Infos zum Estrich in den statischen Unterlagen?

  • Hallo, wir sind am überlegen uns zu vergrößern :smiling_face:
    125x80x60 LxTxH wären die Maße. Also ich schätze mal auf ca. 800kg Endgewicht.

    Ich versteh fast nur Bahnhof in den 116 Seiten Bauunterlagen...
    Haus wurde 1992 gebaut, Decke: Stahlsteindecke d=19cm - "JÜWO-Ziegeldecke" Bew.-Typ 805
    Die Decke wird ja nicht das Problem sein machen uns nur ein bisschen Gedanken wegen dem Estrich...

    Wo finde ich Informationen über den Estrich und den Dämmstoff darunter in dem Unterlagen? Kennt sich jemand mit sowas aus?

    FG Mike

  • Moin,

    Also auch bei der Stahlsteindecke wäre ich vorsichtig, die sind absolut nicht so ohne weiteres mit einer Betondecke gleichzusetzen. Estrich taucht in der Statik sowieso nur als Last auf, da er meines Erachtens nicht als tragend gewertet wird.

    Nimm Dir einen Statiker... Im günstigsten Fall bekommst Du "nur" Risse etc., im schlechtesten Fall liegt das Becken auf einmal im Keller. Und beides möchte man wohl eher nicht. Oft lässt sich so etwas relativ einfach lösen mit Kraftableitungen in die Wände, anderer Stellplatz usw.


    Gruss, Jörg

  • Habe grade nochmal durchgeblättert.. im letzten Teil "Wärmeschutznachweis"
    ist ein Blatt "Decke über Kellergeschoss" (Wir wohnen im OG das müsste dasselbe zutreffen oder?)

    Da steht:

    Baustoffe v. innen nach aussen Dichte (kg/cbm) Dicke (m) KG/qm
    -Zementestrich 2000 0,04 80
    -Mineral. Faserdaemmst. 0,04
    -Ziegeldecken 1290 0,21 270.900
    Putz PG IV. und V. 1400 0,015 21

    kg/qm :371.900 1/Lambda 1,593

    k vorhanden: 0,517

    k max. : 0,550


    Kann jemand damit was anfangen?

    FG Mike

  • Oh Jörg sowas höre ich ungern :loudly_crying_face:

    Dann werden wir wohl dich nicht um nen Statiker rumkommen...

    Danke trotzdem
    FG Mike

  • Hy,

    duenne Daemmung, ich habe 8cm drunter. Der Estrich ist mit 4cm angegeben. Das sagt wenig über die Tragfähigkeit und wenig über die reale Dicke aus. Bei mir waren auch 4cm vereinbart. Im EG sinds 5 und im Keller stellenweise nur 2,5 cm ... Ich habs gemerkt und der Estrichleger dafür finanziell geblutet :smiling_face: Was glaubst Du wie oft die damit durchkommen?

    Gruß
    Roger

  • Also müsste man auch noch ne Probebohrung machen um herauszufinden wie dick das alles wirklich ist...
    Wir haben hier richtiges Parkett, also geklebt, das macht das ganze nicht gerade einfacher.

    FG Mike

  • Vielleicht ist die dämmung so dünn weil wir im 2.OG wohnen?
    was ist denn mit Mineral. Faserdämmst. gemeint? doch nicht Poron oder

    FG Mike

  • Hy,

    ach, 2.OG. Dann gehen 4cm in Ordnung.

    Nein, mineralische Daemmung ist bei mir zumindest Steinwolle .. soviel zu Tragfähigkeit.

    Gruß
    Roger

  • Hai,

    Zitat

    Das sagt wenig über die Tragfähigkeit und wenig über die reale Dicke aus


    Eben darum muss das Parkett doch sowieso raus. Du hast 2 Schichten im Boden die nicht tragen, dabei spielt es auch keine Geige wie dick die sind: Die Trittschalldämmung unter dem Parkett und die Isolierung unter dem Estrich. Beides drückt sich durch das Gewicht zusammen, und das unberechenbar weil du die Last ja nur punkt- oder streifenweise auf den Boden bringst. Die 4 oder 8 cm Estrich brechen ganz einfach weg. Punkt, Aus, Ende.
    Die Last muss so oder so DIREKT auf die TRAGENDE Decke, und NICHT auf den Bodenbelag zu dem ja der Estrich letztlich gehört, gebracht werden. Das heisst Parkett raus, Estrich raus. Im Prinzip kannst Du Dir eine Probebohrung also sparen. Schau Dir mal die ganzen Beckenvorstellungen an, alle mit Fliesen- und Parkettböden auf Massivdecken haben diese Probleme. Manche schmeissen die gesamte Grundfläche unter dem Becken raus, andere machen nur im Bereich der Auflager Sockel aus Beton.

    Da lob ich mir meine gute alte Holzbalkendecke aus 30x20-Hölzern...... :grinning_squinting_face:


    MfG jörg

  • Hy,

    also bei 800kg würde ich - je nach Wand - einen Teil versuchen auf die Wand abzuleiten und hoffen dass er Estrich den Rest haelt ...

