Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Joe,

    Lichtumstellung von 150 auf 400W ist ein Rieseneingriff, den du da vorgenommen hast.

    Der Tip kommt jetzt wohl etwas spät, aber ich hätte den Korallen eine Übergangszeit gegönnt,
    und das Licht nur stufenweise gesteigert. Die Tiere müssen ihren Stoffwechsel umstellen und Schutzpigmente
    bilden. Je mehr Zeit du ihnen dafür gibst, desto weniger Stress ist es für sie.

    Hallo,

    das ist ja hübsch, kaum fährt man mal ein paar Tage weg, häufen sich hier die Komplimente :face_with_rolling_eyes:

    Aber zurück zum Thema Silicat/Phosphat: Die Tests sind sehr ähnlich aufgebaut, dürfen sich aber normalerweise
    nicht gegenseitig beeinflussen. Das wird unter anderem durch unterschiedliche pH-Werte verhindert.

    Da ich aber nur mit professionellen Tests arbeite, kann ich nicht sicher ausschließen, dass es bei irgendeinem
    Hobbytests Murks gibt. Ich werde auf jeden Fall mal mit Claude und Robert sprechen, das Thema lechzt ja geradezu
    nach einem Vergleichstest in Sindelfingen.

    Hallo Carsten,

    eigentlich solltest du in jedem Leitungswasser Silicat finden, aber wie sagte schon der berühmte japanische Philosoph Toyota:
    Nichts ist unmöglich.

    Deshalb frag einfach mal in einer Apotheke nach Natronwasserglas und löse davon eine Spur in etwas Wasser.
    Wenn du dann nichts findest, kannst du deinen Test wegschmeißen.

    Hallo Chrysokoll,

    noch ein paar Missverständnisse:

    Natürlich verwendet Balling ein NaCl-freies Salz. Das hat er dazu nicht "erfinden" müssen, sondern das sind einfach
    die 30% einer üblichen Meersalzmischung, die außer NaCl darin sind.
    Jede Meersalzmischung wird aus ca 70% NaCl und aus ca 30% anderen Hauptelementen zusammengemixt.
    Ob da noch Spurenelemente drin sind, liegt am Hersteller und an Zufällen und spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

    Strontium zählt auch zu den Hauptelementen, da es zu 8 mg/l im Meerwasser vorkommt. Spurenelemente
    sind alle Elemente, die in Konzentrationen unter 1 mg/l vorhanden sind.

    Salinität hat nix mit NaCl zu tun. Salinität ist ein Begriff aus der Ozeanologie, der die Salzkonzentration von Meerwasser bezeichnet.
    Die Refraktion ist von der Summe der Ionen in einer Lösung abhängig. Messen kannst du so deren Konzentration.
    Ob die Ionenbalance der von natürlichem Meerwasser entspricht, kannst du mit einem Refraktomerter nicht ermitteln.
    Bei stärkeren Veränderungen dieser Balance wirst schon lange tote Fische, Korallen, Garnelen und sonstige
    Aquarienbewohnerleichen sehen können, bevor dir dein Handrefraktometer den Hauch einer Veränderung anzeigt,
    denn natürlich sind Organismen nur begrenzt dazu in der Lage, sich an Veränderungen ihrer Umwelt anzupassen.

    Hallo Valentin,

    danke für den Link, jetzt weiß ich endlich, wer da so unbekümmert mit Hans-Werners Namen umgeht :winking_face:

    Deine Konzentrationen darfst du nicht so hoch ansetzen. Die Maximallöslichkeit von Natriumcarbonat bei 20°C
    ist gerade mal 2160g/10 Liter. Wenn deine Lösung kälter werden würde, gibt es schon Ausfällungen, dann kommt noch
    das Problem Kohlensäure im Wasser und daraus resultierende Hydrogencarbonatbildung und Natronausfällung dazu.
    Deshalb reduziere mal besser alles auf 3/4 der Maximallöslichkeit, nimm also Faktor 3 statt 4.

    Und unbedingt destilliertes Wasser zum Ansetzen nehmen, sonst bekommst du Kalkausfällungen.

    Hallo Chrysokoll,

    ich muss dir an mehreren Punkten widersprechen:

    - Magnesium hat nix mit Balling zu tun. Der gute Hans-Werner ist nicht verantwortlich für die Magnesium-Mode,
    sondern hat nur die ausbalancierte Calcium- und Carbonatzugabe entwickelt.

    - NaCl-freies Salz besteht zu mehr als 99% NICHT aus Spurenelementen, sondern aus Hauptelementen wie Magnesium,
    Calcium, Schwefel(als Sulfat), Kalium, Chlor(als Chlorid), Carbonat, Brom, Bor und Fluor.

