Balling die x.

  • Nach der Lektüre der verschiedenen Ausführungen hier im Forum und auch der Erfahrungsberichte auf korallenriff.de,
    vorallem hier die Zusammenfassung von Jörg Kokott, ist doch die ein oder andere Frage aufgetaucht.

    Sehr interressant finde ich die Möglichkeit die Massen an "Balling Salzen"(die benötigt werden) aus dem Calciumdefizit zu errechnen.
    Jörg Kokott hatt da ja eine Formel zur Verfügung gestellt.
    Jetzt gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten die Stoffe zuzuführen. Einmal diese in einer definierten Mange Osmose Wasser aufzulösen oder aber die Festsubstanzen zuzugeben.

    Bleiben wir mal bei den Festsubstanzen:

    Zitat Jörg Kokott
    Man kann durchaus "blind" Calciumchlorid dosieren (ohne eine bestimmte Masse abzuwiegen), dann den Calciumgehalt messen und so lange nachdosieren, bis der Calciumgehalt bei 420 mg/l ist. Dann kann man so lange NaHCO3 ins Becken schütten, bis die KH etwa 7 oder 8°dKH beträgt. Wenn man das so macht, macht man eigentlich nichts falsch, vorausgesetzt, man macht regelmäßig einen Wasserwechsel und gleicht das NaCl aus, das man durch das Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat ins Becken mit einbringt.

    Wenn die KH zu niedrig ist, dann sollte man nicht erst die KH erhöhen, sondern erst auch mal Calcium messen. Wenn nämlich die KH niedrig ist, dann ist meistens auch der Calciumgehalt niedrig. Man dosiert also lieber erst mal Calicum, bis ein gewünschter Wert vorliegt, und dann NaHCO3.

    Wenn der Calciumgehalt zu hoch ist, dann ist meistens die KH zu niedrig. In diesem Falle gibt man so lange NaHCO3 hinzu, bis die KH etwa bei 7-8°dKH liegt, dadurch wird der Calicumgehalt etwas abfallen und die KH ist wieder in Ordnung.

    Wenn man also noch nicht oder lange nicht mehr mit der Balling-Methode gearbeit hat und solche Ungleichgewichte zwischen KH und Calciumgehalt besitzt, dann muß man erst mal für "reinen Tisch" sorgen, und so vorgehen wie eben beschrieben. Wenn dann der Calciumgehalt und die KH richtig ist, macht man erst mal 10-15% Wasserwechsel. Und dann fängt man mit der "kontrollierten" Balling-Methode an.

    Ende Zitat

    Ich denke das Jonglieren mit Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat hab ich soweit begriffen. Aber wie ist das
    mit NaCl freiem Meersalz ? Soll beim Wasserwechsel zugeführt werden. Wie weis ich jetzt wieviel? Auch muss ja dann vom "normalen" Salz weniger zugegeben werden. Das ganze soll ja einer Ionenverschiebung entgegen wirken, die man wiederum nicht messen kann. Also ist es sicherer die Formel anzuwenden und dementsprechend bei Wasserwechsel NaCl freies Salz zu dosieren. Es soll wohl für jedes Gramm NaCl freies Salz das zugegeben wird 3g vom Meersalz abgezogen werden.

    Wie verhält es sich nun, wenn die Balling Salze über Lösungen zugegeben weden. Auch hier muss man doch probieren um
    die richtige Menge der Salze, die zugegeben werden, zu ermitteln. CA und KH kann ja leicht überprüft werden und somit
    entsprechend Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat dosiert werden. Also man nimmt ein biss´l mehr oder weniger
    bis die Werte passen. Und Nacl freies Salz ? wieviel da jetzt ? >> Ioneneverschiebung - das kann man doch nie fetstellen. Egal welche Methode man anwendet man weis nicht ob hier noch alles im Lot ist. Oder liege ich hier falsch ? Ist das überhaupt so relevant? Wie wirkt sich das aus?

    Mich würde auch noch interessieren, ob überhaupt jemand, ausser Jörg, die Festsubstanzen zugibt. Oder wenden alle die Lösungen an?

    Gruß Dietmar

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Hallo Dietmar,

    schau dir mal die Online Rechner von Thomas Chronz an : http://www.1null23.de/

    Da werden sie geholfen :grinning_squinting_face:

    Hallo Peter,
    die Formel kenn ich ja.
    Man wird sich aber nie strikt dran halten. Mal gibt man doch etwas mehr zu - oder weniger. Ist ja an sich auch kein Problem. Man kann ja messen Ca KH Mg >> kann man ja wieder gegensteuern. Aber was ist mit der Ionenverschiebung ? Da kann ich doch nix messen. Ich kann doch nie prüfen, ob die Menge Nacl freien Meersalzes die zugegeben wird korrekt ist. Die Frage ist doch - wie wirkt sich das aus ?
    Wie gibst Du zu - Lösung oder Feststoffe ?

