Hallo zusammen,
ich pflege ein Paar Percnon gibbesi ( Algenfressende Krabbe) und suche nähere Informationen zu deren Paarungsverhalten und evtl. Eiablage.
Wer weiß da etwas?
Gruß, Franz-Josef
Hallo zusammen,
ich pflege ein Paar Percnon gibbesi ( Algenfressende Krabbe) und suche nähere Informationen zu deren Paarungsverhalten und evtl. Eiablage.
Wer weiß da etwas?
Gruß, Franz-Josef
Hallo Franz-Josef,
nun, eine Paarung sieht so aus (mehr/größere Bilder unter dem Link):
. Bei den meisten marinen Krabben geht eine Paarung nur, nachdem das Weibchen sich gehäutet hat und sie noch weich ist (Stichwort Butterkrebs). Soweit wir es mitbekommen haben, war das bei den Percnons nicht nötig.
Eine Eiablage gibt es bei Krabben nicht, die Weibchen mariner Krabben tragen die mehreren tausend Eier bis zu einer gewissen Reife unter ihrem Pleon, bevor sie die Larven entlassen. Diese entwickeln sich über mehrere pelagische Zoea- und schon eher benthische Megalopa-Stadien zur fertigen Jungkrabben, was zwei bis sechs Wochen dauert. Eine Nachzucht ist möglich, aber nicht in einem Haltungsbecken: Die Larven würden allen Anemonen und anderen Filtrierern gut schmecken, außerdem brauchen sie 24 h-Beleuchtung, eine bestimmte, sehr leichte Strömung und Feinstfutter.
Hat sich in den letzten elf Jahren auch gut im Mittelmeer breitgemacht. ![]()
ZitatOriginal von BEASTIEPENDENT
Die Larven würden allen Anemonen und anderen Filtrierern gut schmecken, außerdem brauchen sie 24 h-Beleuchtung, eine bestimmte, sehr leichte Strömung und Feinstfutter.
Sie haben auch meinen Anemonenfischen gut geschmeckt ![]()
@Beastie: warum die 24h Beleuchtung? gibts doch in der Natur auch nicht...
Hiho ![]()
Aber den Mond. Zumindest bei den Larven von Mangrovenkrabben hat sich die Rundum-Beleuchtung bisher als nötig erwiesen. Da marine Krabbenlarven genauso "funktionieren" bzw. die Larven der Mangrovenkrabben marin leben, würden wir es auch mit Larven von rein marinen Krabben zunächst so probieren – es mag vielleicht auch ohne funktionieren. Unsere Versuche ohne Licht waren aber jedenfalls erfolglos.
Viele Krebstierlarven schwimmen aber offenbar ohne Licht (sollte von oben kommen) zu heftig gegen die Scheiben und gehen daran kaputt. Auch gibt es Theorien, dass das Mondlicht immer eine Orientierung gibt… Schließlich werden die Larven vieler Arten immer zu Voll- oder Neumond entlassen, insofern ist es zumindest denkbar, dass Luna eine Rolle spielt.
Hallo BEASTIEPENDENT,
danke für die ausführliche Antwort und die tollen Bilder.
Gruß, Franz-Josef
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!
