Beiträge von Oliver Pritzel

    Hallo Namensvetter:-)

    ich kann die Aussage von Claude und Robert nur unterstreichen.
    Man sollte auch bedenken, das das neue Packet (Balken+neue Reflektoren+ neue Röhren) inzwischen rund 30% intensiver ist, als dies bisher war.
    Der beste Kompromiss zwischen dem Verlust bei zu hoch installierten Leuchten und dem verschmutzen von Spritzwasser ist bei ca. 20cm über dem Wasserspiegel. Ab 20cm nimmt die Verschmutzung durch Spritzer deutlich ab und die Beleuchtungswerte sind noch sehr hoch.

    Die Röhrenwahl ist auch immer eine Geschmacksfrage. Die Aquablue spezial ist in Deinem Fall (Vermeidung von Farbsektoren) vermutlich die beste Lösung.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Jose,

    Zitat

    Sonstige Nachteile hat der Adapter auch nicht, denn dieser wird in Bereichen eingesetzt die wesentlich Höhere Ansprüche an Sicherheit und Leistung stellen. "Automobilindustrie,Chemie und Flughäfen z.B.

    Die Sicherheit bezweifel ich auch grundsätzlich nicht. Das wird durch Behörden wie VDE, KEMA oder ENEC abgesegnet und ist auch auf den Geräten zu erkennen (sollte zumindest so sein). Neben den sicherheitstechnischen Mindestanforderungen interessiert mich jedoch besonders was dieses Gerät noch außerdem kann.
    Ich vergleiche in meinen Testräumen ständig alle gängigen neusten EVG`s indem ich die tatsächliche Systemleistung (wirkliche Stromaufnahme) mit dem erzieltem Lampenstrom vergleiche. Bei diesen Vergleichen in der Systemeffizienz, gibt es sogar größere Unterschiede bei den selbsts namhaftesten EVG-Hersteller, was man voher auch nicht unbedingt vermutet hätte. Ein großer Name muß also nicht zwangsläufig ein Garant für die beste Technik sein.

    Da die Stromversorgung diese Apapters über die Lampenverdrahtung erfolgen muß, liegt die Vermutung nahe, daß dieses zusätliche Bauteil sich zu der bisherigen Verlustleistung (von KVG oder VVG) nur addiert und somit nicht mit der Verlustleistung eines einzelenen EVG`s zu vergleichen ist.

    Dies sind aber nur erste Gedanken von mir.
    Mit einem kleinem Test könnte man hier vermutlich schnell Licht in dieser Sache bringen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Ramon,

    ja, wird in kürze ebenfalls erhältlich sein.

    Wenn man die anfänglichen Lichtwerte bei unserem Easydimmversion misst, liegen sie bei der 80 watt Variante unter 5%. Da die 80 Watt jedoch naturgemäß sehr hell sind und unser Auge bei geringen Lichtströmen wesentlich empfindlicher als bei hohen Lichtströmen ist, wird dieser geringe Lichtstrom subjektiv eher immer oft zu hoch eingeschätzt.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    der Hinweis bezieht sich besonders auf sicherheitstechnische Aspekte und Haftungsübertragungen und Risiken, die der "Umrüster" übernimmt.

    Die reinen Hersteller von Röhren interessiert das eher weniger. Sie stellen lediglich eine genormte Lampe her. Entscheident ist jedoch, ob diese Lampe dann auch normgerecht betrieben wird. Hier gibt es riesige Unterschiede bei der Wahl des richtigen elektronischem Vorschaltgerätes.
    Hier gibt es EVG`s ohne und mit Kathodenstromreduzierung, phasenverschobener "Cut-off" etc... und je nachdem welche Methode eingesetzt wird, kann die Lebensdauer der Lampe dann reduziert oder sogar wesentlich verkürzt und die Systemleistung ebenfalls zu hoch sein . Low cost oder Billigvarianten führen leider oft zu technischen Kompromissen (Lebensdauer der Lampe, Lichtstrom nicht gemäß Lampenstrom). Dies kann ein Leihe leider so nicht sofort festellen. Ich finde es persönlich jedoch immer sehr Schade, wenn gute neue Techniken durch low cost Varianten dann teilweise wieder um Ihre Vorteile gebracht werden. Das ist aber nur meine Meinung ...


    Viele Grüße
    Oliver

    Grüße
    Oliver

    Hi Resa,

    nur um Mißverständnisse vorzubeugen:
    Der Reiniger funktioniert grundsätzlich sehr gut. Ich wollte nur auf eine Gefahr hinweisen. Ich kenne einige Aquarianer, die Ihren Reiniger an einer Seitenscheibe bis zur nächsten Reinigung lassen. Wenn dann kleine Schnecken darunter kriechen, nützt der beste Reiniger nichts mehr.

    @All
    Mich würde aber mal interessieren, wieviele Plexiglasaquarien es denn nun wirklich gibt. In Amerika sind diese wesentlich mehr verbreitet als hier. Gibt es etwa doch mehr als nur eine kleine Minderheit hier in Deutschland ?

    Grüße
    Oliver

    Zitat

    Die idee ist klasse, aber zu diesem Preis jenseits von gut und böse, da kann ich mir jemanden bestellen, der mir die Scheiben sauber macht. :smiling_face:



    Hallo,

    Die Idee hatte schon einmal jemand. Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass der Anpressdruck der Scheibenstärke angepasst werden muß. Zu wenig Druck führt zu einer nicht optimalen Reinigung und zu starker Druck führt langfristig zu feinen Schlierkratzern(auch mit weichen Kunststoffen), die sich erst im laufe der Zeit bemerkbar machen. Wenn Schuran verschiedene Magnetstärken für seine Kunden anbietet wäre es sicher optimal. Da der Reiniger auf der Innenseite einen Zwischenraum zur Scheibe hat, sollte man Ihn nach der Reinigung wieder sofort entfernen. Sonst können Schnecken oder ähnliches dazwischen geraten, was dann sehr häßliche Kratzer bei der nächsten Reinigung verursachen kann (leider ebenfalls eigene Erfahrung).

