Euphyllia löst sich auf

  • Hi zusammen,

    Leider mußte ich vor 2 Tagen feststellen daß sich meine Eupyllia ancora an einer Stelle auflöst.
    Wie das zustande kommt kann ich mir nicht erklären.
    Ich hab am Becken nichts geändert und habe das Tier jetzt seit über 1 1/2 Jahren. Es ist zwar nie sonderlich gewachsen, erfreute sich aber immer bester Gesundheit.
    Auch ist es jetzt so, daß das Tier die Tentakeln voll rausstreckt, nur kurz vor der Stelle an der es sich auflöst sind die eingezogen.

    Ich wußte nicht genau was ich tun soll, aber ich habe mal gelesen, man solle einen möglichst tiefen schnitt im gesunden Gewebe machen.
    Das habe ich gestern getan. das Tier sieht so nicht schlecht aus. War das richtig?
    Kann ich das Tier retten??

    Sollte ich noch etwas beachten?

    Grüße Max

  • Hallo Max,

    die Symptome deuten auf ein Vordringen der Bohralgen hin; auch der Zeitraum käme hin. In diesem Fall wirst Du leider keinen Erfolg mit der Operation haben, das Herauslösen aus den Kalksepten schreitet weiter fort. Dafür verantwortlich sind die schon erwähnten Bohralgen. Wenn die an die Matrix der Koralle stoßen, dann löst sich der Polyp an dieser Stelle vom Kalkgehäuse und ist nicht wieder hineinzubringen oder sonstwie dazu zu bewegen an den Septen festzuwachsen. In der Folge löst sich nach und nach der gesamte Polyp bis er schließlich frei im Wasser treibt und das war es dann.


    Nachtrag:
    Du kannst versuchen nerkröses Gewebe mit Bellaisodona (aus der Apotheke) einzucremen nachdem die abgestorbenen Teile entfernt wurden. Allerdings sollte kein gesundes Gewebe entfernt werden weil eine Verletzung durch die hohe Keimzahl im Aquarium weitere Gewebeauflösung nach sich ziehen kann.

  • Hallo Max,
    waren an der Stelle, wo das Gewebe sich auflöst, dünne, braune Schleimfäden? Michael Mrutzek hatte mal in seinem vortrag über Plagegeister von solchen Symtomen an Euphyllias berichtet. Helfen tut dann nur stängiges absaugen der Fäden, es handelt sich um einen mikroskopischkleinen Borstenwurm o. so was ähnliches, der in dem Schleim lebt und das Tier schädigt.
    Ich wollte das nur alls andere Möglichkeit erwähnen, was die Euphyllia auch schägigen könnte.

  • Hallo Max :smiling_face:

    In der Regel sind viele großpolypige Steinkorallen bei Befall mit Bakerien und nachfolgendem Brown Jelly nicht mehr zu retten.

    Hier hat wirklich mal das von dir gemeinte abschneiden der verletzten und geschädigten Zone geholfen. Aber das ist eben auch keine sichere Methode, aber ebtl. wenn es nicht gut aussieht schon einen Versuch wert.

    Sprich. im gesunden Gewebe anfangen so das jedes befallene Gewebe weg ist. Dann alles sauber abkratzen.
    Dann das Tier an der Stelle mit PVP Jod einstreichen, und an eine gute durchströmete dunklerere Stelle stellen.
    Es muss aber nicht gutgehen das sei gleich noch mit angemerkt. Es hat aber schon mehrmals geholfen. Kommt sicherlich auf die Gesundheit des Tieres an.

    Wie Ralph schrieb so was kommt oft von Bohralgen, oder auch durch eine mechanische Verletzungen. Es siedeln sich dann Bakerien an... und es kommt dann nachfolgend BrownJelly.

    Ich hoffe es geht gut.
    Eines ist aber klar, durch so eine Behandlung sieht das Tier erst mal Tagelang immer schlecht aus.
    Das ist an sich noch kein Zeichen.

    Abwarten, und hoffen


  • Viel Gutes wurde schon beschrieben!!
    Die Betaisodona Salbe ist mit Sicherheit eine sehr gute und von mir schon oft benutze Methode hier helfend einzugreifen.
    Fakt ist, dass gerade solche Korallen wachsen müssen, da sonst die Bohrlagen das lebende Gewebe einholen!

    IN Amerika habe ich bei der Magna eine Vorlesung besuchen dürfen, wo ein amerikanischer Wissenschaftler eine Catalaphyllia teilte.

    Die wäre, wenn sich der Zerfall nicht stoppen lässt sicher eine gute Methode, zumindest einen Teil der Koralle zu retten.
    KurzInfo:

    Koralle wurde aus dem Wasser entnommen
    Mit hilfe eines kleinen Schleifgerätes( Drehmel Multi oder sowas) wurde das Skelett zersägt.
    Genau bis zur Matrix!
    Nun wurden hier mit Hölzern eine Spannung( also ein Keil) auf die zwar zersägten aber an der lebenden Matrix noch zusammenhängenden Koralle angebracht.
    Dieser Keil wird nun jeden Tag etwas weiter rein getrieben, sodass sich die Koralle an der Stelle selbst teilt.
    So in der Kürze zumindest die Theorie!
    Es soll klappen.
    Selbst habe ich dies noch nie gemacht, da aufgrund des Einfuhrverbots keine mehr reinkommen und die, die man hat nicht so auf Spiel setzten will( denke verständlicher Weise)
    Wenn jedoch wie bei dir eine Akute Gefahr des "Totalverlustes" ansteht, sollte man dies sicher probieren?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!