Beiträge von Zanclus

    Hallo Hans-Werner,

    Da würde mich interessieren, ob es dafür Belege gibt.

    liegt ja auf der Hand, dass dieser Herr Wild Recht hat. Die letzte Eiszeit (Kaltzeit) ging vor etwa 10.000 Jahren zu Ende. Während dieser Kaltzeit war es global etwa 6-7 Grad kälter als heute. Wenn die heutigen tropischen Korallen nicht erst in den letzten 10.000 Jahren entstanden sind, müssen sie diese Kaltzeit mit Wassertemperaturen bis unterhalb von 20 Grad in den damals "tropischen" Meeren der Erde überlebt haben. Und das lässt darauf schließen, dass es sich bei Korallen im Gegensatz zur allgemeinen Klimapropaganda um äußerst anpassungsfähige Lebewesen handelt, die sehr wahrscheinlich auch den Menschen überleben.

    Korallen rubuster als gedacht - Ein Schreckensszenario des Klimawandels gerät ins Wanken

    Gruß, Thomas

    als Bioinformatiker beschäftige ich mich seit mehr als 15 Jahren mit dem Thema KI und bisher gab es da noch keine großen und tollen Entwicklungen.

    Und was sagt das über zukünftige Entwicklungen aus?

    Mit dem Unterschied, dass die Klimaveränderung, die durch den Menschen verursacht wird, innerhalb von 12.000 Jahren passiert ist

    Haben Deiner Meinung nach also die Steinzeitmenschen die letzte Eiszeit (Kaltzeit) beendet :kissing_face:

    Gruß, Thomas

    Hallo Rüdiger,

    Und das führt dazu, dass Gentechnik pauschal abgelehnt wird und alles, wo Gentechnik vermutet wird (mRNA Impfstoffe) ebenfalls.

    das stimmt, auf mich trifft das allerdings nicht zu. Ich hab überhaupt keinen Zweifel daran, dass die Gentechnik viel Gutes bringen wird. Aber wie das mit Errungenschaften so ist, werden auch die Schattenseiten nicht ausbleiben. So hat die Kernspaltung der Menschheit Energie gebracht, aber auch ganze Städte vernichtet, und lehrt uns gerade in diesen Tagen mal wieder das Fürchten. Oder die Künstliche Intelligenz, die dem Menschen die Arbeit abnehmen wird, ihn damit jedoch überflüssig machen und ihn schließlich (meiner Meinung nach) zwangsläufig vernichten wird. Und vor diesen Schattenseiten haben Menschen nun mal Angst.

    Gruß, Thomas

    genau das ist es: Spekulation.

    Ja, nur muss eine Spekulation / Hypothese ja kein Nonsens sein, sondern kann durchaus zutreffend sein. Ich kann das nicht beurteilen, da ich von Genetik so viel verstehe wie von Erdbeerbrause. Halte aber Powell's Appell, vorsichtig zu sein bei derartigen Projekten, für vernünftig. Wäre ja nicht das erste Mal, dass ein gut gemeintes Vorhaben in einer Katastrophe endet .. "The important thing is something unanticipated happened in the field."

    Gruß, Thomas

    und was genau ist da nun für ein Schaden entstanden?

    Einmal die unerwartete Ausbreitung und ..

    "The three populations forming the tri-hybrid population now in Jacobina (Cuba/Mexico/Brazil) are genetically quite distinct (Extended Data Fig. E2), very likely resulting in a more robust population than the pre-release population due to hybrid vigor."

    https://www.nature.com/articles/s41598-019-49660-6

    Der Einwand im Artikel mit der größeren Resistenz gegen Insektizide ist völliger Nonsens.

