Planung meines 1. Meerwasseraquariums

  • Hallo ihr Alle!

    Ich bin neu hier im Forum und plane zur Zeit den Umstieg von der Süßwasser- in die Meerwasseraquaristik, und verwirkliche damit einen lang gehegten Traum.
    Da ich von Meerwasser bisher nur theoretische Kenntnisse habe und von Anfang an keine großen Fehler machen möchte, dachte ich mir ich beschreibe hier mal mein Vorhaben und hoffe auf eure Kritik, Ideen und Anregungen zu meinen Planungen:

    1. Rechteckbecken mit gewölbter Sichtscheibe (Maße: 150-160cm x 60cm x 60cm = um die 500l).
    Das Becken soll hinten mittig einen Überlauf zum Filterbeckens und einen zweiten Notüberlauf zur Pumpenkammer im Filterbecken haben.
    Die Rückwand soll mit Riffkeramik verkleidet werden, wobei zwischen Riffkeramikplatten und Glasscheibe ca. 2cm Platz sein soll (wird so vom Hersteller empfohlen). Der Riffaufbau soll aus Säulen aus Lebendgestein bestehen, aber viel Schwimmraum für Fische vorsehen.
    Die Tiere sollen für mich als Anfänger erstmal eher pflegeleicht ausgesucht werden. Denke daher dass es wohl eher Weichkorallen werden, wobei ich mich bei der Auswahl dem Händler meines Vertrauens anvertrauen werde, was er mir für den Anfang und für mein Becken rät.
    2. Langes Filterbecken ( ca. 200cm x 40cm x 40xm aus Plexiglas) unterhalb des Hauptbeckens mit folgenden Filterungsstufen:

    2a. mechanische Vorfilterung , wahrscheinlich durch 4 parallele Filterstrümpfe wie z.B. von Tunze (Postfilterbeutel, 150µm), gespeist vom Überlauf des Hauptbeckens

    2b. Abschäumer Tunze DOC Skimmer 9410 (empfohlen für bis 1000l)

    2c. Kalkreaktor im Eigenbau (…da ich gerne bastele!  ). Der Reaktor mittels einer Dosierpumpe mit Wasser versorgt werden. Das angereicherte Wasser soll dann in der Pumpenkammer dem Kreislauf wieder zugeführt werden.
    Die Dosierpumpe soll über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden, wobei ein PH-Wert- Messgerät bei erreichen eines bestimmten mindest- PH- Wertes im Hauptbecken die Wasserzufuhr zum Kalkreaktor ganz abstellen soll

    2d. Miracle Mud- Algenfilter beleuchtet durch 2x T5, eventuell auch durch LEDs (Länge des Algenfilters richtet sich danach, wie viel Platz die übrige Technik im Filterbecken einnehmen wird, soll aber möglichst groß werden)

    2e. Pumpenkammer mit folgenden Komponenten:
    - zwei Pumpen:
    1. Hauptförderung mit echten 5- 6000 l/h, welche direkt in das Hauptbecken führt 2. „Riffhinterspülung“ mit echten 2000 l/h, welche erst durch einen UV-Filter (vermutlich De Barry AN-15E) fördert und dann im Hauptbecken in den o. a. Spalt zwischen Riffkeramik und Glasscheibe fördert, um die Riffkeramik hier zu hinterspülen.
    - Heizregler
    - Überlauf in Kanalisation (um bei einem Defekt ein Überfluten des Wohnzimmers zu verhindern)
    - Niveau- Regulierung (elektronisch oder mechanisch steht noch nicht fest), welche von einem Vorratsbehälter mit Osmosewasser versorgt wird

    3. Strömung soll über 4 Tunze Strömungspumpen mit je 6500 l/h (Turbelle® stream 6065) realisiert werden und einer Nano Wavebox von Tunze. Von den vier Strömungspumpen sollen immer nur zwei eingeschaltet sein und für eine Richtung der Ringströmung ausgerichtet sein, welche alle 6 Stunden wechseln soll.
    Bei Ausschalten der Beleuchtung wird dann auch jeweils eine Strömungspumpe einer Strömungsrichtung ausgeschaltet, sowie eventuell auch die Wavebox, damit die Strömung nachts geringer ist.

