Acanthurus japonicus krank?

  • Hallo zusammen!

    Ich bin neu in diesem Forum und habe bislang "nur" mitgelesen. Nun habe ich aber (warscheinlich) ein Problem wo mich Eure Meinung interessiert.

    Vergangenen Samstag habe ich einen mittelgroßen Acanthurus japonicus erworben. Er sah im Händlerbecken fit aus. Die Färbung ist ausgepägt, er ist wohlgenährt und geht begierig an Flocken, Frost und Algenfutter. Ich konnte beim Händler nichts entdecken, was mich vom Kauf dieses heiklen Kanditaten abgeschreckt hat.

    Gestern Abend (also nur einen Tag nach dem Einzug) habe ich dann ein auffälliges Verhalten bemerkt. Er "scheuert" immer wieder mit dem Kopf am Boden und an kleinen Steinen entlang und setzt zu ruckhaften Schwimmbewegungen an. Ein erhöhte Atemfrequenz konnte ich bislang nicht feststellen...

    Da er dieses Verhalten nicht nonstop an den Tag legt sondern immer mal wieder, tippe ich auf eine beginnenden Befall mit Kiemenwürmern.

    Mit dieser Krankheit hatte ich bislang noch keinen Kontakt, daher habe ich ein paar Fragen ans Forum:

    - Könnte dieses Verhalten auch auf andere Krankheiten hin deuten?
    - Wenn Kiemenwürmer, wie kann ich dies ganz sicher diagnostizieren?
    - Welche Behandlungsmethoden sind in diesm Fall zu empfehlen?
    - Wie ansteckend sind Kiemenwürmer für den restlcihen Fischbestand?

    Achja, der Fisch wurde über 3 Stunden sorgfältig angeglichen und der bsiherige Chef im Becken (ein gelber Doc) lässt in auch in Ruhe. Also übermässiger Stress herrscht nicht.

    Ich freue mich auf Eure Meinungen!!!

    Viele Grüße


    Christian

  • Hallo Mexwell

    Ich denke das es sich zurest mal um Stressymptome handelt. Denn jeder Umzug ist sicher Aufregung für den Fisch. Der Japonicus ist ein echt heikler Fisch, sicher nicht leichter als ein Weisskehldoc.

    Im Grunde kannst du nicht viel machen, ausser gut und vitaminisiert füttern. eine ausreichende UV Anlage sollte wenn man so einen Fisch einsetzt sowieso mitlaufen.

    Zu Kiemenwürmer kann ich leider wenig sagen und möchte hier auf Harald Mülder verweisen. Wenn du kannst besorg Dir das Buch von Dr. Bassler, es ist eines der wenigen Krankheitsbücher.

    Ich drück deinem Fisch die Flosse äh Daumen. Ich meine das alles gut geht. Und willkommen im Forum natürlich

  • Hallo Robert,

    vielen Dank für die prompte Reaktion.

    UV Lampe läuft nonstop mit und das Futte reichere ich bei neuen Fischen ein paar Tage mit einer Vitaminlösung an. Danach eher sporadisch (einmal in 7-10 Tagen).

    Ich hoffe, dass sich auch jemand meldet der Erfahrungen mit Kiemenwürmern (bei seinen Fischen natürlich :smiling_face: ) hat und mir bei der Abgrenzung zwischen Parasit und Stress behilflich sein kann.


    VG

    Christian

  • Ich habe diesen Fisch selbst bis vor kurzen gehalten und kann es nur begrenzt bestätigen, dass er so empfindlich wie der Weißkehl ist. Er schwamm bei mir über ein Jahr ohne Probleme, war handzahm und der tollste Fisch im Becken. Er hat bei mir täglich Norialgen und Günfuttertabletten gefressen und war immer wohlgenährt. Vor einiger Zeit hat er sich aber wohl nachts irgendwie erschreckt und sich die Seite an einer Koralle aufgekratzt. Daraufhin hat er sofort Pünktchen ohne Ende bekommen und ist drei Tage später eingegangen. Das hat mich dann doch stutzig gemacht. Er war wirklich super haltbar, solange ich mich täglich gekümmert habe, aber nachdem ich miterleben musste wie labil sein Immunsystem doch sein muss, denke ich, dass er wohl auch leicht erkrankt wäre, wenn ich mal in Urlaub und nicht alles optimal gewesen wäre. Also ich werde mir wohl keinen mehr holen...

    Zu deinem Problem...
    Ich denke er hat einfach stressbedingt Oodinium bekommen und die setzen sich auch in die Kiemen. Wenn dein Tier frisst und gut genährt ist, solltest du das hinbekommen mit viel Pflanzlichem Futter mit Vitaminen. Bei mir hat auch ein wenig Knoblauch in Norialge ganz gut gewirkt. An Kiemenwürmer würde ich nicht denken, denn die versucht ein Fisch auch niocht durch scheuern sondern durch eine Art Husten loszuwerden. Bin mir ziemlich sicher, dass es Oodinium ist.

  • Hallo Nils,

    auf welche Art und Weise verfüttert Ihr Knoblauch?
    Rohe Zehe geschält und in kleine Stücke gehackt?

    VG

    Christian

  • Zitat

    Original von mexwell
    Hallo Nils,

    auf welche Art und Weise verfüttert Ihr Knoblauch?
    Rohe Zehe geschält und in kleine Stücke gehackt?

    VG

    Christian

    Hallo,

    Die Zähe schählen in eine Knobiprese und das über das Frostfutter geben und einziehen lassen später alles zusammen verfüttern.

    Gruss Tim

  • Hi,

    so wie das klingt ist es die typische erkrankung an oodinium, einem ektoparasiten. Der parasit kommt vom inneren des fisches und bricht über die kiemen aus. Nach ein paar stunden/tagen kann man einen feinen "pudderzucker"-artigen überzug auf der haut des fisches erkennen, der sich als erstes an den flossen bemerkbar macht.

    Wenn man glück hat, und das tier stark ist, überlebt es. Wenn man pech hat, stirbt nicht nur der erstbefallene, sondern alle anderen beckeninsaßen auch.

    Was kann man dagegen tun: Nichts. UV sollte volle pulle laufen. Allerdings sollte das wasser aus dem hauptbecken und nicht aus dem sumpfbecken gezogen werden.

    Du solltest den fisch so gut wie möglich füttern, mit allem was du hast: Mysis, Artemia, frischer Salat (ungespritzt), Löwenzahn (soweit es den noch gibt), Algen, etc. Vitaminisiertes essen würde ich auch verabreichen. Je länge er am futter bleibt, desto besser die heiliungschancen.

    Viel Glück,

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!