Beiträge von kenny

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    Original von Korallenwelt
    Also Christiane: ICH würde das einfach so machen:

    Schön luftig und dazwischen Dein Lebendgestein verteilt. In 10 Minuten ist Deine Einrichtung fertig und nichts fällt um!

    Der Aufbau z.B. gefällt mir super, sowas kann ich mir auch sehr gut vorstellen :grinning_squinting_face:

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    Original von bubble
    hast Du solche hauchdünnen Platten regulär im Programm? Ich habe nämlich am Boden an der Stirnwand meines Raumteilers wegen der Pumpen keinen Sand...

    Grüße, Ben

    Und falls ja, gibts die auch in schwarz, passend zu schwarzem Sand?

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    Original von Torsten81
    Da wird weder mit T8 Funzeln gearbeitet, noch ist der geradlinige Bauhausstil Bestandteil seiner Philosophie.

    In der Analogie zum Bauhaus sah ich die Einfachheit und die Konzentration auf bestimmte geometrische Grundprinzipien. Die Geradlinigkeit ist in den Becken natürlich nicht vorhanden :smiling_face:
    Ich bin aber weder Künstler noch Architekt und kann so einen Vergleich immer nur Laienhaft darstellen.

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    Original von Torsten81
    Im Moment bastle ich gerade an einem 112L Becken mit einer ähnlichen Säule wie du es nun vorhast.
    Bei mir ist sie allerdings relativ breit, da ich sie den tschechischen Lufthebern angepasst habe die sie verstecken soll.
    Ich gestalte meine Aquarien alle selbst mit totem Riffgestein und Riffmörtel.

    Da ich ja jetzt gänzlich umplanen muss ist es fraglich, ob es bei der Säule bleibt. Die Säule im obigen Beispiel hätte ich übrigens aus Rifferkeramik fertigen lassen :wink  Torsten was anderes kommt da ja fast nicht in Frage.
    Ein sehr hübsches Becken, welches du da hast und vor allem ein sehr interessanter Besatz!
    Für den Hintergrund habe ich mir schon etwas überlegt mit farbigen Plexiglas, das wird denke ich auch gut aussehen. Ich persönlich mag den blauen Hintergrund in Becken auch nicht so gerne bzw. finde einen dunkler blauen Hintergrund ganz gut.

    Im Wohnzimmer habe ich eine Ecke in der Platz ist, ich bin am überlegen wie ich dort am besten ein Becken integriere. Entweder freistehend an einer Wand in einem länglichen Maß wie 130x60x60cm oder in einer Ecke dann kürzer (maximal 120cm) aber dafür mit mehr Tiefe. In den Raum hinein mehr Tiefe geht leider auch nicht, das würde zu wuchtig wirken.
    Eine vollständige Verkleidung des Bodens mit Riffkeramik könnte ich mir übrigens ganz gut vorstellen, mit einzelnen großen Riffen/Säulen, die da herauswachsen.

    Stahlträger integrieren ist keine Option, denn dann müsste der Fußboden aufgerissen werden und irgendwo hört für mich der Spaß dann auch auf!

    Hi Rainer,

    der Schlüssel bei Amano ist wirklich die Reduktion und die Einfachheit. Im Grunde Lehren des Bauhauses übertragen auf die Aquaristik. Frei nach dem Motto

    Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzu zu fügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann. (Antoine de Saint-Exupéry).

    Es kommt aus meiner Sicht nicht nur drauf an, nur eine Sorte Steine zu verwenden (das ist ja auch im Meerwasser durchaus üblich), sondern auch darauf, wie diese arrangiert werden usw.
    Ich finde die in der Meerwasseraquaristik üblichen Fischsuppen und Korallen-Bonbon-Gärten auch nicht übermäßig hübsch. Klar, die Becken mit den vielen verschiedenfarbigen Korallen haben schon was und jede für sich genommen ist schon Attraktiv. Aber ich denke wenn man sich hier auf 2-3 Arten beschränkt, die dann aber "großflächig" stellt, dann kann man auch damit eine schöne Einrichtung zaubern.

    Natürlich lässt sich das nicht 1:1 auf ein Riffbecken übertragen, schon alleine weil man niemals den ganzen Boden mit Pflanzen vollpacken kann, aber wenn man sich Ausschnitte aus echten Riffen anschaut, die sehen auch ganz anders als unsere Aquarien aus.