    4. Beleuchtet werden soll das Becken von 6x T5- Röhren (bei 150cm Beckenlänge 6x 54W und 160cm Beckenlänge 6x 80W), davon zwei blaue und 4 mit Tageslicht.
    Weiter möchte ich ein paar weiße Hochleistungs- LEDs mit verbauen, um ein wenig den Sonnenkringel- Effekt genießen zu können. 
    Für Nachts ist dann eine Leiste mit blauen LEDs für das Mondlicht geplant.
    Einschaltdauer hatte ich für den Anfang dann in etwa gedacht:
    - 2x blaue T5 von 11.00 bis 23.00 Uhr
    - Weiße LEDs von 11.30 bis 22.30 Uhr
    - 2x weiße T5 von 12.00 bis 20.00 Uhr
    - 2x weiße T5 von 14.00 bis 22.00 Uhr
    - Mondlicht von 23.00 Uhr bis 11.00 Uhr
    …damit hätte ich dann in der Zeit von 14.00 bis 20.00 Uhr die gesamte Tageslichtleistung zur Verfügung

    5. Gekühlt soll das Becken über Oberflächenverdunstung werden. Da das Aquarium im Schrank komplett geschlossen werden soll, um einen Luftfeuchtigkeitsschaden im Haus zu vermeiden, würde ich über Belüftungskanäle Frischluft von draußen holen, sie seitlich auf die Wasseroberfläche leiten, an der anderen Seite wieder absaugen und über weitere Kanäle wieder nach draußen führen.

    6. Weiter soll ein weiterer Vorratsbehälter vorhanden sein, in welchem regelmäßig frisches Salzwasser angesetzt wird und dann automatisch über Dosierpumpen ein stetiger Wasserwechsel durchgeführt wird (Menge und Regelmäßigkeit steht dabei noch nicht fest).

    7. Über einen bereits vorhandenen, kleinen EHEIM-Topffilter (2213), den ich an der Pumpenkammer installieren würde, könnte ich dann bei Bedarf noch über Aktivkohle oder ähnliches filtern

    Im Grunde wäre es das erstmal zum Hauptbecken. Da ich zur Zeit noch ein 190 l -Eckbecken mit gewölbter Scheibe habe, von dem ich mich auch nicht trennen möchte, habe ich mir dann weiter noch folgendes überlegt:

    Ich würde in der o. a. Pumpenkammer eine dritte Pumpe installieren (Leistung = ?!), welche das gefilterte Wasser in meine altes Becken leitet. Das alte Becken hätte dann einen Überlauf, welcher wieder zurück zur o. a. Vorfilterung des Filterbeckens führt.
    Das Eckbecken ist bereits mit zwei T5- Leuchten und einer blauen LED- Leiste ausgestattet.
    Weitere Technik würde ich am Eckbecken dann nicht installieren. Gedacht wäre es dann so, dass ich das Eckbecken mit an den Wasserkreislauf des Hauptbeckens anschließe und mir so für ein eventuelles Artenbecken (vielleicht Seepferdchen?!) eine zweite Filtertechnik spare und gleichzeitig das Wasservolumen des gesamten Systems vergrößere, wodurch ich mir stabilere Werte verspreche.
    So, ich denke damit habe ich alles geschrieben, was mir an Ideen, Vorhaben und Planungen so durch den Kopf geistern, bevor es dann bald endlich zur Umsetzung geht.
    Ich bitte euch nun darum mir eure Meinung zu meiner Planung kund zu tun, mir vielleicht Tipps für Verbesserungen mitzuteilen, oder mich wenn nötig vielleicht auch vor einer Fehlplanung zu warnen, damit ich dieses schöne Hobby möglichst Erfolgsversprechend beginnend kann.

    Ich bedanke mich bereits jetzt für eure Mühe meinen ganzen Text gelesen zu haben und für eure Antworten, auf die ich mich freue und wünsche ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins nächste Jahr!

    Mit salzigen Grüßen,

    Torsten.

  • Hallo Torsten,

    herzlich Willkommen hier im Forum und viel Erfolg bei deinem neuen Hobby. :smiling_face:

    Ich bin sicher, wenn die Feiertage und der Weihnachtstrubel vorbei ist, wirst du hier bestmögliche Hilfe zur Realisierung des Projekts bekommen.

