abgebaut wird, über die Bildung von Schwefelwasserstoff zur schleichenden Vergiftung der Beckeninsassen beitragen kann. Die Ozondosierung ist günstig, um hier organisches Material schneller abzubauen. Gute Durchströmung und viel Sauerstoff (Ozonisierung) helfen, aber es wäre wichtig, die genaue Quelle zu finden.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Linda,
ich habe noch etwas gefunden:
ZitatZitat zu Monogenea: Die Ontogenese verläuft immer direkt, bezieht nur einen Wirt ein und umfasst nur eine geschlechtliche Vermehrungsphase.
Quelle (Link): Allg. Parasitologie
Viele Grüße,
Torsten
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Hallo Linda,
bei den mir bekannten Süßwasserarten Gyrodactylus (vivpar) bzw. Dactylogyros (eierlegend) findet die Vermehrung ohne Zwischenwirt direkt auf dem Fisch (Gyrodactylus) bzw. über Eier und Fliimmerlarven (Dactylogyrus) statt. Manchmal sind die Kiemenwürmer wirtsspezifisch, d.h. sie befallen nur eine bestimmte Fischart und sind darauf spezialisiert. Diese monogenen Trematoden gibt es aber weltweit sowohl als Süßwasser- aber auch als marine Varianten.
Google mal unter den Suchbegriffen:
monogenean parasites of fish
und
monogenean life cycle
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Timo,
ich habe gerade mal in den großen US-Datenbanken zu dem Thema nach Informationen gesucht. Dort gibt es nichts Vergleicbares - allenfalls Fälle, wo der Naso Flecken oder Pigmentveränderungen gezeigt hat, aber nicht so groß und so schnell ausgeprägt wie hier. Da sich die Flecken in diesem Fall entlang der Seitenlinie kurz vor der Schwanzwurzel und zudem im Bereich des Skalpell-Klappmechanismus befinden, würde ich mal auf eine Nervenentzündung tippen, die sich auch in einer raschen Veränderung der Hautpigmentzellen äußern kann. Möglich wäre auch eine Variante der HLLE (Head & Lateral Line Erosion Disease), die aber in der Regel am Kopf beginnt und sich optisch anders darstellt. Ein sehr ungewöhnliches Krankheitsbild. Da es dem Fisch soweit gut geht und eine Behandlung bei unklarer Diagnose und auch sonst kaum möglich ist, würde ich nur weiter beobachten und den Fisch optimal mit Nahrung versorgen. Evtl. bildet sich die Fehlpigmentierung wieder zurück oder bleibt auf Dauer. Das kann man leider nicht vorhersagen.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Enrico,
ZitatTemperatur habe ich mal erhöht liegt jetzt bei 24 grad.
Danke für die Bilder - damit kann man was anfangen. Wo lag denn die Temperatur vorher ? 24°C sind gerade so im unteren Zielbereich, es darf aber auch noch etwas mehr sein.
Was man bei deinem gelben Doc sieht, sind sog. Gewebeunterblutungen, die beim gelben Doc manchmal vorkommen können, wenn man zuviel Frostfutter füttert. Sobald Du die Ernährung auf Pflanzenkost oder Pflanzenflocken umstellst, wird sich dieses Krankheitsbild wieder zurückbilden. Daher am Anfang immer mit Pflanzenfutter bzw. Pflanzenflocken füttern und erst wenn der Doc soweit abgesättigt ist, die restlichen Bewohner mit Frostfutter füttern.
Viele Grüße,
Torsten
Hier sind noch 2 Links zum Thema:
Hallo Enrico,
stimmt, irgendwie sind wir etwas weit vom eigentlichen Thema abgedriftet und haben uns alle in theoretischen Erklärungsversuchen verloren ?(.
Es wäre wieder optimal von dem Doc mit der Rückenflossenschwellung ein Foto zu bekommen. Natürlich können mehrere Fische betroffen sein, das sollte dann aber nicht im zeitlichen Abstand erfolgen - für die Theorie der Gasübersättigung wäre das sehr ungewöhnlich und eher unwahrscheinlich.
Gruß,
Torsten
Hallo zusammen,
im Meerwasseraquarium bzw. überhaupt in einem Aquarium habe ich diese Erkrankung noch nie selbst erlebt/ gesehen. Ich nehme mein UO-Wasser, gebe es in das Becken bzw. reichere es mit Salz an, je nachdem ob ich die Dichte korrigieren muss oder nur die Verdunstung kompensieren möchte. Dabei erreiche ich bestimmt keine Gassättigung. Kaltes Wasser würde ich auch nicht direkt ins Becken geben.
Ein echte Übersättigung erreicht man eigentlich auch nicht mit technischen Mitteln aus der Aquaristik wie Ausströmern oder Venturidüsen oder dergleichen, sonder fast ausschließlich über biologische Systeme, wie z.B. Algen. Wenn Algen Sauerstoff produzieren, wird er nach und nach gelöst ins Wasser abgegeben. Erst wenn hier eine absolute Sättigung eingetreten ist, sieht man die bereits erwähnten Gasblasen an den Pflanzen. Der erzeugte Sauerstoff löst sich kaum noch im Wasser, es tritt eine Übersättigung auf, so dass die Blasen irgendwann direkt hochperlen. Dann besteht dann aber immer noch ein extrem hoher Gasdruck im Wasser.
Bzgl. der Gasblasenkrankheit sind für mich theoretisch zwei Szenarien denkbar.
Die eine verhält sich so wie die bekannte Taucherkrankheit. Nach einer Übersättigung erfolgt eine schlagartige Entgasung (Aufstieg aus großer Tiefe bzw. physikalische Einflüsse wie z.B. starkeTemperaturänderung mit Sättigungsveränderungen), der Fisch kann den Gasüberschuß nicht so schnell abbauen und in Blut und Gewebe treten Gase als Blasen aus.
Beim zweiten Szenario befindet sich der Fisch in einer stark gesättigen Umgebung und wird mit Gasen übersättigt. In Forellenzuchten reicht dann bereits eine Wetterlage mit plötzlich stark fallenden Luftdruck, das Wasser entgast im Rundstrombecken mit starker Wasserbewegung sehr schnell und es bilden sich Gasblasen in den Fischen, da diese die Gassättigung über ihre Kiemen nicht schnell genug abbauen können. Es kommt zu sichtbaren Blasen im Auge und unter der Schleimhaut verbunden mit Gewebeschäden und hoher Mortalitätsrate bei Jungfischen.
