Beiträge von argonaut

    Ich will jetzt auch gar nicht inhaltlich auf die Diskussion eingehen, vielmehr hat sich für mich daraus die Frage ergeben, ob ich nicht besser eine andere Methode zur KH-Dosierung nehme statt FM, wenn es ja nun plötzlich (?) eher schlecht ist, das über den Tag verteilt zu dosieren. Also hat das Ganze bei mir eigentlich eher - vom Verkäufer-Standpunkt aus - kontraproduktiv gewirkt.

    So kann man es natürlich sehen, Jörg Kokotts Aussage geht ja auch in diese Rechnung ("Problem im eigenen System korrigiert").

    Letztlich ist das aber alles aufgebauscht. Balling light ist kein Randprodukt, es funktioniert seit Jahren und in Tausenden von Becken. Warum auch nicht, es ist Balling + Spurenelemente. Du kannst (was du ja auch gemacht hast) die ganzen Salze auch vergleichsweise günstig einkaufen und dir selber Stammlösungen herstellen. Und dazu die traces von fm verwenden oder von tm usw. Da gibt es keinen substanziellen Unterschied!

    Und das trifft eigentlich auf alle etablierten Versorgungsanbieter zu. Die Unterschiede liegen in Details, hauptsächlich in der Einfachheit der Anwendung, wie z.B. bei den Konzentraten. Natürlich hat jeder Hersteller eine gewisse Philosophie, aber es gibt kein herausragendes Versorgungsprodukt, das alle anderen in den Schatten stellt.

    Insofern, wie schon geschrieben: wenn das Becken gut läuft und du grundsätzlich mit Preis/Leisung und Handhabbarkeit zufrieden bist, besteht kein Grund zu wechseln.

    Wenn man die Gedankengänge weiterspinnt stellen sich halt ein paar weitere Fragen

    1. ist das vll nicht nur bicarbonat?

    2. wenn doch wie geht sich das aus?

    3. wenn nur bicarbonat dann komm ich aber nicht auf die beworbene Leistung …

    Da ist nicht nur Bicarbonat enthalten, das Produkt heißt auch Carbonat MIX. Was da sonst noch enthalten ist, daraus macht Claude aber ein Betriebsgeheimnis. Er weicht dieser Frage oft aus, hat aber dann noch mal gesagt, dass 8% von einer geheimen Zutat enthalten ist, die die Löslichkeit von Bicarbonat erhöht.

    Scheinbar soll es ab jetzt nur noch reines Bicarbonat sein. Das ist aber alles vage und ich finde dazu keine verlässliche Angabe. Es ist ein MIX, aber was genau gemischt wurde, bleibt unklar.

    Es gibt einen anschaulichen Versuch von Randy, wie sich der pH Wert über die Zeit verändert durch Zugabe von Bicarbonat, Carbonat und Hydroxiden. Dafür verwendete er Meerwasser mit einer Salinität von 35 psu. In drei Behälter gab er jeweils exakt 0,5 meq/l zu. Das Ergebnis:

    Ausgangs-pH: 8,10

    pH Messung kurz nach Dosierung:

    Bicarbonat 8,06

    Carbonat 8,44

    Hydroxid: 8,76

    nach 24 Stunden

    Bicarbonat 8,15

    Carbonat 8,28

    Hydroxid: 8,47

    nach 120 Stunden

    Bicarbonat 8,33

    Carbonat 8,34

    Hydroxid: 8,33

    D.h., egal welche Form man zugibt, am Ende stellt sich zwischen Meerwasser und umgebender Atmosphäre bei einer gegeben Alkalität immer derselbe pH ein.

    In der Praxis ist es halt so, dass klassisches Balling und Balling light eben diesen pH Drop haben nach der Zugabe. Ist natürlich nicht so praktisch, wenn der pH am Morgen eh im Keller ist und dann durch die Dosierung nochmal kurzseitig weiter absinkt. Insofern gehe ich davon aus, dass die Bolus Dosierung dem erfolgreich entgegenwirkt. Und wenn Leute berichten, dass alles besser wächst und der Verbrauch nach oben gehen, ist das kein Wunder. Korallen wachsen nunmal sehr gut bei höherem pH.

    Das haben anderen Hersteller schon länger erkannt und bieten halt einen Mix von Bicarbonaten und Carbonaten an. Der Effekt: der ph Wert fällt nicht ab nach der Zugabe und ist insgesamt konstanter.

    Ist eigentlich alles ganz einfach, es geht bei Bolus lediglich um eine Erhöhung des pH Werts bei Balling. Funktioniert natürlich auch prima mit anderen Methoden, wie Atemkalk, Kalkwasser Zugabe usw.

    Was dann aus dieser einfachen Sache gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt. Natürlich gibt es zahllose ausgesprochen gut laufende Becken, die mit klassischem Balling oder Balling light betrieben werden - ganz ohne Bolus und mit eher niedrigem pH Wert.

    Insofern ist Bolus eine interessante Option für alle, die klassiches Balling oder Balling light verwenden und über einen konstanteren pH Wert mehr Wachstum erreichen möchten. Mehr ist es aber auch nicht. Also nix mit (frei nach Michael Jackson) "Heal the tank, make it a better place, for you and the entire coral world"...

    Hallo zusammen,

    vielleicht doch ein Sommerloch Thema :winking_face:

    Leider hat Claude in seinem Video von gestern ein Stöckchen hingehalten, über das ich nun springen werde. In Zusammenhang mit diesem Forum hält er heute alle hier für "Mädchen mit Röcken" und verweist auf die epischen Schlagabtäusche, die es früher gab. Keiner bringt mehr die wirkliche Sache auf den Punkt, nur Gelaber.

    Du wünscht dir prägnante Aussagen, auf den Punkt gebracht. Ich versuche es.

    Dir ist in deinem Video nicht einfach etwas rausgerutscht. Du bereitest im Vorfeld einen Versuch vor und zeigst anschaulich, dass (wörtlich) "Konzentrate" zu massiven Ausfällungen führen. Auch viele andere Aussagen im HTU gehen in die Richtung, dass Konkurrenzprodukte langfristig ein Problem darstellen und schaden.

    Jetzt ruderst du zurück und meinst natürlich nicht angesehene Firmen, wie Sangokai (sonst erwähnst du keine namentlich, wie Oceamo oder ATI). Du relativierst deine eigene Aussage, nur um sie dann wieder zu wiederholen. In deinem gestrigen Video sagst du, wenn man die Stoffe in die Strömung gibt, sieht man natürlich nicht so anschaulich die Ausfällungen. Du setzt aber sogar noch einen drauf, indem du behauptest, die kleinen fast nicht sichtbaren Partikel würden durch die Pumpen noch kleiner. Damit wäre dann auch die Depotbildung größer!

    Was nun? Das ist alles vage, mal so mal so, wie es gerade passt. Der Effekt ist da, aber nicht bei Firma xyz usw. usf. Jörg will angeblich das ganze erstmal in Ruhe prüfen, was du an ihm schätzt. Tatsächlich sagt er aber wörtlich in seiner Facebook Gruppe: "Das Bolus betrifft nur Systeme die mit Natriumhydrogencarbonat als alleinige Carbonatquelle arbeiten, also klassisches Balling. Das BALANCE hat das Problem nicht, was das Fauna Marin KH System hat, von daher nein. Claude hat ein Problem in seinem eigenen System korrigiert, das betrifft andere Systeme nicht die anders aufgebaut sind."

