Einige Anfängerfragen ,,,,

  • Hallo

    Vorgeschichte :

    Ich habe nun seid ca. 4 Monaten ein Riffaquarium in betrieb.

    Zu den Daten:

    - 485 Liter
    - 2 Strömungspumpen a 1200 l/h
    - 1 Strömungspumpe a 600 l/h
    - 2 * 250 Watt HQI
    - Abschäumer (ohne Herstellerangaben von einem Nachbarn)

    ca. die Hälfte der Steine LS

    Ich habe das Aquarium mit Leitungswasser und Ostseewasser erstbefüllt.

    Einlaufphase :

    Die vorausgesagten Algenplagen in der Einlaufphase blieben fast komplett aus.
    Ich hatte zwar etwas braune Schmieralgen, doch die verschwanden sehr schnell und waren auch nicht so extrem ausgebildet wie in Büchern vorausgesagt.

    In den ersten 3 Wochen baute sich Ammonium auf, welches natürlich dann mit dem auftreten von No² schnell verschwand.
    Eine Woche nach No² , hatte ich KEIN Nitrit mehr nachweisbar ,
    und No ³ baute sich bis auf 30 auf.
    Im 2. Monat nach Befüllung baute sich No³ wieder auf 10 ab.

    Nachdem die Einlaufphase wohl wie im Bilderbuch verlief habe ich auch von einem Nachbarn etwas Besatz bekommen (Scheibenanemonen, Einsiedler).

    Nun habe ich schon einige andere Tiere im Aquarium.

    Nachdem sich im 4. Monat nach Erstbefüllung schon einige Kalkrotalgen entwickeln,
    ist die Kh und Calzium gesunken.
    Ich habe beim täglichen Nachfüllen des Aq mit Osmose dann Kh Puffer und Bioclazium (jeweils von Tropic Marin) abwechselnd zugegeben.
    Zusätzlich gebe ich nach Herstellerangaben: Corall A, B, C, hinzu.

    Die Wasserwerte momentan sind:

    Ph : 8,6
    Kh : 7 – 8
    Calzium : 450
    Magnesium 1400
    Ammonium: nix
    No² : nix
    No³ : 0,5 – nix (nach JBL Test ??)


    Ich habe gestern ein 50*50*50 Aq im Abstellraum zum „anmischen“ von Salzwasser eingerichtet. Gefüllt habe ich es mit Osmose und Leitungswasser (je die Hälfte).
    Angeschlossen ist ein Eheim Prof mit Silicarbon und Aktiv Kohle.
    (Kh Puffer und Calzium wird zugegeben)

    _______________________________________________________-

    Da ich nun schon etwas Bedenken wegen der Statik habe, möchte ich im Unterschrank kein Technikaquarium verstauen. Ich befinde mich jetzt schon bei dem Gewicht an der Grenze von „Gut und Böse“ und möchte es nicht übertreiben. (längst zur Spannrichtung der Decken usw.)


    1. Mit welchen Problemen muss ich rechnen, wenn ich KEIN Technik Aquarium einrichte?
    Werde ich auf lange Sicht ohne Technik Aq ein Problem mit No³ bekommen ?

    2. Warum hat sich in den 4 Monaten No³ erst aufgebaut, dann aber wieder abgebaut. Ich habe doch keinen Rieselfilter oder ähnliches?

    3. Meine Kriechsprossalgen werden glasig, die Korallen stehen aber wie eine Eins ?!
    (liegt das am zu geringen No³ ??)

    4. Welche Anschaffung sollte als nächstes folgen ?


    DA ich momentan glaube, das mir noch irgendwas fehlt, oder ich etwas nicht bedacht habe,
    hoffe Ich auf ein paar Tip´s. Die Fachliteratur verunsichert ungemein.


    Ps : als absoluter Anfänger habe ich natürlich NICHT vor, Steinkorallen zu halten, sondern
    Leder- und andere unverwüstliche Korallen.


    Kommt vielleicht jemand aus meiner Umgebung , und kann mir Helfen ?!? (Rendsburg 24783)

    Thx im vorraus.. (das ist halt nur alles so kompliziert und die Verkäufer wollen ja auch nur verkaufen....)

    2 Mal editiert, zuletzt von Christian F. (26. September 2003 um 21:13)

  • Zitat

    Original von Christian F.
    2. Warum hat sich in den 4 Monaten No3 erst aufgebaut, dann aber wieder abgebaut. Ich habe doch keinen Rieselfilter oder ähnliches?
    3. Meine Kriechsprossalgen werden glasig, die Korallen stehen aber wie eine Eins ?!
    (liegt das am zu geringen No3 ??)

    2. die LS haben ihre Arbeit aufgenommen und tragen nun zum Nitratabbau bei
    3. die Weichkorallen konkurrieren mit den Caulerpa um die vorhandenen Nährstoffe und ziehen dabei den kürzeren...