Wer tiefer einsteigen möchte, hier sind zwei ältere Dissertationsarbeiten von Larry E. Fiedler:
A study of biophysical phenomena associated with gas bubble trauma in fish [1985]
Gas Bubble trauma in fish [1988]
Gruß,
Torsten
Hallo Ingrid,
wenn nach einer starken Übersättigungsphase der Gasdruck im Wasser schlagartig verringert wird, dann bilden sich im Gewebe und im Blut Gasblasen, die sich in den Organen und im Gewebe niederschlagen und dort zu massiven Störungen führen können. Insofern ist der Vergleich mit der Taucherkrankheit evtl. durchaus angebracht. Allerdings ist es im Aquarium für die meisten Aquarianer schlichtweg undenkbar, dass so etwas passieren kann und Sauerstoffübersättigung wird meistens positiv beurteilt. Ich kenne das Phänomen aus der Aquakultur und auch aus Teichwirtschaften, in Aquarien habe ich es selbst noch nie erlebt. Leider kann man oft nicht erklären, warum und wie es dazu gekommen ist, da niemand ein Saturometer zur Messung der Gaskonzentration zu Hause hat.
Ich hatte den Artikel ausgewählt, da er sehr schön die Problematik des Wasserwechsels beschreibt und auch das charakteristische Knistern der Fischhaut bei Berührung. Natürlich gibt es viele andere Beschreibungen für das Auftreten dieses Krankheitsbildes. Allgemein wird immer zur intensiven Durchlüftung per Ausströmerstein geraten, damit dieser Luftblasenfluss die überschüssigen Gase austreibt. Dann kann man nur hoffe, dass sich die Fische wieder erholen und die Gasblasen sich wieder zurück entwickeln.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Enrico,
eine Blase im oder am Auge kann viele Ursachen haben. Leider ist es nicht immer ganz leicht festzustellen, ob sich Gas oder Flüssigkeit in der Blase angesammelt hat. Falls es die Gasblasenkrankheit ist, kann man leider nicht sehr viel dagegen machen. Kannst Du mal ein Foto einstellen. Zeigt nur der Doc die Symptome, andere Fische dagegen nicht ?
In dem Link wird die Ursache für die Gasblasenkrankheit ganz gut erklärt. Hier geht s zwar um Süßwasseraquarien - die Aussagen treffen aber auch für Meerwasseraquarien zu.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Janka,
da schließe ich mich den Worten von Kathrin gerne an. ![]()
ZitatIch nehme es mit Gelassenheit, a Portion Humor und krieg nicht gleich die Krise.
Das ist sicher ein gutes Rezept, um erfolgreich zu sein.
Vielen Dank für deine positve und motivierende Rückmeldung an die gesamte Forengemeinde.
So wie Du es beschrieben hast, sollte das Forum im Hintergrund mit Rat und Hilfestellung unterstützen.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo zusammen,
hier ist der Bericht von Armin zum Thema Kalium im MW-Aquarium. Dort werden auch Kalium-Quellen genannt und wie man die Werte wieder runter bekommt.
Ich hatte Gerhard geschrieben, dass ich 480 mg/L noch nicht als ursächlich für Fischverluste ansehe. Inwieweit diese Konzentration auf Dauer die Tiere schwächt oder schädigt und wieviel Kalium aus dem Meerwasser in den Blutkreislauf der Fische aufgenommen wird, kann ich allerdings nicht sagen. Fische sind hier resistenter und anpassungsfähiger als niedere Tiere, Ganelen, etc.
Armin ist ab Montag wieder da und kann dann sicher dazu noch etwas schreiben.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo zusammen,
nach längerer Zeit mal wieder ein Update bzgl. unseres Biorock-Projektes in Thailand:
Leider haben wir bei unserem Projekt in Thailand lernen müssen, dass man die Natur nicht immer planbar nach einem Projektkalender ausrichten kann.
Der Monsun in 2011 ist um einiges heftiger ausgefallen, als in den Jahren zuvor und hat große Teile des Strandes abgetragen und ins Meer gespült hat. Das Foto zeigt einen Teil der Abbruchkante am Strand. Das heisst, dort wo die Biorock-Strukturen lagen, war das Wasser nun zu seicht geworden. Das war nicht vorhersehbar und ist auch in dieser Form noch nicht vorgekommen.
Daher musste die komplette Biorock-Struktur in tieferes Wasser an einen günstigeren Standort in der Nähe umgesiedelt werden. Das ist inzwischen auch geschehen. Die Stahlkonstruktion ist auch wie erwartet vollständig mit einer Kalkschicht überzogen.
Erschwerend hinzu kam dann Ende Juli 2012 die Nachricht, dass unsere Partner in Thailand aufgrund ständig steigender Kosten für Unterkunft und Präsenz vor Ort, den Stützpunkt Koh Samui demnächst aufgeben werden und man vorerst nur noch gelegentlich in Tagesvisiten zu unserem Riff zu Dokumentationszwecken kommt.
Insgesamt eine nicht sehr erfreuliche Entwicklung. Man darf gespannt sein, ob die nächsten Bilder, die vor Ort aufgenommen und uns übermittelt werden, hier endlich eine positive Entwicklung in die gewünschte Richtung zeigen werden. Sobald neue Daten vorliegen, werde ich weiter berichten.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo zusammen,
zunächst einmal zur Technik: Wenn man Stahlgerüste im Meer versenkt und einen schwachen Gleichstrom anlegt, dann bildet sich über elektrochemische Prozesse relativ rasch eine feste Kruste aus den im Meerwasser gelösten Salzen Aragonit (Kalziumkarbonat) und Brucit (Magnesiumhydroxid). Die Kruste ist eine hervorragende Basis für die Ansiedlung von Korallenpolypen, da sie hier neben der Ansiedlungsmöglichkeit auch gleich leicht aufnehmbares Baumaterial zur Verfügung haben. Das führt dann unter idealen Bedingungen dazu, dass Korallen deutlich schneller wachsen als in unbeeinflußten Naturriffen. Mit der Zeit ist dann die gewachsene Riffstruktur so stabil, dass sie das Stahlgerüst als Initialbasis nicht mehr benötigt wird und sich selbst erhält. Der Strom dient also nur indirekt zur Beschleunigung des Wachstums und ist nicht etwa in der Lage, das Wachstum zu fördern, weil die Korallen "unter Strom" stehen. Seit einigen Jahren verwendet man diese Technologie teilw. in Verbindung mit einer autarken Solarzellenstromversorgung, um weltweit in tropischen Meeren zerstörte Riffstrukturen zu fördern.
MARUBIS e.V. hat dann diese Technologie in Koh Samui (Thailand) mit dem Mehrheitsvotum der Mitglieder ebenfalls gefördert, d.h. wir haben ein eigenes Stahlgerüst mit Stromversorgung finanziert und im Meer über eine Kooperation mit dem Sun&Sea e.V., der Global Coral Reef Alliance und Biorock Technology Thailand etabliert. Leider gab es aufgrund widriger Umstände in dem gewählten Küstenabschnitt mehrfach Rückschläge, so dass die ganze Konstruktion umgesetzt werden musste und wir zudem erleben mussten, dass die Betreuung vor Ort nicht immer so war, wie wir uns das vorgestellt hatten. Letzendlich kann jetzt nur über einen längeren Zeitraum beurteilt werden, ob diese Technologie hier zu einem sinnvollen Ergebnis führt.