    Und weiter gehts im reef2reef Forum. "That's a real sad thing to contemplate. That you dont care for truth in advertising. That you do not care whether claims are correct or not. I do care.", so könnte man den bereits erwähnten Randy Holmes-Fairly zitieren, der deinen HT regelrecht zerpflückt. Andere Hersteller haben sich auch geäußert. Das ist kein "Versehen" oder eben eine alternative Wahrheit, die andere nicht verstehen.

    Mal ehrlich, du sähst ganz bewusst Unsicherheit, mit dem Ziel, dass Leute auf Balling Light umstellen. Du sagst nicht, alles andere wäre schlecht, aber das ist das, was bei vielen eben rüberkommt. Der Zweck des Ganzen ist eigentlich klar. In dem HTU wimmelt es von bedeutungsschwängeren Begriffen und Sätzen wie "aus dem Gleichgewicht geraten" "Schaden am Puffersystem", "chemische Substanzen mit langfristigem Schaden" usw. Dem gegenüber steht eine Methode, die "den Schaden heilt", die für langfristige Stabilität sorgt, dazu wird das Wachstum besser, die Farben natürlich auch, es werden schädliche Ausfällungen reduziert/vermieden, alles wird vorhersagbarer und zuverlässiger. Zu schön um wahr zu sein? Natürlich nicht, wenn man die richtige Methode verwendet und so heißt es am Ende des HTU: "Warum sollte die Bolus-Methode nur mit Fauna Martin Balling light betrieben werden?

    Das führt dann soweit, dass Anwender in deinen Videos fragen: Mein Becken läuft super, gutes Wachstum, alles bestens, auch der PH ist hoch, soll ich trotzdem auf Bolus umstellen?

    Wenn man es so aufzieht, hat es eben Wirkung auf die Leute. Da ist wirklich nichts dem Zufall überlassen, selbst der Begriff, der aus dem medizinischen kommt, soll Kompetenz vermitteln.

    Das Positive, das ich oben geschrieben habe zu dir und deiner Firma, da stehe ich nach vor zu, aber solche Sachen sind einfach völlig überzogen. Du wolltest offene Worte, bitteschön.

    Jörg hat beinahe 100 Podcasts aufgenommen und man hat wirklich nie das Gefühl, dass einem etwas verkauft werden soll. Da wird Wissen und Erfahrung vermittelt, es geht um Erkenntnisse zum Hobby und um den Spaß am Hobby.

    Jeder ist anders und auch wenn man aggressiver im Marketing auftritt, ist das völlig legitim. Aber irgendwann ist es auch mal gut.

    Es grüßt ein Mädchen im Rock!

    Hallo zusammen,

    ein Sommerlochthema? Das ist höchst ernst und von entscheidender Bedeutung für die gesamte Meerwasseraquaristik!! :winking_face: Manchmal beneide ich die Ruhe und Gelassenheit der "alten Hasen".

    Spaß beiseite, inhaltlich ist das Thema aus meiner Sicht erledigt. Danke auch nochmal an Christoph.

    Mittlerweile gibt es in diversen Foren immer mehr Kritik, Randy Holmes-Fairly scheint richtig in Rage zu geraten und zerpflückt die HTU regelrecht. Autsch.

    Es gibt halt gutes und schlechtes Marketing. Wenigstens bleibt man Gesprächsthema.

    Da weiter draufhauen nützt aber niemanden. Wobei ich trotzdem nochmal erwähnen möchte, dass die totgesagten Foren eben doch einen entscheidenden Vorteil haben gegenüber allen anderen Medien. Sie sind in der Regel neutral und werden von keiner Firma bestimmt. Keine eigenen Facebook-Gruppen, Insta-Schaufenster, youtube Videos, Podcasts und was es sonst noch gibt, in denen man Themen selbst bestimmt und bei Bedarf unliebsame Leute und Störenfriede entfernen kann.

    Abschließend: auch wenn fauna den Bogen etwas überspannt hat, sollte man das jetzt nicht überbewerten. Claude ist aus meiner Sicht ein Verkaufsgenie, der Erfolg gibt ihm Recht. Und auch sonst hat ja das meiste Hand und Fuß. Eventuell hat er sich da einfach verrannt. Ich meine damit nicht die Bolus Dosiermethode, sondern von der Art und Weise, Konkurrenzprodukte ohne Not schlecht zu machen und das auch noch auf unsachlicher Basis.

    Hat dies jemand schon mal beobachtet? Ich dosiere seit Jahren Natriumcarbonat und verwende Atemkalk. pH morgens 8,1/8,2 abends 8,3/8,4.

    Hallo Kristian, bei mir ähnlich. Natriumcarbonat als Bestandteil von Oceamo Duo und Atemkalk. Habe ähnliche ph Werte. Wie Bernd schreibt, ist es halt schade, wenn man keine Chemiker hat wie Armin Glaser, die das mal genauer erklären. Christoph ist entweder im Urlaub oder hat viel zu tun. Aber vielleicht kommt da noch was.

    Das was du da zitierst ist genau das, was ich nicht so schön finde. Es werden Probleme suggeriert und angedeutet, auch was künftige Entwicklungen anbelangt, aber bei genauerem Hinsehen ist es entweder Theorie oder man weiß gar nicht, was genau gemeint ist. Bleibt immer schön vage, aber klingt bedrohlich.

    Ich verwende jetzt 4 Jahre Oceamo Duo. Nach der Stabilisierungsphase von ca. 1 Jahr ab Start des Beckens habe ich einen hohen Verbrauch an KH und Ca, der pH Wert ist praktisch nie unter 8 gefallen. Das lief teilweise so stabil, dass ich über Monate nicht mal hätte messen müssen, der Verbrauch war extrem konstant. Wachstum super. Also was soll der Quark, "Schaden heilen", "Puffersystem kaputt"?

    Alle die Balling light verwenden, können sich entscheiden, ob sie per Bolus dosieren oder wie gehabt über den Tag verteilt. Für alle anderen ist das sowieso nicht interessant, da läuft es auch so (sehr gut) :winking_face:

    Hallo Panos,

    wer Balling light fährt oder ein andere Produkt, wo Bicarbonat enthalten ist, kann das gerne testen. Es ging mir nicht um das Für und Wieder dieser Dosiermethode. Claude wird schon wissen, was er da empfiehlt.

    Aber warum dann immer diese Seitenhiebe auf andere Produkte? "Konzentrate führen zu Ausfällungen und sind langfristig ein Problem". Ich sehe es so: da z.B. in Oceamo Natriumkarbonat enthalten ist, was den pH Wert erhöht, besteht in manch anderen Versorgungssystem gar nicht so das Problem von niedrigen pH Werten. Wie schon von einigen her geschrieben, viele Wege führen nach Rom.

