Kieselagen / Silikate noch nicht 100% geklärt !?!?

  • Hallo Forianer,

    ich habe eine Frage zu Kieselalgen und Silikate, ich weiß die Themen und Zusammenhänge sind hier schon oft diskutiert worden, aber ich als betroffener finde mich noch nicht richtig aufgeklärt und ich denke das geht anderen, die sich mit Silikaten und Kieselalgen herumschlagen nicht anders. Darum hoffe ich das ihr mir vielleicht helfen könnte meine Fragen zu klären.

    Zu meiner Situation: Mein Becken läuft seit Januar und das sehr gut. Allen Korallen, sowohl Weich-, Leder- und Steinkorallen stehen sehr gut und wachsen. Meinen Fischen geht es auch sehr gut. D.h. soweit man das durch die Scheibe beurteilen kann, aber das ist ein anderes Thema.

    Meine Wasserwerte No2,No3,Po4 alle NN, CA 460, MG 1400, KH 7.

    Nun zu meinen Fragen

    1. Silikat Testen.

    Ich habe einen Test von Red Sea und einen von Salifert, die Werte unterscheiden sich dramatisch, laut Salifert 0,25 - 0,5 laut Red Sea 1,0 –2,0 bei der Selben Wasserprobe. Im Grunde könnte mir der Wert ja egal sein, da ich spätestens dann feststellen werde wenn die Silikate weg sind wenn die Kieselalgen verschwinden. Trotzdem Fragwürdig, hat schon mal jemand ähnliche Beobachtungen gemacht.?

    2. Silikat Eintrag.

    Wie kann Silikat in mein Becken gelangen? Ich habe mein Wasser bei Erstbefüllung mit Vollentsalztem Wasser angesetzt, musste jedoch nach den ersten Kieselalgen und dem ersten Silikat test, feststellen das doch Silikat in meinem Becken war!?!? Dann nachdem die Silikate auf NN waren und die Kieselalgen den Rückzug antraten, ging vor drei Wochen alles wieder von vorne los. Ich fülle mein Wasser eigentlich immer mit Osmosewasser auf das durch eine Reinstwasserfilter gegangen ist auf. Ich erstelle es nicht selbst, ich beziehe es kostenlos. Ich habe auch keinen Grund an dem Wasser zu zweifeln und Stichproben beim Silikatwert der NN ist bestätigen das. Meine Frage wie gelangt das Silikat in mein System? Sind andere Quellen bekannt?

    3. Silicarbon

    Die Frage wie lange Silicarbon nun haltbar ist falls es nicht vorher „voll“ ist wurde zwar diskutiert, aber eine hinreichende Antwort kam nicht zu Tage. Aber das könnte man ja messen wenn man eine zufalässigen test hätte, sieh Frage 1. Hat irgendwer Erfahrungen damit gemacht? Und wie sieht es mit der Bindungsfähigkeit aus, ich beschicke einen Eheim Topf mit meinem Beckenwasser in dem Silicarbon „frei schwebend“ also nicht gepresste eingebracht ist. Der Filter leistet ca. 360 l/h sollte das Wasser am Ausgang des Filters nicht Null Silikat haben? Ich kann kaum einen unterschied zwischen Beckenwasser und Filterwasser erkennen, dazu kommt natürlich das Problem das die Test nicht gut abzulesen sind, insbesondere Salifert.
    Wie sind eure Erfahrungen mit der Wirksamkeit und Bindungsfähigkeit von Silicarbon im Topffilter.

    4. Kieselalgen verhalten

    Ich erkenne bei meine Kieselalgen die hauptsächlich den „schönen“ weißen Bodengrund besetzen, wahrscheinlich gerade weil er weiß ist?? Darüber hinaus fällt auf das sie stark umströmte stellen bevorzugen und dort schneller wachsen. Das sie sich eine Stunde vor „Dämmerung“ in den Bodengrund zurück ziehen, auch die geringe menge an Algen auf dem Gestein wird sichtlich weniger, ich weiß auch dieser Sachverhalt wurde diskutier, jedoch auch ohne Ergebnis. Am Morgen noch vor Zündung der HQI kommen die Algen wieder in selber stärke hervor. Sie haben also eine ausgeprägten Tag-Nachrücktmus. Warum??

