Beiträge von Oliver Pritzel

    Hallo,

    nur zur Info:

    die T5 True-light kommt aus dem selben Werk wie die ATI Sun und ist von der Lichtqualität die selbe Röhre.
    Bei der JBL-Röhre Solar Nature und der ATI-Sun gibt ein Vergleich der Spektren ebenfalls Aufschluß über die Lichrtqualität. Mehr Tips kann ich nicht geben.

    Es wird allerdings bald wirklich etwas neues kommen mit einem CRI von 98 und einem leicht erhöhtem Blauanteil (über 7500 Kelvin). Genau das was Jörg bei der Truelight bemängelt hat, ist dann mehr als ausgeglichgen (was für ein Zufall ?:-))
    Diese Sun plus (mit einem Plus an Blau) wurde deshalb gewählt, da sich der Blauanteil grundsätzlich sich prozentual immer etwas schneller abbaut als der restrliche sichtbare Bereich. Dadurch hat man auch für längere Zeit einen sehr hohen CRI Wert.
    Mehr später:-)

    Grüße
    Oliver

    Hi Resa,

    grundsätlich kann man die beiden Spektren schon wegen der Unterschiedlichen Auflösung schwer vergleichen. Michael liegt da mit seiner Kritk schon ganz richtig, was die Einteilung der Achsen etc.. angeht.
    Aufällig bei dem sogn. 14000 K Brenner ist jedoch, dass die Emission im Bereich unter 400nm recht hoch ist. Der UVA-Anteil (350-400nm) ist teilweise auf ein höheres Niveau als der gelb, -orange oder Rotanteil. Dies ist in der Natur nicht so. Hier ist schon über der Wasseroberfläche der UVA-Anteil wesentlich geringer als der restliche sichtbare Bereich. Unter Wasser ist dieser Anteil dann mit zunehmender Tiefe immer geringer. Wer seine Korallen also mit diesem Leuchtmittel bestrahlt, fürht Ihnen eine ungewohnte hohe Menge an UVA-Strahlung zu. Hierüber sollte man sich bewußt sein. Welche Bedeutung das auf Stoffwechselebene für die Korallen haben kann, hatte ich und Jörg ja schon mal beschrieben(Energie in Schutzverbindungen...geringeres Wachstum..)
    Desweiteren ist der Unterschied zwischen den beiden Entladungsspitzen (bei 431nm und 543nm) zu dem restlichem Bereich recht hoch, was für eine natürliche Farbwiedergabe eher unvorteilhaft ist. Hier ist das erste Spektrum wesentlich ausgeglichener. Da jedoch keine prozentuale Angabe auf der y-Achse zu sehen ist und auch die Rastereinteilung eher grob (wahrscheinlich 5nm Schritte) ist, kann diese Darstellung auch nicht die tatsächliche Strahlungsverteilung wiedergeben. Oft werden nämlich die Spitzen einfach gekappt und es erweckt den Anschein als seien die flächen wesentlich mehr ausgefüllt. Leider hat man auch hier wie so oft den Strahlungsanteil unter 400nm einfach wegfallen lassen. Warum wohl ?
    Ich würde bei dem Einsatz von solchen Brennern immer ein Filterglas einsetzen wollen, was sämtliche Strahlung unter 390nm absobiert. Leider sind diese Spezialfiltergläser recht teuer und werden deshalb auch standartmäßig kaum eingesetzt. Der Vorteil für die Korallen bei z.B einem anstehendem Brennerwechsel wäre jedoch recht groß, da man die Korallen so vor zu hohe Strahlungsdosen mit UV-Licht schützen kann.

    Grüße
    Oliver

    Hallo,

    Wie man mit einem Luxmeter umgeht und wie man die Daten interpretieren darf, werde ich dann noch auf meiner HP beschreiben (wenn ich es denn mal endlich schaffe). Grundsätzlich kann man so nicht nur den Lichtstromrückgang seiner Leuchtmittel überprüfen(wie Henry schon schreibt), sonder auch bei der Kenntnis über das Spektrum Umrechnungen in PAR vornehmen. Den Umrechnungsfaktor zum jeweiligem Lampentyp wird dann ebenfalls noch kommen.
    Ich arbeite selber oft mit einem Gerät von Elvos LM 1010, was im Vergleich zu viel teureren Geräten (eichfähigen) sehr gut abschneidet. Ich hatte selber damals bei Conrad 99,- DM bezahlt. Bei wirklichem Interesse könnte ich dieses Luxmeter auch zum Selbstkostenpreis für 29 Euro besorgen.
    Interessierte aber bitte nur meine PN-Box hier benutzten. Dies soll übrigens nur ein kleiner Dienst meinerseits für Kunden und Forenbenutzer sein.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    Generell haben Brenner mit einer höheren Farbtemperatur (z.B. 14000 K) eher die Neigung Ihr ursprüngliches Spektrum zu verlieren. Die Farbstabilität ist also eher geringer. Das hängt besonders damit zusammen, dass sich die kurzwellige sichtbare Strahlung (also violett und blau) eher zurückbildet als z.B die Strahlung im Grüngelb oder Rotbereich. Hierauf deuten auch viele Untersuchungen von Sanjay Joschi und Dave Morgan, die sich sehr intensiv mit der Untersuchung von Brennern für die Riffaquaristik auseinander gesetzt haben. Deshalb werden auch Brenner nach einer Zeit eher gelblich. Hinzu kommt, das Brenner mit hohen Kelvinzahlen oft auch sehr deutlich im Violett und UVA-Bereich emittieren. Es handelt sich also eher um Violettstrahler als um "blaulastige" Strahler. Hierdurch erhöht sich besonders das Risiko des "Verbrennen" der Korallen nahe der Oberfläche bei neuen Brennern durch zu hohe Strahlungsdosen im UVA-Bereich.
    Ein wichtiges Kreterium zur Beurteilung von Leuchtmitteln ist immer auch das Emissioinsspektrum. Man sollte sich immer erst über das Spektrum informieren, bevor man sich ein Leuchtmittel anschafft. Das Auge läst sich leider viel zu leicht täuschen. Wenn ein Hersteller kein Spektrum zu seinem Leuchtmittel veröffentlicht, sollte man immer eher vorsichtig sein. Ich wundere mich immer wieder das man sich teure Geräte wie Redoxmessgeräte, Dosiergeräte ...oder teure Test zur Phosphatbestimmung kauft, um alles genau erfassen zu können, aber bei dem lebenswichtigem Faktor Licht, sich die Aquarianer nicht mal ein einfaches Luxmeter für 50 Euro zulegt, um wenigstens grob die Strahlungsintensität erfassen zu können. Nur so können doch auch Aquarianer, die z.B. Ableger tauschen viel genauer sagen, wie hell die Muttertiere gestanden haben. Bei dem einem sind 10.000 Lux hell, bei dem anderem sind 30.000 Lux hell. Für die Koralle ist dies aber ein gewaltiger Unterschied. Auch bei der Beurteilung der Lichtmittel wird oft nur von dem persönlichem optischen Eindruck ausgegangen. Dies ist viel zu ungenau und trifft auch nicht immer die "Bedürfnisse" der Korallen.
    Man sollte also dazu übergehen genau wie in anderen Bereichen (z.B Phosphat, Calcium, Magnesium, KH ...Bestimmung ) auch die Lichtparameter genauer zu erfassen. Wie gesagt ein einfaches Luxmeter kaufen und sich die Spektren mal anschauen, statt nur nach dem Auge zu beurteilen ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.

    Grüße
    Oliver

    Hallo,

    Der Balken den Sascha hat, ist ein Easydimm von uns, der schon eine automatische Dimmfunktion integriert hat. Der Balken von Breßlein darf auf keinen Fall mit den losen Enden an 230 Volt angeschlossen werden (hat Bresslein keine Beschreibung?). Dies wäre eine fatale Verwechselung. Hier muß man sich noch eine zusätzliche externe Steuerung kaufen (z.B IKS) , die dann die Regelung (1-10 Volt) der Dimmfuntion ünernimmt.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Herr Jansen,

    keiner will doch eine Wirkliche Wellensimulation mit 20cm Wellen auf der Oberfläche habe. Entscheident ist doch das Strömungsbild welches sich unter einer Welle annähernd ergibt. Hier funktioniert es ähnlich dem Prinzip eines "akkstischem Kurzschlußes" bei Lautsprechern. Die Energie, die ich in eine Richtung abgegeben wird, muß an einer anderen Stelle im gleichem Verhältnis kompensiert werden. Man sollte nichts für unmöglich halten
    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    da wir umgezogen sind, war ich ein paar Tage offline und kann daher erst jetzt wieder antworten.