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    Original von Korallenwelt
    Was? Eine Scheibe, die Du drei mal wöchentlich putzen mußt?
    Du wärst der erste, den ich kenne, der das privat durchhält, die im öffentlichen Bereich werden ja dafür bezahlt!

    Das auf dem Bild oben ist im übrigen keine Rückwand, sondern eine etwa 1cm dick vermörtelte Scheibe, ich dachte, man würde das erkennen können...

    Torsten, akzeptiere es doch einfach, ich finde mit Keramik oder Riffdeko gestaltete Becken (bis auf Ausnahmen) nicht hübsch. Wenn alle anderen das auch hübsch finden, ich mags trotzdem nicht. Damit will ich das aber gar nicht werten, die Keramik muss ja hübsch sein, denn die Mehrheit hat immer recht :]

    Der Teil meines Beitrages bezog sich im übrigen auf die üblichen Verkleidung, die dünne Schicht oben ist nochmal viel schlimmer. Damit habe ich eine veralgte, weiße Keramikrückwand ohne Profil, die sich optisch nur minimal von einer veralgten Scheibe unterscheidet. Klar irgendwann ist sie mit Kalkalgen bewachsen, aber auf der Scheibe, wenn ich es wachsen lasse, habe ich auf die Dauer alles voller Kalkrotalgen, da putze ich ja noch lieber täglich!

    Robert: Die Idee ist gut, ja, nur leider baulich nicht zu realisieren (siehe zwei Beiträge weiter oben).

    Sorry Torsten, aber Rückwände sind für mich ein designliches No-Go. Ich hatte vor Jahren Keramik (vll. sogar von dir, hatte jedenfalls sehr große Ähnlichkeit), das war ansich hübsch anzusehen, aber dann für meinen Grschmack zu massiv und solide).

    Bei aller Kunstfertigkeit, mit der ihr die modelliert finde ich persönlich, dass zum einen die Individualität leidet (wieviele Becken habe Rückwandverkleidungen+Mittelriff davor) und zum Anderen es sehr häufig wie die berühmte Kaimauer aussieht, die wir früher si gescholten haben. Aber das liegt weisgott nicht an euch, sondern daran, was die Leute daraus machen.

    Es gibt auch Becken wo ich ähnlich dekorieren würde zB Sichtscheibe 100x140cm, Tiefe des Beckens 200cm versteckt und an beiden Seitenschreiben ein Riffschlucht bis nach oben - traumhaft!

    Hier möchte ich aber lieber etwas klares, einfaches haben :smiling_face:

    Amanobecken werden übrigens extrem stark beleuchtet, ich hatte früher selber welche und dort wurde schon Tageslicht T5 eingesetzt als bei Meerwasser noch HQI das Maß der Dinge war.

    Hi Leute,

    ein kleines Statusupdate und schlechte Neuigkeiten.

    Die Wohnung ist für die Renovierung soweit vorbereitet, Vertäfelung ist ab etc. und ich warte auf den Maler, der mich schon mehrfach versetzt hat und jetzt in den Urlaub fährt :face_with_rolling_eyes:

    Gestern war daher ein Konkurrent von ihm bei mir um ein Angebot abzugeben und (*auf Holz Klopf*) am nächsten Dienstag wird dann endlich der ganze Raum neu tapeziert. Zusätzlich werden die Türen neu lackiert etc. und wenn das durch ist, dann kommt die neue Verkleidung der Treppe.

    Das einzige Problem, beim Abriss der alten Verkleidung hat sich herausgestellt, dass die Wand hinter dem Aquarium im Grunde nur aus einer Art Putz besteht (!?) und keinerlei tragende Funktion hat.

    Mein Plan war das Gewicht des Beckens an der Wand (mit Ankern) und am Boden davor abzufangen. Das ist so aber leider überhaupt nicht möglich. Zumal auch die Balkenlage nicht ermittelt werden kann. Die Treppe ist komplett aus Holz und hat schon ein paar Jahr auf dem Buckel.

    Zusammengefasst heißt das: Am geplanten Ort kann das Becken nicht stehen! :loudly_crying_face:

    Allerhöchstens etwas sehr kleines, wo man sich wegen des Gewichtes keine großen Sorgen machen muss. Mir ist das aber dennoch etwas zu heikel. Ich bin daher am überlegen, ob ich im Wohnzimmer nicht einen Platz finden kann. Mal schauen, was draus wird ...