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    @ Bernd L.
    klar, detailiertere Infos werden auch noch kommen. In Deinem Fall müßte man prüfen, ob sich der Balken von der Abdeckung trennen läst.
    Dann geht es auch ohne "Speziallösungen". Aber bitte auf die Temperaturentwicklung achten und evtl. Lüfter einsetzen, da ich nicht weiß aus welchem Kunststoff die Bioplast-Abdeckungen sind.


    Aurora
    Stimmt, T5 in kleinen Abdeckungen kann zu einem Temperaturproblem werden. Deshalb ist allerdings auch der Adapter für das Juwelaquarium komplett aus Aluminium. Alu hat eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit, was eben auch zu einer besseren Wärmeabgabe führt.

    @Reinhard
    praktische Messungen ergeben auch heute Unterschiede von über 50%. Hier muß man die Gesamtstromaufnahme in Relation zu den Beleuchtungswerten in ein Aquarium setzten. Dieser starken Unterschied erreicht man aber nur, wenn die Stärken der T5 auch voll ausgespielt werden(Reflektor,Temperatur,Röhren,EVG...). Das ist leider nicht immer so. Alleine schon seit Einführung der T5 in der Aquaristik, konnte die Systemeffizienz um 30% gesteigert werden. Zwar hätte ich selber vor zwei Jahren nicht noch mit einer derartigen Steigerung gerechnet, allerdings dürfte man mit der nun ausgereifteren T5-Technik bald wirklich am Ende der Fahnenstange sein.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Markus,

    von der Länge wäre dies eine 38 Watt Röhre.
    Osram hat jedoch nur eine L 30W/67 in 895mm und eine L 36W/67 in 1200mm. Radium stellt zwar 38Watt in 1050mm her, allerdings eben nicht in Blau (Lichtfarbe 67).
    Ich schätze, dass Du daher Pech hast.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Claudia,

    erst mal wäre es wichtig zu wissen, welche T5-Leuchte(n) Du über dem Becken hast. Hier gibt es große Unterschiede bei den Reflektoren, die zu nachmessbaren Unterschieden von über 100% führen können.
    Ansonsten sollte eine weitere 2x54 Watt Doppelbalken als zusätliche Lichtquelle reichen. Ein gewisser Abstand zu den Seitenscheiben ist nicht falsch, da sonst zuviel Licht auf die Seitenscheiben gestrahlt wird, was eher uneffizient ist und zu schnelleren Veralgungen führt.
    Generell wird die Bedeutung von Reflektoren oft unterschätzt. Egal ob bei HQI oder T5-Lampen. Gerade wenn Du auf Stromverbrauch achtest sollte man auch auf effiziente Leuchten achten.

    Wenn Du Dich aufgrund des Kringeleffektes für eine HQI-Leuchte entscheiden solltest, würde ich die Leuchte auf jeden Fall erst einmal höher über dem Becken (min. 40-50 cm) installieren, da es sonst bei der Umstellung von T5 zu HQI mit einigen Korallen Probleme geben kann.

    Viele Grüße
    Oliver Pritzel
    H

    Hallo Klaus,

    ist alles ab nächster Woche lieferbar.

    @All
    Ich würde gerne aber noch mal generell Anregen sich doch einmal Luxmeter anzuschaffen. Bei Conrad gibt es Sie schon ab 34 €, die für einfache Vergleichsmessungen reichen:

    1. Kann so jeder den Lichtstromrückgang selber messen und
    man weiß dann wo man drann ist.
    2. Gerade bei der Umstellung von Beleuchtungssystemen unterschätzt
    man oft den erreichten Unterschied. Ggf. kann man dann die
    Umstellung auch schonender gestalten.
    3. kann man die Effizienz der Systeme auch mal Vergleichen

    Es wird viel Geld für verschiedene Techniken in der Riffaquaristik ausgegeben(Ph-Meter, Redoxmeter, Tests...) . Licht ist eines der wichtigsten Fakoren. Dieser sollte auch so behandelt und überprüft werden.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Bigtown,

    bist Du Dir mit den Daten der beiden letzten Fotos sicher ? Mir fällt zumindest die Zunahme der Algen in unmittelbarer Nähe auf. Was genau in Zeofood enthalten ist, könnte Dir wohl am besten Th. Pohl sagen. Die Gewebsfarbe (beige-braun) der letzten Aufnahme deutet zumindest nicht auf eine zu geringe Zooxanthellendichte hin. Es müssen aber Störfaktoren vorliegen, um eine so schnellen Farbverlust (Dessimilation der wirtseigenen Pigmente) zu erklären. Ich würde die Algen zumindest in unmittelbarer Nähe entfernen und mal einen 10-20% igen Wasserwechsel durchführen. Gerade diese Makroalge neigt dazu, sich sehr schnell im Hauptbecken auszubreiten und alles zu überwachsen. Ansonsten ist es eben sehr schwer konkreter zu werden.
    Es könnten zu viele Ursachen vorliegen und man müßte eigentlich nach dem Ausschlußverfahren, wie von Hans-Werner angeregt arbeiten. Ich würde jedoch selber einmal überprüfen, welche Veränderungen (also sämtliche Eingriffe) man vorgenommen hat und wie sich das Becken seitdem verändert hat.

    Viele Grüße
    Oliver

    @ Hans-Werner
    genau so meinte ich es auch. Die schnelle Reduzierung von Po4 und die damit zwangsläufig verbundene Umstellung im Algen- und Korallenmetabolismus, dürften die Ursachen für weitere Störungen, wie z.B. die Störung der Kalzifizierung in den Wachstumsspitzen sein. Deshalb auch hier die Sympthome (Gewebsverluste an den Wachstumsspitzen) und nicht etwa an den unteren Regionen der Koralle, wo die Kalzifizierungraten eher geringer sind.

