Pygoplites diacanthus und Scolymia

  • Hallo,

    nachdem mein Pygo nun mehrere Monate "anständig" war, geht er seit neuestem an
    die Scolymnias - er zupft dran rum, so dass die Korallen nicht mehr aufgehen.
    Sämtliche anderen Korallen lässt er hingegen in Ruhe.
    Ich werde versuchen, ihn durch Zugabe von mehr Grünfutter und kürzeren Füterungsintervall davon abzubringen - gibts noch andere Vorschläge?

  • Hallo Stefan,

    ich bin ja bekanntermaßen ein Freund der Paarhaltung und vertrete die These das viele unsere Fische solche "unarten" zeigen, weil ihnen die Interaktion mit einem sozial Partner fehlt. Vieleicht wäre ein Partner eine mögliche Lösung? Gross genug ist dein Becken ja und ein kleiner sollte zu finden sein.

    Und wenn nichts wirkt drohe ihm in die Belgsiche Verbannung zusenden :grinning_squinting_face:

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Könnte was dran sein - er ist bisher im Rudel mit den 5 gelben Docs unterwegs gewesen. Seit die nicht mehr sind :loudly_crying_face:
    Die beiden blauen haben ihn noch nie interessiert.

    Hat schon jemand Erfahrung mit der Paarhaltung des Pygoplites?

  • Hallo STefan

    Dito, genau das macht unserer auch...
    Nur die Scolymia hat es ihm angetan...

    Er bekommt aber alles was man sich an Futter vorstellen kann. Von daher denke ich das es eher eine liebe für skurille Korallen ist :smiling_face:

    Wir haben im übrigen eine die ist zweifarbig und wunderschön.

  • Zitat

    Original von Stefan Ott
    Könnte was dran sein - er ist bisher im Rudel mit den 5 gelben Docs unterwegs gewesen. Seit die nicht mehr sind :loudly_crying_face:
    Die beiden blauen haben ihn noch nie interessiert.

    Hat schon jemand Erfahrung mit der Paarhaltung des Pygoplites?


    Hi Stefan,
    ich habe es bei meinem jetzigen Tier zweimal erfolglos probiert. Das erstemal habe ich einen nur wenige cm großen (Malediven) zugesetzt. Nachden er ständig gejagt wurde konnte ich ihn mit einer Fischfalle wieder herausfangen. Beim zweitenmal habe ich einen etwas größeren (Rotes Meer) zugesetzt. Nachdem sie sich einige Tage überhaupt nicht beachtet hatten hat der ältere den Neuen gejagt un ihm innerhalb eines Tages alle Flossen und den Schwanz abgebissen. Der wehrlose Fische wurde aber noch weiterhin attackiert. Leider geschah dies während ich Dienst hatte und so konnte ich nur noch den zerrupften Fisch ins Technikbecken setzten wo er am nächsten Morgen tot war. Nachdem ich aber Pygoplites im Roten Meer genauso häufig als Einzeltier, wie als Paar gesehen habe, denke ich nicht daß er sich einsam fühlt (er hat ja genügend andere Fischgesellschaft :]) Ich werde jedenfalls (bei diesem Tier) auf weiter Versuche zur Verpaarung verzichten.
    Das Verhalten der Pygoplites hängt wohl doch von vielen Faktoren ab. Ich hatte vor Jahren mal ein Tier aus Taiwan (daher kamen damals fressende Tiere der blauen Form) das ständig in eine Nephtea-Art biss. Als ich diese etwas verstellte hörten die Übergriffe sofort auf. Ein Freund hatte sich damals einen Pygoplites aus demselben Import gekauft und sich beklagt daß es seine ganzen Krustenanemonen frißt/zerrupft. Das 1000l Becken war zu 90% mit Krustenanemonen dekoriert. Als ich den Fisch bei mir zusetzte (beide waren gleichgroß, ca. 10cm) hörte das Verhalten schlagartig auf und die beiden schwammen sofort zu zweit durchs Becken.

    Hier einer der beiden:

  • Das Zupfen hat erst nach dem Tod der Docs begonnen - hat aber vielleicht eher mit der Verringerung der Futtermenge zu tun? der Pygo bleibt jedenfalls drin - auch wenn die Scolymnia ausgesprochen schöne Korallen sind - wenns gar nicht anders geht, müssen sie eben in die Nachzuchtanlage....