    5. Silikat der Grund oder nur eine Komponente

    Eine weitere Frage die wenig diskutiert wurde ist die ob Silikate wirklich der Grund sind oder nur eine nötige Komponente. Gibt es noch andere Faktoren die den Kieselalgen das Leben im Becken erst ermöglichen? Bricht in ein funktionierendes System nach Eintrag von Silikaten ebenfalls eine Plage aus, oder führen andere Faktoren im Becken die Suboptimal sind zum ausbrechen der Kieselalgen, wenn die nötigen Silikate geboten werden??


    Ich weiß das viele Aspekte meiner Fragen schon mal diskutiert wurden, ich habe alles zum Thema Silikate und Kieselalgen gelesen, was nicht einfach ist, da die Kieselalgen – Cyannoproblematik das nicht gerade einfach macht die vielen Informationen und Lösungsansätze genau einem „Feind“ zuzuordnen. Es geht mir hier dennoch nur um die besagte Kieselalge. Und ich bin der Meinung das viele wichtige Fragen zu diesem Thema in früheren Diskussionen offen und unbeantwortet geblieben sind. Darum hier noch mal dieser Thread. Ich kann verstehen das diese Thema einigen insbesondere den Experten die damit kein Problem haben zu den Ohren herauskommt, aber seit euch versichert den „Neulingen“ ist das Thema noch nicht über. Also bitte ich auch um die Beteiligung der Experten.

    Vielen dank im voraus!

    Mit freundlichen Grüßen

    Marc

  • Hallo Marc,
    zu den Tests, die übliche Schwankung, ob alter Test oder neuer Test.
    Ein Grund für erhöhten Silikatgehalt kann ein erschöpftes Harz des Vollentsalzers sein, ein weiterer Grund im verwendeten Salz, ein weiterer Grund im eingebrachten Gestein.
    Zum Salz: vor einigen Wochen setzte ich neues Wasser an. Si-Wert des aufbereiteten Wassers: 0!
    Teures Markensalz dazu, der Si-Wert nach Messung 0,75 mg/l !!!
    So kann's gehen, dann folgt eben der Einsatz von Silikarbon. Aber auch hier ist zu beachten, nach eigenen Tests: die maximale Aufnahmefähigkeit von Si wird es mit Silikarbon nie geben (bei MW-Einsatz).
    Das Medium erreicht meist nicht mal die Hälfte des angegeben Wertes.

    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Hallo Marc,

    erstmal auf die schnelle eine kurze gegen Frage: Bist sicher um welche Algen Art es sich handelt?

    Hast du jemandem die Algen Mikrospopieren und bestimmen lassen?

    Zwischen Kieselalgen aund Caynos ist ja doch ein deutlicher Unterschied.

    Desweiteren würde ich auf jedem Fall einmal versuchen Klarheit in den Silikatwert zubekommen. Vielleicht mal ein Labor messen lassen.

    Silikat kann meiner Meinung nach auch durch den Bodengrund eingebracht werden. Was für eine Bodengrund Material wurde denn verwendet?

    Nimm doch mal eine Porbe des Boden, bringe diese in 1 Liter Osmosewasser. Beim Osmosewasser vorher den SI Wert bestimmen, das ganze dann 24-48 Stunden stehen lassen, und erneut messen. Erhöht sich der Wert, hast du zumindest einen Kandiaten gefunden.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Stefan!

    Tja ob ein test nu neu oder alt ist? Wer weiß das schon ich habe weder auf dem Salifert noch auf dem Red Sea ein Herstelldatum gefunden. Leider!!

    Das Salz könnte eine Quelle sein muss ich mal Testen wenn ich neue Teste habe! Ich habe mein Becken befüllt mir Crysatl Reef und benutze nun Tropic Marin Salz.

    Ich hätte erwartet das Silicarbon im Bindungsvermögen wenigstens so gut ist das wenn ich einen Topffilter beschicke das der auslauf Silikatfrei ist. Von der Maximalen aufnahmemenge 4000 mg pro Liter habe ich onehin nicht alzuviel erwartet. Bei meine nicht mal 200l wären das auch immerhin 20 mg/l Wasser gewesen. Also wäre ich mit einem 10 der Kapazität noch mehr als gut bedient!

