Garnelen sterben nach Beckenvergrößerung

  • Hallo,

    erst mal ein großes Lob an das Forum. Seit Beginn meiner "Meerwasserlaufbahn" vor ca. 1,5 Jahren hab ich hier schon viele Tips, Anregungen und Hilfe gefunden.

    Zu meinem jetzigen Problem hab ich leider noch keine Antwort im Forum gefunden.

    Zur Zeit sterben mir meine Garnelen (L. Amboinensis) weg. Oder besser, sind gestorben, sehe nämlich heute keine mehr. Somit wären dann alle 4 innerhalb von einer Woche verendet (3 Wochen nach der Beckenvergrößerung) Auch einen Einsiedler hab ich heute herausgeholt. Allerdings weiß ich nicht, ob dieser Verlust damit zusammenhängt, da es den restlichen Einsiedlern ganz gut geht. Ihnen sieht man nichts an.

    Auffällig waren schwarze Bereiche überhalb der Beine. Diese Flecken hatten Sie vorher noch nie. Auch waren sie in letzter Zeit völlig apathisch. Früher waren Sie nicht zu bremsen, wenn es Futter gab. Heute interssiert sie Futter überhaupt nicht mehr.

    Das Sterben zwecks Alter ist fast auszuschließen, da ich sie erst seit etwa 1 Jahr habe und die Garnelen beim Kauf noch nicht ausgewachsen waren.

    Ich glaube es hängt mit den schwarzen Flecken zusammen. Schaut aus wie wenn sich etwas unterhalb der Hülle angesammelt hätte, das sie langsam verenden ließ.

    Die Hauptursache dafür in meinem Becken herauszufinden ist meiner Meinung nach unmöglich, da ich erst im Dezember eine Beckenvergrößerung gemacht habe und somit zuviele Dinge verändert oder neu in das Becken gebracht wurden z.B.:
    -Es kam ein neuer Bodengrund in das Becken. Es ist grober Sand, der schon einmal in einem Meerwasserbecken war. Er wurde von mir aber gewässert, geputzt, ausgesiebt und das Wasser indem er war über Akivkohle gefiltert.
    -Ein neu von mir zementierter Riffpfeiler ( Herstellung s. Zeitschrift KORALLE Nr. 21) kam ins Becken. Nur die zum Schluß empfohlene Spühlphase mit Salzsäure habe ich nicht gemacht( S. 41 Nr. 7.Hab ihn dafür statt 1-2 Wochen um die 4 Wochen gewässert.
    -Es wurde ca. 80 ml Aquariensilikon eingebracht. Marke Marina transparent Made in Belgium. Wurde soviel ich noch weiß beim Hornbach gekauft. Diesen hab ich am ehesten in Verdacht!!! Hab damit ein Lochbohrung in der Bodenscheibe mit einer Glasplatte verschlossen und meine Pumpen festgeklebt.
    -Es kam Plexiglas ins Becken. Weißes, Transparentes und leicht bläuliches kam zum Einsatz.
    -Ein neuer Sauerstoffschlauch für den Eiweißabschäumer neue Auströmersteine.........


    Ich hoffe, dass dieses Problem schon einer hatte und ich so die Ursache herausfinden und dann beseitigen kann. Denn irgendwann hätte ich schon wieder gern ein paar Garnelen.

    An der Dichte kann es nicht liegen. Die ist im grünen Bereich.
    An den Wasserwerte eigentlich auch nicht.

    Werte vom 6.1.2004

    Nitrat 0
    Ca 400
    Phosphat 0,3
    Ph 7,8

  • Hallo Andreas,

    bist Du Dir sicher, dass der Einsiedler wirklich gestorben ist? Hat wohl eher eine Häutung stattgefunden und Du hast jetzt diese Reste aus dem Becken - sehen nämlich praktisch wie der Krebs selber aus. Bei mir kommt das immer wieder vor. Sogar die Hülle meiner Stenopus hispidus hat mich mal fast dranngekriegt...
    Zu Den Garnelen kann ich Dir so leider nichts sagen. Auch zu den von Dir eingebrachten Stoffen ins Becken. Auszuschließen, dass diese was ins Becken abgeben ist natürlich nicht.
    Aber wie sieht denn Deine Dichte aus, womöglich hat sich die verändert und das mögen die Garnelen eigentlich nicht!
    Was hast Du denn sonst für einen Besatz an Tieren im Becken und wie geht es dem?

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo Andreas,

    auch ich habe schon dei von dir angesprochenen schwazen Verfärbungen beobachtet und wie du anschließend die Garnelen verloren. Was diese Schädigung auslöst, ob es primär oder sekundär ist kann ich allerdings nicht sagen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Ich habe viele meiner Tiere vorgestern in ein kleines Becken umquartiert darunter auch 3 Lysmata. Alle 3 waren am nächsten morgen tot, die Fische im Becken atmeten schwer.
    Das obwohl das Wasser 100%ig das gleiche war (5 min vorher aus dem anderen Becken gezapft) an der Salinität kanns also nicht gelegen haben.

    Ich tippe darauf das Lysmata sehr sehr empfindlich auf Nitrit und NH[T]x[/T] reagieren!

  • Hallo kenny,

    bei dir scheint es sich um eine Nitritvergiftung zu handeln. Wenn die Fische schwer atmen ist das meistens ein Hinweis, daß der Nitritgehalt zu hoch ist. Dies ist auch für die Fische sehr schädlich.

    Gruß
    Peter Ismaier

  • Ja ich weiß, ich habe auch gleich Gegenmassnahmen ergriffen (gute Durchlüftung, großer Wasserwechsel) jetzt geht es den Fischen wieder gut. Nitrittest zeigt auch nix mehr an. War also zum Glück nur kurzzeitig.

  • @Markus,

    mit dem Einsiedler hattest du recht.
    Hab soeben alle Einsiedlerhäuschen auf Bewohner abgesucht und es sind doch noch alle Einsiedler vorhanden.

    Peter

    sind dir dabei auch alle Garnelen verendet oder hast du noch Garnelen im Becken?


    @all

    Das mit dem Nitrit und Ammoniak könnte natürlich sein. Diese Werte hab ich seit dem Einfahren des Beckens nicht mehr getestet. Ein soeben durchgeführter Ammoniak Test zeigte 0 mg/l an.
    Einen Nitrittest hab ich keinen mehr.

    Wenn es doch aber an diesen Werten liegt, wären die Garnelen dann nicht schon früher verendet (so wie bei kenny) und nicht erst 3 Wochen nach der Beckenvergrößerung?

  • Hallo,
    Bei mir sind bei meinen vier Garnelen dieselben Symptome aufgetreten. Schwarze Bereiche im Mittelkörperbereich und Apathie. Innerhalb von ein paar Monaten sind dann alle gestorben. Im Endstadium konnte ich sie sogar mit der Hand anfassen.
    Meine Wasserwerte sind alle ok (NO2 = 0 ebenso NH4, etc.)
    Grüße aus Essen
    Jürgen

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