Beiträge von Armin Glaser

    Hallo G.F.,

    bevor wieder ein neues Aquarienmärchen entsteht:
    Natürlich könntest du mit einer Sauerstoffflasche O2 einleiten
    und dieser würde sich teilweise lösen. Gasdiffusion findet an jeder Oberfläche
    statt, auch an der Oberfläche einer Gasblase, die sich im Wasser befindet.

    So funktioniert auch z.B. ein Abschäumer.

    Hallo Ingrid,

    versuchs nochmal. Ich glaube ROTH hatte gestern leixchte Onlineprobleme.

    Genau genug für Tröpfchentests? Mindestens eine Größenordnung genauer!

    Und im geschlossenen Zustand recht lange haltbar, solange du immer nur
    entnimmst und nie zurück schüttest. Und natürlich die Flasche fest verschließt.

    Hallo Stefan,

    auf der druckarmen Ausgangsseite der UO musst du dir wegen 5 Metern keine Sorgen machen.
    Das tröpfelt genauso gut wie direkt an der UO. Nur Höhenunterschiede sind ein Problem.
    Aber selbst das könntest du durch eine Verstellung des Auslassventils kompensieren.

    Hallo zusammen,

    die Frage: warum verhungern die Korallen in den Riffen nicht ?
    lässt sich leicht beantworten: Weil das Meer die niedrige Nährstoffmenge endlos nachliefert. Das Aquarium nicht.

    Michael, die Kombination aus starkem Licht und sehr wenig Nährstoffen birgt das Risiko,
    dass die Korallen das nicht mitmachen. Versuche mal eine leichte Nährstoffzugabe.

    Wenn du erste Anzeichen von Gewebeverlust erkennst, dann regle das Licht herunter.

    Hallo Harry,

    mit großer Wahrscheinlichkeit wird das kleine Missgeschick
    keine Auswirkungen auf dein Aquarium haben.
    Aluminium bildet schnell eine Oxidschicht, und Aluminiumoxid
    wird auch als Phosphatadsorber eingesetzt. Meist ohne Probleme.

    Hallo Nici,

    deine Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

    Der Gasaustausch ist abhängig von der Oberfläche der Gasblasen,
    von deren Geschwindigkeit und von der Kontaktzeit.

    Daher ist, wie Hajo schrieb, z.B. eine hohe Säule günstig für die Kontaktzeit.
    Je nach Strömungsführung kann die Kontaktzeit aber in der gleichen Säule
    unterschiedlich sein. Eine große Luftmenge ist zwar Voraussetzung für
    eine große Oberfläche, je nach Blasengröße ist die Oberfläche aber bei
    gleicher Luftmenge sehr unterschiedlich.

    Fazit: Das lässt sich nur empirisch ermittlen.

    Hallo Björn,

    die hier geäußerte Vermutung, dass Cyanobakterien Wodka als Nährstoff verwenden können, ist falsch.
    Cyanos sind (bis auf ganz wenige Ausnahmen) autotroph, beziehen also ihren Kohlenstoff wie Algen aus Kohlendioxid.

    Trotzdem kann ein so schwer wiegender Eingriff wie die Wodkazugabe dein Aquarium
    so durcheinanderbringen (Veränderung der heterotrophen Bakterienzusammensetzung,
    Verringerung des Stickstoffangebots), dass Cyanos als extrem flexible Organismen neu entstandene Lücken besetzen,
    also indirekt profitieren.

    Ich selbst ziehe deshalb die anwendung von Wodka außerhalb des Aquariums vor, im Wodkafilter.

    Hallo Bernd,

    ich würde mit den Vorschlägen, die schon kamen,
    einfach etwas rumexperimentieren:

    - gegen die pH-Absenkung nachts hilft entweder der Korallenbruch
    oder eine nächtliche Abschaltung
    - gegen den hohen pH tagsüber hilft stärkere CO2- Zugabe

    Hallo Björn,

    der pH-Wert wird tatsächlich vom Abschäumer beeinflusst, da hier starker Gasaustausch stattfindet.
    Ist CO2 übersättigt, kann der Abschäumer den pH erhöhen,
    ist CO2 untersättigt, dann kann er den pH verringern.

    Die CO2-Sättigung kann man recht einfach messen, aus dem pH und der Alkalinität kannst du sie errechnen
    (im Ratgeber Meerwasserchemie findest du die dazu notwendige Grafik auf S.54).