    Zum Thema Gestein gibt es Gestein das Silikate auslöst??

  • Hallo Marc

    Zitat

    Original von Marc P.
    1. Silikat Testen.

    Ich habe einen Test von Red Sea und einen von Salifert, die Werte unterscheiden sich dramatisch, laut Salifert 0,25 - 0,5 laut Red Sea 1,0 –2,0 bei der Selben Wasserprobe. Im Grunde könnte mir der Wert ja egal sein, da ich spätestens dann feststellen werde wenn die Silikate weg sind wenn die Kieselalgen verschwinden. Trotzdem Fragwürdig, hat schon mal jemand ähnliche Beobachtungen gemacht.?


    Die Tests geben einem sowieso nur die Richtung vor. Abweichungen können viele Gründe haben, Lagerzeit Lagerung Verwendung des Tests und die Sorgfallt dabei usw.

    Zitat

    Original von Marc P.
    2. Silikat Eintrag.

    Wie kann Silikat in mein Becken gelangen? Ich habe mein Wasser bei Erstbefüllung mit Vollentsalztem Wasser angesetzt, musste jedoch nach den ersten Kieselalgen und dem ersten Silikat test, feststellen das doch Silikat in meinem Becken war!?!? Dann nachdem die Silikate auf NN waren und die Kieselalgen den Rückzug antraten, ging vor drei Wochen alles wieder von vorne los. Ich fülle mein Wasser eigentlich immer mit Osmosewasser auf das durch eine Reinstwasserfilter gegangen ist auf. Ich erstelle es nicht selbst, ich beziehe es kostenlos. Ich habe auch keinen Grund an dem Wasser zu zweifeln und Stichproben beim Silikatwert der NN ist bestätigen das. Meine Frage wie gelangt das Silikat in mein System? Sind andere Quellen bekannt?


    Mögliche Eintragsquellen neben dem Wasser, Bodengrund Deko das Salz und auch in geringen Mengen dasFutter.


    Zitat

    Original von Marc P.
    3. Silicarbon

    Die Frage wie lange Silicarbon nun haltbar ist falls es nicht vorher „voll“ ist wurde zwar diskutiert, aber eine hinreichende Antwort kam nicht zu Tage. Aber das könnte man ja messen wenn man eine zufalässigen test hätte, sieh Frage 1. Hat irgendwer Erfahrungen damit gemacht? Und wie sieht es mit der Bindungsfähigkeit aus, ich beschicke einen Eheim Topf mit meinem Beckenwasser in dem Silicarbon „frei schwebend“ also nicht gepresste eingebracht ist. Der Filter leistet ca. 360 l/h sollte das Wasser am Ausgang des Filters nicht Null Silikat haben?

    Nein, auch nach dem Filterdurhgang ist nicht alles abgebunden


    Zitat

    Original von Marc P.
    Ich kann kaum einen unterschied zwischen Beckenwasser und Filterwasser erkennen, dazu kommt natürlich das Problem das die Test nicht gut abzulesen sind, insbesondere Salifert.
    Wie sind eure Erfahrungen mit der Wirksamkeit und Bindungsfähigkeit von Silicarbon im Topffilter.

    Kann mich da nur anderen Aussagen anschließen, selbst bei optimaler Anströmung ist aufgrund der Gegebenheiten (physikalisch/chemisch) meist nur 50% der möglichen Kapazität erreichbar.


    Zitat

    Original von Marc P.
    4. Kieselalgen verhalten

    Ich erkenne bei meine Kieselalgen die hauptsächlich den „schönen“ weißen Bodengrund besetzen, wahrscheinlich gerade weil er weiß ist?? Darüber hinaus fällt auf das sie stark umströmte stellen bevorzugen und dort schneller wachsen. Das sie sich eine Stunde vor „Dämmerung“ in den Bodengrund zurück ziehen, auch die geringe menge an Algen auf dem Gestein wird sichtlich weniger, ich weiß auch dieser Sachverhalt wurde diskutier, jedoch auch ohne Ergebnis. Am Morgen noch vor Zündung der HQI kommen die Algen wieder in selber stärke hervor. Sie haben also eine ausgeprägten Tag-Nachrücktmus. Warum??

