Erfahrungen mit Seegurken?

  • Hallo zusammen,

    hat jemand Erfahrung mit diversen Seegurken? Besonders würden mich die mit den bunten filtrierenden Arten interessieren (Seeapfel, pseudocolochirus spp.). Hat jemand einen Link über die zuletzt genannten, wo man eine genaue Identifizierung per Bild machen könnte?

    Was mir bekannt ist, ist daß man darauf achten muß, daß sie auf keinen Fall von einer Pumpe angesaugt werden dürfen, da sie sonst ein tödliches Fischgift absondern. Gibt es abgesehen davon irgendwelche Schwierigkeiten im Riffbecken?

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Hallo Ralf,

    ich hatte vor ein paar Jahren mal der Versuchung nicht wiederstehen können und mir so ein Tier gekauft. Das Tierchen hat bei mir knapp ein Jahr gelebt. Ich habe es dann wieder zum Händler gebracht, weil es in dieser Zeit über die Hälfte an Körpermasse verloren hatte. Das Problem bei diesen Tieren ist wohl eine richtige und artgerechte Fütterung mit Plankton. Ich habe versucht, das Tier direkt zu füttern, was jedesmal im damit geendet hat, das die Seegurke ihren Tentakelkranz eingezogen hat und gar nimehr fraß. Eine indirekte Fütterung mit Flüssigfutter habe ich wegen der Wasserbelastung nicht regelmäßig machen können.
    Das ist, wie gesagt, schon einige Jahre her. Vieleicht gibt es ja mittlerweile eine Möglichkeit der Fütterung. Bin selbst mal gespannt, ob es neues in dieser Richtung gibt. In glaube aber nicht, das ich mir solch ein Tier nochmal in mein Becken setze. Die Gefahr einer Vergiftung besteht generell beim Verenden des Tieres. Stell dir vor das passiert irgendwo hinter dem Aufbau. Das Risiko ist mir zu groß.

    Schöne Grüße

    Stephan

  • Hallo Ralf,

    ich halte 2 australische Seegurken. Eine ist schon seit Jahren in meiner obhut, die andere seit ca. 1/2 Jahr.

    Mit etwas Geschick und Geduld lassen sich die Seegurken sehr wohl halten und zum verhungern kommt es nur, wenn man halt nicht richtig oder falsch füttert.

    Ich würde mir immer wieder diese wunderschönen Tiere kaufen... nur für Anfänger sind diese leider nicht geeignet.

    Das Problem mit der Pumpe sehe ich nur in der ersten Zeit, also nach dem einsetzen der Seegurke. Wenn sie erst einmal einen Platz gefunden hat, der ihr gefällt, dann bleibt sie eigentlich auch dort sitzen. Und ausserdem gibt es ja auch Ansaugkörbe... da kommt auch keine Seegurke rein :smiling_face:

    MfG
    Andy

    Einmal editiert, zuletzt von @ndy (6. März 2003 um 18:53)

  • Hi Ralf,
    ich pflege seit ca. 2 Jahren ein mänliches Tier der Pseudocolochirus spp. Ich füttere mit Artemia (Frostfutter) wenn sie ihre Tentakeln raus hat indem ich mit einer Pipette vorsichtig das Futter in ihre Richtung spritze. Wie man die Geschlechter optisch unterscheiden kann würde mich auch noch Interessieren. Ich konnte sehen das es sich bei meiner um ein männliches Tier handelt weil sie 2 Stunden nach dem einsetzen in mein Becken erst mal kräftig abspermte. Danach war das Wasser ein wenig trübe aber es hat nichts schaden genommen. Dieser Vorgang wiederholt sich in regelmäßigen Abständen. Bei den weiblichen Tieren wird gesagt das die Gameten die sie ablegen Giftig seien und von den Fischen gefressen werden können. Ich habe mit meinem Seeapfel keinerlei Probleme gehabt und ich bin der Meinung das sie bei guter Fütterung ein sehr ausdauernder und und leicht zu pflegender Aquariumbewohner sein kann. Ich kann alerdings nicht sagen wie es mit den weiblichen Tieren ist.
    Carsten 

  • Zitat

    Original von @ndy
    Und ausserdem gibt es ja auch Ansaugkörbe... da kommt auch keine Seegurke rein :smiling_face:


    Hallo Andy,
    da haben Bekannte und ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht.

