Cyanos haben den Kampf gewonnen !

  • Liebe Kollegen,

    ich habe die leidige Diskussion zum Thema “ Cyanos “ mit meinem Hilferuf am 02.01.03 mal wieder angeschoben. Seit 16 Jahren betreibe ich nun mein Hobby “ Seewasser “. Es sind immer mal wieder Up’s and Down’s , im Rahmen unserer Erfahrungen. Mein Problem mit dieser roten Seuche, werde ich nicht los, ganz im Gegenteil. Seit 4 Monaten bin ich täglich damit beschäftigt, Herr über der Lage zu werden.

    Das habe ich bisher getan:

    Tägliches Absaugen des Bodengrundes inkl. der verschiedenen Stellen im Riffaufbau und einen damit verbundenen Wasserwechsel von ca. 40 Liter. ( Bei meinem 1000 Liter Becken liegt der Zeitaufwand bei ca. 1,5 Std. )

    Die Verwendung von Phosphatminus der Fa. Rowa

    Der Einsatz von Aktivkohle

    Beide Medien werden alle 8 Tage ausgetauscht

    Doppelte Dosierung von EasyLife

    Austausch der ATI Beleuchtung

    Überprüfung der Osmoseanlage


    Alle Maßnahmen haben noch nicht im Ansatz einen Erfolg gebracht. Jetzt habe ich keine Lust mehr und werde alles verkaufen.

    Die letzte Chance sehe ich in der Chemiekeule, da ich sowieso nichts mehr zu verlieren habe. Vielleicht hat dazu noch jemand einen Tipp.

    Vielen Dank für Eurer Feedback.

    Viele Grüße

    Andreas

  • Hallo Andreas,

    du solltest mal den Silikat-Wert im Wasser messen, Danach sehen wir dann weiter.

    Das mit der chemischen Keule ist nicht die Lösung, da du leider nur das Symtom bekämpfst aber nicht die Ursache. Also vergiss das mal ganz schnell.

    mfg Stephan

    PS: Ich hatte den schei... auch über Monate, jetz hab ich es schon längere Zeit im griff.

  • Andreas,

    es wäre doch sehr schade aufzugeben und jetzt alles zu verkaufen. Versuche doch vorher vielleicht einfach mal ein bischen zu experimentieren.

    Könnte es vielleicht sein, dass es gar keine Cyanos sind, sondern vielleicht eine Goldalge? Wir hatten noch am Wochenende während einer Autofahrt eine Diskussion über dieses Thema.

    AlgenEX war in diesem Fall die Lösung.

    Lass den Kopf nicht hängen ... :winking_face:

    Viele Grüße

    Andre

  • Hallo Andreas,

    dieses Problem hatte ich auch :loudly_crying_face:

    Ich hatte zu hohe Silikatwerte,habe dies aber erst nach der "chemischen Keule" festgestellt.

    Damals habe ich Antired verwendet und keine Probleme damit gehabt.
    Weder Steinkorallen noch Xenien(habe sich nur für 2 Tage zusammengezogen) gingen ein.
    Dies soll keine Empfehlung sein sondern nur meine Erfahrung mit dem Mittel wiedergeben.

    Seitdem hatte keine Cyanos mehr im Becken :grinning_squinting_face: Hatte aber nach der Behandlung einen großzügigen Wasserwechsel gemacht.
    Meine Silikatwerte habe ich mit Silicarbon runter bekommen.
    Zum Glück ist diese Horrorzeit 1 Jahr her.

    Grüße und nicht aufgeben :))

    Grüße

    Markus

    Einmal editiert, zuletzt von Markus Emge (24. Februar 2003 um 16:53)

  • sollten es cyanos sein...kann da nur das antired von ab empfehlen, hatte es auch mal und alles hats überlebt,mfg torty :winking_face:

