Beiträge von Torsten Sause

    Hallo liebe Zwergpferdchenhalter,

    die zitierte Information habe ich heute in einem sehr interessanten Seepferdchen-Report beim Recherchieren im Web gefunden. So einfach war es in den 60er Jahren. H. zosterae wurde als Kinderspielzeug verkauft und verbraucht... :winking_face_with_tongue: Den zweiten Satz kann ich so nicht bestätigen, wenn man nach "Dwarf Seahorse Starter Kits " googelt, bekommt man zum Glück nicht ein Angebot mit einem Goldfischglas + 2 H.zosterae + einer Handvoll Artemia per UPS ins Haus ???

    Zitat

    This species was particularly popular in the 1960’s when mail order companies commonly sold them as the ‘perfect pets’, complete with goldfish bowl. These companies were generally not aquarium specialists. This practice still exists over the World Wide Web, where Dwarf Seahorse Starter Kits can be obtained, which include small plastic tank, rudiment equipment, a sachet of Artemia (brine shrimps) eggs and one or two pairs of Dwarf seahorses. There are no records to indicate how many of these seahorses actually survive.

    Für alle Seepferdchenfreunde ist in dem Bericht aber noch mehr drin - jede Menge Informationen über div. Seepferdchen-Arten, ihre Haltung, ihre Krankheiten, Fütterung und die Haltungsbedingungen der öffentlichen Schauaquarien. Der Artikel über H. zosterae steht ganz hinten...

    Link: 2002 Husbandry_Manual_Seahorse

    Hallo Melanie,

    Kiemenwürmer kann man ohne mikroskopische Untersuchung nur vermuten. Bei starker Schädigung kann der Kiemendeckel etwas abstehen, aber ein sicheres Indiz ist das leider nicht.

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    Atemfrequenz ist immer noch erhöht - aber nicht hechelnd. Was könnte dies sonst sein? Ansonsten keine Auffälligkeiten - schwimmt nur etwas träger

    Es gibt halt noch einige andere Kiemenparasiten, die ebenfalls eine beschleunigte Atmung verursachen können. Die kann man aber alle mit Malachitgrün-Medizinalfutter bekämpfen.

    Wenn Du Kiemenwürmer vermutest, dann wäre die beste Therapie mit dem Sera-Mittel Tremazol. Das kann man auch sehr gut als Kurzbad anwenden, so wie im angehängten Beipackzettel beschrieben. Du musst das Mittel als Kurzbad mindestens 2 mal im Abstand von 7 Tagen anwenden, besser noch ein drittes Mal. Das Mittel bitte nicht im Schaubecken anwenden.

    Sera Tremazol

    Hallo Paulie,

    setze ihn in Quarantäne und behandele ihn mit einem Mittel gegen Pünktchen. Nach 6 Wochen sollte das Problem behoben sein. Auch die Flossen wachsen dann wieder nach. So eine flinke Grundel zu fangen, dürfte aber nicht einfach werden. Evtl. eine Fischfalle oder Kescher mit Lockfutter versuchen.

    Die neuen Fische erst kaufen, wenn alles wieder o.k ist und diese dann vorher ebenfalls in Quarantäne setzen, sonst kann alles wieder von vorn beginnen.

    Zitat

    Vielleicht Kiemenwürmer, nur sind die Kiemen nicht gerötet.


    Hallo Melanie,

    wenn ein Fisch Kiemenwürmer hat, dann sind die Kiemen auch nicht "gerötet". Rote Kiemen sind gesunde Kiemen. Sorgen muss man sich machen, wenn sie blaß und farblos erscheinen. Damit meine ich die Kiemenbögen hinter dem Kiemendeckel, sofern dort mal einen Einblick bekommt. Ich habe Dir in den angehängten Links jeweils eine kranke und eine gesunde Kieme eingestellt. Da siehst Du den Unterschied. Anhand der übrigen Angaben kann man leider wenig ableiten - also weiter gut beobachten - und wenn etwas sichtbar ist, Foto einstellen.

    Kiemen krank

    Kiemen gesund

    Zitat

    Nachdem ich mir diese Pünktchen eingefangen habe/hatte spiele ich eh mit dem Gedanken jeden Fisch, der neu dazu kommt, erstmal im Quarantänebecken zu halten und ggf. gleich zu behandeln.

    Gute Idee - bzw. in der Quarantäne kann man den Fisch erst einmal ausführlich beobachten und aufkommende Krankheiten dann sehr effektiv behandeln. Aber daran denken, dass das Becken dann gleich groß genug gewählt wird, falls noch andere Fische außer den Grundeln da ihre Bewährungszeit absitzen bzw. abschwimmen sollen.

    Hallo Paulie,

    die Flosse ist etwas lädiert und das sieht eher nach einer mechanischen Verletzung bzw. Bissverletzung aus. An den verletzten Flossenstrahlen siedeln sich gerne Pilze an. Das ist das "weiße Zeug", was Du dort siehst. Wenn der Fisch gut frißt und inzwischen seine Punkte wieder vollständig los ist, dann kann man es riskieren, erst einmal gar nichts zu tun. Normalerweise heilt solch eine Verletzung der Flosse von selbst wieder ab. Ansteckend ist die Krankheit für gesunde Fische nicht. Unterstützen kann man die Geschichte mit sera ektopur/ JBL cristal oder Ektozon N. Diese Mittel sind ähnlich aufgebaut und für alle Korallen und wirbellosen Tiere vollkommen harmlos und können daher nach Herstelleranweisung überall angewendet werden.

    Hallo Melanie,

    ich würde mind. über 14 Tage das Med.Futter verfüttern (z.B. nächste Woche nochmal 3-4 Tage). Erst dann kannst Du mit einem Erfolg rechnen, sofern er noch Hautparasiten hat.

