Beiträge von argonaut

    Hallo,

    ich habe mal zu meinem gesamten Fischbestand im Meerwasserlexikon nachgelesen, da gibt es was Futterempfehlungen anbelangt kaum Unterschiede. Dennoch habe ich jetzt mal diesen Thread zum Anlass genommen, a. das Futter umzustellen auf welches ohne Füllstoffe und b. die sexgutta Grundel gezielter zu füttern.
    Ich glaube, viel mehr kann man nicht machen, die Fische bekommen einen Mix aus Trockenfutter (Pellets/Flocken, pflanzlich/tierisch), Frostfutter wie Mysis, Calanus, Krill und ab und an lebende Artemia. Der Doc bekommt täglich Salat und Algen im Wechsel.

    Auf jeden Fall lohnt es sich, vor dem Kauf von Fischen einmal zu prüfen, was die fressen und ob der jeweilige Fisch unter diesem Gesichtspunkt zum Besatz passt.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    Dessen bin ich mir nicht bewusst, sollte eigentlich nicht von mir sein.

    Hast Recht, das war von Claude: "Als Beispiel dient hier Fischmehl aus Karkasse (Kopf Wirbel-Flosse ) das einen durch den hohen Knochengehalt auch einen hohen Po4 Gehalt hast , wird Beifang verwendet ( inklusive Muskelfleisch ) hast du einen geringenen Po4 Gehalt." (Link)
    Ging da auch nur um den PO4 Gehalt.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    Hajo, ich meinte, was ich schon vorher gesagt habe und was Joe gut zusammengefasst hat. Die meisten Becken beherbergen unterschiedliche Fische mit unterschiedlichen Ansprüchen, fressen tun sie aber meist alles was reingegeben wird. Man kann da weder vom Fütterungszeitpunkt, noch Frequenz noch Zusammensetzung jeden Fisch "optimal" füttern. Zudem habe ich halt einfach mal behauptet, dass namenhafte Hersteller im Meerwasserbereich kein "Junkfood" vertreiben und ich denke, dass die meisten Fische mit diesen Futtersorten gut und bedarfsgerecht ernährt werden. Lass mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

    Hast Du da eine Zusammensetzung?

    Nein, das hat mich auch etwas gestört. Man findet zumindest im Internet nichts dazu, jetzt hoffe ich auf eine gescheite Deklaration auf den Behältern (sind noch nicht da).

    Dein Hinweis zu den richtigen fetten Ölen kann man glaube ich nicht überbetonen. Ist auch beim Menschen so.
    Du hattest auch irgendwo mal geschrieben, dass der Bestanteil "Fischmehl" ganz anders zusammengesetzt sein kann, je nachdem welcher Teil der Fische zu Mehl verarbeitet wird.
    In der Summe ist das für den Anwender nicht durchschaubar. Klar, man hat die prozentuale Verteilung der groben Inhaltsstoffe, aber aus was die sich zusammensetzen, wie alt sie sind usw., da muss man sich auf die Fachkenntnis und das Verantwortungsbewusstsein des Herstellers verlassen. "Gute" Fette die oxidiert sind, sind "schlechte" Fette usw.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    Hajo, jetzt weiß ich warum du dich Fischneurotiker nennst :winking_face: Es gibt ja diverse Hersteller von Fischfutter und ich kann mir kaum vorstellen, dass Firmen wie Tropic Marin, Faunamarin, Dr. Bassleer und wie sie alle heißen, minderwertiges bzw. unpassendes Fischfutter herstellen. Die Auswahl ist groß und für jeden Fisch sollte da was passendes dabei sein. Was mir allerdings aufgefallen ist, fast überall ist Weizenmehl enthalten. Keine Ahnung, ob das sein muss bzw. ob das auf Dauer nicht auch schädlich sein kann.
    Mir gefällt die Philosophie von Pantha Rhei, ich habe mir die zwei Sorten jetzt mal bestellt.
    Der Fisch ist was er isst!