    @harry
    wer meine Beiträge ließt, wird feststellen, dass ich schon mehrmals zu diesem Thema "Stellung genommen habe". Vielleicht drücke ich mich jedoch zu umständlich aus. Deshalb versuche ich es noch ein (letztes) mal. Werden neue Röhren über ein Becken installiert, hebt sich durch diese neuen Leuchtmittel automatisch das Beleuchtungsniveau. Dies ist alleine nichts dramatisches, da es dies auch in der Natur (Sommerzeit -Regenzeit) gibt. Auch kommen in der Natur je nach Bevölkung unterschiedliche Kelvinzahlen (spektrale Lichtverteilungen) vor. Auch dies ist alleine nichts dramatisches. In der Natur ist Licht also keine 100% ige Konstante sonder es kommt zu Schwankungen in der Intnesität und der Zusammensetzung. Trotzdem sterben aber dort nach der Regenzeit, wenn die Korallen plötzlich wieder mit enormen Beleuchtungswerten auf dem Riffdach konfrontiert werden, die korallen nicht ab oder bekommen weiße Spitzen. Dies liegt daran, dass Korallen in der Lage sind sich an geänderte Lichtverhältnisse anzupassen und Ihren Stoffwechsel darauf einzustellen. Dies ist ein notwendiger Anpassungs - und Überlebensmechanismus. Ich erzähle dies nur, um zu verdeutlichen, dass nur ein Faktor niemals als einziger Grund herangeführt werden sollte, um daran alles festzumachen. Letzendlich zählen für die Koralle immer die Summe aller Faktoren und niemals nur ein Faktor. Da im Meer jedoch alle anderen Faktoren (besonders abiotische Faktoren) sehr stabil sind, füht dieser einzige sich geänderte Faktor (Licht) eben nicht zu einem nicht zu bewältigendem Problem. Würde nun noch verstärkte PH-Wert Schwankungen, erhöhte Temperaturen, unnatürliche Wasserzusammensetzungen (Mikronährstoffe zu Makronährstoffe) hinzukommen, ergeben sich eine Reihe von Regulierungsmaßnahmen, die eben zu einem Stoffwechselkonflikt und letztendlich zu einem Erkranken oder Absterben der Korallen führen kann. Wir dürfen nie vergessen, dass wir niemals die Kontinuität an Wasserqualität wie im offenem Ozean erreichen werden, was aber für die Korallen eine wesentlicher Punkt ist. Sie sind dort wesentlich stressfreier und Erholen sich auch relativ schnell nach Besuchen von Fressfeinden etc.
    Tatsache ist aber, dass bei einer Steigerung in der Beleuchtungsintensität die Stoffwechselaktivität in der Koralle und auch in unserem kleinem isoliertem Biotop (Aquarium) stark ansteigt. Bei einer verstärkten Stoffwechselaktivität kommen eben auch "Störfaktoren" wesentlich schneller ans Licht. Nicht umsonst empfiehlt man bei einsetztender RTN die Koralle etwas dunkler zu setzten und die Temperatur zu reduzieren (RGT-Regel). Im gesamte Aquarium spielen sich bei einer plötzlichen Anhebung der Beleuchtung eben ganz andere Austauschraten von Stoffen etc. ab. Dadurch verändert sich eben nicht nur die Beleuchtungsintensität sondern es finden auch tatsächliche Veränderungen in der Wasserchemie statt. Stärker PH-Schwankungen(morgens zu abends), schnelleres Auftreten von Mangelelementen (durch den verstärkten Metabolismus) , Licht trifft nun auf Steine, wo voher kein Licht hingekommen ist und schafft dann einen Wettbewerbsvorteil für niedrige Algen, die wiederum den Gasaustausch beschleunigen ... und so kommt es zu einer Verkettung von Reaktionen, die zur Destabilisierung des Systemes führen können und oft auch Fehler im System schneller aufdecken. Aus diesem Grund empfehle ich eben nicht alle Leuchtmittel auf einmal auszutauschen und das Beleuchtungsniveau auch nur kontinuierlich zu erhöhen. Im Gegensatz zur Natur kommt es in unserem kleinen Aquarien eben oft zu mehreren stärkeren Änderungen, die sich dann in der Summe negativ auswirken könnten. Egal ob Aquablue, Blue und Sun oder HQI-licht. In Bezug auf Licht, interessiert Korallen nur der Photonendruck am Gewebe und die spektrale Zusammensetzung des Lichtes. Da die Aquablue jedoch gerade am Anfang einen sehr guten Wirkungsgrad hat, ist die Verändertung in Zusammenhang mit unseren Powerbalken gegenüber der vorigen Beleuchtung oft drastisch. Dies wird dann eher der Auslöser für mögliche negative Folgen sein, wenn es weitere Störfaktoren gibt. Wie gesagt es müssen schon immer mehrere Faktoren zusammenkommen um einen Wirklichen "Konflikt" auszulösen. Deshalb haben auch Thomas Pohl, Bernd Mohr oder andere Aquarianer gute Erfolge mit der Aquablue erzielt... den das Spektrum ist und bleibt ebend annähernd das gleiche. Man sollte sich also von den Gedanken lösen, etwas nur an eine Sache festzumachen. Die Gesamtheit spielt immer eine Rolle.
    Das Verständnis für die Zusammenhänge ist dabei auch wichtig. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht wenigsten etwas dazu beigetragen zu können.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Bernd,

    am 31.10.02 schriebst Du:

    Zitat

    Hallo miteinander
    Ich kann die Aussagen von Robert u. Thomas nur voll u. ganz bestätigen . Mein 800L Becken wird seit ca. 5 Monaten mit 5 Aquablue u. einer Blue - Röhre ( je 80 W ) beleuchtet. In dieser Zeit konnte ich keinerlei Nachteile feststellen.Über die Haltbarkeit ist jedoch nach dieser kurzen Zeitspanne noch keine Aussage möglich.

    Gruß Bernd Mohr

    am 08.12.02 schriebst Du:

    Zitat

    Zum Beispiel verwende ich über meinem großen Aquarium seit 6 Wochen ATI Blue 1 zu 1 gemischt mit Osram 860

    Heute schreibst Du jedoch:

    Zitat

    aber bereits nach 4 Monaten war es mit der Herrlichkeit vorbei.( Verblassen der Farben )Zur Zeit habe ich seit 4 Monaten eine Kombination aus ATI- Blue u. Osram Nr. 860 , zu je 50% , eingesetzt.

    Dies verstehe ich nicht ?
    Die Osramröhren die Du Ende Oktober eingewechselt hast, brennen nun schon 4 Monate anstatt etwas über 2 Monate und die Aquablue, bei der Du nach 5 Monaten früher noch zufrieden warst, bei dennen ist es heute schon nach vier Monaten "mit der Herrlichkeit vorbei gewesen" ?
    Natürlich neigt man als Mensch zu Über- und Untertreibungen. Das ist als Mensch und erst recht als Aquarianer nur verständlich. Bedenke aber auch, dass Du für einige (bestimmt nicht ohne Grund) schon eine gewisse Vorbildfunktion hast. Alleine aus diesem Grund, halte ich dann Deine Aussagen für etwas bedenklich.
    Natürlich läst auch die Aquablue, wie bei allen Vollspektrumröhren mit der Zeit an Intensität nach.
    Und zwar wie immer in den ersten 1000 Stunden stärker und hinterher weniger. Tatsächlich konnte ich viele Messungen bei Kunden (Thomas Pohl, Joe ...) von machen. die nach 7-8 Monaten Lichtsromrückgänge von 18 bis max. 25% hatten.
    Natürlich sieht man auch einen deutlichen Unterschied zwischen einer ganz Neuen und einer Röhre nach ein paar Monaten. Eine ganz Neue Röhre ist jedoch nicht zu Vergleich nicht geeignet, da man Sie schon 100 Stunden (1,5 Wochen) einbrennen lassen sollte.
    Da ich Dein Becken und die Situation vor Ort etwas kenne, wäre meine offizielle und persönliche Empfehlung für Dich das generelle Beleuchtungsniveau etwas anzuheben, um nicht bei einem sich nicht vermeiden lassenden Lichtstromrückgang der Röhren immer wieder unter den "Farbschwellenwert" zu fallen. Zwar investierst Du dann wieder etwas mehr in Energiekosten aber gegenüber früher mit (8x400 Watt) 3200 Watt auf jetzt (32 x 54Watt) 1730 Watt dürfte dann immer noch eine enorme Ersparnis überbleiben und die Korallen werden Dir Deine höhere Beleuchtungsintensität immer eher danken. Da Du Dich dann generell auf einem höherem Beleuchtungsniveau (damit auch über den Farbschwellenwert oder auch über den photosynthetischen Sättigungswert vieler Korallen) befindest, dürften sich auch die notwendigen Austauschintervalle wieder nach hinten verzögern, was dann auch den Mehraufwand an Enrgie wieder teilweise ausgleicht.

