Entlüftung: Welches Volumen pro Stunde?

  • Hallo miteinander,

    nachdem ich an Heiligabend - bzw. am ersten Weihnachtsfeiertag einen Supergau mit Totalverlust zu beklagen hatte, bin ich gerade dabei meinen Neustart vorzubereiten. In diesem Zusammenhang möchte ich die Gelegenheit gleich nutzen, um das ein oder andere bestehende Problem zu lösen. Zum Beispiel die hohe Luftfeuchtigkeit im Raum und die Überhitzung in meinem Kasten über dem Aquarium.

    Dabei dachte ich, ins nächstgelegene Fenster einen Lüfter einbauen zu lassen, der ca. 1,3 m vom Becken entfernt ist - bzw. das Fenster. Um den Lüfter mit dem Aquarium-Überbau zu verbinden, dachte ich an ein flexibles Alurohr, wie man es für Dunstabzugshauben benutzt.

    Jetzt meine Frage: Welchen Lüftertyp bzw. welche Leistung - sprich m³ pro Stunde ich wählen sollte.

    Das Becken ist 200x90 cm groß - der Überbau nochmal ca. 55 cm hoch - darin ist die Lampe (3 x 250 Watt) eingebaut.

    Sollte man bei der ganzen Angelegenheit auch beachten, dass es sich um "salzhaltige" Luft hält?

    Habe auf der Homepage der Firma maico mal nachgesehen, und festgestellt, dass ein Fensterventilator stolze 500 € kosten soll!

    Wichtig ist mir vor allem mit welcher Abluftleistung ich arbeiten muss, um die starke Abwärme der Lampe zu kompensieren.

    Vielen Dank für Tipps!

    Gruß

    Flo

  • Hallo Flo,

    leider fehlt mir die Erfahrung um auf die Schnelle den Luftbedarf zu berechnen, aber du solltest dir überlegen, ob du nicht einen Wärmetauscher für eine Wärmerückgewinnung integrieren kannst,sonnst musst du im Winter ordendlich Heizen. Die Rohre und der Lüfter sollten wenn möglich aus Kunststoff sein, sonst wird es über kurz oder lang zu Korrosionserscheinungen kommen.

    Gruß
    Benjamin

    Einmal editiert, zuletzt von Benjaminb (9. März 2010 um 00:13)

  • Hallo!

    Das mit dem Wärmetauscher wäre eine tolle Sache, aber ich glaube finanziell doch ein wenig aufwendig, oder? Suche selber zur Zeit einen Luft-Luft- Wärmetauscher für unser kleines Häuschen, um dort die Kaminwärme besser im Haus zu verteilen und Luftfeuchtigkeitsschäden von vornherein auszuschließen. ...habe dabei noch keinen für unter 1500 EUR entdeckt. Glaube wenn man die Wärmeenergie jetzt noch dem Heizkreislauf zuführen will, wird das sicherlich nicht günstiger sein.

    So wie ich das verstanden habe, sind Deine HQI Lampen quasi über dem Aquarium im geschlossenen Schrank verbaut, oder? Denke dass es dort nur deswegen so heiß wird, da sich die Wärme halt aufstaut.
    Glaube nicht, dass Du eine besonders starke Lüftung dafür benötigst, um die Stauwärme abzutransportieren.
    Würde mir da eher gedanken darum machen, dass der Lüfter möglichst leise läuft und nicht stört.

    ...was hältst Du hiervon:
    http://www.marley.de/de/produkte/lu…enzio/index.htm

    Die Dinger liegen im Baumarkt so bei 50-60 EUR. Könntest sie halt nicht so einfach ins Fenster setzen, aber eine Bohrung durch die Wand ist doch eigentlich leicht gemacht und würde optisch sicher noch besser aussehen, wie ein Ventilator im Fenster. Die Förderleistung läge bei denen bei bis zu 95 qm/h, also 1,5 qm pro Minute.
    Wenn der Überbau über Deinem Aquarium 200 x 90 x 55 cm groß ist, dann wäre das ein Volumen von nicht ganz 1 qm, das da von Deinen HQI-Strahlern aufgeheizt wird. Würde heißen, dass der Marley Silenzio den kompletten Luftinhalt über dem Aquarium alle 40 Sekunden komplett austauscht. Denke nicht, dass sich dort dann noch eine so große Hitze stauen würde, oder?
    Glaube auch nicht, dass es an dem Ventilator in absehbarer Zeit Probleme mit der salzhaltigen Luft geben würde.