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    Original von Riffknuddel
    Und warum nun dieser Sinneswandel??? Jetzt haben wir uns doch erst eingeschossen.... :ylol

    Ich habe nie gesagt, dass LEDs schlecht sind, ich wollte nur einige pauschalisierte Aussagen die man zu LEDs häufig findet reflektieren. Ich sehe LEDs zur Zeit noch nicht als (vollwertige) Alternative an, es sei denn man ist bereit enorme Summen zu investieren, wie du. Ich denke aber, dass die Technologie in der Zukunft auf jeden Fall HQI und insbesondere den T5 überlegen sein wird.

    Zitat

    Original von Riffknuddel

    Normalerweise wird auf der Y-Achse der tatsächliche Lichtstrom angegeben. Wenn man die Skalierung wüsste (die nicht angegeben ist, den RAF Artikel habe ich noch nicht gelesen), dann würde die Fläche unter der Kurve die gesamte Lichtleistung repräsentieren. Ansosnten, wenn die Y-Achse nicht die Leistung angibt, warum sind dann einige Farben "höher" auf der Y-Achse als andere, was sagt das aus?

    Das heißt also, die Werte nach oben sind auch miteinander nicht zu vergleichen, oder was? Wenn die nicht korrekt sind, dann sagt die Kurve doch gar nichts mehr aus?

    Naja wie dem auch sei, ich denke auch, dass LEDs die Zukunft sind sie vereinen die Vorteile von HQI mit den Vorteilen von T5 und haben zudem noch weitere Vorteile wie weniger Strahlungswärme etc.
    Wenn erstmal wirklich Leistungsfähige LEDs auf dem Markt sind und man aus einer breiten Auswahl an Spektren wählen kann und die nicht mehr so verdammt teuer sind, warum dann noch die alte Technologie?

    Ich habe den Thread jetzt kurz überflogen, auch dort steht im Grunde alles drin was wir hier auch angesprochen haben. Auch die Links auf die Korallenriff.de Seiten zu PAR und PUR usw. also durchaus lesenswert :smiling_face:

    Besonders die allerletzten Beiträge von Oliver Pritzel und Peter Halmann, hier mal ein Zitat von Peter

    Zitat


    Was ich persönlich nicht als gut empfinde, sind diese Versprechungen von Energieeinsparungen
    von einer LED-Beleuchtung in Größenordnungen von bis zu 50%.

    Zitat

    Original von Riffknuddel
    Alleine schon das eine HQI nur 38% ihrer Leistung in Licht umwandelt...
    Lies mal was bei Wiki unter "Stand der Technik" / "Lichtausbeute" steht!
    Stand Cree seit September 2010 bei 250 lm/W!

    Lumen ist adaptiert auf menschliches Helligkeitsempfinden und eignet sich daher als Maßeinheit für uns kaum http://de.wikipedia.org/wiki/Lumen_%28Einheit%29

    Der Wikipediartikel den du zitierst ist wirklich sehr interessant. Die 250 lm/W beziehen sich auf Laborprototypen von Cree, in dem Artikel steht auch drin (weiter unten) das bei anderen LEDs ganz andere Wirkungsgrade üblich sind, teilweise schlechter als die von Glühlampen. Die effizentesten verfügbaren LEDs am Markt schaffen aber tatsächlich Werte, die mit denen von HQI Lampen vergleichbar sind.

    Zitat

    Original von Riffknuddel
    Die Y-Achse ist die Skalierung, sie hat keinenn Einfluss auf die abgegebene Leistung einer Lampe!

    Normalerweise wird auf der Y-Achse der tatsächliche Lichtstrom angegeben. Wenn man die Skalierung wüsste (die nicht angegeben ist, den RAF Artikel habe ich noch nicht gelesen), dann würde die Fläche unter der Kurve die gesamte Lichtleistung repräsentieren. Ansosnten, wenn die Y-Achse nicht die Leistung angibt, warum sind dann einige Farben "höher" auf der Y-Achse als andere, was sagt das aus?

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    Original von Willi
    Stefan, kurz gesagt, Du meinst: LED bringen bei gleichem Stromverbrauch weniger Licht?

