Korallensterben hat begonnen.............

  • 1. Welche Koralle/Korallenart ist betroffen?

    Verschiedene, vor Allem aber SPS Montipora) und eine Fungia

    2. Wie lange steht das Tier im Becken?

    Mitte April, also ~6Wochen

    3. Beckenvolumen?

    216l + Technikbecken 45l

    4. Standzeit des Beckens?

    Anfang März, also ~3 Monate

    6. Nach welchem System wird es betrieben (DSB, MiracleMud,...)?

    Abschäumer

    7. Beleuchtung und Alter der Leuchtmittel?

    1x150Watt HQI (7Monate alt) und 4x24 (davon 2x Blue) Watt T5 Compact (3 Monate)

    8. Wasserwerte und welche Tests wurden verwendet?

    a) NO3-- 0,2mg/l mit Salifert, muss durch die Seite des Testgefässes schauen, um eine minimale Verfärbung zu erkennen

    b) PO4-- mit Salifert (und ich glaube ROWA vom Fachmann) nicht nachweisbar, den Test von Gilbers hab ich mir gestern bestellt

    c) Ca-- 390mg/l

    d) KH-- 8

    e) Mg-- 1300mg/l

    f) Ph-- 8,2

    g) Dichte/Salinität-- 1023

    h) Temperatur 25

    i) NO2-- 0,01mg/l auch hier nur durch die Seite etwas zu erkennen

    9. Welche Änderungen wurden in den letzten Wochen/Monaten vorgenommen?

    Keine, außer das ich mit Wasserwechsel ~10% die Woche angefangen habe, nachdem Fische eingezogen sind.

    10. Weitere Zusätze (Spurenelemente, Aminos,...)?

    ReefActiv von TM

    11. Zeigen andere Korallen Symptome?

    Ricordea, Anemonen, Weichkorallen zeigen keine Symptome

    12. Gibt es andere Tiere im Becken, welche für die Probleme als Ursache in Frage kommen?

    Ich habe sehr viele Krabben mit dem LS eingeschleppt, bestimmt 8 Stück, welche aber noch nie an einer Koralle gesichtet wurden


    Hallo,

    habe ein Problem mit meinen Korallenablegern, welche am Anfang sehr gut und schnell gewachsen sind und jetzt keine Polypen mehr zeigen sowie die Farben verlieren und absterben.
    Der Gewebeverlust beginnt von unten her und einen Montiporaableger hab ich so innerhalb von einem Tag komplett verloren.
    Mittlerweile sind noch zwei Montis abgestorben und eine steht sehr schlecht.
    Besonders die "astförmigen" hats erwischt.

    Eine Fungia, welche 3 Wochen sehr gut aussah und immer die Polypen zeigte, ist mittlerweile auch beleidigt, was aber auch von den neuen Zwergkaisern kommen könnte, welche ich schon daran picken sah.
    Die Zwergkaiser sind aber nicht für das Montiporasterben zuständig, dies begann schon früher.

    Auf RTN hab ich die betroffenen Korallen auch schon mit meinem Mikroskop (Bresser Biolux AL) untersucht, konnte aber keine Hinweise finden!
    Braun (Brown Jelly) wurde an den Korallen auch nix und ich glaube, RTN ist auzuschließen!?

    Bei einem Pocillopora-Ableger war der Geweberückgang auch da, hat aber mittlerweile wieder aufgehört.
    Aus den LS ist auch eine LPS-Koralle gewachsen, die mittlerweile aber auch wieder zurückgeht und auch keine Polypen mehr zeigt.

    Im Becken hab ich außerdem noch 2 Cribrinopsis crassa - Mini Anemone, eine Sarcophyton ehrenbergi - Pilzlederkoralle, eine Sinularia, eine Galaxea, Krustenanemonen, eine Pavona und eine Ricordea Florida.
    An denen gibts nix zu entdecken und sie wachsen auch sehr gut.

    Sonst noch im Becken:

    2 Centropyge heraldi
    2 A. Percula
    2 Amblygobius hectori

    2 Lysmata amboinensis
    8 Einsiedler
    4 Turboschnecken

    Ströumg machen 2 getunte Tunze 6025.