    O2 hat keinerlei Einfluss auf den pH-Wert.

    Ob der Abschäumer O2 ins Wasser bringt, hängt von der O2-Sättigung ab.
    Bei vielen Korallen und Algen und gleichzeitig wenig Fischbesatz wird er tagsüber eher O2 entfernen.

    Das O2/CO2 Verhältnis hat überhaupt nichts mit der Pufferkapazität zu tun.

    Natürlich ist der Abschäumer nicht der einzige Einflussfaktor auf pH-Schwankungen.
    Aber auch ein nicht zu unterschätzender Faktor.

    Hallo Daniel,

    wichtig ist jetzt vor allem, dass du deinen Ammoniumwert oft misst. Und das tust du ja bereits.
    Wenn du keine negativen Reaktionen bei deinen Fischen feststellst (schnelle Atmung)
    und der Wert nicht weiter ansteigt, würde ich nichts tun.

    Ansonsten kannst du Zeolith einsetzen, dass bindet Ammonium sehr gut.

    Hallo Ewald,

    wenn das so einfach wäre...

    Natürlich brauchen Kalkrotalgen etwas Magnesium,
    aber das ist in jeder brauchbaren Meersalzmischung ausreichend vorhanden.

    Ich habe bisher noch nicht beobachten können,
    dass erhöhte Mg-Werte wirklich eine wirksame Maßnahme
    für das Kalkrotagenwachstum sind. Die einzigen sicheren Beobachtungen,
    die ich in dieser Hinsicht machen konnte war, dass sie eher wenig Licht mögen,
    und dass auf keinen Fall Seeigel im Aquarium leben sollten.

    Ansonsten bleibt für mich das Thema noch etwas rätselhaft.

    Hallo Ralf,

    bei 20 g/l sollte es eigentlich keine Ausfällungen geben.
    Messe mal den pH deiner Lösung, vielleicht ist er zu hoch
    weil du ein Problem mit dem Austauscherharz hast.

    Du kannst auch den pH des Reinstwassers messen,
    dazu musst du aber eine Prise Kochsalz ins Wasser geben.

    Hallo Mike,

    der wichtigste Tipp, den ich immer nur wiederholen kann:
    jeder hat seinen eigenen Geschmack, das Licht, das ich schön finde,
    muss dir noch lange nicht gefallen.

    Im Vivarium verwenden wir (und ich auch privat) meistens eine Kombination
    aus Blau/Royalblau und weiß 6000K. Da sind dann auch Rotanteile mit enthalten.
    Aber wie gesagt: Geschmacksache.

    Hallo Jan,

    sogenanntes "destilliertes Wasser" (nach DIN 43530) enthält häufig sehr große Mengen Silicat.
    Ich würde es daher nicht verwenden.

    Wenn du dir einen Silicattest kaufst, dann nimm am besten den von Red Sea.
    Der zeigt auch zuverlässig die Werte im Meerwasser an.
    Viele andere können das nur im Süßwasser. Das reicht aber immerhin,
    um zu sehen wie viel Silicat in deinem destillierten Wasser ist.

    Hallo Klaus,

    und was ist an Denitrifikation schlecht?
    Man kann Aktivkohle durchaus als Bakteriensiedlungsfläche verwenden,
    und diese z.B. denitrifizieren lassen. Die meisten tun das schon immer, ohne es zu wissen.

    Die adsorbierten Stoffe können dabei wirklich "in anderer Form"
    zurück ins Wasser gelangen: als CO2. Das ist das gleiche Endprodukt
    wie bei der Anwendung von Ethanol, Methanol, Cellulose, abbaubaren Polymeren usw.

    Hallo Kai,

    natürlich können sich Stoffe gegenseitig von der Kohleoberfläche verdrängen.
    Das spielt aber nur eine Rolle, wenn die Kohle erst durch Stoff A beladen wurde
    und dann Stoff B ins Wasser zugegeben wird.

    Im Aquarium hast du diese Bedingung nicht, hier sättigt sich die Kohle mit den
    vorhandenen Stoffen, z.B. Gelbstoffen und behält sie auch. Würdest du plötzlich
    eine große Menge eines neuen adsorbierbaren Stoffes zugeben,
    wäre die Verdrängung von Gelbstoffen sicher dein kleinstes Problem.

