Messen von Phosphat

  • Hallo Zusammen

    Ich habe heute einen Test gemacht und zwar wie folgt

    PO4 gemessen ganz normal mit dem Hanna Phosphor-Checker (wird ab und zu mit dem Rowa-Test gegen gemessen und ist meiner Ansicht nach gleich genau).
    PO4 0.01 mgl/l

    Wasserprobe entnommen einfach aus dem Freiwasser während ca 3 Minuten auf 80°C erhitzt, abkühlen lassen und die Probe gemessen.
    Resultat PO4 0.07 mg/l.

    Kann das überhaupt sein? Dies müsste dann ja Calciumphosphat sein, dies ist nicht abgelagert sondern im Freiwasser.
    Was sagt mir dies nun? Ist die Messung so überhaupt korrekt oder müsste man da anders vorgehen?

    Anmerkung:
    Mein Becken hat ich damals gebraucht übernommen und hatte die ersten zwei Jahre mit erhöhten PO4-Werten zu kämpfen (0.1 mg/l bis 0.2 mg/l).
    Nach zwei Umzügen (Austausch Bodengrund) und stetigem Einsatz von Adsorber, habe ich den Werte auf < 0.05mg/l bis NN drücken können. Dies ist nun seid Rund 2 Jahren so.


    Danke und Gruss

    Nik

  • Hallo,

    nein, das sind v.a. Phosphatester, also organische Verbindungen, in denen Phosphat als Ester mit dem organischen Rest gebunden ist. Moleküle wie ATP oder DNA. Durch die Hitzeeinwirkung hydrolysieren diese Verbindungen und das freigesetzte orthophosphat kann ganz normal über den Phosphattest bestimmt werden.

    Letztlich ist dieser Phosphatanteil Anzeiger einer organischen Belastung im Wasser. Wenn Du fütterst und dann 10 min. später den Test machst, wird der Anteil entsprechend hoch sein, vor der Fütterung bei guter Abschäumer entsprechend geringer. Auch der Detritusanteil im Becken kann durch dynamische Rücklösungen von organischen Phosphorverbindungen ins Freiwasser diesen Anteil bewirken.

    Gruß
    Jörg

    H Hersteller

  • Hallo Jörg

    Danke für die Antwort. Gehe ich Richtig in der Annahme das herkömliche Phospaht Adsorber nur gelöstes PO4 adsorbieren können. Das heisst das organische Phosphat muss erst zersetzt werden, bevor es vom Adsorber aufgenommen werde kann?

  • Hallo,

    ja, die Bindung an einen Adsorber setzt voraus, dass es anorganisches Orthophosphat ist. Im Phosphatester ist die Phosphorgruppe ja kovalent an den organischen Anteil gebunden und nicht frei verfügbar.

    Jörg

    H Hersteller

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