    Grüße

    Chris

    Hallo Hajo,

    das mag sein, aber wir pflegen ja in der Regel sehr viele unterschiedliche Fische. Und die sagen nicht "nein", wenn man z.B. speziell für Anthias mehrmals am Tag füttert. Und dummerweise fressen Fische, die eigentlich eher vegetarisch unterwegs sind, auch Futter mit Fleischeinlage (und umgekehrt). Dass so Fische wie Docs regelmäßig Salat und Algen bekommen, ist klar.
    Aber gefühlt bin ich mir immer nicht ganz sicher, ob ich zuviel füttere. Es ist abwechslungsreich, pflanzlich, tierisch, Frost-, Pellet- und Flockenfutter. Naja, muss ich wohl selbst mal etwas rumprobieren.

    Grüße

    Chris

    Hallo Martin,

    wie du schon selbst gemerkt hast, tragen die wechselnden Werte und Veränderungen sicher nicht zur Stabilisierung bei. Mal 0,01-0,05 Phosphat, dann 0,15 und mit Adsorber wieder runter. Auch Lichtänderungen können Korallen stressen.

    Ich würde an deiner Stelle zunächst alle Werte in einen sicheren Normalbereich bringen und konstant halten. Phosphat von 0,15 ist sicher kein Problem, das musst du jetzt nicht zwangsweise senken.
    Licht würde ich einfach so lassen wie es war und eventuell die Intensität etwas drosseln. ph Wert prüfen und insgesamt nochmal alle Werte prüfen. Nicht selten vertut man sich mit der Salinität.
    Wie war Jod bei der ICP? Wenn du die Daten griffbereit hast, kannst du sie ja mal hochladen.

    Wenn die Grundwerte im Normalbereich, Nährstoffe vorhanden sind, das Licht passt, reicht das aus, dann braucht man nur etwas Geduld. Wenn du die Sorge hast, dass Stickstoff zu gering ist, dann würde ich so eine Mischung dosieren, wo verschiedene Stickstoffquellen enthalten sind, z.B. von ATI, Mrutzek und wie sie alle heißen. Nitrat aus dem Süßwasserbecken ist keine so gute Idee, zumal Nitrat eher schlecht verwertet wird von Korallen.

    Grüße

    Chris

    Hi Joe,

    mehr Verbraucher geht bei mir nicht, ist alles voll :smiling_face: Und der Fischbesatz ist nicht übertrieben.
    Ich denke schon auch, dass es sich lohnt, mal verschiedenes Futter zu testen. Ist halt nicht so schön, wenn der Phosphatwert steigt bzw. man dann immer zu Adsorbern greifen "muss".
    Die Analyse von Oceamo zeigt ja schon beachtliche Unterschiede im Phosphatgehalt zwischen verschiedenen Futtersorten. Wäre schön, wenn man bei anderem Futter auf Adsorber verzichten könnte, versuchen werde ich es.
    Vielleicht füttere ich auch zuviel. Ich finde es nicht so gut, Fische nur ein- oder zweimal zu füttern. Bei mir läuft ein Futterautomat mit Pellets, der 4x am Tag eine kleine Menge dosiert. Das beschäftigt die Fische. Abends bekommen sie dann noch einen Würfel Mysis und nochmal eine Portion Flocken.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    bekannt ja, aber ich finde den Absatz mit der Umrechnung der Futtermenge in Gramm im Verhältnis zum PO4 Anstieg recht interessant.
    Ehrlich gesagt weiß ich nie so genau, ob ich zuviel füttere. Das ist bei unserer Katze viel einfacher, die frisst wenn sie Hunger hat. Fische scheinen immer hungrig zu sein :winking_face:
    Ich werde mal abwiegen, was ich täglich so zugebe, einfach mal um in etwa zu sehen, was da so reinkommt ins AQ. Mal ne blöde Frage, gibt es Richtwerte was Fische bedarfsgerecht fressen sollten pro Tag?