    Sven B.
    vergleiche bitte einmal das Spektrum der JBL Solar Natur und der ATI Sun und die JBL Solar Marin Day mit einer, wie Joe mal angeregt hatte Osram 11. Auch darf ich Dir veraten, dass die JBL und ATI-Röhre von der gleichen Fertigungsstraße kommen.
    Dann hat Deine Aussage, wie Du so schön sagst vollkommen versagt. Außer Vorurteile ist nichts gewesen.

    @ Harry
    da das Spectrum der Aquablue sich aus einer Sun und einer blue zusammensetzt (bewehrte Kombination) liegt das Problem oft eher bei der generellen plötzlichen Erhöhung des Beleuchtungsniveaus (z.B. Powerbalken) anstatt bei dem Spektrum. Auch führen oft nur mehrer Störfaktoren zu erhebliche Komplkationen. In der Natur wechseld auch je nach Bevölkung die Kelvizahl und Spektralzusammensetzung und sogar auch die Intensität ändert sich drastisch und trotzdem haut es nicht sofort alle Korallen um. Es wird jedoch oft leicht etwas auf das Licht geschoben. Ich kann mich nur wiederholen, das das Licht leicht andere Störfaktoren (durch die höhere Stoffwechselaktivität bei Beleuchtungserhöhungen) durchaus im wahrsten Sinne des Wortes ans Licht bringen kann.
    Es ist daher auch immer ratsamer nicht alle Leuchtmttel auf einmal auszutauschen, sondern dies intervallweise zu machen. So bewahrt man eher Kontinuität. Angeschlagene Korallen sollte man übrigens auch immer etwas dunkler setzten.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Andre - eine Eckversion wäre für Dein Becken völlig ausreichend. Tatsächlich sind beide Versionen schon fertig und auch schon längere Zeit getestet. Ich möchte jedoch noch ein paar Optionen einbauen, die dies nun leider wieder verzögern. Dafür ist dann die Endversion noch ausgereifter. Einen genauen Zeitpunkt kann ich Dir also leider nicht benennen. Eigentlich habe ich hier sowieso schon zuviel veraten...und das auch nur, weil es hier zum Thema wurde.
    Also wartet vielleich noch etwas. Es freut mich jedoch, dass das Interesse recht groß ist.

    Gruß
    Oliver

    @Puschi
    ein interessantes und sehr durchdachtes Projekt, was Du da anstrebst. Die beiden Versionen die Du ansprichst haben wir auch schon vor einem Jahr getestet. Je größer die Schraube wird, desto größer ist das Drehmoment und desto höher sind die Ansprüche an den Motor. Wir haben dies daher fallen gelassen, weil die von uns verwendeten Motoren zu heiß wurden oder einfach zu groß (unhandlich) wurden. Aber vielleicht weiß Du dort schon besser Bescheid.
    Tatsächlich ist eine optimale Nahrungsaufnahmebereitschaft bei gewissen Weichkorallen auch oft an eine bestimmte Strömungsgeschwindigkeit gebunden. Ob eine einseitige konstante Strömung da förderlicher ist als eine alternierende Strömung, ist mir nicht bekannt. Leider kenne ich auch nur Versuche, wo man eben nur mit konventioellen Pumpen gearbeitet hat. Grundsätzlich bin ich jedoch der Meinung, dass die Rezeptoren für die Strömungswahrnehmung sowohl bei einseitiger als auch bei Wechselseitiger Strömung aktiviert werden. Hier muß man aber vielleicht noch Erfahrungen sammeln.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Harry - Nein, es wird auch noch eine kleinere "Eckversion" geben die ungefähr die halbe Leistung hat. Den Bausparvertrag braucht man denke ich nicht auflösen, da sich die größere Version bei 220-250 Euro und die kleinere Version bei ca. 180-200 Euro belaufen wird.

    Gruß
    Oliver

    Hallo:-)

    Andreas März
    Nein, es hat nichts mit dem Oloid zu. Dies ist zwa eine tolle Sache um mit wenig Energie eine sanfte definierte Strömung zu erzeugen, aber Sie ist eben von der Mechanik ziemlich aufwendig und preislich für den durchschnittlichen Aquarianer viel zu hoch. Ist also eine tolle Entwicklung aber eben kein echter Fortschritt, da es eben von der Masse nicht genutzt werden kann.
    Die Tunze Stream ist da preislich schon wesentlich Aquarianerfreundlicher. Sie hat eine hohe Effizienz aber leider ist Sie durch Ihre hohe Drehzahl von bis zu 3000 U/min nicht mehr besonders planktonfreundlich, was für mich eben ein ganz wichtiger Aspekt ist. Ich bin davon überzeugt, das es sehr wichtig ist eine Strömung im Aquarium zu erzeugen, die kein Plankton mehr zerstört und somit nicht mehr die natürliche Nahrungskette durchtrennt. Nur dann können die natürlichen Regulierungsprozesse voll greifen und man könnte in eine neuen Art der Haltung von Riffbewohner (Filtrierer) vorstoßen.

    Neben der Planktonfreundlichkeit fand ich die Strömung selber auch nicht unbedingt sehr naturgeteu.
    Im Meer oder Riffdach findet man übrigens auch nicht unbedingt immer pulsierende Srtömungsbedingungen vor sonder eher alternierende (wechselde) Strömungen. Hier kommt die Strömung einige Sekunden von links dann gibt es eine kurze Phase des Stillstandes und dann kommt die Strömung wieder einige Sekunden von rechts usw.
    Ich kann leider im Moment nicht zuviel verraten aber es sieht schon toll aus, wenn die Korallen diese Wechselbewegung im Aquarium mitmachen. Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken, da man min. 40x40x5cm Platz in seinem Aquarium dafür opfern muß. Die Wasserbewegung beträgt ca. 12000 l/h und es entstehen auch Wellen von 3-4cm auf der Oberfläche. Mehr dann später.

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    Du darfst ganz sicher sein, wenn sich so etwas in der von Dir angedachten Form realisieren ließe, hätte das schon jemand bis zur Marktreife „gebastelt“

    Hallo Ralph,
    genau das ist schon passiert:-)

    max
    meinst Du eine Strömung, wie man Sie auch beim Schnorcheln sehen kann ? Wo durch den Wellengang alle paar Sekunden die Srömung mal von links und dann von rechts kommt ? Kein Motor im Wasser ? Nur eine sanfte starke Strömung, die auch 1000% kein Plankton zerstört ? Du wirst lachen, genau soetwas gibt es schon und ist auch schon für die Riffaquaristik erprobt. Ich würde Dir von den Behältern über der Wasseroberfläche abraten, denn das kann man viel eleganter lösen. Wenn alles klappt sollte es ab mitte Januar im Handel sein. Lass Dich aber vom Basteln nicht abhalten:-)

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    aber woher kommt denn das fluoriszieren? und wofür sind dann actinic röhren zu gebrauchen. hab ich da was grundlegendes falsch verstanden?

    Hallo Till,

    die actinic-Röhre strahlt auch nichtim UV-Bereich (Strahlung mit einer Wellenlänge kleiner als 390nm) ab, sondern im Violett-Blauem Bereich (Maximum bei 421nm). Die actinic ist also keine UV-Röhre.

    Das fluoreszieren kommt zu über 90% dadurch zustande, dass kurzwellige Strahlung aus dem sichtbarem Bereich (oft violett und blau) absorbiert wird und dann in einem Bereich mit höherer Wellenlänge (z.B. grün) reemittiert werden. Es gibt jedoch sehr viele verschiedene fluoreszierende Pigmente, die in unterschiedlichen Wellenlängen Licht absorbieren und dann wieder reemittieren. Teilweise werden sie auch danach eingegliedert. Entscheident ist jedoch, dass die für uns oft sichtbaren fluoreszierenden Farben überwiegend von Strahlung aus dem kurzwelligem sichtbarem Bereich (Violett,Blau manchmal auch grün) und nicht durch UV-Strahlung verursacht werden. Dies ist wissenschaftlich erwiesen.

    Gruß
    Oliver

    Zitat

    Bisher hatte ich das Becken mit einer Plexiglasscheibe abgedeckt, da kommt aber nicht genügend UV durch.

