Dichte und Temperatur

  • Hallo,

    im Zusammenhang mit den Problemen meiner Korallen habe ich mich des Themas Dichte und Temperatur meines Aquariums angenommen. Leider finde ich keine Angaben, in der mir zugänglichen Literatur, wie ich die Dichte bei schwankender Temperatur umrechnen kann. Die Eichtemperatur meines Aräometers liegt bei 25°C, also wie hoch ist die Dichte wenn die Temperatur 27.5°C beträgt und wo finde ich in der Literatur etwas darüber?

    Danke und Gruß

    Henry

  • Hallo Henry,

    im Fossa/Nilsen Bd. 1 gibt es eine Umrechnungstabelle/-grafik. Andere Möglichkeit: ein paar Liter Wasser aus dem Aquarium holen, abkühlen lassen auf 25C (geht ziemlich schnell), Dichte messen und wieder zurück ins Becken schütten.

    CU AS

  • Hallo Henry,

    ich könnte dir das mit einem kleinem Umweg anbieten. Benutze erst den Rechner Umrechnung Dichte zu Salinität mit deiner realen Temperatur. Die damit erhaltene Salinität trägst du im Rechner Umrechnung Salinität zu Dichte ein. Da die Salinität nicht von der Temperatur abhängig ist, kannst du dort deine Wunschtemperatur eingeben. Als Ergebnis erhältst du die Dichte des Wassers bei dieser Temperatur und bei 25°C.
    Und jetzt fehlt nur noch der Link zum Online-Rechner.

    Suchst jemand solche Umrechnungen für den Palm, so wird er mit dem Sea Water Equation of State Calculator glücklich, bei dem ich einen großen Teil der Javascripts abgekupfert habe.

  • Hallo Thomas,
    läßt sich vielleicht auch was programmieren wo ich die Dichte direkt nach Temperatur umrechnen kann? :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Einmal editiert, zuletzt von KS (4. Juli 2003 um 22:13)

  • Hallo Thomas,

    so und nun komme ich erst richtig ins grübeln.
    Muß ich jetzt bei jeder Temperaturveränderung die Salinität meines Wassers ändern, doch wohl nicht oder? Die Dichte bleibt doch die selbe nur die Anzeige ändert sich da das Meßgerät anders als die Meßtemperatur geeicht ist oder? Also wenn ich jetzt bei 28°C bei einem auf 25°C geeichten Aräometer einen Wert von 1023.0 ablese was bedeutet dies auf das selbe Wasser bei 25°C :confused_face: .

    Danke und Gruß

    Henry

  • Zitat

    Original von Henry
    Also wenn ich jetzt bei 28°C bei einem auf 25°C geeichten Aräometer einen Wert von 1023.0 ablese was bedeutet dies auf das selbe Wasser bei 25°C :confused_face: .


    Hallo Henry,
    28Grad = 1.023
    entspricht
    25Grad = 1.024

  • Henry,

    die Dichte ändert sich mit mit der Temperatur, die Salinität nicht. Hört sich vielleicht verwirrend an, die Erklärung ist aber einfach:

    Die Dichte ist eine Funktion des Volumens und das Volumen des Wasser ändert sich eben mit der Temperatur, weil sich dieses ausdehnt oder "zusammenzieht. Salinität ist ein Promille-Wert mit der Bezugsgröße Gewicht in kg. Und ein kg Wasser bleibt eben ein kg Wasser, egal ob es nun 1000ccl Volumen oder 1003ccl Volumen hat. Deswegen ist die Salinität temperaturunabhängig.

    Das heißt, das Dein Wasser bei 28C tatsächlich eine andere Dichte als bei 25C hat.

    Die Eichung wiederrum gibt Auskunft darüber, bei welcher Temperatur Dein Messgerät am genauesten arbeitet. Das Aräometer hat ja ein nahezu temperaturunabhängig festes Volumen hat und somit auch eine feste spezifische Dichte, die Messflüssigkeit aber variiert im Volumen mit der Temperatur und besitztsomit variierende spezifische Dichten. Da der Auftrieb eines festen Körpers in einer Flüssigkeit durch das Verhältnis der spez. Dichten bestimmt wird, ist klar, daß sich dann temperaturabhängig Messungenauigkeiten ergeben würden.