Übrigens: Die Biorock-Technologie wurde anhand eines Modells ausführlich auf dem MARUBIS-Messestand zur Fisch&Reptil in Sindelfingen 2010 vorgestellt (siehe Foto).
Viele Grüße,
Torsten
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben die Mitglieder des MARUBIS e.V. am letzten Wochenende entschieden, welche Projekte in 2012/ 2013 auf den Weg gebracht werden sollen.
Zwei Projekte sollen gefördert werden:
1 . MARUBIS e.V. wird zum ersten Mal ein Studie (Forschungsprojekt) zur Erforschung des Nutzens von künstlichen Riffanlagen in Küstennähe im Vergleich zu natürlichen Lebensräumen fördern. Was für einen Nutzen bringt eine künstliche Riffstruktur für die im Meer lebenden Organismen? Jedes Jahr werden vor vielen Küsten dieser Welt künstliche Strukturen wie Betonteile, Schiffswracks, Stahlgestelle, Autoreifen, etc. versenkt, um Meeresbewohnern bessere Ansiedlungsbedingungen anzubieten und eine Kompensation für zerstörte Riffe zu schaffen bzw. Riffe ganz neu zu etablieren.
Das Projekt soll am Bespiel von Betonstrukturen, die vor der Palk Bay in Indien in 2006 versenkt wurden, über ein Jahr erforschen und dokumentieren, ob daraus nach Jahren bereits ein erkennbarer Nutzen für die Meeresbewohner entstanden ist. Der Studienbericht dient dann als Grundlage für Empfehlungen an die lokalen Behörden entweder weitere künstliche Riffstrukturen anzulegen oder dieses Vorhaben zu stoppen. MARUBIS e.V. finanziert die Durchführung dieser Studie unter der wissenschaftlichen Leitung eines Meeresbiologen.
2. Seit einigen Jahren fördert MARUBIS e.V. die Wiederansiedlung von Mangroven im küstennahen Bereichen in der Palk Bay in Indien. Ziel ist es, hier Rückzugsmöglichkeiten für Fischbrut und Garnelen, Lebensraum für Meerestiere allgemein und indirekt damit auch den Küstenschutz zu fördern. Die einheimische Bevölkerung und die lokalen Schulen sind in diese Projekte sehr gut eingebunden. Daher wurde von den Mitgliedern entschieden, auch in 2012/13 das so erfolgreiche Mangrovenwiederansiedlungsprojekt erneut weiter auszudehnen und einen neuen Küstenabschnitt mit ca. 15.000 Setzlingen zu bepflanzen.
Die indische Partnerorganisation von dem Verein MARUBIS e.V. in Indien ist die OMCAR-Foundation (Organization for Marine Conservation Awarness and Research) http://www.omcar.org
Preisverleihung an Dr. Balaji:
Dr. Vedharajan Balaji, Gründer der OMCAR-Foundation und langjähriger Partner für das Mangreen-Projekt in Südindien bekommt in diesem Jahr von der renommierten IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) den IUCN Youth Award verliehen. Die IUCN, mit Sitz in der Schweiz, existiert seit 1948 und erstellt u.a. die Internationalen Roten Listen für gefährdete Arten. Alle großen Naturschutzverbände und Regierungsstellen, zuständig für Naturschutz, sind dort Mitglied.
Die Jury schreibt: „Wir waren von der hervorragenden Arbeit, die Vedharajan und die OMCAR-Stiftung (Organisation für Marinen Naturschutz, Umweltbewußtsein und Forschung) in Indien tun, sehr inspiriert. Dies ist ein hervorragendes Beispiel für proaktive Jugendarbeit für die Gemeinschaft in Fragen zu ihrer natürlichen Umwelt und zur Gesellschaft im weiteren Sinne, die für sie wirklich sehr wichtig sind. Wir hoffen, dass die Verleihung dieser Auszeichnung an Vedharajan es uns ermöglichen wird, seine Erfahrungen zu präsentieren und andere zu inspirieren, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.“
Hallo Andrea,
wenn ich die bisherigen Symptome und Indizien mal zusammenfasse:
- Das Becken ist 2 Jahre in Betrieb.
- Fische zeigen starkes Hecheln / Kiemenpumpen
- kein Scheuern an Gegenständen
- Tod innerhalb 48 h
- Neubesatz stirbt ebenfalls mit den selben Symptomen
- Den Einsiedlern, Schnecken und der Garnele geht es nach wie vor gut.
Ich würde, wie Corinna, eine Inefektion mit Parasiten ausschließen - auch die mit dem "Killer" Uronema marinum. Die Behandlung mit Tetra Marinoopharm war damit eher unnötig.
Interessant ist, dass der kleine Barsch, den Du umgesetzt hast, bis heute symptomfrei weiter lebt. Hätte er eine Infektion mit Parasiten, wäre er ziemlich sicher stark erkrankt und inzwischen wahrscheinlich daran gestorben. Daher deuten alle Indizien auf eine Vergiftung hin. Dagegen spricht allerdings, dass die Garnele diese Giftgeschichte überlebt ? Das Becken ist 2 Jahre in Betrieb.
Konntest Du irgendwo schwarz verfärbten Bodengrund ausmachen ? Sind die Kiemen der toten Fische blutrot gewesen oder haben sie sich eher in Richtung rot-violett verfärbt ? Es ist immer sehr schwierig, die Ursache bei einer Vergiftung zu finden. Die Quelle kann von der Technik bis zu Schwefelwasserstoff und zu natürlichen Giften abgestorbener Tiere reichen.
Gruß,
Torsten
Hallo Paul,
da kannst Du nichts weiter tun, als abzuwarten und auf die natürliche Heilung des Fisches hoffen. Eingstellen zwischen Steinaufbauten und Glasscheibe sollte man natürlich vermeiden, aber ich hatte auch schon Fische, die in eine Steinhöhle geflüchtet sind und dort dann feststeckten. Mit ein paar Kratzern konnten sie sich schließlich befreien.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Thomas,
da gibt es von einer Wucherung der Schleimhaut bis zu einer Virusinfektion (Lymphocystis) viele Möglichkeiten, wie solch ein Gebilde entstehen kann. Meistens verschwinden sie wieder von ganz allein und man muss sich keine Sorgen machen. Vorerst weiter beobachten, sinnvoll eingreifen kann man hier sowieso nicht.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Paule,
ZitatKann die Pünktchenkrankheit bei anderen Beckeninsassen(Grundeln) Auslöser der Schwimmblasenerkrankung sein?
Nein, das sind zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen. Grundeln haben meistens eine deutlich reduzierte Schwimmblase oder manche Arten auch gar keine mehr, da sie den Auftrieb für ihr bodennahes Leben nicht benötigen. Daher würde eine Grundel ein derartiges Schwimmverhalten auch nicht zeigen.
ZitatSind Zwergkaiser, insbesondere bispinosa, diesbezüglich besonders gefährdet?