    @Bigtown
    Wenn Dein PO4-Gehalt schon NN ist und Du das Zeoviz gerade getauscht hast, würde ich nicht noch zusätzlich einen PO4-Absober einsetzten. Wozu ? Viele Maßnahmen (Beleuchtungsphase verlängert, Zeovit getauscht ...) gleichzeitig, helfen eben nicht viel. Genau das Gegenteil solltest Du anstreben. Gerade wenn Dein System sehr nährstoffarm ist, solltest Du darauf achten, das die anderen Faktoren sehr stabil sind. Jede Änderung bedeutet eine Anpassungsmaßnahme (z.B. Beleuchtungsphase verlängern) für die Korallen. Da Du nur wenig Fische hast und Deine Ableger mit Farbverlust und anschließenden Gewebsauflösungen reagieren, könnte ich mir in Deinem Fall auch vorstellen, das Du Dein Becken sogar zu nährstoffarm fährst (reine Vermutung). Dies kann man auch an der Zooxanthellendichte der Korallen gut erkennen. Wenn Deine Ableger von Braun ins Beige und dann sogar bis fast ins Weiß abrutschen, bevor Sie dann mit Auflösungserscheinugen reagieren, herrscht definitiv eine Nährstoffunterversorgung (PO4 ?) vor. Eine vorsichtige kontinuierliche Dosierung von Aminosäuren, könnte eine gute Gegenmaßnahme sein. Diese sollte aber unter ständiger Beobachtung (Gewebsfarbe) der Korallen passieren, da dies natürlich auch eine gewisse Düngung des Systems darstellt und somit teilweise genau das Gegeteil der Zeovitmethode darstellt.
    Ansonsten hören sich die Daten ganz gut an, allerdings sind sie aber auch nur eine Momentaufnahme.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Ramon,

    Dreibanden Röhren waren noch nie von minderwertiger Qualität.
    Sie haben allerdings nur 1B Farbwiedergabequalitäten (z.B. Osram FQ 860) erzielen können. Deshalb hat man bei Lichtfarben, bei denen auf eine hohe Farbwiedergabe wert gelegt wurde, mit der fünfbanden-Technik gearbeitet. So konnte man dann auch 1A Farbwiedergabenqualitäten (z.B. alte Sun) erreichen.
    Bei den T5 high output Röhren(39,54,80 Watt), wie man Sie auch in der Aquaristik verwendet, ist jedoch die Wandbelastung der Röhren recht hoch und die 5-banden Technik hat sich hier als nicht sehr stabil erwiesen, was dann eben auch zu verstärkten Lichtstromrückgängen geführt hatte.
    Die Dreibandentechnik ist hier wesentlich stabiler, was man auch an den geringen Lichtstromrückgängen von z.b. einer Osram FQ 860 sehen kann.
    Entscheident ist jetzt eigentlich nur, das nun verbesserte Leuchtstoffe zum Einsatz kommen, die auch trotz Dreibandentechnik (höherer Lichtstrom und höhere Stabilität) auch zu einer 1A Farbwiedergabe (CRI von 92) führen.
    Wenn man sich diese Vorteile vor Augen führt, ist die Anwendung von Dreibandenröhren eben jetzt wesentlich interessanter als früher. Man hat eben jetzt einen verbesserten Lichtstrom und eine höhere Stabilität und trotzdem eine 1A Farbwiedergabe.

    Grüße
    Oliver

    @ Peter

    Hatte ich mir fast gedacht.
    geringe Calciumwerte führen oft zu Wachstumsstagnationen (also geringere Kalzifizierungsraten). Das sieht man haüfig daran, dass die Wachstumsspitzen (inkl. Färbung), dann nicht mehr so ausgeprägt sind. Kommt dann noch eine plötzliche Veränderung bestimmte Wasserwerte hier insbesondere die drastische Reduzierung von Po4 (Schlüsselfunktion als limitierender Faktor!!!) gegen Null hinzu, liegen eben schon zwei Störfaktoren zusammen.
    Eine Störung des Stoffwechsel ist also gar nicht ungewöhnlich, wenn man sich diese schwankenden (Lebens-) Bedingungen anschaut.

    Vielleicht sollte man etwas schonender (kleiner Dosierungen) mit dem Umgang von Phosphat-Absober oder irgendwelchen Fällungsprodukten umgehen. Zumindest kann eine langsame Änderung bestimmter Wasserparameter nur förderlich sein.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Henry,

    hört sich doch gut an. Gerade bei NO3 und PO4 NN ist die "Gradwanderung" auch deutlich schmaler und das System m.E. auch sensibler. Fingen die Probleme nach dem Abfallen des Calciumwertes auf 330 an ? Hast Du zu diesem Zeitpunkt zufällig auch das Zeolith getauscht ?

    Grüße
    Oliver

    Hallo,

    es ist so wie ich es beschrieben habe. Wer einen alten Reflektor hat, egal ob von einem Powerbalken oder einem normalem Balken, kann mit entsprechenden Klammern diese Folie an den entsprechenden Reflektoren nachrüsten. Die Folie passt sich immer der Reflektorform an.
    Um es für die Zukunft zu vereinfachen, ist der normale Reflektor jedoch jetzt so gebaut, das die Folie nur noch "eingeclipst" werden braucht. Die ist für die Powerbalkenreflektoren noch nicht vorgesehen. Ich schätze das dies auch das Mißverständnis von Peter war...