    Gruß
    Roger

  • Vom Prinzip Hoffnung halte ich nichts, mir ist mal 5 Liter wechselwasser hier ausgelaufen...man glaubt garnicht wieviel Wasser das sein kann wenn es sich auf dem Boden verteilt :face_with_rolling_eyes: 550L netto die sich den Weg durchs Treppenhaus zu den anderen Parteien bahnen will ich mir doch gerne ersparen :grinning_squinting_face:

    Ich war unsicher ob der Estrich nun wirklich raus muss oder nicht, weil bei einigen Beckenvorstellungen haben die Leute sich da weniger Gedanken drüber gemacht...

    Nur das mit der Stahlsteindecke ist mir noch ein Dorn im Auge.

    Wie kann man denn am besten das Parkett+Estrich aus dem Boden bekommen.
    Mit irgendnem Flexartigen Gerät? Die Schnittkanten müssen ja auf jedenfall gerade sein besonders beim Parkett, hat das schonmal jemand gemacht?

    FG Mike

  • Zitat

    Alles abbauen und dann den Estrich verstaerken ...

    :grinning_squinting_face:

    Einmal editiert, zuletzt von CptJogi (1. November 2009 um 14:05)

  • Hy,

    das Parkett je nach Dicke. Bis zu 1cm geht da diese Mini Handkreissaege sehr gut, wenns dicker ist ... hmmm .. evtl. Oberfraese.

    Estrich dann per Flex.

    Eventuell reichen Dir aber auch Punktfundamente. Meine 2500l fussen auf 9 Punktfundamenten.

    Gruß
    Roger

  • Hallo,

    also das Parkett ist kein Problem, am Besten mit einer Kreissäge, lässt sich später auch wieder gut anarbeiten. (Sockelleiste etc.). Bloss nicht zu weit ausschneiden und vorher sorgfältig anzeichnen.
    Estrich wie Du schon selber sagst mit einer Flex. Hier aber das Thema Fussbodenheizung beachten, falls vorhanden.

    Jörg

  • Bin zwar kein Statiker aber ich würde sagen das du 6,7 KN (670 Kg) in der Mitte des Raumes verteilt auf einen Qudratmeter, stellen kannst. An den Punkten A & B (was woh die Wände darstellen sollen) kann man den Fußboden höher belasten. Nur wie gesagt, nicht direkt auf dem Estrich. Der könnte brechen oder das Becken steht nachher schief, da sich die Dämmung unterschiedlich zusammendrücken kann.

    Ich habs gerade gesehen, an den Punkten A bzw. B steht ja auch 13,7 KN/ m²

    VG
    Christian

    2 Mal editiert, zuletzt von chrdeike (2. November 2009 um 14:54)

  • Autsch das tut ja richtig weh, wenn man das hier liest. Gut mag wohl an Unwissenheit liegen. Hier kurz die Aufklärung zur Skizze:
    Die Zahl g = 3,95 kN/m² beschreibt das Eigengewicht der Decke und p = 2,75 kN/m² ist die Verkehrslast inkl. der Teilsicherheitsbeiwerten (Ständige Last mit 1,35 und Verkehrslast mit 1,5).
    Man darf die Decke also nicht mit 670 kg belasten!!! Du darfst max. 275 kg/m² auf die Decke stellen!
    Die A und B sind die Auflagerreaktionen, also die Kräfte/Lasten die in die Wände abgeleitet werden. max M ist das maximale Moment was in der Mitte der Decke auftritt und für die Bemessung der Decke benötigt wird.

    Generell kann man sagen, dass in Wohnräumen nach DIN 1045 eine Verkehrslast von 2 kN/m² angenommen werden, welche mit dem Teilsicherheitsbeiwert von 1,5 multipliziert werden. D.h. eine Decke wird so bemessen, dass auf jedem m² Decke eine Flächenlast von 300kg steht. Haushaltskeller sollten mit einer Verkehrslast von 3,5 kN/m² bemessen werden.

    Woher ich das weiß? 7 Semester Bauingenieurwesen.

  • Hallo Fabian,

    gut erklärt, so wird es sicher vielen klar wie die Skizze zu verstehen ist.

    Jetzt könnte man den gesamten Raum betrachten und vollflächig mit der angenommenen Last verechnen, also den 150kg/m bzw. den 1,5kN/m² mal Grundfläche. Das ist dann sicher viel mehr als das gesamte Aquarium. Die zulässige Last wird also, zumindest auf den gesamten Raum betrachtet nicht überschritten. Es gibt ja noch so Begriffe wie "ausreichende Querverteilung" etc. Prinzipiell ist es sicher auch richtig, dass eine Punktlast in Feldmitte ein höheres Moment erzeugt als am Deckenrand.

    Meine Empfehlung wäre auch nicht diese Last ohne weiteres aufzustellen. Dazu muß ich allerdings auch sagen, dass ich auf genau 1m² ca. 10kN Last einbringe, also ca. 1 Tonne oder 1000kg. Zum nachahmen empfehle ich das nicht, wenn ich mir aber nicht sicher wäre das es hält, würde ich es nicht machen :). Aufstellung an einer tragenden Wand und keine Punktlast sondern gleichmäßig auf 1m², darunter Eichenpaket d=25mm und Estrich mit min. d=45mm (wenn ordentlich verarbeitet) Damit erreicht man eine gute Lastverteilung. Was allerdings passieren kann, dass der Estrich bricht, aber dass Risiko gehe ich ein. Bin mir eben bewußt, dass ich im Schadensfall reparieren muß.

    Gruß
    Stefan

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