  • Hallo Andreas,

    ich habe genau das gleiche wie du hinter mir. Monatelang diesen scheiß roten Belag, der alles überwuchert und alles Leben darunter vernichtet. Trotz regelmäßigem absaugen sieht man keine Verbesserung. Manchmal hatte ich den Eindruck, das der Belag schneller wächst, als man absaugen kann. Man liest dann im Forum von den Leuten, die mit Phosphat- und Silikatabsorbern problemlos die Lage in den Griff kriegen. Anscheinend klappt das bei jedem, nur nicht bei einem selbst und irgendwann fängt man an zu denken, das man für dieses Hobby einfach zu blöd ist. Ich habe mich vor ca. 3 Wochen dazu entschieden, die chemische Keule einzusetzen. Das war in mehr als 10 Jahren Meerwasseraquaristik das zweite mal, das ich Chemie eingesetzt habe. Beim ersten mal war es Concurat gegen Planarien und jetzt AntiRed gegen Cyanos. Bis jetzt kann ich wirklich ein positives Fazit ziehen. Die Cyanos sind bis auf einige, kleine Reste verschwunden. Das einzige Problem was ich habe ist, das seitdem eine Pilzlederkoralle nicht mehr richtig aufgeht. Das werde ich weiter beobachten. Sonst ist alles O.K.. Stephan, du sagst man sollte die Finger von Chemie lassen. Eigendlichn hast du Recht aber glaube mir, wenn dich solch eine Plage dermaßen lange und intensiv im Griff hat, dann setzt du das Zeug ein, nur um mal wieder einen einigermaßen ordentlichen Anblick genießen zu können und um nicht ständig von deinen Besuchern gesagt zu bekommen, das du dein Becken vernachlässigst und dich vieleicht ein bischen mehr drum kümmern solltest. Es gab Zeiten, da hätte ich am liebsten niemand in die Wohnung gelassen, so habe ich mich für diesen " Schandfleck " geschämt. Also Andreas, bevor du alles hinschmeißt, versuche nochmal eine Behandlung mit AntiRed. Ich bin bis jetzt zufrieden damit. Vieleicht ist die Ursache wirklich nicht beseitigt ( aber wer kann denn mit Sicherheit sagen, das dies nicht so ist ???? ), aber man hat zumindest optisch mal eine Verschnaufpause erhalten.
    Kopf hoch und mach weiter.

    Schöne Grüße

    Stephan

  • Hallo Andreas,
    ich hatte auch Cyanos - sie waren nach einer Woche verschwunden und das nach dem einsetzen zweier Amblygobius phalaena. Ob diese die Cyanos gefressen haben ? Ich glaub´s nicht, aber vielleicht haben sie sie durchs dauernde graben und fressen von der Deko einfach nur gestört und sie sind deshalb verschwunden. Wie auch immer ich finde es ist einen Versuch wert- was hast du zu verlieren ?

    Einen erfolgreichen Kampf wünscht Dir
    Heinz-Georg

  • @Longo:

    gebe dir vollkommen recht: die plage wächst schneller als man sie absaugen kann. Ich habe auch mal antired in einem anderen aqua eingesetzt. Nach 2 tagen waren alle schmieralgen weg (der typ hatte sogar blaue drin!) und die sind nie nie wieder gekommen.

    Viele Grüße,

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • Hallo Andreas !
    Hatte in meinem ersten Becken mal Cyanos drin und probierte auch das Antired aus (auf Empfehlung meines Händlers), die Cyanos wurden innerhalb von ein paar Stunden erstlos vernichtet und wurden zum Glück nie wieder gesehen.
    Nun alle Weichkorallen und Xenias hatten das ganze ohne Probleme überstanden.
    Aber mein blauer Schwamm war nach einem Tag ganz weiss und ist zerfallen, sogar das überstand der Rest im Becken, habe dann aber auch bestimmt 1 kg
    Aktivkohle verpulvert.
    Also alle Schwämme vorher am besten entfernen.
    Viel Glück und nicht aufgeben

    Wensi

  • Hallo Andreas,

    ich muss auch noch meinen Senf dazugeben, damit du dieses schöne Hobby nicht aufgibts. Vor sieben Jahren hatte ich auch mal Cyanos. Die Ursache war eine Plastiktonne. Ich machte ständige Wasserwechsel um die Cyanos in den Griff zu bekommen, aber alles wurde nur noch schlimmer, da die Wasserwechsel- und Aufbereitungstonne der Verursacher war. Nach dem Wechsel auf ein Glasbecken zur Wasseraufbereitung gingen die Cyanos innnerhalb von 2 Wochen vollständig zurück.
    Die Tonne war aus dem Baumarkt und hatte auch einen üblen Geruch nach Lösungsmittel, speziell wenn Salzwasser in ihr gelagert wurde. Ahnliches hatte ich bei anderen Aquarianern bei Verwendung eines Rieselfilters über SERA-Biowürfel (oder so?) beobachtet. Dies war aber nicht so stark. (Früher waren diese Würfel wirklich inn.)
    Meine Überzeugung: Weichmacher in Kunststoffen können Cyanos verursachen.