  • Hallo,
    Pygoplites hat einige eindeutige Geschlechtsunterschiede. Bei den Männchen ist vor allem der Dorn am Kiemeldeckel wenigstens doppelt so lang wie der der Weibchen. Grundsätzlich ist es äußerst schwierig lange allein lebende Fische zu verpaaren. Am besten geht es noch, wenn die größen extrem Unterschiedlich sind. Da aber alle Kaiser wohl Geschlechtsumwandlung machen, hat es nur Sinn wenn der eigene Fisch schon sehr groß ist und man kleinere Weibchen dazusetzt, was in kleineren Aquarien auch Schwierigkeiten machen kann. Hat das länger allein lebende Tier schon mit der GU begonnen ist es auch wenig hilfreich ein großes Männchen dazu zu setzen. Setzt man zwei Babys schon von Anfang an zusammen passiert nichts.
    Die Koralle frißt er weil sie ihm schmeckt und er gelernt hat, dass sie freßbar ist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das etwas mit der Einzelhaltung zu tun hat. Die großpolypigen Arten werden doch von fast allen Kaiser-und Herzogfischen irgendwann angefresen.
    Gruß Joachim

  • Hallo zusammen
    Ich schliesse mich der Meinung von Joachim an.
    Wenn einem Kaiser etwas schmeckt, dann frisst er es auch. Finde das schon bissal komisch, auf der einen Seite will man das Fische ihr natürliches Verhalten zeigen, auf der anderen Seite solln sie aber dann doch lieber nicht. :confused_face:
    Peter Schmiedel
    So wie du das schreibst klingt das so, als ob die Fische als Paar ihr natürliches Verhalten ablegen. :confused_face: Im Meer fressen Kaiser auch Korallen auch wenn sie ein Paar sind und Langeweile haben sie ja dort auch nicht. Auserdem weißt du ja auch das Paarhaltung manchmal ein Risiko darstellt. Was aber nicht heist das ich gegen Paarhaltung bin, ich will wenns möglich ist auch immer Paare halten, nur das ich bei mir auch schon öfter mißlungen und wenn ich mich recht erinnere, bei dir ja auch. Wenn man schon über Paarhaltung schreibt sollte man erwähnen bei welchen Fischen das einfach ist und bei welchen ein erhöhtes Risiko besteht. Ich finde einfach du schreibst das immer zuallgemein.
    Gruß Frank

  • Kann nich' mehr lange dauern bis Vollmond... :winking_face:

    Wer hat sich denn beklagt? Ich hab vor ein paar Wochen geschrieben, dass mein Pygo - wie bei anderen auch - die Korallen unbeachtet lässt. Dies hat sich letzte Woche geändert - deshalb, und weil ich von Robert die selbe Info hatte, habe ich den Thread aufgemacht.

  • Zitat

    Original von Stefan Ott
    Könnte was dran sein - er ist bisher im Rudel mit den 5 gelben Docs unterwegs gewesen. Seit die nicht mehr sind :loudly_crying_face:
    Die beiden blauen haben ihn noch nie interessiert.

    Hat schon jemand Erfahrung mit der Paarhaltung des Pygoplites?


    Hai Stefan,
    Doktoren tot ?(???? ;(, wie passiert???
    wieviele Opfer??? ( habe länger nicht mehr gelesen...
    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • öhm.....Hi Stefan :winking_face:
    Am 9.11 ist Vollmond :winking_face: :grinning_squinting_face:
    Mein posting bezieht sich darauf, das hier immer wieder behauptet wird, ein Fisch der keinen Partner hat macht Ärger und der der einen hat macht das nicht.
    Ich denke halt das gerade bei Kaisern, das an Korallen zupfen zum natürlichen Verhalten gehört (bei manchen zumindest) und daran ändert auch ein Partner nichts.
    Gruß Frank

  • Na - ich habs jedenfalls nicht behauptet. Ich würde es anders ausdrücken.
    Wenn ich sehe, wie meine beiden Korallenwächter miteinander umgehen,
    schäme ich mich jetzt noch, dass ich sie früher einzeln gehalten habe.

    Dass sie - sofern sie in der Natur auch im Rudel, im Harem, im Paar leben - dann auch im Aquarium am besten so gehalten werden sollten, hat sich ja mittlerweile rumgesprochen.

  • Hi Stefan
    Jo, da geb ich dir ja recht. Auch andere Fisch leben in Paaren, nur im Aquarium das halt manchmal nicht möglich, zumindest bei manchen Fischen. Nur hier gehts jetzt um Kaiser nicht um Wächter.
    Du kannst es ja versuchen, nur wenns schief geht haste einen toten Pfauen oder vieleicht 2 die gern mal Koralle fressen. Streite ja nicht ab das es auch gut gehn kann, nur meist siehts halt anders aus. (leider)
    Gruß Frank

  • Frank,

    wie fast immer missfällt mir dein Ton und deine Art dich aus zudrücken!