    Ich würde es halt gerne von einem Chemiker hören, wie Christoph. Ich schreibe ihn mal separat an.

    schade ist, dass Armin Glaser als wirklicher Chemiker hier keinen Beiträge mehr schreibt.

    Zumindest eine Neuauflage des Buches ist in Aussicht. Ich habe Armin Glaser im März angeschrieben und gefragt, ob ich sein Buch, das ja nicht mehr aufgelegt wird, einscannen und hier im Forum kostenlos zum Download einstellen kann. Er schrieb mir, dass er aus rechtlichen Gründen das Layout komplett neu machen müsse, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es eine (aktualisierte) Neuauflage geben wird. :smiling_face:

    Das ist nicht ganz korrekt, denn der kH kann ja gar nicht gleich bleiben, wenn alles auf einen Schlag von der kH-Lösung zugegeben wird.

    Ja, aber ich habe es so verstanden, dass mit der Zeit eine Pufferkapazität aufgebaut wird und der KH dann über den Tag nicht mehr schwankt. Kann aber auch falsch sein.

    Das mit den Spurenelementen finde ich witzig, denn das ist ja seit Jahren genau das Konzept von Sangokai. Die Spuren werden einmal am Tag und zwar relativ am Anfang der Beleuchtungsphase in einer Stoßdosierung zugegeben. Das Konzept dahinter: wenn es während der Wachstumsphase dosiert wird, bekommen alle was ab und dann dürfen bestimmte Spuren auch mal nicht nachweisbar sein. Wichtig ist, dass sie einmal täglich in ausreichender Menge dosiert werden.

    Lasst euch daher nicht verrückt machen! Wenn es bei euch klappt, dann macht weiter so wie bisher.

    Sehe ich auch so. Nur: es kommen immer neue Produkte auf den Markt, teilweise auch noch nicht ganz ausgereift oder langfristig getestet. Wir Aquarianer bzw. unsere Becken sind dann häufig die Testobjekte. Ich bleibe mal bei dem Beispiel eporeef. Am Anfang wurde die extrem poröse Struktur hervorgehoben und beworben. Ziel war es, Lebendgestein nachzubilden. 10 Jahre später sagt Norbert Dammers im podcast, dass es aufgrund der vielen Erfahrungsberichte zu einem Umdenken gekommen ist und die Struktur des Gesteins so geändert wurde, dass es eben nicht mehr sehr porös ist.

    Das ist der Lauf der Entwicklung, kein Vorwurf. Allerdings könnte es sein, dass die Leute, die halt das poröse eporeef verwendet haben, Jahre später mit hohen Nährstoffen zu kämpfen. Weiß man es genau? Schwierig, aber wenn in der aktuellen Variante ein Zuschlagsstoff hineingegeben wird, um die das Gestein mehr oder weniger zu versiegeln, dann wird das ja nicht aus Spaß gemacht.

    Für mich ist da immer auch ein bisschen Verunsicherung dabei, da man es eben nicht genau weiß. Und wenn Claude behauptet, dass Balling Konzentrate zu Ausfällungen und langfristig zu Problemen führen, dann ist da im ersten Moment eine Verunsicherung.

    Das Problem in unserem Hobby ist halt, dass man meist gar nicht so wirklich weiß, woher was kommt. Kommen hohe Nährstoffwerte von zu viel Fütterung, von schlechter Beströmung, von schlampiger Pflege, von gesättigtem Riffgestein oder gar von Ausfällungen, die sich mit der Zeit ansammeln?

    Hallo Christoph,

    heute hat Claude ein Video hochgeladen, in dem es um die Bolus Dosierempfehlung geht (Link). Kurz zusammengefasst: Carbonate werden kurz vor Beleuchtungsbeginn komplett zugegeben (statt über den Tag verteilt) und das Licht wird mehr oder weniger schlagartig auf 100-120% hochgefahren. Nutzen: der pH wird dauerhaft erhöht, KH bleibt trotz der Stoßzugabe sehr konstant, was in Summe zu besserem Wachstum führt (quantitativ und qualitativ).

    Scheinbar soll und kann man das nicht mit Konzentraten machen, wie mit deinem Duo oder ATI Essentials. Es funktioniert nur mit Bicarbonaten. Ich nehme an, das ist auch so, aber vielleicht kannst du dazu auch Chemiker Sicht was schreiben. Meine Vermutung ist, dass es bei deinen Produkten auch gar nicht notwendig ist, die Carbonate schlagartig zu dosieren.

    Wer wäre Claude, wenn es nicht gleich auch noch einen Seitenhieb auf die Konkurrenz geben würde. Der anschauliche Test mit den zwei Wasserbehältern finde ich persönlich grenzwertig. Einmal wird KH Balling light zugegeben und einmal ein Konzentrat, wie z.B. deins. Einmal bilden sich ziemlich viele Ausfällungen, bei Balling light bleibt es klar.

    Ich habe das heute morgen mal selbst gemacht. Becherglas 500ml, zu Hälfte gefüllt und KH Duo zugegeben und geschwenkt/gerührt. Ergebnis: keine sichtbaren Ausfällungen. Ich habe dann recht viel KH zugegeben. Klar, die Trübung war stark, aber nach ein paar Minuten ist es wieder klar geworden. Da ich momentan zur Fadenalgenbekämpfung Kalkwasser zugebe, ist der pH des Ausgangswassers 8,6. Da sollten die Ausfällungen ja noch stärker sein, was aber nicht so ist.

    Letztlich ist die Aussage: solche Konzentrate führen langfristig zu Problemen im Becken. Veranschaulicht wird dies mit deutlich sichtbaren, massiven Ausfällungen. Wenn das so ist, wäre die Aussage ja ok, aber ich kann es nicht nachvollziehen.

    Würde mich über eine Rückmeldung freuen!

    Hallo Michael,

    ja, man schweift manchmal ab.

    Also wollte ich nur Fragen. Wie die Idee von Sangokai ist um es zu verstehen.

    Was mich zum Wechsel bewegt hat ist zum einen, dass ich mir erhofft habe, keine zusätzlichen einzelnen Spuren dosieren zu müssen. Jod ok, wäre nicht so tragisch gewesen. Zum anderen hat mich das Konzept von Sangokai angesprochen. Jörg ist Biologe und unser Aquarium ein biologisches System. Bei ATI besteht die organische Versorgung in den drei Einzelkomponenten P, N und C. Sangokai hat dafür eine Flasche und ich fand die Erklärung von Jörg sehr gut, wie welche Stoffe so in etwa enthalten sind, Aminosäuren und andere Stickstoffquellen, etwas Phosphat, und verschiedene Kohlenstoffquellen, wahrscheinlich auch Vitamine.

    Jörg hat das auf Basis seines wissenschaftlichen Hintergrunds entwickelt und ich fand das überzeugend.

    Was aber wichtig ist, im Gegensatz zu den ATI Nutritions kannst du mit Sangokai deine Nährstoffe nicht wirklich erhöhen! Also wenn du eine starke Zehrung hast durchs tote Gestein, musst du zusätzliche Produkte einsetzen.

