Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Anke,

    bevor du in dein Aquarium eingreifst, stelle bitte erst sicher, dass du richtig misst.
    Du musst so lange Reagenz zugeben, bis der Farbumschlag vollständig ist, nicht schon beim Anfang der Verfärbung aufhören!

    Das beste wäre, du würdest eine Messung mit einem Standard machen, das ist eine Probe, von der du weißt,
    wie viel drin ist. Hilfsweise kannst du frisch angesetztes Meerwasser nehmen (Salinität 35), da muss z.B. deutlich
    mehr Calcium als die von dir gemessenen 330 mg/l drin sein. Wenn nicht, dann machst du beim Messen etwas falsch.

    Hallo Philipp,

    das ist übrigens Quatsch, was Salifert in der Bedienungsanleitung schreibt.
    Erstens geht es nicht um Silikon, sondern um Silicium und zweitens muss man durch 2,1 DIVIDIEREN,
    um den Siliciumwert zu erhalten.

    Wobei du dir die Umrechnung sparen kannst, da der Siliciumdioxidwert die üblichere Silicatangabe ist.

    Hallo Sotke,

    das Datenblatt interpretiere ich so, dass du über den Dimmeingang den Strom, ncht die Spannung steuerst.
    Die Spannung wird wohl über ein Poti geregelt. Die hättest du vorher auf einen passenden Wert einstellen müssen.

    Die LEDs kannst du mit deinem externen Netzteil prüfen, indem du sie einfach einzeln anschließt. Stell das Netzteil
    aber nicht höher als auf 3 V. Wenn aber alle 6 "geblitzt" haben, dann sind sie wohl auch alle hinüber.

    Hallo Bastian,

    wenn du mehrere Elektroden an einem kombinierten Messgerät betreibst, kann es unter Umständen zu
    gegenseitigen Störungen kommen. Entferne mal alle anderen Elektroden und Sensoren und messe nur noch den Leitwert.
    Vielleicht funktioniert die Messung dann.

    Aber so oder so wird es wohl ein Fall für eine Reklamation beim Hersteller sein.

    Hallo zusammen,

    mal wieder ein interessantes Thema!

    @Jörg: Du musst das Gerät auf jeden Fall in Stellung 1, in der es Mikrosiemens/cm anzeigt, betreiben.
    Der Wert darf bei etwa 20-30 liegen, wo genau, muss die Erfahrung mit deinem Austauscheraufbau zeigen.
    Das Problem ist, dass sich Silicat kaum auf den Leitwert auswirkt. Daher solltest du anfangs ab und zu mal Silicat
    am Ausgang messen und beobachten, wie sich der Leitwert verhält wenn die Silicatmenge im Ausgangswasser zunimmt.

    Kai: Deine Werte sind ungewöhnlich vorsichtig. Destilliertes Wasser nach DIN 57510 darf 30 Mikrosiemens/cm bei
    der Abfüllung haben, selbst hochreines Wasser nach EN 285 hat noch 5 µS/cm. Wasser kann niemals weniger als
    0,055 µS/cm haben, was je nachdem als 0,0 oder 0,1 µS/cm auf diesem Messgerät angezerigt wird. Schau dir mal
    in den Technischen Daten die Messungenauigkeit deines Geräts an. Nicht dass dir diese bei deiner Vorgehensweise einen Streich spielt!

    @Wolle: Was ist an eurem Messgerät anders als an anderen? Mit 0,03 bis 0,05 meinst du sicherlich mS/cm,
    also 30-50 µS/cm. Das ist ein realistischer Wert, der aber sicherlich von dem hier besprochenen Gerät genauso
    angezeigt wird.

    Hallo zusammen,

    bei Versuchen mit Extremtemperaturen muss beachtet werden, dass die automatische Temperaturkompensation nur
    in einem begrenzten Bereich von etwa 15 -35 °C funktioniert. Bei Wassertemperaturen außerhalb dieses Bereichs
    muss etwas länger gewartet werden, bis sich das Wasser an die Refrak(=Umgebungs-)temperatur angepasst hat.

    Hallo Nico,

    wie Ingrid schon schrieb, erkennst du Natriumhydrogencarbonat am Anstieg der KH. Vorsichtshalber solltest du aber
    noch den pH messen, er muss unter 9 liegen, sonst hast du Natriumcarbonat oder Natrium- bzw. Calciumhydroxid.

    Auf Magnesium reagiert der Ca-Test nicht.

    Allerdings reagiert der Magnesiumtest sowohl auf Magnesium als auch auf Calcium, du musst also immer auch
    einen Ca-Test durchführen, wenn der Mg-Test angesprochen hat.