    At the center of the controversy is Yale University geneticist Jeffrey Powell, coordinator of the study and lead author of the paper. Powell believes these hybrids could be more resistant to insecticides. His hypothesis, which has not yet been tested, was presented as speculation. But the suggestion was rejected by six of the Brazilian authors, who have asked the journal to retract the article. The request is still under evaluation. “The important thing is something unanticipated happened in the field. When people develop transgenic lines or anything to release, almost all of their information comes from laboratory studies. Things don’t always work out the way you expect,” Powell said in an interview with the journal Science.

    https://revistapesquisa.fapesp.br/en/jacobina-controversy/

    Gruß, Thomas

    Hallo Wolfgang,

    So wird man zum Gejagten und PETA wird bald ein Korallendenkmal für ermordete Ableger fordern.

    so seltsam ein Denkmal für getötete Ableger bzw. Fische auch anmuten mag. Fische gehören wohl tatsächlich zu den "Nutztieren", die am qualvollsten getötet werden. Da mögen manche sich empören über Aquarianer, die ihre zu groß gewordenen Fische in der Kühltruhe einfrieren. Doch der Fisch auf ihrem Teller, der an der Luft erstickte, hatte vermutlich einen qualvolleren Tod.

    Gruß, Thomas

    Hallo Rüdiger,

    Die meisten „überschüssigen“ Fische werden doch (zumindest hier im Forum oder bei eBay Kleinanzeigen) verschenkt oder sogar noch verkauft.

    glaubst Du das wirklich? Wo sind denn all die vielen (großen) Becken, in die all die vielen Docs angeblich umziehen, wenn sie für das eigene 500 Liter Becken zu groß geworden bzw. nach paar Jahren Hobbyaufgabe lästig geworden sind?

    Im Klo werden schon aufgrund der Größe nur die wenigsten Docs landen, dafür umso mehr z.B. in den Tiefkühltruhen der Händler des Vertrauens, wenn sie ihre Kunden nicht vor den Kopf stoßen wollen.

    Hab mal vor Jahren bei einem Händler samstags ausgeholfen, dem seine Tiefkühltruhe war voll mit Fischen. Sein Argument war, dass wenn er die Fische nicht annimmt, gehen die Kunden halt woanders hin, und kaufen dort neue Fische, Korallen und Zubehör.

    Gruß, Thomas

    Hallo Daniel,

    Zu 90% ist es aber leider der Mensch.....

    kannst Du das belegen? Ich kenne jetzt nicht alle Riffe der Welt, und mir ist schon klar, dass Riffe auch vom Menschen geschädigt werden. Z.B. durch Tourismus, Häuserbau, Cyanidfischerei (u.a. für die Aquaristik), etc. Aber die weitaus grössten Schäden richten wohl vorübergehend zu hohe Wassertemperaturen, Ultraviolettstrahlung und Stürme an. Wobei eben nur vorübergehend, da sich Riffe nach solchen zyklischen Schäden innerhalb kurzer Zeit regenerieren.

    Gruß, Thomas

    Hallo Hajo,

    Ein anderes Projekt der Wissenschaft zur Rettung zerstörter Riffe macht da mehr Sinn.
    Es werden in Australien große Mengen an Korallenlaich aus Koralleneiern und Sperma gesammelt und in riesigen Tanks aufgezogen.

    auch darin kann ich keinen Sinn erkennen, da Korallenlaich unzähligen Tieren im Riff als Nahrung dient. Warum nur fällt es Menschen so schwer, ein wenig gelassener zu werden und ihre Finger rauszuhalten aus Dingen, die sie nicht verstehen. Wenn ein Riff abstirbt, hat das eben seinen Grund. Wenn der Mensch dahinter steckt, kann man daran rütteln, ansonsten können wir nur dabei zuschauen. Das mag uns nicht gefallen, so wie uns auch Algen und Cyanobakterien nicht gefallen, das können wir beklagen wie auch das Aussterben der Dinosaurier, aber so ist eben das Leben. Das eine geht, das andere kommt, und auch das viel zitierte "biologische Gleichgewicht" ist nur eine flüchtige Momentaufnahme - genau wie wir ..

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    Gruß, Thomas

    Das ist zwar eine exzellente Idee, scheitert wohl momentan an den nicht unerheblichen Kosten.

    Eine "exzellente Idee", die an den Kosten scheitert, ist nicht wirklich exzellent, sondern eher das glatte Gegenteil davon. Und selbst wenn sich die Gelder für eine solche Aktion auftreiben ließen, heutzutage werden ja alle möglichen und unmöglichen grünen Aktionen finanziert, wäre der Sinn einer Auffforstung von Riffen dennoch zweifelhaft. Nur weil Menschen glauben, irgendwo im Meer müssen Korallen gepflanzt werden, muss das noch lange keinen Sinn machen. Genauso gut könnte man auch ausgemusterte Zimmerpflanzen im Amazons-Regenwald auswildern.