    P.S. Auf die Chemiekeule würde ich verzichten. Dadurch wird meistens alles noch schlimmer.

    Gruß Arne

  • Hi ihr,

    meint ihr denn wirklich das Antired das Problem löst?

    Genau das was Wensi da beschreibt mit dem Schamm würde mir erheblich zu denken geben, wen der so reagiert was ist dann mit den Microorganismen in unseren Lebenden Steinen? Sind die nach dieser Behandlung auch hinüber? Wenn ja, kann ich mir ja gleich die toten ins Becken setzen und spare ´ne Menge Geld.

    Also das ist nur mal so ein Gedanke zur Disskusion um die "chemische Keule".

    mfg Stephan

    PS: Sucht doch lieber mal die Ursache.

  • Hallo,
    mit Chemie bekämpft man erstmal die Sache aber die Ursache ist immer noch vorhanden!!! Sollte man auch mal drüber nach denken!!!

  • Hallo Arne,

    Zitat

    Original von Arne Flemming
    Meine Überzeugung: Weichmacher in Kunststoffen können Cyanos verursachen.

    P.S. Auf die Chemiekeule würde ich verzichten. Dadurch wird meistens alles noch schlimmer.

    Cyanobakterien sind immer (!) in unseren Aquarien vorhanden, in jedem !

    Erst wenn eine Situation geschaffen wurde die es ihr ermöglicht sich zu vermehren, tritt sie in Massen auf. Mitunter reicht es einfach sie wachsen zu lassen, "Totwachsen" haben wir früher dazu gesagt. Wenn die Stoffe von denen sie sich ernähren verbraucht sind, verschwinden sie von ganz alleine. Wird jedoch die "Nahrung" über die Photosynthese gedeckt ist es kaum möglich sie "auszuhungern". Man muß dann mit verschiedenen Lichtquellen experimentieren bis man eine erwischt, dessen spektrale Zusammensetzung keine Wirkung auf die photosynthetischen Pigmente ausübt.

    Natürlich können auch Weichmacher zu den Nährstoffen zählen und darum würde ich den nicht so absolut hinstellen wollen sondern es so einordnen, daß auch die Weichmacher in Kunststoffen auslösender Faktor sein können.

    Ganz gemein wird es aber wenn beide Faktoren zum Tragen kommen, also Lichtquelle und Substanzen wie z.B. Phosphate, Nitrate, Eisen und so weiter. Es ist bis heute nicht möglich, einen einzigen Stoff zu benennen der für Wachstum und Vermehrung verantwortlich gemacht werden kann und darum gilt es wohl auch an das Unwahrscheinlichste zu denken. Sind es irgendwelche Abbaustufen der Oxydation, dann hilft z.B. Biocoryn H3 sehr häufig aber leider nicht in jedem Fall, so daß man keine Garantie für einen Erfolg aussprechen kann aber versuchen sollte man es auf jeden Fall.

  • Zitat

    Original von Stephan P
    PS: Sucht doch lieber mal die Ursache.


    Das ist sehr schön und leicht gesagt. Gut dass wir ja wissen, was die ursachen für cyanowachstum sind.

    Auch mal ein PS und denkansatz von mir: Lest mal ralphs posting durch. Sollte Licht ein essenzieller stoff der cyanos sein, kannst du dein leben lang nach der ursache suchen...