    Gruß Dietmar

  • Hi,

    ich gebe immer in Lösung zu.

    Habe versucht genau die entsprechenden Mengen zuzuführen und daher mit einer genauen Waage abgewogen.

    Da ich aber den CA nicht richtig hin bekam hab ich so lange nur CA zugegeben bis der Wert OK war. Die Ionenverschiebung habe ich dabei kalt lächlend außer acht gelassen

    Jetzt gebe ich wieder alle drei Lösungen zu.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Da ich aber den CA nicht richtig hin bekam hab ich so lange nur CA zugegeben bis der Wert OK war. Die Ionenverschiebung habe ich dabei kalt lächlend außer acht gelassen

    Jetzt gebe ich wieder alle drei Lösungen zu.

    Das ist ja der Punkt. Ist hier noch alles im Lot? Nacl freies Meersalz zugeben ist doch eigentlich ein Blindflug
    Wieso wird das Nacl freie Meersalz überhaupt kontinuirlich zugegeben ? Die Aussage ist doch, daß bei der Verwendung von Calciumchlorid und Natriumhydrogenkarbonat Nacl ensteht. Da Meersalz wohl zu 75% aus Nacl besteht, wird irgendwann Nacl zu viel sein also muss man dem beim Wasserwechsel entgegenwirken. D. h. (weniger) Meeralz + Nacl freies Meersalz. Da muss man wiederum genau wissen wie viel NaHCO3 und CaCl2 man zugegeben hat, um hier richtig zu dosieren. Ist dann auch startk abhängig von der Häufigkeit und Volumen des Wasserwechsels.Wenn kein Wasserwechsel stattfindet steigt doch dann die Dichte!
    Also Zugabe von Nacl ist eine grosse Unbekannte - da die Auswirkungen nicht nachvollziehbar, da nicht messbar.
    Stellt sich die Frage wie lange es dauert bis sich diese Ionenverschiebung einstellt, ob man diese überhaupt erkennt und wie sich das auf`s System auswirkt ? - oder hab ich irgendwo einen Denkfehler ?

    Gruß Dietmar

  • Hallo Dietmar,

    aus diesem Grund soll man ja beim nächsten Wasserwechsel eine entsprechende Menge Meersalz einfach weglassen, damit der Salzgehalt wieder stimmt. der oben angesprochene Rechner berechet ja die beim Wasserwechsel wegzulassene Salzmenge gleich mit.

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • hi leute,

    das mit dem kochsalz ist auch bei mir der einzige punkt woran es im gedankengang hängt.

    idee 1:

    was haltet ihr denn davon wenn man so lange normale wasserwechsel macht bis die balling lösungen aufgebraucht sind, weil dann hat man ja einen definierten nacl überschuss im becken, und jetzt tauscht man das meersalz gegen das nacl freie salz aus. oder wäre dann der dichtesprung zu groß? aber dann könnte mann ja kleinere mengen an ballinglösungen ansetzen.

    idee 2:

    oder man gibt das gelöste nacl freie salz im gleichen verhältnis mit den ballinglösungen hinzu und korigiert beim normalen wasserwechsel einfach die dichte. weil hierbei ja nur die dichte steigen dürfte oder?

    sagt mir mal ob ich da richtig liege oder nicht. :confused_face:

  • Zitat

    Original von iXware
    aus diesem Grund soll man ja beim nächsten Wasserwechsel eine entsprechende Menge Meersalz einfach weglassen, damit der Salzgehalt wieder stimmt. der oben angesprochene Rechner berechet ja die beim Wasserwechsel wegzulassene Salzmenge gleich mit.

    immer vorrausgesetzt man hält die Werte ein, was nicht immer der Fall ist >> siehe Aussage Peter weiter oben, und Zitat Jörg in meinem Eingangsposting.
    Es bedeutet aber auch, daß für jeden, der die Balling Methode anwendet, zwingend ein Wasserwechsel notwendig ist.

    Frank
    wie gibst Du zu ?
    Lösung oder Feststoffe ?

    Gruß Dietmar

  • Zitat


    Es bedeutet aber auch, daß für jeden, der die Balling Methode anwendet, zwingend ein Wasserwechsel notwendig ist.
    Gruß Dietmar

    Dietmar,

    das sehe ich auf jedem Fall so, denn sonst würdest du bald das Tote Meer im Becken haben!