    Aber habe ich das denn überhaupt richtig verstanden? ...meine wenn der Raum über Deinem Aquarium komplett abgeschlossen ist, dann dürfte es doch auch nicht zum Anstieg der Luftfeuchtigkeit im Wohnraum selber kommen, oder?

    Um generell hohe Luftfeuchtigkeit im Wohnraum zu verhindern, sofern das Aquarium nicht abgedeckt ist, gibt es meines Erachtens nur die Möglichkeit einer Energieaufwendigen Luftentfeuchtung (siehe Bautrockner), oder halt Lüften. Und da beim Lüften halt auch wieder Wärmeenergie des Wohnraumes verloren geht, kämen hier die besagten Luft-Luft- Wärmetauscher in Frage, welche meines Wissens auch von einigen Aquarianern dazu in Gebrauch sind.
    Die Geräte entziehen Dir quasi über ein Rohrsystem die Abluft aus dem Raum, pusten sie nach draussen und holen Dir gefilterte Frischluft von außen über ein weiteres Rohrsystem wieder nach drinnen. Im Gerät selber findet dabei ein Wärmeaustausch zwischen Abluft und Frischluft statt, mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von bis zu 95 %. Damit hättest Du quasi immer saubere (und natürlich die gewünschte trockene) Frischluft in der Wohnung und könntest auf das eigentlich immer empfohlene Stoßlüften durch die Fenster komplett verzichten, wobei Du sogar noch weniger Heizenergie verbrauchen würdest, wie wenn Du zweimal am Tag die Fenster aufreißt.
    In den Geräten selber arbeiten nur Lüfter, die relativ wenig Strom verbrauchen.

    ...hier mal ein Link dazu:
    http://www.vaillant.de/Produkte/Lueft…g-recoVAIR.html

    Gibt die Dinger natürlich auch noch von anderen Herstellern und teilweise auch recht kompakt.

    Beste Grüße,
    Torsten.

  • Hi,

    der hohe Preis der Wärmetauscher hat mich veranlasst, einen selber zu bauen, leider bin ich noch nicht dazu gekommen ihn ein zu bauen, aber der ist so stark überdimensioniert, das ich mir da keine Gedanken mache.
    Gebaut ist er aus PP-Folie mit Kautschuckstreifen als Abstandshalter in einer Styrodurkiste. Evtl. eine Möglichkeit Geld zu sparen.
    Wie schon gesagt kann ich aber noch keine Erfahrungen bezüglich des Wirkungsgrades weitergeben.

    Gruß
    Benjamin

  • Hallo,

    Benjamin....dann mal Fotos und Baunanleitung :grinning_squinting_face: Würde mich auch sehr interressieren da ich auch am überlegen bin.

    Danke dir und liebe Grüße,

    Lars

  • Hi,

    Bauanleitung ist einfach, Folie und am Rand Gummistrifen drauf geklebt, noch ein paar kleine Abstandshalter auf der Fläche, ich mache mal eine Zeichnung, weil ich vergessen habe Fotos zu machen :yrf
    Die Platten werden in zwei Versionen geklebt, mal links nach rechts und rechts nach links (Kreuzgegenstrom)
    Sie sind 1m lang und 0,35m breit. Dicke weiß ich nicht mehr, glaube 0,5mm?
    Die Gummistreifen an der Stirnseite überlappen sich und dienen als Anschlag für eine Trennwand für die beiden Ströme.

    Ich habe für meinen Aquarienraum 100Platten geplant, bei 24m[h]3[/h]/h Luftstrom.
    Die Rechnung finde ich gerade nicht, bin glaube ich von 300% eines vergleichbaren Profigerätes ausgegangen, bei Materialkosten von 80€ für den WT.

    Aber noch mal ausdrücklich, es gibt keine Garantie das das wirklich so funktioniert, und wird noch eine Weile dauern, bis der installiert ist, vorallem da er im Sommer automatisch kalte Kellerluft zum Abkühlen der Zuluft nutzen soll, dazu muss noch die Logo und ein Stellglied fertig gestellt werden.