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • Hallo Ralph,
    Es ist bis heute nicht möglich, einen einzigen Stoff zu benennen der für Wachstum und Vermehrung verantwortlich gemacht werden kann und darum gilt es wohl auch an das Unwahrscheinlichste zu denken

    <<<< und da halte ich immer noch an dem Silikat fest. Es ist nur meine Meinung aber ich bin weiter hin 100% davon überzeugt.

    iP,
    auch wenn euer Wasser noch so gut sein sollte. Teste es mal auf Silikate, falls diese vorhanden, filtere das Wasser mal nur über einen Reinstwasserfilter sprich Silikatfilter. finde es schon bissle komisch das du schreibst das Du die die Ursache nicht findest aber nur Leitungswasser benutzt. Denke mal darüber nach. Mit dem Licht ist so eine Sache, sicherlich reagieren die Cyanos auch auf schlagartige Miliouveränderungen!!!!

  • Hallo Stephan

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    <<<< und da halte ich immer noch an dem Silikat fest. Es ist nur meine Meinung aber ich bin weiter hin 100% davon überzeugt.

    Beweise?

    Ich habe dich das schon mal gefragt und keine Antwort erhalten. Reinstwasserfilter entziehen dem Wasser mehr als Si gleiches gilt für Austauscherharze bzw Silicarbon. Es gibt eine Sncyanose zwichen Rhizosolenia (Kieslalge) und Richelia intracellularis (Blaualge). Da war aber schon. Bei den geschilderten Erscheinungsweisen bezweifle ich oft stark das überhaupt Cyanobacter in größeren Mengen daran beteiligt sind.

  • Hallo Stephan,

    ich zweifele nicht an, daß Du und auch andere Erfolg mit Silikatadsorbern hast, sehe es aber sonst so wie Bernd.

    In keiner der mir zugänglichen Literatur werden Silikate überhaupt auch nur erwähnt. Zuchtanleitungen wo Cyanobacter auf Agar Nährböden angesiedelt werden, enthalten keinerlei Silikate oder verwandte Stoffe. Es würde vermutlich zu weit führen diese Anleitungen online zu stellen (ich müßte sie abschreiben) aber wenn jemand glaubt das könnte ihm helfen, will ich das gerne machen.

    Ansonsten siehe das was ich eingangs oben geschrieben habe.

  • Zitat

    Original von BerndQ
    Hallo Stephan


    Beweise?

    Ich habe dich das schon mal gefragt und keine Antwort erhalten. Reinstwasserfilter entziehen dem Wasser mehr als Si gleiches gilt für Austauscherharze bzw Silicarbon. Es gibt eine Sncyanose zwichen Rhizosolenia (Kieslalge) und Richelia intracellularis (Blaualge). Da war aber schon. Bei den geschilderten Erscheinungsweisen bezweifle ich oft stark das überhaupt Cyanobacter in größeren Mengen daran beteiligt sind.

    Hallo Bernd,
    Beweise, ganz einfach. Nach jahrelangem suchen der Ursache wegen den Cyanos. Also alle Werte ok, aber immer Cyanos vorhanden und das nicht wenige. Dann kamm ein Wert ins Gespräch der da ist Silikat. Vorher noch nie was darüber gehört bzw. war für den narmalo Aquarianer nicht messbar. Dann kam ein Test von Salifert. Diesen geordert und gemessen. Aha ein Wert von 1.0 mg kam zum vorschein. Also Silicarbon als erste Massnahme. Dieses wurde aber auf die Dauer zu teuer daher direkt einen Reinstwasserfilter. Nach und nach wurde der Wert immer weniger und auch die Cyanos. Seit die Silikate nu nicht mehr messbar sind gab es auch nie wieder Cyanos. Der Gegenversuch. Ein Wasserechsel mit normalem Leitungswasser unternommen wo der Silkatgehalt bei 5mg liegt und siehe da direkt wieder Cyanos. dieses ist aber nicht nur bei mir so. Daher bin ich 100% davon überzeugt. Es gibt ja sehr viele Vermutungen Reinstform, Schmutzform, zu hohe Kh u.s.w. M.e ist und bleibt es aber der Silikatwert, dieser denke ich ist auch im Leitungswasser sehr unterschiedlich was die Jahreszeit betrifft, daher berichten auch sehr viel Aquarianer von einer Plage zu Gewissen Jahreszeiten. Das ist eine Überlegung meinerseits!!!