    Hallo Till,

    es sollte auch nicht das Ziel sein Korallen mit UV zu bestrahlen, sondern eher Sie vor UV zu schützen.
    Wenn Du mit dem Verbiegen der Plexiglasplatte nicht zu große Probleme hast, würde ich Sie wegen der Verdunstung drüber lassen. Gleichzeitig hast Du eine kleine isolierende Wirkung, die den Wärmeeintrag Lampe zu Wasser etwas verringert. Solltest Du Dich für einen Powerbalken 3x39 Watt entschließen und diesen in eine Abdeckung bauen wollen, würde ich Dir empfehlen diese mit einem PC-Lüfter (10-15 Euro) auszustatten. Dadurch arbeiten die Röhren in einem besserem Temperaturbereich und es findet ein Wärmeabtrag statt. Den Powerbalken gibt es übrigens auch mit zwei Zuleitungen damit man Röhren seperat schalten kann oder als Easydimm mit automatischem Sonnenauf und Untergangssimulation.
    Wollte dies nur einmal hier erwähnen, da es schon ein paar mal hier hieß, dass es das nicht gäbe. Ist für Dich vielleicht nicht unwichtig, da Du sonst mit nur einem Balken etwas unflexibel wärst.
    Was die blaue Farbe (14.000 K) angeht, kannst du dies auch gut durch eine Kombination actinic, blau und aquablue... nachsimulieren.
    Wenn jedoch Lichtkringel für Dich persönlich ausschlaggebend sind dann natürlich HQI oder eine Kombi.

    Gruß
    Oliver

    @Markus
    Till hat ein Becken von 100x50x50cm. Gibt es die Rifflight denn auch kleiner als 60cm Breite ?

    Hallo Sascha,

    auf Deine Frage bezogen sind das bei einen Winkel von 8 Grad (eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang) ca. 35% die Reflektiert werden. Also nur 65% des Lichtes gelangen in das Wasser. Mit zunehmendem Sonnenstand verringert sich die Reflexionsrate bis auf 2-3% zur Mittagszeit.
    Näheres zu Lichtverhältnissen auf dem Riffdach bald in meiner HP.

    Gruß
    Oliver

    Hi Sascha,

    interessanter ist doch die Frage nach Deinen und Jörgs Erklärungen, warum ein Becken mit 20.000K alleine so aussehen kann :

    Ein wesentlicher Aspekt ist in diesem Zusammenhang vor allem die zur Verfügung stehende PAR-Strahlung.
    Neben der spektralen Zusammensetzung ist auch immer der Photonendruck am Gewebe entscheident.
    Der 20.000 K Brenner von Radium strahlt mit dem schmalem Peak bei 450nm auch ohne Frage nutzbare Strahlung ab, allerdings wird eben das äußere Antennensystem oder Lichtsammelsystem nicht komplett genutzt und die Umsetzung in photosythetisch nutzbare Strahlung ist schlechter als z.B. bei breitbandiger Blaustrahlung von z.B. 410 -500nm. Deswegen auch die bekannten schlechteren Wachstumswerte. Diese schlechtere Ausnutzung müßte durch eine höhere Beleuchtungsinentsität kompensiert werden und würde unter dem Strich eben noch mehr Energie kosten. Übrigens halten die Radiumbrenner nicht besonders lange und sind bei einer Übersteuerung sehr wahrscheinlich noch schlechter.

    Nur die Aussage das actinic (Jörg) und „Super Blau“ (Oliver/Jörg) für die SPS Haltung wenig, bis gar nicht geeignet ist, Teile ich nicht.

    Das habe ich auch so nicht behauptet. Als alleinige Hauptbeleuchtung habe ich aber aus den aufgeführten Gründen eben gewisse Bedenken.
    Als Zusatzbeleuchtung in der richtigen Dosierung ist es viel natürlicher und für Mensch und Koralle wirtschaftlicher.

    Ich nutze aber Deine Powerbalken und bin bis jetzt, trotz massiver Bemühungen vieler,
    mich davon abzuhalten, glücklich mit meiner Entscheidung!

    Schön zu hören. Es freut mich immer wieder wenn gerade auch die "aufgeklärtere Kundschaft" hiervon Gebrauch macht. Deine kritischen Hinterfragungen finde ich übrigens auch ganz gut.
    Bei der Farbigkeit von SPS sind letztendlich eine Vielzahl von Faktoren verantwortlich und deshalb ist es manchmal auch nicht ganz glücklich dies nur unter einem Aspekt zu diskutieren und daran festzumachen. Neben der spektralen Verteilung und Beleuchtungsstärke sind vor allem die Nahrungssituation, Wasserwerte und Kontinuität bis zur Wasserbewegung verantwortlich. Letztendlich eben die Summe aller (biotische und abiotische) Faktoren. Und hinter diesem Hintergrund halte ich auch nach wie vor die Äußerung von Steve (Iwasaki+blau, 10000K +blau und 20000K+ starkblau) alles für gut zu befinden recht undifferenziert und viel zu oberflächlich, was die Beurteilung von Leuchtmittel angeht.

    Viele Grüße
    Oliver

    hi Jörg,

    danke, für die Beschreibung. Kann mir das Spektrum bildlich regelrecht vorstellen. Ich bereite gerade einiges an Infos auf meiner HP vor. Wäre nett, wenn Du Sie mir als PDF-Datei zumailen könntest.

    @Sascha
    Nichts für ungut. Aber mal im ernst. Welchen Sinn macht es einen 20.000 K Brenner von Radium (450nm) mit noch einer weiteren Blauröhre oder ActinicRöhre zu kombinieren ? Man erreicht ein einseitiges fast monochromes Licht mit zwei Leuchtmittel anstatt mit einem Leuchtmittel. Wahnsinn. Ein echter Vortschritt. Tut mir leid aber hier wird auch kein neuer sensationeller Weg aufgezeichnet, wie Du es vielleicht an Deinem Beispiel haben möchtest. Ich habe eigentlich viele Artikel von Steve Tyree gelesen und schätze eigentlich einige seiner Ausführungen. Aber man sollte auch nicht blauäugig jede Aussage für bare Münze nehmen. Mitunter ist es manchmal ganz geschickt bewußt sehr neutral zu bleiben und alle mögliche Kombinationen von Lampen zu empfehlen. Mehr sage ich dazu nicht. Warum spricht man denn nicht vom Blaustrahler oder Violettstrahler ? 20.000 Kelvin hört sich doch viel misteriöser an. Und bei so einer hohen Zahl kann es doch nicht schlecht sein, oder ? Bei Laminatböden hatte man auch schnell festgestellt das höhere Schleifumdrehungen wesentlich verkaufsförderlicher sind. Und da die Korallen ja auch sofort bunter (oder so angestrahlt werden) erscheinen muß dies doch besser sein, oder ?
    Tatsache ist jedoch, das bei sehr einseitigem Licht nicht das komplette Antennesystem mit der Vielzahl von zooxanthellenspezifischen und wirtsspezifische Pigmenten voll angeregt wird, was in der Summe zu einer schlechteren Photoyhntesesrate und zu langsameren Wachstumswerten führt. Hinzu kommt noch das der Wirkungsgrad solcher Effektbrenner (milde gesagt) weniger gut ist.
    Was Deine Frage zu der Übersteuerung angeht ist es tatsächlich so, das es zu einer leichten Verschiebung der weniger starken Emissionlängen kommen kann. Das hängt damit zusammen, dass sich bei unterschiedlichen Leistungen der Arbeitspunkt des Entladungsbogen ändert. Deswegen durchwandert eine HQI-Lampe auch beim Hochfahren die Unterschiedlichsten Farben, bis schließlich die Nennleistung erreicht wird. Dies ist übrigens auch der Grund warum man HQI schlecht dimmen kann. Zumindest findet immer eine Farbverschiebung statt.
    Eine Übersteuerung des Radium Brenner führt aber vor allem deswegen zu einer optisch weißeren Farbe, weil auch reines Blaulicht mit zunehmender Intensität automatisch von unserem Auge weißer wahrgenommen wird. Eine blue in T5 sieht z.B. immer heller blau aus als eine blue in T8, obwohl in beiden Röhren der gleiche Leuchtstoff ist und auch das Spektrum identisch ist. Dies hängt einfach mit unserem optischem Wahrnehmungsvermögen zusammen.

