Pseudanthias empfindlich gegen hohe Temperatur?

  • Hallo,

    leider habe ich scheinbar pötzlich meine Gruppe Pseudanthias parvirosiris verloren. Vorgestern Morgen konnte ich ein totes Tier sehen, aber nicht bergen. Eines der Weibchen konnte ich gestern noch lebend sehen. Es war deutlich blaß und mann konnte feine rote Äderchen unter der Haut erkennen. Es hat immerhin etwas gefressen.

    Aufgrund eigener Dummheit (IKS ausgeschaltet und vergessen wieder einzuschalten) ist die Temperatur im Becken für zwei Tage auf bis zu 32 Grad angestiegen (u. U. auch noch höher). Kann es sein das diese Anthias Art äußerst empfindlich auf hohe Temperatur reagieren??

    Alle anderen Fische zeigen aboslut keine Verhaltensänderungen. Unter Umständen eine leicht erhöhte Atmung .


    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi Peter
    Ich hab zwas keine Anthias aber ich denke das genau der Grund (zu hohe Temp) am Tot deiner Tiere schuld hat.
    Begründung: Ich glaube das Anthias auf Grund ihrer Lebensweise einen grösseren Bedarf an Sauerstoff haben und in 32C° oder mehr werden sie halt ihre Probleme bekommen haben.
    Das aber nur das was ich glaube, vieleicht fällt anderen ja noch was ein.
    Gruß Frank

  • Hallo Frank,

    ich sehe eigentlich keinen signifikanten Unterschied in der Lebensweise zu den Chromis. Beide stehen im Freiwasser und sind Dauerschwimmer.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi Peter
    Klar haben sie die gleiche Lebensweise. Nur vieleicht stecken das Chromis ja leichter weg. Beispiel: Bachforelle vs. Regenbogenforelle, bevor einen Regenbogenforelle Sauerstoffprobleme bekommt, ist ne Bachforelle lange tot.
    Wie gesagt du hast gefragt und ich dir meine Vermutung geschrieben.
    Gruß Frank

  • Hallo,

    ich teile die Vermutung von Frank. Durch die hohe Temperatur sinkt der Sauerstoffgehalt und das mögen Anthias nach eigenen Erfahrungen gar nicht.....
    Übrigens, meine Meinung ist ja bekannt, auch bei Krankheiten sterben die Tiere vergleichsweise schnell...

    Einmal editiert, zuletzt von torsten (1. August 2003 um 10:59)

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    ich sehe eigentlich keinen signifikanten Unterschied in der Lebensweise zu den Chromis. Beide stehen im Freiwasser und sind Dauerschwimmer.


    Hi Peter,
    aber Chromis leben schon im (warmen) Flachwasser. Deine Anthias kommen aber erst in größerer Tiefe vor. Dort herrscht vermutlich eine gleichbleibende, kühlere Temperatur. Daher könnte ich mir die hohe Temperatur schon als Todesursache vorstellen.

    2 Mal editiert, zuletzt von KS (1. August 2003 um 11:55)

  • Hi,

    gut, dann scheinen wir den Grund gefunden zu haben. War ja auch der einzige paramter der sich verändert hatte.

    Hat denn jemand eine Erklärung für die roten Äderchen?

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • hallo Peter

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Hat denn jemand eine Erklärung für die roten Äderchen?

    Eben der Sauerstoffmangel aufgrund der hohen Temperatur.
    Atmungsfrequenz wird erhöht ->Blutdruk wird erhöht (um den Sauerstoff schneller transportiern zu können) -> Adern werden gedehnt. Verstärkend kommt noch die Stressfärbung bzw. Entfärbung hinzu.

  • Hallo Peter,
    wie Bernd schon schrieb ist der höhere Blutdruck wohl maßgebend. Daher auch die roten Äderchen. Das trifft auf alle tiefer lebenden Pseudanthias zu. Das könnte auch der Grund für das schnelle Ableben der P. ventralis sein, das hier vor kurzem diskutiert wurde. Wohlgemerkt: könnte!
    MfG Helmut

  • Hallo Ihr lieben,

    habe gestern 2 weibliche Anthias lebend gefunden. Denke sie werden sich wieder aufrappeln.

    Meinen Steinkorallen im Hauptbecken geht es seit langem immer schelchter ohne das ich den wirklichen Grund finden kann. Betroffen sind inzwischen alle Gattungen : Acropora, Seriatopora, Montipora, Hypnopora, Favia ...

    Die Korallen verlierne langsam Gewebe von der Spitze an (Acropora, Hypnopora) oder bekommen kleine Gewebefrei stellen auf der Oberfläche (Montipora, Favia)

    Werde später aktuelle WW posten und dann vermutlich einen neuen Thread dafür aufmachen. Bin mit meinem Latein echt am Ende.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter,

    wenn du deine benannten Temperaturen hattest, ist eine Schädigung der Steinkorallen ja fast schon zwingend.
    Darum hat ja schon Joe nichts Gutes vermutend gefragt..... :frowning_face:

  • Ich glaube kaum, dass eine kurzzeitige hohe Temperatur der Grund für den Zustand der Korallen sind. Peter schreibt ja in seiner HP, dass der Zustand sich schon seit längerem verschlechtert. Warten wir mal auf die Wasserwerte.

  • Hallo,

    die Temperaturen sind sicher nciht gute für die Korallen, sind aber wohl nicht die Ursache für diese Syntome.

    Ich habe ziemlich hohe Ca und Mg Werte und vermute das die nicht ganz unbeteilligt sind.

    Dachte aber das die Korallen bei hohen Werte nur im Wachstum stagnieren und nicht gleich darauf gehen .

    Der Ca Werte würde über die Balling Methode und unzureichende Kontrolle erreicht, der Mg Wert über massiven Einsatz von MG Pro der Firma Grotec.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter!
    Also im Magnesiumwert alleine glaube ich nicht ein Problem zu erkennen. Es wird doch auch in der Natur ein Wert von 1500 gemessen.
    Der CA Wert ist allerdings wirklich hoch. Vor allem im Vergleich zur Härte mit 7 nach meiner Meinung.
    Aber ob das alleine reicht die Korallen zum eingehen zu bringen??

    Servus,
    Peter

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