Halogene

  • Hallo allerseits

    Wie sieht es denn mit den anderen Halogenen Gasen aus (Brohm ,Fluor,Astat(Jod und Chlor)

    Hat da jemand Information über den Bedarf und Funktion?

    Die gleiche frage stellt sich eigentlich in der Erdalkalimetallgruppe, Beryllium (Be); (Magnesium (Mg); Calcium (Ca); Strontium) (Sr);Barium (Ba); Radium (Ra)

  • hallo Harald

    Eigentlich habe ich noch nie einen Ton darüber im Meerwasser gelesen, aber Lars Sebralla hat mir hier im Forum mal dazu eine falsche Antwort gegeben, die mich nur aufhorchen lies. Es ging um Glasreinigen und Lars erklärt dann plötzlich ohne Grund die zusammenhänge im Aquarium. Also ich vermute er hat sich um die Chemikalie (Flour) wohl gekümmert. Sonst hätte er nicht nebenbei so ne Antwort gegeben.
    In 10 Jahren weiß ich was er gemeint hat. LOL

    Mfg Michael Hannig

  • naja ich würd kein Br oder Fl ins becken kippen !
    Selbst wenn ich es hätte :grinning_squinting_face: *träum träum*
    Ich liebe Chemie und die Alkalis sind eh die besten ! +
    Keine Stunde ohne das wir die Räume räumen müssen

    Einmal editiert, zuletzt von Michi (23. September 2003 um 20:29)

  • Hallo Harrald,

    bezüglich der Funktion der Halogene habe ich bis jetzt noch keine Informationen in der Literatur gefunden.
    Alle Untersuchungen beschränken sich eigentlich auf die Bestimmung der Mengen von Sr, Ca, B, F, Mg und Ba. Laut den Untersuchungen sind die Mengen bzw. die Verhältnisse Sr/Ca, und B, F, Mg und Ba einer (großen) Schwankung innerhalb eines Jahres unterlegen. Darüber sind sich alle einig.

    Über den Grund dieser Schwankung ist man sich wie es aussieht noch nicht so einig. Während die einen die Schwankungen auf die Temperaturänderungen zurückführen (auf Basis dieser Annahme wird ja auch die Temperatur vor Jahrtausenden anhand von Korallenskeletten ermittelt) haben andere anhand von Untersuchungen von Tiefseekorallen (>1600m Tiefe) aufgezeigt, dass dies nicht unbedingt mit der Temperatur zusammenhängen muss, sondern "some kinds of vital or kinetic effects".

    Gruss,
    Carsten

  • Hallo Harald, hallo Carsten,

    ihr redet einander vorbei!

    Harald meint mit Halogen"gasen" die elementare Formen (also Cl2, I2, F2). Carsten meint deren Ionen (Cl-, I-, Na+, Ca++ etc.).
    Solche Mißverständnisse sind die Folgen eines zu lockeren Umgangs mit der Nomenklatur. Manchmal macht ist es nicht überheblich, sich an die exakten wissenschaftlichen Ausdrücke zu halten.

    Grüße
    Matthias

  • Hallo Matthias,

    ich bin jetzt aber auch nicht davon ausgegangen, dass Harald in irgend einem Becken (außer dem örtlichen Schwimmbad) halogene Gase (außer vielleicht gelöstes I2, aber dass ist auch bei Zimmertemperatur eher ein Feststoff) vermutet, denn die sind alle giftig.

    Hallo Harald,

    die Bedeutung von Calcium und Magnesium halte ich für relativ klar. Als Tierartzt wirst Du auch schon ein bisschen von der Biochemie wissen (second messenger, Energiestoffwechsel usw.).

    Zu Strontium gibt es wiedersprüchliche Aussagen. Aus USA soll die Meinung kommen, es sei wachstumshemmend bei Steinkorallen.

    Biologisch ist für keines außer den zuerst genannten beiden eine Funktion bekannt.

    Mineralogisch begünstigen Strontium und Barium die Aragonitbildung gegenüber Calcit.

    Für die Halogene nimmt man an, dass die halogenorganischen Verbindungen (Bromoform und andere), die Braunalgen abgeben, eine antibiotische Funktion gegen Aufwuchs haben. Eine davon soll eine nicht geringe Klima beeinflussende Funktion haben.

    In welche Richtung zielt denn Deine Frage genau?