    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • Hallo Torsten,

    Herzlich Willkommen im Club und viel Erfolg bei deinem Vorhaben.

    Einmal editiert, zuletzt von RalfG (27. Dezember 2009 um 16:38)

  • Hallo Torsten,

    hab es mal so schnell überflogen.

    Gebogene Frontscheibe - ich würde das persönlich nicht machen.

    Riffrückwand plus Säulen davor - hm das wird bei nur 60er Tiefe wohl nicht so super Platz haben.

    Würde mir sowieso 80er Tiefe überlegen, wenn Platz ist.

    Zitat

    Überlauf in Kanalisation (um bei einem Defekt ein Überfluten des Wohnzimmers zu verhindern)

    - ist doch nicht notwendig, wenn das Technikbecken so groß gewählt wird, dass bei einem Förderpumpenausfall daieses die Menge die aus dem Hauptbecken noch abläuft aufnehmen kann. Und mit einer richtig eingestellten Nachfüllung kann das auch nicht passieren (zwei Sensoren - einer im Technikbecken, der die Nachfüllpumpe einschaltet (das Nachfüllbecken sollte mengenmäßig im Technikbecken Platz haben - oder noch besser die Nachfüllpumpe einfach zeitlich schalten sodaß sie nach x Sekunden/Minuten sowieso abstellt), der zweite im Becken der bei Ansteigen des Wasserstandes (sollten Abllauf und Notablauf verstopfen oder sonst was passieren) die Förderpumpe abstellt.
    Und wenn da Wasser abläuft in die Kanalisation bei Abstellen der Pumpe und die geht nachher wieder an, dann muß das mit einer flotten Pumpe nachgefüllt werden (und das ist dann Süßwasser) sonst bekommt die Förderpumpe eventuell nicht genügend Wasser.

    4 Strömungspumpen plus die Wavebox: sind mir etwas viel sichtbare Strömungsgeneratoren in dieser Beckengröße.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo Torsten.

    Habe soeben einmal deinen Beitrag quergelesen.

    Wozu der Kalkreaktor ??

    Das mit dem "Erweiterungsbecken" ist im Prinzip keine schlechte Sache.

    Betreffend der von dir angesprochenen Verteilung der Pumpenleistung solltest du in eine wirklich vernünftige Pumpe investieren.

  • Hallo,

    und vielen Dank für eure Antworten!

    MarkusK
    Was würde denn gegen eine gebogene Frontscheibe sprechen? Bei den Aquarien, die ich bisher damit gesehen habe, einschließlich halt meinem Eckbecken, fand ich den Effekt sehr interessant. Probleme hatte ich selbst damit bisher nur ein wenig bei der Reinigung. Man kann halt keine Klingen verwenden, da man sich bei der gewölbten Scheibe sonst recht schnell Kratzer einfängt, aber ansonsten hatte ich damit noch keine Probleme.
    Das weitere wäre bei mimr halt auch die Beckentiefe. Gerne würde ich auch 80cm realisieren, aber das ganze würde bei mir Platzmäßig einfach nicht aussehen. Das Aquarium selbst sicherlich, aber es soll ja auch den Gesamteindruck im Wohnzimmer nicht überfrachten. Da die angestrebte Beckentiefe jedoch auch überwiegend durch die Tiefe an den Seiten bestimmt wird, hätte ich bei der gewölbten Scheibe halt den Vorteil zumindest in der Mitte ein wenig mehr Tiefe zu haben.
    Ich habe diesbezüglich auch schon mit einem Aquariumbauer Kontakt aufgenommen. Bei eine Tiefe an den Seiten von 50cm (viel mehr wird da nicht drin sein an den Seiten), einer Beckenlänge von 160cm und einem maximalen Radius der gewölbten Scheibe hätte ich in der Mitte wenigstens schon eine Tiefe von 65cm.

    Mit der Riffkeramik und den Säulen könnte es natürlich wirklich eng werden, zumal mir freier Schwimmraum für die Fische schon wichtig ist. Ich würde aber gerne von einer einfachen blauen Rückwand absehen, da sie optisch zwar auch sehr gut aussehen, aber ich denke auch nur sofern diese Rückwand immer schön sauber gehalten wird und sich möglichst keine Tiere daran festsetzen. Ich denke dass die Riffkeramik auf Dauer einfach mit weniger Pflege dennoch natürlicher aussehen wird, oder?

