Wie später Ca + Mg zudosieren, oder überhaupt?!

  • Hallo Forum!

    Zerbreche mir in meiner Planungsphase im Moment den Kopf, wie ich Calcium zudosieren sollte.
    Geplant ist ein Hauptbecken mit großzügigem Technikbecken mit Miracle Mud und ein angeschlossenes Artenbecken. Grob geschätzt wird das gesamte Netto- Wasservolumen wohl so um die 1000l liegen.

    Mit wurde schon geschrieben, dass ich als Meerwassereinsteiger mit entsprechenden EInsteiger- Besatz erstmal abwarten sollte, ob ich überhaupt zudosieren muss.
    Da meine Planungen aber möglichst abschließend sein sollten, möchte ich natürlich eine entsprechende Möglichkeit offen lassen, später zudosieren zu können. ...zumal sich der Tierbesatz ja auchmal ändern kann, bei steigender Erfahrung.

    Von Kalkwasserzugabe mittels Kalkrührer bin ich nicht so überzeugt. Balling mag einfach klingen, aber für mich als Einsteiger finde ich es doch noch irgendwie zu kompliziert. Einen Kalkreaktor finde ich bisher noch die beste Lösung, zumal das ganze System möglichst pflegeleicht ausgerichtet sein soll.
    Wie sehe denn das ganze aus, wenn man recht hohe Wasserwechsel macht?
    ...geplant ist ein automatischer, täglicher Wasserwechsel über Dosierpumpen. Wenn ich täglich 10 l wechseln würde, wären das monatlich 300 l bei verm. 1000 l Nettovolumen, also 30 %. Mehr wie die 20 % von den ich oft lese, aber ich denke wenn ich den Wasserwechsel so häufig mache, wird rein theoretisch ja auch immer ein Teil recht frisches Wasser mitgewechselt, dass sich am Tag zuvor ja natürlich mit dem alten Wasser vermischt hat.

    Also anfangen werde ich wie gesagt erstmal mit ohne Kalkwasser, Balling oder Kalkreaktor.
    ...es würde mich halt interessieren, welches eventuell spätere System ich in meiner Planung berücksichtigen sollte, bzw. wofür ich Platz im Schrank lassen sollte, oder ob ich das überhaupt muss.

    Was meint ihr dazu? ...welche der drei Möglichkeiten ist die Anfängerfreundlichste und benötigt am wenigsten Pflegeaufwand? ...könnte man bei einem täglichen, automatisierten Wasserwechsel vielleicht sogar völlig auf die drei üblichen Methoden verzichten?

    Gruß,
    Torsten.

    Einmal editiert, zuletzt von Bonsai77 (15. Februar 2010 um 12:36)

  • Hi,

    wie ist der Besatz? Steinis oder gar SPS, dann ist 30% Monatlich gar nix!
    Ich würde unabhängig vom Ca zu 5-10% Wöchentlich raten - ist IMHO besser als monatlicher wechsel.

    Bei der Größe würde ich definitv über Kalkreaktor gehen - der liegt ja kein Loch, auch wenn er nicht läuft.

    Anfängerfreundlich ist übrigens vermutlich nur das Kalkwasser und da kann man auch viel falsch machen - über das "Einlesen" kommst Du nicht rum - egal was Du machst - den Kalkraktor musst Du auch einstellen.

    Verzicht auf alles dürfte unmöglich sein.

    Gruß,
    Carsten

  • Hi,

    ich rate dir auch zum Kalkreaktor. Einmal eingestellt und regelmäßig kontroliert funzt das pima gerade bei der Menge Wasser. Ich hatte es zu Beginn mit Balling probiert. Nix für ungut aber das war mir zu viel messerei wiegerei und rechnerei, trotz Aquakalkulator. Außerdem gehen bei der Beckengröße unmengen an Ballingsalzen drauf. Seit dem ich nen Kalki habe ist Ruhe im Schacht. Kostet wohl mehr in der Anschaffung aber es erleichtert einem das arbeiten doch sehr. Es ist ja nicht so das man sonst nichts am Becken zu tuen hätte :face_with_tongue:

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Hallo,

    und vielen Dank für eure Antworten!