    Die Kieselalge an sich gibt es nicht. Weiter ist es so das in den Aquarien immer Mischungen aus Kiesel Blu und Grünalgen vorkommen. Vor daher ist das unterschiediche Verhalten leicht zu verstehen.

    Zitat

    Original von Marc P.
    5. Silikat der Grund oder nur eine Komponente

    Eine weitere Frage die wenig diskutiert wurde ist die ob Silikate wirklich der Grund sind oder nur eine nötige Komponente. Gibt es noch andere Faktoren die den Kieselalgen das Leben im Becken erst ermöglichen? Bricht in ein funktionierendes System nach Eintrag von Silikaten ebenfalls eine Plage aus, oder führen andere Faktoren im Becken die Suboptimal sind zum ausbrechen der Kieselalgen, wenn die nötigen Silikate geboten werden??

    Es müßen alle benötigten Nährstoffe in ausreichenden Mengen vorliegen. Bei Kieselalgen ist aber für den Baustoffwecsel Silikat zwingend notwendig. Wenn die Nährstffe nicht anderweitig schnell genug gebraucht werdn kann auch in einem "funktionierenden" System nach Silicateintrag ein vermehrtes Wachstum von Kieselalgen festgestellt werden.

  • auch ich war ein geplagter.
    ich hab dann sofort alles ausprobiert, was im allgemeinen empfohlen wird. ich hab mich totgemessen, mikroskopiert, verdunkelt, nährstoffe erhöht, die abschäumung reduziert, silicarbon eingebracht.
    im endeffekt haben alle lösungsvorschläge (von denen ich nur einige genannt habe) nur kurze oder geringe wirkungen gehabt.
    durch unsere glasaquarien ( auch aus dem glas kann das silikat stammen) und den dauernden eintrag von silikaten durch wasserwechsel glaube (!!) ich nicht mehr, das das silikat die ursache sein kann oder dies zumindest nur für eine kurze zeit ist.

    daher habe ich mich vor monaten entschieden keine weiteren maßnahmen zur beseitigung zu unternehmen und das becken einfach sich selbst zu überlassen.
    dazu gehörte auch der wasserwechsel -- nur verdunstungswasser wurde ersetzt. und siehe da --nach 3 monaten war es geschafft. nichts mehr - nur noch weisser bodengrund !! ich habe nun wieder mit dem wasserwechsel begonnen. selbst bei einem 30% igen p.m. hat es nicht zu einem erneuten wachstum geführt. ich verwende nur stinknormales osmosewasser ohne zusatzharze.

    was ich nun mit meinen ausführungen sagen will:
    wenn dein becken seit jan. steht, ist es noch sehr jung. ungefähr nach der selben standzeit hatte ich die probleme auch. ich denke das viele der von mir ausprobierten wege zur beseitigung bei anderen becken mit längerer standzeit bestimmt wunderbar funktioniert hätten. bei jedem becken liegt doch ein anderer mikrokosmos vor. das macht die beseitigung so schwer. und wie du auch schon selber festgestellt hast, gibt es zu diesem thema viele wirklich unterschiedlichste meinungen. das zeigt mir einfach, dass wir noch nicht genug darüber wissen und nur beobachtungen austauschen können.

  • @ norman_r

    Sicher hast du recht wenn du sagst das sich das auch von selber regeln wird da mein System noch jung ist, dennoch bin ich bestrebt das Silikat zumindest aus dem System zu entfernen. Und die Quelle zu lokalisieren. Resignieren und denn dingen ihren lauf lassen kann ich immer noch! :winking_face:

    @ Peter Schmiedel

    Nein ich kann mir natürlich nicht sicher sein und ganz ehrlich wenn ich mir hier die Cyanothreads durchlese dann wage ich zu bezweifeln ( nichts für ungut ) das hier irgendjemand mit oder ohne Microskop eine klare und eindeutig belegbare Aussage zu dieser Frage machen kann! Es werden immer schöne Bilder von Microscopaufnahmen an die Beiträge gehängt aber die Meinungen sind dann doch wieder verschieden, da das Erscheinungsbild der Cyano nicht eindeutig und die Bedingungen des auftretens ungeklärt sind. Wenn die Identifiezurung mit Microscop möglich wäre bräuchte man doch nur alle erdeklichen Parameter der Betrofenen ermitteln und vergleichen und müsste so zu einem Wissenschaftlich belegbarten Musster kommen. Da sicher alle so schlau sind und gerade dies nicht passiert ist und auch nicht passieren wird, ist also die Identifiezierung und Ermittlung der Parameter des auftretens nicht so leicht. Ich glaube das nicht die hälfte aller für Cyano gehaltenen "Algen" eben diese sind. Das Gespenst Cyano wirft einen so großen Schatten auf die Meerwassergemeinde das jeder der in seinem Becken einen kleinen schmierigen "Algenbelag" entdekt, sofort an Cyano denkt. Ich glaube da gibt es noch viel zu forschen.

    Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher das ich Kieselalgen habe, da der erste ansturm mit verschwinden der Silikate verschwand und mit wiedererscheinen der Silikate kamen auch die Algen wieder aus ihren löchern. Also war Silikat der Schlüßel, was mich auf Kieselalgen bringt.

    Als Bodengrund verwende ich Korallenbruch.
    Was für ein Bodengrund könnte den Silikate freisetzen??

    Im Grunde ist mir der Genaue wert der Silikate auch egal ich war nur ob des unterschiedes der beiden Teste geschockt. Hauptsache ich kann die Tendenz ablesen, sprich ich sehe ob der gehalt fällt.

    Einmal editiert, zuletzt von Marc P. (15. Mai 2003 um 13:35)

  • Hallo alle zusammen,

    ich muss ehrlich sagen: ich verstehe Eure Aufregung nicht.
    1. was ist schlimm daran, wenn auf der Deko oder dem Bodengrund etwas Kieselalgen sind. Einfach ein paar Schnecken rein und das Problem hat sich erledigt. Kieselalgen an der Scheibe finde ich sogar wunderbar: mit nem Magnetscheibenreiniger entfernen und die Filtrierer freuen sich. Denn Kieselalgen sind ein hervorragendes Futter.
    2. Niedere Tiere können sich von Kieselalgen sehr gut befreien.
    3. Ein Sanddollar oder eine Grundel, die Sand frist, ggf. eine Seegurke die Sand frist und dein Bodengrund ist wieder weiß. Und wenn Du immer schön Silikate nachdosierst, hast Du ein kostenloses und gutes Futter für diese Tiere.

    Lass die Kieselalgen wachsen und besorge Dir ein paar Kieselalgenverbraucher.

    Mit salzigen Grüßen

    Michael R-S

  • Hallo Michael,

    die Sache mit den Schnecken macht ja Sinn nur habe ich meine gerade aus meinem Becken verband da sie die dumme angewonheit hatten meine Steinkorallen umzuwerfen, weil die Schnecken immer versuchen ihr Schneckenhaus durch die kleinsten lücken zu ziehen.

    Schlimm daran ist nichts solange es nur ein paar sind, aber mit der Zeit wird die Population immer größer wenn die Ursache für den Silikateintrag nicht gefunden und unterbunden wird. "Niedere Tiere" können sich bedingt gut von Kieselalgen befreien aber es gibt viele die darauf garnicht so gut ragieren, selbst Lederkorallen werden gezwungen sich sehr häufig zu häuten. Darüberhinaus, fürht starkes Kieselalgen wachstum zu einer Sauerstoffsätigung im Wasser, draum auch die Blasen auf den Algen. Wenn dann die Strömungspumpen unterdruck ziehen (Schnellfilter) und jede menge kleine Suaerstoffbläschen gelangen ins freie Wasser, was den Korallen und den Fischen auch nicht gerade behagt. Von der Sauerstoffsätigung mal ganz zu schweigen.
    Also die Folgen der Kieselalgen sind größer als nur ein paar braune flecken im Becken. Das hängt immer von der Menge der Algen ab. Und selbst die stören das Auge.