  • Hallo Stephan,

    bist du dir denn sicher, daß es sich um Cyanos, also sogenannte Blaualgen handelt? Könnten es denn nicht Diatomeen, sogenannte Goldalgen sein? "Blaualgen" werden von Ulrich Sommer (Algen, Quallen, Wasserfloh) auch als die Disteln auf der Wiese beschrieben. Keiner mag sie essen.

    Er beschreibt das Zustandekommen einer Algenblüte durch ein Ungleichgewicht der Nährstoffe. Wenn nämlich die Stickstoffverbindungen wie Nitrat oder NH4 aufgebraucht sind, Phosphor aber noch vorhanden ist, haben sie die bessere Überlebensstrategie. Viele Arten können nämlich gelöstes Stickstoff [N2] direkt aufnehmen. Bakterien und normale Algen können das nicht.

    Hängt dein Erfolg, vorrausgesetzt es handelt sich um echte Cyanos, jetzt mit dem Fehlen von Silikat oder mit dem Einsatz bestimmter Wasserfilter zusammen? Das ist die große Frage.

  • Hallo Thomas,
    bin mir sicher das es Cyanos waren. Meiner Meinung nach besteht auch ein Zusammenhang zwichen den Silikaten und den Cyanos. Wäre auf jeden Fall ein guter Ansatzpunkt für die Chemiker unter uns bzw. die Leute die eine Möglichkiet haben 100% den Wert zu ermitteln..

  • Hallo Stephan

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Meiner Meinung nach besteht auch ein Zusammenhang zwichen den Silikaten und den Cyanos. Wäre auf jeden Fall ein guter Ansatzpunkt für die Chemiker unter uns bzw. die Leute die eine Möglichkeit haben 100% den Wert zu ermitteln..

    Selbst wenn Silikat n.n. währe, währe der Schluß etwa so, als wenn man eine Maus in eine luftdichte Dose schließen würde und den Tod auf Lichtmangel zurückführen würde.

  • Hallo Stephan

    Zitat

    Original von Stephan Busch

    Hallo Bernd,
    Beweise, ganz einfach. Nach jahrelangem suchen der Ursache wegen den Cyanos. Also alle Werte ok, aber immer Cyanos vorhanden und das nicht wenige. Dann kamm ein Wert ins Gespräch der da ist Silikat. Vorher noch nie was darüber gehört bzw. war für den narmalo Aquarianer nicht messbar. Dann kam ein Test von Salifert. Diesen geordert und gemessen. Aha ein Wert von 1.0 mg kam zum vorschein. Also Silicarbon als erste Massnahme. Dieses wurde aber auf die Dauer zu teuer daher direkt einen Reinstwasserfilter. Nach und nach wurde der Wert immer weniger und auch die Cyanos.

    Wenn du mich schon zitierst versuche bitte auch den Sinn von dem Geschriebenen zu erfassen.

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Seit die Silikate nu nicht mehr messbar sind gab es auch nie wieder Cyanos. Der Gegenversuch. Ein Wasserechsel mit normalem Leitungswasser unternommen wo der Silkatgehalt bei 5mg liegt und siehe da direkt wieder Cyanos. dieses ist aber nicht nur bei mir so.

    Im Leitungswasser ist wohl ein wenig mehr gelöst als Silicat

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Daher bin ich 100% davon überzeugt. Es gibt ja sehr viele Vermutungen Reinstform, Schmutzform, zu hohe Kh u.s.w. M.e ist und bleibt es aber der Silikatwert, dieser denke ich ist

    Reine Vermutungen, gerade der Silicatwert dürfte im Jahreslauf relativ gleich im Leitungswasser sein.


    Zitat

    Original von Stephan Busch
    auch im Leitungswasser sehr unterschiedlich was die Jahreszeit betrifft, daher berichten auch sehr viel Aquarianer von einer Plage zu Gewissen Jahreszeiten. Das ist eine Überlegung meinerseits!!!

    Gerade die Sache mit den Jahreszeiten läßt eher wieder andere Verdächtige in den Vordergrund rücken.

  • Hallo Bernd,
    sicherlich Vermutung für mich steht es aber fest. Ich schreibe halt so wie ich denke. Habe es ja auch nicht gelernt.Zu dem zitieren da habe ich mir nichts bei Gedacht, weist ist für mich halt eine direkte Antwort auf dein Posting :)) An welche Verdächtigen denkst du im Zusammenhang mit den Jahreszeiten?