    @Carsten:
    Also der Besatz wird für den Anfang erstaml möglichst pflegeleicht gewählt werden, wobei ich mich neben Büchern noch an den Händler meines Vertrauens und euch, sobald es soweit ist, wenden werde.
    Vom Interesse her wird es aber ein stark Weichkorallen- orientiertes Becken werden. Als Vorbild habe ich da das Becken von Olaf Durst:
    http://www.korallenriff.de/artikel/854_Da…s-Aquarien.html ...viele Grüße! :smiling_face:
    Einlesen werde ich mich auf jeden Fall auch noch mehr, wie ich es bisher habe. Geht halt erstmal mehr darum in welche Richtung ich mich noch genauer einlese.
    Der Wasserwechsel soll halt wie gesagt automatisch über Zeitschaltuhren und Dosierpumpen erfoglen. Somit könnte ich dass dann auch frei einstellen, wie oft und wie groß der WW erfolgen soll. ...hatte bisher halt an täglich gedacht. Ein entsprechend großes Nachfüllbecken für frisches Meerwasser ist auch schon mit eingeplant.
    Im Grunde sogar gleich drei: Eins für Osmosewasser, eine zweites nur zum Mischen und reifen lassen des angesetzten Salzwassers und halt das dritte Becken, aus welchen dann der automatische Wasserwechsel erfolgen soll und in welchen das gereifte Salzwasser umgefüllt wird. ...entweder mittels Pumpen, oder mittels Schwerkraft, ja nachdem wie ich das realisieren werde.

    @Ralph:
    Genau wegen der "messerei, wiegerei und rechnerei" bin ich bisher auch nicht so für die Balling- Lösung. Zum einen soll das ganze halt, einmal eingestellt, schön pflegeleicht laufen und zum anderen hab ich da schon ein wenig Respekt vor als Anfänger irgendwelche Rechen- oder Mischfehler zu machen.
    ...bin für die Info, dass bei der Beckengröße auch zu viel Ballingsalze nötig wären auch sehr dankbar, das wäre ja eine Erfahrung, die ich sonst erst hätte machen müssen.

    @All:
    Das Hauptbecken soll halt als Riff gestaltet werden und wie gesagt sehr Weichkorallenorientiert. Das "angeschlossene" Artenbecken wird dabei vermutlich mit Anemonenfische mit entsprechender Anemone laufen und halt was da Größen- und Artentechnisch noch zu passen wird.

    Gruß,
    Torsten.

  • Hallo,

    automatischer WW ist eine feine Sache - würde ich aber gerade als Anfänger nicht machen - da kann zu viel in die Hose gehen - und dass dann automatisch - ohne dass Du in der Nähe bist.

    Reifen lassen musst Du übrigens nix mehr großartig - Wasser rein, Salz rein, warm machen und ein wenig rühren (lassen) - das wars. Sobal das Wasser warm und das Salz gelöst ist kanns abgehen :winking_face:

    IMHO sollte man sich zum Beginn lieber eher mit den Tieren und der Biologie als mit der Technik beschäftigen.
    Hab schon einige gesehen, die das Mega-Technik-Aquarium hatten und extrem viel Kohle in Elektronik und co. geballert haben.
    Meist wurde dann an LS und co. gespart und das Becken lief nich so toll.

    Gruß,
    Carsten

  • Hi,

    ich gebe Carsten grundsätzlich recht, solange du nicht am wesentlichen spahrst, gutes Lebedgestein, Salz, Stömung etc ist gegen eine gute Planung nichts ein zu wenden. Es wurde ja nicht geschrieben das alles rein soll aber möglichst für umsonst :ylol. Gute Technik kann das Leben sehr erleichtern und ich kann nur von mir sprechen das mir der Kalkreaktor das Leben sehr erleichtert hat. Klar kostet der aber für mich als berufstätigen mit nur begrenzter Zeit wahr die Ballinggeschichte schlicht nicht händelbar. Klar lässt sich auch hier einiges automatisieren aber ansetzen muss man die Lösungen schon und dann beim wasserwechsel wieder den Salzgehalt an die Ballingsalze anpassen, alles in allem wars echt zu viel für mich. Beim Kalkreaktor fülle ich alle halbe Jahre mal auf, CO2 nachfüllen und gut is.

    Die Menge der Salze steigt natürlich mit dem Besatz und der Beckengröße. Ich glaube das ab einer Beckengröße von 1000l Plus Balling zu Aufwendig ist. Das ist aber meine Meinung.

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Hallo!