    Dazuz muss ich noch sagen, dass ich mich optisch auch stark an dem "Aquarium des Monats" Juni 2009 auf der Seite Korallriff.de orientiere, da es mir einfach wahnsinnig gut gefällt und ich gar nicht weiß, wie oft ich mir den Film dazu schon angesehen habe! =)
    Ich hoffe ich verstoße nicht gegen irgendwelche Regeln, wenn ich hier mal den Link veröffentliche:

    http://www.korallenriff.de/artikel/854_Da…s-Aquarien.html

    ...ansonsten bitte ich um Verzeihung und darum den Link wieder zu löschen.

    Mit meinem Notüberlauf im Technikbecken hast Du mir wieder ein paar Denkanstöße gegeben! :grinning_squinting_face:
    Denke dass ich das ganze so planen sollte, dass das Technikbecken die ensprechende Wassermenge aufnehmen kann, ohne das Wasser durch den Notablauf, auf den ich bei unserem Holzhaus nicht verzichten möchte =) , verloren gehen würde. ...so hätte ich immernoch Sicherheit und es würde gegebenenfalls nicht zuviel Süßwasser nachdosiert werden, wie Du es beschrieben hast.

    Mit der sichtbaren Strömungtechnik im Becken hast Du auch recht. Auf die Wavebox würde ich aber nach meinem bisherigen Wissen darüber nicht verzichten wollen und es müsste ja auch die Nano-Wavebos noch reichen und es gäbe dafür ja auch wieder Verkleidungen aus Riffkeramik.
    Auf die vier Strömungspumpen bin ich gekommen, damit ich einen Richtungswechsel in der angestrebten Ringströmung schalten kann und gleichzeitig bei Nacht die Strömung reduzieren kann.
    Ein andere Möglichkeit wäre dann halt entweder nur zwei Strömungspumpen, welche ich nachts in der Leistung drosseln kann, oder aber ich nehme zwei einfache Strömungspumpen, die Nachts gar nicht laufen und realisiere die Strömung Nachts nur über zwei Förderpumpen, die entsprechend der Richtung der Ringströmung ihren Auslauf im Hauptbecken hätten und entsprechend gesteuert immer nur abwechselnd laufen. ...was hälst Du von dieser Idee?
    Problem dabei für mich ist halt auch immer sich die größe der verschiedenen Bauteile jetzt schon im entsprechenden Becken später vorzustellen, aber grundlegend möchte ich später im Hauptbecken auch möglichst wenig sichtbare Technik haben.

    @trefferversenkt
    Es freut mich, dass meine Idee mit dem Erweiterungsbecken keine schlechte Sache ist, hatte mir da schon viele Gedanken drüber gemacht.
    Aber wieso meinst Du keinen Kalkreaktor?
    Ich meine ob ich eine Calciumzudosierung später überhaupt brauche, oder ob der regelmäßige Wasserwchsel bei den zu pflegenden Tieren später ausreicht, wird sich ja zeigen, aber ich wollte einen Kalkreaktor zumindest schonmal vorsehen bei der Technik.
    Kalkwasser oder Balling- Methode würde ich dabei eher nicht nehmen wollen. Meinem bisherigen Kenntnisstand nach erscheint mir der Kalkreaktor entsprechend geregelt doch einfacher und mit weniger Wartungsaufwand verbunden zu sein, oder täusche ich mich?
    Insgesamt muss ich dazu sagen, versuche ich die Technik schon zu planen, dass sie möglichst ohne viel zutun stabil läuft. ...nicht, dass ich keine Arbeit damit haben möchte, aber es wird ja dann dochmal vorkommen, dass man es zeitlich nicht immer pünktlich schafft und sei es nur durch einen Urlaub, wo man keine entsprechende Pflegevertretung gefunden hat.