    Viele Grüße
    Oliver

    Lieber Rainer,

    wenn Du Dir die unmittelbaren Emissionsspektren von typischen Brennern für die Aquaristik anschaust(z.B. auf: http://www.advancedaquarist.com/issues/nov2002/feature2.htm ), wirst auch Du mir bestätigen müssen, das der UV-Anteil (insbesondere der Peak um 355 -360nm) wesentlich höher als bei Leuchtstofflampen ist. Schon ab 350nm können zellschädigende Wirkungen auftreten. Natürlich benutzen Brenner auch ein UV-absorbierendes Glas, allerdings verläuft hier die Transmission erst bei 350nm. Hier liegt das eigentliche Problem. Die Filterscheiben vieler Leuchten benutzen das gleiche. Filterglas das schon bei 390-400nm dicht machen würde, wäre auch wesentlich teurer.
    Der größte Unterschied bei einem Brennerwechsel ist im kurzwelligem Bereich. Hier erfahren die Korallen den größten spektralen Unterschied. Gerade aber dieser Unterschied im UV-Bereich ist für die Korallen eine Herausforderung. Es müssen schnell UV-Schutzverbindungen synthetisiert werden bevor eine Schädigung einsetzt. Hier liegt das größte Problem bei einem Brennerwechsel.
    Die ledigliche erhöhte generelle Lichtleistung stellt Korallen in der Regel weniger vor größeren Problemen. Diese sind in der Natur auch üblich (z.B. Regenzeit, Sommerzeit) und Korallen sind diesbezüglich sehr anpassungsfähig, indem Sie z.B. die Quantität und die räumliche Anordnung der wirtseigenen Pigmente ändern.

    Natürlich ist der Daylight-Brenner eines der stabilsten Brenner in Bezug auf Farbtemperatur. In der Riffaquaristik werden jedoch häufig "Spezialbrenner" mit hoher Kelvinzahl verwendet. Und hier ist die Stabilität eben nicht so hoch. Ich dachte eigentlich das dies bekannt sei.
    Unsere neue Sun arbeitet übrigens jetzt auf der Basis der Dreibanden-Technik (trotzdem CRI von 92) und ist nun wesentlich farbstabiler als früher.

    Warum hängen denn viele aus Vorsicht die Brenner bei einem Wechsel höher ? Weil nie etwas passiert ist ? Bitte Rainer, ich weiß das Du es auch besser weißt...

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Frank,

    nun, der Unterschied zwischen einer Aquablue der alten Generation und der neuen Aquablue spezial ist ja schon mit 20% recht hoch. Der tatsächliche Unterschied zu den 9 Monaten alten Röhren dürfte bei satten 50% liegen. Bei einem derartigem Unterschied sind natürlich auch die Auswirkungen auf das gesamte Aquarium nicht unerheblich.
    Eine verstärkte Bildung von Bläschen ist vorübergehend nicht ungewöhnlich. Es kommt eben an vielen Stellen nun Licht hin, wo früher wesentlich weniger Licht war. An diesen Stellen haben sich nun die "Umweltbedingungen" (nun mehr Licht) geändert und deshalb können hier auch dann eben neue photoaktive Stoffwechselprozesse ablaufen. Dies ist nur normal. Trotzdem ist eine Anhebung der Beleuchtung von fast satten 50% nicht ganz ungefährlich. Zumindest würde ich in Deinem Fall (Probleme mit Acropora) verstärkt beobachten oder eventuell doch 1/3 der neuen Röhren erst nach ein paar Wochen hinzuschalten.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Frank,

    im Gegensatz zur Beleuchtung mit Halogenmetalldampflampen, ist der UV-Anteil bei den Leuchtstofflampen nur sehr geringer. Deshalb ist auch die Gefahr eines "Verbrennens" wie sie teilweise nach einem Brennerwechsel passieren kann, bei den Leuchtstoffröhren gar nicht so gegeben. Hinzu kommt noch das die Farbstabilität bei den meisten Leuchtstoffröhren wesentlich höher ist, als bei vielen Brennern.
    Eine Sun verliert nach 5000 Std. mal gerade 500 Kelvin. Eine blaue Röhre (450nm) leuchtet auch nach langer Zeit noch Blau (450nm). Sie tut es eben nur je nach Brennzeit entsprechend schwächer.
    Man kann also sagen, dass ein Wechsel der Leuchtmittel bei Röhren wesentlich unproblematischer ist als bei Brennern. Dies zeigt auch die bisherige Praxis.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Bernd,

    Meine Anmerkung in Bezug auf eine Fe-Zugabe hielt ich deshalb für nicht unwichtig, da man sonst schnell zu dem fast uneingeschränktem Schluß gekommen wäre, man könnte in diesem Fall das Problem mit einer Fe-Zugabe in den Griff bekommen, ohne auch nicht einen Blick auf die Schlüsselfunktion dieses Elementes zu werfen. Grundsätzlich stimme ich Dir aber auch zu, dass dieses Element häufig ein limitierendes Makroelement unter aquaristischen Bedingungen seinen dürfte. Einen Mangel an verfügbarem Eisen als alleinige Ursache halte ich jedoch für fast ausgeschlossen für diese Art der Symptome wie sie Frank beschrieben hat. Dafür kenne ich zu viele Aquarianer und Korallenzüchter, die ohne jegliche Spuren- und Fe- Zugabe traumhafte Korallen halten und vermehren.

    Meine Vermutung geht eigentlich in die gleiche Richtung wie bei Hans-Werner, dass eine drastische Po4 Senkung, dass eigentliche Problem seien könnte. Ich kenne zumindest zwei Fälle, bei dennen nach dem Einsatz eines P04-Absober genau die gleichen Symptome auftraten. Da eben auch Phosphat eindeutig eine Schlüsselfunktion zukommt, ist es eben auch gefährlich wenn hier plötzliche Konzentrationsschwankungen in der freien Wassersäule auftreten.

    Die plötzlichen Änderungen bestimmter Faktoren und damit auch die Änderungen im Korallen - und Algenmetabolismus sind m.E. häufig die eigentlichen Ursachen.

    Langsame Veränderungen führen selten zu Krankheitserscheinungen, da man auch die Anpassungsfähigkeit der Korallen nicht unterschätzen sollte.

    Natürlich ist auch das Umsetzen von Korallen immer eher als Störfaktor zu betrachten. Wenn jedoch die Probleme aus den Konzentrationen der Primärprodukten (inkl. Superoxid-Radikale ) der Photosynthese bestehen könnten, kann eine Verringerung dieser Konzentrationen (durch Herabsetzen der Photosyntheserate) jedoch durchaus sinnvoll sein. Die Ursache wird zwar nicht behoben, jedoch können die Auswirkungen dann eingegrenzt werden.