  • Hallo Stephan

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    An welche Verdächtigen denkst du im Zusammenhang mit den Jahreszeiten?

    NKP-Dünger bzw Jaucheaustragung. Es gibt nachweisbar Parallelen zwischen Düngeraustrag in der Landwirtschaft und Anstieg korrespondierender Werte im Leitungswasser.

  • Hallo Bernd,
    ja darüber habe ich auch schon nachgedacht. Erkläre mir aber bitte mal warum es nicht an den Silicaten liegen kann. Es geht mir halt nicht aus dem Kopf. Habe auch nochmals nachgedacht und da viel mir ein das ja auch einige Aquarianer beschreiben das es eventuell an dem Salz liege was sie verwenden. Hmm bekanntlich haben ja einige Salze einiges an Silicaten. Es muss doch dahinter zu kommen sein warum die Cyanos ausbrechen. Ich meinerseits kann nur nochmals wiederholen das sie bei mir und auch einigen Bekannten nie wieder aufgetretten sind seit wir auf den Silicatwert achten!!!

  • Hallo Stephan

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    ja darüber habe ich auch schon nachgedacht. Erkläre mir aber bitte mal warum es nicht an den Silicaten liegen kann. Es geht mir halt nicht aus dem Kopf.

    Weil in keiner Nährlösung für Cyanobacter Si-Verbindungen drin sind. Ich kann in jede verfügbaren Cyanobacterstammkultur Silicat Pfundweise reintun und der wächst deshalb nicht mehr. Links zu Algenkultursammlungen udn entsprechenden Nährlösungen kann ich gerne nachreichen.
    Mit anderen Algenarten siehts da schon anderst aus.

    Weiter ist es so wie ich schon mal geschrieben habe, Silicacarbon und Reinstfilter ziehen ja nciht nur Silicat aus dem Wasser.


    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Habe auch nochmals nachgedacht und da viel mir ein das ja auch einige Aquarianer beschreiben das es eventuell an dem Salz liege was sie verwenden. Hmm bekanntlich haben ja einige Salze einiges an Silicaten.


    Und über 60 weitere Elemente drin.


    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Es muss doch dahinter zu kommen sein warum die Cyanos ausbrechen.


    Da gibts genug Gründe. Durch Fällung reichern sich zB viele Stoffe im Boden an. Nur eine leichte Verschiebung der Wasserparameter kann dann zur Freisetzung führen. Das ist jetzt nur ein Ansatz von dreien die mir auf Anhieb einfallen würden.

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Ich meinerseits kann nur nochmals wiederholen das sie bei mir und auch einigen Bekannten nie wieder aufgetretten sind seit wir auf den Silicatwert achten!!!

    Weil das der einzige "exotische" Wasserwert ist, auf den ihr achtet.

  • Hallo Bernd,
    es leuchtet mir ja schon ein. Aber es ist Gewiss nicht der einzige Wert worauf wir achten :grinning_squinting_face: Denke ansonsten ständen die Aqua`s nicht so gut da :winking_face: Ne verstehe schon wie es gemeint ist. Kann man den nicht Untersuchungen anstellen die genauestens Auskunft darüber geben welche Werte aus dem Wasser durch einen Reinstwasserfilter herrausgefiltert werden?

  • Hallo Stephan

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    es leuchtet mir ja schon ein. Aber es ist Gewiss nicht der einzige Wert worauf wir achten :grinning_squinting_face: Denke ansonsten ständen die Aqua`s nicht so gut da :winking_face: Ne verstehe schon wie es gemeint ist.

    Habe ich ja auch nicht behauptet


    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Kann man den nicht Untersuchungen anstellen die genauestens Auskunft darüber geben welche Werte aus dem Wasser durch einen Reinstwasserfilter herrausgefiltert werden?

    Wenns wirklich ein Reinstwasserfilter ist, zieht der so ziehlich alles raus. Leitwertmessgeräte zeigen dann vielleicht noch was auf der 3. Nachkommastelle an.

  • Hallo zusammen
    ich habe mir nicht alles durchgelesen aber meine Empfehlung ist Amberlite nach der Osmose, ist dieses bei mir verbraucht kommen die Cyanos langsam am Boden wieder.