    Bei der Pumpe hatte ich auch an eine vernünftige Pumpe gedacht, zumal sich diese Entscheidung dann ja auch in der Sparsamkeit des Stromverbrauchs bemerkbar machen wird. Insbesondere habe ich es bei der Wahl der Pumpe eher auf die Red Dragon- Pumpen abgesehen.
    Sollte ich jedoch zwei Förderpumpen benötigen, um wie oben geschrieben damit auch die Strömung zu realisieren, wird spätesten dann der Preisliche Unterschied zu den günstigeren Pumpen vermutlich auch ein wenig Überredungskunst bei meiner Familie kosten. :winking_face:

    Salzige Grüße,

    Torsten.

  • Ich schrieb nichts von "keinen Kalkreaktor" sondern umfragte wozu du diesen einplanst.

  • Hallo Torsten,

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo!

    @trefferversenkt
    Hast recht, sorry, da hab ich mich verlesen. Also im grunde muss ich beim Thema Kalkreaktor so ehrlich sein, dass ich ihn deshalb einplane, da fast alle Becken die ich mir im Internet angeschaut habe mit einer Methode zur Calciumversorgung ausgestattet waren und ich daher denke, dass ich ihn gleich mit einplane. Ob ich ihn dann bei meinem ersten Tierbesatz, wie er auch aussehen wird, benötige weiß ich im Grunde noch gar nicht, aber ich wollte ihn auf jeden Fall schonmal mit einplanen. ...irgendwann, nach gesammelter Erfahrung, werde ich ihn dann vielleicht auch spätestens brauchen, denke ich. Wie sieht denn Dein Meinung dazu aus?

    MarkusK
    Hast schon recht mit dem Mehrpreis. Aber mir gefällt es halt wirklich gut und dazu kommt, dass ich so in der Mitte des Aquariums mehr Tiefe habe, da in unserem Haus an der geplanten Stelle die Tiefe ansonsten eher nur durch die Tiefe an den Seiten begrenzt wird. Kann das glaub ich schlecht beschreiben, aber das Becken kommst ins Wohnzimmer, an einen Durchgang zur Essecke. Wir wohnen in einem kleinen und sehr urigen Holzhaus mit Kaminholz- Heizung. Würde ich das Becken an der geplanten Stelle zu tief einplanen, würde ich bei unseren Gegebenheiten die Sicht aus der Essecke in das Wohnzimmer und auf das Kaminfeuer zerstören. Obwohl ich auch gerne noch größer planen würde, muss das Aquarium ja schon irgendwie zur Gesamtoptik im Wohnzimmer passen und sollte optisch nicht alles überfrachten.
    Das Aquarium in der Größe die ich plane kostet mit gewölbter Frontscheibe, bei dem von mir ausgesuchten Aquariumbauer, in etwa 1/3 mehr wie in einfacher Rechteckform. Bei der Betrachtung der Gesamtkosten nehme ich das aber dann in Kauf, zumal es ja auch noch kein riesiges Becken ist.
    Mit dem Putzen hast Du auch recht, die Erfahrung habe ich bei meinem Eckbecken ja schon gemacht, aber da mit die Optik einfach so gut gefällt, möchte ich auch das in Kauf nehmen.

    Mit der Einrichtung, Riffkeramik und Riffsäulen, wirst Du sicher recht haben, dass ich mit der Beckentiefe nicht hinkomme. Die von Dir so genannte "Mauer" finde ich im Grunde auch nicht so toll, aber bei dem Aquarium des Monats Juni 2009 (hatte den Link oben eingetragen) gefällt mir der Gesamteindruck doch sehr gut. Ich glaube er hat aber auch keine Riffsäulen mehr, die mir in einem anderen Aquarium wieder sehr gut gefielen. ...vielleicht will ich da einfach zu viel. :confused_face:
    Wie sieht es denn aus mit einer blauen Rückwand un dder Pflege damit? Ist es viel Arbeit sie dermaßen sauber zu halten, dass es optisch immer noch gut aussieht? ...die von Dir erwähnte Tiefenwirkung gefällt mir darüber hinaus ja auch recht gut.

    Mit den Förderpumpen hätte ich jetzt auch gedacht, dass die Strömung nur Nachts ausschließlich durch diese realisiert würde. Aber dazu muss ich auch sagen, dass ich öfters etwas über Strömungsreduzierung zur Nachtzeit lese, aber noch nirgens gefunden habe, wie sehr man diese Nachts reduzieren sollte.
    Ich lese immer nur etwas über die generelle Strömungsleistung im Aquarium.
    Vielleicht könnt ihr mir dabei ja Tipps geben, welche Strömung Nachts immer noch vorhanden sein sollte.
    Ansonsten muss ich halt mal schauen, was mit den regelbaren Tunze- Pumpen machbar ist.