Nein, das kann man so nicht sagen, dass Zwergkaiser besonders oft von Schwimmblasenentzündungen betroffen sind.
ZitatWie und womit kann ich meinen Bispinosa, der nach drei Monaten dieses energiezehrenden Schwimmstils mittlerweile ziemlich schmal geworden ist, wieder aufpäppeln, ohne die ganze Beckenchemie durch übermäßigen Futtereintrag durcheinander zu bringen?
Man kann ihn nur wiederholt täglich in kleineren Portionen füttern, wobei es im Gesellschaftsbecken fast unmöglich ist, gezielt nur den Bispinosa zu füttern.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Beate,
Corinna und Peter haben die wahrscheinliche Ursache (Schwimmblasenerkrankung) bereits richtig eingegrenzt. Leider kann man da wenig machen und so bleibt nur abwarten, ob sich der Fisch wieder regeneriert. Ich hatte Ende 2011 bei einem Clownfisch ebenfalls eine Schwimmblasengeschichte. Er eierte 3 Wochen durch das Becken und heute ist er vollständig wieder "funktionsfähig".
Viele Grüße,
Torsten
Hallo zusammen,
ich habe in der Firma ein MW-Becken (100 x 50x 50 cm) mit einer Plexiglasscheibe 4 mm aus dem Baumarkt abgedeckt. Es ist allerdings nur mit Weichkorallen und Anemonen besetzt. Nach ca. einem Jahr hat sich das Plexiglas unter dem Einfluss des HQI-Brenners (150 Watt) leicht gelblich verfärbt. Ich tausche es dann einfach für ca. 20 € aus.
Plexiglas habe ich gewählt, da das Becken über längere Wochenenden ohne Betreuung immer viel Wasser verloren hat und ab und zu auch Fische heraus gesprungen sind. Sicher wird die Lichtstärke etwas reduziert, aber bisher habe ich keinen Wachstumsumterschied bei den Korallen zum offenen Becken bemerkt. Eine Glasscheibe wäre zu aufwändig geworden, da ich auch einige Teile herausgesägt habe, um Schläuche, Abschäumer etc. anzuschließen bzw. durchzuführen.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo zusammen,
die Hersteller versuchen natürlich, die Problematik bzgl. Malachitgrünoxalt mit Derivaten dieser Chemikalie zu umgehen und möglichst ähnliche Eigenschaften bei geringerer Toxizität zu erreichen. Daher kommen in letzter Zeit immer mal wieder neue Kompositionen bei den Fischheilmitteln auf den Markt. Ich kann die Aussage von Bernd nur unterstreichen. Wenn man nicht eingreift, dann verliert man mit hoher Wahrscheinlichkeit die Fische, wenn man eingreift mit den zuvor genannten Chemikalien, dann kann es möglicherweise in der Folge Organschäden geben - aber oftmals leben die Fische viele Jahre ohne jegliche Symptome. Sie taugen nicht mehr als Speisefisch - aber wer verspeist schon seinen Besatz ?
Der Hauptgrund für die zunehmenden behördlichen Einschränkungen für die Verwendung von Malachitgrünverbindungen und andere Fischheilmitteln ist leider die mißbräuchliche Verwendung bei der Speisefischzucht und - hälterung. In Forellen und Pangasius hat man bereits die Abbauprodukte gefunden und man wird als Konsument quasi indirekt "mitbehandelt".
Björn, danke für den Link - die Arbeit kannte ich noch nicht.
Viele Grüße,
Torsten
ZitatAlles anzeigenOriginal von Nestor
Hallo Torsten,
ok dann verwerf ich den Gedanken. Aber rein interessehalber: Kupfer wird in reinen Fischbecken empfohlen. Ist es dann im Wasser weniger mit Langzeitfolgen für die Fische verbunden (im Gegensatz zu futter)?
Ja, denn eine orale Aufnahme ist immer noch etwas anderes als eine Kupferverbindung verdünnt im Wasser. Das Kupfer im Meerwasser wird realtiv rasch gebunden und lagert sich in den Sedimenten ab - geringe Mengen werden über die Kiemen und Schleimhäute aufgenommen. Es führt nur langfristig und in hoher Dosierung zu Vergiftungen. Bei oraler Aufnahme würden sehr schnell Vergiftungserscheinugnen auftreten, da es hier unmittelbar den Stoffwechsel beeinflußt.
Neben dem Kupfer hätte mich der zweite Wirkstoff noch interessiert (Tetramethyl-4,4-diamino-triphenyl-carbinol ). Ebenfalls toxisch für Wirbellose?
Der Wirkstoff ist in dem protomarin coral enthalten und der Hersteller wirbt damit, Zitat "/...protomarin coral ist gefahrlos für Wirbellose wie Korallen, Anemonen, Schnecken, Muscheln." Da hier das Kupfer absichtlich weggelassen wurde, sind einige andere Wirkstoffe dazu arrangiert worden, um eine protozoenschädigende Rezeptur zu erreichen. Da diese Stoffe insgesamt niedrig dosiert sind, wird offensichtlich verhindert, dass es bei der anwendung im Riffaquaium zu Schäden kommt. Allerdings ist hier auch die Wirkung wieder eingeschränkt, da der Hersteller hier schreibt, Zitat "/...protomarin coral wird vor allem im beginnenden Krankheitsstadium und bei leichten Erkrankungen eingesetzt."
In einem anderen Forum konnte ich im Übrigen die Behauptung lesen, wegen der hohen Giftigkeit von Malachitgrünoxalat bzw. Methylenblau, lieber den Kupfergehalt im Becken zu erhöhen.
Nun, es wird viel geschrieben und behauptet. Ich persönlich würde Kupfersulfat als wesentlich toxischer gegenüber Wasserorganismen einstufen als die beiden anderen genannten Stoffe.
Was hälst du von den Proto Marin Produkten?
Die Proto Marin Produkte sind wie die Produkte der anderen bekannten Markenhersteller als auf dem Stand der Technik anzusehen, was die Bekämpfung von Ektoparasiten und Infektionen unter den gegenwärtigen gesetzl. Bestimmungen für frei verkäufliche Fischarzneimittel angeht. Ihre Wirkung und ihre Nebenwirkungen werden von den Herstellern geprüft und es schafft immer Vertrauen, wenn ein Hersteller die Inhaltsstoffe, aber auch klar die Grenzen (z.B. nicht anzuwenden bei...) seines Produktes offen angibt.
Gruß,Torsten
Grüße Björn
ZitatIch hatte vor kurzer Zeit eine Temperaturspitze von knapp 29°C im Becken. Wenige Tage danach konnte ich ein Scheuern der Fische beobachten, die nun diese Pünktchen bekommen haben. Kann das der Trigger gewesen sein?