    Hallo Willi,

    seit mir vor einigen Jahren innerhalb von 24 Stunden beide Strömungspumpen ausgefallen sind und sich der Service
    des hochgelobten Herstellers damals als etwas träge erwiesen hat, nehme ich das Thema Redundanz sehr ernst.

    Eine Ersatzpumpe im Schrank ist sicherlich eine lohnende Investition.

    Hallo Christian,

    wenn nur Vitamin C draufsteht, muss es Ascorbinsäure sein. Sonst müsste ein Hinweis wie "in Form von XYZ" draufstehen.

    Aber mach dir keine Sorgen: so viel Vitamin C ist in keinem Futter drin, als dass ein dabei zugefügtes Phosphat
    im Vergleich zu dem natürlich enthaltenen Phosphat ins Gewicht fallen würde.

    Hallo Jan,

    du interpretierst es richtig, die automatische Temperaturkompensation SOLL dafür sorgen, dass dein Refrak im
    Temperaturbereich von etwa 15 - 30 °C immer die gleiche Konzentration anzeigt. Wenn du dein Refrak nicht gerade
    im Kühlschrank aufbewahrst, müsste die Temperaturdifferenz zwischen Refrak und Wasser sehr gering sein,
    und damit auch die Anpassungszeit.

    Handwärme könnte vielleicht nach einiger Zeit beeinflussen, aber dann müsste der Wert mehr und nicht weniger abweichen. Ich bezweifle ein wenig, dass deine Temperaturkompensation funktioniert.

    Hallo Evie,

    den pH von 4,2 hätte ich auf jeden Fall angezweifelt, denn dann hätte sich dein Gestein und dein Korallenbruch aufgelöst.
    Aber du hast es ja schon selbst bemerkt.

    Wenn du die Steine gründlich gereinigt hast (den Korallenbruch/-sand hättest du natürlich auch gründlich spülen müssen)
    dann sind wohl keine Unmengen an Phosphat mehr vorhanden. Eine mehrwöchige Einfahphase mit Caulerpa und
    anderen Makroalgen sollte das Problem beseitigen.

    Hallo Evie,

    deine Idee würde das Prinzip des Phosphatcheckers auf den Kopf stellen, denn es ist darauf ausgelegt,
    die Messung schnell und unkompliziert durchzuführen. Es kann daher nicht kalibriert werden und man muss
    eine gewisse Messunsicherheit in Kauf nehmen. Die ist aber nach meiner Einschätzung geringer als beim "Farbenraten".

    Hallo Nico,

    eine einfache Prüfung, welches völlig unbekannte Salz man vor sich hat wie im Fall von Evie gibt es leider nicht.
    Das zu können ist ein wesentlicher Inhalt des Chemie-Grundstudiums bzw. verlangt aufwändige Instrumente.

    Überprüfen kann man mit Aquarianermiteln aber wenigstens, ob man tatsächlich das gewünschte Salz hat:
    Bei Cacliumchlorid z.B. eine kleine Menge in destilliertes Wasser geben und mit dem Ca-Test prüfen, ob wirklich
    Calcium drin ist. Wenn man dann noch den pH prüft (CaCl2 ist neutral), kann man ausschließen, dass man
    Calciumhydroxid (sehr basisch, pH 12,5) bekommen hat. Zuletzt kann man auch noch Calciumsulfat ausschließen,
    denn das löst sich wesentlich schlechter als Calciumchlorid.

    Hallo Christian,

    Trockenfutter ist organische Substanz aus pflanzlichem und tierieschem Ursprung. Solche Substanzen enthalten
    immer etwa 3% Phosphat, ohne dass irgend etwas extra dazugefügt werden muss.

    Vitamin C (Ascorbinsäure) enthält dagegen kein Phosphat.

    Hallo Ingrid,

    Zitat

    Original von IngridR


    Und ich entschuldige mich hiermit bei Evie dafür, dass ich den Fehler so beharrlich in ihrer Vorgehensweise gesucht habe.

    ich finde es sehr schön, wenn jemand die Größe besitzt, sich so wie du zu entschuldigen.
    Das macht das Forum gleich viel angenehmer :thup

    Kaum fahre ich mal übers Wochenende weg, gibt's hier gleich die helle Aufregung :wink

    Hallo Evie,

    dein Problem hat eine einfache Lösung:

    Sowohl die stark exotherme Reaktion (Hitzeentwicklung) als auch die geringe Löslichkeit weisen darauf hin,
    dass die verwendete Substanz KEIN Calciumchlorid-Dihydrat ist. Denn dieses wird nur handwarm beim Lösen
    und löst sich in der angegebenen Menge.