    Die Leistung meiner Förderpumpe hatte ich oben jetzt mit echten 5. - 6.000 l/h angegeben und da hatte ich mir gedacht, dass ich damit auch schon eine ordentlich Strömung im Aquarium erzeugen kann.
    Auf diese Leistung bin gekommen, als ich mir die empfohlenen Durchflussraten für Miracle- Mud Filter angeschaut habe.
    Ich muss dazu sagen, dass mir durch einen "Miracle- Mud- Händler" jetzt auch gesagt wurde, dass die Durchflussgeschwindigkeit bei dem System, sofern es so wie von mir geplant auch mit Abschäumer betrieben wird, ruhig niedriger sein könnte. Sie dürfte dann so zwischen dem 3-5 fachem des Beckenvolumens, was bei mir dann so 1500 bis 2500 l/h sein würde, liegen.

  • Hallöchen.
    Meine Meinung dazu habe ich ja zuvor schon weitgehend beschrieben. :winking_face:

    Die Kosten für den Kalki & Co. kannst du später und bei Bedarf immer noch nachrüsten.
    Für den Anfang würde ich das als unnütz betrachten und den Kostenfaktor lieber in andere Technik investieren.

  • Hallo!

    @trefferversenkt
    Im Grunde hat mir auch der Händler meines Vertrauens schon dazu geraten ihn am Anfang erstam weg zu lassen.
    Aber vorsehen, wie Du es ja auch rätst, will ich ihn auf jeden Fall.

    @all

    Vielleicht sollte ich auch beschreiben, wie ich das ganze insgesamt aussehen soll:
    Im Grunde plane ich einen dichten Schrank, in welchem das Becken drin stehen soll und zumindest mit der gewölbten Scheibe aus diesem heraus ragen soll.
    Für den Schrank hab ich aufgrund unserer Gegebenheiten hier folgende Maße zur Verfügung:
    Breite: gut 2m, Tiefe: ca. 50cm, Höhe: könnte ich theoretisch sogar bis 3m Höhe nutzen.
    Das Aquarium soll im Schrank auf einem geschweißtem Eisengestell stehen und der Schranke soll dieses Gestell verkleiden. Das Gestell ist schon deswegen notwendig, da unser Holzhaus auf einem Streifenfundament steht und wir so praktisch nur einen Holzboden haben. Ich werde dann entsprechend für die Stützen des Gestells Löcher in den Boden Bohren und das Gestell quasi unter unserem Fußboden, im Kriechkeller, auf ein Fundament stellen. Vielleicht wäre dies bei einem 500l- Becken auch noch nicht notwendig, aber ich möchte da eher vorsichtig sein bei unserem Holzhaus, da Holz unter Gewicht auf Dauer sicher auch noch arbeiten würde.
    Bei gut 2m Breite hätte ich dann im Schrank links und rechts neben dem Becken noch Platz. Auf der rechten Seite würde ich dann die gesamte Steuerelektrik vorsehen und links daneben hatte ich den Platz für den Kalkreaktor irgendwann ( =) ) vorgesehen. Das Technikbecken soll dabei unter dem Aqaurium über die gesamte Breite verlaufen. Links und rechts von dem Aquarium würde ich dann noch die Druckleitungen von den Pumpen nach oben führen und die beiden Luftkanäle für die Kühlung. Dazu muss ich sagen, dass ich die Frisch- und die Abluft für die Kühlung von draußen holen möchte und dazu ebenfalls durch den Boden und dann durch den Kriechkeller gehen werde. Durch den Kriechkeller verlege ich dann gleichzeitig den Wasseranschluss und das Abwasser.
    Der Schrank soll dann schon ein wenig höher sein, so dass ich im Schrank, oberhalb des Beckens Platz hätte für die Osmoseanlage und dem Nachfüllbecken mit Osmosewasser. ...eventuell dann auch noch für das frisch angesetzte Salzwasser um einen automatischen Wasserwechsel über Dosierpumpen zu ermöglichen.
    Der Schrank soll von vorne komplett zu öffnen sein, so dass ich überall dran komme. Da das Becken durch die Wölbung vorne heraus stehen würde, wäre hier eine Klappe vorgesehen, durch die ich einfach füttern könnte.
    Die Türen des Schrankes sollten dann möglichst dicht schließen und der Schrank von innen mit flüssiger Teichfolie gestrichen werden, um Feuchtigkeitsschäden am Schrank und auch vor allem am Haus zu vermeiden.
    Den Schrank würde ich dabei aus OSB-Platten bauen und von außen verkleiden, wenn möglich in Naturstein-Optik, oder ähnlich (Imitate).
    Direkt über dem Aquarium soll das Becken aber zusätzlich möglichst dicht sein, dass sich auch im gesamten Schrank die Luftfeuchtigkeit in Grenzen hält. Frischluft würde dann wie gesagt über die Kühlung ans Wasser gelangen.
    Da ich die Beleuchtung über T5 realisieren möchte bin ich mir noch nicht ganz schlüssig, ob die Leuchten frei über dem Wasser hängen, oder zwischen Leuchten und Wasser noch eine Glas- oder Plexiglasscheibe käme.
    Wie wären eure Meinungen denn dazu hinsichtlich des Lichtverlustest durch so eine Scheibe?