    Natürlich bedeutet auch eine Zugabe von Aminosäuren einen unmittelbaren Eingiff in die Symbiose von Algen und Korallen. Bei erhöhten Zugaben nimmt auch die Zooxanthellendichte erheblich zu (wiederholte eigene Beobachtungen). Im Grund sind hier die Auswirkungen für den Metabolismus ähnlich aus, wie Sie Jörg Kokott auch bei einer erhöhten Konzentration von PO4 und NH4 beschrieben hat.
    Energetisch gesehen ist die Aufnahme von "fertiger Nahrung" jedoch günstiger, als die Eigensynthese dieser Bausteine für den Zellaufbau. Von daher halte ich den Nutzen für den Wirt (Zellregeneration) höher, als eine leichte Störung der Symbiose. Dies war auch nur ein Vorschlag von mir, da er schon einmal zu einer leichten Verbesserung in einem ähnlichem Fall geführt hat.

    Zitat

    bin aber gerne bereit mcih eines Beseren belehren zu lassen


    Ich denke, dass dies bestimmt in der einen oder anderen Sache eher umgekehrt seinen könnte. Letztendlich hatte ich auch geschrieben, dass dies von mir nur ein Denkansatz ist.
    Wer hier die konkrete Lösung per Ferndiagnose weiß, den werde ich jedoch nur noch mit Korallengott ansprechen :smiling_face:


    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    grundsätzlich wäre der Ansatz von Bernd sicherlich theoretisch richtig. Eisen ist jedoch eines der wichtigsten Makroelemente und Steuergröße bei der Produktion von Biomasse. Ich halte es grundsätzlich für gefährlich an dieser "Steuerschraube" zu drehen, nur um "theoretische Vergiftungserscheinungen" zu unterdrücken, ohne sich nicht auch der kompletten Auswirkung auf das gesamte System bewußt zu werden.

    Mein Denkansatz wäre da ein wenig anders:

    Bei einer zu geringen Phosphatversorgung, wie Sie hier mal angedacht war, würde die Zooxanthellendichte der gesamten Koralle geringer werden und die Koralle würde insgesamt sehr hell werden. Die Koralle auf dem Bild ist jedoch hierfür insgesamt zu dunkel, so das man diese Ursache eigentlich ausschließen kann.
    Das Problem fängt an den Wachstumsspitzen an. Hier herrschen die größten Stoffwechselaktivitäten und die höchsten Kalzfizierungsraten.
    Es besteht also eher ein Stoffwechselkonflikt, der unterschiedliche Ursachen haben kann.
    Um die Stoffwechselaktivität etwas zu verringern kann man z.B. die Koralle etwas tiefer(dunkler) setzen. Zwar wird die Ursache hierdurch nicht beseitigt aber zumindest verlangsamt man so mögliche Störungen, die Ihre Ursachen im photoaktivem Stoffwechsel haben.
    Desweiteren können wir gar nicht alle Elemente erfassen, die möglicherweise zu einer Mangelerscheinung und entsprechendem Problem bei dieser Koralle führen. Man kann hier also nur spekulieren.
    Genauso könnte eine toxische Konzentration eines Elementes (z.B. Schwermetall) vorliegen, das wir auch in Traum nicht nachmessen würden und sich bei dieser Koralle eben schon bemerkbar macht.
    Deshalb ist ein verstärkter Wasserwechsel nie falsch. Eventuell Aktivkohle neu einsetzen und alle Zugaben mal vorübergehend einstellen. Eine Zugabe von Aminosäuren wäre vielleicht noch eine Hilfe, jedoch denke ich, dass auch hier diese "fertige Nahrung" das Phänomen nur lindern wird.

    @ Peter Schmiedel
    warum sollte denn gebundenes Phosphat das Problem bei Dir sein ?
    Ich halte das für eher unwahrscheinlich. Gerade gebundenes Phospaht liegt nicht in der freien Wassersäule vor (nur Orthophoshat Po4) und ist somit für den Metabolismus der Korallen auch nicht so zugänglich. Partikulär gebundener Phosphor als auch organisch gebundenes Phosphor dürfte eher vom Abschäumer aus dem Wasser entfernt werden.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Stefan,

    Wenn Du Dich für Powerbalken mit zwei Zuleitungen entscheiden solltest, würde ich natürlich zuerst mit einer Röhre vom Powerbalken, dann die beiden äußeren Röhren vom Powerbalken usw. anfangen und nicht direkt mit einem 250 Watt Brenner als Startbeleuchtung. So bekommst Du auch viel eher eine Tageslaufsimulation hin.

    Da Du als Hauptbeleuchtung Daylight-Brenner mit einem sehr ausgeglichenem Spektralverlauf hast, ist es auf jeden Fall sinnvoll bei der Röhrenwahl eher Blauröhren einzusetzten.

    Pro Powerbalken würde ich in Deinem Fall 2x Blue plus empfehlen, um mit dem Daylightbrenner zusammen auf ein blaulastiges (blauweißes) Mischspektrum zu kommen(Neutralisation des gelben D-Brenners). Als dritte Röhre würde ich zu der Aquablue spezial greifen, da Sie schon eine gut ausbalancierte Farbmischung besitzt.

    Meine Empfehlung bezieht sich jedoch nur darauf, ein möglichst optimales Mischspektrum für Korallen zu erreichen, bzw. den Korallen ein gewohntes Spektrum zu bieten, wie sie es aus 3-10 Meter Meerestiefe kennen.
    Die persönlichen Geschmäcker sind jedoch recht unterschiedlich und vielleicht wirst Du auch noch andere Röhrenempfehlungen bekommen.

    Viele Grüße
    Oliver

    H

    Zitat

    Gibt es eigentlich in der genannten Leistungsklasse Abschäumer, bei denen eine Förderpumpe dabei is?