    Grüße

    Chris

    Hi,

    also grundsätzlich würde ich mich bei so einem System an die Empfehlungen des Herstellers halten. Claude hat ja mehrfach geschrieben und gesagt, dass sie viele Tests gemacht haben mit Beleuchtung und für das US-Style System die Radeon and Kessil empfehlen. In einem Howto werden auch die Lichteinstellungen genannt (Link).
    Grundsätzlich wird das natürlich auch mit anderen Lampen gehen. Aber wenn Hersteller schon zig Jahre rumgetestet haben, würde ich mich darauf verlassen.
    Vielleicht kommst du an die Radeon Einstellungen ran (die Einstellungen im oben verlinkten Howto sind in einer xml Datei) und kannst deine Lampe entsprechend einstellen was die Kanäle betrifft.
    An anderer Stelle schreibt Faunamarin, dass die Beleuchtung eher schwach bis mittel sein sollte, also bis 300 PAR.

    Grüße

    Chris

    Hallo Thomas,

    die Aussage von Kokott ist ganz interessant, danke. Ich dosiere seit einigen Monaten Lanthan, zwar sehr vorsichtig, aber der PO4 Wert geht langsam runter. Sobald ich es aussetze, steigt er wieder an. Ich dosiere direkt in den Vliesfilter, weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob das Vlies engmaschig genug ist, um die Lanthan-Po4 Ausfällung sicher zu entfernen.

    Ich glaube allerdings nach dem was ich bisher gelesen haben nicht, dass sich PO4 zurück löst. Lanthan bildet mit Phosphat das Mineral Rhabdophan, was sehr stabil ist (chemisch und biologisch). In diesem Übersichtsartikel ist das ganz gut beschrieben: Emerging lanthanum (III)-containing materials for phosphate removal from water: A review towards future developments

    Es gibt was Süßwasser anbelangt ein Produkt, das von der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisationhergestellt wird, um Phosphat speziell aus Gewässern zu entfernen: Phoslock
    Interessant finde ich, dass hier Lanthan an Bentonit gebunden ist, was wenn ich es richtig verstanden habe, verhindert, dass Lanthan direkt ins Freiwasser gelangt.
    Es gibt von der Firma Söll sogar ein Produkt dazu für den Meerwasserbereich, als ein Filterpad. Wie gut das wirkt und ob es eine sinnvolle Alternative ist, kann ich nicht beurteilen.
    Auch hier gibt es einen interessanten wissenschaftlichen Artikel: Lanthanum modified bentonite behaviour and efficiency in adsorbing phosphate in saline waters

    Um nochmal auf die Aussage von Kokott zurück zu kommen. Phosphat wird in Gestein und Sand gebunden ("Depots"), kann sich aber zurück lösen. Ein steigender PO4 Wert nach dem Absetzen von Lanthan ist somit nachvollziehbar und nicht ungewöhnlich.
    Tom verweist in dem verlinkten Video aber noch auf etwas anderes und zwar auf den Eintrag. Eigentlich logisch, aber vielleicht hat man das nicht immer im Hinterkopf. Wenn man Lanthan verwendet um den Phosphatwert zu senken, aber nach wie vor gleich füttert, dann hat man die Ursache nicht bekämpft, sondern das Symptom. Eigentlich folgerichtig, dass PO4 dann wieder ansteigt.
    Interessant fand ich den Hinweis, dass bestimmte Futtersorten von bestimmten Herstellern sehr viel Phosphat enthalten. Ich benutze das im Video genannte Futter und werde mal wechseln...

    Grüße

    Chris

    Hi Andre,

    grüne Cyanos habe ich auch, sind leider sehr hartnäckig. PO4 ist ausrechend vorhanden (0,24-0,15), aktuell versuche ich sehr langsam in einen Bereich von 0,07 zu kommen. Mal sehen ob es was bringt.
    Wie üblich besiedeln sie freie Flächen und abgestorbene Korallenäste, lassen sich aber extrem leicht abwedeln. Ich mache das alle zwei Wochen, sie nehmen nicht überhand, stören aber manchmal. Z.B. entdecke ich sie auf dem Gewebe von Krustenanemonen und wenn die nicht regelmäßig weggeblasen werden, können sie sie auch überwuchern.
    Ich habe bisher kein Rezept gefunden, die zum völligen Verschwinden zu bringen. Habs mit diversen Schnecken probiert, die im Ruf stehen, manchmal da ran zu gehen, mit frischem Lebendgestein (auf dem sie jetzt auch wachsen). Absaugen/Abwedeln + Konkurrenz schaffen, damit klappt es ganz gut.

