Beiträge von Ruediger

    Hi Chris,

    wie bekommst du die wieder aus dem Becken? Mit einer speziellen Falle? Denn die sind ja kaum zu sehen und sehr schreckhaft.

    meine sind so zahm, die schwimmen mir in die Hand, sofern ich Futter angefasst habe. Sie halten sich auch an meinem Finger fest und knibbeln daran herum, man kann sie dann fast komplett aus dem Wasser ziehen.
    Die eine ist aus Versehen auch schon mal in ein Glas geschwommen, wo vorher Frostfutter drin war, welches ich nach der Fütterung im Becken ausgeschwenkt hatte.

    Habe auch den EIndruck, dass es sehr von der Futtersituation im Becken abhängt. Wenn sie sehr viel finden, gehen sie eher nicht an Glasrosen (und dann wahrscheinlich auch nicht an andere Tiere).

    Das dachte ich auch und habe angefangen, richtig viel zu füttern, also so 5-6x am Tag große Portionen, bei denen wirklich jeder etwas abbekommt. Seit dem habe ich eine explosionsartige Vermehrung von Borstenwürmern und fettleibige Fische. Am Verhalten der Kuekenthalis hat sich nichts geändert.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Ich hätte noch zwei von den Rabauken abzugeben, die haben mir zuerst die Glasrosen gefressen (erfreulich!), danach wurde es weniger erfreulich.
    Sie haben zunächst eine Noppenrand-Anemone gefressen, danach eine Wunderkoralle um dann mit meiner fast vollständig mit Briareum bewachsene Rückwand abzurasieren.
    Bei jeder Fütterung schnappen sie sich ihren Anteil, zwei Mal haben sie sich auch schon eine meiner Okinawae-Grundeln geschnappt und versucht, ihr das Futter zu entwenden.
    Seit dem gibt es jedes Mal eine wüste Prügelei, sobald eine Garnele einem Fisch zu Nahe kommt.

    Als mein Fazit zu Lysmata kuekenthali ist durchwachsen.
    Fressen sie Glasrosen? - Ja definitiv!
    Sind sie eine Bereicherung für das Aquarium? - Wenn man Raufereien und gelegentliche Verluste unter Korallen nicht tragisch findet, definitiv!
    Würde ich sie wieder kaufen? - Jein, ich würde versuche mir welche auszuleihen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Klaus,

    Danke für den Link

    gerne doch!
    Du solltest dir das Licht aber in Natura anschauen! Das ist kein bisschen US-Style blau sondern richtig gelb! Sonnenähnlich halt.
    Wenn man sich daran gewöhnt hat und sieht, wie krass die Korallen wachsen ist es OK.
    In der Koralle war mal ein Aquarien-Porträt von einem Typen der sein Aquarium im Wintergarten aufgebaut hatte mit Sonnenlicht als Hauptbeleuchtung. So ähnlich sieht das Licht einer Plasma-Lampe aus.
    Ich finde es ist wie beim schnorcheln / tauchen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Klaus,

    Mich würde brennend interessieren ob es noch weitere Hersteller dieser Plasmalampen gibt.
    Bisher ist mir nur ein Hersteller aus Holland bekannt.
    Hat die wer im Einsatz ?

    die Plasma Leuchten von denen ich sprach sind von Gavita.

    Es gibt mehrere Hersteller:
    https://gavita.com/retail/products/gavita-pro-line-e-series/
    http://www.ceravision.com/plasmagrowlights.php

    Für dich ist diese hier vermutlich am interessantesten:
    https://plasma-i.eu/product-plasmalamp-plasma-sun/
    Die werden in Deutschland hergestellt und können komplett nach Kundenwunsch gebaut werden.

    Die Uni Gießen verwendet mittlerweile nur noch Plasma-Leuchten. Leuchtmittel sollen laut Hersteller 10 Jahre halten und über die gesamte Zeit das Spektrum stabil halten. Das ist für die langen Beschaffungsprozesse einer Uni ideal. :winking_face:
    Energieeffizienz ist ähnlich wie bei LED.
    Du kannst über die Einstellung der Leistung das Spektrum verändern.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    zu dem Thema kann ich auch etwas beitragen (eigene Experimente und Forschungsarbeit an der Uni Gießen):
    Die Antwort ist ganz einfach und doch kompliziert: Es kommt auf die Koralle an!