    1. Ich habe niemals gesgat das eine Tier IMMER Probleme macht wenn es alleine gehalten wird.

    2. Ging es hier im ein konkretes Beispiel mit einem Kaiserfische warum sollte ich da also über Paarhaltung anderer Tiere reden?

    3. Alle Tiere denen es nicht möglich ist eine soziale Interaktion mit dem anderen Geschlecht oder dem gleichen KÖNNEN einfach kein Natur ähnliches Verhalten zeigen

    4. Gebe ich dir und Joachim recht das Grosskaiser sicher einige Korallen auch auf dem Speiseplan haben.

    5. Ich denke der aufmerksame Leser wird schon mherfach mitbekommen haben, das ich immer offen auch über meine Fehlschläge der Paarhaltung berichtet habe - also lass bitte die Anspielung

    6. Bin ich PERSÖNLICH immer noch davon Überzeugt das Paar- / Gruppenhaltung einer der Schlüssel zum Erfolg ist und werde das weiter verfolgen

    7. Du kannst dir die Mühe sparen das per Mail, PN oder hier zu kommentieren. Für mich ist die Diskussion mit DIR hiermit beenden. Gern diskutiere ich das Thema mit allene anderen auf der Sachlichen Ebene weiter

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Stefan :smiling_face:

    habe deinen Wundeschönen Fisch ja schon Mehrmals gelobt... :winking_face:
    Will ihn jetzt auch nicht Schimpfen :smiling_face: Aber ein partner wäre ideal.. Die Vergesellschaftung bei Pygopites diacanthus ist recht Einfach und bereitet in de regel keine probleme da der Fisch ansich nicht sonderlich Aggressiv gegenüber Artgenossen ist. Auch das anfänglich oftmals Auftretende Fütterungsproblem konnt ich oftmals durch eine Paarhaltung Lösen, da die Fische dann gegenseitig lernen. Aber das soll ja nicht das problem sein sondern deine koralle:

    Ich würde sie sofern es dir möglich ist, vorerst aus dem Becken entfernen.
    Dann solltest du mal ganz genau recherchieren was denn so alles verändert wurde (Wirklich alles in Erwägung ziehen) denn es hat imme einen Grund warum das Tier nun nach doch recht langer zeit doch an Korallen geht.

    Was Du ja schon machst sind die Fütterungsintervalle. Versuche es auch mal mit noch abechslungsreicherer kost. Dann finde mal seine "Liebliongssorte heraus, indem du alles einzeln Verfütterst. An welches Futer geht er am liebsten und schnellsten? Setze das dann Vorerst am häufigsten ein. Dann solltest du in etwa einem Monat die Koralle wieer einbringen. an genau denselben Standord. Hat so schon oft Funktioniert bei mir. Allerdings noch nicht mit einem Pygo, da ist das Problem noch nicht Aufgetreten.

    Wenn es dir nicht möglich ist die Koralle in eine anderes Becken zu setzen (Filterbecken?) Dann versuche es doch mal bei einem Bekannten oder Freund.

    So würde ich mal Vorgehen.

    halte uns auf dem laufenden und Berichte uns was du alles machst bzw. schon gemacht hast. das ist eines der wichtigsten Themen! Dank Dir!

    Grüße Thilo :face_with_tongue:

  • Zitat

    Original von Thilo
    ...Aber ein partner wäre ideal.. Die Vergesellschaftung bei Pygopites diacanthus ist recht Einfach und bereitet in de regel keine probleme da der Fisch ansich nicht sonderlich Aggressiv gegenüber Artgenossen ist. Auch das anfänglich oftmals Auftretende Fütterungsproblem konnt ich oftmals durch eine Paarhaltung Lösen, da die Fische dann gegenseitig lernen....
    Grüße Thilo :face_with_tongue:

    Hallo Thilo,

    woher beziehst Du obige Information? Meine Quellen behaupten nämlich sämtlich das Gegenteil.

  • Hi Peter
    Es ist mir eigentlich völlig wurscht ob dir das was ich schreibe gefällt oder nicht. :face_with_rolling_eyes:
    Fakt ist das die von dir so oft propagierte Paarhaltung in manchen Fällen auch in die Hose gehen kann. Darauf wollte ich nur hinweisen. Da es schon öfter auch bei mir so war, das ein zugesetzter Partner gnadenlos nieder gemacht wurde. Und meist bleiben einem dann nur 2 Möglichkeiten. Entweder man zupflückt sein Becken um den Fisch zuretten oder man läßt ihn sterben.
    Dir noch einen schönen Tag :face_with_tongue:
    Gruß Frank