    Was die generelle Diskussion angeht möchte ich nochmal betonen, dass es durchaus Sinn macht auch actinisches Licht (oder violettes Licht) für die Haltung von Steinkorallen zu verwenden. Wie gesagt ist die Intensität in 3-5 Meter Meerestiefe schließlich auch zu 50% noch vertreten und Korallen können dieses Bereich auch noch photosynthtisch verwerten. Es kommt jedoch immer auch das daraus resultierende Gesamtspektrum an. Denn die Summe aller Spektralanteile und deren Intensität bestimmen letztendlich unsere optische Wahrnehmung und die "Wahrnehmung" bzw. den Nutzen für Korallen. Eine extreme unnatürliche Gewichtung bestimmter Bereiche führt auch immer zu einer entsprechenden chromatischen Anpassung und zu einem nicht natürlichem Erscheinungsbild der Korallen. Aber die Geschmäcker sind ja unterschiedlich . . .

    Gruß
    Oliver

    Hi Jörg,

    Hatte ich schon mal gelesen. Ich werde mir das Paper aber wegen dem Absorptionsspektrum noch mal zur Brust nehmen.
    Was Du zu Steve Tyree geschrieben hast, habe ich auch schon öfter festgestellt. Da denkt man bei den Arbeiten und Studien die dort gemacht worden sind, das Sie sich auch qualifiziert zu einem angrenzendem Gebiet Äußern...... aber dann so eine Wischi Waschi Aussage. Obwohl er eine anerkannter Experte in seinem Gebiet ist.
    Übergreifendes Denken scheint da bewußt oder unbewußt wohl nicht möglich zu sein.
    Da gefällt mir Danna Riddle schon besser, da er auch viele praktische Untesuchungen durchführt und die Ergebnisse dann fachlich untermauert.

    Gruß
    Oliver

    Hi Jörg,

    hatte übrigens ein Zahlendreher. Die Actinicblue hat Ihr Maximum nicht bei 412 sondern bei 421nm und damit wie gesagt in der nähe des Chlorophyll a. Aber unabhängig davon ist natürlich das kombinierte Absoptionsspektrum der PCP-Komplexe maßgebend denn die vier Peridininmolekühle sind ja räumlich um ein Chorophyll a oder C2 Molekühl angeordnet.
    Bei den Absoptionsspektren, die mir zur Verfügung stehen ist der untere Bereich jedoch wesentlich tiefer als 440nm ?

    Gruß
    Oliver

    @ Thomas Bahr
    Dein Hinweis, dass schließlich die Summe der absobierten Quanten für die Photosyntheserate entscheident ist, ist natürlich vollkommen richtig.
    Deshalb hat man schließlich auch als Quantemaßeinheit
    microE/m²/sec und als Energieeinheit Watt/m²/sec.

    Ich habe allerdings auch nicht geschrieben, dass die Photosyntheseausbeute pro Watt besonders hoch sei sondern "recht günstig". Ich hatte schon extra zwischen einer hohen photosynthetisch nutzbarer Strahlung (PUR) und günstigen Ausbeute pro Watt unterschieden.
    Der Energiegehalt einer Violetten Strahlung (nicht UV-Strahlung) von 415nm ist jedoch auch nicht dramatisch höher als z.B. bei einer Strahlung von 450nm. Denn es ging hier auch um die Frage, welchen Sinn eine Actinic zu einer Blauröhre hat. Viel deutlicher wird es natürlich wenn man den Energiegehalt von Rotstrahlung mit z.B 680nm (zweites Absobtionsmaximum von Chlorophyll a) mit violetter oder blauer Strahlung vergleicht. Hier ergeben sich naturgemäß deutliche Unterschiede zwischen der Quantenausbeute und der Energieausbeute, die eben im Rotbereich günstiger ist.
    Wenn man jedoch weiß, dass mit zunehmender Kurzwelligkeit der Strahlung unter 410nm man sich aus dem Bereich der photosynthetisch nutzbaren Strahlung bewegt und der Energiegehalt der Photonen ebenfalls mit zunehmender Kurzwelligkeit steigt, wird deutlich, dass dann eben die photosynthtisch nutzbare Strahlung (PUR) und besonders die Photosyntheseausbeute pro Watt besonders ungünstig wird. Je kurzwelliger unter 400nm desto ungünstiger wird das Verhältnis.
    Meines Erachtens ist es nicht unsinnig über eine Art Schwellenwert nachzudenken, ab welcher Wellenlänge der Korallen mehr Schaden als Nutzen zugeführt wird. Obwohl man hier in Vivo sicher keinen konkreten Wert nenen kann, sollte er aber je nach ART und Adaption zwischen ca. 390-380nm
    liegen. Wenn man sich das Absorptionsspektrum des PCP-Antennenkomplexes der symbiotischen Dinoflagellate (Zooxanthellen) anschaut, wird auch deutlich, dass kurzwellige Strahlung unterhalb von 400nm kaum noch direkt genutzt wird.
    Viele Riffbrenner strahlen jedoch deutlich bis 355 nm (bei 350nm treten schon zellschädigende Wirkungen ein) ab. Dies stellt in meinen Augen eine Energieverschwendung dar, da dieser Strahlungsanteil eher belastend als nützlich ist.
    Genau dies ist aber auch ein Punkt, in der sich die Röhrenbeleuchtung vn der HQI-Beleuchtung unterscheidet.
    Letztendlich kam es mir aber nur darauf an hier zu verdeutlichen, dass die Actinicblue noch im "sinnvollem" Strahlungsbereich emittiert.

    Gruß
    Oliver

    @Resa
    war doch nicht Dein Fehler. Woher solltest du das wissen ?
    Die actinicblue ist in erster Linie eine Ergänzung und Abrundung des Gesamtspektrums im kurzwelligem Blau/Violettbereich. In der Aquablue befinden sich die Leuchtstoffe aus der normalen blue und der Sun.
    In der Natur dringt jedoch auch zu 50% Violettsrahlung in z.B. 3-5 Meter Meerestiefe. Mit dem dazuschalten einer actinicblue im Verhältnis 1:3 zur Aquablue, nähert man sich eben den natürlichen spektralen Lichtverteilung weiter an. Gleichzeitig erscheinen Korallen mit fluoreszierenden Pigmenten aber auch etwas deutlicher. Diesen Effekt hat man allerdings auch mit einer normalen Blauröhre (450nm).
    Wenn man davon ausgeht, dass die Natur unser Vorbild ist, sollte man auch ein ausgeglichenes Spektrum im Blaubereich anbieten. Und hier kann man eben mit dem dazuschalten einer actinicblue-Röhre eine kleine Lücke schließen.

    Gruß
    Oliver

    PS: letztendlich entscheidet auch der persönliche Geschmack, ob man eine blaue oder aktinischblaue Röhre bevorzugt. Wer viele großpolypige Steinkorallen mit grünen und roten fluoreszierenden Pigmenten hat, kann aber so die Farbwiedergabe gut unterstützen.

    Aus diesem Grunde sehe ich keine herorzuhebenden Vorteile in einer aktinisch blauen Röhre, weil man eben letztlich doch nur grüne, aber langsamer wachsende Korallen bekommt.

    Wie ich schon geschrieben hatte muß man zwischen UVA-emittierenden und nicht UVA-emittierenden Röhren unterscheiden. Aus energetischer Sicht ist eben nur eine UVA-Bestrahlung eher eine Belastung.
    Ist die PAR-Strtahlung über den photosynthtischen Sättigungspunkt bedeutet eine leichte UVA-Bestrahlung nicht zwangsläufig Einbußen im Wachstum. Bei der actinic-blue ohne UVA-Anteil sowieso nicht.
    Erhöht man den Anteil an kurzwelligen Strahlen (Blau,Violett) erscheint die Korallen eher z.B. grün, weil die Summe der reflektierten (oder reemittierten) Strahlen diesen Farbeindruck vermittelt. Das heißt aber noch nicht zwangsläufug, dass die Koralle mehr GFP`s gebildet hat. Das merkt man sehr schnell, wenn man solche Korallen dann wieder unter tageslichtähnlichen Verhältnisse setzt.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Jörg,

    grundsätzlich stimme ich Dir voll zu. Allerdings hat die Actinic-blue von mir Ihr Emissionsmaximum nicht im UVA-Bereich, sonder bei 412nm und somit in Violettbereich. Wie Du weißt, hat das Chlorophyll a auch dort sein Absorbtionsmaximum. Die photosynthetisch nutzbare Strahlung ist somit sehr hoch bzw. die Photosyntheseausbeute pro Watt eben recht günstig. Die actinicblue ist somit ebenso wie die blue für die Photosyntheserate wertvoll.
    Ganz anders wäre es, wenn ein Großteil der emittierten Strahlungt unter 390nm liegen würde, wie z.B. bei der Philips TL 05 (siehe auch Fossa/Nilsen Seite 59). Hier wird tatsächlich viel UVA emittiert und Deine Ausführung würden dann auch voll zutreffen. Das Spektrum der aktinic-blue wird allerdings auch noch auf meine HP kommen. Dann wäre vermutlich auch dieses Mißverständnis erst gar nicht entstanden.
    Die Empfehlung Aquablue zu Actinicblue 3:1 beruht vor allem daraus, das sich die Spektren gut ergänzen und zu einem Gesamtspektrum führen, wie man sie von der spektralen Verteilung auch eher in 3-5m Meerestiefe antrifft. Denn in dieser Meerestiefe hat man eben auch deutliche Strahlungsenergie um 410nm und man bestrahlt die Korallen somit in einem Spektralbereich, den Sie auch unter natürlichen Bedingungen "gewohnt" sind.