    Natürlich. Es gibt einige Hersteller bei denen der Wasserdurchsatz und die Luftansaugung mit nur einer Pumpe gelöst wird. Der Vorteil ist das eben nur eine Pumpe alles erledigt (und auch nur 1x Strom verbraucht wird) und das der Abschäumer auf diesen Durchsatz von Anfang an optimal eingestellt ist (bzw. ausgelegt seien sollte.)
    Der Nachteil ist eben, das man Ihn nicht an vorhandene Leitungen integrieren kann.
    Ich persönlich tendiere jedoch wie Claude auch dazu den Abschäumer unabhängig von anderen Systemen im Aquarium immer eher seperat mit Wasser zu versorgen. Und da stellt sich eben die Frage wieviel Pumpen man laufen lassen möchte...

    Stefan C.
    wenn Du den Deckel etwas beschwerst sollte er dauerhaft ruhig bleiben

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Brenner mit einer Farbtemperatur von 4200 Kelvin sind für die Beleuchtung eines Riffaquariums eher weniger geeignet. Diese Brenner strahlen einen zu hohen Anteil an langwelligien Strahlen (z.B gelb, orange, rot) ab. An den Orten wo die meisten Korallen für unsere Riffaquaristik vorkommen (3-10 Meter Meerestiefe), dominiert jedoch blaue und grüne Strahlung. Du würdest also Deine Korallen, egal ob Weich- oder Steinkorallen, mit einer unnatürlichen Strahlungszusammensetzung konfrontieren, bei der nicht zuletzt auch Algen dann die Nutznießer seinen könnten.

    Man könnte es vielleicht so zusammenfassen:

    1. Optisch nicht unbedingt ansprechend
    2. Algenwachstum kann gefördert werden (wird es in der Regel auch)
    3. keine natürliche Riffsimulation
    4. wenig photosynthetisch nutzbare Strahlung für Korallen
    (bzw. Zooxanthellen)

    Die allg. Kenntnisse sind heute eigentlich soweit, das auf derartige Brenner in der Riffaquaristik generell verzichtet werden sollte.

    Viele Grüße
    Oliver Pritzel

    Hallo Jose,

    Mythen und Fakten. Das Prinzip der Abschäumung kann man nicht neu Erfinden. Die Arbeitsweise ist immer ähnlich. Lediglich in der technischen Ausführung und die Art des Lufteintrages sind unterschiedlich.
    Eine Arbeitsweise die alle bisherigen gängigen Typen um "längen schlägt" bezweifel ich sehr. Oft stecken dahinter nicht wirklich repräsentative Messdaten. Wenn ich mich irre, lass ich mich aber gerne eines besseren belehren ...

    Zitat

    Fast alle schaffen die angegebenen Werte nicht sobald die Belastung etwas zu hoch ist.

    Tatsache ist aber das selbst der schlechteste Abschäumer mit zunehmender Belastung irgendwann anfängt zu arbeiten.
    Es sollte eher umgekehrt sein, dass gute Abschäumer selbst bei geringster Belastung noch arbeiten. Hier liegt die echte Herausforderung.

    Ich bin daher bei Deinen Ausführungen sehr skeptisch... aber wie gesagt lasse ich mich auch gerne eines besseren belehren.
    Nur etwas anbeuten ohne genauer zu werden finde ich nicht sehr informativ.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Bernd,

    zum Durchmesser des Schaumrohres:

    Bei einem Abschäumer mit einem kleinerem Durchmesser des Schaumrohres kann dem Abschäumer auch nur eine begrenzte Menge an Luftleistung vertragen. Wird bei solchen Abschäumern die Luftleistung erhöht, kochen sie schnell über. Reduziert man die Luftleisung, veringert sich auch automatisch etwas die Abschäumleistung. Von daher ist der Durchmesser des Schaumrohres schon als ein begrenzender Leistungsfaktor zu sehen. Hinzu kommt noch, dass das "Fenster" für die optimale Luftmenge immer kleiner wird.
    Zu kleine Schaumrohre neigen dazu eher überzukochen (z.B. bei einer plötzlich auftretenden Belastung) und genau das möchte man doch eigentlich nicht.

    Meine Leistungskreterien sollten wirklich lediglich zur Orientierung dienen. Schwerpunkte setzt sich jeder doch sowieso selber.

    Tatsächlich ist die Menge des Floatat (abgeschäumte Brühe) natürlich entscheident. Günstig wäre es dann noch nur die Trockenmasse auf Art und Menge der org. Verbindungen zu untersuchen.
    Meine praktischen Erfahrungen haben jedoch gezeigt, das die Konsistenz des Floatat hinsichtlich Färbung und Geruch im wesentlichem von dem Ausgangswasser abhängen und nicht von dem Abschäumertyp.
    Ich habe hier vor etlichen Jahren einige Untersuchungen gemacht, die immer zum gleichem Ergebnis führten. Egal ob Abschäumer im Gegenstrom, Nadelradprinzip, Venturidüse ...
    Viel entscheidender ist da das Verhältnis von Wasserdurchsatz in einem Abschäumer zum Wasservolumen des Beckens. Je höher der Wasserdurchsatz in einem Abschäumer ist, desto höher wird die Menge des Floatat. Egal bei welchem Abschäumertyp.
    Bei einem 1000 Liter Becken brachte die Steigerung des Wasserdurchsatzes des Abschäumers von 1000 l/h auf 2500 l/h fast eine 50% ige Steigerung der Abschäummenge, bei gleich Konsistenz (bezügl. Färbung und Geruch). Anscheinend ist es sehr vorteilhaft wenn org. Belastungen schnell erfasst werden, bevor sie möglicherweise im Wasser reagieren (polarität verlieren) und dann nicht mehr so gut abschäumbar sind. Dies ist aber alles nur hypothtisch zu betrachten, wie Du sicherlich weißt.

    Viele Grüße
    Oliver

    PS: Spektren von den alten LL findest du auf dem Link zur alten HP.
    Die neue Aquablue spezial hat jedoch eine höhere Quantenausbeute.