    Jörg fährt seine Becken wohl bei nahe 0 was Phosphat und Nitrat anbelangt. Die tägliche Sangokai Dosierung reicht für eine Basisversorgung aus und es muss nichts weiter dosiert werden.

    So, jetzt schweife ich mal wieder ab. Du hast da ein paar Dinge angesprochen, die vielen auffallen, wenn sie eine längere Pause gemacht haben. Früher hat man Lebendgestein reingepackt, T5 drüber und es ist gelaufen. Natürlich nicht von alleine und automatisch, aber heute scheinen die Probleme größer zu sein. Viele LED Lampen machen ein tolles Licht, aber man kann auch viel falsch machen. Spektrum und Lichtintensität wären da vor allem zu nennen.

    Genauso das tote Riffgestein/Keramik. Tolle Möglichkeiten zu gestalten, luftiger Aufbau, schöne Überhänge usw. usf. aber halt nicht so ganz einfach beim Start des Beckens. Ich glaube jeder stimmt zu, dass es viel länger dauert, bis das Becken stabil läuft im Vergleich zu Lebendgestein.

    Und wenn man den Profis genau zuhört, merkt man schon, dass das von denen auch ab und an angesprochen wird. Claude von faunamarin z.B. sinniert über die alten Zeiten und dass die Becken da anders waren und das würde heute "irgendwie" fehlen. Ich glaube, das BOLUS System ist auch ein Versuch, daran anzuknüpfen. Kalkwasser führt die Firma nun auch wieder.

    Mittlerweile ist Riffkeramik wieder etwas in der Kritik von mancher Seite, weil sie durch die extrem offenporige Struktur viel einlagern kann. Eporeef war früher ähnlich, mittlerweile gibt es neue Generationen, die durch einen Zusatz ziemlich geschlossen sind bis auf wenige Millimeter an der Oberfläche.

    Es gibt ellenlange Threads zu bestimmter Riffkeramik, die offensichtlich üble Stoffe abgegeben hat. Das scheint bei den etablierten Anbietern nun Geschichte zu sein. Dennoch ist es halt so, dass viele Stoffe, auch Spurenelemente durch dieses Gestein eingelagert werden. D.h. die ICPs sind irgendwie auch notwendig geworden durch die neuen Gestaltungsmöglichkeiten, das aggressivere Licht und die wasserwechselfreien Systeme.

    Jetzt könnte man ketzerisch sagen: eigentlich war das ganz gut früher, Legendgestein, Wasserwechsel, Spurenmischung und man kann die meisten Korallen prima pflegen. Ist ja auch so, aber die Entwicklung schreitet halt voran, auch was die Auswahl der Tiere anbelangt.

    Und letztlich steht es ja jedem offen, Lebendgestein gibt es noch und auch T5/Hybrid ist noch möglich. Ich finde die Herangehenswiese von Claude in dieser Hinsicht ganz gut. Er betont immer wieder, dass man stets einen Teil Lebendgestein mit ins Becken nehme soll und das auch ab und an mal durch neues ersetzt. Ebenso gehört der Wasserwechsel für ihn nach wie vor dazu.

    Aber man kann es eben auch anders machen und es gibt genügend Becken, die prima laufen ohne Lebendgestein und Wasserwechsel und T5. Ist halt u.U. schwieriger und erfordert mehr Erfahrung und Wissen.

    Bei mir haben die häufigen ICPs im Abstand von wenigen Wochen ganz klar geholfen, dass die Korallen immer schön wachsen können.

    Hi Sandy, kannst du das wirklich auf die Anpassungen im Spurenelementbereich zurückführen, die du aufgrund der Ergebnisse der ICP anschließend gemacht hast? Ich bin da nach wie vor ein Zweifler, sofern es sich nicht um krasse Mängel handelt, wie Jodmangel.

    Für mich stellt sich das häufig so dar, dass im Zuge der ICPs der Anwender sowieso sehr aufmerksam ist, Werte wie Salinität, KH, Calcium, pH usw. ins Lot bringt, sprich, sich regelmäßig und nachhaltig ums Becken kümmert. Dass es dann wieder besser läuft, ist kein Wunder.

    Ich finde es toll, dass es ICPs gibt und der Schritt von Christoph, in die ICP-MS zu investieren ist auch wunderbar. Allerdings wird mir das für meinen Geschmack etwas zu viel. Ich höre fast alle Meerwasser podcasts aus Deutschland und es scheint irgendwie common sense geworden zu sein, dass ICP Analysen alle paar Wochen "normal" sind.

    Irgendwie finde ich diese extreme Fixierung auf bestimmte Werte und den dazugehörigen Kontrollwunsch etwas übertrieben. Wenn man sich Probleme von Leuten anschaut, dann kommen die Spuren häufig an hinterer Stelle. Davor liegen oft schon die Basiswerte oder das richtige Messen im Argen. Aber sofort heißt es, mach mal ne ICP. Gut, man kann damit auch die Mengenelemente überprüfen, das ist schon ok. Aber es gibt den Reflex, das Problem schnell mal durch eine ICP lösen oder erkennen zu wollen, den Grund der Probleme also woanders zu suchen.

    Außerdem frage ich mich immer mal wieder, ob dieses engmaschige Messen und Nachjustieren der Spuren eine Sache ist, die eigentlich nur bei extrem empfindlichen Korallen vonnöten ist. Es wird ja immer von "high end" Becken gesprochen, "high end" Tieren usw. Dreifarbig, vier- oder gar fünffarbig.

    Juckt das das Gros der Aquarianer, die ein Gemischtbecken haben? Bzw. kann man hier nicht einfach auch mal die ICP stecken lassen?

    Ich spreche nur für mich, aber der Erkenntniswert aus den ICPs war für mich bisher äußerst gering. Es ist eher eine Art Beruhigungspille, nach dem Motto: ah, alles im Lot, muss mir keine Sorgen machen. Müsste ich eigentlich sowieso nicht, wenn ich ins Becken schauen würde.
    Ich komme auch mit diesen planmäßigen Anpassungen nicht so ganz klar. Wenn ich heute eine ICP machen lasse, morgen die Werte anpasse und übermorgen ein anderes Futter verwende, einen Filter einbringe (Kohle, PO4 Adsorber usw.), dann ist das Ganze doch für die Katz bzw. kann man gleich wieder von vorne beginnen. Mich macht das kirre :winking_face:

    Ich fand den Rat von Jörg Kokott so entspannend. Er meinte, wenn man wirklich glaubt, dass man zu wenig Spuren im Becken hat, solle man einfach die Dosis verdoppeln und ein paar Tage abwarten. Ändert sich nichts, besteht auch kein Mangel.

    Zum Abschluss noch ein blind gewähltes Beispiel aus dem Korallenriff.de Archiv, es zeigt Ausschnitte von dem "Becken des Monats November 2008". Da gab es keine ICPs, man wusste eigentlich überhaupt nicht, welche und wieviel Spurenelemente im Becken sind.

    Ich hoffe, ich bekomme jetzt keinen shitstorm. Mir geht es nicht darum, ICPs schlecht zu reden, kann jeder sowieso machen wie er möchte. Mir ist einfach die Fixierung darauf etwas zu viel.