    Nein ich befürchte man kann es nicht kurz sagen. Ich habe vielleicht verschiedene Punkte vermischt, aber die sind eben nicht unabhängig voneinander. LEDs bringen bei gleichem Stromverbrauch weniger Strahlungsintensität.

    Aber Strahlungsintensität != Licht das für die Photosynthese Nutzbar ist != Licht das für Menschen hell wirkt.

    Die Frage nach der besten Beleuchtung lässt sich schon deswegen nicht beantworten, weil zum Beispiel unterschiedliche Korallenarten auf ganz verschiedene Wellenlängen reagieren. Hat man nicht nur eine Art und ein perfekt auf diese Art angepasstes Licht, so befindet man sich immer in einem Kompromiss. Hinzu kommt, dass der Mensch ja auch was sehen will und das Licht was der dafür verbraucht ist für die Korallen verloren.

    @Nils: Der größte Teil der eingebrachten Strahlung dürfte wohl nicht in der Photosynthese umgewandelt werden sondern so auf Materialien im Becken treffen. Der größte Teil wird wahrscheinlich sogar vom Wasser selbst absorbiert.

    Also bei den Messungen ist zu bemängeln, dass auf der Y-Achse keine wirkliche Einheit aufgetragen ist. Man sieht also nur eine qualitative Verteilung, aber keine quantitative. Hast du den Link zum RAF Forum? Das Spektrum des blauen Chips ist wirlich sehr interessant. Der weiße Chip ist ebenfalls ganz gut, aber anderen Leuchtmitteln nicht überlegen.

    Mit der Strahlung ist es so: Wenn Licht (oder irgendeine Form der Energie) auftritt und absorbiert wird, dann wird es in Wärme umgewandelt. Das folgt aus dem Energieerhaltungssatz. Eine HQI und auch eine Röhre wandeln aber auch > 85% in sichtbares Licht (nicht IR) um!

    Der Gesamtwirkungsgrad ist zur Zeit bei LEDs keinesfalls besser als bei HQI oder T5, eher schlechter. Aber - wie du auch schreibst - durch Anpassung der Spektren an die Photosynthese kann man das zum Teil ausgleichen. Das heißt von jedem Watt was ich reinstecke wird in einer LED auch heute noch typischerweise mehr in Wärme umgewandelt (direkt) als bei einer HQI, aber diese geht im Gegensatz zur HQI nicht als Strahlungswärme ins Wasser, was ein großer Vorteil ist. Die "erwünschte" Energie, die sie ins Becken strahlt wird aber trotzdem schlußendlich zu Wärme.

    Zusammengefasst: Es ist bezogen auf die Wärmeentwicklung wurscht in welcher Form ich 400W an Energie ins Becken bringe, ist doch auch irgendwo logisch.

    Erstmal, jegliche Strahlungsenergie die ich ins Aquarium bringe muss ich später kühlen, denn die Endform jeder Energie ist wärme. Wenn Licht auftrifft und nicht reflektiert wird, dann wird daraus auch wärme, auch wenn es blaues Licht war.

    Das gleiche gilt auch für die Strömung, jegliche Energie die ich ins Becken bringe, wird zu Wärme.

    Zitat

    Original von Riffknuddel
    Bedenke mal das eine HQI Leuchte nicht mal annähernd so viel Energie bringt wie ein Bewölkter Tag!

    Das lässt sich so pauschal auch nicht sagen. Also die 1000W HQI Leuchte die ich hier hängen habe bringt in ca. 1m Abstand Messwerte in Lux, die außerhalb des Messbereiches meines Luxmeters liege (200.000 Lux) und das mit einem 10.000K Brenner von BLV. Die Sonner macht an einem Wolkenlosen Tag am Mittag in unseren Breiten etwa 150.000 Lux. Ein nagelneuer Daylight Brenner mit 6500K bringt nochmal mehr.

    Wenn du dir die Vorträge aus Beckum durchliest, dann wirst du feststellen, dass es auch mit relativ wenig Beleuchtung ganz einfach möglich ist das photosynthetische Maximum zu erreichen. Beleuchtung ist zudem nur einer von vielen Faktoren die zur Farbigkeit von Korallen beitragen und Photosynthese auch nur einer von vielen Faktoren die zum Wachstum beitragen! Schließlich gibt es ja auch Systeme wie ZeoVIT, bei denen die Photosynthese stark reduziert (sogar fast ausgeschaltet) wird, die auf Korallenfutter setzen und in denen bei Korallen enorme Zuwachsraten zu verzeichnen sind sowie sehr natürliche Farben ohne bräunliche Zooxanthellen Grundfärbung.