    Hallo Thomas,

    das Du eher auf echte Erfahrungen hoffst, habe ich mir schon gedacht. Aber da kommen wir wieder zu dem Punkt, den ich schon einige Male angedeutet hatte. Wer macht den schon direkte Vergleich von Aquarienzubehör ? Und wäre es nicht für den Verbraucher sinnvoll hier mal aktiv zu werden. Mit den Wassertests hat es doch auch wunderbar geklappt und der Aquarianer weiß jetzt viel eher was er von dem einem oder anderem Produkt hat.
    In Bezug auf den Abschäumer denke ich persönlich, dass die Unterschiede zwischen einem z.B. H+S, Grotech, Schuran, ATI ... in Bezug auf die Leistung nicht so gravierend sind (außer in Preis, Handhabung, Ausstattung, blasenfreier Auslauf... ) wie in anderen Bereichen, wo es definitiv noch Aufklärungsarbeit gibt.
    Kalkreaktoren sollten z.B. mit Leistungsangaben in Härteliter pro Stunde angegeben werden bei definiertem CO2 Verbrauch, Lichtquellen sollten immer mit Spektren angegeben werden, Leuchten sollten auf Wirkungsgrad geprüft werden und da fallen mir noch viele Dinge ein, die aber hier den Rahmen sprengen würden.
    Vielleicht gehe ich hier zuweit, aber wäre es nicht wünschenswert, wenn der Aquarianer genauer weiß, was seine Gerätschaften können ...

    Viele Grüße
    Oliver

    PS: Ich hoffe Du hast meine PN gelesen.

    Hallo,

    mal ein paar generelle Überlegungen:

    besonders kompakte Abschäumer, die aber in der Leistung uneingeschränkt hoch seinen müssen, verlangen nach einer durchdachteren Wasserführung. Nur so ist es möglich einen blasenfreien Ausflauf hinzubekommen. Gekürzte Versionen können auch dazu neigen zu starke Wasserturbulenzen unter der Schaumkrone zu erzeugen, was für die Arbeitsweise von Abschäumern eher weniger förderlich ist.
    Leistungskriterien sind immer die Durchlaufmenge an Wasser und die eingezogene Luftmenge. Eine gute Orientierung stellt immer auch der Blick auf das Schaumrohr dar. Hier sollte genügend Auftrieb für den Schmutzschaum vorhanden sein (Indiz für genügend Luftleistung) und der Durchmesser des Schaumrohres sollte nicht zu klein sein (min. 90 oder 100er Rohr).

    Leistungskreterien bei Abschäumer sind daher für mich:

    1. Konstruktion und Wasserführung
    2. Tatsächliche Leistungsdaten (Wasser und Luft)
    3. Handhabbarkeit, Laufruhe, leichte Reinigung
    4. Preis - Leistungsverhältnis

    aber wie gesagt sind das nur Gedanken von mir...

    Grüße
    Oliver

    Hallo Matthias,

    die Aquablue special erzeugt ein homogeneres blauweißes Licht, als die Mischung von Blue und Sun. Gerade bei nur wenigen Röhren (wie in Deinem Fall) erreicht man so eine gleichmäßigere Fabverteilung als bei der Mischung von Blue und Sun. Man vermeidet so eine gewisse Sektorbildung in den Farben, die sich zwangsläufig bei nur einem Doppelbalken mit einer Blue und einer Sun ergeben würde.
    Ich würde Dir also aufgrund Deiner Beckenmaße und der Röhrenzahl eher zu der Aquablue special raten.

    Viele Grüße
    Oliver

    H

    Hallo Stefan,

    Was soll ich sagen...? Deine Frage ist eben berechtigt !
    Ich finde es nicht mehr zeitgemäß Lichtquellen in der Riffaquaristik nur nach der Kelvinzahl oder dem Auge zu beurteilen. Mit konkreteren Angabe würde der Aquarianer wesentlich bessere Fakten an die Hand bekommen. Egal ob bei Lichtquellen oder bei dem Wirkungsgrad von kompletten Leuchten. Nur so kann man überhaupt mal konkretere Vergleiche vornehmen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    genauso wie man oft nur die Wattzahl von HQI zueinander vergleicht, stelle ich immer wieder fest, das man auch bei T5 oft nur von der Wattzahl ausgeht. T5 ist aber nicht gleich T5. Hier sind die Wirkungsgrade bei den Leuchten oft bis über 50% auseinander bei gleich Wattzahl. Der richtige Reflektor und die Umgebungstemperatur an den Röhren sind hier ganz wesentliche Aspekte. Ein Vergleich von Leuchten von z.B. identischen Wattagen wäre als Orientierung für Aquarianer sicherlich mal eine gute Sache. Der Aquarianer weiß dann genauer, wo er wirklich dran ist.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Klaus,

    auch ich schreibe hier oft nur als Aquarianer etc. aber eine gewissen Vorbelastung sollte und kann man eigentlich nicht abschlagen. Daher ist es "echter" wenn man zu dem steht, wie man in seiner Gesamtheit ist.
    Der Rest kommt mit der Art und Qualität der Beiträge.

    Wie ich sehe verbaust Du T8. Aber gibt es einen Grund warum Du keine Reflektoren benutzt ?

    Grüße
    Oliver
    H

    Hallo,

    hier mal ein paar Info zur Überlegung:

    1. Wachstum:

    Ähnlich wie Landpflanzen bezitzen auch Korallen
    einen sogn. Photosynthetischern Sättigungspunkt
    (PAS). Wird dieser überschritten, erhöht sich die Photosyntheserate nicht mehr. Daher führt auch eine zusätzliche Steigerung der Beleuchtungsstärke, die über diesem PAS liegt, nicht weiter zu Wachstumssteigerungen.
    Je nach Meerestiefe konnte man Sättigungspunkte bei Acroporen zwischen 1-5 Meter Meerstiefe (also Riffdach) zwischen 330 - 410 microE/m2s (=15.000 - 20.000 lux als Orientierung) feststellen.
    Hinsichtlich der Wachstumsraten bei Korallen ist es also nicht unbedingt zwingend erforderlich den Korallen ein Maximum an Beleuchtungintensität zu bierten. Hier genügt es die Beleuchtungsstärke so zu wählen das Sie nahe dem photosythetischem Sättigungspunkt liegt.

