Ärzte-Thread (war T5)

  • Hallo zusammen!

    Tom
    Ich habe mich da wohl mißverständlich geäußert: Ich meinte nicht, daß Korallen, die aus sagen wir 30 Meter Tiefe kommen, nur blaues Licht brauchen und sonst nichts (oder anderes Licht nicht vertragen). Ich meinte das diese, im Gegensatz zu Korallen, die ihr bisheriges Leben auf dem Riffdach verbracht haben, relativ gesehen mehr blaues Licht brauchen werden, als die vom Riffdach. Ich denke das die Zooxanthellen der Korallen aus geringer Tiefe auch Pigmentsysteme haben, mittels derer sie auch Licht des grünen und roten Spektralbereichs nutzen können. Diese dürften aber Korallen aus größerer Tiefe fehlen, da dorthin kaum bis kein grünes oder rotes Licht kommt und somit das Vorhalten entsprechender Systeme für die Organismen keinen Sinn machen würde.

    Wie in einem anderen Thread derzeit auch gesagt, kommen die meisten Korallen gut mit Tageslicht (geringer Blauanteil) aus. Bei Korallen aus tieferen Wasserregionen würde ich (sofern sie Zooxanthellen haben und Licht benötigen) den Blauanteil anheben. Also entweder HQI-Brenner mit höherem Blauanteil oder zusätzliche T5-Blauröhren.

    Zitat

    adaptieren sie sich nach einer gewissen Anpassungsphase daran.

    Gut so, akzeptiert. Warum gibt´s dann eigentlich blaue Röhren in tausend Sorten? :winking_face:

    Jochen
    Zum Thema Praxisaufgabe hatte ich mich geäußert und im Gegenzug mir einiges anhören müssen. :hopfire:

    Tatsache ist aber, daß man sich für einen Entzug der Kassenzulassung mehr erlauben muß, als nur das Budget zu überziehen, den darauf reagieren die Kassen "nur", indem sie die Summen, um die das Budget überschritten wurde, nicht bezahlen. Sicher ist es heutzutage nicht mehr so einfach, wie in den 70ern und 80ern, eine Praxis so zu betreiben, daß sie guten Gewinn abwirft, aber ich kenne einige Niedergelassene, und von denen muß keiner am Hungertuche nagen. Und ich habe die Erfahrung gemacht, daß diejenigen, die am lautesten jammern, meist doch Einkünfte haben, die deutlich über meinem Gehalt als Assistenzarzt liegen.

    Reich wird man als Arzt aber im Gegensatz zu dem, was viele glauben, heute nicht mehr. Ich kenne keinen Kollegen, der sich einen neuen Mercedes SL 500 leisten kann (sicher wird´s den einen oder anderen geben, keine Frage), aber ich kenne viele Patienten, die einen fahren. Das sind dann irgendwelche Selbständigen, die immer schön ruhig halten, wenn der Sozialneid gegenüber Ärzten laut wird, nur damit sie nicht das nächste Ziel werden. Es ist doch schön, daß das Volk immer gerne neidisch auf die "Halbgötter in Weiß" schielt. :mauer:

    Aber, bevor dieses Posting nur noch OT ist: Das m.E. ärgerlichste am Arztberuf ist heute, daß sich immer mehr Leute, die entweder vom Arztberuf keine Ahnung haben oder selbst Ärzte sind, aber seit Jahren nur noch Berufspolitik (in ihrem eigenen Interesse) betreiben, uns mit aller Gewalt Steine in den Weg werfen. Der Beruf wird langsam zu einem durchgängigen Spießrutenlaufen. Deswegen gibt´s auch 4800 unbesetzte Planstellen (Ärzte) in deutschen Krankenhäusern. :mauer:

    Aber trotzdem: Vielen Dank für Deine netten Wünsche!

    And now for something completely different ...

    Gruß,

    Michael

  • Also eine Freundin von mir - eine mit PDS Parteibuch in der Tasche - will nicht mehr Medizin studieren weil die Ärzte alle nur ausgebeutet werden.