    Ich will auch LEDs keinesfalls schlecht reden, sie haben viele Vorteile, z.B. gleichmässiger Ausleuchtung als HQI und es lässt sich auch spezifischer mit den Spektren arbeiten (ein HQI Brenner hat numal ein Spektrum und nicht alles davon ist nützlich) und sie machen ein Licht, das auf mich als Betrachter natürlicher wirkt als alle anderen Leuchtmittel und die Farbstabilität sowie die Haltbarkeit.
    Sie haben aber auch Nachteile, wie hoher Energieverbrauch (was sich teilweise durch adaptive Spektren kompensieren lässt) und unnatürliche Farbwiedergabe sowie zur Zeit noch sehr eingeschränkte Auswahl in der Spektralverteilung.

    Ich werde bei meinem nächsten Becken z.B. eine Grundbeleuchtung mit HQI herstellen und spezifisch und gezielt spektrale Bestandteile mit LEDs ergänzen. Ich überlege allerdings auch ernsthaft, ob ich nicht einen Blau/Violettstrahler (20.000K) in die HQI einsetze und mit weißen LEDs ergänze, statt umgekehrt.

    Woher kommen denn die oben stehenden Spektren? Ich baue beruflich optische Geräte in denen wir verschiedene LEDs (IR und UV) nutzen und ehrlich gesagt kenne ich keine LEDs mit ausgewogenem Spektrum, außer den speziellen weißen LEDs mit Leuchtstoff (gibts z.B. von Osram). Außerhalb meines Spezialbereiches kenne ich mich allerdings auch nicht groß aus.

    Ohne dass ich jetzt hier einen Glaubenskrieg vom Zaun brechen möchte, aber es gibt einige Metalldampflampen und auch Leuchtstoffröhren, die speziell auf PAR Strahlung optimiert sind, die z.B. professionell in der Pflanzenzucht eingesetzt werden.

    Es gab vor Jahren schon Vorträge z.B. von Jörg Kokott zu PAR Strahlung im Korallenriff oder von Oliver Pritzel (ATI) der die T5 Technologie bei uns in der Meerwasseraquaristik berühmt gemacht hat. PAR ist aber ein sehr schwammiger Begriff und im Zusammenhang mit Korallen nochmals komplexer, da Korallen z.B. je nach Herkunft Licht in passende Wellenlängen umwandeln können (z.B. durch Fluoreszenz).

    Weiter ausgefahrene Polypen bedeuten jedenfalls typischerweise, dass die Koralle weniger Licht bekommt. Sie versucht dann die Oberfläche zu maximieren um mehr Photosynthese zu ermöglichen.
    Es ist überhaupt kein Problem im Aqurium soviel Licht zu erzeugen, dass die Photosynthese der Korallen für sie selbst toxisch wird (durch übermäßige Sauerstoffproduktion).

    Mehr Licht ist also nicht unbedingt immer das was angestrebt ist und LEDs sind sicher lange nicht die Allheilsbringer, als die sie zur Zeit angesehen werden. Sie sind halt gerade hip, aber von der techinschen Seite her klassichen Beleuchtungslösungen nicht unbedingt überlegen. Mit Röhren z.B. bekommt man immer noch gleichmässiger ausgeleuchtet, mit HQI erreicht man schöne Kringeleffekte. LEDs liegen irgendwo dazwischen.

    Auch sehr kompliziert ist z.B. die Messung der Effizienz. Lumen / Watt ist bspw. kein besonders gutes Maß, denn Lumen ist keine Maßeinheit für Lichtstärke sondern eine Maßeinheit für (menschliches) Helligkeitsempfinden. Die besten Lumen / Watt Werte erreichst du mit Tageslicht HQI Brennern über 400W. Diese sind aber als Beleuchtung für ein Riffaquarium aus verschiedenen Gründen nur mässig geeignet und nur weil etwas für unser Auge hell ist, ist es für die Korallen noch lange nicht hell (Stichwort PAR).

