Mysteriöses Krebssterben

  • Wir haben seit einiger Zeit das Problem, daß wir vor allem keine Krebse oder andere Schalentiere mehr in unser Aquarium setzen können. Sobald sie eingesetzt werden bewegen sie sich kaum noch und verenden dann innerhalb weniger Tage oder Wochen. Setzt man sie nach kurzer Zeit wieder in ein anderes Becken, dann sind sie wieder qietsch fidel und fangen sofort wieder zu fressen an. Nitrit/Nitrat/Phosphat sind Ok. Salzgehalt und PH auch. Wir haben es auch schon mit mehrfachen Wasserwechechsel probiert. Wer hat eine Ahnung was den Krebsen so zu schaffen macht oder was wir sonst noch tun können.
    Derzeit sind neben ein paar Weichkorallen nur noch zwei Clownfische, ein Pallettendoktor, zwei Seeigel und ein Seestern im Aquarium. Den Fischen geht es gut, aber wenn wir neue Fische dazusetzen, dann sterben auch die meistens nach ein paar Tagen.
    Kann es sein, dass sich im Leitungswasser Schwermetalle befinden, die trotz Umkehrosmose nicht entfernt werden???Wie kann ich das herausfinden?
    Ich hoffe uns kann jemand weiterhelfen.
    Viele Grüsse,
    Angelika Lahnor
    :boxerkrabbe:

    Einmal editiert, zuletzt von Angelika Lahnor (30. Dezember 2003 um 18:02)

  • Hallo Angelike :smiling_face:

    Erstmal noch ein Herzliches Willkommen hier im Forum :winking_face:

    nun die Richtung mit dem Leitungswasser wäre jetzt meine Frage gewesen (evtl. zu hoher Kupfergehalt?) Wobei dann sicher die niederen auch schon Schaden angezeigt hätten, weil Krebse meiner Erfahrung nach wesentlich mehr Kupfer vertragen wie bislang angenommen.
    Überhaupt sind die Einsielder, speziell die weniger Attraktiv gefärbten wahre Überlebenskünstler. Sogar im kalten Süsswasser harren sie Tagelang aus ohne Schaden zu nehmen.

    Nun was ich mir jetzt Aktuell Vorstellen könnte wäre ein Defekt an der Osmoseanlage und die daraus resultierenden schlechten Wasserwerte. Was natürlcih von diner wohngegend abhängt wie gut das Ausgangswasser an sich ist.
    Da ich aber nur eine OA eher sporadisch einsetze und da eher weniger der Experte bin, kan ich dir wohl nicht viel helfen hier. Am besten wendest dich mal an den Hersteller bezügl. Wartungsintervalle, oder du Schreibst mal dein genaues Modell hier rein, evtl. gibts Forianer die die gleiche Anlage haben, die dann Angaben bezügl. der Membranen und deren Tausch machen können.

    Was du aber auf alle Fälle gleich tun kannst ist mal die Werte am Ausganswasser VOR der Osmoseanlage zu messen. Vieleicht gibt das ja schon mal ein wenig Aufschluß darüber.

    trotzdem... Einen Guten Rutsch!


    Grüße Thilo :face_with_tongue:

  • Hi Angelika,
    Schwermetalle möchte ich erstmal ausschließen. Nenne doch bitte Deine genauen Wasserwerte und womit Du sie gemessen hast. Besonders die Dichte wäre interessant.
    Einsiedler und Neritea-Schnecken sind eigentlich sehr unempfindlich. Ich wasche sie (Ägypten und Kenia) immer täglich zweimal in Leitungswasser und hältere sie zwischendurch trocken. Auch im Pool bin ich zwischendurch schon mal geschwommen und hatte sie dabei in der Hosentasche :grinning_squinting_face:

  • Hallo Angelika,

    auch von mir erstmal eine Herzliches Willkommen.

