Anbei eine Pressemitteilung:
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Sonar-Verbot soll Wale schützen
Bundesrichterin stellt Tierschutz vor nationale Sicherheit
San Francisco (pte, 27. August 2003 15:07) - Eine US-Bundesrichterin hat
militärische Versuche mit Sonargeräten in US-Gewässern verboten. Argument
der Richterin war, dass die Sonargeräte Meeressäuger und Fische
gefährdet, berichtet der San Francisco Chronicle http://www.sfgate.com .
Insgesamt gilt das Verbot über eine Gesamtfläche von 22,4 Mio.
Quadratkilometer im Pazifischen Ozean.
Richterin Elizabeth Laporte hat damit eine Fläche von 40 Prozent der
US-Hoheitsgewässer im Pazifik unter Schutz gestellt, berichtet die
Tageszeitung. Damit bleibt der US-Navy nur noch die Möglichkeit ihre neue
Niedrig-Frequenz-Sonartechnologie in weniger artenreichen Gebieten
durchzuführen. Bis zum 7. Oktober soll von den Parteien ein Plan zur
gerichtlichen Verfügung vorliegen. Nach Ansicht der Richerin verstoße die
Technologie gegen verschiedene Gesetze zum Schutz der Umwelt wie etwa den
Marine Mammal Protection Act, den Endangered Species Act und den National
Environmental Policy Act. Der Streit um die Anwendung von Sonarsystemen
beschäftigt die US-Öffentlichkeit schon seit vielen Jahren. Auslöser für
den heftigen Streit waren zahlreiche getötete Tiere vor den Bahamas im
Jahr 2000. Damals hatte die US-Navy in dem Gebiet Tests durchgeführt.
Die Vertreter der Navy sind über den Vorstoß der Richterin empört. Mehr
als zehn Mio. Dollar wurden für die Entwicklung neuer Sonargeräte bereits
ausgegeben. Das Projekt sollte noch weitere zwei Jahre dauern und die
amerikanischen Seestreitkräfte vor Angriffen feindlicher Staaten sichern.
Besonders relativ leise dieselbetriebene U-Boote bereiten den
Streitkräften große Sorgen. Für die nationale Sicherheit wollen die
Streitkräfte zwei Sonar-Schiffe verwenden, die insgesamt mit 18
Lautsprechern ausgestattet sind und Schallwellen mit einer Frequenz von
250 bis 500 Hertz bis zu 215 Dezibel laut ausstoßen können. Diese
Schallwellen reichen über Hunderte Kilometer weit und können von über 100
Unterwasser-Mikrophonen aufgefangen werden. Damit können U-Boote selbst
wenn sie sich bewegen leicht aufgespürt werden.
Tierschützer haben schon mehrmals davor gewarnt, dass Sonarwellen bei den
Meeressäugern schwere Schäden in deren Orientierungsystem verursachen
können. Darüber hinaus wurden bei gestrandeten Walen mehrfach
Verletzungen im Hirn- und Ohrenbereich festgestellt, die zu tödlichen
inneren Blutungen führen können, berichtet das Woods Hole Oceanographic
Institute.
(Ende)
Aussender: pressetext Europe
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