    Wenn er allerdings gar keine Symptome mehr zeigt (Scheuern), dann kannst Du es aber auch absetzen. Das hängt jetzt von den Beobachtungen ab.

    Die Flocken kannst Du aufbewahren, falls mal wieder eine Infektion ausbricht. Vielleicht fressen sie dann andere Bewohner, die sie gebrauchen können.

    Hallo Christiane,

    vielen Dank für die Rückmeldung. Alle guten Ratschläge aus der Ferne ersetzen natürlich nicht die eigene Entscheidung.

    Zitat

    Übrigens - vielleicht ist es in meiner Hoffnung nur Einbildung - sieht es im Verlaufe des Tages so aus, als wäre die Krümmung nicht mehr so ausgeprägt, die Schwanzflosse wird aber nach wie vor nicht bewegt.


    Wenn dann noch gute Beobachtungsgabe (keine Einbildung!) hinzu kommt und evtl. doch noch etwas Hoffnung besteht, dann gibt es manchmal auch gute Nachrichten. Hoffentlich erholt sich "Bibi2" wieder vollständig - viel Glück!

    Hallo Claudia,

    ich denke, es hängt von vielen Faktoren ab. Neben Erfahrung und Wissen des Aquarianers und "seinem Konzept" spielt hier natürlich auch eine entscheidende Rolle, wie gut ist sein "Abwehrsystem" gegen solche unerwünschte Eindringlinge und woher und wie oft kommt der Neubesatz ins Becken ?

    Leider liest man auch immer wieder, wenn die Fische ernsthaft erkrankt sind, dass dann erst "UV" angestellt wurde. Aber natürlich nur so lange, bis sie wieder gesund sind.

    Viele Becken sind auch total überbesetzt und die Tiere stressen sich ständig gegenseitig. Kommt dann ein Pünktchen dazu, findet es ein tolles Revier vor, um sich zu vermehren und seine unheilvolle Arbeit zu beginnen.

    Es fehlen i.d.R. Quarantänebecken - und man spielt mit jedem Neubesatz so eine Art russisches Roulette - da man ja ausreichend Erfahrung hat und Pünktchen nicht ernst genommen werden. Ist es dann doch mal eine übersehende Oodnium-Infektion, kann das schnell in einer Katastrophe enden.

    Wenn ich heute in einen Meerwassershop gehe, dann finde ich häufig kranke Fische vor. Um diese Krankheiten zu sehen, benötige ich kein Mikroskop. Da hängen Fische müde am Ablauf und haben nur noch Reste ihrer einstigen Flossenpracht. Man erkennt die schnelle Atmung und dass es sich hier wohl um Todeskandidaten handelt. Im selben Becken schwimmen aber zwei wunderschöne Gramma loreto herum und zeigen keine Symptome. Sie wurden erst einen Tag zuvor dort reingesetzt !?! Und, man glaubt es kaum, sie werden natürlich verkauft - und der Kunde ? - er sieht es nicht !

    Anderer Händler: Er hat einen schon länger sitzenden gesunden Bestand an Verkaufstieren. Aus Platzmangel werden aber alle Neuimporte ständig in diese Becken dazu gesetzt. Einige Fische sind für 4 Wochen reserviert für einen Kunden, der sich Gedanken gemacht hat und diese Quarantänezeit haben möchte und sich darauf verläßt, dass die Fische nach dieser Zeit gesund sind. Ob er mitbekommt, dass sein eigentlich guter Gedanke mit der Reservierung über den ständigen wechselnden Neubesatz völlig sinnlos geworden ist ???

    Aber es gibt natürlich auch andere Händler, die ihr Geschäft gut verstehen und bewusst derartige Fische niemals verkaufen würden.

    Es gibt auch Aquarianer, die kaufen ständig dazu, obwohl in ihrem Becken laufend Verluste entstehen. Sie warten nicht ab, bis eine Krankheit vollständig elimiert ist oder die Ursache gefunden ist. Sie versuchen gegen diese Verluste "gegenanzukaufen". Einmal war es Pech, das nächste Mal war der Fisch beim Händler schon etwas labil, das dritte Mal war der Fisch dafür bekannt, dass er schnell umkippt - eine fragwürdige Methode...?

    Ich könnte ein ganzes Buch zu diesem Thema schreiben - ich wollte mit den paar Beispielen nur zeigen, dass es hier doch einige, ganz entscheidende Einflussfaktoren gibt, die letztendlich über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Nur wer sie kennt und danach handelt, minimiert das Risiko zum Wohle der gehaltenen Tiere und seines Geldbeutels...

    Hallo Christiane,

    sicher gibt es auch Fälle, ohne jetzt die Geschichte zu sehr zu vermenschlichen, dass sich ein Lippfisch in irgendwelchen Einrichtungsgegenständen im Sand untergetaucht einzwängt und dann mit kräftigen Bewegungen befreit und sich dabei u.U. die Wirbel verletzt. Da es darüber keine "Krankengeschichten" gibt, ist das reine Spekulation - aber gerade im begrenzten Raum eines Aquariums passieren manchmal merkwürdige Dinge.

    Entsprechende Schleimhautverletzungen von vorübergehend eingeklemmten Fischen sind mir schon bekannt. Das ist dann aber immer über dem Sand passiert. Wenn er vorher normal geschwommen ist, dann wird es wohl keine fangtechnische Läsion sein.

