Richtig messen

  • Hallo zusammen,

    immer wieder lese ich in verschiedenen Threads Bemerkungen wie z.B. "den und den Wassertest gemacht, aber den Werten wird nicht getraut"

    Was genau wird den jetzt damit gemeint?

    Wie messt ihr?
    Ich meine die genaue Prozedur.
    Wenn z.B. mehrere Test gemacht werden, nehmt ihr Probenwasser für alle Tests auf einmal aus dem AQ oder immer nur soviel das es für einen reicht.

    Wie bekommt ihr wirklich alle Luftblasen aus der Spritze.
    Die Probenmenge sollte ja genau sein, aber wie genau.
    Mit welchem Licht prüft ihr das Ergebniss.
    Wie genau Prüft ihr das Ergebniss.

    Hoffe ihr versteht was ich meine


    Grüsse
    Jose

  • Sagen wir mal so ich hab ja nun "Nitratprobs" meß ich mit Test1 wird 10mg/l abgelesen Meß ich mit Test2 wiird 25mg/l abgelesen, nun welcher stimmt jetzt.So darin liegt einfach meine Frage warum zeigen die beiden verschiedenen Werte an basieren ja auf dem gleichen Prinzip.
    Ich meß immer mit beiden gleichzeitig, einen mach ich einen meine Freundin.

    Mfg Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Hergo (6. Oktober 2003 um 11:40)

  • Zitat

    Original von KS

    Hallo KS,

    das sind so die Bedenken die ich habe, bin mir halt nicht sicher ob meine Werte die ich messe auch nur Ansatzweise richtig sind. Meine Werte sind einfach zu gut.

    Grüsse
    Jose

  • Zitat

    Wie bekommt ihr wirklich alle Luftblasen aus der Spritze.


    Moin...

    Da ich in der Krankenpflege arbeite , kenne ich mich mit Spritzen ein bisschen aus :D!

    Die Luftblase bekommst du weg :
    Entweder ein bisschen aufziehen und den Inhalt dann ins Wasser zurück drücken . Und dann noch mal aufziehen!
    Oder aufziehen und dann die öffnung nach oben halten und die Luft rausdrücken .

  • Hallo,

    die Luftblase bei Salifert in der Spritze ist Bestandteil der Messung (laut Anleitung). Sollte also nicht gegen Meßflüssigkeit ersetzt werden. Die Luft gehört dazu!

    PS: in Sindelfingen gibt es am Freitagnachmittag Workshops - einer davon zum Thema Wasseraufbereitung.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Gemessen und nicht getraut kann auch heißen das man denkt die Tests sind nicht mehr 100%
    Oft verdünnisieren sich nämlich die Indikatoren in den Tests mit der Zeit und danach stimmt das Ergebniss einfach nicht mehr. Wenn man z.B. starkes Algenwachstum hat und Phosphat und Nitrat permanent 0,0mg/l anzeigen dann ist da möglicherweise etwas Faul.

  • Jose Ma,
    mir gehts da wie Dir. Das größte Problem für mich ist der "gestrichene Löffel". Soll das Pulver locker liegen oder darf es etwas gepresst sein (abstreifen am Rand), usw. usw.

    Hier gilt halt auch: "Wer misst, misst Mist" :winking_face:

    Ich versuche halt die Messungen immer gleich(falsch oder richtig) auszuführen, dann bekomme ich wenigstens eine Tendenz. Auch spüle ich die Fläschchen immer mit Osmosewasser nach, damit keine Reste die Messung verfälschen.

  • Bei manchen Tests muss man die Röhrchen schon regelrecht ausschrubben. Bei einem Röhren habe ich mal mit einem ganz weißen Handtuch den Test gemacht. Obwohl ich immer gewissenhaft gründlich ausgespült habe hat sich mit der Zeit ein rosa Film (mit bloße Auge unsichtbar) an die Wand des Röhrchens gelegt. Im weißen Handtuch war aber deutlich ein rosa Abrieb zu erkennen!

  • Hallo alle zusammen,

    danke für die Antworten.
    Genau das ist es doch was ich meine.
    Die Frage ist doch nun, sind diese Tests so tolerant das der gestrischen Löffel nun gepresst oder nicht immer noch einen akzeptabele Tendenz anzeigt, oder sind die Tests so sensiebel das es eh nur Sinn macht um zu überprüfen ob mann z.B. 0,0 mg/L Nitrat hat oder 50,0 mg/L.

