Jaubert-Refugium wieder entfernen!

  • Hallo mal wieder.

    Nachdem ich mittlerweile meine Rotfeuerfische abgegeben habe, mit Nitratkiller und Vanilliezuckerlösung experimentiert habe, einen Schwefelnitratfilter an- und wieder abgeklemmt habe und Zeovith mit Bacs und Fóod und was weiß ich nicht noch alles gemacht habe, ist und bleibt mein NO3 Wert bei 25mg/l.

    Mein Fischbesatz besteht mittlerweile aus 3 Docs (je ca 8-9cm), einer Nasen- und einer Sternfleckmuräne auf rund 600l.
    Die Docs werden täglich zweimal gefüttert und die Muränen 2 mal/Woche.

    Mit den mittlerweile 5 (!) ltr Zeovith im System denke ich, daß es nicht die Fische sein können die den NO3 Wert verursachen. Daher ist meine Theorie, daß ich irgendetwas bei dem Jaubertref. falsch gemacht haben muß. Daher würde ich es gerne zunächstmal entfernen um dann einige Wochen lang zu schauen ob und wenn ja was sich verändert und es dann gegebenenfalls in größerer Ausführung und mit höherem Plenum neu anzulegen.
    Meine Angst istnur was passieren könnte wenn ich das Ref. einfach entferne.

    Es ist in mein Technikbecken integriert und ich könnte es nur "herausschaufeln", befürchte aber dadurch einen zu großén Einfluß auf die Biologie zu nehmen.

    Hat schonmal jemand ein Refugium wieder entfernt???

    Andreas!

    P.S. gemessen wurde NO3 mit Salifert.

  • Hallo,
    versuch doch erst mal das Zeovith abzuklemmen, vielleicht liegt es ja auch daran. Außerdem wäre das nicht ein so großer Aufwand, als das Jaubert abzubauen.

  • Hallo Andreas,

    natürlich kannst Du auch beim Aufbau des Jaubert-Bodens Fehler gemacht haben. Hast Du unter der Lichtrasterplatte noch etwas gelegt, damit die Platte nicht auf der Glasscheibe liegt und einen Wasseraustausch verhindert? Das konnte ich auf den Bildern auf deiner Webseite nicht erkennen. Unter der Lichtrasterplatte sollte bis zum Bodenglas noch 1-2cm Platz sein. Wie hoch ist deine Schicht Korallensand? Es sollten schon mindestens 10cm sein! Wenn diese beiden Sachen nicht beachtet werden, kann es schon zu einem Nitratanstieg kommen, weil der Jaubert-Filter dann ganz einfach nicht richtig funktionieren kann.

    Nachtrag: bevor Du den Jauberboden ausräumst, würde ich an deiner stelle auch erst mal den Zeolith-filter abklemmen - das macht einfach weniger Sauerei...

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

    Einmal editiert, zuletzt von iXware (3. Juli 2003 um 17:48)

  • Aber meinst Du denn, daß das Zeo auch NO3 produzieren könnte?
    Und wenn ja, kann man das Zeug denn später wieder anschließen?

    Danke
    Andreas!

  • zu zeolith kann ich nichts sagen, da ich es nicht im Einsatz habe / hatte... ich habe aber 2 Jaubert-Becken und die funktionieren beide... das kleine nicht ganz so gut, aber da habe ich auch nur eine Bodengrundhöhe von ca. 8cm - daher weiß ich, daß 8cm zu wenig sind!

    MfG, Frank


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  • Hallo Andreas,

    wie wäre es mit etwas Geduld?