    Hallo Christiane,

    da muss ich Peter leider zustimmen. Auch wenn in dem alten Beitrag andere Schlussfolgerungen getroffen wurden. Ich kenne dieses Krankheitsbild nur mit folgender Ursachen:

    1. Der Fisch versteckt sich beim Händler während des Fangvorgangs im Sand und wird von ihm mit dem Kescher herausgebuddelt und dabei an der Wirbelsäule verletzt. Habe ich zig mal erlebt, dass die Lippis danach bleibende Schäden erlitten haben.

    2. Der Besitzer "schaufelt" im Sand, um seine Lippis zu finden. Auch hier sind mir mehrere Fälle bekannt, wo bei noch sehr kleinen Fischen das Aufstöbern im Sandversteck zu Wirbelsäulenschäden geführt hat.

    Zitat

    Nach den Rückschlägen mit den Becken in den letzten 6 Monate und dem vielen weggeschmissenene Geld sowie den Entwicklungen an meinem Arbeitsplatz denke ich Ernsthaft an Hobbyaufgabe.


    Hallo Pinuccio,

    wenn man immer wieder mit ansehen muss, wie die kostbaren Fische an Krankheitserregern leiden und sterben, kann man schon die Freude an diesem Hobby verlieren und billig ist der Spaß auch nicht.

    Wenn der Doc überlebt und Du über 6-8 Wochen keine Erreger mehr feststellen kannst, dann überlege Dir bitte, bevor Du erneut Fische einkaufst, evtl. folgende Alternative:

    Beschaffe Dir ein günstiges Meterbecken mit Heizung und einer einfachen Strömungspumpe wie z.B. Eheim Aquaball. Licht ist nur bei Korallen richtig relevant, sonst reicht eine günstige Standardbeleuchtung für Süßwasser. Als Einrichtung nur wenig Korallensand und ein paar "tote" Lochsteine als Versteckmöglichkeiten. Verwende dieses Becken in Zukunft als Quarantäneschleuse für das große Becken. Setze konsequent jeden Fisch, jede Garnele und jede Koralle (Licht anpassen ?) dort rein und warte 6-8 Wochen ab. Führe die üblichen Wasserwechsel und Kontrollen bzw. Wasserparameter durch. Verwende konsequent keine Gegenstände wie Aquarientechnik, Kescher, Wasserwechselutensilien, Schläuche usw. von dem Quarantänebecken für das Hauptbecken und umgekehrt. Beobachte die neuen Tiere genau auf Krankheitszeichen. Führe evtl. sogar prophylaktisch einen einzigen Behandlungszyklus mit einem breit ausgerichteten Mittel wie z.b. Tetra MarinOomed durch. Beobachte wie der Fisch frisst, scheuert er sich, sieht man Punkte oder graue Beläge, wie sieht der Kot aus, wie atmet er, etc.
    Erst wenn alles o.k. ist, setze ihn zu dem "gesunden Altbestand".
    Es ist ein mühsamer und langer Weg, aber wenn du ihn wirklich konsequent durchhälst, wirst du hier im Forum in Zukunft kein "Kunde" mehr im Fischkrankheiten-Thread sein. Außerdem kann man alle Neuerwerbungen viel besserr kontrollieren hinsichtlich Nahrungsaufnahme und Problemen. Je größer das Becken und je kostbarer der Tierbestand, umso mehr sollte man sich solch ein Quarantänebecken leisten - es schont die Nerven, den Geldbeutel und die Tiere... :smiling_face:

    Zitat

    Wie sieht Narbengewebe bei Fischen eigentlich aus?

    Hallo Melanie,

    im Prinzip ähnlich wie bei der menschlichen Haut. Nach Verletzungen kann die Haut ohne optisch auffällige Merkmale abheilen oder man sieht je nach Entwicklung und Vorschädigung Farbveränderungen (Pigmentierungsfehler) und Unebenheiten. Es können auch Flecken oder Streifen entstehen, wenn die neue Haut eine dunklere Färbung annimmt.

    Zitat

    Ich habe noch "ektomarin" da. Könnte ich damit noch behandeln + die Med.Flocken oder ist die Wirkung hier ähnlich dem Sera Ectopur?

    Hallo Melanie,

    für Ectopur habe ich leider keine Angabe der Inhaltsstoffe vorliegen - aber im Internet wird immer wieder auf die Sauerstoffabspaltung des Präparates hingewiesen - damit fällt es in die Gruppe der Peroxidverbindungen wie Ektozon oder Ectopur u.a.
    Diese Mittel sind relativ harmlos gegenüber allen Beckenbewohnern und haben im Hinblick auf Parasitenbekämpfung eher eine unterstützende Funktion.

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    Falls ich mir mit diesen etwas eingeschleppt habe, was ich nicht hoffe, ab wann kann da ca. Entwarnung gegeben werden, vorrausgesetzt es kommt kein weiterer Besatz, Deko, Korallen usw. hinzu. Einige Monate müssen da sicherlich vergehen, bis das Becken Schwärmerfrei ist - oder?

    Wenn Du ganz sicher keinen einzigen Punkt über 6 Wochen erkennen kannst, gibt es keine Pünktchenkrankheit in diesem Becken.


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    Weißpünktchenkrankeit hoffe ich, kann ich ausschließen. Einzige Symptome sind nur das Verstecken und das minimale Scheuern und sicherlich würde der Gramma mit dieser Krankheit nach 5 Wochen anders ausschauen. Oder ?


    Ja, er würde inzwischen wiederholt Pünktchen zeigen und die Anzahl der Pünktchen auf allen Fischen würde schnell zunehmen. Dazwischen würden die Pünktchen für einige Tage verschwinden und wären dann aber wieder mit der nächsten Reproduktionswelle erneut da.

    Zitat

    Der Gramma hat sich heute wieder 2-3mal gescheuert. (Immer am gleichen Stein)


    "Immer am gleichen Stein" ist ein wichtiger Hinweis ! Dabei könnte es sich auch um ein Territorialverhalten des Fisches handeln !