    Gruß
    Benjamin

  • Hi Benjamin,

    coole Idee und Ausführung. Bei dem Materialaufwand werde ich das doch auch mal testen. Letztendlich ist es mir nicht sooo wichtig wie gut der Wirkungsgrad ist da es mir primär nur darum geht die Feuchte Luft aus dem Keller zu bekommen. Wäre ein netter Nebeneffekt wenn es dabei warm bleibt....also Kellerwarm.

    Danke dir und liebe Grüße,

    Lars :smiling_face:

  • Hallo Lars,

    freut mich wenn dir das helfen sollte.

    Hier noch ein Bild vom Gesamtaufbau

    Wichtig ist übrigens, das die Abstandshalter übereinander liegen, dafür habe ich die Folie einfach auf eine Schablone gelegt, so waren alle Platten identisch.

    Gruß
    Benjamin

  • Hi,

    ah ok danke!! Ja auf jeden fall hast du geholfen. So habe ich nun wieder mal ein neues Projekt was ich angehen kann :grinning_squinting_face:

    grüße,

    Lars

  • Hey Benjamin,

    jetzt bin ich aber platt! :smiling_face: Da suche ich schon so lange nach einem günstigen Wärmetauscher für unser kleines Holzhäuschen, aber auf Selbstbau bin ich noch nicht gekommen. *freu!*
    ...ein Versuch wird es jedenfalls Wert sein!

    Wieso denn aber das Material PP-Folie?! ...sind daraus jetzt Deine Platten, oder wofür verwendest Du PP-Folie? ...müssten die Platten nicht aus dünnen Alu oder Kupfer sein?
    Wie machst Du das denn mit dem anfallendem Kondensat? ...wie bist Du denn auf den Selbstbau gekommen?
    *voller Begeisterung sei!*

    Gruß,
    Torsten.

    PS: Wäre super wenn Du neben den Grafiken noch ein zwei Fotos einsetllen könntest.

  • Hallo Torsten,

    Fotos gibt es wie gesagt noch nicht, erstens weil ich es vergessen habe welche zu machen und zweitens weil erst ein Teil der Platten geklebt wurde. Ausserdem überlege ich noch, ob ich die Gummistreifen nicht weg lassen kann, wenn ich die Platten am Rand durch Tiefziehn umforme und gleich ein Rippenprofil in die Platten bringe, so würde der Wärmeübergang deutlich gesteigert werden, aber die ersten geklebten Testplatten zeigen das es auch so gehen müsste.
    Zum Thema Kunststofffolie zu Metallblech findest du hier ein paar Erklärungen Klick mich

    Der Einfluss der Wärmeleitfähigkeit ist bei so dünnen Wanddicken verschwindend gering und anders als Metall kann Kunststoff nicht Korrodieren.

    Zum Tiefziehen kann ich noch nichts genaues sagen, da ich erst im Sommer, wenn es warm ist, versuchen kann die Folie mittels glühender Kohle oder Heizluftföhn entsprechend zu erwärmen und dann auf einem Lochblech mit dem Rippenprofil aus ??? in Form bringen möchte. Das Lochblech leigt auf einem Holzkasten auf, der durch einen großen Staubsauger Unterdruck erfährt, sobald die warme Folie die Luftzufuhr behindert. Ich weiß aber noch nicht ob das in der Größe auch so funktioniert, habe das nur bei den Modellbauern gesehen, deren Teile passen aber in den Backofen.

    Der Wärmetauscher wird auf die Seite gelegt und leichtes Gefälle haben, so dass das Kondensat raustropft und aufgefangen werden kann, dazu lasse ich an den Platten die unten geschlossen sind einen winzigen Spalt frei, der kleine Bypass Stom sollte zu vernachlässigen sein.

    Auf den Selbstbau bin ich gekommen weil ich als Verfahrenstechnikstudent einiges zu dem Thema gelernt habe und weiß das der Vorgang an sich kein Hexenwerk ist. Eine exakte Auslegung ist natürlich schon aufwendig, aber bei den Metarialpreisen kann man einfach durch Überdimensionierung auf die sichere Seite gehen. Da die Platten auch später wieder auseinander genommen werden können, kann man sie jederzeit um weitere Platten erweitern (falls der Wirkungsgrad noch nicht reicht) und sie leicht reinigen.
    Dazu sollen die Platten zwischen zwei Siebdruckplatten mittels Gewindestangen eingespannnt werden, also eine feste Rück- und Frontplatte die alles zusammendrücken.