  • Du hast geschrieben 2 x 1200 l/h und 1x600 l/h das ist m.E. relativ wenig Strömung. Als Faustregelt gilt das 8 - 10 Fache, aber das ist nur die untere Grenze würde ich sagen.
    Ich fahre (im Tagesverlauf wechselnd) das 10 - 30 Fache, im Schnitt sicher etwa das 20 Fache. Allerdings mit Turbelle Stream die Strömen sehr weich.

    Aber wenn es dir so gut vorkommt und die Tiere alle gut stehen dann gilt "Never touch a running system!"
    Es könnte jedoch sein das Mulm der sich irgendwo ablagert mit dazu Beiträgt das der NO³ Wert steigt auf lange Sicht.

    Einmal editiert, zuletzt von kenny (27. September 2003 um 00:08)

  • Ich bin ebenfalls einer der wenigen, die kein Technikbecken in Betrieb haben.

    >> Mit welchen Problemen muss ich rechnen, wenn ich KEIN Technik Aquarium einrichte?

    mit richtigen Problemen nicht, nur mit Einschränkungen. D.h. Kalkreaktor geht schlecht, weil das Wasser drucklos irgendwohin abfließen muss. Zeovit, wohin damit? Phosphatabsorber oder Kohle muss man bei Bedarf halt ins Becken selbst stopfen. Mit einem Nitratfilter müsste man bei Bedarf ins Becken selber arbeiten, was natürlich auch geht. Nachfüllwasser muss man auch ins Becken selbst pumpen.

    Also je mehr Technik und Filtermedien man benutzt, desto mehr wird man das Technikbecken vermissen. Man schaue nur die Laboratorien an, die einige unter den Aquas in Betrieb haben. Mit betont sparsamer Technik kann man aber darauf verzichten.

    >> Werde ich auf lange Sicht ohne Technik Aq ein Problem mit No³ bekommen ?

    Nein. Es steht nur nicht die Möglichkeit zur Verfügung, bei Bedarf einen Algenfilter einzurichten. Es gibt ja auch andere Methoden der Nitratsenkung und -vermeidung. Mein Vorschlag wäre aber trotzdem, mit dem Fischbesatz zurückhaltender zu sein als einige andere, eben weil ohne Unterbecken manche Optionen nicht oder schwerer zu nutzen sind.

    Gruß

  • @ Bernd L.

    Danke für diese Informationen.
    Man wird durch zahlreiche Bücher schon mächtig verunsichert.

    Als Anfänger wollte ich eh erstmal nur die simplen geschichten probieren.

    Ich habe nun in der hinteren oberen Ecke einen Bereich mit Caulpera Algen eingerichtetund den Riffaufbau so gestaltet , daß der Dok da nicht rankommen kann ( das nervt ihn :winking_face: )

    Ich habe mir gedacht vielleicht monatlich 10 % Wasserwechsel zu machen.Das Wasser dazu habe ich bereits in einem 50*50*50 Aq angesetzt (je 50%, Osmose/Leitungswasser).
    Umgewälzt wird das Wasser von einem Eheim Prof Filter, der mit Silicarbon und Aktiv Kohle bestückt ist.

    Ich hoffe das ich das Silicat und andere Stoffe somit entfernen kann.

    Das wäre eine günstige alternative, da ich mit diesem Würfel dann immer 3 Monate WW machen kann.

    was meint Ihr dzu ?

  • Beim WW auf die richtige Temperatur achten! Ich mische immer Wasser frisch an und sobald das wieder klar ist (max 30 Minuten) lasse ich eine entsprechende Menge Wasser ab und fülle danach langsam das frische hinzu.

    Übrigens habe auch ich kein Filterbecken. Ich habe aber einen "Überlaufschacht" der allerdings nur seitlich gebohrt ist, eine kleine Pumpe (Powerhead) pumpt das Wasser aus dem Schacht direkt wieder ins Becken. Habe ich nur installiert um die Oberfläche sauber zu halten. Außerdem ist im Schacht prima Platz für Kohle etc. und für den Sensor der Nachfüllanlage.
    Das lässt sich auch nachträglich einbauen mithilfe einem dicken PVC Rohr (Abflussrohr) das genau so hoch ist wie das Becken (Wasserstand) das unten geschlossen ist mit einer Bohrung für den Pumpenauslauf seitlich und einem Kamm oben.
    Es muss nur regelmässig Wasser nachgefüllt werden, denn durch den Überlauf bleibt der Wasserstand im Becken ja Konstant, im Rohr sinkt er allerdings recht schnell wegen der Verdunstung!

    Kalkis gibt es welche die selber genügend Druck machen um das Wasser ein paar cm zu befördern. Ich hatte mal einen hinter dem Becken stehen, der war selbstansaugend (schwerkraft) und wurde durch eine Eheim 1048 umgewälzt. Der Kalkreaktor war ca. 10cm niedriger als das Becken, der Auslass war oben und er hat das Wasser mit eigener Kraft langsam zurück ins Becken gepumpt...

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