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    Vielleicht ist es erstmal einen Versuch wert.


    Hallo Thomas,

    das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Es gibt durchaus auch Hersteller aus der Aquaristik, die Knoblauch empfehlen (Link (siehe unter Knoblauch) Amtra-Lexikon. Viele Fischfuttermittel sind inzwischen mit Knoblauch angereichert. Wenn hier jemand im Forum um Rat und Hilfe bittet, weil seine Fische erkrankt sind, ist meistens schon viel zuviel kostbare Zeit für eine "sanfte" Therapie vergangen. Dann geht es meistens ums Überleben oder Sterben der Tiere. Daher kann ich nicht Therapieversuche mit Mitteln oder Methoden ohne exaktes naturwissenschaftliches Rational empfehlen und erfahre natürlich auch nicht alle Details und Hintergrundinformationen zu den Krankheiten.

    Die andere Seite des Problems ist der fehlende wissenschaftliche Beweis, dass bereits Meerwasserfische mit Knoblauch von parasitären Krankheiten geheilt wurden.

    Knoblauch gegen Weißpünktchenkrankheit Garlic versus 'Marine Ich': Diallyl thiosulfinate activity against Cryptocaryon irritans infestations of marine fish
    http://www.reefs.org/library/article/h_cortes-jorge.html


    Die positive Wirkung von Knoblauch auf alle möglichen Anwendungsgebiete beim Menschen ist sicher unbestritten. Auch mag es durchaus positive Effekte bei Fischen geben, im Sinne einer allgemeinen "Vitalitätssteigerung", so wie es der Futteranreicherung von Vitaminen und Mineralien nachgesagt wird. Aber auch hier wird leider oft die Grenze aus Dichtung und Wahrheit überschritten.

    Wenn ich dann lese, dass es Beweise gibt, dass Knoblauchsaft Bakterien und Schimmelpilze abgetötet hat, mir dann die Studie daraufhin angeschaut habe und folgendes dort finde: "Auf Bakterien- und Pilzkulturen wurde 100%iger Knoblauch-Saft getropft und danach sind die Keime dort "längere Zeit" nicht mehr nachgewachsen".

    Später wird dann damit geworben, dass dieser Knoblauchsaft die erwähnten Keime sicher abtötet und endlich eine Alternative zu Antibiotika gefunden wurde. Dem Anwender wird suggeriert, dass im menschlichen Körper bei Einnahme dieses Saftes ebenfalls alle unerwünschten Keime und Pilze abgetötet werden. Das ist schlicht unseriös und hat mit wissenschaflichen Methoden nichts mehr zu tun - hier werden unhaltbare Vergleiche angestellt. Dann könnte ich auch einen Schnaps trinken und alle Krankheitserreger wären erledigt, denn 70%iger Alkohol als Desinfektionsmittel auf eine Bakterienkultur getropft, erzielt ebenfalls diese Wirkung. Alle Anwender der Wodka-Methode hätte ebenfalls keine Fischkrankheiten mehr.

    Ein amerikanischer Kollege hat mal etwas provozierend gesagt:"Wenn es weniger Anekdoten zum Thema Knoblauch als Fischtherapeutikum gäbe, dafür aber exakte und systematische Aufzeichnungen und Beobachtungen über Krankheitsbilder, Anwendungsmenge, Anwendungsdauer, erzielte reproduzierbare Erfolge, etc. die dann mit anderen Meeresaquarianer geteilt werden könnten, wäre das ein Riesenschritt für alle Aquarianer.

    Zitat

    Kann ich die JBL Produkte anstelle von Ektozon und Costapur verwenden ?


    Hallo Pinuccio,

    Du kannst die beiden Mittel verwenden - aber große Wunder darfst Du von dem Ekto Cristal wie von dem Ektozon nicht erwarten. In beiden sind lediglich einige hundert mg Peroxid-Verbindungen enthalten, die dem Wasser etwas Sauerstoff zuführen. Als Chemielaborant solltest Du die Wirkung einschätzen können. Statt Ozon wäre eine UV-Anlage besser geeignet, um die Schwärmer von C. irritans abzufangen. Das Sera Costapur wird relativ schnell wieder inaktiviert, daher muss man es ca. alle 2-3 Tage nachdosieren. Im Prinzip steht alles in dem Artikel, den Claudia Dir als Link eingestellt hat (Danke schön, Claudia :)).

    Wenn möglich, führe die Behandlung deine kranken Fische in einem Quarantänebecken und nicht im Hauptbecken durch. Auch wenn dort nur wenige Wirbellose leben - es wäre schade um jedes Tier.

    Über den Nutzen von Knoblauch streiten die Gelehrten. Leider gibt es bisher in den wissenschaftlichen Untersuchungen dazu nicht einen einzigen positiven Bericht. D.h. immer dann, wenn man die Knoblauchbestandteile bzw. frischen Knoblauch zur Bekämpfung gegen Ektoparasiten eingesetzt hat, war ein Effekt nicht nachweisbar und die Erreger erfreuten sich bester Gesundheit. Viele Aquarianer probieren im Krankheitsfall viele Mittelchen und Methoden auf einmal aus und wenn dann die Erreger verschwinden, war es garantiert der Knoblauch :face_with_rolling_eyes:. Ich halte mich da lieber an den nachprüfbare Fakten fest.

    Hallo Melanie,

    Fische haben eine unterschiedliche Atemfrequenz. Dabei spielen die Wassertemperatur und ihre Aktivität bzw. Verhalten eine Rolle. Wenn der Blenny von Anfang an so schnell atmet, dann würde ich mir keine Sorgen machen. Auch das "Ausspucken" von Nahrung ist bei manchen Fischarten normal. Bodenfische nehmen oft Fremdkörper auf und entfernen diese dann mit dieserr Methode wieder aus dem Maul.