    An die Kritiker, ich weiß es geht besser, aber mir macht das selber bauen und experimentieren großen Spass und wenn dann wirklich etwas funktionierendes dabei herauskommt, und in diesem Fall bin ich mir recht sicher, dann ist das doch gut.

    P.S. wenn jemand weiß wie man Kupferrohre über die volle Länge von einem Meter an Alublech oder Kupferblech schweißt/lötet, dann könnte man sogar über den Selbstbau einer Solarthermischen Anlage nachdenken.

    Gruß
    Benjamin

  • Zitat

    Original von Benjaminb
    Der Einfluss der Wärmeleitfähigkeit ist bei so dünnen Wanddicken verschwindend gering und anders als Metall kann Kunststoff nicht Korrodieren.

    Hallo Benjamin,

    das mit der Wärmeleitfähigkeit musst du mir erklären.
    Kunststoff leitet so gut wie keine Wärme, die muss aber von dem einen in das andere Abteil, wie funktioniert das? :yrf

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hi,

    eine ausführliche Erklärung findest du, wenn du auf meinen Link klickst und dort wiederum den ersten Link wählst, dort steht weiter unten ab seite 11 eine Beispielrechnung.

    Kurz gesagt ist es so, dass der Wärmeübergang von Luft zur Wand und von der Wand zur Luft deutlich langsamer abläuft als die Wärmeleitung in der Wand, der Luftübergang ist also der geschwindigkeitsbestimmende Punkt.
    Daher werden auch viele profigeräte für die Hauslüftung aus Kunststoff gefertigt.

    Gruß
    Benjamin

  • Hallo Benjamin,

    das Thema hat mich ja jetzt echt neugierig gemacht. Hab jetzt kapiert, dass die Materialwahl bei so dünnem Material eher vernachlässigbar ist. Da sie ja dennoch minimal vorhanden ist, würde mich interessieren, warum nur Kunststoff mit Alu verglichen wird und nicht auch Kupfer, was meines Wissens ja noch besser Wärme leitet, wie Alu. Ich meine nur so aus Interesse, würde das Kupfer irgendwas an die Luft abgeben, oder warum ist da nicht die Rede von im Vergleich?
    Weiter habe ich jetzt davon gelesen, dass es bei extremen Minus- Außentemperaturen (<-10°C) dazu kommen kann, dass das Kondensat im Lufttauscher einfriert und somit ja schlimmstenfalls den Luftstrom blockieren könnte. ...was hast Du gegen diese Problematik in Deinem Selbstbau angedacht?
    Hab Deinen Link jetzt größtenteils aus Zeitmangel überflogen, was mich noch interessieren würde wäre, ob das Kondensieren in der Abluft eine gewisse Wärmesteigerung zur Folge hat? Ich meine verdunstendes Wasser kühlt. ...dann wäre es ja logisch, dass Wärme frei wird, wenn das Gasförmige Wasser wieder zu Kondensat wird, oder?