    Wer auf solche Ideen kommt und auch noch ernsthaft diskutiert, dem ist die Realität abhanden gekommen.

    :thup

    Gruß, Thomas

    Hallo Ralf,

    und dann kommt der Spruch das man die ja überall bekommen kann.

    was ja auch stimmt. Dein Becken ist ein Beispiel unter vielen, das aufzeigt, warum sich "normale" Korallen heute nicht mehr vermitteln lassen. Gestartet bist Du wie die meisten Leute mit kleinen Ablegern, die zu großen Stöcken herangewachsen sind. Mit deren Ableger könntest Du regelmäßig ein neues Becken bestücken, doch gibt es diese neuen Becken nicht. So wächst der Berg an Korallen, den niemand haben will, zwangsläufig an, bzw. muss entsorgt werden.

    Gruß, Thomas

    Hallo Eric,

    ich glaub der Markt für Korallen ist einfach übersättigt. Heute muss eine Koralle schon mindestens dreifarbig sein und Supa Dupa Blablabla heißen, damit man sie verkaufen kann. Und ein Hobbyaquarianer hat es nochmal doppelt so schwer, weil viele Leute seltsamerweise davon ausgehen, dass Korallen von privat nix kosten dürfen.

    In den 90ern hättest Dein Angebot machen müssen, da hätten sie Dir die Bude eingerannt. Aber das wird Dir wohl leider nicht viel nützen :winking_face:

    Gruß, Thomas

    Hallo Tom,

    Naja, das der pH-Wert eine essentielle Rolle im Korallenwachstum spielt, ist ja nicht erst durch die Versauerung der Meere bekannt.

    hast Du Infos darüber, wie sehr die Meere bereits "versauert" sind? Also konkret die Entwicklung des pH-Wertes bzw. der pH-Werte in den Meeren?

    Gruß, Thomas

    Guten Morgen,

    Aquarium Manfred Trusheim, 2022

    der Herr Trusheim hat ein wirklich beeindruckendes Aquarium ..

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    Gruß, Thomas

    Hallo Tobias,

    Wie stark sollte denn die Beleuchtung für mein Aquarium sein? Ich habe jetzt mehrere Leuchten mit 2x34W T5 gesehen. Das wäre aber nicht ausreichend und ich sollte mehr nehmen, oder?

    hab zwar noch nie was von einer 34 Watt T5 gehört, aber wenn es die tatsächlich geben sollte, wären 2 x 34 Watt für Dein Becken eine gute Wahl. Ab ca. 0,5 Watt T5 pro Liter kannst Du so ziemlich alles an Korallen halten, es ist ein weit verbreitetes Märchen, dass ein Meerwasseraquarium generell mehr Licht benötigt als ein Süßwasseraquarium.

    Nun habe ich gesehen, dass es hier auch für Meerwasser ähnliche LEDs sowie LED-Strahler gibt. Was ist von diesen für meinen Anwendungsfall zu halten? Und wie viele LED-Watt bräuchte ich eigentlich?

    Da LEDs effektiver sind als T5, kommst Du bereits mit ca. 0,3 Watt LED pro Liter gut hin. Achte nur darauf, dass etwa 30 - 50 % der LEDs blau sind.

    Reicht es eigentlich auch, dass das Licht irgendwann angeht und irgendwann wieder aus geht oder hat das echt Einfluss auf Korallen?

    Das reicht völlig aus, alles andere sind nur Spielereien.

    Was für eine Osmoseanlage ist für meinen Fall geeignet.

    Für Deinen Fall genügen schon die kleinsten Anlagen. Ich würde nur darauf achten, eine Anlage mir Spülventil zu nutzen, damit die Membrane länger hält. Möglicherweise kannst Du auf eine Osmoseanlage auch ganz verzichten, destilliertes Wasser gibts beim Discounter für wenig Geld.