    Mfg Gunther

  • Hallo,

    nach wie vor glaube ich zu wissen, dass Cyanobacter kein Silikat nutzen können. Wenn anscheinend dennoch eine Korellation zwische Cyanos und Silikat beobachtet werden kann, dann über ein oder mehrere andere Faktoren. (Prinzip von der Korellation zwischen dem Rückgang der Störche und sinkender Geburtenraten mit der Schlussfolgerung dass die Babys vom Storch gebracht werden.)
    Die einzige mir einleuchtende Erklärung ist die, dass die Cyanos (oder wenigstens einige sessile Arten - Zitat Bernd) den biologischen Belag auf Substrat als Nahrungsquelle nutzen können, wenn das Wasser an Nährstoffen etc. nix mehr hergibt. Dies ist eine Erklärung für das Phänomen, dass die Cyanos häufig in alteingerichteten Becken mit sehr guten Wasserwerten auftreten.
    Als persönliche Reaktion darauf habe ich mich als alter Wilkensjünger an die Ausagen des Meisters erinnert, dass man ca. alle 5 Jahre eine Generalreinigung des Becken machen sollte, und am 16.02. allen Bodengrund raus getan, allen Dreck abgesaugt (170l bei Beckenvolumen ca. 1100l) und frischen Bodengrund eingebracht. Seither ist Ruhe; mal sehen wie die Sache weiter geht.

    An Wensi,
    wenn Dein blauer Schwamm einer mit symbiontischen Blaualgen war, ist klar dass der hops geht.

    Bis denn

    Klaus-D.

  • Hallo,
    so habe die ganze Nacht nicht schlafen können wegen dieser Cyanos. Da hat man selber schon lange keine mehr und trotzdem Rauben sie einem den Schlaf :loudly_crying_face: Was nu auch immer die Plage auszulösen scheint, es scheint im Leitungswasser seine Ursache zu haben. Daher ist es mir dann doch auf jeden Fall sinnvoll nur Osmosewasser in Verbindung mit einem Reinstwasser,- bzw. Silicatfilter zu verwenden als Nachfüllwasser und auch Ausgleichswasser, richtig???

    PS: Und wenn die Cyanos 1000mal keine Silicate benötigen, scheint es mir immer noch in welcher Hinnsicht auch immer eine Verbindung zu geben!!!

  • Liebe Kollegen,

    zunächst möchte ich mich ganz herzlich für das zahlreiche Feedback und Euren Zuspruch bedanken.

    Ihr habt mich motiviert trotz der Tiefschläge und meinem Vorhaben alles an den Nagel zu hängen, noch einmal zu Experimentieren.

    Die Firma Korallin hat mir angeboten mein Osmose- und Aquarium- Wasser auf Silikat zu testen. Das Ergebnis wird mir morgen oder übermorgen vorliegen.
    Sollte Silikat nachgewiesen werden, versuche ich mit Silicarbon das Problem in den Griff zu bekommen. Sollte das nicht greifen wäre in der zweiten Instanz der Einsatz von Antired wohl kaum zu vermeiden.

    Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass ich primär die Suche nach der Ursache anstreben sollte. Aber wie heißt es so schön “ Huste mal wenn Du keinen Hals hast “.

    Die Ursachen sind nach Euren Kenntnissen so Vielschichtig und dann in dem individuellen Aquarium- Milieu noch einmal unterschiedlich.

    Ich halte Euch auf jeden Fall mit den relevanten Zwischenergebnissen auf dem Laufenden.

    Viele Grüße

    Andreas

  • Hallo Andreas,
    schön zu hören das Du weiter machst :)) Bin auch sehr gespannt auf das Messergebniss. also kopf hoch es werden Cyanofreie Tage kommen :winking_face:

  • Hier ist jetzt einige Tage nichts mehr passiert. Was machen die Wassertests? Oder gibts schon erfolge im Kampf gegen Cyanos?

    Ich habe auch heftige Probleme und habe das AntiRed schon neben dem Becken stehen. Ich bin aber noch am Zögern, außerdem möchte ich den Palaenas noch ein paar Tage Zeit lassen.