    Eine Aussage unserer "Chemie-Meister" Bitte Bitte (ein Bit

    :P)

    Grüsse
    Jose

  • Probier doch einfach mal aus, vier reagenzien einmal Löfflel gut voll, einmal Löffel leicht zu wenig drin, einmal gepresset einmal locker oder so und guck wie weit sich die Ergebnisse unterscheiden.

  • Hallo,

    zum Löffel:

    ist eh nur ein Indikatorpulver, daher ist eine leichte Über- oder Unterdosierung kein Problem.

    zur Spritze:

    die Spritze vorher etwas mit Luft füllen und dann erst das Wasser aufziehen. So hat man eine genaue Wasseroberfläche und kann den Inhalt der Spritze korrekt ablesen.

    MfG
    Andreas

  • Hallo alle zusammen,

    also ein paar nützliche Tips gab es ja jetzt schon.

    ABer was ist den mit den "Experten".
    Jeder mist doch seinen "Mist" hört sich doch nett an :grinning_squinting_face:

    Schreibt doch mal was ihr noch so für Sachen berücksichtigt um optimale und reproduzierbare Ergebnisse zu erziehlen.
    Oder wa halt nicht so schlimm ist (z.B. das mit dem Löffel)


    Grüsse
    Jose

  • Hallo Jose,

    so lächerlich es sich anhört aber bei Messungen ist nicht der 100% richtige Messwert interessant. Viel eher die Reproduzierbarkeit.

    Warum? Den Meßfehler kann bei hoher Reproduzierbarkeit mit Faktoren korrigiert werden. Eine schlechte Reproduzierbarkeit kann nicht korrigiert werden.

    Auf dieser Basis funktionieren alle Meßgeräte.

    Von daher ist die Fragestellung eigentlich falsch. Es müßte eigentlich richtig lauten:

    Wie stellt ihr die Reproduzierbarkeit sicher?

    In deinem speziellen Fall bedeutet es, mache es so wie immer. Wenn also Luft in der Spritze ist und du 10 Messungen hintereinander machst, dabei das gleiche Ergebnis heraus kommt, ist es ok.

    Ob der Wert dabei 28mg/l oder 30mg/l spielt doch keine Rolle.

    Der Test und deine Handhabung ist also reproduzierbar. Nun gilt es den gefunden Wert zu korrigieren. Dürfte in den meisten Fällen aber nicht möglich sein. Letzendlich spielt es auch keine Rolle ob Du 28 oder 30 findest.

    Eine Messung ist immer der Vergelich einer unbekannten Größe mit einer bekannten. Bei einigen Meßverfahren haben diese Größen noch nicht einmal die gleiche Einheit. Bei RFA Geräten werden z.B Impulse gemessen und diese auf Konzentrationen umgerechnet.

    Einmal editiert, zuletzt von matuta (7. Oktober 2003 um 15:42)

  • Hallo Frank,

    ich habe mich vieleicht schlecht ausgedrückt, aber genau das ist es ja was ich wissen wollte.

    Um eine genaue oder sagen wir so genau wie mögliche Reproduzierbarkeit zu erzielen, muss ich ja eine Methode entwickeln, die mir diese Reproduzierbarkeit auch ermöglicht.

    Da war z.B. die Information mit dem Löffel sehr hilfreich. Auch das mit der Spritze ist ein guter Ansatz, wenn ich diesen so hin bekomme.

    Ich habe die Hoffnung das ich durch diesen Thread noch mehr so hilfreiche Informationen bekomme.

    Z.B. würde mich mal interessieren wie ihr mit den Küvetten umgeht, wie werden diese gereinigt. Nach Anleitung 3X durchspülen und fertig???

    Was spielt die Temeratur für eine Rolle.

    Wo entnehmt ihr das Probenwasser. AQ oder Technikbecken?

    und und und ???

    Ausser den guten Tips und einer konkreten Aussage von KS ist ja bis jetzt noch nicht viel passiert. Heul Heul

    Viele Grüsse
    Jose

  • Ich gebe da Frank recht - die Tendenz und Reproduzierbarkeit ist wichtiger wie der eigentliche Messwert.

    Ich spüle die Küvetten kurz im Aqua aus, dann befülle ich sie mit Wasser, das ich mit einer Spritze ebenfalls aus dem Aqua ziehe.

    Den Löffel schüttle ich solange, bis er eben gestrichen voll ist.

    Ich messe CA + MG 2-3x wöchentlich, alles andere wöchentlich bis 14tägig.
    Wenn ich da noch Werte bekomme, die aus der Reihe fallen, mache ich den Test gleich nochmal, kommt aber äussert selten vor. Besonders bei der Balling-Methode empfiehlt sich ein kürzerer Messintervall, um zu starke Schwankungen gar nicht erst zuzulassen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!