    Hier ein immer noch aktueller Link http://archiv.korallenriff.de/06_lichtartikel_2.html

    Zooxanthellen arbeiten im Bereich von 380 – 600 nm, das Spektrum von LEDs besonders von farbigen ist immer sehr schmalbandig. Es gibt auch HQI Brenner die ein sehr schmales Spektrum um 450nm haben (die reinen "Blaustrahler" von Osram, Radium, BLV etc. die als 20.000K Brenner verkauft werden). Mit diesen erreicht man ganz sicher höhere PAR Werte in dem Bereich um 450nm als mit den 470-490nm LEDs.

    Je nach Farbe einer Koralle reagiert sich besonders gut auf eine spezifische Lichtwellenlänge. Es gibt auch Farben die besonders durch die LEDs angeregt werden und wieder andere, die durch keins dieser Leuchtmittel angeregt werden.

    Für die Korallen ist es notwendig, dass der Bereich von 380-600nm gut abgedeckt wird, am besten immer so, dass die Absortionskurve der am meisten gepflegten Tiere erreicht wird.
    Der menschliche Betrachter will aber auch noch was sehen und es gibt auch plakative Farben, die einfach unter Tageslicht am besten aussehen (viele Acroporas, rot-töne). Daher braucht man immer auch gelbes/weißes Licht.

    Hier ist ein schöner Vortrag von Jörg Kokott verlinkt, aus dem man einige Erkenntnisse ziehen kann http://archiv.korallenriff.de/vortraege_beckum_04.html
    Der von Oliver Pritzel dort ist auch sehr interessant.

    Fazit also: LEDs sind inzwischen eine gangbare Alternative zu HQI und T5 aber genauso wie diese beiden mit Kompromissen behaftet. Schon die Tatsache, dass LEDs aktiv gekühlt werden müssen (!) lässt doch jedem sofort klar werden, dass hier viel Leistung einfach verloren geht und ergo der Wirkungsgrad einfach nicht gut sein kann!

    Zitat

    Original von AzaleeDeshalb ja das Silikon außenrum. Da kommt dann nichts mehr unter die Scheibe :smiling_face:

    Halte ich für ausgeschlossen, zumal Silikon auf Acrylglas nicht gut klebt.

    Also zunächst einmal, ich habe schon Amphiprion percula, Amphiprion ocellaris und Amphiprion ocellaris schwarz gepflegt und ich konnte nie einen Größenunterschied feststellen.

    Ich habe immer alle Tiere mit Anemone gepflegt. Dazu war in einem 50er Würfel ein nicht zu umfänglicher Steinaufbau (3-4 mittelgroße Stücke Lebendgestein) und zu den Clownfischen ebenfalls 3-4 Kupferanemonen Entacmea quadricolor. Kupferanemonen sind wesentlich haltbarer als alle anderen und werden regelmässig gezüchtet.

    Das Problem ist nur, dass die Anemonen entsprechend groß sind und du kaum noch andere Tiere im Becken pflegen wirst können. Allenfalls stark nesselnden Tiere wie einige Euphylia Arten.

    Wenn du nicht bereit bist, das Becken einzig auf die Haltung der Clownfische und Anemonen auszurichten, dann solltest du dich lieber nach anderen Alternativen umsehen!

    Ein paar Stonogobiops nematodes mit Alpheus randalli zum Beispiel (oder andere Symbiosegrundeln) ist vom Verhalten her mindestens eben so interessant anzuschauen!

    Ich finde das Projekt auch super, gratulation! Ich schreibe dir zu den Modulen mal eine PN. Hast du ein Foto von der Beleuchtung mit ausschließlich LED Blaulicht?

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Ganz sicher ist es Lord Voldemort !

    Ich denke Hans-Werner hat recht, es sieht ziemlich aus wie ein großer Plattwurm. Mit Sicherheit kann man aber nichts sagen, da wäre ein deutlich besseres Foto wichtig.

    Ich finde die Innendeko auch recht hübsch und die Tatsache, dass der Pfeiler in der Mitte ja offenbar umschwommen werden kann (?) und hinten eine dunkle Zone hat ist auch cool :smiling_face:

    Wie stellt man sowas her, hast du da Fotos oder so?

    Torsten, eine einfache Lösung für ein Problem ist doch, wenn du Videos von deiner Keramik erstellst. Beispielsweise mit fixer Kamera und der Keramik auf einer drehenden "Lazy Susan" (wie im China Restaurant) oder mit bewegter Kamera. Einiges in der Hinsicht gibt es ja bereits auf dem Korallenwelt Kanal auf Youtube. Schön wäre natürlich, wenn Händler das direkt in ihren Shop einbinden!