    Was man auch nicht vergessen darf, wir haben je heute sehr gute Salze, kein Hersteller kann sich mehr erlauben, schlechte Salz zu produzieren. Und dazu noch sehr gute und erprobte Versorgungssysteme verschiedener Hersteller. Eigentlich hätte das eher dazu führen müssen, dass man eben nicht ständig noch weitere Analysen und Anpassungen machen muss. Was meiner Ansicht nach auch der Fall ist, wäre da nicht der Reflex: müsste mal wieder ne ICP machen lassen!

    Hallo Michael,

    es gibt immer Antworten, die einem nicht so passen. Aber das war immer so und wird immer so sein. Im Zweifel nachfragen oder drüber stehen, egal ob hier oder fb oder was es sonst noch gibt.

    Burkhart hat drei Dinge ansprochen, die auch wichtig finde. Dass man 1 und 2 zeitlich begrenzt mischen kann, ist mir wieder entfallen. Ist aber ein guter Hinweis für alle, die mit Dosierpumpen sparen (müssen).

    Bei mir muss nichts extra dosiert werden, Burkhart dosiert Jod und Fluor. Insofern kann man vorher nicht abschätzen, ob es mit der Versorgung getan ist oder ob man nachdosieren muss. Bei ATI (und ich habe alle "Generationen" verwendet) war eigentlich immer Jod zu knapp.

    Und drittens, Sangokai orierntiert sich nicht so sehr an SOLL Werten aus ICPs. 1 und 2 werden einmal am Tag in voller Dosierung zugegeben und dem Konzept von Jörg nach reicht diese Stoßdosierung aus, damit Korallen und Bakterien versorgt werden. D.h. es ist nicht ungewöhnlich, dass z.B. Eisen oder Zink nicht nachweisbar sind. Solange keine Probleme auftreten, muss und soll nichts extra dosiert werden.

    Oceamo bietet übrigens seit geraumer Zeit ein ähnliches System an. Ich glaube nicht an Zufälle, aber zufällig ist die Dosierung im Vergleich zu Sangokai extakt identisch (0,5ml/100ml) und es gibt analog zu Sangokai auch zwei Flaschen, eine mit Spurenelementen und die andere mit Organik. Das wäre die Alternative, wenn man komplett mit Oceamo versorgen möchte. Allerdings kenne ich sehr wenige bis keine Erfahrungsberichte zu dem System von Oceamo.

    Hi Michael,

    habe das schon gemacht, ist kein Problem. Die Kalkversorgung mache ich aber mit Oceamo DUO 1-2. Basic 1 und 2 von Sangokai sind Spurenelemente und Nährstoffe, wie Phosphat, Stickstoff (Aminosäuren) und Kohlenstoff. Damit hast du dann eine Komplettversorgung. Eigentlich brauchst du in diesem Fall nur 4 Dosierpumpen. Basic 3 muss man händisch zweimal die Woche zugeben. Darf man auch mal vergessen, ist nicht wirklich essentiell, gehört aber zum Konzept dazu.

    Mein Mischbecken wird damit komplett versorgt, ich muss nichts extra zugeben, auch kein Jod.

    Hallo Erwin,

    das muss jeder selbst entscheiden. Ich habe ja testweise den PO4 Wert gemessen von der Brühe und ich will nicht, dass sich das über Jahre im Becken ablagert, ansammelt und auch wieder freigesetzt wird. So viel Leben war da auch nicht mit dabei, das ganze Hauptbecken ist voller Getier.

    Aber ich verstehe, wenn man es so lässt und sich an der Vielfalt erfreut. Ich glaube, da gibt es nicht unbedingt einen richtigen und falschen Weg.
    Ich habe halt die Vermutung, dass viele Leute, die überschnell Adsorber, Kohlenstoff usw. einsetzen, nicht wirklich nach den Ursachen schauen. D.h. man pflegt das Becken nicht und versucht lieber mit Mittelchen zu arbeiten. Ist natürlich eine pauschale Aussage und es wird auch viele Becken geben, wo das mit den Nährstoffen passt trotz "lebendem" Technikbecken. So was hängt immer von den Tieren ab, die man pflegt, vom Fischbesatz und letztlich von der Philosophie, der man folgt.

    Das kann man schon machen, allerdings macht wie so oft die Dosis das Gift. Sehr hoch konzentriert kann Zitronensäure schon schädigen. Bei Kurzeinsatz und nicht extrem konzentriert sollte das kein Problem sein.

    Osmosewasser ist aber gar nicht toll (viele nützliche Ionen fehlen) und recht aggressiv.

    Ich verwende in meiner Teemaschine, die nun jetzt 10-12 Jahr alt ist, ausschließlich Osmosewasser. Sie sieht so aus wie am ersten Tag. Eine Bekannte, die dasselbe Modell hatte, hat das Ding schon vor Jahren entsorgt. Kalkablagerungen, dann undicht geworden, am Ende ging gar nichts mehr.

    Bei Kaffee ist es allerdings so, dass der Geschmack erheblich leidet. Kaffee braucht etwas Mineralstoffe. Wenn ich mich richtig erinnere, so 7 dkH. Am besten sind wohl die Wasserfilter wie von Daniel angesprochen. Aber ich könnte mir auch vorstellen, Osmose und Leitungswasser zu mischen. Muss ich mal testen...

    Hallo Sandy,

    ich backe auch Brot, ich meine die Teigkarten/Spachtel. Und du hast recht, bei gröberen Gebilden wird der Kunststoff beschädigt. Im Baumarkt gibt es auch so Spachtel, damit habe ich es aber noch nicht probiert.

    Von der Amidosulfonsäure habe ich mir einen 3kg Sack gekauft, das ist recht günstig und man kann es auch sonst immer mal wieder verwenden. Es schädigt z.B. Dichtungen sogar weniger im Vergleich zu Zitronensäure. Aber zur Sicherheit würde ich auch nachfragen. Habe mehrfach Pumpen damit gereinigt, den Abschäumer und jetzt den Vliesfilter. Keinerlei Probleme.

    Wenn ich mir aber anschaue, welche Menge an Dreck allein aus dem Abschäumer kam dürfte das wirklich notwendig sein

    Mein Vliesfilter steht auf einer Erhöhung, darunter hat sich auch recht viel Dreck angesammelt. Etwas Sand, der Rest Detritus. Ich habe das alles abgesaugt, eine Schale stand noch in der Küche. Ich habe eben mal das Wasser darin auf PO4 getestet, der Hanna Checker zeigt 0,9 blinkend an, d.h. der wahre Wert liegt außerhalb des Messbereichs und damit noch höher.

    Ich habe in den letzten zwei Monaten sehr viel von dem Zeugs abgesaugt, vor allem auch im Hauptbecken. Wahrscheinlich ist mein PO4 Wert von 0,2 auf ca. 0,3 gestiegen aufgrund der ganzen Aktionen. Im Grunde sind das Depots, das PO4 verschwindet ja nicht und ich rechne damit, dass der PO4 Wert wieder sinkt mittelfristig.

    Bin mal sehr gespannt, Sand und Schmodder abgesaugt, Technik gereinigt, wesentlich mehr Strömung. Wäre seltsam, wenn das nicht bald Wirkung zeigt.