  • Hi KS,

    könnte bei sehr starken Pumpen und zu kleinen Ansaugkorben natürlich passieren.

    MfG
    Andy

  • Hallo Andy,
    die Seegurken sind hochinteressante Tiere, die man eigentlich nur empfehlen kann. Dann allerdings in ein fischloses (!) Aquarium. Das muß nicht einmal sehr groß sein. Die Stachelhäuter aber in ein Riffaquarium zu setzen, ist ziemlich fahrlässig. Die Tiere müssen keineswegs durch eine Pumpe umkommen, eine eingeschleppte Krabbe reicht eigentlich auch schon. Also Finger weg, wenn Fische im gleichen Aquarium alt werden sollen!
    MfG Helmut

  • Hallo Helmut,

    anscheinend bist du ein richtiger "SCHWARZSEHER" :confused_face:

    Wenn ich dich also richtig verstanden habe, bezeichnest du mein Verhalten als fahrlässig?! Ich würde in meinem Riffaquarium, welches einen starken Fischbesatz hat, auch noch eine 2. und 3. Seegurke einsetzen!!!

    Wie würdest du die Leute bezeichnen, die Feuerfische und hochgiftige Lebewesen halten?

    MfG
    Andy

  • Zitat

    Original von @ndy
    Hallo Helmut,

    Wenn ich dich also richtig verstanden habe, bezeichnest du mein Verhalten als fahrlässig?!

    Wie würdest du die Leute bezeichnen, die Feuerfische und hochgiftige Lebewesen halten?

    MfG
    Andy

    Hallo Andy,
    richtig!
    Dein Wohlergehen ist Deine eigene Sache. Die Fische sind leider auf Dein Verhalten angewiesen und diesem hilflos ausgeliefert. Vielleicht berichtest Du dann auch, wenn sich Deine Seegurke "plötzlich und unerwartet" verabschiedet und einige Fische mitgenommen hat. So neu ist eine solche Erkenntnis ja nun nicht.
    Zur zweiten Frage: wer giftige Tiere hält, ist dafür selbst verantwortlich. Ob ich das für richtig halte ist völlig uninteressant!
    MfG Helmut

  • hallo andy,
    ich denke dass helmut das anders meinte als du es verstanden hast. er meinte und da kann ich ihn nur beipflichten, dass seegurken ein ganz schönes giftpotential besitzen können.
    dieses gift (holothurin) gelangt - wenn sie den "löffel abgeben" - ins aquarienwasser und kann so den fischbestand von 100 auf O in ganz kurzer zeit bringen. (deshalb seine aussage - lieber nicht ins riffaquarium mit fischbesatz).
    ich bin zwar nur ein mittelmeeraquarianer, habe aber mit einer kletterseegurke (Cucumaria planci) / siehe bild) vor vielen jahren schon mal eine derartige erfahrung gemacht. seitdem bin ich sehr vorsichtig und beobachte die von mir gepflegten exemplare sehr genau. so kann ich bei "auflösungstendenzen" sofort einschreiten.
    also nichts für ungut.
    liebe grüsse karl
    http://www.guba-mittelmeeraquarium.at

  • Hallo,

    mir ist das alles schon klar, nur fühle ich mich halt etwas angegriffen von Helmut.

    Zitat

    Vielleicht berichtest Du dann auch, wenn sich Deine Seegurke "plötzlich und unerwartet" verabschiedet und einige Fische mitgenommen hat.

    Das hättest du wohl gerne?! Auf solch einen blöden Satz muss ich ja wohl nicht antworten, oder?

    MFG
    Andy

  • Hallo,

    könntet ihr einfach mal eure Erfahrung austauschen ohne euch gleich anzugreifen oder angegriffen zu fühlen ???

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