    Nochmal zu Iod/Brom: im Meerwasser liegt der pH über dem isoelektrischen Punkt der Kohle.
    Daher sind die aktiven Zentren negativ geladen und können nur Kationen adsorbieren.
    Schau dir mal den pH-Wert an, für den die Iodzahlen definiert sind.

    Hallo Kai,

    die Aussage, dass Aktivkohle die adsorbierten Stoffe wieder abgibt, ist falsch.
    Es sei denn, du würdest gebrauchte Aktivkohle aus einem stark belasteten Aquarium
    danach in einem unbelastetes Aquarium einsetzen. Aber das macht wohl niemand.

    Auch die Adsorption von Iod und Brom ist sehr unwahrscheinlich.
    Der hohe pH im Meerwasser lässt die Kohle eher Kationen adsorbieren.

    Hallo Nejmeh,

    wenn du sehr wenig Phosphat im Wasser hast,
    dann hat zumindest dein Test kein Problem.

    Eine Referenz zum Üben ist eine gute Idee.
    Auf die Schnelle kannst du auch etwas Trockenfutter
    in ein Glas mit Aquarienwasser geben, gut schütteln,
    am besten über Nacht stehen lassen und dann
    mal dieses Wasser messen. Wenn du da drin kein Phosphat
    findest, dann hast du ein Messproblem.

    Wenn sich herausstellt, dass dein Messergebnis richtig ist,
    solltest du schleunigst deine Fische stärker füttern.

    Hallo Torsten,

    ich bin der gleichen Meinung wie Linda.
    Zwar ist ein Außenfilter meist keine gute Idee für das Meerwasseraquarium,
    außer man verwendet ihn als Denitrator.

    Da dein System aber stabil läuft und der Außenfilter
    einen nicht unbedeutenden Teil deiner Bakterienpopulation enthält,
    wäre ich vorsichtig mit solch einem großen Eingriff.

    Eine zusätzliche Strömungspumpe schadet aber sicher nicht.

    Hallo Harald,

    der Tripneustes liebt Salat, gib ihm regelmäßig welchen
    (wenn nicht gerade dein Aquarium voller Algen ist).

    Meiner macht die tollsten Kunststücke,
    um den Fischen den Salat wegzuschnappen.

    Hallo Stephan,

    wie Jörg schon sagte, die Anwendung von Kohle im Wirbelbettfilter ist nicht sinnvoll.
    Wie lange du die Kohle verwenden kannst, hängt auch davon ab, was sie tun soll.
    Zur Bindung von Gelbstoffen usw. taugt sie meist nur wenige Tage. Dagegen hält
    sie als Ozonneutralisator fast ewig. Auch als Besiedlungsfläche für Bakterien,
    die organische Stoffe und auch Nitrat abbauen können, hält sie sehr lange.

    Hallo Hans-Werner,

    eine andere Definition von Übersättigung existiert in der Chemie und den verwandten Wissenschaften nicht.

    Bei der Versauerung nimmt die Sättigung ab, da sich die Konzentration der Carbonationen verringert.
    Man befürchtet daher, dass es zu geringerer Calcifikation und sogar zu Auflösungsprozessen von Aragonitstrukturen kommt.

    Vielleicht sind wir Riffaquarianer der Meereswissenschaft hier einen Schritt voraus:
    Im Aquarium haben wir oft niedrigere pH-Werte als im Meer, unsere Korallen wachsen aber trotzdem und lösen sich nicht auf.

    Hallo Stephan,

    ein Problem bei niedrigen Nitrat/Phosphatwerten ist,
    dass man mit den einfachen aquaristischen Tests keine
    sichere Aussage treffen kann, ob der Nährstoff in sehr geringer
    Konzentration oder gar nicht vorhanden ist.

    Diese Tests zeigen keine genauen Werte, sondern Intervalle an.
    Ob z.B. der Phosphatwert bei 0,023 oder 0,000 mg/l liegt,
    lässt sich so nur schwer aussagen. Um sich einigermaßen sicher
    zu sein, müsste man z.B. eine Nullreferenz vergleichen,
    ein Meerwasser, das 0,000 mg/l PO4 enthält. Das ist aber
    nur sehr schwer herzustellen.