    Es gibt viele Korallen, die unter LED Licht gut gedeihen und auch wachsen (viele Weichkorallen, Lederkorallen, Xenien, aber auch Montipora und Stylopora). Es kommt einfach auf das emittierte Spektrum der Leuchte an. HQI Beleuchtung hat den Vorteil, dass das Spektrum sehr breit ist und daher die meisten Korallenarten den für sie optimalen Spektralbereich nutzen können.
    Gerade bei extrem blaulastiger LED Beleuchtung wird nur ein sehr schmaler Spektralbereich angeboten der nicht von allen Korallen genutzt wird.

    Wir haben in Gießen mit verschiedene Leuchten und Spektralbereichen experimentiert (unter anderem auch mit IR-Licht).
    Es gibt Korallen, die wachsen einfach nicht richtig unter LED-Licht, egal welche LEDs man verwendet. Dazu gehören z.B. einige Acropora Arten, einige Seriatopora-Arten und einige Pocillopora-Arten.
    Einigen Korallen ist das Licht auch völlig egal, dazu zählen zum Beispiel alle Porites-Arten.

    Insgesamt hat sich die Beleuchtung mit Plasma-Leuchten auf Grund des extrem breiten Spektrums als ideal und kostengünstig erwiesen.
    Plasma-Leuchten sind fast genauso effizient wie LED (je nach Alter sogar deutlich effizienter) und haben ein annähernd sonnenähnliches Spektrum (sogar bis in den IR und den UV-Bereich hinein).

    T5 bietet dank der unterschiedlichen Röhren ein sehr ausgewogenes und homogenes Spektrum, das dürfte der Grund sein, warum die meisten Korallen mit T5 Beleuchtung gut klar kommen. Leider ist T5 auf Grund der häufigen Röhrenwechsel weder besonders günstig noch besonders umweltfreundlich.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    das kann ich nicht bestätigen. Bei mir hat Phenganax noch keine einzige Koralle beschädigt oder überwachsen.
    Im Gegenteil, sobald Kalkrotalgen im Spiel sind hören sie auf zu wachsen wie abgeschnitten.
    Auch die Verdrängung von Cyanos oder Fadenalgen sehe ich als positiven Nebeneffekt der Koralle.

    Aber am Ende entscheidet ja jeder selbst, was er in seinem Becken pflegt.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Peter,

    bei der ersten handelt es sich um Phenganax parrini völlig harmlos, weil nicht nesselnd, aber hohes Vermehrungspotential.
    Du kannst einfach andere Ableger drüber kleben und die werden den anderen Korallen nichts tun.
    Die überwachsen allerdings jede freie Fläche. Ich habe die auch und habe seit dem keine Cyanos oder andere Plagen mehr.

    Ich finde sie super.

    Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
    Rüdiger

    Hallo Sven,

    da stellt sich mir die Frage nach deinen Wasserwerten, insbesondere PO4, KH, Temperatur, Jod und Eisen.
    Wenn ich das richtig im Kopf habe, bevorzugen diese Acroporen eher niedrigere Temperaturen von 23°C, ich bin mir aber nicht ganz sicher.

    Ich würde versuchen, daraus einen Ableger zu knipsen und woanders zu positionieren.
    Es könnte auch Stress durch zu viel Nitrat im Wasser sein. Bei starker Beleuchtung bildet sich daraus eine reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die den Tieren stark zusetzen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Sebastian,

    ich würde dir entweder zu 2x Philips Coral Care raten oder 2x Kessil A360X Tuna Blue oder 1x Orphek Atlantik V4.
    Für ein LPS-Becken dürfte sogar 1x Kessil AP9X reichen.

    Der Vorteil all dieser Leuchten ist, dass du annähernd Vollspektrum hast (soweit das mit LED eben möglich ist).
    Von der Leistung sind die Kombinationen alle ausreichend.

    Über die Aqua Illumination habe ich bisher nicht viel Positives gehört. Im wissenschaftlichen Bereich werden die gar nicht verwendet. Da wird eigentlich nur noch Plasma verwendet.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Das Problem, was ich bei einem größeren / totalen Wasserwechsel sehe sind die Nährstoffe.
    Du nullst damit ja im Prinzip alle verfügbaren Nährstoffe, PO4 und Stickstoff.
    Im Laufe der Zeit wird wieder was aus dem Gestein und aus dem Bodengrund herausdiffundieren aber für den Anfang ist alles futsch.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Sonja,

    machst du das alleine oder hast du Helfer?
    Wenn du das alleine machst, dann würde ich Methode 1 präferieren.

