• Hallo Zusammen,

    Mit 2 Sorten Algen habe ich momentan zu kämpfen. Einmal zeigte sich im Sonneneinstrahlungsbereich eine schwarze Alge, die relativ schnell Sauerstoffblasen abgibt. Beim mechanischen Entfernen zeigte sich, das diese wie ein Film auf dem Gestein liegt und sich entsprechend leicht entfernen läßt. Aus dem Becken auf ein weißes Papier gelegt verfärbt sich dies sehr schnell rot. Nachdem die Sonne inzwischen steiler am Himmel steht und das Becken nicht mehr direkt angestrahlt wird, scheinen sich diese Algen auch nicht mehr nachzubilden. Trotzdem hätte ich gerne gewußt ob mir jemand sagen kann, um was es sich hier genau handelt.
    Das zweite Problem betrifft ausschließlich den Strömungsbereich der Umwälzpumpen bzw. dem Wasser aus dem Technikbecken. HIer bildet sich seit geraumer Zeit sowohl auf den Steinen als auch auf dem Korallengrund ein dünner brauner Film. Wie läßt sich dieser erklären bzw. entfernen ??

    Berliner System, Cyclon AS 1000 als Innenabschäumer, Giesemann Moonlight 2.x 150 W HQI, 4 x 80 W T5, 3 Tunze Stream mit Multicontroller

  • Hallo,

    ich würde jetzt zwar Tippen, das die dunklen Algen Cyanobakterien sind und die braunen Kieselalgen. Um eine genaue Aussage zu treffen sind aber ein Paar mehr information nötig:

    Wie lange steht das Becken?
    Wie sidn die Wasserwerte? (wegender Algen vor allem No3, Po4, Si und Dichte)
    Mit welchem Test werden die Werte ermittelt?
    Wie wird die Dichte gemessen?

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,
    sehe es wie Peter.
    Wenn die dunklen Algen einen roten Farbstoff abgeben, dann sind es sicher Cyanos.

    Wenn unser Silikatfilter voll ist, dann bilden sich bei mir auch braune Algenbeläge dort, wo der Pumpenstrahl auf die Scheibe prallt.

  • Hallo Peter,

    folgende Werte habe ich gemessen: Ich weiß zwar dass Ihr alle mit Salifert gemessen haben wollt, jedoch will ich erst meine alten Teste aufbrauchen.

    Phosphat (Tropic Marin) 0,05 - 0,01 mg/l
    Nitrat (Sera) 0 mg/l
    Dichte: 1,022 mit Spindel
    Silikat (Red Sea) 1 mg/l
    Das Becken steht nun nicht ganz 5 Monaten.

    Nachdem ich von unserer Gemeinde die Analyse des Trinkwassers erhielt (z. B. 10,3 mg/l Silikat, 0,6 mg/l Phosphat) habe ich seit 3 Monaten eine Umkehrosmoseanlage mit nachgeschaltetem Silikatfilter in Betrieb.

    Robby

    Berliner System, Cyclon AS 1000 als Innenabschäumer, Giesemann Moonlight 2.x 150 W HQI, 4 x 80 W T5, 3 Tunze Stream mit Multicontroller

  • Hallo robby :smiling_face:

    Da du nach dem Red Sea Test noch 1,0 mg Silicat im Wasser hast würde ich Dir empfehlen eine Packung Silcarbon (Aquaconnect) einzusetzen um dieses zu entfernen.
    Schon 0,4 mg reichen für 4 Wochen braune Beläge...

    Gut ist das du dein Nachfüll und Wechselwasser nun ohne Silicat zuführst. Denn dann sollte das Thema braune Beläge zu Ende sein.

  • Vielen Dank für den Tipp,

    was gibt es den für ein Mittel gegen die Cyanobakterien ???

    Robby

    Berliner System, Cyclon AS 1000 als Innenabschäumer, Giesemann Moonlight 2.x 150 W HQI, 4 x 80 W T5, 3 Tunze Stream mit Multicontroller

  • Hallo Robby :smiling_face:

    so direkt geantwortet: keines

    Ich meine es ist doch so das es bei manchen klappt eine Änderung in der Biologie herbeizurühren.
    Bei manchen klappt das aber auch nicht. So kann man eigentlich nur hoffen :smiling_face:
    Wir haben damals mehmals recht grosszügig abgesaugt, mehrfach eine Überdosis Easy Life zugegeben, und zwei Phalaena eingesetzt. Und schwubs weg waren sie.
    Ich kenne aber andere Erlebnisse wo manche Aquarianer alles versucht haben und es sehr lange gedauert hat. In der Regel sollte man alle Werte auf das richtige Niveau bringen, und dann Geduld mitbringen. Dazu gehört auch das die Brenner nicht so alt sind :smiling_face:
    viele dinge die man ändert können dann verantworlich sein eben diese Änderung herbeizuführen so das andere Bakterien sich wieder durchsetzen und die andern eben stagnieren.

  • Torsten hat folgende Erfahrung gemacht:

    Zitat

    Original von torsten
    Hallo,
    bei mir hat vor längerer Zeit mal das Mittel "anti-red" geholfen. Innerhalb von Minuten! verschwanden die Cyanos. Allerdings ist die Dosierung peinlich genau einzuhalten und die Cyanos sind vor der Anwendung größtenteils abzusaugen. Denn sonst kann es zu Todesfällen, besonders bei Stachelhäutern kommen. Bei mir ging alles gut, aber es gibt eben auch gegenteilige Erfahrungen. Manchmal scheint das Motto: "Viel hilft viel", das größte Übel zu sein. Ansonsten sind die Cyanos viel zu anpassungsfähig und artenreich? , um ein Patentrezept in Sachen Wasser und Schadstoffverminderung als schlüssig zu betrachten. Wie schon von Robert bemerkt, reicht manchmal ein neuer Brenner und das Problem löst sich, aber eben nicht immer.....
    Stören,stören und ein klein wenig experimentieren, in Bezug auf die Wasserwerte, mehr scheint außer der chemischen Keule nicht möglich. Leider ist das so! Bleibt noch zu erwähnen, dass nach der Beseitigung der Cyanos durch das "anti-red" vermehrt Schmieralgen und Fadenalgen auftraten....aber das war dann leichter in den Griff zu bekommen, als die Cyanos. Mag sein, das meine Ausführungen nicht befriedigen, aber wer behauptet das ultimative Rezept gegen jede Cyano präsentieren zu können, ist meiner Meinung nach unseriös, weil das Problem viel zu komplex und teilweise unerforscht ist.

    Gruß,
    Torsten


    Hab dann mal eingegriffen :smiling_face:

    Grüße und schönen Tag
    Peter

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