    Hallo Melanie,

    entscheidend für den Erfolg der selbst hergestellten Medizinalflocken ist der Wirkstoff Malachitgrünoxalat. Daher ist Proto Marin Coral nicht geeignet. Es würde aber ersatzweise auch mit Sera costapur oder Tetra ContraIck funktionieren. Es sollte ein Miittel sein, wo neben dem Malachitgrün höchstens noch etwas Formalin zur Konservierung enthalten ist, sonst aber nichts (außer Wasser). Evtl. wenn Du die aufgezählten Mittel nicht im Handel findest, mal den Händler nach den Inhaltsstoffen fragen (ich hoffe, er ist so kompetent und kennt sich damit aus ?).

    Wie geht es deinen Fischen heute ?

    Zitat

    Original von trefferversenkt
    Hallo Torsten.

    Ich habe bis dato schon mehrere deiner Hilfestellungen gelesen und möchte dir dafür meine ehrliche Anerkennung aussprechen.
    In der Hoffnung, dass deine Hinweise auch von anderen gelesen, gespeichert und verstanden werden wünsche ich dir noch einen schönen Tag.

    LG,
    Bert

    Hallo Bert,

    vielen Dank für die nette Rückmeldung. :smiling_face:

    Hallo Nicole,

    Sera costapur wirkt nur gegen bestimmte Ektoparasiten und nach dem Bild und deinen Schilderungen haben wir hier eine Mischinfektion vorliegen. Daher würde ich ein sehr breit wirkendes Mittel verwenden, wie z.B. Sera omnipur S oder Tetra MarinOopharm. Damit hättest Du dann auch noch Oodinium und bakterielle Folgeinfektionen abgedeckt. Beim omnipur S steht zwar nur Süßwasser drauf, es ist aber auch für MW geeignet. Das Tetra-Mittel ist dagegen spezielll für MW entwickelt worden. Die Behandlung muss über mehrere Wochen nach Herstellerdosieranleitung durchgeführt werden. Daher auch auf die Wasserwerte aufpassen und vor neuer Medikamentenzugabe einen Wasserwechsel durchführen.

    Zitat

    Original von mel1
    Hallo zusammen,

    noch kurz eine Frage, woran erkenne ich das ein Fisch würgt? (nur interressenhalber - Kiemenwürmersymptom)
    Ich konnte bei Chromis (Händelerbecken) schon beobachten, dass sich das Maul wie "vorstülpte" - sieht es etwa so aus oder ist es eher ein weitaufreißen des Maules?

    Hallo Melanie,

    das Würgen, d.h. das wiederholte, häufige Vorstülpen des Maules verbunden mit hoher Atemfrequenz kann ein Anzeichen für Kiemenwürmer sein. In der Natur haben viele Fische parasitäre Kiemenwürmer und leben damit. Diesen Fischen merkt man auch nichts an. Nur wenn sie sich massenhaft vermehren, dann werden die Kiemen so geschädigt, dass der Fisch irgendwann erstickt. Kiemenfarbe blaßrosa - weiß.

    Bzgl. der Grundel: Ich halte die Flossenfäule in diesem Fall für unwahrscheinlich. Sie ist im Meerwasser sehr selten. Sie kommt auch nicht über Nacht und dann ist plötzlich die Flosse zerrupft. Meistens haben Fische mit plötzlichen Flossenschäden mechanische Schäden erlitten (z.B. über Kämpfe, Einrichtung).

    Hallo Melanie,

    Ectopur ist ein sehr gut verträgliches Oxydationsmittel, aber auch relativ schwach in der Wirkung. Es wirkt allenfalls unterstützend bei Ektoparasitenbefall. Du kannst die Behandlung trotzdem alle paar Tage nach Dosieranleitung wiederholen.

    Zu den Kiemenwürmern: Kiemenwürmer verursachen keine Hauttrübung, das machen nur ihre nächsten Verwandten, die Hautwürmer. Wenn Fische Kiemenwürmer haben, dann ist die Atemfrequenz stark erhöht und meistens stehen auch die Kiemendeckel etwas ab und die sonst roten Kiemenblättchen sind weiß oder blaß - sofern man sie mal zufällig sehen kann. Wenn sich der Barsch ständig an Gegenständen scheuert, deutet das eher auf erinen Hautparasiten hin. Wenn Du keine Pünktchen endecken kannst, sind evtl. andere Protozoen im Spiel, die auf der Schleimhaut sitzen. Da kannst Du Medizinalflocken ausprobieren, um sie los zu werden. Die Anleitung steht im Fischkrankheiten-Thread bei den Fachartikeln (oben).

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    Danke für eure Tipps ich werd das gleich mal nachlesen und ggf. müssen wir halt das Becken leerräumen zum rausfangen der betroffenen Tiere. Dazu noch eine Frage... müssen dann auch die nicht betroffenen Tiere behandelt werden zur Vorbeugung oder nur die erkrankten?

    Hallo Nicole,

    Du must damit rechnen, dass auch die Fische infiziert sind, die noch keine Symptome zeigen. Meistens werden zuerst die Kiemen infiziert, so dass lediglich die Atemfrequenz etwas ansteigt. Man kann mit der Strömung und einer hoffentlich potenten UV-Anlage im Dauerbetrieb aber eine gewisse "Ausdünnung" der nachkommenden Schwärmerphasen erreichen, so dass die Infektion im besten Fall nach 6-8 Wochen von selbst verschwindet. Daher nur die stark infizierten Tiere entfernen und separat behandeln, sofern möglich. Damit verschwindet auch das größte Vermehrungspotential. Tote Fische sofort entfernen, da die Parasiten tote Fische sehr schnell verlassen und neue Wirte suchen.