Hallo Björn,
je höher die Temperatur ist, desto höher ist auch der Reproduktionszyklus des Parasiten. Man kann daher die Befallsdichte m.E. etwas steuern. Hat man alle Gegenmassnahmen wie UVC-Brenner und Malachitgrünfutter parat kann man den Reproduktionszyklus über eine hohe Temperatur verkürzen. Möchte man den Zyklus eher verlangsamen und behindern, da man sich die Gegenmaßnahmen erst noch organisieren muss, sollte man die Dichte stark absenken und die Temperatur eher bei 23-25°C einstellen (sofern über die Abwärmebilanz des Aquariums überhaupt möglich). Dichtereduktion und niedrige Temperaturen verlängern den Vermehrungszyklus bzw. reduzieren auch die Anzahl der infektionsfähigen Schwärmer (insbesondere die Dichtereduzierung). Wenn Du mehr über die Biologie des Parasiten wissen möchtest - dann klick hier.
Alternative Wirkstoffe zu Malachitgrünoxalat gibt es inzwischen. Aber leider sind die in der Anwendung im Korallenbecken auch weiterhin zu toxisch, so dass sie nicht immer eine gute Alternatve darstellen.
Costapur enthält als Konservierungsmittel Formaledehyd und das kann den Fischen zusätzlich zum Malachitgrünoxalat den Geschmack verderben. Daher hatte ich immer Punktol von JBL verwendet, weil dort ausschließlich Malachitgrünoxalat und Wasser enthalten war. Leider musste die Rezeptur aufgrund gesetzl. Bestimmungen geändert werden und jetzt sind drei Farbstoffe (u.a. auch wieder Malachitgrünoxalat in geringerer Konzentration) enthalten und es heißt nun Punktol Ultra. Man kann es für Flockenfutterzubereitungen einsetzen, aber es färbt stärker, da auch Methylenblau enthalten ist. Ob die Fische den Mix noch fressen, muss erst noch ausprobiert werden. Also doch zurück zum Costapur oder ContraIck - beide mit Malachitgrün und Formaldehyd.
Kupfer, so wie Michael geschrieben hat, bitte niemals in ein Korallenbecken einbringen. Es ist selbst in sehr geringen Konzentrationen für die Blumentiere und Garnelen, Schnecken, etc. hochtoxisch und reichert sich im Bodengrund an. Sehr stark verdünnt wirkt es immer noch als Wachstumsbremse. Über das Futter verfüttert, sterben die Fische irgendwann an Leberschaden.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Torsten,
mir ist ebenfalls aufgefallen, dass dieses Mal extrem viele Pumpenhersteller aus China vertreten waren. Die werden jetzt versuchen via eBay und anderer Vertriebswege den etablierten Herstellern Kunden abzujagen. Ob die Pumpen halten, was die Plakate und Flyer versprechen- wir werden sehen.
Was ich sehr bemerkenswert fand, war eine fast 1:1 Kopie eines Auqaristikzubehörherstellers aus China, der ein fast vollständiges Sortiment an Futter, Filtermedien, Fischmedikamenten, allen möglichen und unmöglichen Hilfsmittel zur Wasseraufbereitung und Technik und sogar ein Vollsortiment an Wassertestkits angeboten hat. Das ganze kam in bekannter gelber Farbe daher. Wenn da nicht ein Fantasiename drauf gewesen wäre, ich hätte geschworen, dass ich bei Sera oder Tetra am Stand bin. Auch hier wird der Wettbewerbsdruck stark zunehmen. Fischfutterflocken made in China, das ist neu. Ebenso der Calciumtest fürs Aquarium und andere Verbrauchsartikel. Bei den PKWs wird der technnologische Vorsprung irgendwann eingeholt werden - bei diesen Artikel sind die Chinesen schon ganz nah dran.
Abschreckend: Bunte verspielte Nanobecken aus Italien und China, die eher als Picobecken mit z.T. 2-3 Liter Inhalt daherkamen. Wer oder was soll darin noch überleben? Fehlt nur noch ein passender Fischbesatz und etwas Lebendgesteinkrümel.
Ebenfalls bemerkenswert: Länder aus SO-Asien sind immer häufiger mit eigenen Fischexportagenturen vertreten, die sich gezielt an den Zoo-Einzelhändler richten. Leider waren die Aquarien vor den Ständen oftmals nur traurige Fischaufbewahrungsbehälter.
Viele Grüße,
Torsten
ZitatGibt es eigentlich Erfahrungen Protomarin intensiv über das Futter zu verabreichen? Für Wirbellose ist dieses wegen dem Kupfer recht unbekömmlich?! Neben dem Kupfersulfat ist noch Tetramethyl-4,4-diamino-triphenyl-carbinol als Wirkstoff angegeben. Oder riskiere ich da wohlmöglich mein Becken?
Hallo Björn,
wie zuvor bereits von anderen Forenusern geschrieben, ist nur Malachitgrünoxalat als Futterzusatz m.E. machbar. Bitte niemals andere Chemikalien testweise mit dem Futter verabreichen. Das Verfüttern von Malachitgrünoxalat in Flockenfutter angereichert oder in Frostfutter stellt eine Notmaßnahme dar, weil man außer einer UV-Anlage ansonsten leider kaum Eingriffsmöglichkeiten im Riffaquarium hat. Allerdings sollte man mit Malachitgrünoxalat auch nicht unkritisch umgehen und es z.B. ständig vorbeugend verfüttern. Es ist und bleibt eine toxische Substanz, die langfristig oder wiederholt verabreicht auch den Fisch schädigt.
Über strengere EU-Verordnungen sind die Hersteller aufgerufen, Malachitgrünoxalat künftig in Zierfischmedikamenten zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Es kann durchaus sein, dass es irgendwann verboten wird. Da es aber seit Jahrzehnten in der Aquaristik eingesetzt wird und bislang kaum eines der Ersatzmittel seine Wirksamkeit erreicht hat, wird es immer noch gerne angewendet. Man findet die Abbauprodukte heute in vielen unserer Gewässer und es wird vermutet, dass die Quellen dafür entweder die Aquaristik ist und/ oder kommerzielle Nutzfischzuchten, die es illegal anwenden.
Viele Grüße,
Torsten
Anhang: Informationen zu Malachitgrünoxalat
Hintergrund Malachitgrün – Problematischer Vielseiter
Malachitgrün gehört chemisch zu der Gruppe der Triphenylmethane und findet vorwiegend Verwendung als synthetischer Farbstoff, etwa in der Lackherstellung. Daneben stellt Malachitgrün aber auch ein hochwirksames Desinfektionsmittel dar und vermag äußerst effektiv verschiedene Parasiten (Pilze, Bakterien, Einzeller) zu bekämpfen, die Fische und Fischeier befallen. Es wird oft in der Zierfischmedizin eingesetzt, insbesondere gegen die Weißpünktchenkrankheit. Malachitgrün steht jedoch im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Zur Vermeidung einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung des Verbrauchers ist konsequenterweise eine Anwendung von Malachitgrün als Tierarzneimittel bei Lebensmittel-liefernden Tieren EU-weit verboten.