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (25. September 2003 um 14:34)

  • Hallo Matthias,

    Zitat

    Original von MHeil
    Harald meint mit Halogen"gasen" die elementare Formen (also Cl2, I2, F2). Carsten meint deren Ionen (Cl-, I-, Na+, Ca++ etc.).
    Solche Mißverständnisse sind die Folgen eines zu lockeren Umgangs mit der Nomenklatur. Manchmal macht ist es nicht überheblich, sich an die exakten wissenschaftlichen Ausdrücke zu halten.

    Jetzt weiss ich endlich was das für Gas ist, das aus den Steinen und dem Sand prudelt. Das ist Chlorgas. Ein Glück das wir hier solche Fachleute wie dich haben.

    Gruss,
    Carsten

  • Hallo Carsten,

    Matthias wollte doch nur konstruktive Kritik anbringen und zumindest mit dem letzten Satz hat er nicht ganz unrecht :grinning_squinting_face: ;).

    Mit konstruktiver Kritik sollten wir alle leben können. :winking_face:

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner

    die Bedeutung von Calcium und Magnesium halte ich für relativ klar. Als Tierartzt wirst Du auch schon ein bisschen von der Biochemie wissen (second messenger, Energiestoffwechsel usw.).

    Aber für die Mineralversorgung der Zellen ist doch die Menge der gelösten Salze relativ unwichtig oder? Besonders Calcium und Magnesium sind ja immer in solchen Mengen im Wasser das die Versorgung für die Biochemie locker ausreichen sollte. Da misst man ja nur weil Korallen die Mineralien für ihr Skelett in großen Mengen verbrauchen. Beim Stoffwechsel der Zellen werden die ja auch immer wieder recycelt, also Ca++ das in eine Zelle einströmt wird irgendwann auch wieder hinaus befördert und steht damit wieder extrazellulär zur Verfügung.
    Oder ist bei Korallenähnlichen Tieren gewissermassen das Wasser der extrazelluläre Raum so das dort akzeptable Ionenkonzentrationen vorliegen müssen? Dann wäre ja z.B. Kalium sichre auch sehr wichtig!

    Einmal editiert, zuletzt von kenny (25. September 2003 um 17:46)

  • Hi,

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Matthias wollte doch nur konstruktive Kritik anbringen und zumindest mit dem letzten Satz hat er nicht ganz unrecht :grinning_squinting_face: ;).

    Mit konstruktiver Kritik sollten wir alle leben können. :winking_face:

    Kein Problem. Ich hätte vielleicht ein :winking_face: oder eine :grinning_squinting_face: anfügen sollen um zeigen, das ich es nicht ganz ernst meine.

    Gruss,
    Carsten

  • Hallo Stefan

    Zitat

    Original von kenny
    Oder ist bei Korallenähnlichen Tieren gewissermassen das Wasser der extrazelluläre Raum so das dort akzeptable Ionenkonzentrationen vorliegen müssen? Dann wäre ja z.B. Kalium sicher auch sehr wichtig!

    1. Ja es müßen bestimmte Ionenkonzentrationen für die Pflege von niederen Tieren im Meerrwasser vorliegen
    2. Kalium ist sehr wichtig im Meerwasser. Problem ist zur Zeit noch ein Messverfahren zu haben welches Kalium in dem erforderlichen Bereich genaug genug im Meerwaser erfasst.

    Um noch mal auf die ursprüngliche Fragen von Harald zurückzukommen.
    zuumindest für die Erdalkalielemente und deren Bedeutung auf zellulärer Ebene habe ich ein paar Artikel im Büro, komme aber erst morgen dazu die rauszusuchen.

  • Hallo Kenny, hallo zusammen

    ich denke, dass für die Ca-Ionen der Bereich der Skelettbildung zum extrazellulären Raum gehört, bin mir da aber nicht sicher. Hier "verschwinden" dan sicher viele Ionen.

    Bezüglich der Menge die für die Deckung des Bedarfs notwendig sind, hängt es wohl auch davon ab, an welche Bedingungen der Organismus angepasst ist.

    Um Kalium müssen wir uns meiner Meinung nach weniger Sorgen machen, da es bei Algen und vielleicht auch bei marinen Wirbellosen nicht die gleiche Rolle spielt wie bei Landpflanzen bzw. Wirbeltieren. Zudem wird es ja kaum verbraucht oder abgelagert.

    Die Frage, in welche Richtung die Diskussion gehen bzw. Haralds Frage zielen soll ist noch offen.


    Grüße

    Hans-Werner

  • Dann sollte Harald mal sein Augenmerk weg vom Mond wieder auf diesen Thread lenken :grinning_squinting_face:

    Haaaarald........

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