Leitungswasser zum Ansetzen?

  • Hallo,

    ich möchte demnächst mit der Meerwasseraquaristik beginnen. Dafür habe ich letzte Woche alles nötige bestellt. Nun habe ich erstmal ein Frage. Kann ich unser Leitungswasser zum Ansetzen des Wassers nehmen.

    Die Daten: Ph = 7,8
    Nitrat < 0,4 mg/l
    Nitrit < 0,005 mg/l

    Ammonium muß ich erst erfragen.

    Vielen Dank schon Mal.

    Kai

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Hallo Kai,

    na ja, dann kommt noch Phosphat, Silikat e.t.c.
    Abgesehen von Schwankungen der Werte, die bei den Wasserwerken durchaus vorkommen können. Ich würde immer eine Osmoseanlage verwenden. Das ist aber mein persönliches Prinzip.

    Eigentlich ist hier der falsche Platz für deine Frage. Viel besser wäre es, du fragst erfahrene Meerwasseraquarianer aus deiner Gegend, oder im Fachgeschäft in deiner Nähe. Da liegen dann die langjährigen Erfahrungen mit eurem Wasser "auf dem Tisch".
    Das erscheint mir wesentlich effektiver.

    Einmal editiert, zuletzt von torsten (3. August 2003 um 14:55)

  • Hallo,

    leider haben nur die allerwenigsten Deutschen das Glück ihr Leitungswasser verwenden zu können. Denke auch an Kupferbelastung, Silikat und und und. Da kannst du wirklich nur die Analyse deines Werkes nehmen und dann entscheiden. Bei mir hat nicht mal Osmose ausgereicht ich mußte sogar einen reinstwasserfilter installieren. Jedoch lohnt meiner meinung nach die Investition jedes Euros in gute Wasseruafbereitung, seitdem ich noch den Reinstwasserf.
    verwende sind Algenprobleme und überhaupt wasserprobleme bei mir ein fremdwort.

    Gruß Thomas

  • Jetzt habe ich noch den Ammoniumwert bekommen. Er liegt bei <0,02 mg/l. Das ist doch gut, oder?

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Hallo,

    die Probleme sind meistens kaum beim Ammonium zu suchen sondern
    im Silikat, Nitrat, was bei dir scheinbar gut ist.

    Denke auch daran daß bei Kupferwerten, die für menschen absolut unschädlich sind Korallen schon "Tod rufen".Ich würde immer Osmosewasser nehmen, weil auch noch andere Bestandteile, die man gar nicht mißt abgebaut werden aber Langzeitprobleme ergeben können.

    Vielleicht hast du ja Glück


    Gruß Thomas

  • Hallo Kai,
    nach den Antworten auf deine Eingangsfrage, verwunderst du mich jetzt doch ein wenig......
    Hast du dich bei anderen Aquarianern aus deiner Nähe, oder in einem Fachgeschäft erkundigt, wie die Erfahrungen mit eurem Wasser sind?

  • Leider haben wir kein Fachgeschäft in der Nähe. Die Werte, die ich durchgegeben habe, haben mir meine Stadtwerke genannt.

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Hallo Kai,

    dann frag´bitte einen erfahrenen Meerwasser-Aquarianer in deinem "Breitengrad".
    Tu`es für mich ;).

  • Ich fahre komplett ohne Osmose und ohne Wasseraufbereiter.
    Es entstehen trotzdem keine Algen das Wasser ist super ich muss keinen Kalkreaktor einsetzten keine SPuris ect... Meine Steinkorallen danken es mir...

    ciao

    André

  • Meinst Du, dass ich es probieren sollte?

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Hallo Kai,

    ich meine, du solltest dir möglichst viel an Informationen beschaffen - nicht nur im Internet - und dann selbst die Entscheidung treffen. Das wird dir keiner abnehmen. Nur du kennst dein Becken, kennst deine Risikobereitschaft, nur du mußt die Konsequenzen der Entscheidung tragen.

    Und schreib mal, wo du herkommst, vielleicht hat es unter den über 500 Mitgliedern hier ja Nachbarn. :winking_face:

  • Komme aus dem Raum Magdeburg. Genauer gesagt, Schönebeck. Wird wohl trotzdem keiner kennen.

    Ich glaub, dass ich es probieren werde.

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Hallo!