    Was Du auf jeden Fall machen solltest, ist die Verfütterung von malachitgrünhaltigen Trocken - bzw. Frostfutter. Trockenfutter wirkt hier deutlich besser. Damit tötest Du die Parasiten auf den Fischen nach und nach ab.
    Eine genaue Anleitung steht ebenfalls im Fischkrankheiten-Thread bzw. ist hier zu finden:

    Medizinalflocken

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    Du kannst Dir morgen Ektozon und Sera Tremazol besorgen, hast Du Knoblauch? Fressen die Fische noch?


    Hallo Markus,

    nur zur Information:

    Sera Tremazol ist ein Mittel gegen Darmwürmer. Es hat keinerlei Wirksamkeit bei dem hier vorliegenden Krankheitsbild.

    Ektozon ist ein sehr schwaches Oxydationsmittel, welches ursprünglich für Süßwasserfische entwickelt wurde, da der hohe Kochsalzgehalt hier zusätzliche Effekte gegen SW-Parasiten verspricht. Im Meerwasser ist der Effekt sehr begrenzt und bei einer derartigen Infektion nahezu wirkungslos.

    Knoblauch wird hier ebenfalls nichts ausrichten. Siehe auch die Unterschung dazu im angehängten Link:

    Knoblauch wirksam gegen C. irritans (Pünktchenkrankheit) ?

    Hallo Nicole,

    nach der Schilderung der bisherigen Symptome und den in kurzer Zeit sehr hohen Verlusten und dem Bild vom Fuchsgesicht, liegt hier eine massive Mischinfektion mit mehreren Parasiten vor. Eine ständig laufende UV-Anlage gibt einen gewissen Schutz, da sie die Schwärmerphasen größtenteils abtöten kann. Immer wenn man neue (evtl. infizierte) Fische einsetzt, geht man das Risiko ein, dass so etwas passiert - wobei sich die Erreger in diesem Fall ungewöhnlich heftig und schnell ausgebreitet haben.

    Ich vermute, es handelt sich um eine Mischinfektion von C. irritans (sichtbar als Pünktchen) und Brooklynella hostilis (sichtbar als weiße Schleimfetzen auf der Haut und auch als "Anemonefischkrankheit" bekannt). Im Fischkrankheiten-Thread sind dazu zwei Fachartikel, wo Du die Details nachlesen kannst. Der Erreger der Pünktchenkrankheit kann sich aktiv schnell über Schwärmer von Fisch zu Fisch ausbreiten. Brooklynella sitzt und teilt sich dagegen auf der Fischschleimhaut und überträgt sich normalerweise nur dann sehr schnell, wenn die Fische engen Kontakt haben bzw. bei stark besetzten Becken. In Kombination sind die Erreger sehr schnell tödlich !

    Es könnte auch noch Oodinium im Spiel sein, dann haben die Fische statt dicker Schleimfäden einen eher staubähnlichen Belag auf der Haut - das läßt sich anhand des Fotos so nicht beurteilen. Im mit Korallen und anderen niederen Tieren besetzten Becken hast Du eigentlich kaum eine effektive Behandlungsmöglichkeit. Die beste Methode wäre die sofortige Separatbehandlung im Quarantänebecken mit wirksamen Medikamenten. Direkt im Korallenbecken wäre Tetra Marinoopharm das einzige Mittel, welches wirksam gegen die Parasiten ist und auch nach inzwischen mehreren Anwendungsberichten von Meerwasseraquarianern die niederen Tiere nicht schädigt. Aber ein Restrisiko bleibt hier natürlich vorhanden. Es gibt viele MW-Aquarianer, die geben solche Mittel niemals in ihr Korallenbecken. Hier muss man abwägen, was man retten bzw. erhalten möchte.

    Ich sage Dir aber auch, dass es bei dem Bild vom Fuchsgesicht für eine effektive Behandlung wahrscheinlich schon zu spät ist. Wie die anderen Fische aussehen, kann ich nur vermuten. Leider ist in diesem Fall viel kostbare (Behandlungs-) Zeit verstrichen. Spätestens als die ersten Symptome bei den ocellaris zu sehen waren, hätte man eingreifen müssen. Bei der jetzt vorhandenen massiven Infektionsrate, wird man auch mit einem Totalverlust rechnen müssen. Es tut mir leid, Dir hier keinen besseren Rat geben zu können.

    Hallo Mel1 (ein richtiger Name für die Anrede wäre nicht schlecht),

    so wie ich das Foto und deine Beschreibungen deute, hat sich der Feenbarsch irgendwo seine Schleimhaut und die darunterliegende Pigmentschicht verletzt. So etwas kommt leider immer wieder vor. Dann gibt es diese häßlichen Streifen und Fleckenmuster, die den schönen Farbeffekt trüben. Die Haut wird sich wieder regenerieren, allerdings können die Unregelmässigkeiten im "Schuppenkleid" auf Dauer verbleiben. Das ist dann das Narbengewebe, dass leider nicht mehr die Schönheit der unverletzten Haut besitzt. Also erst einmal weiter beobachten, wie sich die Sache entwickelt. :smiling_face:

    Hallo Marcel,

    manchmal werden die Zähne bei einer reinen Fütterung mit Frostfutter bei Kugelfischen nicht genug abgenutzt. Sie wachsen dann so stark, dass der Fisch nicht mehr fressen kann und schließlich verhungert. Um das zu verhindern kann man das Futter auf porösen Steinen verteilen. Der Kugelfisch lernt sehr schnell, dass er dort Nahrung findet und nagt so zwangsläufig an den Steinen und die Zähne nutzen sich richtig ab.

