Filtermedien können Glasrosen abfiltern?

  • Hallo Freunde des Riffaquaristik Hobbys

    Hier meine Idee:

    Mir Glasrosen bewachsene Steine ins Filterbecken auslagern. Hauptbecken leeren und mit neuen Steinen bestücken. Vom Filterbecken zurückfliessendes Wasser durch Filtermatten(?) filtern und so Glasrosen an "neuinfektion" des Hauptbeckens hindern.

    Dieses deswegen, um die Filterwirkung der Steine zu erhalten. Neuinvestition könnte minimiert werden.

    Ich vermute, dass dieses schon probiert wurde und gescheitert ist, da ich von dieser Methode noch nichts gehört habe.

    ?

    Vielleicht hat jemand Ergebnisse dieser Diskussion noch auf dem Schirm ? Über die Suchfunktion kann ich leider nichts finden.

    Wer kennt sich mit Filtermedien genauer aus ? Ich kenne eigentlich nur die blauen Filtermatten und das Filterflies.
    Ein feines (sehr fein?) Filterflies, dass flächig in einem Rahmen montiert wird, um dem verstopfen entgegenzuwirken, könnte jede Woche im Wechsel mit einem anderen bespannten Rahmen getauscht werden.

    Ich glaube das Thema ist grob umrissen. Ich würde mich über Vorschläge bzw. eine Diskussion freuen.

    grüße
    Felix

    Einmal editiert, zuletzt von Haeckel (26. April 2010 um 23:29)

  • Hallo Felix,

    zunächst eine Verständnisfrage:
    Der ganze Aufwand soll dazu dienen, ein glasrosenverseuchtes Becken neu zu starten und die Steine im Technikbecken bzw. in einem Extra-Filterbecken zur Filterung weiterzuverwenden? Und das Wasser soll dann mit einer gesonderten Pumpe ins Becken zurückbefördert werden?

    Da stellt sich mir die Frage, welche Neuinvestition du minimieren möchtest. Fürs Becken willst du ja eh neue Steine haben und ein paar Brocken fürs Technikbecken kosten vermutlich nicht annähernd so viel wie das Material, das du für deine Pläne bräuchtest.

    Bei mir wachsen übrigens ein paar Glasröschen im Hangon-Abschäumer. Das Fadenrad der Pumpe hat sie nicht bremsen können.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo,

    verstehe ich nun auch nicht so ganz, wenn du einzelne Steine raussuchst um die ins Filterbecken zu geben, wie hast du die Garantie, dass auf den Steinen im Hauptbecken nicht noch winzige Glasrosen vorhanden sind die man kaum oder gar nicht sieht? Davon mal ganz abgesehen, dass selbst ein Artemiasieb Glasrosen nicht abhält. eine winzige Glasrose kann sich dünner machen als ein Haar wenn die wo durch will, hab ich getestet :ylol

    Einmal editiert, zuletzt von Wiggy (27. April 2010 um 02:17)

  • Hallo Ingrid

    Zitat

    "zunächst eine Verständnisfrage: Der ganze Aufwand soll dazu dienen, ein glasrosenverseuchtes Becken neu zu starten und die Steine im Technikbecken bzw. in einem Extra-Filterbecken zur Filterung weiterzuverwenden? Und das Wasser soll dann mit einer gesonderten Pumpe ins Becken zurückbefördert werden?"

    Genau das. Die wie auch immer geartete Filterung soll dann vor der Rückförderpumpe installiert werden.