    - ein Refraktometer misst keine Dichte, sondern die Lichtbrechung(Refraktion). Diese wird auf einer Skala beispielsweise
    in Dichte, Salinität oder Konzentration umgerechnet. Der Refraktionsunterschied zwischen Meerwasser und einer
    gleich stark konzentrierten Natriumchlorid-Lösung ist so groß, dass sich ein Salinitätsfehler von mehr als 1 Promille
    ergibt. Der durch die Veränderung der Ionenbalance durch Calcium und/oder Carbonatzugabe entstehende
    Refraktionsunterschied ist dagegen so gering, dass er mit einem Handrefraktometer nicht erfassbar ist.

    Hallo Asil,

    wenn du die Kohle nur zur Ozonzersetzung drin lässt, kannst du sie monatelang verwenden.
    Nur solltest du sie ab und zu mal zumindest umrühren, besser noch gründlich ausspülen, damit sie nicht komplett
    von Bakterien überwachsen und damit unwirksam wird.

    Hallo Racer,

    mit 9 Gramm Natron kannst du deine KH um 1° anheben.

    Und Glasrosen kriegst du am besten mit Lysmata wurdemanni Garnelen weg.
    Aber lass dir von Händler vorführen, dass sie wirklich Glasrosen fressen.

    Hallo Rolli,

    zu deiner Frage mit Kohle/Ozon:

    Natürlich funktioniert die Neutralisation des Ozons durch Kohle nur bei einem logischen Aufbau, den ich einfach
    mal vorausgesetzt habe. Der Abschäumer, in den das Ozon eingeleitet wird, befindet sich im Filterbecken, die Kohle
    im Ansaugkorb der Rückförderpumpe. Ozonbeladenes Wasser muss bei diesem Aufbau erst durch die Kohle, bevor
    es ins Hauptbecken und damit zu den Tieren kann.

    Hallo Robert,

    jetzt wirst du wohl schon in Urlaub sein und daher erst in 2 Wochen lesen, dass die relative Dichte deines
    Refraks nicht auf 25°C sondern auf 20°C bezogen ist und deshalb für Salinität 35 1,0251 sein müsste.

    Aber wie schon gesagt: Schau auf die Salinitätsskala, dann musst du dir nicht mehr wegen irgendwelcher
    relativen Dichten den Kopf zerbrechen.

    Hallo Tjark,

    ich bin eher Fan von UO, was nicht heißt, dass Austauscher schlecht sind. Da diese aber gerade bei Silicat ein
    sehr unangenehmes Durchbruchverhalten zeigen, kann es passieren, dass du nach der Erschöpfung des Harzes
    plötzlich noch mehr Silicat im Ausgangswasser hast als im Leitungswasser.

    Deshalb ist es vielleicht besser, eine UO zu nehmen (mit regelbarem Ventil, Permeat/Abwasserverhältnis 1:2)
    und da bei Bedarf ein Austauscherharz dahinter zu setzen.

    Hallo Rolli,

    die Gefahr von Ozon im Becken liegt z.B. in möglichen Kiemenverätzungen bei Fischen, bei höheren Dosen auch in
    der Erzeugung von Krebs erzeugendem Bromat.

    Ob es einen Schaden gibt, hängt natürlich immer von der Dosierung ab. Kohle ist einfach nur eine Sicherheitsmaßnahme,
    die du mit sehr wenig Aufwand betreiben kannst.

    Hallo Robert,

    kurze Aufklärung zur Refrak-Dichte:

    Die Dichteskala zeigt bei allen mir bekannten Refraks nicht die Dichte, eine international genormte Größe mit
    der Maßeinheit kg/l an. Statt dessen wird irgendeine relative Dichte, manchmal auch spezifische Dichte genannt,
    angezeigt, wie sie nur noch im Land der Unzen, Fuß und Gallonen verwendet wird.

    Relative Dichten gibt es viele, sie können relativ zur Dichte von Wasser bei 20°C, bei 4°C, bei 25°C, bei 77°Fahrenheit
    oder theoretisch auch relativ zur Dichte von Hühnersuppe bei -17,34°C sein.
    Jeder dieser Werte ist anders, du musst erst mal rauskriegen, worauf deine relative Dichte bezogen ist, und dann
    umrechnen. Ist die relative Dichte zum Beispiel auf Wasser bei 25°C bezogen, dann zeigt dein Refrak 1,0264 an
    wenn die Dichte 1,0233 ist. Du musst in diesem Fall erst mit 0,997 multiplizieren, um die Dichte zu errechnen.