In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2005 insgesamt 336 Proben (See-, Süßwasserfische und Forellenkaviar) auf Triphenylmethanfarbstoffe untersucht. In 44 Forellen-Proben und einer Probe Pangasius wurde Leukomalachitgrün, das Hauptstoffwechselabbauprodukt von Malachitgrün, nachgewiesen. Die ermittelten Gehalte reichten von 2 bis über 100 ¼g/kg. Eine Forellenprobe enthielt zusätzlich auch noch Malachitgrün (1,5 ¼g/kg).
Die hohe Zahl von Untersuchungen und positiven Proben beruht im Wesentlichen darauf, dass bei drei Erzeugerbetrieben Forellen aus allen Teichen untersucht worden waren, nachdem bei Stichprobenuntersuchungen Rückstände von Malachitgrün festgestellt wurden. Alle Proben mit festgestellten Rückständen von Leukomalachitgrün wurden beanstandet.
Quelle: Überwachung von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, Kosmetika und Futtermitteln, Jahresbericht 2005, Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg
Weitere Informationen:
Umweltkontaminationen mit Malachtigrünoxalat
Hallo Martin,
dass dein Becken mit einem Nettovolumen von ca. 200 Liter etwas „überbesetzt“ ist, wurde ja bereits angedeutet. Wenn Du einwandfrei im Zusammenhang mit einer Atemnot der Fische isolierte gut sichtbare weiße Pünktchen festgestellt hast, dann hast Du den Parasiten Cryptocayron irritans eingeschleppt. Mit Ozon alleine wirst Du ihn nicht wieder los. Ozon kannst Du nur im Abschäumer einsetzen und selbst da musst Du sehr hohe Konzentrationen erreichen, die Du aufgrund fehlender Kontrollmöglichkeiten nicht gewährleiten kannst.
Es bleibt somit nur der langwierige Weg über eine starke UVC-Anlage und in Ergänzung Futterflocken, die mit Malachitgrünoxalat angereichert wurden. Die Herstellung der Flocken ist hier beschrieben. Allerdings hat mir der Hersteller JBL auf der Interzoo-Messe letzten Freitag mitgeteilt, dass er das Mittel Punktol aufgrund von gesetzl. Bestimmungen nicht mehr herstellen darf. Das Nachfolgeprodukt Punktol Ultra bzw. Ultra forte enthält jetzt 3 Wirkstoffe und ist für diesen Zweck nicht so gut geeignet. Daher würde ich eher auf Sera oder Tetra umsteigen (sera costapur / Tetra ContraIck).
Eine UVC-Einheit direkt am Hauptbecken angeschlossen über eine Umwälzpumpe bringt die besten Ergebnisse zur permanenten Reduktion der Schwärmer. Du musst Dich aber darauf einstellen, dass Du ca. 6-8 Wochen benötigst, bis alle Erreger vollständig eliminiert sind.
Es kann sein, dass einige Fische eine gewisse Immunität gegen den Erreger entwickelt haben und gar nicht erkranken. Clownfische, die sich häufig in ihrer Anemone aufhalten, werden normalerweise dort sehr wirksam gegen Ektoparasiten geschützt. Evtl. ist der verstorbenen Clownfisch zu wenig in der Anemone gewesen, da sie bereits besetzt war?
Viele Grüße,
Torsten
ZitatOriginal von wasserpanscher
Der Krebs ist übrigens ein Alpheus randalli. Kann der ohne Grundel überleben oder findet der dann nichts zu fressen?
Ich will auch wieder eine Grundel einsetzen, muss mir aber erst eine Ausbruchssicherung überlegen.LG,
Bernhard
Hallo Bernhard,
Knallkrebse können sehr gut ohne Grundeln leben. Es hat neuere Untersuchungen gegeben, wobei herauskam, dass es sich nicht um eine echte Symbiose der beiden Partner handelt, sondern um Kommensalismus (also eine Lebensgemeinschaft ohne gegenseitigen Nutzen). Der Krebs kommt ohne Grundel bestens klar und ist ein gefährlicher Jäger. Manchmal tötet er sogar "seine" Grundel, wenn sie Schwäche zeigt. Er ist meistens nachaktiv und tötet z.B. auch Garnelen, die deutlich größer sind als er selbst.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo zusammen,
bereits 1994 wurde in wissenschaftlichen Experimenten von Yoshinaga und Dickerson festgestellt, dass die Schwärmer einer reifen Zyste von Cryptocaryon irritans zeitversetzt über einen längeren Zeitraum bevorzugt zwischen 02:00 und 09:00 freigesetzt werden. Da im Aquarium die meisten Zysten in Bodennähe zu finden sind, werden hier auch die Schwärmer freigesetzt. Die Schwärmer reagieren nicht auf Tageslicht und sind nicht von diesem auch nicht abhängig. Daher vermutet man, dass das zumeist nächtliche Freisetzen und die Besiedelung bodennaher Regionen der Schwärmer eine Anpassung an das Verhalten von Korallenfischen ist, die bei Dunkelheit Spalten und Höhlen in Bodennähe als Schlafplatz aufsuchen. Die Schwärmer verlieren realtiv schnell ihre Infektionsfähigkeit und nach wenigen Stunden ohne Fischwirt sterben die meisten ab. Nach 24 h sind die meisten inaktiv und nach spätestens 48 h sind alle Schwärmer abgestorben.
Quelle: Yoshinaga, T. and H.W. Dickerson. 1994. Laboratory propagation of Cryptocaryon irritans on a saltwater-adapted Poecilia hybrid, the Black Molly. Journal of Aquatic Animal Health 6: 197–201.
Eine UV-Ansaugung in Bodennähe macht insofern Sinn, dass man damit sehr viele Schwärmer erwischen könnte. Allerdings sollte keine starke Bodenströmung die Schwärmer homogen im Becken verteilen. Zudem sind oft die Strömungsverhältnisse aufgrund von Aufbauten aus Lebendgestein und Bewuchs schwer einzuschätzen. Ein Ansaugschlauch einer Pumpe hat auch nur einen begrenzten Ansaugradius. Daher fixiere ich das Ansaugrohr der UVC-Anlage immer nur max. 5 cm über dem Bodengrund und fahre die bodennahe Durchströmung weitestgehend zurück bzw. schalte sie ganz aus.
Ich erlebe C. irritans-Infektionen immer als absolut ernstzunehmende, langwierige und teilweise auch verlustreiche Infektionen, da sie meistens zu spät erkannt und in der Folge häufig nicht massiv genug bekämpft wird. Die Zwischenintervalle mit reduzierten Pünktchen versetzen die meisten Aqiuarianer in den Irrglauben, dass ihre Maßnahmen bereits nach kürzester Zeit Wirkung zeigen. Wenn die Infektion dann mit großer Wucht zurück kommt, verstehen viele nicht, was dort biologisch abläuft. Daher kann man nur jedem MW-Aquiarianer raten, immer eine leistungsstarke UVC-Anlage entweder permanent zu betreiben oder sie zumindest einsatzbereit vorzuhalten. Besonders dann, wenn man noch Fische laufend dazukauft und den Bestand ausbaut.