    Hi Sandy,

    was als Hilfsmittel ganz gut funktioniert ist so ein Teigschaber fürs Brotbacken. Der Kunststoff ist ja flach zulaufend und damit bekommt man Beläge und die kleinen Wurmschnecken gut ab. Bei größeren Kalibern wird es damit aber auch schwer.

    Nachdem ich vor ein paar Wochen den Abschäumer komplett auseinander genommen und gereinigt habe, habe ich heute den Vliesfilter rausgenommen und komplett auseinander gebaut.
    Daniel hat mal in einem Thread Amidosulfonsäure empfohlen für die Entkalkung. Das verwende ich jetzt seit geraumer Zeit statt Zitronensäure. Funktioniert sehr gut und vor allem recht schnell. Allerdings würde ich es trotz allem nicht ins Technikbecken kippen, weiß nicht, ob man das überall aus jeder Ritze wieder rausbekommt...

    Die Idee, alles auf einmal alle paar Monate zu machen und das Technikbecken zu leeren, ist wahrscheinlich ziemlich sinnig. Dann macht man einmal alles und das gründlich und hat wieder Ruhe. Und hat zudem noch einen Wasserwechsel gemacht.

    Hallo Erwin,

    bei mir war im Vergleich zur ICP der Hanna Checker auch sehr nah dran. Wobei PO4 in der ICP ja für gewöhnlich nicht gemessen, sondern aus dem Gesamtphosphor errechnet wird. Insofern ist das auch kein absolut verlässlicher Wert.

    Dass die Tropic Marin und Faunamarin Tests so schlecht abschneiden, wundert mich schon. Ich habe damit noch nie gemessen, aber der Unterschied ist ja gewaltig. Und was wasserpanscher ausspuckt, liegt ja noch weiter weg.

    Hi Sandy,

    ist vielleicht etwas übertrieben, aber zumindest ist es auch ein Weg wie man es machen kann. Ich habe mir, eigentlich für das kleine Becken, einen JBL greenline cristalprofi e402 Außenfilter gekauft. Damit durchkämme ich einmal pro Woche den Sand, um Detritus, Futterreste usw. zu entfernen.

    Im großen Becken habe ich ja vor einiger Zeit angefangen, den Sand abzusaugen. Anfangs habe ich das mit dem Wasserwechsel verbunden, aber das Verhältnis Wasser zu Sand war so schlecht, dass ich immer nur einen Teil geschafft habe.

    Ich habe dann den Außenfilter von JBL verwendet und es ist erstaunlich, wie viel Sand, Dreck und Schmodder das Ding schluckt. Der e402 ist die kleinste Variante mit 3 Liter Inhalt.

    Ab und zu verstopfte mal der Schlauch, vor allem wenn kleine Muschelschalen oder Korallenreste mit eingesaugt wurden. Aber in der Regel reichte es dann, mit dem Daumen an der verstopften Stellen ein paar Mal drauf zu drücken, um die Verstopfung zu lösen.

    Was ich an dem Ding so toll finde, man kann einfach völlig in Ruhe arbeiten. Wird man unterbrochen, lässt man es einfach so und eine halbe Stunde später kann man weiter machen. Was auch sehr angenehm ist, man kann den Durchfluss regulieren und die Schläuche komplett mit ihrem Einsatz vom Filter trennen ohne dass etwas daneben geht. Mit dem Behälter laufe ich dann ins Bad und nehme die Filtereinsätze samt Filterschwämme heraus, reinige sie und baue alles wieder zusammen. Ist in 10 Minuten erledigt. Dann wieder an die Schläuche anschließen mit einem "Klick" und weiter geht es.

    Für die feinen Schwebteilchen habe ich zusätzlich noch Feinfilterpads gekauft.

    Ich möchte das Teil nicht mehr missen. Der Sand ist ja raus aus meinem Becken, aber zuletzt habe ich es dafür verwendet, den Schmodder auf den Steinen abzusaugen. Keine Hektik, kein schnell schnell...

    Hallo zusammen,

    die automatische Kalkwasserzugabe über den pH Wert und den Aquariencomputer funktioniert sehr gut. Der pH Wert ist jetzt seit zwei Wochen über 8,6.

    Was allerdings merkwürdig ist, mein Phosphatwert ist von 0,19 (über Monate recht stabil) auf 0,32 gestiegen und Nitrat von 12 auf 21. Ich verstehe das nicht, ich habe vor zwei Monaten den gesamten Sand abgesaugt, samt Schmodderecken. Der Abschäumer wurde herausgenommen, komplett zerlegt und der funktioniert jetzt wesentlich besser als all die Monate davor. Füttern tue ich auch nicht anders, es kamen keine Tiere hinzu.

    Der Verbrauch an KH und Ca ist auch mehr oder weniger gleich geblieben. Ca ist sehr stabil, KH stieg mir durch die Kalkwasserzugabe an, daher habe ich Balling reduziert, aber das liegt nicht so weit weg von den Ausgangsdosierungen. Soll heißen: der Verbrauch durch die Korallen scheint nicht weniger geworden zu sein.

    Ziemlich seltsam, das Ganze. Den Korallen geht es gut, insofern sehe ich da erstmal keine Not zu handeln.

    Hallo,

    ich habe mir das heute gedruckt. Funktioniert sehr gut. Nach der Nullmessung kann man die Küvette am Deckel aus dem Hanna-Ei rausziehen und direkt in das vorgesehene Loch stecken. Das hält so gut, dass man den Deckel ab- und den Trichter aufschrauben kann, ohne das Glas anzufassen.

    Wer Interesse hat, ich kann das für 10 Euro inkl. DHL Paket Versand anbieten, das ist mehr oder weniger der Selbstkostenpreis. Aber nur an Mitglieder hier. Ich mache keine Serienproduktion!!! Bei Bedarf einfach eine PM schreiben.

    Farbe wäre dann grau, grün habe ich nicht mehr.

    Doch Daniel, das ist witzig. Im Sinne von Spott und Hohn. Muss aber nicht jeder witzig finden.

    Hat, denke ich, auch nichts mit unserem Rechtssystem zu tun. Die Becken werden ja weltweit verkauft und nirgends lese ich von einem juristischen Erfolg gegen Red Sea. Wahrscheinlich einfach deswegen nicht, weil es halt Garantiebestimmungen gibt, die ein Klage schwierig machen. Und selbst wenn man innerhalb der Garantiezeit liegt, muss man sich mit einem Ersatzbecken oder Reparatur zufrieden geben, was für jeden Betroffenen der blanke Hohn ist.

    Die Haftung für Schäden an Tieren und Sachgegenständen werden ebenso ausgeschlossen.

    Da kommt auch keiner mit einem teuren Anwalt gegen an.

    Ich mache es wie Sandy, ich kauf einfach nichts mehr von denen. Meine Ca und KH Tests von Red Sea, die ich jahrelang verwendet habe, habe ich gegen Hanna Eier und Salifert Tests ausgetauscht. Mit so einem Geschäftsgebaren ist die Firma lebenslänglich unten durch für mich.