    Artemia ist hier eher nur als "Zwischenmahlzeit" zu betrachten.

    Wenn er allerdings gar nicht mehr frisst, dann wird es schwierig. Ein Fisch kann durchaus mehrere Wochen hungern - aber vielleicht hat er noch eine Change.

    Allerdings ist das Herumliegen auf den Steinen tagsüber kein normales Verhalten. Es gibt wohl Berichte über diese Art, dass sie sich nachts auf irgendwelchen Gegenständen niederlassen und dort ruhen - das war aber immer nur in der Nacht ???

    Hallo Artur,

    leider habe ich deinen Beitrag gerade erst gelesen.

    Zitat

    Auch mit Antworten hätte man wahrscheinlich das unvermeidbare nicht aufhalten können.

    Da hast Du leider Recht - wenn es mit einem Fisch derart schnell bergab geht, nutzen auch gute Ratschläge meistens nichts mehr. So wie du es beschreibst, wäre die Diagnose sehr schwierig geworden. Wahrscheinlich hat sich das Männchen während der Balz verletzt und ist irgendwo gegen die Scheiben oder Gegenstände geschwommen. Da das bereits das zweite Mal passiert ist, wäre es natürlich hilfreich, die Erfahrungen anderer Halter dieser Art dazu zu hören.

    Ein Untersuchung von frischtoten Fischen kann in Fischuntersuchungsstellen vorgenommen werden. Alllerdings sind die Aussichten, hier eine sichere Diagnose zu bekommen, ungleich schlechter als bei noch lebend eingeschickten Fischen. Stellvertretend habe ich Dir mal einen Link der Fischklinik in München angehängt. Dort findest Du Informationen zum Thema Fischuntersuchung. In der Fischklinik kostet eine "Fischsektion" ca. 40 €.

    Fischklinik München

    Hallo Andreas,

    anhand der Daten lässt sich leider nicht sagen, woran das Tier gestorben ist. So wie Du den Hergang schilderst, hat der Fisch sich ab dem 2.Tag nicht mehr normal verhalten und wahrscheinlich auch keine Nahrung mehr aufgenommen. Aber verhungert ist er sicher nicht in der kurzen Zeit.

    Hast Du schon mit Michael Mrutzek Kontakt aufgenommen ? Ich würde Dir raten, die Geschichte mit ihm zu besprechen.

    Hallo Stefan,

    zunächst möchte ich mal schildern, was ich auf den beiden Fotos erkennen kann.
    Neben der Brustflosse ist ein großflächiges Stück mit nekrotischen Gewebe, die Brustflosse selbst ist ausgefranst. Der Kiemendeckel hat im oberen Drittel ebenfalls eine Reduktion erfahren. Unterhalb der Augen ist beidseitig ebenfalls nekrotisches Gewebe großflächig ausgebreitet, die darunterliegenden Gewebeschichten (z.T., Fettgewebe?) sind teilweise sichtbar.

    Als Ursache (bei aller Vorsicht mit Ferndiagnosen) würde ich hier nicht auf eine "Krankheit" tippen, sondern auf eine massive mechanische Gewebeschädigung.

    Nun bringen sich die Doktoren mit ihren scharfen Skalpellen leicht mal gegenseitig Wunden bei, die dann auch in ähnlicher Weise eskalieren können. Derartige Wunden trifft man dann aber meistens erst ab der Körpermitte und im Schwanzbereich an. Die Yellow Docs sind normalerwiese sehr hart im Nehmen und sterben nicht sofort daran. Woher allerdings die massive Verletzung an der Schnauze kommt, ist mir nicht einsichtig.

    Derartige Verletzungen an mehreren Stellen führen zum Austritt von Körpergewebe in das Meerwasser, später auch Wundinfektionen durch Bakterien und der Fisch kollabiert dann relativ schnell. Auch wird ein solcher Fisch von allen Bewohnern sofort attackiert, die sich von Resten und Abfällen (z.B. Garnelen, Würmern, etc.) ernähren, was die Lage zusätzlich verschlimmert. Liegt er erst einmal auf der Seite, ist es meistens zu spät.

    Zitat

    Gerade eben kam er aus seiner Spalte rausgeschnellt und schwamm bauchoben hektisch zuckend umher. Fünf Minuten später war er tot. Wir haben ihn fotografiert, vielleicht könnt ihr uns sagen, was die Ursache für diese Hautveränderung auf beiden Seiten war ? Die Haut scheint nicht beschädigt zu sein, sieht aus wie ausgebleicht, bis in die Rückenflosse.

    Hallo Marion,

    die Verfärbung zeigt sich bei vielen Fischarten , wenn sie sterben bzw. gestorben sind. Manchen werden dunkel andere Arten heller oder zeigen großflächige Flecken. Bei dem von Dir geschilderten Verhalten sind leider einige Ursachen denkbar. Fische, die über eine Blockade des Kiemengewebes ersticken oder eine Vergiftung des Nervensystems haben, zeigen im Endstadium meistens eine derartige Schwimmweise. Aber im Grunde ist das reine Spekulation. An einem Foto eines gerade verstorbenen Fisches mit einem "Totenfleck" kann man leider nichts erkennen.