    Noch ein Wort zur Filterung .. Einen Abschäumer kannst Dir wirklich sparen. Ist nur hässlich, macht Lärm und erhöht die Wasserverdunstung. An Deiner Stelle würde ich einen kleinen Innenfilter oder Außenfilter nutzen, am besten mit Oberflächenabzug, mit ein wenig Filterschwamm und Aktivkohle gefüllt.

    Gruß, Thomas

    Hallo Werner,

    Was ist nun mit der komischen 'Rohasche'?

    hab mich grad schlau gemacht ..

    "Der Anteil an Rohasche gibt indirekt den Anteil an Mineralstoffen im Futter an. Die Mineralien, darunter Calcium, Magnesium, Eisen oder Mangan, sind für den Körper essentiell, das heißt, sie können nicht vom Organismus synthetisiert werden und sind dabei lebensnotwendig. Mineralstoffe sind in jeder Zelle enthalten, ganz besonders wichtig sind sie für den Aufbau des Skeletts, der Schuppen und Flossen der Fische. Rohasche ist das, was vom Futter übrig bleibt, wenn es bei über 500 Grad Celsius verbrannt wird, daher dieser Begriff."

    https://www.bachflohkrebse.de/ratgeber/koifutter/koi-fuetterung/

    Durch die geschilderte Fütterung habe ich ein hochwertiges Futter, das sich industriell nicht in dieser Qualität herstellen/bezahlen ließe.

    Woher willst Du denn wissen, dass Dein Futter hochwertig bzw. hochwertiger ist als industrielles Futter? Kann natürlich sein, doch woran machst Du das fest? Ich hab keine Ahnung, welche Nährstoffe in Nauplien stecken. Und ob Ballaststoffe in diesen Mengen gut sind, weiß ich auch nicht. Jedenfalls scheint Deine Futtermischung Deinen Fischen zu schmecken, aber das tun viele andere Futtersorten auch.

    Ich glaube, dass es das ideale Futter nicht gibt. Ist ja bei uns Menschen ähnlich. Fragt man zehn Ernährungsberater nach der idealen Ernährung, kriegt man 11 verschiedene Antworten. "High Carb", "Low Carb", "High Protein", "Low Protein", viel Fett, wenig Fett, Vegetarier, Veganer, etc. pp.

    Gruß, Thomas

    Hallo Hajo,

    Allerdings kann ich die lapidare, dahingeworfene Aussage, was eine ausreichende Fütterung angeht, nicht so stehen lassen, ohne auch die Einbeziehung von Junk-Food heranzuziehen.

    in meinem Post ging es ausschließlich um die benötigte MENGE an Futter ..

    Und was die richtige Menge angeht, kann man sich da rantasten. Solange Fische keine eingefallenen Bäuche haben, sollte die Fütterung ausreichend sein.

    Aber da Dich das Thema "artgerechte Ernährung" zu bewegen scheint, können wir gerne auch darüber schreiben. Nun, was ist denn artgerecht? Etwa das, was unsere Fische in der Natur fressen? Dann haben wir schon mal schlechte Karten, da wir das meiste an Naturfutter, also all die Würmchen, Schwämmchen und Krebschen, unseren Fischen gar nicht anbieten können. Bei manchen Fischen wie z.b. vielen Faltern ist das ein echtes Problem, da sie sich nur schwer oder gar nicht an unser Ersatzfutter gewöhnen lassen. Zum Glück sind die meisten Fische keine Futterspezialisten, und lassen sich daher gut mit Ersatzfutter ernähren.

    Nicht umsonst bietet eine ganze Industrie die unterschiedlichsten Produkte für unterschiedliche Arten an.
    Ist das alles Mumpitz?

    Ja, mehr oder weniger. Natürlich ist es nicht schlecht, seinen Doktoren neben den üblichen Flocken / Granulat auch mal Grünzeug anzubieten. Zehn verschiedene Flockenfutter müssen es aber nicht sein. Das ist reine Geldmache, und nutzt nur das Bedürfnis von Aquarianern aus, es ihren Pfleglingen möglichst "recht" bzw. "artgerecht" machen zu wollen. Da werden dann Flocken in verschiedene Farben eingefärbt, um dem Aquarianer das Gefühl von "abwechslungsreich" zu vermitteln.