    Ich habe hier niergendwo deinen Silikatwert gelesen, solange du den nicht kennst würde ich dir in jedem fall davon abraten, sonnst wirst du deine Einfahrphase bzw. Kieselalgenphase nie beenden. Aber wenn du Kieselalgen züchten möchtest würde ich es riskieren. :winking_face:

    Besorg dir einen Silikattest und stell den Wert fest. Dann wird sich die Frage vieleicht schon erübrigt haben.

  • Zitat

    Original von Marc P.
    Ich habe hier niergendwo deinen Silikatwert gelesen, solange du den nicht kennst würde ich dir in jedem fall davon abraten, sonnst wirst du deine Einfahrphase bzw. Kieselalgenphase nie beenden. Aber wenn du Kieselalgen züchten möchtest würde ich es riskieren. :winking_face:

    Zitat

    Original von sabine
    und Phosphat, sonst kann er auch gleich noch eine Fadenalgenzucht beginnen :grinning_squinting_face:

    Ich finds interessant, wie gegensätzlich doch die Erfahrungen sind.
    Ich habe bei meinem vorherigen 500-Liter-Becken ebenfalls mit Osmoseanlage und Reinstwasserfilter gearbeitet - und zwar über die komplette Standzeit von 4 Jahren.
    Nichtsdestotrotz habe ich am Ende (und nur dann) Probleme mit diversen Algen und Phosphaten gehabt, trotz regelmäßigem Membranwechsel und Patronentausch - die mich schließlich dazu bewogen haben, das Becken aufzugeben.

    Bei "beiden" neuen 1700-L-Becken (Umzug, wie man weiss ;() habe ich auf Osmose und Reinstwasserfilter komplett verzichtet. Die Einfahrphase verlief beides mal identisch - auch zur Einfahrphase des kleinen Beckens - und auch jetzt gehen die Algen ohne weiteres Zutun zurück - trotz Leitungswasser. Alle gemesssenen Wasserwerte sind im grünen Bereich.

    Ich bin mir deswsegen nicht sicher, ob es immer am Leitungswasser liegt - meine persönlichen Erfahrungen und auch die mir bekannter Kollegen sprechen eindeutig dagegen.

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan Ott (5. August 2003 um 09:16)

  • Hallo,
    also unser Wasser hat Phosphat und Nitratwerte nahe der Höchstgrenzen, von Silikaten mal ganz zu schweigen. Ohne Osmoseanlage eine sichere Methode, sein Becken zu kippen.
    Aber ich beneide alle, die Leitungswasser nehmen können.

  • Es wird sich doch nicht bestreiten lassen das wenn ich Silikate über Leitungswasser beim Ansetzten der Erstbefüllung ins Wasser bringe das dann die Kieselagen schneller wachsen und länger wachsen müssen als wenn ich Osmosewasser mit Silikat =0 verwende. Für Phosphat möchte ichdas nicht behaupten aber für Silikate würde ich das schon so Pauschal sagen. Und wenn ich immer weiter mit Silikathaltigem Wasser nachfülle und Wasserwechsel mache werden die Kieselalgen auch so schnell nicht aufhören zu wachsen. Oder habe bei dem Zusammenhang zwischen Silikat und Kieselagen nicht verstanden?

  • Ich kann wie gesagt nur meine persönliche Erfahrung wiedergeben. Bis heute hatte ich keine Kieselalgen im Becken - vielleicht kommts ja noch. Ich finde die Aussagen
    Silikat = Kieselalgen einfach zu pauschal. Besonders weil sie die Gefahr birgt, sich komplett auf die Technik (Osmose) zu verlassen und die biologischen zusammenhänge nicht weiter zu verfolgen.

  • Wenn es so ist das Kieselalgen Silikate brauchen, dann kann doch das vollkomende entfernen der Silikate aus dem Ausgangswasser bei Silikatfreiem Salz doch nur zu einer verkürzung diese Plage führen.