Die Verfütterung von malachitgrün-haltigen Futter ist erst nach ein paar Tagen wirksam, wenn sich der Wirkstoff im Fisch angereichert hat. Leider verweigern infizierte Fische oftmals die Nahrungsaufnahme. Das Farbfutter ist eine ergänzende (Not-) Maßnahme, die erst bei längerer Dauer und guter Akzeptanz bei den Fischen Wirkung zeigt. Wer wissen möchte, wie lange und frustrierend der Kampf gegen diesen Parasiten sein kann, der kann das hier nachlesen.
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Benny,
ich gehe mal davon aus, dass Du diesen Artikel bereits kennst / gelesen hast. Ich habe damals aus der verfügbaren wissenschaftlichen Literatur zu C. irritans die belegbaren Daten und Fakten zusammen getragen. Leider gehen viele Infektionen so aus, wie Du es jetzt erlebst. Und leider wird viel geschrieben und erzählt und noch häufiger sehr inkonsequent und ohne System ge- und behandelt.
Eine Infektion mt C. irritans wird beim Einschleppen über Neuzugänge häufig nicht bemerkt. Wenn dann einige Pünktchen sichtbar sind, die Kiemen oft schon vorher besiedelt wurden (weil für den Parasiten viel besser zugänglich als die relativ dicke Fischhaut), dann ist häufig nur mit sofortigen und massiven Gegenmassnahmen noch etwas zu retten. Da bis heute keiner der bekannten und wirksamen Medikamente gegen C. irritans ohne Nebenwirklungen im vollbesetzten Korallenaquarium eingesetzt werden kann, beschränkt sich die Bekämpfung meistens auf physikalische Inaktivierungsmethoden wie UV oder Ozon. Man könnte die neu gebildeten Schwärmer auch herausfiltrieren, aber leider ist der Markt für die Industrie, die z.B. für die Pharmaindustrie diese Steril- oder Partikelfilter herstellt, nicht interessant und lukrativ genug. Das Verfüttern von Malachitgrün ist eine weitere Notmaßnahme, die nur längerfristig wirkt. Nachteil ist dabei, dass viele infizierte Fische nicht mehr fressen und daher auch kaum genügend Wirkstoff aufnehmen. Zudem wirkt Malachitgrün toxisch auf die Leber, stellt aber für reine Zierfische trotzdem eine anwendbare Methode dar.
In den letzten Jahren wurden einige neue Wirkstoffe gefünden, die C. irritans sicher bekämpfen. Leider ist hier die Dosierung sehr schwierig oder die Mittel sind für den Endverbraucher nicht ungefährlich anwendbar, so dass die großen Aquaristik-Hersteller hiervon Abstand genommen genommen haben.
Es gibt ein sehr potentes neues Medikament gegen Cryaptocaryon irritans, welches den Erreger (+fast alle anderen parasitären Protozoen) in jeder Lebenszyklusphase (also nicht nur die Schwärmer, sondern auch in der Haut auf dem Fisch) innerhalb von 24-48 Stunden sicher abtötet. Es heißt Protazon von der Firma Sera und wird für ca. 11,50€ im Fachhandel verkauft. Sera hat es von einer Biotech-Firma abgekauft, die das Mittel aus einer Zusammenarbeit mit einem Institut der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf enwickelt haben. Leider kann man es ebenfalls nur im Quarantänebecken anwenden und muss danach 80% Wasserwechsel machen, da es sich danach zersetzt und nicht länger im Becken verbleiben darf. Ich hatte bei Sera mal direkt angefragt, ob man es im Meerwasseraquarium anwenden darf, da es nur für Süßwasser frei gegeben ist. Die Antwort war: Ja, aber bitte nicht zusammen mit Wirbellosen.
Daher setzen die meisten Aquarianer auf starke und überdimensionierte UVC-Anlagen, die im Falle einer Infektion zumindest den Schaden und Ausfall bei den Fischen in engen Grenzen halten können. Kaum jemand macht eine vorbeugende Quarantänehaltung, bevor er die Fische in Riffbecken setzt, so wie z.B. die großen öffentlichen Schauaquarien machen.
Nach meinen Erfahrungen und in der Literatur wird beschrieben, dass experimentell die Parasiten ohne Fischwirt nicht existieren können. Allerdings wird man auf eine sehr lange Probezeit gestellt. Bei Temperaturen um die 28-30°C sollte das Becken mindestens 8, besser 12 Wochen fischfrei gehalten werden, damit auch die letzten Parasiten vor einem Neubesatz abgestorben sind.
Ich werde, wie bei jedem Interzoo-Besuch, auch in diesem Jahr die großen Hersteller von Fischmedikamenten ablaufen und nach Neuentwicklungen für dieses Problem befragen. Gerald Bassleer, der bekannte Buchautor, war die letzten Jahre auch dort und hatte aber auch keine Patentlösung für Infektionen mit C. irritans. Während meiner Zierfisch-Großhandelszeit haben wir jede Importsendung 3-4 Wochen unter Quarantäne mit Malachitgrün gehalten und so zumindest mitgeschleppte Haut-Parasiten vor der Weitergabe in den Einzelhandel abgetötet.
Gruß,
Torsten
Hallo Benny,
ja, das sieht alles sehr nach C. irritans aus - und es ist eine sehr massive Infektion mit bereits hoher Pünktchendichte. D.h., die Erreger werden beim nächsten Vermehrungszyklus um Faktor 200 vermehrt zurückkommen. Leider sind auch für den Betrachter unsichtbar die Kiemen immer deutlich mehr befallen als der restliche Fischkörper - daher imusst Du leider mit dem Erstickungstod einzelner Fische bei der Häufung rechnen.
Extrem wichtig wäre eine starke UVC-Anlage, die die neu entwickelten Schwärmer abfängt. D.h., die Anlage sollte auf jeden Fall überdimensioniert sein. Mindestens um Faktor 5-10 zu den Herstellerangaben für die Wassermenge bzw. Beckengröße. Mit Medizinalfutter wirst Du nur über längere Zeit etwas ausrichten - aber dann sind wahrscheinlich schon viele Fische gestorben.
Je nach Besatz deines Beckens (Korallen, Wirbellose) kannst Du als letzte Massnahme auch das neue Medikament von Sera probieren. Es heißt sera med Professional Protazol und tötet C. irrtans innerhalb von 24-48 Stunden ab - auch die Erreger, die bereits auf dem Fisch sitzen. Allerdings wird danach ein sehr umfangreicher Wasserwechsle fällig (60-80%) und es ist nicht sicher, ob durchdas Mittel nicht Korallen und Wirbellose geschädigt werden. Manchmal ist es einfacher, Korallen aus dem Becken auszulagern, je nach Gegebenheiten. Im Süßwasser schädigt das Mittel Garnelen und Schnecken nicht - für Meerwasser gibt es leider dazu keine Daten.