    Mediziner aller Kassen vereinigt euch!

  • Hallo Stefan!

    Ich glaube, wir sollten einen Thread im Unterhaltungsboard aufmachen, bevor sich noch jemand angep..t fühlt. :smiling_face:

    Angestellte Ärzte werden auch üblicherweise ausgebeutet. Nur ein Beispiel: Der sog. Bereitschaftsdienst. 8 Stunden Arbeit, dann Bereitschaft (15-17 Stunden), dann evtl. noch weiterarbeiten. 65-80% des normalen Bruttostundenlohnes, keine Zuschläge! Nicht für Nachtarbeit, nicht für Samstage, Sonntage oder Feiertage!

    Schlafen theoretisch möglich, wenn man nicht gerade irgendeinen Papierkram nachholen muß, der während der normalen Arbeitszeit liegen bleiben mußte, weil man halt aufgrund Sparmaßnahmen und Ärztemangel heute 20-25 anstatt 15 Patienten zu betreuen hat und außerdem der Anteil des Papierkrams exponentiell zunimmt. Wenn man sich dann mal ablegen kann, dann wird man in ruhigen Nächten alle zwei Stunden, in unruhigeren alle 15 Minuten aus dem Schlaf geholt. Erholungswert = NULL. Und dann muß man sich noch vorhalten lassen, daß man ja wenigstens viel Geld verdient. Klar, bei 300-350 Arbeitsstunden pro Monat habe ich das, was andere "Reiche" in 180 Stunden verdiene.

    Aber noch ´mal:
    Das ätzende ist für mich die Mehrarbeit durch die Einmischung von Leuten, die keine Ahnung haben und deren Religion die Bürokratie ist. Alleine durch Abbau von Bürokratie könnte die Arbeitsbelastung um 25% gesenkt werden. Dann könnte man sich ´mal wieder stärker der eigentlichen Aufgabe des Arztberufes widmen - Patienten versorgen. Man wäre freundlicher, hätte mehr Zeit und würde qualitativ sicher besser sein!

    Aber nein. Diagnosenverschlüsselung, internes und externes Qualitätsmanagement und Dokumentation bis der Kugekschreiber schlaff wird. < hier sollte jetzt ein kotzender Smiley stehen, aber ich habe leider keinen >

    Deine Bekannte hat schon recht. Nicht mit dem Parteibuch :grinning_squinting_face: , aber damit, einen anderen Beruf zu ergreifen. :frowning_face:

    Gruß,

    Michael


  • uhhhps das wollte ich nicht...habe aber nach 6 Wochen Praktikum aufgehört....Michael: wie in der Natur...die stärksten schaffen es! Du gehörts dazu...und ich geh jetzt weiter kämpfen in meinem Weißkehldoctor Thread...im Fischforum gegen die "neue Stimme des Forums und der Aquaristik".

    Grüsse

    Jochen

  • Ihr regt euch über die armen Ärzte auf, aber wer denkt mal an die noch ärmeren Arzthelferinnen wohl keiner was ??? :face_with_tongue:


    Gruß Stefan

  • Zitat

    Original von Hergo
    Ihr regt euch über die armen Ärzte auf, aber wer denkt mal an die noch ärmeren Arzthelferinnen wohl keiner was ??? :face_with_tongue:


    Gruß Stefan

    Ich möchte hiermit und in aller Form auf den Missstand in unserem Gesundheitswesen hinweisen! Es leiden ambitionierte Ärzte, Pfleger und Patienten!

    Ich rege die Schaffung einer generell privaten Gesundheitsversorgung an und die Schliessung der kassenärtzlichen Verbände und Abrechnungsstellen damit freier Wettbewerb und Leistungsstreben/ nicht abarbeiten oder Überstunden oder Profitgier im Vordergrund stehen! Dieser Beitrag war Überparteilich!"

    Jochen

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