    Ich hatte selbst meine Probs mit Kieselagen und je geringer laut Salifert mein Silikatwert wurde um so besser wurde mein Problem, die Lösung kam erst mit mengens Silikarbon und der benutzung eines Vollentsalzers nach der Osmose. Und nu wächst nicht mehr eine kleine Kieselalge. wärend in der Einfahrphase diese kleine Menge an Silikaten ausreichte um mein Becken für meinen geschmak unansehnlich braun zu färben, speziel der Bodengrund. Wenn ich diesen Vollentsalzer von anfang an benutzt hätte denke ich das die Phase der Kieselalgen nicht so lange gedauert hätte. Sicher wurde der wuchs auch so mal weniger je nachdem wie warm es war und wieviel wasser nachgefüllt wurde, dieser zusammenhang wurde mir erst später klar als ich mein Osmosewasser auf Kieselalgen testete, da die Plage kein ende nehmen wollte.

    Also meine Erfahrungen, leider nur mit einem Becken, sprechen für Silikate als auslöser und lebensspender für Kieselalgen in der Einfahrphase. Darum Hände weg vom Leitungswasser.

  • Zitat

    Original von Marc P.
    Darum Hände weg vom Leitungswasser.

    Genau das meinte ich mit zu pauschal.

    Aktuelle Wasserwerte in Asperg:

    Nitrat 4,4 mg/l
    Kupfer <0,001 mg/l
    PO4 <0,03 mg/l

  • Ja die werte sehen ja nicht schlecht aus, aber um wieder auf den Silikaten rumzureiten, die fehlen. :winking_face:

    Wie sieht es mit anderen belastungen aus, Schwermatallen oder sonstigen unerwünschten bestndteilen, Chlor, oder was sonst noch alles im Klärwerk dem Wasser zugegeben wird und nicht vergessen in der Leitung vom Werk bis zum Hahn.

  • Hi,

    wer behauptet eigentlich, daß Kieselalgen grundsätzlich von Übel wären. Es kommt doch wie immer im Leben auf die Dosis an. Einige amerikanische Hobbyisten geben sogar extra Silikat ins Wasser, damit sie auf den Teil der biologischen Kette nicht verzichten müssen, den einige wenige Kieselagen darstellen.

  • Klar fehlen die.

    Wenn man dich so liest, könnte man meinen, unser Trinkwasser sei eine hochgefährliche Brühe. Ich war ehrlich gesagt zu faul alle Parameter aufzuführen - du kannst mir aber glauben, dass alle im grünen Bereich sind. Überzeugen kannst Du Dich auf dieser Seite:

    http://www.zvbwv.de

    Ausserdem ist Chlor flüchtig - das fällt schon weg wenn Du das Wasser aus der Leitung laufen lässt. Und Schwermetalle :confused_face: Dem Wasser zugesetzt werden Fluor und Chlor.

  • Zitat

    Original von sabine
    also unser Wasser hat Phosphat und Nitratwerte nahe der Höchstgrenzen

    Wirklich? Der Grenzwert liegt bei Nitrat bei 50 mg! Dann wäre das Wasser nicht mehr zur Säuglingsnahrung geeignet!

  • Ich bin ja nicht angestellt im Wasserwerk und bin auch sonst nicht belastet, aber im vegleich zu Osmosewasser ist unser Leitungswasser brühe (bei uns). Und das Wasserwerk mißt doch nur das was sie einleiten, alles was sich so in den Leitungen auf dem weg zum verbraucher passiert, ablagerungen in den Rohren, neue Kupferrohre, oder "aufbereitung" am Haus vom Vermieter wird das WW doch wenig interessieren oder?

  • Zitat

    Original von tiefwater

    Wirklich? Der Grenzwert liegt bei Nitrat bei 50 mg! Dann wäre das Wasser nicht mehr zur Säuglingsnahrung geeignet!


    Hallo,
    zwischenzeitlich lagen wir bei 40mg, im Moment( gerade gemessen mit Machery u. Nagel) bei 25mg/l.
    Aber es hat lange nicht geregnet, und die Bauern fahren fleißig Mist auf die Felder. Das kann sich also schlagartig änderen, wenn es mal wieder richtig regnet.

  • Zitat

    Original von Marc P.
    Ich bin ja nicht angestellt im Wasserwerk und bin auch sonst nicht belastet

    Ich auch nicht.
    Bin nur ein kleiner Grafiker, der von Wasser nicht wirklich was versteht. :face_with_rolling_eyes:

    Aber ich finde das Nachplappern von "Brauchst du Osmoseanlage weil Schwermetalle" usw. für einen Anfänger nicht grade hilfreich. Auch das Gerücht von der drastischen Verschlechterung der Wasserqualität von der öffentlichen Leitung bis zur Zapfstelle ist immer wieder zu hören.