    Wenn du Helfer hast, kannst du doch einfach das Wasser in ein paar Behälter füllen und danach wiederverwenden.
    Ich würde kein frisches Wasser verwenden sondern das alte Wasser einfach weiterverwenden, da ist ja nix mit. Zur Not lässt du es durch einen Schwamm oder einen Schnellfilter laufen, dann hast du auch keine Schwebepartikel im Wasser.

    Nur mal so als Anhaltspunkt: Ich bekomme mein komplett befülltes Becken inklusive Unterschrank und Technikbecken ohne Probleme bewegt. Dürften insgesamt 100-120 kg sein. Wenn man das langsam macht und möglichst weit unten schiebt, kippt da auch nix und es schwappt auch kein Wasser über oder fällt etwas um.

    Mit zwei bis drei Personen solltest du das halb volle Becken bewegen können.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Daniel,

    in 200 Liter kannst du später (nach ca. einem Jahr) gut zwei Clownfische und eine Anemone halten, dann hättest du schon mal zwei Nährstoffproduzenten im Becken.

    In heutigen Becken mit künstlichem Gestein mit vielen Korallen und wenigen Fischen gibt es häufig ein Problem mit zu wenig Nährstoffen.
    Da sackt der Phosphatwert ganz schnell mal unter die Marke von 0,05 mg/Liter und das machen die Korallen nur mit, wenn man aktiv gegensteuert und zufüttert.

    Die Becken laufen in der Regel wesentlich besser, wenn man ein gutes Verhältnis von Fisch zu Koralle hat.
    Ich musste das auf die harte Tour lernen, bei mir gab es nämlich praktisch kein Wachstum im Becken und viele ausgeblichene Korallen.
    Nachdem ich von künstlichem Gestein auf Lebendgestein gewechselt habe und noch vier Fische eingesetzt habe lief es problemlos.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Daniel,

    für ein Becken ohne Fische reichen schon 30-60 Liter.
    Da ist dann außer Heizer, Licht und Strömungspumpe nicht viel Technik erforderlich.

    Ich selbst habe zwei Jahre lang ein 10 Literbecken mit Topffilter (ohne Filtermaterial) und Heizer betrieben.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Sven,

    ich vermute, dasss sich die Koralle nach dem Schock (Nährstoffe n.n.) erstmal einen "Vorrat" and Zooxanthellen angelegt hat.
    Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird sich das in ein paar Wochen wieder normalisieren.
    Wie sehen denn bei dir die Eisen- und Jod-Werte aus?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Stefan,

    das ist genau das Problem hier, auch Zeolith würde wohl Stickstoff und Phosphat binden.
    Du könntest es ein paar Tage mit Aktivkohle testen und vorher und nachher Antimon messen (lassen).
    Dann weiß auch die Nachwelt, ob es klappt.
    Aktivkohle wurde im PDF ja auch genannt.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Stefan,

    @Rüdiger
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann liegt es am Eisen, dass die Korallen eindunkeln? ( NO3 nicht vorhanden, Eisen erhöht, PO4 noch im grünen Bereich )

    in der Regel ist es einer der drei Werte, Stickstoff, Phosphor oder Eisen.
    Da bei dir Stickstoff nicht nachweisbar scheint und PO4 sich auch nicht groß verändert hat, würde ich im Ausschlussverfahren auf Eisen tippen, ja.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    meiner Erfahrung nach wird die Vermehrung von Zooxanthellen (und Algen) vor allem durch drei Faktoren begünstigt:

    1. Stickstoff
    2. Phophor
    3. Eisen

    Wobei in den meisten Aquarien der Eisenwert ausschlaggebend für die Menge / Wachstumsrate sein dürfte. Das Problem, warum es in vielen Becken so aussieht, als ob PO4 das Wachstum der Algen begünstigt ist, dass PO4 in der Regel limitiert vorliegt.
    Sind zwei Elemente z.B. N / Fe ausreichend vorhanden, das dritte Element (P) aber nicht, werden kaum Algen und auch nur wenig Zooxanthellen wachsen.
    Erhöht man PO4, erhöht man auch die Verfügbarkeit für die Algen.