    Da ist es doch einfacher gleich die Salinität zu verwenden, oder ?

    Hallo Tjark,

    die heftige Reaktion auf den Wasserwechsel, die du beschreibst, überrascht mich schon.
    Klar, 18,4 mg/l Silicat ist extrem viel, da stieg bei deinem Wasserwechsel der Silicatgehalt um mehr als 1 mg/l.
    Aber dass ein Tier so heftig auf Silicat reagiert, hatte ich bisher noch nicht gehört.

    In deinem Fall wird eine Umkehrosmose alleine wahrscheinlich nicht ausreichen, da bleibt immer noch fast 1 mg/l übrig.
    Andererseits solltest du mal Silicat im Becken messen, manche Becken laufen auch mit etwas höheren Silicatwerten
    sehr gut. Einen Wasserwechselversuch mit Umkehrosmosewasser könntest du mal wagen, mit unbehandeltem
    Wasser aber auf keinen Fall wieder.

    Hallo Ralf,

    keine Bange, neue Fragen nerven nicht, das tun nur dauernd wiederholte :grinning_squinting_face:

    Die Wirkung müsstest du recht schnell sehen, da die Reaktion zwischen Ozon und Huminstoffen sehr schnell abläuft.
    Wenn der Wasserdurchsatz durch den Abschäumer bzw. das Filterbecken, in dem er steht, groß genug ist, solltest
    du schon nach Stunden einen Unterschied bemerken. Wobei das Schwierigste ein objektive Beurteilung der
    Gelbfärbung sein dürfte.

    Hallo Adrian,

    wenn du die original Zeovith-Methode machst, dann stell so eine Frage lieber direkt an Herrn Pohl. Der sollte wissen,
    was in seinen Zusätzen drin ist.

    Ich würde bei braunen Belägen auf den Scheiben zuerst auf Algen und nicht auf Bakterien tippen und daher
    vermuten, dass deine Zugabe auch Eisen enthält. Aber wie gesagt, nur eine Vermutung. Ein Mikroskop könnte
    weiter helfen.

    Hallo Sven,

    das wichtigste ist erstmal, dass deine Werte (Ca/KH/Mg) stimmen. Daher musst du ermitteln, wieviel du wirklich
    verbrauchst. Gerade in deinem Fall, wo du mehr als genug KH mit dem Leitungswasser zugibst, nützt dir der
    klassische Ballingansatz wenig.

    Gib daher nur Calciumchlorid zu und die Hälfte der Menge des NaCl-freien Salzes, die normalerweise zu der
    Calciumchloridmenge gehören würden.
    Beispiel: Du errechnest für Balling x Gramm CaCl2 + y Gramm NaHCO3 + z Gramm NaCl-frei, dann gibst du
    nur die x Gramm CaCl2 und z/2 Gramm NaCl-freies Salz dazu. Das ist unter diesen Umständen der optimale
    Kompromiss, um die Ionenbalance zu erhalten.

    Beim Magnesium würde ich nochmal genau nachmessen, ob es nicht doch zu niedrig geworden ist. Fürs Kalkalgen-
    wachstum sollten es schon 1300 mg/l sein. Aber große Mengen musst du nicht zugeben, ab und zu mal etwas
    Magnesiumchlorid reicht schon.

    Hallo Adrian,

    200 l/h Durchströmung ist bei deinem geringen Wasserinhalt als Anfangswert zu viel.

    Wie schon gesagt, leg den Filtersack einfach an eine leicht durchströmte Stelle, OHNE Zwangsdurchströmung.
    Wenn das nicht reicht, dann kannst du immer noch mit einer geringen Durchströmung zB 50 l/h weiter machen.

    Hallo Adrian,

    die Adsorber auf Eisenbasis sind eigentlich alle Granulate, da kommt wenig durch den Filtersack durch.
    Leg den Adsorber aber erst mal an nur eine leicht durchströmte Stelle und warte ab wie er wirkt.
    Zu schnelles Absenken kann gefährlich für die Korallen werden.

    Hallo Stephen,

    ich habe fürs Naturkundemuseum Karlsruhe schon eine ganze Charge TM-Aräometer getestet, und die lagen alle
    im Toleranzbereich von +/- 0,0001. So eine Genauigkeit kriegst du mit anderen Geräten nicht hin.

    Wenn's dir zu umständlich und zu empfindlich für den Alltag ist, kannst du auch ein beliebiges anderes, bequemeres
    Gerät verwenden. Nur solltest du dieses regelmäßig mit einem großen Aräometer überprüfen.