    Oder andersherum: Welche Wasserwerte hast du an Deiner Abnahmestelle gemessen?
    Wie sind die Unterschiede zu der vom Wasserwerk angegebenen Wasserqualität? Welche Schwermetalle kannst du dort nachweisen? Welche der gelösten Stoffe beeinträchtigen Dein Aquarienwasser?

    Ich will hier keinen Glaubenskrieg entfachen - ich spreche auch nur von meinen persönlichen Erfahrungen und Messungen (der gebräuchlichen Parameter, Schwermetalle gehören hier nicht dazu). Ich denke aber, dass heute viel zu schnell nach einer technischen Lösungen für Probleme gesucht wird, die ihre Ursachen ganz woanders haben.

    Die Osmose nimmt ja nicht nur Unerwünschtes aus dem Wasser. Vielleicht holst du dir ja anstelle der gelösten Probleme ganz andere ins Haus. Wenn man heute die Fragen der Einsteiger liest, stellt man fest dass fast keine Geduld mehr vorhanden ist. "Wann kann ich endlich" usw. ist der Tenor. Natürlich kann man mit technischen und chemischen Mitteln eine Einfahrphase verkürzen - aber ob dies immer sinnvoll ist? Gerade in dieser Zeit passieren täglich interessante Dinge - und geduldiges Abwarten und Beobachten bringt einem die Materie schneller näher als schneller Aktionismus. :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan Ott (5. August 2003 um 10:53)

  • Es geht mir auch nicht um einen Glaubenskrieg oder das Generelle für und wieder der Osmoseanlagen, und ich habe auch keine Aktien oder sonstige Antelel an einem Hersteller, aber ich denke das der Silikatgehalt und den habe ich ursprüngluch genant ausreicht um eine Osmose oder Vollentsalzer zu rechtfertigen. Aber das ist nur eine Emphelung die auf Grund meiner Erfahrungen in meiner Einfahrphase gemacht habe. Dazu muss ich sagen das ich nicht gewartet habe bis sich das Kieselalgenproblem erledigt hatte sondern lediglich bis das ausmaß in einem Tragbaren rahmen für weitere Schritte waren. Jede einfahrphase ist individuell und anders, so ist bei mir nicht eine Fadenalge bis heute gewachsen. Lediglich zeitweise Kieselalgen und Kalkrotalgen. Ich möchte hier auch niemanden dazu verleiten seine Einfahrphase künstlich zu verkürzen, dann das wird sich rechen. Man muss der Sache die nötige Zeit geben und die Zeichen deuten. Ich konnte immer Phasen feststellen in denen sich die bedingungen änderten Wasserwerte, Algenwachstum und anhand dieser Anzeichen habe ich meine einfahrphase bestritten und entschieden wann es Zeit ist für die nächsten schritte. Aber da mein Becken erst seit januar läuft denke ich nicht das die Einfahrphase zu Ende ist, wenn ich ein Jahr rum habe und immer noch alle Werte im grünen bereich sind und keine unerwünschten Algen wuchern erkläre ich meine Ienfahrphase für beendet und selbst dann ist die gefahr für Spätfolgen nicht vorüber. Wer glaubt mit Silikatem im Leitungswasser seine Einfahrphase zu bestrienten Bitte.

  • Hallo zusammen,

    ich benutze auch schon von Anfang an Leitungswasser und bin damit recht zufrieden. Eine Auskunft beim Wasserwerk hatte ergeben, dass z.B. Silikat in der Menge stark schwankt (die anderen Werte sind bei uns recht gut, wie wir auch feststellen konnten), deshalb benutze ich einen kleinen Topffilter mit Silicarbon, der ganz gute Dienste leistet.

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

  • ich fand Silicarbon eher nicht so effektiv, ich hab es auch immer in einem Eheim Topf betrieben, aber ich war von der angebenen Bindungsfähigkeit von 4000 mg mehr als enttäuscht die wurde nicht annähernd erreicht. Das macht bei meinem 200 l 20 mg/l das wäre eine Astronomiche Menge und das pro Paket, und ich habe einige Pakete gebraucht um meinen Wert auf Null zu drücken.

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