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Und warum nicht wie von Balling vorgegeben, alle 3 Lösungen in gleicher Dosierung zugeben und dann mit dem WW die Dichte steuern.
    Einfacher geht es doch gar nicht und es kann sich auch nichts verschieben.

    Andreas!

  • Zitat

    Original von aquadody
    oder man gibt das gelöste nacl freie salz im gleichen verhältnis mit den ballinglösungen hinzu und korigiert beim normalen wasserwechsel einfach die dichte. weil hierbei ja nur die dichte steigen dürfte oder?

    Hm,
    ich weiss nicht ob man von der Dichte auf das Verhältnis der Ionen zueinander schließen kann
    Es gibt doch da ne Formel : für jedes Gramm Nacl 3 Gramm Meersalz weglassen

    Gruß Dietmar

  • Zitat

    Original von JestersTear
    Und warum nicht wie von Balling vorgegeben, alle 3 Lösungen in gleicher Dosierung zugeben und dann mit dem WW die Dichte steuern.
    Einfacher geht es doch gar nicht und es kann sich auch nichts verschieben.

    Andreas!

    weil das hier unsere Basis ist:
    Zitat Jörg Kokott
    Man kann durchaus "blind" Calciumchlorid dosieren (ohne eine bestimmte Masse abzuwiegen), dann den Calciumgehalt messen und so lange nachdosieren, bis der Calciumgehalt bei 420 mg/l ist. Dann kann man so lange NaHCO3 ins Becken schütten, bis die KH etwa 7 oder 8°dKH beträgt. Wenn man das so macht, macht man eigentlich nichts falsch, vorausgesetzt, man macht regelmäßig einen Wasserwechsel und gleicht das NaCl aus, das man durch das Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat ins Becken mit einbringt.

    Wenn die KH zu niedrig ist, dann sollte man nicht erst die KH erhöhen, sondern erst auch mal Calcium messen. Wenn nämlich die KH niedrig ist, dann ist meistens auch der Calciumgehalt niedrig. Man dosiert also lieber erst mal Calicum, bis ein gewünschter Wert vorliegt, und dann NaHCO3.

    Wenn der Calciumgehalt zu hoch ist, dann ist meistens die KH zu niedrig. In diesem Falle gibt man so lange NaHCO3 hinzu, bis die KH etwa bei 7-8°dKH liegt, dadurch wird der Calicumgehalt etwas abfallen und die KH ist wieder in Ordnung.

    Wenn man also noch nicht oder lange nicht mehr mit der Balling-Methode gearbeit hat und solche Ungleichgewichte zwischen KH und Calciumgehalt besitzt, dann muß man erst mal für "reinen Tisch" sorgen, und so vorgehen wie eben beschrieben. Wenn dann der Calciumgehalt und die KH richtig ist, macht man erst mal 10-15% Wasserwechsel. Und dann fängt man mit der "kontrollierten" Balling-Methode an.

    Ende Zitat

    oder
    Zitat Peter Schmiedel
    Da ich aber den CA nicht richtig hin bekam hab ich so lange nur CA zugegeben bis der Wert OK war. Die Ionenverschiebung habe ich dabei kalt lächlend außer acht gelassen

    Jetzt gebe ich wieder alle drei Lösungen zu.
    Ende Zitat

    Gruß Dietmar

  • Hallo Dietmar,

    Zitat

    Original von D. Hübner
    immer vorrausgesetzt man hält die Werte ein, was nicht immer der Fall ist >> siehe Aussage Peter weiter oben, und Zitat Jörg in meinem Eingangsposting.
    Es bedeutet aber auch, daß für jeden, der die Balling Methode anwendet, zwingend ein Wasserwechsel notwendig ist.

    Frank
    wie gibst Du zu ?
    Lösung oder Feststoffe ?

    Gruß Dietmar

    ich verwende die Lösungen - ist für mich einfacher. Ich wiege einmal die Salze mit ner digitalen Briefwage ab (so auf ein halbes Gramm genau) dann in Osmosewasser aufgelöst. so habe ich die Lösung für ne ganze weile fertig und muß nicht jeden Tag wiegen... außerdem könnte man die Lösungen per Dosierpumpe ins Becken geben.

    Nachtrag: mein KH-Wert ändert sich kaum und bleibt bei ca. 7°

    MfG, Frank


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    Einmal editiert, zuletzt von iXware (9. Juli 2003 um 14:37)

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