    Die Steine die im Hauptbecken verbaut werden, könnten zB. hauptsächlich aus totem Riffgestein oder Riffkeramik bestehen. Es würde reichen einige wenige Säulen aufzubauen. Außerdem habe ich noch totes Riffgestein rumliegen. Es geht ja darum die Steine als Filter weiter zu verwenden. Zum animpfen würden sicherlich einige wenige Kilos reichen. Glas kleben und Filterbecken bauen ist kein Problem für mich, hunderte von Euros für neue Steine ausgeben wäre aber nicht möglich. :frowning_face:

    Dass die Glasrosen das Fadenrad überleben könnte an der starken Regenerationsfähigkeit der Glasrosen liegen.
    Meine Idee schliesst die Vermutung ein, dass die "fliegenden Winzlinge" immer versuchen sollten sich an einem Gegenstand zu befestigen. Auf einem sehr feinen Flies, Watte, oder ähnlichem das schwach durchströmt wird, sollten sich die Glasrosen ansiedeln ?Auf einem Filter mit großer Oberfläche dürfte der Wasserdruck der die Glasrose durch das Filtermedium schwemmt rel. klein sein. Wenn man sieht wie sich Glasrosen an der Frontscheibe festmachen, scheint deren Fähigkeit sich an jedem Gegenstand festzuhalten groß zu sein. Kann dieses nicht ausgenutzt werden?

    Hallo Wiggy,
    das ist natürlich schon interessant was du da schreibst. Meine Fragen zum Artemiasieb Versuch.
    - Artemiasieb hat 180my ?

    Zitat

    eine winzige Glasrose kann sich dünner machen als ein Haar wenn die wo durch will, hab ich getestet lol


    - Inwiefern war bei diesem Versuch Schwerkraft im Spiel? War die Glasrose noch "mit Wasser gefüllt" ?

    erzähl doch mal ein bisschen mehr über deine Glasrosen Experimente. :winking_face: ......Vielleicht kann ich dann mit gutem gewissen meine Idee verwerfen. .......
    :yidee

    Gruß
    Felix

    Einmal editiert, zuletzt von Haeckel (27. April 2010 um 10:15)

  • Hi,

    die gleichen Gedanken mache ich mir im Moment auch.........
    Fressfeinde wollen bei mir einfach nix bewirken und ich wollte die Steine vorm Umzug ins neue, größere Becken Glasrosenfrei haben.
    Ein Xanthurus Falter, 2 Feilenfische, wurdemannis und seticaudata Garnelen brachten nix.
    Jetzt hab ich seit zwei Tagen einen Chaetodon kleinii auf Leihbasis drin. Dem schmecken auch meine Montiporas besser. An ner Glasrose hab ich ihn noch nicht gesehen.................. :angry_face:

    Da das Lebendgestein gerade mal ein Jahr alt ist, will ich es zumindest im Refugium weiter nutzen.
    Euren Aussagen zufolge, hab ich sie dann aber trotzdem gleich wieder im Hauptbecken, oder?

    Gruß Lars

  • Hallo

    ich habe ab und zu GR in dem Filter klick. So kommen wenigstens keine Glasrosen mehr ins TB. Denn die GR die Ohne Licht stehen haben eine viel höhere Vermehrungsrate. Wenn du nun alle Gr ins TB steckst muss tu echt aufpassen das keine GR ins Hauptbecken kommen. Von LS im TB halte ich generell nichts. Da bleibt nur massig Mulm hängen und alles gammelt vor sich hin.

    Gruß
    André

  • Hallo Riffaquaristik Freunde

    @lars : Bei mir hat der Einsatz von Korallenfutter (Preis) die Glasrosen explodieren lassen. Der Spass am Becken sinkt rapide, nicht weil schon alles überwachsen ist, sondern weil die zukunftsaussichten negativ sind. Wozu kümmern wenn in ein zwei Jahren eh alles vorbei ist und die GR alles überwachsen haben. Ich würde am liebsten alle Korallen vom Gestein wegbrechen und einige auf Substrat befestigte versuchen von GR zu befreien (manuell).

    Auf diese Art wären die eventuell im Hauptbecken verbleibenden GR auch zahlenmäßig sehr wenige. Meine Hoffnung ist, dass die Wurdemmannis mit den sehr wenigen GR besser fertig werden.

