Unterschied Zeolith, Zeovit, Zeopur ???

  • Hallo,

    nachdem das Thema Einsatz von Zeolithen ja immer aktueller wird, hätte ich dazu mal noch eine Frage :

    Bei http://www.korallen-zucht.de kann man Zeovit in Verbindung mit Zeobak und Zeofood bestellen.

    Bei aqualight.de kann man Zeolith in Verbindung mit Bio-rein und aktivbak bestellen.

    Außerdem bietet aqualight auch noch Zeopur, das laut Beschreibung neben Kationen auch Anionen wie PO4, NO3, ... bindet???!!!!

    Jetzt meine Fragen :

    1. Wo liegt der Unterschied zwischen
    Zeovit, zeobak, Zeofood
    und
    Zeolith, aktivbak, biorein ?

    2. Wo liegt der Unterscheid zwischen Zeopur und Zeolith ?

    Danke für Eure Hilfe

  • Hi zusammen

    Die Unterschiede kann ich dir so leider nicht nennen.

    Aber es ist definitif nicht das selbe. (Denn das Material sieht bei beiden anders aus)

    Ich denke mal das Feige (Aqualight) evtl. nun das selbe Schema anbietet.
    Ich meine da spricht sich ja rum. Allerdings hat Aqualight die Bakterien selber schon lange.

    Ich kenne allerdings schon einige die haben ein anderes Zeolith als das von Korallen-Zucht.de genommen und diese Becken stehen bei weitem nicht so toll wie ich es erwartet hätte oder wie man es allgemein erwartet hätte.
    Aber es wäre natürlich mal interessant dazu dann erfahrungen zu hören.

    Es wird viel darüber erzählt. Dennoch ich werde mich an die Erstangaben von Korallen-zucht.de halten.


  • hallo!
    habe gehört, dass zeolithe für unsere becken aus australien stammen müssen, weil nur dort die richtige zusammensetzung, für die von uns gewünschten effekte gegeben ist.
    kann das jemand bestätigen, oder handelt es sich dabei um ein gerücht?

  • Hallo Freddie,

    ob Zeovit usw. aus Australien stammen ist mir nicht bekannt. Aber Zeolithe werden ja auch zur Teichfilterung eingesetzt. Und diese Zeolithe stammen wirklich zum größten Teil aus Australien. Diese australischen Zeolithe sollen sich besonders gut für diesen Zweck eignen.

  • Hallo,

    schön wär's ja, aber das ist leider nicht ganz einfach.

    Zeolithe können entweder Substanzen auf ihrer Oberfläche binden oder, und das ist i.d.R. der Fall, als Ionenaustauscher fungieren.
    Auf die Idee, Nitrat über Ionenaustauscherharze zu binden sind schon jede Menge schlaue Leute gekommen, aber das Problem besteht eben in dem Austausch: hier wird zum Teil erheblich die ionische Zusammensetzung des Wassers verändert und das funktioniert langfristig nicht, in Riffaquarien schon gar nicht. Solche Austauscherharze gibt es auch für die Aquaristik und v.a. für die Süßwasseraquaristik. Für Riffaquarien wie gesagt ungeeignet!

    Ich denke, die größte Schwierigkeit bei der Auswahl von Zeolithen für den riffaquaristischen Bedarf liegt darin, solche Zeolithe nicht zu nehmen, die Härtebildner adsorbieren, also solche, die man z.B. auch für Waschmaschinen benutzt, um das Wasser weich zu machen. Diese Eigenschaft haut einem dann das Becken um, und das soll ja öfters schon mal vorgekommen sein. Bei der Süßwasseraquaristik ist eine solche Eigenschaft i.d.R. nicht so drastisch, außer z.B. für afrikanische Cichlidenbecken.

    Also beim experimentieren gut aufpassen !!!

  • Zitat

    Original von Matthias Wucherer
    Weiß jemand noch etwas zu diesem Thema, (...) ??

    Mann, da stichst du in ein Wespennest.

    Obwohl Zeolithe schon seit 1756 bekannt sind, scheint sich jetzt die gesamte wissenschaftliche Welt darauf zu stürzen. Suche einfach mal per Google nach molecular sieves und du hast über 10000 Fundstellen. Eine übersichtlichere Einstiegsseite in das Thema ist z.B. ChemLin - Zeolithe

    Eine interessante Doktorarbeit mit dem Titel Untersuchung natürlicher Zeolithgesteine auf ihre Eignung zur Abwasserreinigung  von Al Rashdan und Zaid Ali findet sich auf dem Server der Uni Oldenburg, hier der Link zum Inhaltsverzeichnis .

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    Molekularsiebe, d.h. künstliche Zeolithe, kann man z.B. bei Merck oder Fluka/Riedel kaufen, sie kosten je nach Siebgröße (0,3 nm bis 1,0 nm) ca. 60 bis 90 Euro pro Kg. Sie sind als Pulver, in Perlform oder als Stäbchen mit bis zu 3,2 mm Länge zu beziehen. Hauptsächlich werden sie wohl als Trocknungsmittel verwendet.

  • UPS, da hab' ich gerade Mist gebaut und den Text von Matthias überschrieben. Was da unten jetzt steht ist nicht von Matthias sondern von mir. SORRY

    Jörg Kokott


    H Hersteller

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