    Viele Leute haben einfach ein zu enges Bild von "artgerecht". Kann man sich z.b. einen Löwen vorstellen, der statt Fleisch lieber Spaghetti frisst?

    Spaghetti-Löwin mag kein Fleisch

    Gruß, Thomas

    Hallo Chris,

    Ich werde mal abwiegen, was ich täglich so zugebe, einfach mal um in etwa zu sehen, was da so reinkommt ins AQ. Mal ne blöde Frage, gibt es Richtwerte was Fische bedarfsgerecht fressen sollten pro Tag?

    das ist bestimmt schon mal ein guter Ansatz. Die meisten Aquarianer füttern halt nach Gefühl, und dieses Gefühl kann sehr unterschiedlich ausfallen. So kippt z.B. ein Bekannter von mir mindestens das doppelte an Futter rein, was ich verfüttern würde. Dazu kommt noch, dass viele Aquarianer die Futtersorten wechseln. Dadurch kommt dann je nach Futtermenge nicht nur zu viel Futter / Phospor ins Aquarium, sondern auch noch unterschiedliche Mengen. Wie will man da den Phopshat-Wert konstant halten?

    Die Lösung dieses Problems wäre also, die tägliche Fütterung möglichst konstant zu halten, indem man täglich die selben Mengen des selben Futters verfüttert. Und was die richtige Menge angeht, kann man sich da rantasten. Solange Fische keine eingefallenen Bäuche haben, sollte die Fütterung ausreichend sein.

    Gruß, Thomas

    Hallo Klaus,

    Frag mal die HighEnd SPS Fraktion, warum die so wenig, bzw. keine Fische im Becken haben.

    weniger Fische würden vielen heutigen Fischsuppen finde ich ganz gut tun. Aber klar, egal ob nun wenige oder viele Fische, ein Gleichgewicht zwischen Eintrag - Verbrauch / Austrag wird sich im Aquarium wenn überhaupt nur kurzfristig erreichen lassen. Von daher ist gegen Hilfsmittel nix einzuwenden, sofern sie das Ergebnis verbessern.

    Gruß, Thomas

    Hallo Aquarienfreunde,

    in Anlehnung an den Thread "Phosphatdepots, puffernde Speicher" hier ein Artikel über den Eintrag von Elementen durch die tägliche Fütterung. Wie sich am Beispiel Phosphor erkennen lässt, kann die Fütterung bzw. Auswahl der Futtermittel eine entscheidende Rolle spielen, ob man sich später mit Phosphat rumschlagen muss oder nicht ..

    (Spuren)elementen in Futter auf der Spur

    Gruß, Thomas

    Hallo Chris,

    Tom verweist in dem verlinkten Video aber noch auf etwas anderes und zwar auf den Eintrag. Eigentlich logisch, aber vielleicht hat man das nicht immer im Hinterkopf. Wenn man Lanthan verwendet um den Phosphatwert zu senken, aber nach wie vor gleich füttert, dann hat man die Ursache nicht bekämpft, sondern das Symptom. Eigentlich folgerichtig, dass PO4 dann wieder ansteigt.
    Interessant fand ich den Hinweis, dass bestimmte Futtersorten von bestimmten Herstellern sehr viel Phosphat enthalten. Ich benutze das im Video genannte Futter und werde mal wechseln...

    genau, diese ganze Adsorberei ist halt Symptombekämpfung. Aber okay, sollte die Dosierung von Lanthan auch dauerhaft frei von Nebenwirkungen sein, spricht da eigentlich nix dagegen. Ich selber bin halt mehr der Freund von Ursachenbekämpfung. Und beim Phosphat fängt alles mit der Fütterung an, was viele Aquarianer tatsächlich (noch) nicht auf dem Schirm haben.