    Sehe ich das richtig, daß das Becken erst ein halbes Jahr läuft? Hast du das wirklich alles schon an diesem Becken ausprobiert :confused_face:

  • Also drei Gedanken:

    1. Die Biologie im Jaubert-Boden wäre mir einfach zu kostbar, um sie einfach 'mal so testweise rauszurupfen.

    2. Wie lange läuft Dein Jaubert-Boden denn schon? In einigen Artikeln, die ich dazu gelesen wird von "Einfahrzeiten" von drei bis sechs Monaten gesprochen bis der so richtig zieht. Bei mir waren es so ca. drei Monate, seitdem ist NO³ bei Null wie festgenagelt. Und das wo ich jeden Tag TK-Futter, Plankton in reichlicher Menge gebe.

    3. In einem Artikel im MWA war mal zu lesen, daß die gute Beleuchtung des Bodens für das Funktionieren des Jaubert-Systems wichtig/unabdingbar ist. Wie sieht es denn lichttechnisch so in Deinem Technikbecken aus?

    Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas(Jesters Tear),

    wenn Dein Becken wirklich erst ein halbes Jahr läuft, muß ich dem Andreas März recht geben.
    Es kann durchaus ein halbes Jahr dauern, bis die Biologie in einem Jaubert-Refugium "eingerastet" ist.
    Wenn Du die ersten normalen Algenstöße mit den aufgezählten Mitteln aufgefangen hast, wie soll da die Natur greifen? :confused_face:

    Bin wie Sabine der Meinung, klemm' erst mal das Zeolith ab. Bei Nitrat ist es eh nicht die echte Hilfe. Es produziert, soviel ich weiß, zwar kein Nitrat, bekämpft es aber auch nicht.
    Und noch ein Satz, für den ich hier sicher wieder von einigen zerrissen werde:
    25mg/ l Nitrat finde ich noch nicht bedenklich!
    Wenn Du übrigens mit einem Bakterienkiller(z.B. gegen Cyanos oder so) oder mal mit Medizin gearbeitet hast, ist es gut Möglich, daß Du damit auch die abbauenden Bakterien "geschossen" hast. Dann nutzt der Zucker gar nix. Wenigstens nicht zur Nitratbekämpfung.
    Damit würde sich dann auch erklären, warum Deine Cyanos wieder "besser stehen" :winking_face:
    Wir sehen uns :D, bis dann

    Claudi

  • Zitat

    Original von Andreas März
    Hallo Andreas,

    wie wäre es mit etwas Geduld?

    Sehe ich das richtig, daß das Becken erst ein halbes Jahr läuft? Hast du das wirklich alles schon an diesem Becken ausprobiert :confused_face:

    Hallo Namensvetter,

    da hast Du aber was falsch verstanden, das Aqua selber steht schon seit 2 Jahren, nur das Ref. ist ca seit einem halben jahr dabei.
    Innerhalb des letzten Jahres habe ich o.g. Dinge getestet und das schon mit einiger Ausdauer, wie Du vielleicht gesehen hast, habe ich den Nitratkillerthread eröffnet und als erster gewagt das Zeug als nicht schlecht zu tätolieren. Das Zeo habe ich ab dem 2 Monat des Beckens im Betireb und bin davon eigentlich ziemlich überzeugt.

  • Zitat

    Original von iXware
    zu zeolith kann ich nichts sagen, da ich es nicht im Einsatz habe / hatte... ich habe aber 2 Jaubert-Becken und die funktionieren beide... das kleine nicht ganz so gut, aber da habe ich auch nur eine Bodengrundhöhe von ca. 8cm - daher weiß ich, daß 8cm zu wenig sind!

    Ich glaube da könnte der Hund begraben liegen, denn ich habe zwar ca 11cm Bodengrund im Ref. allerdings habe ich die Lichtrasterplatte tatsächlich direkt auf dem Glas liegen.

    Den Tip gab mir gerade auch ein Besucher der bei uns war und den wir über das Aquabilderbuch kennen gelernt haben.

    Kann ich denn, arbeit hin oder her, das Ref. ausbaggern, die Rasterplatte auf Abstand legen und dann den gleichen Bodengrund wieder einbringen????

    Andreas!