    Was könnte es sein? Nährstofflimitierung?
    Ich hab mal angefangen natriumdihydrogenphosphat zu geben und außerdem läuft der Abschäumer seit 3 Tagen nicht mehr und erst seit heute kann ich überhaupt Nitrat/Nitrit nachweisen (siehe Werte oben).

    Algen wachsen übrigens auch keine (außer Kalkrotalgen, ein paar grüne Kugelalgen und 2 Arten auf dem Foto) bei mir.

    Wer kann mir helfen? Wars einfach noch zu früh für SPS? Wasserwerte waren immer top und ich konnt enie etwas messen!

    Was braucht ihr noch für Infos um mir helfen zu können?

    Gruß Lars


    Anbei noch ein paar vorher nachher Fotos

  • Hallo Ari,
    in welcher Dosierung verwendest du denn das ReefActiv?
    Ich habe noch keine Idee was es sein könnte, aber Natriumdihydrogenphosphat würde
    ich nicht zugeben, es könnte ggf. auch schaden.
    Grüße
    Lutz

    Grüße
    Lutz

  • Hi Lutz,

    Reef Activ benutze ich seit der 4. Woche in der halben angegebenen Dosierung.

    Natriumdihy. gebe ich seit ein paar Tagen langsam zu und konnte trotzdem noch keinen Anstieg fesstellen.
    Habe aber mal an der Lösung getestet, ob der Salifert Test überhaupt Phosphat anzeigt.
    Scheint aber (in dieser hohen Dosis) zu funktionieren............

    Ich füttere übrigens viel und oft. Frostfutter (ungespült), Flockenfutter und Granulat im Wechsel, trotzdem konnte ich noch nie Phosphat messen.
    Nitrat ja auch erst, nachdem der Abschäumer jetzt schon 4 Tage aus ist, dann aber auch nur minimal (mit gutem Willen 0,2mg/l).

    Edit:

    Es sieht diesem problem schon sehr ähnlich!

    Klick

    Edit2:

    Kann es durch das massive Wachstum von Kalkrotalgen zu Problemen kommen?
    Wenn ich mir die Bilder vom Anfang ansehe und die Steine jetzt, da hat sich schon einiges getan.

    2 Mal editiert, zuletzt von Ari-Atoll (27. Mai 2009 um 17:22)

  • Hallo,

    Nährstofflimitierung wäre denkbar. Ich würde auf alle Fälle vorsichtig weiter in diese Richtung Massnahmen ergreifen. Andererseits ist das Becken was das Bakteriengleichgewicht angeht nach 3 Monaten sicherlich auch noch nicht stabil, sodass von da her noch keine optimale Grundlage für eine definierte Entwicklung empfindlicher Korallen gegeben ist.

    Vermutlich ist es auch keine gute Idee den Absch. abzuschalten. Der Abschäumer hat auch noch eine andere Funktion als organische Masse raus zu holen, deshalb würde ich ihn laufen lassen.

    Korallen ernähren sich nicht nur von gelösten, messbaren Wasserinhaltsstoffen sondern immer auch von feiner partikulärer Nahrung (Suspensionen). Versuchs vielleicht auch mal damit.

    Auch ich habe Wasserwerte NO3 und PO4 mit diversen tests nicht nachweisbar, allerdings habe ich viel Detrius im Becken und füttere mehrmals in der Woche Schwebefutter. Trotz der geringen Nährstoffwerte wachsen die SPS und haben gute Farben und ein gutes Polypenbild. Dabei starke Abschäumung.

    Ebenso wachsen dabei Schwämme und Röhrenwürmer an allen Ecken und Enden. Es kommt also nie auf nur auf den Faktor gelöste und messbare Nährstoffe, sonder immer auch auf viele andere Aspekte an. Das ist es ja was die Riffaquaristik anspruchsvoll und interessant macht :winking_face: und warum die chemischen Wasserwerte nicht alles über ein Becken sagen.

    Wichtig ist, nicht die Geduld verlieren (was sind schon 3 Monate Standzeit), und keine überhasteten "Brachialmassnahmen", die die Bedingungen zu schnell verändern. Lieber vorsichtig mit Fingerspitzengefühl und unter guter Beobachtung steuern und auch Zeit geben. Rifftiere haben sich über lange Zeiträume an gleichförmige Bedingungen angepasst, weshalb drastische Milliöveränderungen immer ungünstig sind.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!