    Nun gut, bei uns ist die Prblematik eigentlich folgende:
    Wir haben ein sehr kompaktes Holzhäuschen mit 80qm Wohnflächegekauft (ehemaliges Ferienhaus). Die Grundwärme wird über Strom gehalten, damit nichts einfriert (wirtschaftlich rechnet sich hier mittelfristig kaum etwas anderes). Wenn wir daheim sind läuft der 8kw-Holzkamin. Dieser erzeugt im Wohnzimmer total schnell eine sehr behagliche Wärme von bis zu 40 °C. :yrf
    Gleichzeitig gelangt diese Wärme aber nur sehr langsam in die übrigen Räume das Hauses.
    Obwohl ich mir in einem komplett diffusionsoffenen Holzhaus vermutlich darum keine Gedanken machen müsste, habe ich immer Bedenken um die extreme Luftfeuchtigkeit im Badezimmer nach dem Duschen. Bisher haben wir immer Stoßgelüftet, was diesen Winter, bei bis zu -18°C, echt auch nicht angenehm ist. Das geplante Aquarium wird komplett abgedeckt sein, so dass ich mir hier eher weniger Gedanken mache.
    Dennoch hatte ich jetzt die Idee über einen Luft-Luft- Wärmetausche die feuchte Luft im Badezimmer abzusaugen und die aufgerwärmte Frischeluft wieder ins Schlafzimmer strömen zu lassen. Mit entsprechenden Lüftungsgittern in den Türen hätte ich dann einen Luftkreislauf von Schlafzimmer- Wohnzimmer- Flur- Badezimmer. Im Büro und in der Küche könnte ich dann mittels einfachen Lüftern eine weitere Luftvermischung mit Warmluft erzeugen.
    Versprechen würde ich mir davon halt eine schnelle und gute Wärmeverteilung im ganzen Haus, frische gefilterte und leicht kühlere Luft im Schlafzimmer (da Wirkungsgrad ja < als 100%) und halt keine Sorgen mehr um irgendwelche Luftfeuchtigkeit aus dem Badezimmer.
    Fertige Wärmetauscher waren mir bisher immer zu teuer, sonst hätte ich schon längst einen. Den Selbstbau finde ich daher nun echt interessant.
    ...was hältst Du von meinen Gedanken zum Luft- Luft- Wärmetausche in unserem Fall?

    Gruß,
    Torsten.

  • Hallo Torsten,

    so wie ich es verstehe, baust du dir eine ganz übliche Anlage, da meistens in der Küche und Bad abgesaugt wird und im Wohn- und Schlafzimmer zugeführt wird. Daher sicher eine gute Idee.

    Warum Alu und nicht Kupfer, kann ich auch nicht genau sagen, giftige Stoffe sondert Kupfer sicher auch nicht ab, aber Alu ist erstens leichter (glaube ich?) und vielleicht lässt es sich nicht so gut tiefziehen? Da müsste sich wohl ein echter Maschienbauer zu melden.

    Zum Thema Einfrieren, habe ich mir im Wärmeübertrager keine Gedanken gemacht, da ich im Winter die Luft durch den Keller leite und somit ganzjährig mind. 8°C warme Luft zur Verfügung haben werde, ist halt eine sehr spezielle Konstruktion. Im Sommer kann ich durch mischen von kalter Keller und warmer Aussenluft auch einer Überhitzung entgegenwirken, was ein völlig neues Problem wäre, da der Aquarienraum bisher eher 18°C- max. 20°C aufweist.

    Die Wärme aus dem Kondensat, habe ich in der Wärmebilanz nicht berücksichtigt, ist vermutlich zu vernachlässigen.

    Gruß
    Benjamin

  • Hallo miteinander,

    also mal abseits eurer spannenden Eigenbau-Diskussion möchte ich nochmal zu meinem Anliegen zurückkommen:

    Trotz des Aquarium-Überbaus entweicht natürlich Luftfeuchtigkeit, da der Überbau nicht hermetisch abgedeckt ist. Und vor allem musste ich ja tagsüber bislang die Klappe öffnen, um die Stauhitze der Lampe abzuführen.

    Wärmetauscher kommt für mich nicht in Frage, da ich im Winter nicht heizen muss (genügend Abwärme von verschiedenen Geräten und Beleuchtung) und im Sommer eher kühlen muss.

    Wanddurchbruch ist bautechnisch nicht möglich, da der Raum, in dem sich die Rückseite des Aquariums befindet, rel. klein ist und zur Fensterseite zwei Fenster sind, dazwischen jeweils nur schmale Wände. Fenstertausch ist für mich kostentechnisch günstiger und optisch besser zu realisieren.

    Durch eine ausreichende Abluftwirkung möchte ich die Heizwirkung der Beckenbeleuchtung regulieren. Von daher denke ich sollte die Abluftleistung schon recht hoch sein.
    Ich habe mit einem namhaften Lüfter-Hersteller telefoniert, und dort hat man mir eine Berechnung erstellt, mit der ich eine Abluftwirkung von 100 m³/h brauche, um den Raum über dem Becken bei einer angenommen Heizleistung der 3x250 W (sprich 750 W) so zu reduzieren, dass die Beckentemperatur bei 26 °C konstant bleibt. Dabei aber die Verallgemeinerung unterstellt, dass die komplette Lichtleistung in Wärme abgegeben würde.

    Gruß

    Flo

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