    Man muß also deutlich Unterscheiden ob es sich bei Aktinischen Blauröhren um Röhren handelt, die im UVA-Bereich (<390nm) emittieren oder welche die im violett-Bereich emittieren. Hier hilft mal wieder das Emissionsspektrum, wobei man wieder bei dem Thema ist, wie wichtig Spektren sind.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Zwar kann ich Dir hier kein Lichtverteilungsmuster reinsetzten, wie Du es am liebsten hättest, allerdings kann ich Dir vielleicht mit ein paar Zahlen, die ich durch zahlreiche Messungen gemacht habe, etwas helfen.
    Die Reflektorform beeinflußt, wie hier schon einige geschrieben haben, die Lichtverteilung auch etwas. Bei einem Reflektor, der allerdings nur 28 x 22cm (=0,06 m²) cm ist, wird sich das Verteilungsmuster auf z.B. 90 x 70cm (=0,63m² zu beleuchtende Fläche) immer annähernd gleich sein. Hier wird die Bedeutung für die Lichtverteilung meiner Ansicht nach oft überschätzt.
    Hier aber mal ein paar Zahlen, die zwar in Lux sind aber als Vergleichsmaßstab absolut ausreichen.
    Bei einem einzelnen Brenner, der mit einem Abstand von ca. 30cm über der Wasseroberfläche montiert ist, kann man direkt unter dem Brenner Werte zwischen 50000 - 70000 Lux (je nach Brenner) erzielen. Dies sind die absoluten Spitzenwerte zentral unter einem Brenner.
    Bereits 15cm aus dem Zentrum heraus werden nur noch Werte zwischen 30000 - 40000 Lux gemessen. Dies sind also Werte, wie man Sie senkrecht unter dem Reflektorrand hat. Mit zunehmender Entfernung aus dem Reflektorbereich fällt nun die Beleuchtungsstärke verstärkt ab. Bereits 20cm entfernt konnte ich oft nur noch halbe Werte von 15000 -20000 Lux messen.
    In der Koralle 6 findet man übrigens ein typisches Verteilungsmuster einer HQI-Leuchte, die sich mit meinen Messungen fast decken.
    Man kann zwar mit einem 400 Watt HQI-Leuchte bestimmt eine Fläche von 70-90cm ausleuchten, jedoch ist der Bereich indem man eine intensive Beleuchtung für z.B. SPS benötigt oft kleiner, als man dies sonst ohne Messungen vermuten würde. Das sind zumindest meine Resultate.

    Gruß
    Oliver

    Hallo IP,

    Deine Frage ist so nicht ganz einfach zu beantworten, da es sich auch um die Frage dreht, welches System man schwerpunktmäßig betreiben möchte.
    Um ein nährstoffarmes Becken zu bekommen, gibt es immer verschiedene Wege. Ein zusätzliches Refugiumbecken in denen z.B. Caulerpa wachsen, helfen natürlich bei der Reduzierung von gelöstem Phosphat und können so Dein System unterstützen. Hierbei sollte jedoch unbedingt 24 h beleuchtet werden, um PH-Schwankungen zu verringern und die geschlechtliche Vermehrung, welche auch eine Gefahr darstellen kann, zu vermeiden. Diese Methode ist eine biologische Methode um Phosphat zusätzlich zu reduzieren. Es gibt jedoch auch andere Methoden, die im wesentlichen auf eine Phosphatfällung basieren. Hier habe ich z.B. schon gute Erfolge mit Zeovit gesehen.
    Das ultimative System wird es übrigens meiner Ansicht nach nicht geben, da es auch immer auf den Betreiber ankommt, der das System pflegt und auch die Ansprüche der zu pflegenden Korallen unterschiedlich seien können.(Filtrierer oder Steinis....)

    Gruß
    Oliver

    Hallo Stephan,

    Zitat

    wenn ich das nu so alles richtig gedeutet habe ist und bleibt halt doch die beste Bleuchtungquelle HQI mit Zusatz T5, stimmt oder???

    Genau dies kann man so eben nicht beurteilen.
    Aus der Sicht der Koralle heißt dies, das ausreichende PAR-Strahlung in möglichst günstiger photosynthtisch verwertbarer Form vorhanden ist (PUR).


    In der Praxis heißt dies:

    Je höher die PAR-Strahlung ist, desto eher wird man eine farbliche Ausprägung der Korallen (SPS) unterstützen, wenn Sie erblich dazu befähigt sind.

    Je ausgeglichender das Spektrum ist, desto eher werden dann auch die verschieden Pigmente (mit unterschiedlichen Absobtionsmaxima) angeregt und desto besser werden die Korallen in Ihrer natürlichen Farbvielfalt unterstützt.

    Hierzu ein kleines Beispiel:
    Herr Mohr hat nun die 860er von Osram neu eingetauscht. Diese Röhre strahlt sehr stark im gelbgrün-Bereich (550nm) ab. Die pinke Farbvariante des Pocilloporin hat genau auch hier in diesem Spektralbereich ihr Absobtionsmaximum (560nm). Deswegen wird dieses Pigment auch verstärkt angeregt und letztendlich auch synthetisiert. Eine Hysterix oder Pocci erscheint dann pinker oder rötlicher.
    Leider strahlt die 860er aber nur sehr schwach in anderen Bereichen z.B. 490-540nm und deshalb ist das Beleuchtungsniveau nur ungleichmäßig angehoben und Pigmente, die hier Ihr Absorbtionsmaximum haben (lücken), werden eben nicht entsprechend angeregt.
    Die praktische Folge daraus ist, das gewisse Pigmente eben stärker gefördert werden (pinkes Pocciloporin) und gewisse andere Pigmente eben weniger (Lücken im Spektrum). Dadurch werden Korallen mit anderen Färbungen teilweise weniger günstig in der farblichen Ausprägung unterstützt. Dies haben auch schon einige Aquarianer außer Thomas Pohl festgestellt.
    Besser wäre es gewesen das Beleuchtungsniveau über das gesamte Spektrum zu erhöhen. Hier würde dann nicht nur z.B. das pinke Poccilloporin stärker angeregt sondern eben wesentlich mehr Pigmente.
    Eine volle farbliche Unterstützung unserer SPS läst sich naturgemäß immer eher mit einem ausgeglichenerem Spektrum erzielen, da durch diese "Ausgeglichenheit" eben auch wesentlich mehr Pigmente erfast werden.
    Auf gut deutsch: "Wo nix ist, kann auch nix kommen."

    Deswegen sind Spektren auch sehr wichtig. Die Korallen können letztendlich darauf nur noch reagieren.

    Was die Lichtstärke angeht, ist es ein deutlicher Unterschied ob man mit normalen T5 Balken 25.-30.000 lux (ca.600µE) auf der Wasseroberfläche erzeugt oder aber 50.000 lux (ca.1000µE) mit Powerbalken T5 erzeugt.

    Hierdurch läst sich eben mit spektral ausgeglicheneren Lampen das gesamte Beleuchtungsniveau deutlich steigern.

    Zitat

    Ich möchte ja nichts schlecht oder gut reden, es snd halt doch Faskten die zählen!!!!