    Gruß, Thomas

    Hallo Werner,

    Thomas, das ist aber nicht schlüssig! Klar steigen nach dem Absetzen einer Lanthan-Dosierung die PO4 Werte in der Wassersäule wieder an, da die Phosphatspeicher ständig PO4 abgeben. Erst wenn diese sinngemäß "ausgelaugt" sind, stabilisiert sich der PO4 Gehalt im Wasser bis auf den täglichen Neueintrag von außen.

    ich selbst hab keine Erfahrungen mit Lanthan, hatte nur diesen Beitrag von Kokott in Erinnerung, darum hab ich ihn hier eingestellt.

    Um die evtl. Rücklöslichkeit von durch Lanthan gebundenem Phosphat zu prüfen, wäre es einfach, einen blanken Meerwasserbehälter gezielt mit PO4 zu impfen und dieses, sagen wir mal um die Hälfte, damit sicher kein freies Lanthan im Testwasser verbleibt, mit Lanthan zu eliminieren. Der gemessene Wert dürfte anschließend nicht mehr ansteigen.

    Müsste man mal testen. Nur ist ein Aquarium kein blanker Behälter, könnte mir daher schon vorstellen, dass es da aufgrund der Biologie wieder zu Rücklösungen kommt. Aber da Du das Zeug eh nur kurzfristig einsetzen willst, sollte dieses Risiko überschaubar sein. Der Tom von "Tom's Korallen" hat dazu finde ich ein gutes Video gemacht ..

    https://www.youtube.com/watch?v=HYyyjLe63X4&t=1710s

    Gruß, Thomas

    Hallo Bernd,

    Derartige Rücklösungen würden sicher nicht gleichzeitig in großen Menge erfolgen, sondern minimalste Freisetzungen von Phosphat in Spuren bedeuten. Da dabei aber auch Lanthan wieder freigesetzt würde, müsste dies vermutlich auch gleichzeitig wieder phosphatbindend wirken. Bei einem stabilisierenden Dauereinsatz von Lanthan würden die freigesetzten Spuren dann ohnehin wieder miterfasst.

    Jörg Kokott hat da wohl andere Erfahrungen gemacht ..

    "Da es eben mit Phosphat ausfällt, wird es im Aquarium keine kritisch schädliche Wirkung annehmen, aber ich habe vor vielen Jahren, als das Lanthan Thema aufgekommen ist, festgestellt, dass es fast immer zu einer signifikanten Rücklösung von Phosphat kommt, wenn es sich ablagert. Die Leute, die Lanthan anwenden, dosieren es in ganz geringen Mengen direkt in bzw. vor den Abschäumer, damit die Wahrscheinlichkeit groß ist, das es abgeschäumt wird. Aber ob das so ist, kann ich nicht beurteilen. Ich selbst bin von Lanthan seit dieser Zeit vor knapp 10 Jahren komplett weg, weil es das Phosphatproblem eigentlich nie gelöst hat, wenn dann nur auf dem Papier, wenn Phosphat kurzzeitig gefällt wird und aus der Wassersäule verschwindet. Ohne Lanthan war es nach einer Woche wieder komplett da, trotz Abschäumung."

    https://www.sangokai.org/forum/viewtopic.php?t=2472

    Gruß, Thomas

    Hallo Bernd,

    nett von Dir, dass Du mir noch mal das ABC erklärt hast, doch wäre das gar nicht nötig gewesen. Niemand hat hier behauptet, dass sich Kalk ohne CO2 löst. Natürlich braucht es CO2, um Kalk zu lösen. Egal ob im Kalkreaktor, in den Bodenschichten, im Dekogestein, usw.

    Meine Idee ist, das CO2, das sich während der Dunkelphase im Wasser anreichert und den pH-Wert drückt, für die Lösung von (partikulären) Kalk zu nutzen. Dass sich Kalk löst, daran gibt es keinen Zweifel, da ja CO2 vorhanden ist. Die entscheidende Frage ist, wie viel Kalk sich lösen lässt. Immerhin gibt es Produkte auf dem Markt, die eine Lösung von Kalk ganz ohne zusätzliche CO2-Zugaben versprechen. Nicht besonders effektiv, mag sein, doch vom Prinzip her scheint das zu funktionieren. Und dieses Prinzip ließe sich möglicherweise durch tröpfchenweise Zugaben während der Dunkelphase verbessern.