  • Hallo Frank

    Erstmal will ich meinen Vorrednern zustimmen.
    Lass den Bodengrund erstmal in Ruhe und 25 mg ist noch nicht so wild.
    Aber ich meine lass ruhig den Zeolithfilter dran.

    Ich habe heute meinen lebenden Sand bekommen, der sieht recht gut aus und soll allerlei Bakterien enthalten. Eventuell kaufe dir doch einen Sack um dein System nochmal richtig anzuimpfen.

    Aber was ich in erster Linie sagen will: Von nichts kommt nichts. Dein Stickstoffeintrag und auf der anderen Seite der Abbau scheinen sich die Waage zu halten.

    Bei mir war es mal so dass icheinen Blauen Schwamm zur Geräuschdämpfung im Überlauf plaziert hatte.
    Futterreste wurden natürlich in diesem Schwamm zu Bakterienmasse und diese wieder zu Eiweiß und Nitrat.
    Der Nitratwert stieg kontinuirtlich an bis 50 mg/l.
    Dann habe ich den Schwamm rausgeschmissen und seit dem sank der Nitratwert wie von Geisterhand und ist jetzt trotz reichlicher Fütterung mehrmals täglich bei 5 mg/l.

    Eventuell hast du auch irgendwo eine "Nitratfalle"

  • Einmal editiert, zuletzt von Andreas Pridzun (3. Juli 2003 um 20:40)

  • Zitat

    Original von JestersTear
    Kann ich denn, arbeit hin oder her, das Ref. ausbaggern, die Rasterplatte auf Abstand legen und dann den gleichen Bodengrund wieder einbringen????

    Andreas!

    das kann ich dir in einigen Wochen genau sagen, wenn ich mein 54L-Becken ausgetauscht habe (gegen ein Becken mit der gleichen Grundfläche aber mit größerer höhe - es wird alles nur umziehen und den Bodengrund werde ich dann etwas höher machen... aber normaleweise dürfte nicht viel schiefgehen, nur daß der Jaubert-Boden, dann wieder seine Einlaufzeit benötigt. Versuche auf alle Fälle die Bodengrundschichten beizubehalten - also 2cm von der gesamten Fläche raus in einen Eimer, dan die nächsten 2 usw. und dann nach dem umbauen des Lichtgitters das zuletzt herausgenommene als erstes wieder rein. Damit könntest Du den Schaden so gering wie möglich halten Da Du ja noch einen Abschäumer und noch Zeo nebenbei laufen hast, dürfte der Schaden noch zu ertragen sein - wenn der Jaubert-boden aber doch funktioniert, dann wirst Du das sicher am Nitrat merken. Wenn Du dein Jaubert-Refugium noch voll Caulerpa pflanzt, dann tust Du zusätzlich noch was gegen Phosphat - der ist bei mir genausowenig nachweisbar wie No3


    Harald: meintest Du wirlich mich, oder hattest Du nur einen Kurzen Blackout? :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :winking_face:

    MfG, Frank


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    Einmal editiert, zuletzt von iXware (3. Juli 2003 um 23:50)

  • Ich habe so eine Aktion wie Frank sie vor hat vor ein paar Monaten durchgeführt. Ging glatt über die Bühne. Vermutlich unnötig zu sagen, daß Du das ganze sehr zügig durchführen solltest und wegen der zwangsläufig aufgewirbelten Sedimente Dein Technikbecken für die Zeit der Umbauarbeiten vom Hauptbecken trennen solltest.

    Was ich bei meiner Aktion vollkommen unterschätzt hatte, war die Anzahl der benötigten Behältnisse für die Zwischenlagerung. Wenn Du Frank's Vorschlag mit dem schichtenweise Austragen folgst (Superidee!!), wirst Du ja wohl so um die fünf Behälter mit je ca. 10l oder mehr l brauchen.

    CU AS

  • Zitat

    Original von Harald Mülder
    Eventuell hast du auch irgendwo eine "Nitratfalle"

    naja er hat ja muränen.........mfg thorsten

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