    @Andre' : Kannst du etwas genauer beschreiben ....... Hast du das TB komplett gereinigt und durch den Filter eine Neubesiedlung komplett verhindert?

    Wer kennt sich mit diesen Vorfiltern besser aus ? Sind zwar nicht "Flächenfilter" wie sie mir ursprünglich vorschwebten, aber vielleicht auch eine alternativehttp://www.shop-meeresaquaristik.de/product_info.php?info=p8763_TerraNova-Pro-Ersatzfilter-Wonderbag-Large-400-Micron
    Hat jemand Erfahrungen mit diesen Filtern?

    Mit einem funktionierenden Filter könnte man das neue Becken am alten Becken anschliessen und nach und nach gereinigte Ablegersteine in das neue Becken überführen. Wasserwerte bleiben gleich, nur GR bleiben draussen.

    Gruß
    Felix

  • Hi Felix,

    bei mir wars ähnlich!
    Ich hab sie mit Cyclop Eeze, rotem Plankton und Staubfutter von Tropic Marin verwöhnt. :loudly_crying_face:
    Habe wegen meinen Anthias wochenlang über Gebühr gefüttert................
    Naja, wenigstens hats den Fahnenbarschen auch gefallen.

    Ich könnte auch echt kotz.. wenn ich ins Becken schaue. Eben hab ich festgestellt, dass meine Nemenzophyllia Gewebe verliert. Was schaut an der Stelle raus................ne beschi..... Glasrose.

    Der Kleinii bekommt jetzt zwei Wochen Zeit. Er scheint die anderen Korallen nicht so stark zu belästigen wie seine Vorgänger.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt...........

    Werde auch nochmal neue Garnelen von einem anderen Händler einsetzen und Abends nix mehr füttern.
    Evtl. kommen sie dann auf den Geschmack.

    Gruß Lars

    2 Mal editiert, zuletzt von Ari-Atoll (27. April 2010 um 19:43)

  • Hallo,

    ja habe zumindest mein TB komplett von GR gesäubert und kontrolliere auch regelmäßig nach. Im HB habe ich im Moment 4 boggessi und werde noch auf 8 Aufstocken. Zusätzlich setze ich regelmäßig Aiptasia X ein. Wobei mein Becken von den Korallen immer mehr zu gewuchert wird und die GR nicht mehr so gute Siedlungsflächen haben. Ich glaube das mein Becken nie GR frei sein wird. Ich habe 100 % RK und muss mir die Dinger mit Ablegersteinen eingefangen haben. Aber wie gesagt es wird besser. Ich glaube nicht das du mit der ganzen umräum Aktion Erfolg haben wirst. Vieleicht schreibe ich mal ein Buch mein Leben mit GR :grinning_squinting_face: Auf jedenfall sind die kein Grund aufzugeben.

    Gruß
    André

  • Hi,

    der kleinii war ein Reinfall................ :baby:
    Habe ihn nicht einmal an ner Glasrose zupfen sehen.
    Dafür waren fast alle anderen Korallen geschlossen bzw. zeigten keine Polypen mehr.
    Als er dann gestern an meine geliebte Wunderkoralle ging und die heute mit Rückzug und Geweberückgang in der Ecke hing, hab ich ihn wieder rausgefangen.

    Gebe den Krieg aber noch nicht verloren und habe nochmal die Garnelen- Infanterie auf 8 Stück aufgestockt.
    (2x wurdemanni, 5x sedicaudata, 1xR. durbanensis)
    Das Wettrüsten hat begonnen...................... :winking_face_with_tongue:

    Gruß Lars

  • Hallo,

    generell gibt es ein Problem mit Fressfeinden wie den Kleinii. Erstmal ist es nicht so Toll für das Tier ständig umgesetzt zu werden. Zweitens kommen die Glasrosen wieder sobald du den Fisch entfernst. Denn auch der wird nie zu 100% alle GR fressen. Eine winzig kleine GR reicht aus und nach einiger Zeit hast du wieder eine große Population. Ich drück dir die Daumen mit den Garnelen.