    Grüße

    Chris

    Hi Joe,

    sind die crassas nicht etwas klein für Anemonenfische? Bei mir teilen die sich recht häufig, ich habe mittlerweile 9 Stück und musste schon einige entfernen. Die beiden falschen Clowns haben sich für die noch nie interessiert und leben stattdessen in einer deutlich größeren Euphyllia.
    Ich hatte anfangs auch Bedenken, aber die scheinen lps/sps nicht so wirklich zu schädigen. Bleiben halt recht klein.

    Grüße

    Chris

    Hallo Sebastian,

    normalerweise finde ich die Empfehlungen im Meerwasser Lexikon passend, aber bei diesem Schleimfisch wundern mich die "ab 500 Liter". Der Fisch bleibt recht klein, schwimmt gerne auch tagsüber im Freiwasser, ist aber kein super Schwimmer. Vom Platzbedarf dürften 300 Liter kein Problem sein, hängt natürlich auch vom übrigen Besatz ab, aber da bist ja eher recht vorsichtig.
    Ich habe neben dieser Art noch einen Gold Schleimfisch Ecsenius midas, der deutlich größer wird, allerdings kein besonders guter Schwimmer ist. Da wird "ab 300 Liter" empfohlen.
    Wichtig sind gute Versteckmöglichkeiten und Höhlen. Einer lebt bei mir in einer großen Pavona, die in sich sehr zerklüftet ist und viele Höhlen und Gänge hat. Der andere lebt in einer (auch recht großen) Briareum (Affenhaar), die im Inneren auch zig Höhlen und Gänge aufweist.
    Auffällig ist, dass beide Schleimfische höhere Lagen bevorzugen, wo sie einen Überblick haben. Manchmal sieht man auch nur die Köpfe, die aus der Höhle ragen das Umfeld beobachten.
    Ich würde diese Fische erst einsetzen, wenn genügend Strukturen gewachsen sind (durch Korallen).

    Grüße

    Chris

    Hallo Sebastian,

    die Auswahl ist gut, einige davon kann man auch als Nachzuchten bekommen. Mit den beiden Anemonenfischen ist es so eine Sache, die sollten schon eine Anemone haben oder im Notfall eine große Euphyllia. Anemonen sollte man erst reinsetzen, wenn das Becken eine Weile eingefahren ist und zudem wandern die auch gerne und sind nicht ganz so unproblematisch - je nachdem was man sonst noch an Korallen halten möchte.
    Aus meiner Sicht es es auf jeden Fall nicht zu voll, da geht eher noch mehr :winking_face:

    Grüße

    Chris

    Hallo Fabian,

    ich hatte auch mal solche Krabben, habe sie im Becken belassen ohne negativen Auswirkungen. Bei sehr kleinen Stöcken kann schonmal eine Schädigung auftreten, aber ansonsten sind sie harmlos. Allerdings kann ich deinen Gast nicht eindeutig identifizieren, vielleicht gibt es auch Arten, die schädlicher sind. Meist sind es aber Trapezia Arten und die sind harmlos.

    Grüße

    Chris

    Hallo Honk,

    du hast zwei weit auseinander liegende Ergebnisse, einmal 0,08 und einmal 0,04. ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall abklären, ob der Wert von FM stimmt was Phosphat anbelangt. Du schreibt ja selber, dass dein KH Test stimmt und der Wert der ICP eher zweifelhaft ist.
    Ich habe auch den Hanna Checker, kannst mir gerne mal eine Wasserprobe schicken, dann teste ich es (dann bitte per PM melden).