  • du wirst deine kieselalgen nie 100 % ig los. dosier doch mal deine spuries über - dann wirdst du sehen, dass genau an den stellen, wo du immer schon probleme hattest, alles für eine gewisse zeit (teilweise nur wenige tage) alles beim alten ist. da ich die spuries getrennt zugebe, kann ich feststellen dass bei einer überdosierung von jod die kieselalgen sofort in gewohnter stärke wieder da sind. also müssen kieselalgen immer da sein. nur sind die mengen dann nicht so groß, dass sie besonders auffallen. da dies nur bei mir bei der jod-dosierung auftritt, verliere ich so langsam den glauben an den silikat-bösewicht...
    viele grüße
    norman

    p.s. zu deinem posting: resigniert habe ich nicht. nur wenn das silikat nicht die lösung ist - machst du die eine arbeit, die evtl deinem becken schadet. jeder eingriff mit chemie oder sonstigen zerstört meist mehr, als er verbessert.
    ich, wie gesagt hatte die selben probleme zur selben zeit. lasse einfach ruhe walten. wenn ich da so an meine ersten monate als meerwasseraq. denke, war ich auch immer zu ungeduldig. irgendwann bekommt man dann die erkenntnis, ohne einen geht es besser. wenn man nicht komplette schieflagen hat, die ein eingreifen erforderlich machen...

    meine lösung kommt dem abschalten des abschäumers ja sehr nahe - nur dass hab ich nie übers herz gebracht.

  • Jaaa, Du hast recht. Eingige Schnecken versteigen sich oft zu der Hoffnung ein Bulldozer zu sein :smiling_face: Ich kenne das auch von meinen Turbos. Habe dem Problem durch Kleber und Plastikschrauben abgeholfen. Und wenn Sie mal doch eine verschoben oder umgeschubst haben, richte ich sie wieder auf. Aber Turbos o.ä. meinte ich auch nicht. Es gibt eine Menge weiterer Schnecken wie Seehase, Kauri und ne nette Art von der ich noch nicht mal den Namen weiß, die keine Bulldozer sind und die Kieselalgen hervorragend in Schach halten.
    Lederkorallen häuten sich natürlich öfters, wenn Sie von Kieselalgen überwachsen wurden. Wenn Sie es aber nicht jeden Tag tun, was ist so schlimm daran?
    Ähnliche Frage habe ich zu der Sauerstoffsättigung. Was ist so schlimm daran, wenn das Wasser mit Sauerstoff gesättigt ist? Eigentlich dachte ich immer, dass sei gut!
    Und die kleinen Luftblasen: Fische und Korallen aus der Brandungs- oder Dünungszone bekommen weit mehr Sauerstoffblasen ab. Außerdem hast Du diese exorbitante Sauerstoffblasenentwicklung nicht, wenn die Algen vorher in den irgendwelchen Mägen landen. Auch das optische Problem ist damit (fast) gelöst.
    Das beste an dieser biologischen Bekämpfung ist aber: Sie kostet Dich keine Zeit.
    Wo ich Dir aber uneingeschränkt zustimmen muss, ist in solchen Fällen, wenn das Becken nur noch braun ist und die Kieselalgen wirklich alles mit atemberaubender Geschwindigkeit überwachsen. Dann helfen auch keine biologischen Bekämpfungstaktiken mehr und man muss die Ursache schnellstmöglich beseitigen.

    Mit salzigen Grüßen

    MichaelHH

  • Hy,

    Sanddollar? Sind die in einem Riffbecken haltbar? Wo bekommt man die her? In Florida an meinem Lieblingsstrand sind die zwar, aber ausfuehren ist wohl nicht so einfach ..

    Gruß

    Roger

  • Zitat

    Original von Dunkelzahn
    Hy,

    Sanddollar? Sind die in einem Riffbecken haltbar? Wo bekommt man die her? In Florida an meinem Lieblingsstrand sind die zwar, aber ausfuehren ist wohl nicht so einfach ..