    Gruß
    André

  • Hi,

    der kleinii hätte bleiben können wenn er seinen Job halbwegs erledigt hätte. Die eine oder andere angeknabberte Koralle wäre mir da egal gewesen.
    Hätte ihn dann auch mit ins große Becken genommen.
    Umsetzen ist m.M.n. bei Faltern kein großes Problem und geht recht stressfrei.
    Die Falter sind sehr verfressen und lassen sich leicht anlocken und zum Anderen ist es so, dass meine nie ins Riff selber verschwunden sind. Auch wenn das Netz hinter ihnen her war, blieben sie doch immer im sichtbaren Bereich.

    Jetzt noch was zu den Garnelen:
    Es könnte sein, dass die ersten GR fehlen. Bin mir nicht sicher aber ich glaube fast, das es an einer Stelle weniger geworden sind.
    Ich unterstütze sie noch zusätzlich mit Essigessenz.

    Sollte ein anderer Händler in meiner Nähe wieder welche haben, werde ich nochmal 3 aus einer anderen QAuelle einsetzen.

    Gruß Lars

  • Hallo,

    das mit dem Falter war nur ein Hinweis kein Vorwurf. Ich habe auch beobachtet das frisch importierte Garnelen an GR gehen. Die Frage ist nur wie Lange. Immer wenn ich neue Garnelen eingesetzt habe hatte ich auch das Gefühl das die GR weniger werden aber nach einiger Zeit.... Wie gesagt ich drück dir die Daumen.

    Gruß
    André

  • Hallo, mal zu meinem Experiment das ich mit Artemiasieb gemacht hatte.

    Ich brauchte Gralsrosen für meine Berghias und habe ein Plexiglasbecken gebastelt, dass jeweils auf der gegenüberliegenden Seite ein Artemiasieb hatte und das ich in die normale Stömung gehängt hatte. Ich glaubte, dadurch die Glasrosen aus meinem Becken fern halten zu können, aber dennoch gutes Wasser zu haben bei den Glasrosen. In dieses kleine Becken tat ich meine Glasrosen.

    Nach einigen Tagen entdekte ich winzige Glasrosen, die außerhalb des Beckens aus dem Sieb schauten. Ich hab das sofort rausgenommen. Es war aber zu spät. Einige Glasröschen hatten sich wohl schon im Becken verteilt und das nicht wenige.

    Ich hab nun einige Beghias reingesetzt und die Glasrosen nehmen auch wieder rapide ab. Ich hoffe nur, dass ich die Berghias wieder finde wenn die Glasrosen mal restlos weg sind. Sonst müsste ich mutwillig immer wieder welche reinsetzen was ich aber eigentlich garnicht will.

    Ach ja Berghia verrucicornis heißt ja nun Aeolidiella stephanieae.

    Ach ja und bei solch feinen Filtern, gehe ich auch davon aus, dass die sehr schnell verstopft sind, weil doch, wenn auch großflächig einiges an Wasser durchfließt und Schwebestoffe daran haften bleiben.

    Meine Artemiasiebtheorie ging auf alle Fälle so oder so in die Hose.

    Lieben Gruß Wiggy

    2 Mal editiert, zuletzt von Wiggy (3. Mai 2010 um 17:39)

  • Ach ja und bei solch feinen Filtern, gehe ich auch davon aus, dass die sehr schnell verstopft sind, weil doch, wenn auch großflächig einiges an Wasser durchfließt und Schwebestoffe daran haften bleiben.


    Hallo,

    da meine Grundeln immer mal gern alles aufwirbeln, reinige ich den Filter täglich.

    Gruß
    André

  • Hallo,

    vielleicht wäre so eine Art kleiner Trommelfilter, wie er im Teichbau verwendung finden interessant, bestückt mit einem 45 um Sieb könnte man fast alle Schwebstoffe entfernen.

    MfG

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