    Hallo Norbert,

    das Silber sehe ich ebenfalls als das größere Problem, obwohl ich die pH-Absenkung auch nicht so toll finde.

    Diese Haushaltsfilter hatten früher das Problem, dass sich sehr stark Bakterien darauf bildeten, die das Trinkwasser
    nicht unbedingt gesünder machten. Deshalb kam man vor einigen Jahren auf die Idee mit dem Silber, ein sehr starkes
    Gift, das Bakterien abtötet, für den Menschen aber angeblich harmlos ist.

    Für ein Aquarium würde ich das aber AUF KEINEN FALL einsetzen, da die Auswirkungen auf niedere Tiere, Fische usw. nicht klar sind.

    Hallo Ralf,

    setz doch einfach weniger Kohle ein, dann ist der Eingriff in dein Becken nicht so groß und die Korallen vertragen
    es besser. Wichtig ist, dass das Wasser nach dem Ozoneinsatz die Kohle durchqueren MUSS, also nicht im Bypass betreiben.

    Mit der Menge kannst du nach unten beliebig experimentieren, vielleicht reicht die Hälfte oder noch weniger.

    Hallo Mirko,

    eigentlich möglichst hoch, also nah am normalen pH von 8, damit der pH im Becken nicht steigt.
    Das kriegst du aber ohne nachgeschaltete Neutralisierungsstufe (= Kartusche mit Calciumcarbonat) gar nicht,
    und selbst mit der Neutralisierung nur zum Teil hin.

    Nimm als Kriterium, dass dein Calciumgehalt und deine KH ausreichend ist und dein Becken-pH nie unter 7,7 fällt.

    Hallo Olivier und Ruedi,

    ihr habt gerade ein Kommunikationsproblem :grinning_squinting_face:

    Es war schon richtig was Olivier gerechnet hatte, bloß habe ich beim Nachrechnen festgestellt, dass ich damals
    einen Rechenfehler gemacht hatte, denn 1,32 Gramm Calciumnitrat enthalten 1 Gramm Nitrat !

    Deshalb nochmal von vorn:

    132 g Ca(NO3)2 enthalten 100 g Nitrat.
    Löst man die 132 g Ca(NO3)2 in 1 Liter Wasser auf, dann enthält die Lösung 100 g/l = 100 mg/ml Nitrat.
    Um den Nitratwert von 100 Liter Wasser um 1 mg/l anzuheben, benötigt man 100 mg Nitrat.
    Die sind in 1 ml der Nitrat-Lösung drin.

    Hallo Rolli,

    die Methode, weniger Ozon zuzugeben, als man gerade riechen kann, ist ein guter Ansatz. Trotzdem
    fände ich's noch ne bessere Idee, wenn man an die Abschäumer einen Luftfilter mit Kohle anschließen könnte.
    Nicht für die Tiere, sondern für uns selber.

    Von einer Redoxmessung kannst du übrigens keine Aussage über den Ozongehalt ableiten. Du kannst im besten Fall
    einen Redoxwert ermitteln, bei dem du in deinem persönlichen Aquarium kein Ozon mehr riechen kannst.

    Hallo Armin,

    das Problem ist, dass der gute Name von Hans-Werner Balling dazu missbraucht wird, alle möglichen Zugaben mit
    Balling zu bezeichnen. Da du von 2 Pulvern sprichst, kannst du gar nicht die Ballingmethode meinen, sondern nur
    eine einfache Natron und Calciumchloridzugabe. Dabei reichert sich Kochsalz an.

    Die gute Idee von Hans-Werner war ja gerade, die Kochsalzanreicherung durch die Zugabe von NaCl-freiem
    Salz auszugleichen. Deshalb: nur wenn 3 Komponenten verwendet werden, ist's auch wirklich Balling.

    Die einzige Ausnahme: Die cleveren Jungs von Tropic Marin haben ganz Balling in eine dose hinein bekommen.
    Aber die darf auch auf keinen Fall nass werden, also niemals eine Lösung damit ansetzen, sondern immer direkt
    ins (Technik-)Becken.

    Hallo Martin,

    Lars hat's ja schon richtig erklärt.

    Ammonium wird über den Zwischenschritt Nitrit zu Nitrat abgebaut.
    Harnstoff hat die Formel CH4N2O, da ist kein P drin, also kommt auch kein P raus.

    Um aus Stickstoff Phosphor zu machen müsstest du eine Kernfusion mit Sauerstoff hinkriegen,
    aber das ist eine andere Geschichte =)