    Bis dann
    AS

  • Hallo Zusammen :winking_face:

    Was macht die Refraktometerfraktion?
    Ist zwar etwas teuerer aber umso genauer denke ich.
    Und die ewige Umrechnerei fällt auch weg

    Greating's Oli :winking_face:

  • Zitat

    Original von Oliver Klatt
    Was macht die Refraktometerfraktion?
    Ist zwar etwas teuerer aber umso genauer denke ich.
    Und die ewige Umrechnerei fällt auch weg

    Hi Oliver,

    genauer ist ein Refraktometer eigentlich nicht, denn der Abstand zwischen den Strichelchen ist schon verdammt klein. Dafür ist es aber verläßlicher und bruchsicherer als ein Aräometer und auch nicht von der Temperatur abhängig. Eindeutig eine gute Anschaffung.

  • Thomas :winking_face:

    Ja Thomas du hast vollkommen Recht.
    Ich habe mich unglücklich ausgedrückt.
    Vor meinem Refraktometer habe ich schon 3 der gläsernen "Ungetüme" zerbrochen.
    Wenn Du meine Hände sehen würdest,wüsstest Du warum.:D

    Greating's Oli

  • Hallo Gemeinde,

    bevor ich hier mal wieder was falsch mache stelle ich lieber eine Frage. Ich habe mit meinem Refraktometer eine Salinität von 35% gemessen und das bei einer Wassertemperatur von 25,7 Grad. Benutze ich den Online Rechner habe ich 2 Ergebnisse und zwar bei 25,7 und bei 25 Grad. Mein Refraktometer wurde aber bei 23 Grad Raumtemperatur geeicht (Eichlösung und Refraktometer hatten die gleiche Temp.) und hat eine ATC .(10 - 30 Grad). Wie beinflußt das mein Messergebniss und muß ich nochmal umrechnen???

    Gruß,

    TOM

  • Hallo TOM,

    wahrscheinlich gehörte sich dein Refraktometer bei 20°C kalibriert - bei meinem steht es jedenfalls so in der Bedienungsanleitung. Eine Kalibrierung bei 23°C wird das Ergebnis aber nicht innerhalb der allgemeinen Messgenauigkeit beeinflussen.

    zur Erklärung des ATC:
    Der Refraktometer misst nicht direkt den Salzgehalt, sondern den Einfluß des Salzgehalts auf den optischen Brechungsindex des Wassers. Die Salinität wird daraus abgeleitet. Der Brechungsindex ist Temperaturabhängig, deshalb ist bei einem ATC Gerät eine Kompensation eingebaut.

    zur Dichte:
    die Dichte ist von der Temperatur abhängig, je wärmer das Wasser, umso mehr dehnt es sich aus und es wird immer mehr Volumen von einem Kilo verdrängt. Da sich die Menge des Salzes ja nicht ändert, wenn das Wasser wärmer und voluminöser wird, sinkt also die Konzentration pro Liter (nicht pro Kg - der Vorteil der Salinität als Messwert). Die Dichte wird also kleiner bei zunehmender Temperatur.

    25°C:
    es gibt es im Onlinerechner zwei Werte:
    erstens die Dichte bei eingegebener Temperatur und zweitens die daraus errechnete Dichte25°C bei der Bezugstemperatur 25°C, damit sie mit anderen Dichtemesswerten bei irgendwelchen Messtemperaturen vergleichbar wird.
    Die erste Dichte dient eigentlich nur zur Gegenkontrolle mit einem Aräometer oder einem anderen Messgerät.
    Die Dichte25°C ist der maßgebliche Wert.