    Grüße

    Chris

    Hallo Ingo,

    habe eben gefüttert, der verbleibt dort. Interessiert ihn nicht. Manchmal schwankt er so ein wenig hin- und her, er scheint sich wirklich mit dem Maul festzuhalten. Man sieht schon, wie die kleinen Seitenflossen sich bewegen, um ihn zu stabilisieren. Das wirkt aber nicht sehr souverän. Er reagiert weder auf andere Fische noch auf Futter noch auf meine Hand, er bleibt dort wie angewachsen.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich habe seit ca. 6 Wochen einen Feilenfisch im Becken. Der Fisch (lokal gekauft) war fit, hat gefressen und ist munter durchs AQ geschwommen. Kein Fisch ist ihn angegangen. Seit ein paar Tagen habe ich ihn nicht mehr gesehen, gestern Abend dann habe ich ihn in einer Koralle entdeckt. Er schien sich mit dem Maul an der Koralle festzuhalten, dabei bewegt er sich kaum. Auch wenn man näher ran geht, setzt kein Fluchtreflex ein.

    Heute hängt er wieder in einer Koralle, das sieht so aus:

    Die Augen kommen mir trüb vor. Kann einer einschätzen, was der Fisch hat? Ich hatte bisher keinerlei Erkrankungen im Becken.

    Grüße

    Chris

    Hallo Fabian,

    es gab da mal im Nachbarforum eine längere Diskussion. ATI meinte dort, dass bei den meisten Becken der errechnete Phosphatwert (aus ICP Gesamtphosphor) stimmen würde. Ich bezweifle das sehr aus eigener Erfahrung.
    Letztlich wird das nicht einheitlich sein, es kann schon sein, dass der errechnete ICP Wert passt, aber genauso kann es sein, dass der wahre PO4 Wert viel geringer ist (bei mir war es ähnlich wie bei dir).
    Daher ist für mich Phosphat bei den ICP Auswertungen relativ uninteressant. Ich kann damit nicht viel anfangen, ich verlasse mich auf die Heimtests. Heimtest + Referenz. Hatte mit dem Hanna Checker bisher keinerlei Probleme, aber Geräte können immer defekt sein. Der oben empfohlene ATI Test für Phosphat ist sehr gut und im unteren Bereich gibt es viele Abstufungen.
    Phosphat Tests scheinen auch viel länger zu halten als andere Tests. Mein ATI Test dürfte 3 Jahre alt sein, misst aber immer noch korrekt. Früher hatte ich den von ROWA, der hat auch ewig gehalten. Viel kannst du nicht verkehrt machen mit so einem Test, kannst auch immer mal wieder den Hanna Checker damit vergleichen.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    ich würde zwar auch weiterhin regelmäßig kleinere Wasserwechsel machen, die Phosphatdepots aber mittels Lanthan (z.B. ElimiPhos rapid) abbauen.

    So mache ich es auch schon eine Weile, klappt sehr gut. Schönes Nebeneffekt: alle Planarien, die ich jetzt schon ewig habe, sind weg. Ich verwende sehr wenig Lanthan, so wenig, dass der PO4 Wert fast stabil bleibt bzw. nur minimal sinkt. Lasse ich es weg, steigt der Wert wieder. Ich lasse es jetzt so lange so laufen, bis nichts mehr nachkommt aus den Depots.
    Da dein Nitratwert aber wie erwähnt auch etwas höher ist, würde ich die Wasserwechsel zusätzlich weiter machen.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    mit "zu theoretisch" meinte ich eigentlich hypothetisch, nach dem Motto "es könnte ja soundso funktionieren, wenn dies und jenes gegeben wäre" usw.

    Thomas, das Produkt Aragamilk enthält wohl sehr feines Calciumcarbonat und weitere Karbonate, Strontium usw. Da gibt es schon lange ähnliche Produkte. Bezüglich der Kalkversorgung schreibt ein Mitarbeiter von Microbe Lift:
    "Die Idee ist, dass das unlösliche Aragonit sich auf dem Lebendgestein und dem Sand absetzt. Wenn es dort in Kontakt mit dem sauren Bakterienrasen (pH<7) und dem CO2 kommt, welches die Bakterien bei ihrem Stoffwechsel abgeben, geht es schließlich doch noch in Lösung, was aber einige Zeit dauert.
    In dieser Zeit haben aber die meisten Steinkorallen schon wieder ordentlich Calcium aus dem Wasser gezogen. Somit klappt das ganze nicht so richtig wie versprochen. Dies funktioniert auch nicht in jedem Becken, da bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen. In den meisten Becken landet das Aragonit entweder im Abschäumer, oder aber es geht nicht in Lösung, weil der Bakterienrasen sehr dünn ist oder der pH-Wert durch starke Beleuchtung und Sauerstoffsättigung einfach zu hoch ist. Der Calciumwert fällt sogar noch extremer ab, da das unlösliche Aragonit bereits gelöste Ca2+ Ionen zum Ausfällen anregt.
    Das war jedenfalls meine Beobachtung. Dennoch lieben irgendwie Korallen diese Kalksedimente, so dass ich es trotzdem parallel zu der Ballingmethode anwende." (Quelle reiche ich nach).

    Das ist im Grunde das, was weiter oben schon gesagt wurde. Ich denke, deine Eingangsfragen sind vollumfänglich beantwortet worden. Und dann sollte man es auch gut sein lassen :winking_face:


    Grüße

    Chris

    Damit ich auch in jeder Lebenslage die 21 Grad Wassertemperatur im Blick habe.

    Wunderbar! Und für die, die im Alter vergesslich werden, kann man die App so einrichten, dass das Handy jeder Stunde einmal piept um zu die Wassertemperatur von 21 Grad zu bestätigen. Was will man mehr? Wie kann man das kritisieren???
    Sorry, kann nicht mehr schreiben, mein kh keeper springt gerade und dann kann ich mich immer schlecht konzentrieren. Vielleicht sollte ich mit dem ganzen Zeug doch noch warten bis ich älter bin... :face_with_tongue:

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich möchte nochmal daran erinnern, sachlich zu bleiben und die Person außen vor zu lassen. Wenn das Thema nervt, Thread einfach nicht lesen.
    Thomas, ich glaube, deine Eingangsfrage wurde gut beantwortet. Eventuell gehst du das etwas zu theoretisch an. Daniel hat weiter oben ja von großen Aquarien gesprochen mit sehr hohen Sandschichten. Das hat wenig mit unseren "normalen" Aquarien zu tun.
    Ich Sachen Kalkhaushalt gibt es wirklich sehr viele ausgereifte Möglichkeiten, die flexibel und einfach sind und funktionieren. Wer es ganz einfach und billig haben möchte, kauft sich die Ballingsalze und mischt es selber an. Da jetzt nochmal etwas neues zu erfinden wird schwierig werden.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich sags mal vorsichtig: ist sicher auch eine Generationenfrage :winking_face:

    Wie es nunmal so ist kann man alles übertreiben, aber vieles ist extrem nützlich und hilfreich. Die Kalibrierung und Einstellmöglichkeit der GHL Pumpen z.B. ist wirklich super einfach, zuverlässig und sehr genau. Insgesamt ist der Profilux ein ausgereiftes Gerät. Viel mehr bracht man gar nicht, um nahezu alles über das Gerät laufen zu lassen. Ich muss keinen einzelnen Pumpenkontroller mehr anfassen oder irgendwelche Zeitschaltuhren anbringen usw. usf.

    So Sachen wie Stromausfälle gibt es immer und überall oder technische Defekte, sicher auch bei Kalkreaktoren. Man sollte es nicht gegeneinander ausspielen. Und Bernd, täusch dich nicht mit der jüngeren Generation, die haben was so technische Sachen anbelangt, oft sehr viel Ahnung und kommen damit intuitiv klar (unsinnige individualisierte Lichteinstellungen mal ausgenommen).
    Es zwingt einen ja zum Glück niemand, so etwas zu verwenden. Ich finde old-school auch völlig ok, eben das was einem gefällt, womit man gute Erfahrungen gemacht hat und was einem liegt.

    Grüße

    Chris

    PS: ich glaube, reef factory hat tatsächlich ein Problem mit dem WLAN, erster KH Keeper hat irgendwann WLAN völlig verweigert, nach vielen Abbrüchen und Wiederverbindungen. Gerät ging zurück, der keeper plus läuft bisher, allerdings gab es da auch ein paar Verbindungsabbrüche.
    Hier gebe ich den Kritikern recht, wenn es kacke konstruiert oder entwickelt ist, hat man mehr Ärger als Nutzen damit.

    Hallo,

    naja, hast du mal einen GHL Profilux gehabt? Damit kannst du ja alles steuern, ohne Computer kann man das vergessen bzw. wäre mir das viel zu nervig und unübersichtlich, durch die ganzen Menüs zu klicken am Gerät selbst. Das ist furchtbar.

    Mein GHL Profilux funktioniert seit drei Jahren tadellos, WLAN ist stabil und fällt nie aus. Allerdings rutscht mir immer das Herz in die Hose wenn es ans updaten geht. Da muss man wirklich genau die Schritte befolgen, die vorgegeben werden. Ich habe vor einigen Monaten ein recht großes Update installiert, was ich nur mit einer Anleitung eines Bloggers hinbekommen habe, der es im Video Schritt für Schritt erklärt und gezeigt hat. GHL hat dazu leider viel zu wenig brauchbare Anleitungen und Informationen.

    Ich finde solche Geräte schon sehr gut. Ich mache die app auf und sehe alle wichtigen Infos, kann die Dosiereinstellungen schnell und bequem anpassen, die Pumpen ausschalten wie ich möchte (Strömung und Rückförderung), Lampen steuern, Zeitschaltuhren einrichten, Steckdosen ein- und ausschalten usw. usf. Und wenn ich im Urlaub bin, sehe ich durch die Internetverbindung im Grunde alles wesentliche und kann notfalls auch was anpassen. Praktisch sind solche Geräte schon, warum sollte man moderne Technik nicht nutzen, wenn sie einem das Leben erleichtert?

    Grüße

    Chris

    Danke Andreas_L für den Hinweis das mit der "Verwässerung" des täglichen Wechsels im Vergleich zum einmaligen Austausch, hatte ich so gar nicht auf dem Schirm.

    Ich habe das gestern mal ausgerechnet, da ich auch davon ausging, dass es einen großen Unterschied macht. Ich habe einen Wasserwechsel von 10x20 Liter einem einmaligen Wasserwechsel von 200 Liter entgegengesetzt, der Einfachheit halber habe ich 1000 Liter Gesamtvolumen und 1mg Phosphat genommen. Beim täglichen Wasserwechsel von 20 Litern kommt man nach 10x auf 0,815mg Phosphat, bei dem einmaligen auf 0,8mg.
    Dachte auch, der Unterschied ist größer...

    Grüße

    Chris

    Hallo Thomas,

    selbst feines Pulver sollte nur schwer löslich sein. Selbst wenn es funktionieren würde, wer will nachts, tagein, tagaus, so ein Pulver mehrmals dosieren? Und dann ist halt noch die Frage, wie Calcium im Verhältnis zu Carbonat erhöht wird. Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus.
    Es gibt ja die relativ simple Kalkwasser Methode, die auch in Teilen gut funktionert.
    Vergiss nicht, die Meerwasseraquaristik gibt es schon eine ganze Weile und weltweit wurde da schon sehr viel ausprobiert.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    der reefloat ist schon sehr praktisch, ich habe die 88 Liter Variante. Ich habe den Behälter auf einem Möbelhund stehen und kann das Wasser so bequem hin- und her fahren. Das einzige was mich manchmal stört ist die längere Wechselzeit von 4 Stunden. Aber man muss ja nicht daneben stehen...