    Hallo Bernd,

    DEAD SEA ist witzig!!

    Irgendwann muss man damit abschließen, nützt ja nichts. Bei mir tut sich nichts weiter, muss aber beobachtet werden. Ich hoffe, es hält noch ein paar Jährchen.

    Wenn die Sache etwas Gutes hat: ich werde in Zukunft extrem genau hinschauen, sollte es wieder ein Becken von der Stange werden. Es kommen immer wieder neue Hersteller auf den Markt, mit tollen Becken. Aber das alles nützt nichts, wenn sie nicht dauerhaft halten.

    Ich mache es wie Sandy, nur umgekehrt :winking_face: Habe eine Split-Klimaanlage eingebaut und 1-2 Jahre verwendet. Dann war es mir zu kalt und der Stromverbrauch ist ja auch nicht ohne. Die letzten Jahre hat es ein Baumarkt Standventilator für 30 Euro getan. Der ist an den Aquariencomputer angeschlossen und wenn die Temperatur über den max Wert steigt, geht der Lüfter an. Wenn man keinen Aquariencomputer hat, gibt es auch eine günstige Lösung von DD, den "DUAL Heiz- und Kühlregler". Das Ganze ist einfach, billig und effektiv, ABER: nicht unbedingt wohnzimmertauglich.

    Hatte den Kühler auch wie Sandy auf einem Karton stehen und ins Technikbecken gerichtet. Aber da die meisten Becken ja an einer Wand stehen, kann man den Ventilator auch an die Wand schrauben und von oben auf die Wasseroberfläche blasen lassen. Wenn der Sommer vorbei ist, kommt er wieder in den Keller.

    Die Split-Klimaanlage nutze ich sporadisch aber trotzdem gerne noch, vor allem wenn es Richtung Affenhitze geht.

    Hallo Erwin,

    nutzt du das Gerät? Ich bin da vor einer Weile auch darüber gestolpert. Im Nachbarforum gibt es einen Kollegen, den man als Profi bezeichnen kann und der hat das Ding 2019 auch mal empfohlen. Ich habe ihm vor ein paar Wochen eine PM geschickt, aber der ist wohl nicht mehr aktiv. Ich wollte wissen, ob er es noch verwendet und nach wie vor empfehlen kann.

    Grundsätzlich bin ich mit den Hanna Eiern zufrieden, aber das Wasserpanscher Gerät für Meerwasser hört sich sehr interessant an. Laut Hersteller kann man damit testen: Nitrat/Nitrit-Kombitest, Phosphat, Kalium, Silikat, Magnesium, pH 7,5 bis 9,6, Calzium sowie KH.

    Das Messen soll sehr schnell gehen, relativ günstig ist es auch und wenn das wirklich zuverlässig funktioniert, wäre das eine Alternative. Aber irgendwie ist die Seite etwas unübersichtlich und ich würde so etwas nur in Erwägung ziehen, wenn es Leute gibt, die es in der Praxis erfolgreich verwenden.

    Hallo Malte,

    bei mir haben sich auch viele Krusten verabschiedet und die Ursache sind zwei Tangfeilenfische. Lange war Ruhe, aber dann haben sich die Krusten immer weniger geöffnet und dann waren sie ganz weg.

    Ich konnte aber höchst selten sehen, wie die Fische sich daran gelabt haben. Kann man auch übersehen.

    Deinen Fuchs mal intensiv beobachtet?

    Aber geputzt sehen die Scheiben nicht aus bzw. nur teilweise :winking_face:

    Bei einem früheren Becken hatte ich das auch, nur viel stärker. Man konnte praktisch nicht mehr durchsehen. Irgendwann bricht die Population zusammen und es wird klar. Das kann man aber nur aussitzen, wenn man keine Tiere im Becken hat. Mit UVC sollte das schnell erledigt sein.

    Was sind das eigentlich für Steine?

    Hallo Annie?,

    da stochert man im Nebel. Ich würde erstmal alle Hauptwerte nochmal überprüfen und die korrekt einstellen. Die Werte sind teilweise merkwürdig, du hast 80% Wasser gewechselt und nochmal 60% hinterher und hast trotzdem seltsame Calcium und Magnesiumwerte. Das Silbermann Salz scheint ganz normale Werte zu haben, daran kann es nicht liegen.

    Die Basis ist, dass man korrekte Wasserwerte messen kann und erst wenn das sichergestellt, kann man weiterschauen. Eine Spindel ins Wasser zu tauchen und abzulesen bedeutet nicht, dass es auch stimmt, was sie anzeigt. Die Skala kann verrutscht sein, die Temperatur nicht stimmen usw. Da ist niemand vor gefeit.

    Auch die Nährstoffe sind seltsam hoch, vor allem wenn du vorher diese massiven Wasserwechsel gemacht hast. Die müssen ja davor noch wesentlich höher gelegen haben.

    Ich würde dir "back to the basics" raten. Wasserwerte so einstellen wie sie üblich sind, Abschäumer, Wasserwechsel und sonst erstmal nichts. Kohle raus, Phytoplankton raus, keine Spurenelemente auf Verdacht dosieren.

    Regelmäßig messen: KH, Ca, PO4 und Nitrat.

    Licht und Strömung müssen natürlich auch passen.

    Wenn das alles passt, werden die Korallen anfangen zu wachsen. Das siehst du daran, dass KH und Calcium verbraucht werden. Jetzt musst du dich für ein Versorgungssystem entscheiden und bedarfsgerecht nachdosieren. Dann kann man auch Spurenelemente dosieren, meist ist das das in den Versorgungssystemen schon integriert. Für dich käme auch so All-in-one Lösungen in Betracht wie All for Reef oder Ready to reef. Da hast du die Kalkversorgung + Spurenelemente in einer Flasche. Ist extrem einfach und für viele passt es sehr gut.

    Ich würde jetzt einmal eine ICP machen lassen, kannst ja die günstige von faunamarin nehmen. Zum einen, um zu überprüfen, ob deine gemessenen Werte überhaupt stimmen. Dazu nimmst du etwas Wasser aus dem Becken, füllst damit die Röhrchen für die ICP und mit dem Rest machst du eine Wassertests.

    Wenn dann die Ergebnisse der ICP kommen, kannst du das vergleichen.

    Zum anderen siehst du dann, ob du z.B. Schadstoffe im Becken hast und ob wichtige Spurenelemente ausreichend enthalten sind, wie z.B. Jod.

    Ich nehme aber an, das wird nicht so das Problem sein, da du wöchentlich schon viel Wasser wechselt (23%).

    So wie ich das einschätze, hast du hast praktisch keinen Verbrauch und kein Wachstum. Daher werden auch keine Nährstoffe verbraucht, ohne Maßnahmen wird PO4 und Nitrat dann immer weiter steigen.

    Wenn der pH Wert stimmt (welche Uhrzeit gemessen?), ist das schon arg niedrig. Da würde ich erstmal schauen, ob die Wasseroberfläche gut bewegt wird für den Gasaustausch. Und dann sollte der Raum, in dem das Becken steht, gut und regelmäßig gelüftet werden.