  • Hallo,

    ich möchte nicht noch einen Thread zu Refraktometern und ATc eröffnen da es schon etliche gibt. Ich habe hier gerade mein neues Refraktometer erhalten. Ich bin aber im Büro und kann daher nicht rumprobieren.
    1. Mein Gerät ist mit ATC(10-30Grad) ausgestattet. Geeichet soll es aber lt. Anbieter bei 20Grad werden. Was sagen dann jetzt die 10-30Grad aus? Heißt vermutlich ich kann jede Flüssigkeit mit einer Temperatur zwischen 10 und 30Grad messen ohne die Salinität umrechnen zu müssen, oder?
    2.Ich habe mir mal einige andere Thrad´s zu diesem Thema durchgelesen.Wenn ich es richtig verstehe ist es so, daß die Salinität nicht Temperaturabhängig ist. Sie kann ich also jederzeit bei Temperaturen von 10-30Grad ablesen. Richtig? Die Dichte jedoch soll Temperaturanhängig sein, d.h den Wert muß ich auch bei Geräten mit ATC auf 25Grad umrechnen. Hab ich das richtig verstanden? Wenn ja dann kapier ich das nicht so richtig.
    Mein Refraktometer zeigt auf der linken Seite die Dichte an und auf der rechten die Salinität. So wie ich das sehe ist die Skala fest. Das heißt wird eine höhere oder niedrigere Dichte aufgrund von Temperaturenunterschieden angezeigt dann wird automatisch eine entsprechend höhere oder niedrigere Salinität angezeigt. Ich glaube irgendwas bringe ich hier durcheinander. Danke für die Hilfe!

    Gruß
    Ramon

  • Hallo Ramon,

    das Eichen jedes Messgerätes dient dazu einen Referenzwert zu ermitteln um sich an diesem zu orientieren. Gemessen werden dann die Unterschiedswerte. Die Bereichsangabe gibt nur noch an, dass in diesem Bereich, dass Messen eine ungefähre Genauigkeit garantiert wird ( wo also z. B. Temperaturveränderungen kompensiert werden können ), welche ja Einfluss auf dieverse Messermittlungen haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (30. Juli 2003 um 11:38)

  • Danke Tom,

    ok also von 10-30Grad ungefähre Genauigkeit. Es wird also von den 20Grad Eichtemperatur 10 Grad nach oben und 10Grad nach unten kompensiert. Und kann ich dann die Salinität so ablesen wie sie ist(in diesem Bereich)? Was ist mit der Dichte(hab in einem anderen Thread gelesen, daß diese umgerechnet werden muß)?

    Gruß
    Ramon

    Einmal editiert, zuletzt von Ramon (30. Juli 2003 um 11:47)

  • Hallo Ramon,

    nun mein Refraktometer zeigt die Dichte und die Salinität gleichzeitig an ( Skalen liegen nebeneinander ) jedoch stellte ich fest, dass diese Skalen nicht genau sind, da ich einen Test gemacht habe mit 1 Liter Osmosewasser und 36 Gramm Kochsalz, das sollte ja nach Adam Riese 36 pro Mille geben, was das Refraktometer aber nicht anzeigt, sondern eben etwas daneben, obgleich ich dieses mit dem Osmosewasser bei 20 Grad geeicht habe !

  • Hallo Ramon,

    ja Salinität kannst Du ablesen, passt immer (wenn temperaturkompensiert), willst Du die Dichte, mußt Du umrechnen (z.B. mit Thomas Chronz: http://home.arcor.de/ch/chronz/aqua…erechnungen.htm

    Deshalb ist ja ein temperaturkompensierendes (welch ein Wort) Refraktometer so genial einfach. :))

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Zitat

    Original von MarkusK
    Salinität kannst Du ablesen, passt immer (wenn temperaturkompensiert), willst Du die Dichte, mußt Du umrechnen

    Und genau da haben wir unsere Schwierigkeiten.... jahrzehntelang auf Dichte geprägt und nu.... :confused_face:

    Problematisch wirds ja nur dann, wenn wir Gegenproben machen wollen oder diverse Messgeräte im Einsatz haben, die auf Dichte basieren (Aero, iks etc.)

    Nachdem in den letzen Wochen bei jedem Messgerät etwas anderes rauskam
    (D 1,019 und 1,023) hab ich mich endgültig entschlossen, auf das Refraktometer und die Salinität zu setzen. Vor allem auch deshalb, weil die Tiere gut stehen.
    Vielleicht sollten wir auch nicht so sklavisch auf Zahlenwerte, sondern wieder auf unseren salzigen Finger und Beobachtungsgabe setzen :winking_face:

  • Oki danke euch beiden!