    2. Färbung:

    Für die von uns sichtbare Färbung vieler SPS sind vor allem die wirtsspezifischen Pigmente (z.B. Pocilloporine etc. ) in den Korallen verantwortlich.
    Die erblich veranlagte Bildung (Genexpression) dieser "Farbpigmente" nimmt mit zunehmender Beleuchtungsstärke zu. Dies ist jedoch nicht bei allen Korallen gleich ausgeprägt. Dana Riddle hat hier Untersuchungen gemacht, die Bestätigen das die volle Ausprägung der typischen Färbung bei SPS je nach Art stark schwanken kann. Während einige Arten schon unter "Normallichtbedingungen" (100 - 150 microE/m2s) Ihre volle Färbung ausprägten, benötigten wieder andere Arten "Intensivlichtbedingungen" (400-500 microE/m2s).
    Dieser Farbschwellenwert (in Bezug auf Licht) ist also je nach Art unterschiedlich ausgeprägt.
    Je höher jedoch die generelle Beleuchtungsintensität ist, desto eher schafft man sich günstige Bedingungen, um viele SPS Arten in Ihrer möglichen Färbung voll zu unterstützen. Unter diesem esthetischem Aspekt ist also auch eine höhere Beleuchtungintensität, die oft über dem photosynthtischem Sättigungspunkt von vielen Korallen liegt durchaus sinnvoll.

    3. Vitalität:

    Korallen sind in der Lage sich an Unterschiedliche Lichtbedingungen anzupassen. Dies geschieht besonder durch die Menge und räumliche Anordnung
    von Pigmenten und damit verbundenen funktionalen Änderungen. Dieser Anpassungsfähigkeit an unterschiedlichen Lichtbedingungen ist es auch größtenteils zu verdanken, dass auch wir mit unseren künstlichen Lichtquellen Korallen halten und züchten können. Ungünstige Lichtverhältnisse bedeuten jedoch auch Streß (z.B. zu viel UV) und kosten Energie und machen Korallen anfälliger. Aus diesem Grunde unterstützt man die Vitalität von korallen immer eher wenn man ihnen möglichst naturhahe Lichtbedingungen zu verfügung stellt und dies sowohl in der Lichtzusammensetzung als auch in der Intensität.

    @ Ramon
    In Deinem konkreten Fall hast Du mit 8 Röhren sicherlich das Optimum für SPS-Beleuchtung und Riffdachsimulation erreicht. Ob Du mit weniger Röhren auskommst, hängt also im wesentlichem davon ab, welche Korallen Du pflegst und
    wieviel Wert Du auf die bestmögliche Unterstützung der Färbung bei SPS-Korallen legst.
    Mit 6 Röhren (der neuen Generation) statt 8, wird in Bezug auf die Wachstumsrate kaum etwas passieren.
    Manche SPS mit einem erhöhtem Farbschwellenwert (z.B. bestimmte Fidschi Arten) könnten jedoch etwas an Brillianz verlieren)
    Erst bei 4 Röhren könnten sich erste Rückgänge in den Wachstumsraten zeigen und ist mit Farbabnahme einiger SPS zu rechnen.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Andreas,

    Die 35 Grad beziehen sich auf die Umgebungstemperatur einer einzelnen Röhre waagerecht montiert in einem freiem Raum(ohne Reflektor). Die 35 Grad Umgebungstemperatur , welche unter diesen Umständen den optimalen Arbeitspunkt der Röhre (höchste Lichtausbeute) darstellen, resultieren haupsächlich aus der geometrischen dünneren Form und ist unabhängig von einem Hersteller (Phillips, Osram, GE, Narva ....zu sehen. T5 ist eben eine Normlampe mit klar definierten Geometrien, Wendelabständen, zu betreibenden Strömen etc...
    Da jedoch in Leuchten mit Reflektoren gearbeitet wird und in der Regel mehr als eine Lampe leuchtet ergibt sich hier eben ein ganz anderes Umfeld in Bezug auf Luftzirkulation Temperaturentwicklung etc...
    Du kannst aber davon ausgehen das wir sehr viele Tests gemacht habe um die Leuchte so zu gestalten, das in der praktischen Anwendung sich die Röhren (egal welcher Hersteller) immer nahe dem optimalem Arbeitpunkt sind, was in vielen Leuchten auf dem Markt jedoch nicht unbedingt immer so ist.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    bei dem dreiflammigem Powerbalken liegen die Reflektoren, wie hier schon richtig beschrieben um die Röhren und werden anschließend mit zwei Stiften (links und rechts) fixiert. Da Aluminium einen höheren Wärmeleitcoeffizienten als Luft hat , ist aus thermischen Gründen (so wie Thomas das schon richtig vermutet) das Anliegen der Reflektoren an den Röhren sogar eher positiv zu sehen. Gleichzeitig haben die Röhren auch ein etwas stabileres Umfeld (Pufferwirkung), was für den optimalen Arbeitspunkt der Röhren vorteilhaft ist.
    Da die Röhren an den Enden (wo die Heizwendeln sitzen) schon recht heiß werden können, empfiehlt es sich die Reflektoren eigentlich im ausgeschaltetem Zustand zu montieren. Wenn man die Powerbalkenreflektoren an den Löchern leicht zusammendrückt (Feder-klemm-Effekt), lassen sich die Stifte übrigens noch leichter durchschieben.

    Grüße
    Oliver

    Hallo,

    Die Kelvinzahl gibt lediglich die Farbtemperatur einer Lichtquelle an und sagt nichts über die Farbe (Farbort) oder der Qualität einer Lichtquelle aus. Deswegen schauen manche 10.000 K auch anders aus als andere 10.000 K.

    Besser ist es immer sich ein Spektrum der Lichtquelle anzuschauen und darauf zu achten, das im Blaubereich
    genügend Strahlung vorhanden ist.

    Gruß
    Oliver