    Nun ist es aber in der Regel so, dass Eisen das limitierende Element darstellt, weshalb es trotz gleichbleibender PO4-Werte zur Eindunkelung kommen kann.
    In deinem Becken ist wohl offenbar Phosphor die untere Grenze gewesen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    für mich hört sich das Teil nach einer kreativen Lösung an, Geld zu verbrennen...
    Ich kann ehrlich gesagt keinen Mehrwert erkennen, der den Preis rechtfertigt. Vielleicht bin ich aber auch nur geizig.
    Für das Geld kannst du dir sehr lange Zeit 1x die Woche einen Chemielaboranten kommen lassen, der dir eine Stunde lang die Werte ermittelt.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Nur mit dem Unterschied, dass es hier um ein völlig anderes Becken geht.
    Johns verwendet weder einen Abschäumer noch irgendwelche Hochleistungs-LEDs. Er verwendet nicht einmal eine Osmoseanlage.
    Man könnte sein Becken als Niedrigenergie-Aquarium bezeichnen oder auch Natur-Aquarium.

    Es gibt nicht nur den einen Weg, bei dem alle Werte so zu sein haben wie von dir angegeben. Was du betreibst nennt man "Chasing Numbers".
    Ich bin mir nicht sicher, ob Johns überhaupt regelmäßig Wasserwerte misst.
    Aber das ist okay, jeder betreibt sein Becken auf seine Weise.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Johns,

    Zitat von JStrassheim

    Ich benutze ja nur Regenwasser, habe daher kein Osmosewasser. Jetzt hab ich mal ganz frisches Regenwasser in einer sauberen Schüssel aufgefangen.

    jetzt wäre die Frage, wie sauber ist die Tonne, wie sauber ist das Dach? Hat vielleicht ein Vogel draufgemacht? Haben sich Algen in der Tonne gebildet? Liegen Blätter oder Insekten drin?

    Regenwasser ist ne schwierige Kiste, kann gut gehen, kann aber auch nach hinten losgehen.
    Hast du mal eine ICP vom Regenwasser machen lassen?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Bei mir marodieren drei Vandalen vom Stamm Lysmata boggessi im Becken.
    Die fressen so ziemlich alles. Zunächst haben sie sehr gründlich alle Glasrosen im Becken verdrückt. Danach war eine Perlenanemone dran. Danach haben sie sich eine Wunderkoralle vorgenommen.
    Inzwischen haben sie die halbe Rückwand von Briaerum befreit.

    Bei jeder Fütterung kommt es zur Klopperei mit den Fischen. Manchmal packen sie sich zum Spaß eine der Gobiodon okinawae und entreißen ihr das Futter (obwohl genug Futter im Wasser schwimmt).
    Neulich habe ich auch gesehen, wie eine der Garnelen einen Borstenwurm Stück für Stück gefressen hat (er hatte wohl ein Futterkrümelchen ergattert...).

    Ich sehe es gelassen, ich habe schon versucht, eine oder zwei der Garnelen abzugeben, aber niemand möchte die Rabauken haben.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Halimeda würde ich auf jeden Fall stehen lassen!
    Die sind nicht invasiv und ein guter Indikator für Calcium oder Phosphatmangel.
    Wenn sie absterben, stellen sie dem Riff das eingelagerte Calcium wieder zur Verfügung.

    Manche Einsiedler nutzen sie als Mineralienquelle.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Burkhard,

    Für viele SPS ist Dein Wert definitiv zu hoch.

    da muss ich dir widersprechen!
    Wie du nachlesen kannst, hatte Johns von Anfang an sehr hohe Phosphatwerte im Becken. Die nun abzusenken halte ich nicht für zielführend!
    Da würde ich eher mal einen größeren Wasserwechsel durchführen und den Korallen neue Spuris und Mineralien gönnen.
    Außerdem würde ich Aminosäuren oder direkt Ammonium dosieren.

    Ich vermute mal, dass die SPS die KH-Schwankungen nicht so gut fanden und daher ein bisschen rumzicken.
    Gerade KH über 10 führt eigentlich immer zum kompletten Wachstumsstop.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Pascal,

    das kannst du dir doch selbst beantworten:
    Jedes Lebewesen stirbt mal, und wird anschließend zersetzt. Dabei werden die essentiellen Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor wieder freigesetzt. Gerade Phytoplankton-Kulturen werden bei sehr hohen Nährstoffwerten gehalten, damit jede Alge ausreichend Nährstoffe für eine schnelle Vermehrung vorfindet.
    Kippst du das Plankton anschließend in großen Mengen in dein Aquarium, landen diese Nährstoffe natürlich im Selbigen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger