Hallo Robert,
hast Du ein Filterschwamm oben im Ablaufkasten? Wenn nicht, schau mal nach einer Weile in das Schrägsitzregelventil, ob sich dort grober Dreck fängt. Das wäre dann die Ursache.
Hallo Robert,
hast Du ein Filterschwamm oben im Ablaufkasten? Wenn nicht, schau mal nach einer Weile in das Schrägsitzregelventil, ob sich dort grober Dreck fängt. Das wäre dann die Ursache.
Hallo Kristian,
also, jein.
Ob bei Zugabe von Kalkwasser die Karbonathärte mit ansteigt, ist abhängig von der aktuellen CO2-Konzentration im Wasser. Die Bildung von Karbonathärte hast Du schön anhand des oben abgebildeten Gleichgewichtes erklärt. In der Praxis gibt es bei der langsam ablaufenden CO2-Kohlensäure-Hydrogencarbonat-Carbonat-Reaktion kein Gleichgewicht. Andauernd ist CO2 weniger oder mehr vertreten - ein Gleichgewicht existiert praktisch nie. Nachts (CO2 eher vorhanden) kann die KH eher ansteigen, als tagsüber. Man muss es einfach ausprobieren, ob die KH verändert wird.
Wir haben viele Becken gehabt, da ist überhaupt nichts an der KH verändert worden. In anderen (eher selten) stieg die KH weit über 15°dKH.
Hier treffen nun viele Meinungen aufeinander - nennt man Diskussion.
Also auch meinen Senf dazu:
Pünktchenerreger ist nicht gleich Pünktchenerreger. Es gibt unterschiedliche Arten und in den einzelnen Arten recht unterschiedliche "Stämme". Die Aggressivität der Stämme kannn extrem variabel ausfallen. So wundert es mich nicht, dass die Aussagen von "Pünktchen in einem gesunden Becken verschwinden von allein" bis "sofort handeln" variieren. Vor ca. 20 Jahren grassierte mal ein Erreger (ich weiß leider nicht mehr welche Art), der selbst in den gesündestens Biotopen mit den stabilsten und wohlgenährtesten Fische locker 50% und mehr des Fischbesatzes innerhalb kürzester Zeit niedergerafft hatte.
Was hilft?
1. Quarantäne: Ist aber auch kein Allheilmittel, da latent vorhandene Erreger beim Umsetzungsstress ins Hauptbecken schnell aktiv werden können. Ein Quarantänebecken ohne Bodengrund und guter Bodenströmung bekämpft aktiv das Bodenstadium der Erreger. Gleichzeitig bedeutet ein nacktes Becken purer Stress für den Fisch. Egal wie man es macht, negative Folgen sind nicht zu vermeiden.
2. Prophylaxe: Durch Ozon und/oder UV wird der Keimdruck vermindert. Weniger Parasiten gleich weniger Schäden. Ein Zuviel an Ozon und UV geht aber auch in die falsche Richtung. Wenn der Keimdruck zu niedrig ist, hat das Immunsystem der Fische nichts mehr zu tun und versagt, wenn eine moderate Parasitenanzahl auftaucht. Ein Aquarium mit vielen Korallen, deren Polypen auch Einzeller verschlingen können, hat sicherlich einen geringeren Keimdruck als ein relativ aufgeräumtes Aquarium, wie es in letzter Zeit Mode geworden ist. Eine gute Abschäumung und mechanische Filterung hilft ebenfalls. Einen kleinen Teil können auch Putzerfische und -garnelen zur Prophylaxe beitragen.
3. Behandlung: Die effektivsten Pünktchenmittel (z.B. Kupferpräparate) sind nicht für Korallen geeignet. Selbst bei Maximaldosierung ist ein Erfolg nicht sicher. In der oben erwähnten Epidemie konnten nur wenige Fische gerettet werden, obwohl die Fische schon aufgrund der hohen Kupferkonzentration grüne Flossen bekamen (im übertragenen Sinne). Es gibt nämlich durchaus Resistenzen gegenüber den unterschiedlichen Medikamenten.
Im Quarantänebecken kann auch der gute alte Diatomeenfilter gute Dienste leisten. Die Filterfeinheit des Systems ermöglicht das Herausfiltern der Schwärmerstadien. Heute würde man wohl Mikrofiltrationsfilter verwenden. Der Einsatz von diesen Filtern im Aquarium ist möglich, aber aufgrund der erforderlichen Leistung zu aufwändig.
Hallo Lilly,
abschneiden und aus dem Stumpf wächst es erneut. Oder kleine Stücke abschneiden und diese erneut befestigen.
Danke Kristian für die Grafiken.
Ohne die Werte statistisch ausgewertet zu haben, sieht man, dass die stärksten Sulfatsenken parallel zu sehr niedrigen Nitratwerten stattfinden. Das bestärkt die These einer ablaufenden Sulfatreduktion.
Zur Theorie: biologische Abbauprozesse finden zuerst immer unter Sauerstoffverbrauch statt. Wird dieser knapp, wird an Stelle des Sauerstoffs Nitrat veratmet. Wenn Nitrat knapp wird, kommt das Sulfat (Sulfatatmung) dran. Ist gar nichts mehr da, kann nur noch vergoren werden.
Dieser Aspekt der niedrigen Nitratkonzentrationen ist wohl noch nicht in der Aquaristik erhellt worden. Hans-Werner spricht vom Nitrat als "Stickstoffmüllhalde" - aus der Sicht der Korallen wohl eine gute Beschreibung. Sind sauerstoffarme Zonen im Aquarium vorhanden, wie z.B. in tiefen Sandschichten, Mulmecken, schlecht beströmte Lebendsteine oder poröses Material (Keramik, Lochgestein), dann könnten etwas erhöhte Nitratwerte durchaus einen positiven Einfluss haben, indem die Sulfatreduktion verhindert wird.
Sulfat hatte ich bis jetzt nicht auf dem Schirm. Bin gespannt, ob negative Reaktionen bekannt werden, die direkt auf eine zu niedrige Sulfatkonzentration zurückzuführen sind. Wäre also toll, wenn alle mitmachen und bei Problemen mit Tieren nun auch die Sulfatkonzentration (oder Schwefel) mit angeben.
Harzfilter ja oder nein würde ich immer am Zustand des Aquariums ausmachen. Wachsen zu viele Kieselalgen, dann auf jeden Fall ein Harzfilter. Kann man die Kieselalgen - wie Ingo schon feststellte ein wichtiger Baustein in der Nahrungskette - kaum erkennen, gibt es keinen Grund für einen solchen Filter.
Harzfilter und Harzfilter sind oft sehr unterschiedlich in der Qualität. Regeneriertes Harz hat auf jeden Fall leicht schlechtere Ergebnisse, die im Fall von Silikat recht heftig ausfallen können (geringe Kapazität).
Auch die Filterform hat Einfluss auf die Bindeeigenschaften. Für optimale Ergebnisse ist eine Säule von 50-60 cm Minimum. Die kleinen 10"-Filter (ca. 20 cm Säule) hinter RO-Anlagen sind deshalb nicht optimal.
Auch die Betriebsweise beeinfluss das Verhalten der Harzsäule. Wenn oft und nur für kurze Zeit Wasser produziert wird, dann nimmt die Qualität des VE-Wasser dramatisch ab.
Auch wenn eine Methode (Einbringen von Lebendgestein) als veraltet gilt, liegen die Vorteile auf der Hand. Wie Rüdiger schon beschrieb, war es "früher" durchaus üblich, die Biodiversität in alten Systemen durch Lebendgestein aufzufrischen.
Bei Bakterienpräparaten, die eine ähnliche Wirkung haben sollen, bin ich eher ein gebrannte Kind. (Sehr) alte Untersuchungen, damals noch an der KfA Jülich, zeigten bei nitrifizierenden Produkten (ein Hand voll Stichproben) eher suboptimale Ergebnisse. In einem neueren Forschungsprojekt zusammen mit dem ZMT Bremen, wurde "spaßeshalber" ein Bakterienprodukt auf dessen Zusammensetzung untersucht. Es war nicht viel Diversität zu finden, u.a. auch eine Reihe Clostridien - die sind ungefähr so beliebt wie Vibrionen.
Das sind natürlich nur Stichproben gewesen und ergeben kein Bild über käuftliche Bakterienpräparate.
Natürlich gibt es auch außerordentlich schlechtes Lebendgestein. Aber ein ausgezeichneter Bioindikator, die eigene Nase, hilft da schon weiter: Lebendgestein darf nicht stinken und muss angenehm nach Meer riechen. Wichtig: Lebendgestein sollte gut umspült werden, um die darin lebenden Organismen gut zu versorgen. Wenn zusätzlich beleuchtet wird, entsteht ein kleines Refugium.
Hi Kristian,
hast Du in dem oben grafisch dargestelltem Intervall auch mal die Nitratkonzentrationen gemessen?
Ich würde erst eine zweite Messung abwarten, ehe ich irgend etwas tun würde.
Mir sind Auswirkungen von zu wenig oder zu viel Schwefel nicht bekannt - jedenfalls nicht in der angegebenen Größenordnung.
Schwefelwasserstoff in Gammelecken kann nur entweichen, wenn es wirklich irgendwo danach stinkt. Das wäre Euch definitiv aufgefallen. Selbst wenn H2S im Boden entsteht, wird dieses sofort wieder im freien Wasserkörper oxidiert. Im Endeffekt würde nur das Redoxpotential im Freiwasser ein wenig sinken - die Sulfatkonzentration bleibt. (Ein Sinken des Redoxpotentials sollte auf jeden Fall verhindert werden.)
Mir erscheinen nur diese Ursachen:
1. Fehlmessung (auch ICP ist nicht unfehlbar),
2. sehr schlechtes Meersalz (so einen Fall habe ich auch nocht nicht erlebt - allerdings: wer misst schon Sulfat/Schwefel?),
3. starkes Entweichen von H2S (in dem Fall hättet Ihr schon eine Vergiftung).
Das sollte rein nach den technischen Angaben der Hersteller reichen. Du wirst sehen, wenn das Aquarium voller Tiere ist, ob es noch genügend ist.
Wenn erst mal eine anoxigene Photosynthese stattfindet, dann ist sowie alles schon vorbei.
Aber es ist richtig, dass Gammelecken und schwarze Stellen nicht förderlich sind, weil sie das Redoxpotential vom Freiwasser stark senken können. Dies mögen richtige Algen, Korallen und Fische nicht wirklich. Cyanos kommen noch super damit klar.
"Life Sand" wird mit der Zeit sowieso "normaler" Sand: der abgestorbene Gammel wird vom Aquarium verstoffwechselt oder mit dem Filtersystem herausgeholt. Eine für das Becken typische Population von Bakterien, Einzellern und was noch so kreucht und fleucht siedelt sind an. Sand würde ich aber immer nur mit grabenden und/oder buddelnden Tiere in Verbindung nehmen. So wird verhindert, dass stark reduzierende Bedingungen im Boden (=Gammelecken) entstehen.
Hallo Rebecca,
auch von mir ein verspätetes Willkommen.
Wie wird eigentlich die Strömung in Deinem Becken erzeugt? Auf den Fotos kann ich leider nichts erkennen. Erzähl doch einfach mal etwas über die Technik, damit wir uns ein Bild von dem System machen können.
Hallo Lubr53,
Cyanos kann ich auf dem Foto nicht erkennen. Eine Nahaufnahme wäre mal hilfreich.
Von den Werten gesehen ist für ein Anfängerbecken definitiv zu wenig Phosphat enthalten (Messung bitte wiederholen; eventuell mit einem anderen Test gegentesten). Mehr füttern.
Der pH-Wert morgens (Start der Beleuchtung) und abends (am Ende der Beleuchtung) würde mich interessieren. Versuche Dir ein pH-Messgeräte auszuleihen oder zu besorgen.
Dies gilt aber nur für Raumluft
Danke Sandy für die Rechnung. Leider kann der CO2-Anteil der Raumluft sehr stark variieren. Insbesondere in gut isolierten Wohnungen/Häusern. Die Kapazität in m3 kann also noch weiter nach unten gehen.
Der gebräuchliche Atemkalk aus der Anästhesie ist ein Trägerkörper, der mit Calcium- oder Kaliumhydroxid beschichtet ist. Wenn das Hydroxid mit CO2 reagiert entsteht Carbonat. Dieses Material ist nicht oder mit extrem hohem Aufwand regenerierbar.
Steckkontakte im Meerwasserbereich sind immer kritisch. Die salzhaltigen Aerosole greifen Metalle schnell an. Verbindungen sollten wasserdicht sein (IPx8 ist da schon sehr gut) und die Kontakte vergoldet.
12°dKH in natürlichem Meerwasser wären mir ganz neu. Entweder hast Du eine extrem hohe Salinität (Salzgehalt) oder der Test ist Schrott oder falsch getestet.
Ist die Art so wichtig?
Macht das Tier Unfug, dann ab damit in das Refugium oder Filterbecken. (Kleinere Stellen von der Korallen abschaben ist noch kein Unfug.)
Lebt der Krebs sich ein, dann hast Du einen neuen interessanten Begleiter.
Das sehe ich eher pragmatisch. Wem's gefällt, der soll die Tiere halten. Es werden ja auch Bonbon-Korallen gehalten, die es in der Natur kaum gibt. Nur sollten keine negativen Folgen für die Tiere (Stichwort Qualzuchten) auftreten. Ob die Tiere in der Natur keine Chance haben, steht für mich nicht im Vordergrund. Diese Tiere sollen ja auch nicht in die Natur entlassen werden. Im Aquarium sollten sie "normales" Aquariumverhalten aufweisen.
Und da sind wir schon wieder bei der Salzfrage. Wenn man kein Erfahrung mit dem eigen Salz hat, ist Rüdigers Vorgehensweise nicht zu empfehlen - kann klappen, muß aber nicht.
1. Wasser in Anmischbehälter einfüllen und auf 25°C erwärmen.
2. Wasser bewegen (Pumpe) und Salz einfüllen.
3. Warten und Salzgehalt anpassen.
4. Zügig verwenden und nicht wochenlang vor sich hin- und herdümpeln lassen.
Veränderte Phänotypen (z.B. Bindenfehler) können auf zwei Art und Weisen zustande kommen: Fehlversorgung im frühen Larvenstadium oder durch einen veränderten Genotypen (Mutation, Rekombination). Im ersten Fall wird die Nachfolgegeneration keine Bindenfehler haben (vorausgesetzt eine optimale Versorgung der Larven). Im zweiten Fall wird der Bindenfehler weiter vererbt.
Ohne Versuche oder genetische Untersuchungen ist das nicht zu unterscheiden.
Wenn die Muschel nicht gerade die Lieblingsnahrung geworden ist, kann eventuell auch eine Ablenkung durch "Chelmonfutter" helfen. Steine oder Kunststeine mit engen Spalten (damit die anderen Fresserchen nicht daran kommen) jeden Tag mit gelartigem Futter bestücken (auch in Alginat kann eine Einbettung klappen) und dem Chelmon anbieten. Mit gaaaaanz viel Glück steht er darauf und belästigt die Muschel weniger. Der Tipp ist aber mit mehr Hoffnung verbunden als mit Praxistauglichkeit.
"Ist ein höherer Lufteinzug besser bzw. zeigt an für welche Aquariengröße er geeignet ist?"
Der Lufteinzug ist nur Faktor, der die Leistung eines Abschäumers bestimmt. Ein direkter Vergleich der technischen Daten unterschiedlicher Abschäumer bringt eigentlich gar nichts, weil die Kombination der leistungsbestimmenden Faktoren erst die Performance ergibt. Von Extremwerten ist eher abzuraten.
Ich kann noch so viel Luft in einen Abschäumer bringen, wenn z.B. die Turbulenzen im oberen Teil des Abschäumers zu stark sind, zerfällt der frische Schaum wieder und außer einer super Durchlüftung ist gar nichts gewonnen.
Weitere Faktoren sind: Blasenerzeugungssystem (Injektor, Holzausströmer, Nadelrad), Blasengröße und -Größenverteilung, Reaktionsvolumen, Geometrie (z.B. Höhe des Abschäumers im Verhältnis zum Durchmesser), Blasenaufenthaltszeit, Wasseraufenthaltszeit, Belegung der Wandungen, Durchmesser des Kontaktrohrs. Wahrscheinlich habe ich noch so Einiges vergessen.
Entschuldigung: objektive Vergleiche unterschiedlicher Abschäumer sind eher selten und bringen einen auch nicht viel weiter, weil sie eventuell sehr subjektiv ausgewertet werden (da war doch mal so ein Thread...).
Und: Der leistungsstärkste Abschäumer ist nicht unbedingt der beste für mein Aquarium. Es kommt auf das Biotop und die Kombination der Technik an.
Das für mich wichtigste Merkmal ist die stabile Prozessführung. Ein Abschäumer, an dem andauernd herumgespielt werden muss, ist ein sehr schlechter Abschäumer.
Das er bei dir nicht richtig in Schwung kommt ist meiner Meinung nach dem hohen Durchfluss ( knapp 5000L / h ) also das 10 fache
Eine Obergrenze beim Durchfluss durch das Technikbecken gibt es nicht. Mehr schadet auf keinen Fall. Die Untergrenze hat Sandy schon angesprochen: mindestens die Wasserleistung des Abschäumers.
Ein effektiverer Abschäumer erniedrigt auf jeden Fall die NP-Bildung. Ob ein Austausch das gewünschte Ergebnis bringt, können nur die vorhersagen, die tatsächlich beide Modelle gleichzeitig getestet haben. Bei den Versuchen, die wir mit einigen Abschäumern gemacht haben, können die Unterschiede tatsächlich erstaunlich hoch sein.
Wie immer kann man nicht alle Arten über einen Kamm scheren. Auch bei Weichkorallen gibt es Arten, die sehr langsam wachsen und damit wenig Nährstoffe aufnehmen.
Den genauen Verbrauch von Nährstoffen zu messen ist aber nicht leicht, weil zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Da fallen mir spontan nur radioaktive Experimente ein. Von der Größe der Weichkorallen auf das Wachstum zu schließen ist auch ein unbefriedigender Parameter, weil Weichkorallen einen extrem unterschiedlichen Wassergehalt aufweisen können. Da müssten man Trockenmasseexperimente machen. Bei kleinpolypigen Steinkorallen kann man schon eher vom Größenwachstum (für Volumenmessungen gibt es schöne Lasermessverfahren) auf die Nährstoffaufnahme schließen, ohne gleich das Tier zu zerstören. Auch die Masse von SPS kann gut ausgewogen werden. Wenn man dann noch unter Wasser das Tier auswiegt, müssten man eigentlich auch die Masse von Weichkorallen exakt bestimmen können, da der Wassergehalt dann keine Rolle mehr spielt. Ja, die nächste Doktorarbeit ist schon gesichert.
Viele Weichkorallen wachsen bei niedrigen NP-Konzentrationen sehr langsam, so dass sie von SPS überwuchert werden können. In vielen Steinkorallenbecken mickern daher die Weichkorallen.
Also jeder hat seine Schwächen und Stärken, sonst hätten wir im Meer Monokulturen.
Wie Markus schon anführte:
es heißt ja dass Weichkorallen etwas höhere Nährstoffwerte "mögen" - was ja überhaupt nicht in Korrelation mit deren VERBRAUCH stehen muss
Für mich ist das ein ganz wichtiger Punkt. Oft genug wird von den Konzentrationen auf Wachstum geschlossen. Die Konzentration sagt aber wirklich nichts über den Umsatz aus. Bei niedrigen P-Konzentrationen oder gar bei nicht nachweisbaren P-Konzentrationen, kann nicht auf den Umsatz geschlossen werden. So ist es möglich, dass bei "0" mg/l Phosphat extrem starkes Korallenwachstum auftreten kann oder auf der anderen Seite die vollkommene Stagnation. Deswegen ist es für Anfänger auch so schwierig, SPS bei unter 0,05 mg/l Phosphat zu halten. Fortgeschrittene sehen es an ihren Tieren, ob sie o.k. sind, und können frühzeitig eingreifen.
Wow, so einen Winkel hätte ich mich nicht getraut auszuliefern.
Die Dosierpumpe am höchsten Punkt anbringen - Schlauch nicht in das Wasser tauchen lassen.
Die Vorratsbehälter unter der Wasseroberflächenlinie anbringen.
Jede Algenart oder Cyanobakterienart verbraucht unterschiedliche Mengen an Phosphat und Nitrat. Mit dem Redfield-Verhältnis kommt man da nicht weit. Es ist also möglich, dass Nitrat vollständig verbraucht aber noch "Unmengen" an Phosphat übrig bleiben. Das wäre die schlechte Lösung.
Wenn nur Nitrat übrigbleibt, kann man i.A. damit leben.
Honk, ich war auf einem falschen Dampfer - dachte, dass Du ein Winkelfitting meinst, das direkten Wasserkontakt hat.
Ideal ist die Wandmontage mit verzinkten Blechwinkeln nicht wirklich. Weit genug vom Becken entfernt ist o.k..
MIr sehen die Winkel auf dem Foto nicht wirklich verzinkt aus, eher Pulverbeschichtet. Oder wie oben beschrieben aus PVC.
Wäre eine Zinkschicht durch, würde bereits der Rost nagen. Da würde ich einmal beim Hersteller nachfragen.
Also bleibt die Frage, wo der hohe Zinkwert kommt?
Es waren von Werk am Dastaco Kalkreaktor verbauten verzinkte Winkelstücke.
Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Die Startphase einer Algenkultur ist immer problematisch. Je mehr die Kultur verdünnt wird, desto schwieriger wird es. In der Theorie reicht eine Alge aus, um zu starten - ja die Theorie...
In der Praxis würde ich einen Start mit nicht mehr als 1 Teil Algen auf 1 Teil Medium machen. Wenn dann die Kultur sichtbar wächst, kann man großzügiger verdünnen.
Super-Duplex ist NICHT meerwassergeeignet. Vorsicht
??? Darum werden Hochdruckpumpen für die Meerwasserentsalzung aus Super-Duplex gebaut?
UV: es gibt auch professionelle UV-Leuchten mit PE-Gehäuse, z.B. Wedeco (jetzt Xylem).
Aber dennoch gut zu wissen, dass es mit wirklichem destilliertem Wasser auch gehen würde und da nicht bestimmte Mineralien fehlen würden
Mineralien fehlen auf jeden Fall, ob nun mit RO oder destilliertem Wasser (die Qualitäten sind vergleichbar). Dafür gibt es ja die ganzen Additive zur Gelöstkalk- und Mineralienversorgung.
Den Einsatz einer UV sollte man abwägen. Richtig ist, dass (fast) alles geschädigt wird, was durch die UV-Leuchte fließt. Moleküle werden zerschlagen oder geladen, Organismen - also auch Plankton - werden abgetötet. Der Trend der heutigen Aquarien ist eine eher nackige Einrichtung mit glasklarem Wasser - also schon mal kein Plankton vorhanden. Gute Abschäumer und Vliesfilter erledigen den Rest, der noch da sein sollte.
Wenn ein Rädchen an der Technik nicht in Ordnung ist, z.B. Abschäumer, und des immer wieder zu Bakterienblüten (ha, ha, ist auch Plankton) oder Algenblüten kommt, dann gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten, als das Rädchen in Ordnung zu bringen oder mit Dauer-UV zu arbeiten.
Eine generelle Aussage kann niemand machen.
Da wir bei uns labormäßig arbeiten, kenne ich leider nur Labormessketten (so ab 180 EUR). Sorry.
Vielleicht können ja mal einige Forenmitglieder von Ihren Erfahrungen hier berichten. Bin ich auch neugierig drauf.
Wenn es destilliertes Wasser nach DIN Schnippschnapp ist, dann ist es zu gebrauchen. Aber wie Kermit999 schon sagte: die Schlepperei...
Messkettenkauf ist Vertrauenssache. Ein 10-$-Sensor aus China ist nicht unbedingt langlebig. Leider werden in unserer Branche diese oft angeboten.
Im Allgemeinen gilt: Messketten mit Flüssigelektrolyt (oft falsch als Glaselektrode bezeichnet; es gibt nämlich auch Kunststoffmessketten mit Flüssigelektrolyt) sind langlebiger als die Geltypen.
Wenn Dich die Thematik besonders interessiert:
https://www.aquacare.de/index.php/aqua…-verfahren.html
Aufgrund der großen Grundfläche ist nur wenig Strömung in einem solchen Tank. Das verursacht hohe Sedimentraten. Und diese Sedimente müssen weg (gilt für Korallenaquarien). Wenn das nur unter großem Aufwand machbar ist, macht man es zu selten.
Clownfische: Die haben zwar bei uns mal gelaicht. Aber die Larven konnten ich nicht aus dem Aquarium bekommen. Und kaum ist unsere neue Larvenfalle fertig, laichen die Biester nicht mehr. Shit happens.
Schau einfach mal in den anderen Bereichen des Forums; da müsste es genügend Material geben.
Hi Andre,
das Gelb vom Ei ist sie sicher nicht mehr. Die würde ich austauschen.
Messketten sind und bleiben nun einmal Verschleißteile.
Tanks aus PE (Polyethylen) oder PP (Polypropylen) sind chemisch gesehen eine gute Wahl. (GFK ist nicht meerwasserfest.)
Im Baumarkt sind diese Tanks manchmal mit so viel Zusatzstoffen produziert, dass man nach dem Einfüllen von RO-Wasser nach kurzer Zeit eine dicke Bakterienschicht auf den Wandungen hat. Das ist ein sicherers Zeichen dafür, dass der Tank nichts taugt - eben nur als Regentonne, produziert in Ganz-Weit-Wegistan.
Du kannst mal bei
https://www.graf-online.de/lagerung-transport/behaelter.html
vorbeischauen. Da sind die meisten Produkte lebensmittelecht und somit auch für die Aquaristik geeignet.
Das Non-Plus-Ultra ist natürlich ein kundenspezifisch angefertigter Tank - aber auch nicht ganz billig.