    CaribSea AragaMilk

    Ich hoffe damit sind jetzt alle Unklarheiten beseitigt. Und bitte jetzt nicht wieder mit DSB anfangen, das ist ne andere Baustelle.

    Gruß, Thomas

    Hallo Ingo,

    das stimmt. Aber selbst frisch eingebrachter Kalkstein / Sand hat eine gewisse Pufferwirkung, wo noch gar keine Bakterien im Spiel sind.

    Hallo Bernd,

    Ohne dieses Wissen fehlt auch das Verständnis für die chemischen Vorgänge, ohne Verständnis kann man sich falsche Ideen sparen und sollte nicht mit unwissendem wenn und aber kein Ende überflüssiger Diskussionen finden.

    Chemie liegt mir nicht besonders, darum muss ich öfters mal nachfragen.

    Biologische Abbauprozesse können in einem ganz kleinen Umfang durch CO2-Abgabe zwar auch Kalk lösen, aber dies reicht nicht einmal ansatzweise für einen Ausgleich des Verbrauchs im Aquarium.

    Nicht unbedingt. Wie der Daniel Dir bereits erklärt hat, kann man z.B. mit DSB-Systemen durchaus vollbesetzte Aquarien komplett mit Kalk versorgen.

    Gruß, Thomas

    Mit dem Umrühren vertreibt man halt die in der Umgebung der Zuckerkristalle entstehende Sättigung und erzielt so ein besseres/schnelleres Ergebnis.

    Das kann natürlich auch sein. Die Idee ist einfach die, dass man durch das feine Pulver eine gigantische Oberfläche hat, und damit eine maximale Angriffsfläche für das CO2. Durch die tröpfchenweise Zugabe könnte man damit praktisch alles an CO2, was nachts durch Fische und Korallen entsteht, zur Auflösung des Kalkpulvers nutzen. Die Frage ist halt, ob die produzierten Mengen an CO2 ausreichen, um den Tagesbedarf an Kalk zu lösen.

    Gruß, Thomas

    Hallo Chris,

    Selbst wenn es funktionieren würde, wer will nachts, tagein, tagaus, so ein Pulver mehrmals dosieren?

    das würde bestimmt keinen Spaß machen. Aber mit einem Kanister mit Wasser und dem Pulver drin, eine kleine Umwälzpumpe im Kanister, die das Pulver in Schwebe hält, und eine Dosierpumpe, die das Gemisch tröpfchenweise (während der Dunkelphase) zudosiert, wäre das ne simple Sache. Dann würde praktisch das Aquarium als Kalkreaktor dienen.

    Aber es stimmt schon. Die Wahrscheinlichkeit, dass man das bereits ausprobiert hat und es nicht funktionierte, ist ziemlich groß.

    Hallo Bernd,

    Die schlechte Löslichkeit des Calciumcarbonats im Meerwasser hängt nicht von der Korngröße ab.

    das ist richtig. Richtig ist aber auch, dass die Löslichkeit jeder Substanz bei geringerer Korngröße zunimmt. Das ist auch der Grund, warum man seinen Kaffee umrührt, nachdem man Zucker reingeschüttet hat.

    Gruß, Thomas

    Hallo Aquarienfreunde,

    leider hab ich derzeit kein Meerwasseraquarium, um meine Idee für eine neue Art der Kalkversorgung auszuprobieren, darum möchte ich sie hier (für experimentierfreudige Aquarianer) vorstellen ..

    Der Gedanke dabei ist, einerseits den relativ hohen CO2-Gehalt während der Dunkelphase, und andererseits die bessere Löslichkeit von schlecht löslichen Substanzen bei geringer Korngröße auszunutzen. Calciumcarbonat ist im Meerwasser bekanntlich nur schlecht löslich. Doch wie schaut es aus, wenn man möglichst feines Kalkpulver in möglichst kleinen Portionen während der Dunkelphase dosiert? Ob sich damit ausreichend Kalk lösen ließe, um den Verbrauch zu decken? Schöner Nebeneffekt könnte sein, dass überschüssiges CO2 gebunden und der pH-Wert damit stabilisiert wird.

    Gruß, Thomas