Welche Rücklaufpume bei Innenfilter?

  • Hallo zusammen!

    Was für eine Rücklaufpumpe ist sinnvoll, wenn es um den Durchfluss in einemeingeklebten Innenfilter geht, also im Grunde kein Höhenunterschied zu überwinden ist?
    Der Wasserstandsunterschied zwischen Pumpenabteil und Aquarium kommt eigentlich nur durch das Gefälle zustande, dass beim Durchfluss durch den Filter entsteht, also vielleicht 3-4cm.
    Auch bei Verdunstung würde der Unterschied nicht größer als max. ca. 10cm sein, da spätestens dann die Auffüllung anspringt.
    Als Durchfluss bräuchte ich 5.000l.

    Ich denke, es sollte da andere Möglichkeiten geben als nur Pumpen, die auch 1-2m problemlos überwinden.
    Ich dachte schon an eine Bohrung in der Scheibe, mit einer normalen Strömungspumpe davor.

  • Hallo Willi,

    Strömungspumpen sind nicht dafür ausgelegt einen Gegendruck zu überwinden, wenn es auch nur wenig ist, daher würde ich eher zu einer richtigen Förderpumpe raten. In deinem Fall kannst du auch eine Pumpe nehmen, die mit max. 5m[h]3[/h]*h[h]-1[/h] angegeben wird. Für den Fall mit einer deutlichen Höhendifferenz wäre ja ein Blick in die Pumpenkennlinie nötig und entsprechend ein stärkeres Modell zu wählen. Daher ist deine Pumpe durchaus sparsamer als im klassischen Fall.

    Gruß
    Benjamin

  • Dann dazu noch ein anderer Gedanke.
    In einem Mud/Algenfilter leben viele Kleintierchen. Die hätte ich jetzt gerne auch im Beckenteil, ohne dass sie vorher geschreddert werden. Der Gedanke mit der Strömungspumpe war auch der, dass sie mir irgendwie planktonschonender aussehen (zugegeben, "aussehen" ohne letztlich Ahnung ist hier ein schwaches Kriterium, aber das wurde mir selbst gerade erst klar...).
    Wie bekomme ich also nicht nur das Wasser wieder zurück, sondern auch das Plankton heil mit rüber?

  • Hallo Willi,

    soll der Schlamm mit in den Innenfilter?
    Wenn nicht, einfach das Filterbecken für den Schlamm über dem Becken platzieren. Dann wird das Wasser aus dem Becken in das Refugium gepumpt und fließt über einen Überlauf zurück ins Becken, planktonschonender geht nicht :smiling_face:

    Wenn der Schlamm im Innenfilter verwendung findet, vielleicht auch so, dann wäre im Technikabteil der höhere Pegel. Oder mehrere Tschechische Luftheber verwenden.

    Edit: Ob ein Organismus die Passage einer Strömungs- oder Förderpumpe überlebt, hängt von den auftretenden Scherkräften am Läufer ab, und diese wiederum von der Drehzahl und Form des Läufers. Daher würde ich rein gefühlsmäßig die Förderpumpen als schonender einstufen.

    Gruß
    Benjamin

    Einmal editiert, zuletzt von Benjaminb (30. Mai 2010 um 10:37)

  • Ein oben liegender Mud/Algenfilter. Das ließe sich überlegen.
    Jetzt bringste mich ans Nachdenken und alle beiherigen Skizzen ans Wanken.
    Gut so!
    Vielleicht ein 2m langes Refugium hinten auf dem Becken, aber nur 10cm breit und gut 10cm hoch, mit einer langen Röhre drüber, wo das Wasser durchfließt, und am Ende per Überlauf wieder raus.
    Einfach zu handhaben und machbar.
    Hmm...

  • Hi,

    Zitat

    Ach so, dazu noch: meinst Du, mit den Lufthebern alleine bekomme ich die nötige Pumpleistung zustande?

    wenn du kaum oder keinen Höhenunterschied überwinden musst, dann sehe ich keinen Grund, wesshalb eine Batterie Luftheber nicht genauso geeignet wären wie andere Strömungspumpen, allerdings sehe ich keine nenneswerten Vorteile. Denn die Membranpumpe braucht mindestens genauso viel Strom, vermutlich noch mehr, die Luftheber benötigen viel Platz, mit ein bis zwei Lufthebern wird es nicht getan sein, und das meiste Plankton übersteht auch die Reise mit der mechanischen Pumpe. Bedenke auch die erhöhte Luftfeuchte, denn der Luftstrom muss irgendwo hin, daher wird dein Becken mehr verdunsten als ohne Luftheber Einsatz (Es wird ständig ungesättigte Luft zugeführt, so das sich kein Konzentrationsgleichgewicht in der Abdeckung einstellen kann).

    Als Förderpumpe für ein höher gelegenes Refugium werden sie sicher nicht zu verwenden sein, also Rückförderung aus dem Innenfilter wären sie jedoch möglich.

    Gruß
    Benjamin

    Einmal editiert, zuletzt von Benjaminb (30. Mai 2010 um 11:42)

  • Ja, ich bin inzwischen bei dem Gedanken angekommen, zusätzlich zur normalen Förderung einen kleinen Luftheber zu installieren. Damit auch das größere Kleinzeug ab und zu durchkommt.
    Aber jetzt muss ich erst einmal die Filteraufteilung neu durchdenken...

    Danke für die Hinweise!
    Ehrlich gesagt, diese Planungsphase und Anlesephase ist hochinteressant und macht Spaß!

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