    Ich bin ein grosser Freund technikarmer Becken, aber die Entfernung der Kamhaut kannst du nicht erfolgreich wegrationalisieren!

    Sie verschwindet nur bei so turbulenter Oberflächenströmung, dass sich Luftblasen bilden oder es sprudelt. Ein OFA am Hang-On Aussenfilter oÄ sollest du schon betreiben! Alternativ ein Sprudelstein oder eine Strömungspumpe mit Diffusor/Venturi. Die Luftblasen steigen auf und zerplatzen quasi die Kamhaut.

    Mit geschlossener Kamhaut wird dir das Becken eines Nachts kippen, durch Sauerstoffmangel, jedenfalls wenn Fische drin sind. Im Gegensatz zum Süsswasserbecken ist die Sauerstoffversorgung im Meerwasser viel viel kritischer!

    Ihr habt noch ein paar Kartons hört sich so an, als würden die "eines Tages" auslaufen, ergo man sollte sich einen Vorrat anlegen?

    Vertrieb ist also über jeden Händler, der auch AquaPhoton vertreibt folgere ich dann mal?

    Ich habe mal versucht einen dominanten Hahn den ich längere Zeut hatte zusammen mit vier jungfischen in ein neues Becken zu setzen, dass keiner der Fische vorher kannte. Nach wenigen Stunden (!!) war nur einer der neuen übrig. Dieser blieb dann bis zum Ende. Rausfanden ging damals nicht weil ich viel Riffkeramik drin hatte, u.A. die ganze Rückwand, und dahinter und darin unendlich viele Spalten für die Lippies waren. Damals 2003 gab es auch noch keinen Aquabond oder vergleichbares mit dem man die Ketsmik hätte versiegeln können vor dem Einsetzen der Fische :frowning_face:

    Zitat

    Original von hajo

    Der Stromverbrauch durch den elektrischen Heizer ist von den Kosten her gesehen bedeutend höher als diese gewählte Art der Fußbodenheizung.

    Durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit der Materialien um deine Heizleitungen herum verschlechtert sich der Wirkungsgrad deiner Konstruktion massiv. Der Wirkungsgrad des Heizstabes ist dafür nahe 100% und bei den aktuellen Kosten für Gas und Öl heizt du auch mit Strom nicht wesentlich teurer. Wenn man dann noch die Anfangsinvestition mit einberechnet ist das denke ich alles eine ziemliche Milchmädchenrechnung mit Verlaub gesagt.

    Mit einem metallischen Wärmetauscher direkt im Wasser sieht es natürlich ggf. anders aus. Dennoch würde ich ersteinmal im Betrieb messen, ob eine Zusatzheizung wirklich notwendig ist und wenn ja in welchem Umfang.

    Nicht auf Antias beschränkt natürlich!

    Bei Lippfischen dachte ich an Pseudocheilinus hexataenia und/oder Pseudocheilinus tetrataenia, soweit mir bekannt machen die keinen obligatorischen Geschlechtswechsel durch, oder?

    Ich dachte vielleicht auch einfach eine Gruppe von Pseudochromis oder eine Gruppe kleinbleibender Centropyge?

    Wow super Entdeckung, die UV Leuchte ist ja sehr interessant!

    Auf dem Bild sieht es so aus, als hätte der Brenner einen Gewindeanschluss? Könnte man ihn damit direkt in ein Rohr inbauen, z.B. in die Rückförderleitung des Beckens oder vielleicht gar direkt im Abschäumer?

    Kann man den Brenner wechseln? Wärst du bereit den Online Koi Versandhandel zu benennen, gerne auch per PN ?

    Ich wärme den alten Thread mal wieder auf. Ich vertrete immer noch die Ansicht, möglichst wenig verschiedene Arten im Becken zu kombinieren anstatt eine Fischsuppe zu produzieren und ich bin für mein kleines Becken (zw. 400 und 900 Liter sind geplant) immer noch auf der Suche nach einer kleinbleibenden Art die ich in einer größeren Gruppe pflegen kann.

    Irgendwelche Ideen?

    Was meint ihr wie hoch kann man die Besatzdichte treiben z.B. bei Pseudocheilinus Arten?