    Denke das wäre es erstmal noch zu meinen Planungen.
    Sollte dazu vielleicht noch erwähnen, dass ich aus einer Handwerkerfamilie komme, gerne bastel und schraube und gerne aus der Hornbachwerbung zitiere:
    "Wenn Du es Dir vorstellen kannst - kannst Du es auch bauen!" =)
    ...und in meiner Vorstellung steht das Becken schon! :grinning_squinting_face:

    So, werde mich nun in den Sylvester-Stress werfen und wünsche euch aAllen einen guten Start ins neue Jahr!

    Gruß,
    Torsten.

  • Hallo Torsten,

    Deine Überlegungen zu den Platzverhältnissen bei Riffkeramik und einer Säule kannst Du Dir mal hier anschauen. Da kam die Frage auch schon mal. Ich denke man kann die Platzverhältnisse ganz gut auf dem zweiten Bild erkennen. Beachten solltest Du nur, dass es sich hierbei nur um eine 50er Tiefe handelt.

    Also meiner Erfahrung nach ist RK und Säule in einer 60er Tiefe kein Widerspruch.

    Tschüss Olaf

  • Hallo Olaf,

    vielen dank für den Link, habe ihn mir gerade komplett durchgelesen. Denke dann werde ich keine Platzprobleme bekommen.
    Wenn ich meine Planungen komplett umsetzen kann, wird das Becken an den Seiten schon 55-60cm tief sein und aufgrund der gewölbten Frontscheibe mittig bis ca. 70-75 cm tiefe erreichen. ...gut, hier wird hinten dann auch der Überlaufschacht sitzen, aber ich denke die Fische werden trotz RK und LS noch ihren anbedachten Schwimmraum bekommen! :smiling_face:
    Was ich sehr interessant fand in dem Link, war die abschließende Diskussion über Sinn und Unsinn einer Wavebox, bzw. dem Vorschlag stattdessen eine Nanostream 6055 und einen Wavecontroller 6091 mit einem durch die Riffkeramik erstelltem Resonanzraum zu nutzen.
    Ich würde bei mir halt gerne so eine Wavebox verwenden, aber der Vorschlag erschien mir doch besser und auch günstiger.

    Gruß,
    Torsten.

  • Naja, dazu kann ich leider nichts sagen.

    Ich verwende zwar eine 6055 mit 7091, aber halt nur als Pumpe an der Seitenscheibe. Da ist die zyklische Hin- und Herbewegung des Wassers eigentlich nicht da. Halt nur viel und wenig Strömung.

    Tschüss Olaf

  • ...trotzdem das schönste Becken, das ich bisher gesehen habe! :smiling_face:

    Finde das hin- und herwiegen durch die Wellensimulation einer Wavebox einfach schön, so dass ich auch ungern darauf verzichten wollen würde.

    Gruß,
    Torsten.

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