    Ich würde auch erstmal gerne die Wasserwerte und die jeweiligen Testhersteller kennen wollen bevor ich eine Aussage treffe.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Klaus,

    wir haben ein 350l Becken mit der Tunze Comline CM05 Filteranlage.
    Unsere Wasserwerte sind:
    PH 7,8-8,0 (IKS)
    Redox 350 MV (IKS) (war erst bei 500MV, jetzt neu kalibriert bei 350MV)
    Dichte 1020 ( IKS und Aerometer)
    Ammoniak 0 mg/l (Sera NH4-Test)
    Nitrat < 5mg/l (Sera NO3-Test)
    Phosphat < 0,25 mg/l (JBL PO4-Test und Merck Phosphat Test)
    KH 10 (JBL KH-Test)
    Temp. 6,5 -27 C
    Viel Grüße,
    Angelika

  • Ich sehe bei den Werten als greifbaren Ansatzpunkt only die Dichte.

    Hier solltet ihr diese mal mit einem Refraktometer gegen testen
    ( Gern stehe ich da zur Verfügung, wenn Ihr mir ein paar Tropfen Wasser zuschickt ist dies kein Problem)

    Wenn Ihr nun gerade "Schalentiere" kauft, kann es sein, dass Ausgangswasser und Euer total unterschiedliche Dichten hat( sehr vorsichtigen Umgewöhnen)

  • Hallo Angelika,

    ich würde es genau wie Michael sehen. Beim iks kommt es schnell zu Abweichungen. Habt ihr die Dichte bei 25Grad gemessen oder umgerechnet? Welchen Aräometer benützt Ihr?

  • Und vor allem warum fhart ihr die Dicht so niedrig? Du hats vorher gesagt euere Wasserwerte sidn OK, dem entnehme ich ihr habt die Dicht bewußt so niederig.

    Wenn man jetzt noch die Messungenaugigkeit eines Äreometers hinzunimmt, oder davon ausgeht das der Leitwertsensor verschmutz ist und / oder lange nicht korrekt geeicht wurde, kommt man in Dichte Bereiche die den Stachelhäutern sicherlich nicht behagen.

    Ich halte daher auch die Dichte für die Ursache des Stachelhäuter sterbens.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo zusammen

    Erst einmal ein herzliches willkommen Angelika :smiling_face:

    Etwas anderes als die Salinität fällt mir auch nicht ein. Schwermetalle scheide bei der Pfelge von Seesternen und Seeigeln aus, da die noch emfpindlicher sind als Einsiedler oder Nerita Schnecken.

    Ene sehr vorsichtiger Anpassung ist natürlich voraussetzung.

  • Hi,

    an die Wasserwerte kann ich nicht glauben. Dann hätte auch der restliche Besatz Probleme.
    Wie setzt Ihr denn Eure neuen Tiere in Euer Becken?

    mfg Uwe

  • Hallo Angelika,
    genau die Probleme wie Du hatte ich einmal bei einem Kunden.Da war dann die Ursache ein kurzes Stück Gartenschlauch am Abschäumerauslauf. Denkbar ist jeder ungeeignete Kunststoff, wie Schlauch, Filterschaum der Weichmacher enthält. Grüner üblicher Aquarienschlauch wird eigentlich gut vertragen, wenngleich er schnell ausgelaugt und hart wird. Aber möglicherweise gibt hier billigfabrikate die giftig sind. Gleiches gilt für HartPVC. Übliches im Baumarkt angebotenes ist giftig, nur die im Zoofachhandel angebotenen Qualitäten verwenden.Die Erscheinung die Du beschreibst ist eindeutig eine Vergiftung, leicht daran Erkennbar, das sich die Tiere sofort erholen, wenn man sie in ein anderes Wasser setzt. Schwermetalle glaub ich eigentlich weniger, bzw. halte es für ausgeschlossen.
    Gruß Joachim

  • Hallo Angelika,

    Wie siht es denn nun ausß Was hast unternommen? ich persönlich halte Joachims Aussage für die wahrscheinlichste. ich hate Aufgrund von Pünktchen schon eine Dichteabsenkung auf 1.016 im becken für ca. 7 tage, und dabei versehentlich einen Einsiedler vergessen der dies problemlos Überlebt hat. Daß es hier evtl. auch Unteschiede bei den einzelnen Arten gibt ist nicht Ausgeschlossen aber, dann würden sihcer nicht alle permanent sterben.

    Grüße Thilo :face_with_tongue:

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