    Hallo,

    die neue Sonde ist gekommen, ich habe sie mit dem GHL Profilux und Hanna Kalibierlösung kalibriert. Hanna hat leider nur ph 4 und ph 7 Lösungen, dafür sind das so Sachets, die man einmal aufmacht, verwendet und dann entsorgt. Mein Problem ist nun, dass der pH Wert am Abend auf 8,7 steigt, ganz ohne Kalkwasser. Ich dachte erst, da stimmt was nicht, aber die Sonde vom KH Keeper zeigt auch so hohe Werte an. Und mit dem Salifert pH Tröpfchentest, den ich vor kurzem gekauft habe, wird die Endfarbe nach Anwendung blau. Blau bedeutet 8,6, höher geht die Skala nicht. Ein dunkles Grün wird mit mit 8,3 angegeben, aber es ist tiefblau.

    Jetzt habe ich mir mal die Historie vom KH Keeper angeschaut. Der misst zweimal, mittags um 12 und um Mitternacht. Letzte Woche lagen die Werte mittags (2 Stunden nachdem das Licht angeht) bei 8,3 und um Mitternacht (2 Stunden nach Beleuchtungsende) bei 8,4.

    Vor ein paar Tagen habe ich nach längerer Zeit den Eiweißabschäumer komplett zerlegt und gereinigt. Da waren viele Drahtalgen im Abschäumer. Ich hatte mich schon gewundert, warum da so wenig Luft zu sehen ist und der Atemkalk ewig hält. Jetzt läuft er wieder einwandfrei. Seit der Reinigungsaktion liegt der pH Wert mittags um 12 Uhr bei 8,5 und um Mitternacht noch bei 8,6. Drei Tage hintereinander sehr konstant.

    Ich gehe davon aus, dass diese Werte stimmen, aber ist das noch normal bzw. kann das nur durch den Atemkalk kommen?

    Naja, das erleichtert auf jeden Fall die Kalkwasserzugabe, da muss ich ja gar nicht viel zugeben, um den pH rund um die Uhr bei 8,6 zu halten. Ich habe nur die Befürchtung, dass der pH dann in der Beleuchtungsphase zu hoch geht.

    Ich warte jetzt noch die kommende Nacht ab und schaue, wie tief der pH abfällt in den Morgenstunden.

    Hallo,

    das kann ich so auch bestätigen. Die neue Sonde vom KH Keeper reagiert sehr schnell, die GHL Sonde sehr langsam. Bei GHL dauert das Kalibrieren entsprechend lange. Da ist so ein Wert (ADC), der sinkt oder steigt, was er immer langsamer macht, je näher man am Zielbereich ist. Und wenn dann ein Bereich über längere Zeit erreicht ist und der Wert nicht mehr steigt oder sinkt, dann ertönt ein akkustisches Signal und die Kalibrierung kann beendet werden. Das kann schonmal 5-8 Minuten dauern.

    Kann man den GHL nicht mit zwei oder mehr Punkten kalibrieren?

    Ja, das habe ich auch gemacht. Nachdem die zwei Sonden so unterschiedliche Werte ausgegeben habe, habe ich halt beide nochmal in die pH 7 Kalibrierflüssigkeit gegeben, mit der Absicht, darüber die fehlerhafte Sonde identifizieren zu können.

    Was Hajo schreibt habe ich auch öfters gehört, vor allem bei pH Sonden. Allerdings dachte ich, dass man mit einer Referenz gut erkennen kann, wenn eine Sonde nicht mehr in Ordnung ist. Das ist leider nicht so, insofern kann man das nur über ein anderes Messgerät wirklich herausbekommen.

    Bernd, danke nochmal für die Darlegung der KH - pH Beziehung. Ich stelle das Becken nun auf KH 7 ein und wenn die neue Sonde da ist, geht die Dosierung weiter. Was du schreibst, war bei mir auch so. Mit dem Wechselwasser alleine ist es zu wenig. Ich habe es wie Ewald schlussendlich auch über den Profilux automatisch dosieren lassen. Wenn pH unter xzy fällt, geht die Dosierpumpe an und sobald der Zielwert erreicht ist, schaltet die Pumpe wieder ab.

    Da der Profilux genau angibt, was täglich dosiert worden ist, habe ich dann z.B. drei Liter entnommen und 120 Gramm Salz zugegeben.

    Mal sehen, wie das beim zweiten Versuch wird.

    Hallo Sven,

    ich habe deinen Betrag wieder aktiviert. Ich habe die Beiträge nicht gelöscht und kann daher nur vermuten, dass sich da jemand verklickt hat. Eigentlich ging es um Beitrag 18 (Witz über über Chinesen))

    Aber dein Beitrag war ja völlig neutral.

    Hallo,

    Ich habe jetzt aber ein anderes Problem. Über Nacht wurden automatisch (auf Basis des GHL pH Werts) ca. 5 Liter Kalkwasser dosiert. Die GHL Sonde zeigt aktuell einen pH Wert von 8,29 an. Ich habe sie gestern kalibriert. Die erst kürzlich gekaufte Sonde vom KH Keeper (2 Monate alt) zeigt aktuell einen pH Wert von 8,55 an. Letzteres müsste stimmen, da der Keeper im Vergleich zum Salifert KH Test/Hanna Checker KH praktisch gleichauf liegt. Also er misst korrekt.

    Ich habe jetzt eben beide Sonden in eine pH 7 Kalibrierflüssigkeit von Hanna gegeben. Die neue Sonde zeigt 7,01, die GHL Sonde 7,02.

    Das hilft nicht weiter. Ich gehe davon aus, dass eine Sonde im höheren Bereich definitiv falsch misst. Ich tippe auf die GHL Sonde, da ich mich letztens eh schon gewundert habe, warum trotz Atemkalk und niedriger CO2 Raumbelastung der pH Wert nachts auf unter 8 geht. Bisher war das immer zwischen 8,1 und 8,4. Die Sonde ist jetzt ca. 5 Jahre alt. Die vom KH Keeper ist eine der neueren Generationen und doppelt so teuer im Vergleich zur GHL Sonde. Die ist auf jeden Fall kein Schrott.

    Ist jetzt ein wenig blöd...

    Hallo Rüdiger,

    was meinst du mit noch nicht gefällt? Bei dem Wasserfluss und Wassermenge löst sich das im Nu auf. Ich würde es ja auch gerne übers Nachfüllwasser machen, aber ich habe einen 80 Liter Tank, der oben offen ist. Ich könnte das schon so dicht bekommen, dass halt nur die Luft reinkommt, die der entnommenen Nachfüllwassermenge entspricht. Aber führt das nicht trotzdem dazu, dass die Effektivität des Kalkwassers schnell nachlässt, d.h. der pH Wert sinkt? So ein 80 Liter Tank reicht bei mir ca. 2 Wochen.

    Bei der Lösung übers Nachfüllwasser ist mir auch noch nicht ganz klar, wie man das steuern kann. Ich brauche ja morgens und nachts tendenziell viel mehr Kalkwasser, um den pH anzuheben. Die Verdunstung ist aber tagsüber höher, da wird dann mehr dosiert. Sollte ja eher anders herum sein.