    Bei einem Fisch, der sich nicht versteckt und im Freiwasser aufhält, würde man wahrscheinlich viel eher Symptome beobachten können, als an einem versteckten Salarius. Die Wasserwerte geben auch keinen Hinweis, aber man muss sich bewußt machen, dass die Haustests nur einen Bruchteil der Wasserparameter anzeigen. Also alle Möglichkeiten noch einmal überdenken und wenn man nichts weiter findet und gerade beim Erstbesatz ist, zunächst einen neuen Testkandidaten auswählen, der im Freiwasser schwimmt und den genau beobachten. Zeigt der auch irgendwelche merkwürdigen Verhaltensänderungen, sofort raus und in ein Zweitbecken (z.B. Quarantänebecken) oder wieder zum Händler. Dann erneut die Ursache suchen - ist sicher nicht immer leicht. :loudly_crying_face:

    Noch ein Hinweis:
    Wenn ein Fisch kurze Zeit nach dem Einsetzen verstirbt, dann frage ich immer zuerst: "Wie ist er gefangen worden ?" So mancher Fisch wurde schon in der Hektik des Fangens mit dem Kescherbügel gegen die Glasscheibe oder Einrichtungegegenstänge "gedrückt", was dann nach wenigen Stunden über unsichtbare Verletzungen zum plötzlichen Verlust führte.

    Wie lange ist das Becken bereits in Betrieb ?

    Etwas ärgerlich ist noch, dass Dir der Salarias fasciatus als Erstbesatz empfohlen wurde, da er kein Anfängerfisch ist und als Nahrungsspezialist bei einem nicht alteingefahrenen Becken entsprechender Größe wahrscheinlich mit der Zeit verhungert wäre.

    Hallo Jannes,

    der Parasit wird als Paravortex sp. beschrieben. In den angehängten Links wirst du sicher fündig und findest weitere Informationen dazu. In dem fett gedruckten Link findest du auch genaue Abbildungen bzw. Zeichnungen der Würmer und dazu die Größenangaben.


    - Black spot disease
    - Interrelationships of a parasitic turbellarian, (Paravortex sp.) (Graffillidae, Rhabdocoela) and its marine fish hosts
    - Two turbellarians parasitic in fish
    - Turbellarian infection of carangids

    Hallo Pusher,

    sieht er so aus wie auf dem Bild im Lexikon ? Dann ist das wohl die normale Verhaltensweise und er ist nicht krank.
    Ansonsten wäre es nicht schlecht, wenn Du ein Foto einstellen könntest, da eine Ferndiagnose mit den wenigen Angaben so nicht möglich ist.


    C. kleinii

    Zitat

    Original von Melli04


    würde es ihm denn helfen vitaminisiertes Futter zu füttern bzw Knoblauch?

    Hallo Melli,

    die meisten Fertigfutter haben Vitamine in ausreichender Menge, Frostfutter kann man damit anreichern. Der Pilz stirbt ab, sobald der Fisch sein geschädigtes Gewebe erneuert. Das Futter hilft da eher indirekt. Knoblauch im Futter, wenn er es mag, ist auch o.k. - von beiden Massnahmen kann man aber keinen direkten Effekt erwarten. Knoblauch und Vitamine und in zwei Tagen ist der Pilz weg - das wäre zu einfach :smiling_face:

    Hallo Melli,

    dein ocellaris hat sich wahrscheinlich beim Umsetzen am Fangnetz die Flossenstrahlen verletzt und jetzt wächst dort als wattebauschartiges Gebilde ein Pilz auf dem geschädigten Gewebe. Wenn der Fisch sonst gesund und vital ist und gut frißt, würde ich erst einmal gar nichts machen. Der Pilz verschwindet irgendwann wieder von selbst und das Gewebe regeneriert sich. Klassische Pilzmittel verbieten sich im Korallenbecken und die harmlosen Mittel bringen meistens nicht den gewünschten Erfolg. Schade, dass er nicht in die Anemone geht - aber das könnte auch noch an der Verletzung liegen. Das Nesselgift der Anemone würde den Pilz evtl. zurückdrängen. Ich habe Dir einen Link angehängt in dem die Krankheit beschrieben ist. Aber bitte die Behandlungshinweise dort ignorieren und nicht im Meerwasser durchführen. Es wäre schön, wenn Du berichten würdest, wie sich die Geschichte weiter entwickelt hat bzw. wann der Pilz weg ist. Falls der Fisch irgendwelche Verhaltensänderungen zeigt und der Pilz sich weiter ausdehnt, melde dich noch mal.

    Verpilzung

    Hallo Marcel,

    danke für das Foto. Man sieht tatsächlich nicht die üblichen Symptome bei Augenerkrankungen. Was man aber sieht, sind kleine Löcher bzw. Hautverletzungen auf dem Kiemendeckel und daneben. Wenn der Fisch dort tatsächlich diese "Löcher" zeigt und es nicht nur ein Fehler auf dem Bild ist, dann sieht das nach HLLE aus (Head & Lateral Line Erosion Disease).
    Diese Krankheit entsteht bei Vitaminmangel und Stress - ganz genau weiß man das noch nicht. Meistens wird empfohlen, jede Aktivkohlefilterung sofort einzustellen (sofern vorhanden) und vitaminreiches Futter zu geben. Allerdings habe ich die Krankheit noch nicht direkt in Verbindung mit einer Erblindung gesehen. Das "Auf-die Seite-legen" kommt allerdings in späteren Stadien oft vor. Mit den Medikamenten kann man dageben nichts ausrichten, wenn es diese Krankheit tatsächlich sein sollte. Sorry, dass ich Dir keinen besseren Rat geben kann.

    Links zu HLLE:

    http://saltaquarium.about.com/cs/headlledisease/a/aa040901.htm
    http://en.wikipedia.org/wiki/Hexamita

    Hallo Marcel,

    sind die Augen sichtbar getrübt ? Kannst Du evtl. ein Foto einstellen, auf dem die Augen zu sehen sind ? Normalerweise erblinden Fische nicht auf beiden Seiten (?) ohne eine sichtbare Trübung bzw. Verletzung.