    Zitat

    Original von MarkusK
    Hallo Ramon,

    ja Salinität kannst Du ablesen, passt immer (wenn temperaturkompensiert), willst Du die Dichte, mußt Du umrechnen (z.B. mit Thomas Chronz: http://home.arcor.de/ch/chronz/aqua…erechnungen.htm

    Deshalb ist ja ein temperaturkompensierendes (welch ein Wort) Refraktometer so genial einfach. :))

    Grüße

    Markus

  • Hmm,
    mein Verständnis hierzu ist bisher folgendermaßen:
    Refraktometer temperaturkompensiert zeigt bei z.B. 28 Grad Celsius eine Dichte von 0.022 an. Das bedeutet die 0,022 beziehen sich auf 25 Grad Celsius - weil ja temperaturkompensiert! Also nix umrechnen.
    Umrechnen nur dann, wenn Refraktometer nicht temperaturkompensiert. (hatten wie erst im Thread - iss aber durch severcrash weg)

    Gruß Dietmar

  • Ich hab die Anleitung grade nicht zur Hand.
    Aber die Theorie von der Unabhängigkeit der Salinität von der Dichte
    ist noch nicht bis zu meinem Refraktometer gedrungen - die Skalen sind fest.
    Das heisst, jedem Dichtewert ist auch ein entsprechender Salinitätswert zugeordnet.


    Oder andersrum: Ich hab ein Kilo Wasser mit einer Salinität von 35 -
    egal ob 20, 25 oder 30° Wassertemperatur. Die Dichte dieses Wassers hängt aber sehr wohl von der Wassertemperatur ab. Dann müssten aber die Skalen auf dem R. flexibel zueinander sein....

    Oder hab ich schon wieder was falsch verstanden?
    :confused_face:

  • Zitat

    Original von tiefwater
    Oder hab ich schon wieder was falsch verstanden?


    Scheint so, Stefan. Da muss noch so ein kleiner Kreis mit 'ner kleinen Zahl zu sehen sein: d20 
    Das ist dann die Temperatur, für die die Dichte gilt.

  • Hallo tiefwater,

    da die Salinität ja immer gleich bleibt, kann man diese auch immer ungefähr genau ablesen, aber bei der Temperatur, wo das RM geeicht wurde. Dann kann man im Bereich des Temperaturdeltas die Dichte messen, also egal welche Temperatur herrscht ( zwischen 20 und 30 Grad natürlich ) sollte die Dichte eigentlich genau angezeigt werden. Dann kann man nicht mehr auf die Skala der Salinität ablesen.
    Ich denke mal, dass die Skala der Salinität nur zur Hilfe auf dem RM ist, ausser man misst bei Eichtemperatur !

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (30. Juli 2003 um 13:11)

  • Zitat

    Original von Thomas Chronz
    Da muss noch so ein kleiner Kreis mit 'ner kleinen Zahl zu sehen sein: d20 
    Das ist dann die Temperatur, für die die Dichte gilt.

    Gut... dann messe ich also Salinität 35. Dann schaue ich nach links und
    sehe Dichte 1,025. Diese Dichte hat mein Becken bei einer Temperatur von 20°.
    Um zu wissen, welche Dichte mein Becken bei der vorhandenen Temperatur hat, müsste ich umrechnen.

    Temperaturkompensiert heisst dann, dass die Dichte für einen Temperaturbereich
    des Testwassers von 10 bis 30° auf 20° gerechnet wird.

    right, Thomas? :winking_face:

  • Zitat

    Original von Uncle Tom
    Hallo tiefwater,

    da die Salinität ja immer gleich bleibt, kann man diese auch immer ungefähr genau ablesen, aber bei der Temperatur, wo das RM geeicht wurde.

    Über diesen Satz solltest du ungefähr genau nachdenken... :winking_face:

  • Zitat

    Original von Uncle Tom
    Ich denke mal, dass die Skala der Salinität nur zur Hilfe auf dem RM ist, ausser man misst bei Eichtemperatur !

    Onkel Thomas,
    so ist das nicht richtig. Vorrausgesetzt, du hast ein Refraktometer mit ATC (automatic temperature compensating), dann gilt die Salinität auch für beliebige Meßtemperaturen innerhalb des vom Hersteller angegebenen Meßbereichs. :winking_face:

    Hat dein Refraktometer kein ATC, dann musst du komplizierte Tabellen zu Hilfe nehmen. :O

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