    Man hat dir möglicherweise wasserfreies Calciumchlorid geliefert. Dann hast du Glück gehabt, denn dieses ist
    deutlich teurer. Du musst dann statt 10 Gramm Calciumchlorid-Dihydrat nur 7,5 Gramm CaCl2 verwenden.

    Oder du hast etwas ganz anderes. Der beschriebenen Hitzeentwicklung nach könnte es Calciumoxid (gebrannter
    Kalk) sein. Dann wäre deine Lösung stark alkalisch (Vorsicht!). Das kannst du mit einer pH-Messung leicht nachprüfen (pH > 12).

    Hallo Honk,

    deine Rechnung ist etwas durcheinander geraten.

    Mein Rezept für eine 5 mg/l NO3-Aufstocklösung enthält 6,85 g NaNO3 in einem Liter Wasser.
    Wenn du statt dessen KNO3 verwendest, dann musst du 8,15 g KNO3 in einem Liter destilliertem Wasser auflösen.

    Wenn du 137 Gramm Kaliumnitrat in 1 Liter Wasser gelöst hast und davon 1 ml in einen Liter Osmosewasser gegeben hast,
    dann hatte diese Lösung 84 Milligramm Nitrat pro Liter enthalten. Die 1:10 Verdünnung hatte folglich 8,4 mg/l NO3.

    Daher zeigt dein Test scheinbar wirklich zu wenig an. Oder du hast ein Problem bei der Anwendung oder Ablesung.

    Hallo Kathrin,

    der Anzeige wert bleibt eine ganze Weile stabil, daher würde ich die Lösung auf jeden Fall so lange schütteln,
    bis sich alles gelöst hat. Dass deine Küvetten einen ungeeigneten Deckel haben, finde ich äußerst bescheiden.
    Vielleicht kannst du das reklamieren.

    Schade, wenn eine so gute Idee wie dieser Phosphatchecker sich durch solche ärgerlichen Details in Frage stellt.

    Hallo Marc,

    als aufmerksamer Mitleser dieses Threads, der in der Zwischenzeit auch schon aus Neugierde blaue Filterschwammstücke
    in verdünnte Lugolsche Lösung legte und nichts besonderes riechen konnte, versuche ich den bisherigen Informationsstand
    einmal zusammenzufassen:

    - Du hast Versuche mit dem TM Iod und Schwamm bzw. Watte durchgeführt, bei denen du einen stechenden,
    mit Chlor zu vergleichenden Geruch wahrgenommen hast.
    - Hans-Werner hat mit der selben Flasche TM Iod und dem selben Schwamm (beides hast du ihm im Original zugeschickt)
    den gleichen Versuch durchgeführt. Weder er noch andere Anwesende konnten den chlorähnlichen Geruch nachvollziehen.

    Somit denke ich, es ist auszuschließen, dass das TM-Produkt oder der Schwamm die Ursache für den Geruch sind.
    Vielleicht spielt ein anderer Faktor eine Rolle, der sich möglicherweise in deiner Raumluft befindet?

    Eine mögliche Erklärung wäre aber auch, dass du Iod besonders gut olfaktorisch wahrnehmen kannst.
    Vielleicht ist das TM-Iod etwas höher konzentriert als das andere Produkt, so dass du es im Gegensatz zu dem
    anderen Produkt deutlich wahrnehmen kannst, insbesondere nach einer möglichen Freisetzung durch eine Reaktion
    mit dem Schwamm bzw. der Watte.

    Meines Erachtens geht es hier aber wirklich nur um ein Wahrnehmungsphänomen. Ein Problem der Iodlösung
    und damit eine Erklärung für die Probleme, die in deinem Aquarium auftraten, liegt hier sicher nicht vor.

    Hallo Franz-Josef,

    das kannst du bedenkenlos verwenden. Glückspilz :grinning_squinting_face:

    @lars: Bei deinen Beispielen kommen mehrere Probleme zusammen:
    1. sind Biologen (wie Mediziner) der Chemie gegenüber recht lernresistent
    2. sind die Schwierigkeiten im englischsprachigen Raum, sich an moderne, korrekt definierte Bezeichnungen
    zu gewöhnen, sehr groß.

    Drum müssen wir wohl noch eine Weile mit Bicarbonates, gallons, specific gravity und dehydrierten Menschen leben,
    denen nicht nur Wasserstoff fehlt. :loudly_crying_face:

    Hallo Udi,

    die einzige vernünftige Behandlung von LS ist das Abbürsten von Schwämmen, da diese den Transport oft nicht
    lebend überstehen und dann im Becken vergammeln. Aber das ist eine Frage der Risikofreudigkeit, denn dabei
    gehen auch nützliche bzw. interessante Organismen und überlebende Schwammteile verloren.