    Gruß

    Roger


    Hi Roger

    Der Philipipnische Exportuer Fauna Marin hat die auf der Liste. Zumindest einer der beiden großen Stuttgarter Händler bezieht von denen. Frag mal nach.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • @ norman_r

    Hallo!

    Ich möchte nicht in abrede stellen das auch andere Faktoren, eventuel Spuries, das wachstum der Kieselagen begünstigen, nur es ist doch wohl unumstritten das Silikat auf Kieselalgen limitierend wirkt.
    Jod zu limitieren wäre wohl nicht so günstig, wärend Silikat so schnell niemand deiner Tiere vermissen wird.

    Brandungszohne hin oder her ich kann dir sagen das meine Tiere sich mit weniger Sauerstoffblasen im Wasser wesentlich wohler fühlen, so meine Beobachtung. Und es gibt eine Reihe von Steinis die durchaus sehr empfindlich auf Kieselalgen wuchs ragieren, zum Beispiel meine Blasenkoralle die steht da garnicht drauf, je mehr Algen wachsen desto kleiner die Blasen.

    Ich bin der Meinung Kieselalgen müssen nicht sein, und Algenfresser sind auch keine Lösung, ich möchte nicht die Symptome behandeln sondern die Ursache beseitigen. Aber das ist meine Meinung. Was die Sache mit dem Eingriff in das System angeht. Unsere Aquarien sind im vergleich zum Natürlichen Lebensraum ein so kleines Biotop das OHNE eingriffe von aussen nicht lange optimal laufen wird. Aber das ist meine Meinung.

    Zurück zu meinen Kieselalgen, nach dem ich das Silicarbon in meinem Filter nach einer Woche nach dem das ausgangswasser keinen unterschied im Silikatgehalt zum Beckenwasser mehr hatte habe ich es am WE erneuert. Das Silicarbon hat also im Topffilter 1 Woche gehalten, Ich hatte übrigens 3 Pakete im einsatz, was laut hersteller 3 x 4000 mg Kapazität bedeuten würde, da mein Wasser immernoch Silikate aufwies, müsste ich rein rechnerrisch bei 200 l Wasser über 6 mg / l Silikat gehapt haben, Salifert zeigte aber nur 0,25 - 0,5 und Red Sea 1-2, wobei einer neuer Salifert Test den Salifert Wert bestätigte habe ich den Red Sea Test beseitigt. So 6 mg / l schein mir nicht haltbar zu sein, also scheint die Kapazität in meinem Becken deutlich unter 4000 mg / Liter Silicarbon zu liegen.

    Wie dem auch sei am WE 10 % Wasser mit Silikatfreiem Salzwasser gemacht, Tropic Marin nach Salifert Test 0 Silikate, und nach 3 Tagen Silicarbon die Zweite. wieß mein Wasser gestern einen Silikatwert von Null nach Salifert aus. Das Algenwachstum ist stark verlangsamt aber noch nicht ganz gestoppt, also sind immer noch wenige Silikate unter der Nachweisßgrenze des Salifert Tests im Wasser, aber die kriege ich auch noch! :winking_face: In meinem Fall bewirkt also eine Limitierung der Silikate eine starke Verlangsamung des Kieselalgenwachstumd und ich hoffe das in den nächsten Tagen die Algen den Rückzug antreten und aus dem sichtbaren Bereich verschwinden.

    Über die "plötzliche" Verringerung des Silikatgehaltes mit der Zweiten Silicarbon Füllung (ebenfalls 3 Pakete) hat mich doch einigermassen überrascht nach der Wirksamkeit der ersten Füllung habe ich gedacht das es noch Wochen dauern würde den Wert auf Null zu drücken. Was habe ich beim Zweiten anders gemacht? Ich habe das Silicarbon nicht ganz so gründlich ausgewaschen. ( Das Auswaschwasser (Destwasser) war nicht ganz klar wie beim ersten mal). Vieleicht sollte man das Auswaschen nicht so sehr übertreiben. Das Silicarbon hat im Becken zu keinerlei Trübung geführt und alle Korallen weich und Steinis stehen nach wie vor sehr gut. Keine Negativen effekte feststellbar.

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