    Gruß
    Heiko

  • Hi,
    aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß Cyanos (zumindest bei mir) direkt mit der Wasserqualität zu tun haben.
    Ich hab über ein Jahr lang Leitungswasser zum Wasserwechsel und Nachfüllen benutzt.
    Ergebnis: Es gab immer ein paar Flecken mit Cyanos.
    Jetzt (seit ca. einem halbem Jahr) bekomme ich hochreines destiliertes Wasser aus einer Klinik :grinning_squinting_face:
    Ergebnis: Keine einziges Cyano-Bakterchen mehr zu sehen!!
    Wie das genau zusammenhängt weiß ich auch nicht, aber da ich sonst nichts am System geändert habe, hängt es bestimm auch mit der Wasserqualität zusammen.

    Gruß
    Alex

  • Hallo zusammen !

    > Klaus, tja da mit dem blauen Schwamm und den Blau-algen hätte ich damals wissen müssen... tja da hätte der Händler ja einen Hinweis geben können... leider lernt man mit negativen Erfahrungen.

    Habe jetzt auch in meinem neuen 1000 Liter Steinkorallenbecken Cyanos, bis jetzt nur an einzelnen Stellen, aber leicht mehr werdent... warte natürlich noch ab... (hatte das alte Steinkorallenbecken 360 gut 2 Wochen im Kreislauf mit dem neuen, um es einfahren zu können, habe dann alles umgeräumt... musste so schnell gehen weil eine akute Gefahr bestand das die Füsse des alten Beckens jeden moment wegzubrechen drohten - ROST).
    Also am Anfang hatte ich auch zuviel Silikat im neuen Wasser über 0,3 (Salifert), hatte das aber mit 3 Tüten Silikabon schnell im Griff... aber gut 2 Wochen nach verschwinden der braunen Schmierlagen kamen die Cyanos... tja vielleicht ist das Wasser noch zu sauber (Nitrat fast 0- Merck), PO4 (fast nicht nachweisbar- Salifert).

    Übrigens hat mir ein Meerwasserfreund der bei den Wasserwerken schon gearbeitet hat erzählt, das im Winter oft die 2-5 fache Menge Silikat im Leitungswasser ist, wegen einer Erhöhung der Durchflussgeschwindigkeit und Frostschutz... soweit ich mich an seine Worte erinnern kann !

    Bis dann
    Wensi

  • Zitat

    Original von Alex M.
    ....
    Jetzt (seit ca. einem halbem Jahr) bekomme ich hochreines destiliertes Wasser aus einer Klinik :grinning_squinting_face:
    Ergebnis: Keine einziges Cyano-Bakterchen mehr zu sehen!!

    Hi Alex,

    freu Dich nicht zu früh. Obwohl ich seit Anfang an nur Wasser aus einer Labor VE-Anlage nehme, tauchen im Frühjahr trotzdem immer wieder kleine Populationen auf. Nichts dramatisch und ich tue auch nichts dagegen. Sie verschwinden wieder von alleine.

    Es scheint für mich zumindest so, als ob die latenten Populationen im Becken ausreichen um im Frühjahr wieder sichtbare Beläge hervorzurufen. Mit normalen Leitungswasser wäre es aber wahrscheinlich viel schlimmer.

  • Hallo Andreas,

    melde dich doch mal wieder.
    Mich wuerde auch mal interessieren wie es bei dir weitergegangen ist und was bei den Wassertests rauskam.
    Eine Frage habe ich auch nochmal.
    Ich benutze fuer meinen Wasserwechsel aufbereitetes Grundwasser. Das Wasser wird erst durch eine Osmoseanlage und dann nochmal ueber einen Mischbettfilter geleitet.
    Am Ende weisst mein Wasser noch einen Leitwert aus, der zwischen 1 und 15 liegt. Wenn der Leitwert 15 erreicht hat, wird das Harz im Mischbettfilter erneuert. Aufgrund dieser Wasseraufbereitung habe ich in letzter Zeit keine genaueren Messungen dieses Wassers durchgefuehrt ( Silikat o. aehnliches ).
    Kann bei dieser Wasseraufbereitung und dem gemessenen Leitwert denn ueberhaupt noch Silikat in schaedlicher Menge vorhanden sein ?

    Schoene Gruesse

    Stephan

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!