PO4, No3 >< Photometer gegen Tropftest

  • Hallo

    ich habe jetzt mal mein Wasser mit dem Photometer (WTW MPM2010 )gemessen. Ich gehe mal davon aus, das ich den Werten besser trauen kann wie die Werte der normalen Tropftests.

    Gemessen habe ich mit dem WTW PO4=0,0005 und NO3=1,78.

    Mit den normalen Test hatte ich immer PO4=0,024 (Merk) und N03=6 (Macherey und Nagel).


    Ich habe ein Steinkorallen Becken mit Riffkeramik, die Korallen wachsen und die Polypen sind teilweise los. Aber ich habe immer wieder Korallen bei den das Gewebe sich auflöst. Wenn ich mal den Bodengrund durchwühle, habe ich das Gefühl das sich alle Korallen weiter öffnen.

    Jetzt stellt sich mich die Frage ob ich die Werte PO4, NO3 anheben soll ?
    NO3 gebe ich schon längerezeit 4ml pro Tag (stickstoff+) zu.

    Fütterrung 2 - 3 mal Täglich.

    Was meinst Ihr ob es Sinn macht die Werte anzuheben. No3 so auf 5mg und PO4 gegen 0,01.
    Momentan breiten sich auch langsam wieder Cyanos aus, Silikat habe ich 0,2 auch mit Photometer gemessen.

    KH = 8, CA = 430, MG 1300, PH=8,15 , Redox=280


    Gruß Uwe

  • Hallo Uwe,

    bei so niedrigen Nährstoffwerten würde ich versuchen diese über verstärkte Fütterung anzuheben.
    Das birgt weniger Risiken als eine Phosphat- oder Nitratzugabe und die Fische freuen sich.

    Auf jeden Fall musst du bei so niedrigen Werten sehr häufig messen, um bei Verringerungen sofort reagieren zu können.

    Gruß Armin

  • Hallo Uwe,

    ich möchte hier ganz vorsichtig und bescheiden Kritik an Deinen Angaben oben üben. Du gibst Deine Werte als dimensionslose Zahlen wieder.
    Da ich auch regelmäßig ein Laborphotometer nutze, würde ich gerne anmerken, dass die Größe bei Deiner Phosphat-Messung (0,0005) unmöglich die hier übliche Angabe in mg/l sein kann. Der kleinste Messwert, den unser Labor-Photometer noch erfassen kann ist 0,01 mg/l PO4 und meines Wissens gehen auch neuere Photometer nicht niedriger. Das WTW MPM2010 beinhaltet die Möglichkeit den Wert in mmol/l anzugeben, wobei dann eine Zahl mit drei Stellen nach dem Komma (Anleitung S. 22) ausgegeben wird, also z. B. 0,005 mmol/l. Dein Wert hat aber sogar vier Stellen nach dem Komma!

    Um also Deine Werte beurteilen zu können, solltest Du a) die Größe unbedingt korrekt angeben, b) unbedingt angeben, ob es tatsächlich die Konzentration von PO4 oder PO4-P ist, was bei der Angabe in mmol/l zwar egal ist, nicht aber bei mg/l und c) die Anzahl der Stellen nach dem Komma korrekt wiedergeben.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Uwe,

    vielen Dank für die Richtigstellung. Eine Verdoppelung der Empfindlichkeit der Messung hatte ich schon in Erwägung gezogen und für möglich gehalten, aber eine 20-fach niedrigere Nachweisgrenze erschien mir doch etwas heftig. :winking_face:

    Falls Du die Möglichkeit hast, einen Aufschluß auf Gesamtphosphat zu machen, finde ich das empfehlenswert. Ich komme zwar auch selten dazu, da die Prozedur etwas zeitaufwändig ist, aber gerade bei sehr niedrigen Messwerten um 0,01 mg/l hatte ich oft interessante Ergebnisse beim Gesamtphosphat, die bis zum 6- oder 8-fachen des reaktiven Phosphates betrugen. Bei solchen Ergebnissen wird man doch etwas ruhiger. Vielleicht sollte ich das auch wieder mal machen, da meine Steinkorallen in einer Anlage gerade recht hell sind. Man kann ohne Messung schlecht beurteilen, wo die Konzentration des Gesamtphosphates gerade liegt.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Uwe,

    bei unserem Hach-Lange-Test wird Schwefelsäure und Kaliumpersulfat zu einer Wasserprobe gegeben und 1/2 Stunde geköchelt (ich decke dazu den Kolben leicht ab). Dann wird die Säure mit Natronlauge neutralisiert und evtl. verdunstetes Wasser aufgefüllt bis zur ursprünglichen Probenmenge. Diese aufgeschlossene Probe wird dann ganz normal auf Phosphat gemessen.

    Gruß

    Hans-Werner

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