    Stimmt, deswegen ist es für die Koralle auch völlig unerheblich ob die Lichtquelle eine HQI-Lampe oder T5-Lampe ist. Fakt für Sie ist nur: Wie hoch ist die mir zur verfügung stehende PAR-Strahlung und wie ist die spektrale Zusammensetzung der Lichtenergie (Spektrum).
    Die Koralle fragt nicht: Ist HQI oder T5 besser ? Das macht nur der Mensch, der eben auch nach subjektiven Maßstäben ausgeht. Ich kann mich nur wiederholen, das mein Maßstab immer in erster Linie die Bedürfnisse der Korallen sind und hierzu zählt es vor allem den Korallen ein ausgeglichenes blaulastiges Vollspektrumlicht zur Verfügung zu stellen.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    @ Ralph
    Es gibt aber auch durchaus Händler wie z.B. SL-Aquaristik..., die sich an die empf. VK von 18,90 € bei der 54 Watt und 19,90 € bei der 80 Watt blue und Sun halten.
    Ich möchte hier jedoch keine Haarspalterei betreiben, da es natürlich auch nicht in meinem Sinne ist, wenn der empf. VK nicht eingehalten wird und werde deshalb den Vorschlag von Frank , über den ich auch schon mal nachgedacht habe, jetzt kurzfristig aufgreifen.
    Ansonsten weiß ich natürlich, dass Du nicht gegen ATI agierst. Deine zu hoch gegriffenen Preise passten aber nicht in die faire Preispolitik, die ich eigentlich betreiben möchte. Deswegen auch meine Reaktion.

    @ Stephan P.
    wer hat Dich angegriffen und wer greift Ralph an ?
    Es geht doch auch nicht um 5%, da der Lichteintrag bei Klaus jetzt doch wohl auch höher zu seien scheint als früher. Vermutlich müßte Klaus eine oder zwei Röhren entfernen, um ca. den gleichen Gesamtlichteintrag zu haben und damit wäre die Ersparnis dann doch wesentlich höher. Entweder geht man von der gleichen Wattzahl aus und vergleicht den Gesamtlichteintrag oder man geht von einer annähernd gleichen Beleuchtungsstärke aus und vergleicht die Wattzahl.

    @ Frank
    Danke, für Deine Anregung. Ich werde dies wohl jetzt auch kurzfristig umsetzen.

    Stephan B.
    Thomas Pohl und Bernd Mohr haben grundsätzlich verschiedene Systeme, die sich vor allem in der Nährstoffsituation unterscheiden.
    Dies ist nicht unbedeutend für das farbliche Erscheinungsbild der Korallen. Mit beiden Systemen (nährstoffarm und nährstoffangreichertem Wasser) kann man sehr farbige Korallen erzielen. Die Farbgebung ist jedoch eine grundsätzlich andere, da die Zooxanthellendichte unterschiedlich ist und auch gewisse grün fluorezierende Pigmente unter nährstoffreichem Wasser wohl eher synthetisiert werden. Eine grüne Enzman oder eine Mördermuschel hat bei nitrathaltigem Wasser oft kräftigere Farben, wobei die Enzman bei nährstoffarmen Wasser ins gelbgrün tendiert. Soll aber nur ein Beispiel sein.
    Tatsächlich kann man bei vielen Korallen eine Art "Schwellenwert" ermitteln, ab welcher Beleuchtungsstärke die Synthesese der wirtseigenen Pigmente verstärkt wird, die eben oft für die Farbgebung der Korallen verantwortlich sind (siehe auch Koralle 6, Dana Riddle)
    Wenn nun SPS nur knapp über diesem Schwellenwert von PAR-Strahlung gepflegt werden, und der Lichtstromrückgang nach z.B. 6 Monaten knapp unter diesen Schwellenwert fällt, kann sich das in der farblichen Erscheinung deutlicher bemerkbar machen.
    Deswegen ist es immer günstig sich etwas deutlicher über diesen Schwellenwert zu bewegen. Egal welche Röhren Herr Mohr nach 6 Monaten oder nach einem Jahr wechselt, wird es immer so sein, dass er unmittelbar nach dem Wechsel aufgrund der Steigerung in der PAR-Strahlung eine Verbesserung feststellen wird. Er befindet sich eben mit seine Beleuchtung in der nähe des Schwellenwertes (Röhren 20cm über dem Becken) Auch bei Thomas war der Lichtstromrückgang mit zunehmender Zeit bei den Korallen auch farblich deutlich geworden. Am Anfang war er wohl mit den Aquablue , wie ich hier lesen konnte recht zufrieden.
    Erst eine deutliche Anhebung über dieses Schwellenwert an PAR-Strahlung führt zu einer kontinuierlicheren Farbausprägung und gleichmäßigeren Wachstumswerten. Deshalb sollte jeder der SPS pflegt, darauf achten, dass er über gewisse Leistungsreserven verfügt, wenn man wert auf farbige Korallen legt.
    Ich hatte letztens schon geschrieben, dass man nun
    mit beiden Lichtsystemen (HQI und Leuchtstofflampen) ausreichend PAR-Strahlung erzeugen kann, um die farbliche Erscheinung von Korallen voll zu unterstützen.
    Leider haben Bernd Mohr und auch Thomas Pohl keine Erfahrungen mit den Powerbalken. Denn dadurch würde das Beleuchtungsniveau deutlich angehoben und man würde sich nicht im Grenzbereich bewegen sondern eben deutlich darüber.

    Zitat

    Oliver da ist es denke ich auch mal nicht so wichtig mit den Spektren. Die Korallen zeigen einem schon was für sie am besten geeignet ist.

    Es gibt dankenswerter Weise inzwischen in Bezug auf Spektren viele wissenschaftliche Untersuchungen, die man für die Aquaristik und Korallenpflege nutzen kann oder nicht. Am Anfang steht immer erst das Verständnis für gewisse Dinge und dann die Entwicklung. Spektren sind das Qualitätsmerkmal zur Charaktesierung einer Lichtquelle schlechthin und deshalb nach wie vor wichtig.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Ralph,

    ich verstehe gut, wenn jemand dazu tendiert an "alt bewehrtem" festzuhalten. Eine gesunde Kritik gegenüber neuen Techniken für die Aquaristik ist auch grundsätzlich bestimmt nicht falsch. Gibt es doch nicht wenige Trends, die sich dann oft als Fehlinvestition herausstellen können.

    Was Deine Betrachtung zu T5-Technik angeht, möchte ich Dich jedoch auf folgendes hinweisen.

    Der empfl. VK der 80 Watt blue und 80 Watt Sun ist
    19,90 Euro und nicht 29,xx. Dies ist ein kleiner
    Unterschied und ich finde Deine Rechnung daher unrealistisch negativ.

    Zitat

    Bei allen bisherigen positiven Berichten zu T-5 ist dieses Leuchtmittel gerademal 1 Jahr verfügbar. Langzeitbeobachtungen fehlen demnach.

    Korallen haben sich bereits nach wenigen Monaten vollständig an neue Lichtsituationen aklimatisiert. Was soll bei 5 Jahren anders sein als bereits nach einem Jahr ?

    Zitat

    Dabei ist der optische Gesamteindruck eines Riffaquariums keineswegs besser als eines welches mit HQI beleuchtet wird

    Dies ist Deine persönliche Meinung und natürlich akzeptiert. Es gibt jedoch auch praktische Meinungen, die HQI und T5 in einem Becken nebeneinander gesehen haben (z.B. Mohr)und gerade in Bezug auf die Farbwiedergabe eine ganz andere Feststellung gemacht haben. Wer Spektren lesen kann, wird dann auch feststellen warum dies so ist.

    Zitat

    Wenn ich wenigsten Energieeinsparungen dadurch hätte aber nicht einmal solch einen Anreiz hätte ich.

    Durch EVG`s, optimierte Reflektoren (dies war früher das größte Manko), und eine höhere Strahlungausbeute pro Watt, wird der Gesamtlichteintrag in ein Aquarium bei gleicher Wattzahl mit der T5-Technik immer günstiger sein als mit HQI. Dies kann man auch messtechnisch beweisen.
    Frage doch mal Klaus, ob er sein Becken nun heller oder dunkler empfindet.
    Er hatte früher wohl 2x250 Watt (275 Watt sys) und 1x 58 Watt (70 Watt sys) = 620 Watt sys.
    Heute 7 x 80 Watt ( 85 Watt sys) = 595 Watt sys.
    Zwar ist das Auge nicht das beste Meßinstrument aber es kann doch tendenzen bestätigen.

    Natürlich ist nichts perfekt und ich finde es auch prinzipiell gut, wenn jemand zu seiner gewachsene Meinung steht. Vielleicht ist es aber auch nicht immer falsch neuen Infos etwas neutraler gegenüber zu stehen. Das ist nur meine persönliche Meinung.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Frank:-)

    bei dem Powerbalken sind 3 Röhren auf 15cm statt 2 Röhren auf 16cm angeordnet. Die würde schon alleine eine Steigerung von über 50% erklären. Tatsächlich kann man jedoch höhere Steigerungen messen. Dies hängt damit zusammen, das der Lichtaustrittswinkel geringer ist (ca. 100 Grad) und somit eine stärkere Lichtbündelung erfolgt. Dadurch wird der Beleuchtungswirkungsgrad höher, was sich eben in den Messwerten wiederspiegelt.