    Hallo Ricardo,

    wenn der Kühlkörper nur handwarm wird, kann das ein gutes Zeichen (gut dimensionierter Kühlkörper) oder
    ein schlechtes Zeichen (schlechter Wärmeübergang von der LED zum Kühlkörper) sein.
    Im 2. Fall hast du ein Problem. Wichtig ist vor allem die Verwendung einer guten Wärmeleitpaste und ein
    ausreichender Anpressdruck der LED bzw., wie Stephan schon empfohlen hat, des Montagekörpers der LED.

    Wer sich schon mal mit der Montage von PC-Prozessoren bzw. deren Kühlkörper beschäftigt hat, kann von diesen
    Erfahrungen bei der LED-Montage sicher profitieren. Wobei der Prozessor den Vorteil hat, dass er einen Temperaturfühler
    hat, den man auslesen kann. Das fehlt der LED leider.

    Hallo Lars,

    das BI- beim Carbonat ist tatsächlich eine veraltete Bezeichnung. Sie rührt daher, dass Hydrogencarbonat ein
    einwertiges Ion ist, im Gegensatz zum Carbonat. Calcium kann sich nur mit 1 Carbonat-Ion verbinden
    aber (theoretisch) mit 2 (= Bi) Hydrogencarbonat-Ionen.

    Denis: was soll ich noch Neues zum Thema Salzqualität schreiben? Es ist doch eigentlich ganz einfach:
    Je reiner (= teurer) desto weniger andere, möglicherweise giftige Stoffe sind darin enthalten.

    Hallo Sebastian,

    du hast es richtig gemacht, Osmosewasser wird wie destilliertes Wasser als Referenz für die Nullpunkteinstellung verwendet.

    Der Tipp von Klaus ist natürlich elegant: Wenn du mit einer Referenzlösung, die Salinität 35 hat, dein Refrak auf 35
    einstellst, dann brauchst du dir über mögliche Abweichungen keine Gedanken mehr zu machen.

    Hallo zusammen,

    ich muss die Do-It-Yourself Euphorie ein bisschen bremsen: Dass eine LED nach dem Selbstzusammenbau leuchtet,
    ist nicht alles. Wichtig ist zusätzlich noch, dass das Wärmemanagement funktioniert. Und da spielen Dinge wie
    die Wärmeübertragung zum Kühlkörper und die Dimensionierung des Kühlkörpers eine große Rolle. Wenn man da Fehler macht,
    leuchtet die LED trotzdem hell. Aber nicht sehr lange...

    Hallo Bastian,

    für uns Süddeutsche gibt es eigentlich nur eine richtige Lösung:
    Baue dir eine Klimaanlage mit außen liegendem Wärmetauscher ins Zimmer. Die muss nur ein paar Tage im Jahr laufen,
    insofern sind die Stromkosten vernachlässigbar. Aber an diesen Tagen wirkt sie Wunder.

    Hallo Chris,

    ich würde bei allen Chemikalien, die ich im Aquarium verwende, auf die Qualität achten. "Schnäppchen" unbekannter
    Herkunft können ungeahnte Folgen haben.

    Beim Natriumhydrogencarbonat gibt es z.B. Angebote, bei denen Lebensmittelqualität garantiert wird. Diese sind
    trotzdem günstig. So viel sollten dir deine Tiere auf jeden Fall wert sein.

    Hallo Sebastian,

    das Refrak musst du nur ab und zu kalibrieren. Und vergiss diese relative Dichteangabe, sie hat nichts mit der bei
    uns verwendeten Dichte zu tun. Achte nur auf die Salinität.

    Und noch etwas: Vergleiche dein Refrak zuerst einmal mit einem guten Aräometer, denn manche Refraks zeigen
    die Salinität um 1,5 zu hoch an. Wenn du so eines erwischt hast, musst du vom abgelesenen Wert immer 1,5 abziehen.

    Hallo Roland,

    ein Kriechstrom ist nicht direkt gefährlich für die Beckenbewohner. Nur indirekt kann er das sein, wenn er einen FI-Schalter
    auslöst und dann die ganze Zirkulation und damit die Sauerstoffversorgung zusammenbricht.

    Der Kriechstrom kann allerdings für dich selbst gefährlich werden, wenn du ins Wasser greifst. Andererseits ist
    das pH-Messgerät so empfindlich, dass es schon von Kriechströmen gestört werden kann, die für Menschen
    vollkommen ungefährlich sind.