    @Carsten:
    Wieso meinstDu, kann bei einem automatischen WW zu viel in die Hose gehen? ...sehe das eigentlich nicht so.
    Hab ja mit Energieanlagen- Elektroniker auch mal etwas vernünftiges gelenrt. :grinning_squinting_face:
    Soll heißen die elektrische Steuerung stellt für mich eigentlich kein Problem dar. Habe vor das ganze mit Relais zu schalten, da kann man logische Reihenfolgen auch so Verknüpfen, dass sich das eine vom anderen ausschließt. Z.B. das auf keinen Fall mit Osmoserwasser gepegelt wird, bis der WW komplett abgeschlossen wird.
    Im Grunde stelle ich mir vor den Wasserpegel, welcher im Grunde ja nur in der Pumpenkammer schwanken kann, mit einer Nachfüllautomatik mit Osmosewasser zu stabilisieren. Wird per Schaltuhr dann auf Wasserwechsel umgeschaltet, wird für diesen Zeitraum + ein paar Minuten quasi mit angesetzten Salzwasser gepegelt. Gleichzeitig würde mittels einer weiteren Pumpe eine gewisse Zeit lang Wasser aus dem Sastem entfernt. Hätte den Vorteil, dass ich auch manuell umschalten könnte, wenn ich z.B. mal Salzwasser entnehme, oder z.B. bis ein Topffilter mit Kohle voll gelaufen ist. Das ganze könnte dann so verknüpft werden, dass nur Wasser entnommen wird, solange die Nachfüllanlage auch auf Salzwasser umgeschaltet ist. So würde es sich an dieser Stelle ausschließen, dass der Salzgehalt zu sehr sinkt. Die Pumpe, die das Wasser aus dem Sastem fördert, würde gleichzeitig an einer Stelle/ Höhe Wasser ansaugen, wo sie nur eine bestimmt maximale Wassermenge entnehmen kann und danach Luft ziehen würde.
    Wie gesagt, mache mir wegen der Betriebssicherheit des automatischen WW keine Gedanken, solche Steuerungen zu entwerfen und zu verdrahten habe ich halt mal gelernt und da habe ich auch immer noch Spaß an der Technik.
    Das soll aber natütlich auf keinen Fall bedeuten, dass ich an anderen Sachen sparen werde!
    Ist eher so, dass ich überwiegend bisher über technik gelesen habe, um das Becken überhaupt zu planen. Zur Zeit bin ich aber auch ganz fleißig daran, alles über den Besatz und Co. in mich hinein zu schlingen. =)

    @Ralph:
    Wie gesgat, habe ich nicht vor an anderen Sachen, wie der Technik, zu sparen. Notfalls muss das fertige Aquarium halt noch etwas auf sich warten lassen.
    Denke aber auch, dass sich Ein Kalkreaktor für mich am besten anbietet, da er wohl am wenigsten Pflegeaufwand benötigt. ...was jetzt auch nicht heißen soll, dass ich nicht messen und einstellen werde! :grinning_squinting_face:

    Gruß,
    Torsten.

  • Hallo,

    gelernt hin oder her - Restgefahr bleibt immer, von den Kosten mal ganz abgesehen.
    Das Problem ist ja nicht nur das Wasser raus und Wasser rein, sondern, dass hier
    - Möglichst die gleichen Mengen raus und rein gehen
    - Nicht gleichzeitig, sondern erst raus, dann rein (10mal 10l wechseln ist schlechter als 1mal 100l - denn beim ersten wird immer (fast) frisches Wasser mitgewechselt)

    Aber mach mal.

    :thup

    Gruß,
    Carsten

  • Hallo Carsten,

    bin leider nicht eher zum Antworten gekommen.
    Die Probleme dazu hab ich ja schon erkannt. Die gesamte, pro Monat gewechselte Wassermenge wäre bei dem täglichen Wasserwechsel ja auch höher. Was ich bisher gelesen hatte, werden ca. 20% pro Monat geraten. Bei ca. 1000l Netto- Wassermenge wären dass 200 l pro Monat. Bei einem täglichen Wasserwechsel von 10l würde ich aber schon 300l im Monat wechseln und somit dem entgegenwirken, dass ich bei jedem Wasserwechsel auch einen Teil neues Wasser vom vorherigen Tag, usw., mit wechsele.
    Wäre aber auch interessant zu wissen, wieviel % genau bei einem täglichen Wasserwechsel gewechselt werden sollte um das beste Ergebnis zu erreichen. Vorteil von einem derart häufigen Wasserwechsel wäre ja, dass die Wasserwerte nicht so sehr schwanken würden, oder?