    Gruß
    Oliver

    PS: Neon kommt auch sowieso nicht in den Röhren als Gas vor sondern eher Argon. Aber wenn man 10 mal am Tag dieses Wort von Kunden hört übernimmt man unbewußt schonmal einen Fehler.

    Hallo,

    es wird definitiv so sein, dass Du nach der Einbringung der Steine einen Phosphat und eventuell einen Nitratanstieg bekommen wirst. Dies könnte zu Problemen (Algen...) führen. Aus diesen Gründen ist die Gefährdung Deines Systems größer, als der Nutzen der sich dadurch eventuell langfristig ergibt.
    Ich würde Sie also auf keinen Fall direkt ins Becken setzten. Egal ob Sie von Außen gereinigt sind oder nicht.

    Mein Tipp: Hol Dir eine günstige Regentonne aus dem Baumarkt und setzte dann frisches Meerwasser an. Danach kannst Du die Steine dort reinlegen. Für gute Strömung sorgen und ein wenig Bodengrund von Deinem Hauptbecken reinwerfen.
    So wässerst Du die Steine einige Wochen vor und ersparst Deinem Hauptbecken mögliche extreme Nährstoffschwankungen. Die Steine würde ich erst dann ins Becken geben, wenn sich die Wasserwerte in der Tonne nicht mehrt verschlechtern.(PO4, NO3, NO2)

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Bist Du Dir sicher, das beide Röhren funktionieren ?
    Wenn das so ist, dann würde ich Dir ein Öffnen des Balkens aus Garantiegründen nicht empfehlen.

    Bei den Fassungen (Steckkappen) sorgen übrigens Kupferfedern für den Kontakt und die Wahrscheinlichkeit das es hier zu einem Fehlkontakt bei einem bereits funktionierendem Balken kommt ist fast ausgeschlossen.

    Sende Ihn lieber an den Hersteller zurrück.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Frank,

    der Faktor bezieht sich auf die mögliche Beleuchtungsstärke die man erzielen kann.
    Während man früher mit den normalen 26mm Röhren bei einer flächenmäßigen Aneinanderreihung von handelsüblichen Leuchtbalken in einem Abstand von 15cm über der Wasseroberfläche z.B. 10 -13.000 Lux mit der Osram 11 an der Wasseroberfläche erzielen konnte, erreicht man bei dem gleichen Abstand mit T5 (wieder Osram 11 oder 860) und optimierten Reflektoren dann schon ca. Messwerte von über 25-30.000 Lux.
    Bei der Aneinanderreihung von mehreren Powerbalken (Osram 860) erreicht man nachmessbare 50.000 Lux.
    Die Luxwerte sollen lediglich als Vergleichsmaßstab dienen und sind nicht als nutzbare Strahlung (µE) zu werten. Daraus wird aber deutlich, das man heute mit Neonröhren in Lichtintensitäten vorstoßen kann, die ungefähr vier mal so hoch sind wie es früher üblich war.
    Die Gründe hierfür sind recht vielfältig und nicht nur in der höheren Wattzahl pro Röhre zu sehen. Wesentliche Punkte sind vor allem, das sich durch den geringeren Durchmesser der Röhren sich bessere Lichtlenkeigenschaften ergeben und sich die Röhren auch dichter anordnen lassen ohne Verluste (Wirkungsgrad) in Kauf nehmen zu müssen.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Alex,

    wie Stephan schon sagt, hängt dies erst einmal von der Lichtbedürftigkeit der zu pflegenden Korallen ab.
    Genauso wie man bei Deinem Becken mit HQI zwischen 150W bis 400 Watt arbeiten könnte, kann man dies auch mit den Neonröhren auch von den normalen Röhren über T5 bis zu den Powerbalken T5 (Faktor x 4) arbeiten.
    Eine mehr als ausreichende Lichtstärke kannst Du also mit beiden Leuchtmitteln erzielen.
    Was die spektrale Lichtverteilung angeht, ist es immer günstig mehrere Lichtquellen (-farben) miteinander zu kombinieren. Dadurch ergänzen sich die Spektren und führen zu einem ausgeglichenerem Gesamtspektrum. Also entweder z.B. HQI Riffbrenner und Blauröhren oder verschiedenen Röhrenfarben.
    Was die Bedürftigkeit von Korallen in Bezug auf die Lichtstärke und die spektrale Verteilung angeht gibt es inzwischen viele wissenschaftliche Arbeiten und klare Tendenzen. Was den persönliche Geschmack betrifft, gehen die Meinungen jedoch weit auseinander.
    Letztendlich muß jeder Aquarianer selber entscheiden wie er seine Prioritäten setzt.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Robert,

    Einmal in der Woche ist ja auch schon häufiger als bei den meisten, die ich kenne.
    Der eigentliche Hintergrund ist für mich, dass ich die gesamte Mischrate dann auch langsam kontinuierlich erhöhen möchte z.B. 2-3% pro Tag. Ist zwar erst mal ein kleiner Luxus, aber dadurch spart man vielleicht an anderen Ecken. Die Frage ist für mich, wie weit man es treiben könnte, ohne das es zu nachteiligen Effekten kommt, da es ansonsten nur positive Auswirkungen haben dürfte...

    Frank

    Zitat

    Tägliches neuansetzten von Wasser wäre dann ja wohl das optimum...aber wer tut sich das denn feiwillig an

    Ich:-) Werde es aber so einrichten, dass ich den Behälter indem ich das Wasser ansetzte irgendwo entfernt oberhalb des Wasserspiegel anbringe und von dort es über einen dünnen Schlauch mit einem Gardenahahn langsam ins Becken tropfen lasse. Das überschüssige Wasser im Aquarium läuft dann über einen Überlauf automatisch ab.

    Gruß
    Oliver

    Zitat

    Ein Grund für die positive Wirkung des Sonnenlichts könnte auch der schräge Lichteinfall und die somit diffuse Ausleuchtung sein. Viele Korallen mögen diffuse Strahlung, da diese Bereiche trifft die sonst beschattet werden.

    Hallo Thomas,

    genau das ist ein wichtiger Aspekt.
    Desegen sind z.B. auch technisch nachmessbare 200 µE (ca. 10.000 Lux) bei diffuser Strahlung nutzbarer für die gesamte Photosynthesrate einer Korallen als sehr gleichgerichtetes Licht. Durch die geringere Eigenabschattung erreichen prozentual mehr Photonen die gesamte Oberfläche der Korallen, was eben auch zu einer verbesserten Gesamtlichtabsoption führt. Die zur Verfügung stehende Lichtenergie, kann somit prozentual einfach wesentlich besser genutzt werden.
    Die Strahlungsausrichtung ist somit ein weiterer Faktor, der für die photosythetisch nutzbare Strahlung nicht unwichtig ist. Das Sonnenlicht ist jedoch sehr gleichgerichtet und führt zu extremen Schlagschatten. Allerdings wandert Sie im Verlauf des Tages und "bescheint" somit auch unterschiedliche Bereiche an einer Koralle, so das dieser Effekt je nach Standort im Meer wieder teilweise kompensiert wird.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Harry,

    nun, das Tageslicht ist, was das Wachstum von Korallen angeht sicher sehr wertvoll, da es ein sehr ausgeglichenes (kontinuierliches) Spektrum aufweist. Hier gibt es etliche Aussagen, die in die gleiche Richtung (z.B. Coenen ...)gehen. Im hohem Rotanteil liegt meiner Meinung allerdings auch ein gewisses Risiko, da dies ein Wettbewerbsvorteil für gewisse niedrigen Algen darstellen kann.
    Ich würde diese Übergangsphase zur Hauptbeleuchtung nicht unbedingt Verlängern. Eine ausreichende totale Dunkelphase ist nicht unwichtig.
    Gut wäre es aber, wenn man diese natürliche Lichtquelle besser kontrollieren könnte indem z.B. die Rollos immer erst z.B. 1 oder 2 Stunden voher hochgehen.

    Gruß
    Oliver

    Hallo zusammen,

    mich hätte einmal interessiert, ob jemand schon mal einen täglichen Wasserwechsel probiert hat ?
    Durch das tägliche Wechseln, wird die Menge sehr gering (z.B. max. 1-1,5 %) und damit auch der mögliche Störfaktor und man erreicht eine höhere Kontinuität.
    Hat schon mal jemand Versuche in dieser Richtung gemacht ?

    Gruß
    Oliver