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    naja, 14x12 Liter (täglicher Wasserwechsel) ergeben auch 168 Liter/2 Wochen. Ist halt auch die Frage, wie lange das der Schlauch der Pumpe mitmacht. Selbst bei maximaler Geschwindigkeit läuft die Pumpe 40 Minuten und das jeden Tag!! Das wird nicht lange funktionieren...

    Grüße

    Chris

    Hi Fabian,

    praktisch ist es schon, aber teuer. Ich kenne die Produkte von denen nicht, hatte aber mal Ocean Plankton von faunamarin. Das gibt es sogar im Spender, so dass man keinen Löffel braucht. Früher hatten die auch mal Mysis, gibt es aber schon länger nicht mehr.
    Wenn du die Preise vergleichst zu Frostfutter, ist es halt schon ein großer Unterschied. Das Auftauen und Abspülen entfällt halt, was natürlich ganz praktisch ist.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    ist es bei Fischen nicht auch so, egal ob in Süß- oder Meerwasser? Ich habe mehrfach gelesen, dass die Infektanfälligkeit der Fische steigt, je weiter man von der natürliche Temperatur abweicht. Ganz abgesehen vom Wohlfühlfaktor. Wir überleben ja auch in einer 15 Grad kalten Wohnung, aber fühlen wir uns da wohl?

    Grüße

    Chris

    Hallo Johann,

    mit DSB habe ich persönlich keine Erfahrung. Ich denke, es spricht für sich, dass man darüber recht wenig findet und es sehr wenige betreiben.
    Ich glaube, heute hat man oft eher das Problem von zu wenigen Nährstoffen und das DSB ist ja ein riesen Filter mit anaeroben Zonen für den Nitratabbau. Bestimmte Tiere sollte man im DSB vermeiden, andere fördern. Ein DSB, das kippt, ist sicher keine schöne Erfahrung.
    Sicher klappt es gut wenn man es richtig macht und pflegt und ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Mikrofauna sehr gefördert wird und letztlich es auch den Korallen gefällt.
    Allerdings funktioniert ein Becken auch ohne DSB prima und man hat etwas mehr Kontrolle. Ich würde mir an deiner Stelle sogar überlegen, ohne Sand zu starten. ist nicht meins, aber Sand ist halt anfällig für Beläge und wenn man dann nicht da ist, ist es so eine Sache.

    Am Anfang hast du halt ein instabiles System, oft mit Nährstoffmangel, kaum Verbrauch und das kann alles sehr schnell in eine andere Richtung laufen, so dass man meist recht genau hinschauen, messen und überwachen muss.
    Wenn das Becken ein gewisses Alter erreicht hat, stabil läuft und mit wenig anfälligen Korallen und Tieren besetzt ist, kann das schon dauerhaft klappen. Es gibt ja auch webcams, die man von überall auf der Welt ansteuern kann und da kann man jeden Abend einen Blick ins Becken werfen :winking_face:
    Mit der Variante eines Profis, der im Notfall schnell da ist, geht das sicher.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    die oben genannte Pumpe ist drei Jahre alt. In letzter Zeit ist mir die Lautstärke aufgefallen. Ich habe die Pumpe jetzt zum dritten Mal ausgebaut und gereinigt, ist alles blank, ohne Ablagerungen, kann da nichts weiter reinigen. Der Controller geht ja bis "50", ab 30 fangen Geräusche an. Zum einen ein dumpfes, tieftoniges Geräusch, was relativ normal sein dürfte. Wobei mir das in der Vergangenheit leiser vorgekommen ist. Aber zugleich ist da ein klapperndes, vibrierendes Geräusch, wie wenn eine Abdeckung lose ist und gegen etwas schlägt. Habe ein Video gemacht, da hört man es ganz gut: https://youtu.be/y5-aHZCtJDM
    Was ist das?

    Grüße

    Chris