Bei Anwendung des Mittels UVC ausschalten (falls Du es anwendest)!
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Corinna,
eine traurige Nachricht - tut mir leid, dass so etwas passiert ist. Alle Aquarianer, die schon mal einen Angler gepflegt haben, kennen die besondere persönliche Beziehung, die man mit diesen Fischen pflegt. ![]()
LG, Torsten
Hallo,
ein Fisch der schlagartig abmagert und sonst keine äußeren Krankheitssymptome zeigt, hat evtl. eine innere Erkrankung des Stoffwechsel- oder Verdauungssystems. Da kann man meistens nichts mehr machen. Allerdings erscheint mir die Zeit von einer Woche für einen vorher normal genährten Hawai-Doc ziemlich kurz, um in diesen abgemagerten Zustand zu kommen.
Gruß,
Torsten
Hallo,
wie lange hast Du den Hawai Doc schon ?
So wie er aussieht, steht er kurz vor dem Hungertod. Er ist extrem abgemagert und wird wahrscheinlich nicht mehr lange leben.
Gruß,
Torsten
Liebe User des Meerwasserforums,
in unserem Team hat es einige Veränderungen gegeben.
Sabine Sax ist von ihrem Posten als 1. Vorsitzende von Marubis e.V. zurückgetreten und Torsten Sause ist seit Samstag der neu gewählte 1. Vorsitzende des Vereins.
Gleichzeitig legt Sabine auch ihr Amt als Moderatorin im Forum nieder. An ihrer Stelle übernimmt ab sofort Corinna Schreiner die Moderation des Forums. Die meisten Forenuser haben Sie bereits vorher als Co-Moderatorin kennen gelernt. Wir wünschen Corinna für diese sicher nicht immer einfache Aufgabe weiterhin ein gutes Händchen und viel Spaß.
Sabine danken wir für ihre langjährige und sehr engagierte Arbeit als 1. Vorsitzende von Marubis e.V. und für ihre immer präsente und hilfsbereite Moderation in diesem Forum.
Viele Grüße,
der Vorstand von Marubis und das Forenteam
ZitatZumindest hier in der Schweiz sind Geräte wie die von HW sprich mit sichtbarer UV Strahlung nicht erlaubt.
Hallo zusammen,
damit hier keine Mißverständnisse aufkommen - die HW-Geräte geben keine UV-Stahlung nach außen ab. Der äußere Glasmantel filtert für den Benutzer schädliche UVC-Strahlung heraus. Das sicthbare blaue Licht ist unschädlich. Diese Geräte werden auch in der Schweiz verkauft.
ZitatDer verwendete Spezialglasmantel wirkt als UV-C-Strahlungsreflektor, welcher die UV-C-Strahlung wieder in den Bestrahlungsraum zurückwirft. Auf diese Weise wird die Intensität der Bestrahlung nochmals deutlich verstärkt und eine erhöhte Leistungsausbeute realisiert. Gleichzeitig ermöglicht der Spezialglasmantel eine genaue Funktionskontrolle des UV-C-Brenners sowie eine Zustandskontrolle des Bestrahlungsraumes.
Das nach außen dringende, sichtbare Licht ist gänzlich abgefiltert und völlig unschädlich (entsprechend der Lichtemmision einer normalen Neon-Leuchtstoffröhre...)
Quelle: http://www.hw-wiegandt.de/uvwasserklaerer.html
Bei einer effektiven UV-Behandlung des Wassers ist es entscheidend, dass ein geregelter Wasserstrom an dem Brenner entlang geführt wird. Bei den im Handel üblichen Röhrenbrennern wird über einen Doppelmantel das Wasser in einem Abstand von ca. 3-4 mm entlang geführt. Wasser, welches außerhalb dieses Bereiches vorbeiströmt, bekommt eine deutlich geringer Strahlungsleistung ab und in einigen Zentimetern Abstand ist nur noch wenig bis keine Inaktivierungswirkung mehr feststellbar. Daher wird bei Freistrahlern auch nur das in unmittelbarer Nähe vorbeiströmende Wasser bzgl. Keimen reduziert. Da hier aber die Strömungsverhältnisse realtiv ungeordnet verlaufen, kann man kaum Aussagen über die Effizienz dieser Systeme treffen. Insofern stimme ich Reinhards Bemerkung zu.
Bei sehr großen Becken kann man natürlich auch mehrere Freistrahler zu Batterien zusammenfassen, so wie Torsten es vorher erwähnt hat. Aber auch hier ist schwer, die Durchflußmenge zu kontrollieren und zu regeln. Für mich hängt der Einsatz der Freistrahler immer von den Umständen ab. Wenn es baulich nicht anders machbar ist bzw. die Platzverhältnisse keine andere Lösung zulassen, würde ich sie einsetzen.
Aus der Aquakulturtechnik, bei der UVC-Großanlagen für Wasserwerke eingesetzt werden, kenne ich aus der Praxis nur geschlossene Röhrensyteme, die zu Batterien zusammengefasst waren und teilweise 2 Meter und mehr an Länge erreicht haben pro Einzelstrahler. Damit haben wir früher eine hygienisch absolut einwandfreie Wasserqualität erreicht, d.h. die Keimzahl war nach Bestrahlung deutlich <100 KBE/ml und es wuden keine coliformen Keime gefunden. Ausgangswasser war aufbereitetes Abwasser aus mehreren tausend Becken (Umlaufvolumen >600.000 Liter) mit einer Ausgangskeimzahl von 3x10^6 Keimen!
Gruß,
Torsten
Hallo,
ein gutes Foto wäre nicht schlecht. Flossenfäule ist im Meerwasser ein sehr seltenes Ereignis. Bitte näher beschreiben.
Vorbeugend kannst Du mit Ektozon oder Sera ectopur behandeln. Beide Mittel dürfen im Riffaquarium angewendet werden, sind aber eher schwach in der Wirkung gegen bakterielle Flossenfäule - wenn es diese Krankheit ist ?
Viele Grüße,
Torsten
Hallo Tobias,
es sit schon ungewöhnlich, wenn ein Fisch eine deratige Maulverletzung hat, das Maul fast immer offen hält und dabei noch fressen kann. Evtl. hat er sich doch den Kiefermechanismus mehr beschädgit, als man erkennen konnte und hatte evtl. auch noch innere Verletzung im Schlundbereich. Eine gezielte Therapie konnte man aufgrund der Symptome und des Verhaltens nicht festmachen und eine prophylaktische Behandlung im Quarantäenbecken hätte ihn ziemlich gestresst und zudem hätte man auch damit keine Überlebensgarantie bekommen.
An Altersschwäche ist er sicher nicht gestorben - ich kenne Anemonenfische, die 10 Jahre alt geworden sind. Wie alt sie genau werden können, kann ich Dir leider nicht sagen - aber vielleicht gibt es Aquarianer, die hier Auskunft geben können ?
Viele Grüße,
Torsten