    Die gleiche Menge an Frischwasser automatisch nach zu füllen, wie natürlich vorher abzupumpen sehe ich nicht so dass Problem drin. Denke dass die meisten automatisierten Wasserwechsel mittels zwei gleichstarker Dosierpumpen realisiert werden, die gleichzeitig Altwasser abpumpen und neues Meerwasser zupumpen.
    Obwohl die Pumpen ja recht gleich laufen sollten ist es vermutlich auch fraglich, ob die Wassermenge tatsächlich genau gleich ist.
    Habe aber eigentlich vor das anders zu realsieren.
    Mittels einer elektrischen Niveauregulierung soll eh das verdunstete Wasser mit Osmosewasser automatsich nachgefüllt werden und so dass Wasservolumen konstant gehalten werden. Denke, dass dies ja auch eine gängige und bewährte Methode ist.
    Mittels Zeitschaltuhr habe ich nun zum einen vor, von der Pumpe für Osmosewasser auf eine zweite Pumpe für das frische Meerwasser umzuschalten, dabei jedoch den selben Sensor für die Niveauregulierung weiter zu benutzen. Als nächstes würde eine zweite Pumpe eine definierte Menge Altwasser aus dem System befördern. Während diese Pumpe läuft, würde jedoch die Niveauregulierung ,nun ja mittels Salzwasser, blockiert sein. Wenn die Pumpe für das Altwasser nun nach der entsprechenden Wassermenge abschaltet, würde die Niveauregulierung mit frischem Salzwasser wieder frei geschaltet und das Wasservolumen auf die selbe Menge bringen, wie es im Normalbetrieb ja auch durch die Niveauregulierung mittels Osmosewasser der Fall wäre, da ja der gleiche Füllstandssensor benutzt würde. Nach einer gewissen Zeit (...wird sich zeigen wie lange das Nachfüllen dauern wird, + 2-3 Minuten zur Sicherheit) würde die anfangs beschriebene Zeitschaltuhr wieder auf Niveauregulierung mittels Osmosewasser zurück schalten.
    Damit hätte ich sichergestellt, dass die entsprechend entnommene Wassermenge auch exakt wieder aufgefüllt würde, wie es ansonsten ja auch anerkannt zuverlässig mittels Osmosewasser geschehen würde.
    Die Pumpe, die das Altwasser abpumpt könnte dabei z.B. durch einen weiteren Niveau- Sensor in der Pumpenkammer begrenzt werden, dass halt eine jeweils definierte Wassermenge abgepumpt würde. Wenn dieser Sensor in der Höher verstellbar wäre könnte man somit auch die entsprechend zu wechselnde Wassermenge definiert werden.
    Das ganze ist elektrotechnisch mittels zwei Zeitschaltuhren und 1- 2 Relais eigentlich ohne Probleme und zuversichtlich zu realisieren. Es müsste dann halt nur sichergestellt werden, dass der Behälter für frisches Salzwasser immer entsprechend gefüllt wäre.
    Ein weiterer Vorteil dieser Schaltung wäre, dass m,an die Zeitschaltuhr für die Umstellung von Osmose- auf Salzwasser- Nachfüllung ja auch jederzeit manuell umschalten könnte.
    Würde ich z. B. einen Topffilter für Aktivkohle an das System anhängen, würden ja 1-3 Liter des Beckenvolumens in diesem Filter "verschwinden". Eine manuelle Umschaltung der Niveauregulierung auf Salzwasser hätte dabei den Vorteil, dass die Wassermenge, die im Topffilter "verschwindet", auch durch Salzwasser nachgefüllt würde und nicht durch Osmosewasser.
    Wie gesagt, sehe da nicht so die Probleme bei.
    Ein wenig Vertrauen in die Technik muss natürlich vorhanden sein, aber auch nicht mehr, wie sie bei einer ganz normalen und üblichen Niveauregulierung für Osmosewasser der Fall wäre.

    Würde mich interessieren, was das Forum da so zu denkt.

    Denke, dass ich nicht erwähnen muss, dass der Salzgehalt des Beckens dennoch regelmäßig weiter kontrolliert würde um entsprechend manuell einzugreifen, sobald sich die Dichte verändern würde.

    Gruß,
    Torsten.

    Einmal editiert, zuletzt von Bonsai77 (22. Februar 2010 um 20:33)

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