  • Hallo Stefan :smiling_face:

    ja ich habs schon gelesen... Klar das ist immer Schwierig zu verallgemeinern, das weist ja. habe es aber bislang 2 mal probiert und es hat jedesmal geklappt. Wer dir aber eine gute Hilfe sein könnte ist Peter Elgner von Transmarin. Er hat ebenfalls fast nie probleme mit der Paarhaltung. So hat er mir as schon am tel. erklärt. Allerding sagt er auch daß er beim navarchus ebenfalls keinerlei probleme hat, wobei Peter Schmiedel der übrigens meiner Meinung nach eine absolut richtige Strategie fährt, ja auch keinen erfolg gehabt hat. Vielleicht liegt das geheimniss des erfolges an der becknegröße. ich weiß nicht in welchem becken herr Elgner die Tiere so erfolgreich hält. Denke aber daß dein becken groß genug sein sollte, und du kannst ja auch mit div. praktiken Arbeiten. Setze ihn erst ein wenn as Licht aus ist, und fütter deinen Alteingesessenen vorab sehr gut. Was manchmal auch hilft ist eine sog. Zucht Box. Frau Thaler verwendet so etwas auch und hat so schon manches Problem bewältigt. Der "Alte" Fisch schwimmt immr drum herum und erkennt sehr schnell daß er an den Neuzugang nicht rankommt. Wenn er nun Tags drauf den neuen um sich hat stehen die Chancen ziemlich gut. Hab mir mal sowas gebastelt für die vergesellschaftung zweuier Synchiropus Arten. hat Prima geklappt. Wenn Du Acrylkleber benötigst dann Schenk ich dir mein Rest. Das Plexi bekommst ja Supergünstig im Baumarkt. Muß ja nicht Dick sein.

    Ich würde mich halt einfach mal an die Paarhaltung rantrauen und vieleicht jemand vorab suchen bei dem das Tier sehr gut Untergebracht wäre wenn es doch fehlschlagen sollte.


    Grüße Thilo :face_with_tongue:

  • Hey

    Durch den regelmässigen Neubesatz der Becken bei einem Grosshändler ergeben sich andere Futtergaben als es in einem kleineren Becken im privaten der Fall ist
    den Tiere wird da einfach nicht langweilig und Nahrunghat es immer genug da ( Neue Korallen Lebende Steine etc. )

    daher klappt das dort aber ich kann Dich trösten
    auch nicht immer :-))

    gruss Claude

  • Hallo Frank

    Ich glaube es geht eher darum das sich ein Paar oft mehr mit sich selber beschäftigt als ruhelos durchs Becken zu tiger. Und das ist zweifelsohne oft der Fall. Zudem kommt die interessante Verhaltensweise bei Paarpflege.

    Zum Pygo. Man hat in dem Moment ein solches Verhalten akepztiert als man ihn gekauft hat. DAs ist ganz einfach. Da muss man halt die Tiere retten falls sie anfangen ihm zu schmecken.

  • Hi Claude :smiling_face:

    Deine Aussgae freut mich! Sie bestätigt nämlich auch daß meine Fütterungstheorie und dr Mischbesatz wohl schon die richtigen wege sind, denn genau das versuche ich so gut es mir Möglich ist auch meinen Fische zu bieten. Vielleicht ein doch wichtigerer Grund als bislang Angenommen?

    Klar eine Garantie gibt uns nur der Fisch :loudly_crying_face: wir nicht :face_with_rolling_eyes: Aber eines tages steigen wir vielleicht hinter die Biologie und des Einzelnen Verhaltens. Frau Thaler macht da meines erachtens große Schritte in die richtige Richtung...

    Welche persönliche Erfahrung hast du mit dem Pygo? Würde mich auch mal Interessieren.

    @ Robert:-)

    Ja die Aussage war klasse, denn genau das sollte man immer mit Einkalkulieren. Denn wenn man mit dem schlimmsten rechnet ist man gut gewappnet. Trotzdem sollte man Versuchen zum einen Herauszufinden warum ein Tier Plötzlich Korallen frißt wenn er es vorher nicht der Fall war, und zum anderen versuchen den Tieren das mit List abzubringen.
    Es ist auch wirklich eine Interessante Aufgabe so etwas zu machen und vor allem zu beobachten. Als dss Horrorszenario wie es bei vielen Steinkorallenfreaks ja gesehen wird (auch Verständlich) seh ich das persönlich nicht, sondern mit der Materie direkt auseinandergesetzt und nicht durch entfernen des Tieres abgeholfen, ergeben sich Phantastische Möglichkeiten zum Experimentieren, und ich habe da schon oft mit den skurrilsten Ideen Erfolg gehabt. Wirklich.

    Grüße Thilo :face_with_tongue:

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