Notstromversorgung mehrerer Red Dragon Pumpen

  • Hallo,

    leider konnte ich zu meinem Problem im Händlerforum keine zur Lösung meines Problems beitragende Antwort des Herstellers bekommen und um mehr Input von den Mitglieder zu bekommen versuche ich nun mein „Glück“ hier noch einmal.........

    In meiner Aquarienanlage laufen eine RED DRAGON 14000, eine RED DRAGON
    12000 und zwei RED DRAGON 6000, die ich notstrommäßig absichern will.

    Eine Alternativlösung mit Strömungspumpen oder Ausströmern kann es für mich nicht geben, da mein
    Hauptproblem nicht die Notfallversorgung der Tiere ist, natürlich soll das „so nebenbei“ damit auch gleich gelöst sein,
    meine Sorge ist vielmehr, der bei Stromausfall mittlerweile entstehende Wasserschaden im Fischkeller!

    Mein Fischkeller ist ein typisch gewachsener Fischkeller. Nach jedem Becken sagte ich zu meiner Frau und glaubte
    dies immer auch selbst: „Nun ist aber wirklich Ende, mein Schatz!“ :yrf

    Leider oder je nach Blickwinkel auch zum Glück, hab ich eine diesbezüglich sehr tolerante Frau und meine Becken sind nicht gerade klein, zuerst kam ein 2.500er, das über ein 450 Liter Filterbecken versorgt wird.
    Bei Stromausfall fließt jeweils das Wasser bis zur Unterkante eines auf ein Standrohr aufgesteckten PVC-T-Stückes zurück ins Filterbecken, welches das Rücklaufwasser aber nicht komplett aufnehmen kann. Deshalb fließt ein Teil davon mittels einer weiteren Verrohrung am Filterbecken in den Pumpensumpf des Kellers, von wo aus es in den Abwasserkanal aus dem Haus gepumpt wird. Die Pumpenkammer des Filters behält unter deren Überlauf gerade so viel Wasser zurück, dass die Pumpe bei wiederkehren des Stromes nicht trocken läuft. Anschließend fülle ich das verloren gegangene Wasser auf und gut ist’s.

    Ich hoffe, das Prinzip einigermaßen verständlich erklärt zu haben. Alle meine weitern Becken funktionieren nach dem gleichen Prinzip.

    Als nächstes kamen zwei kleinere Becken, mit 250x80x60 und 120x60x60cm an einem 111x60x60cm Filter ans System.
    Anschließend ein 300x260x80cm Becken an einem 250x85x65cm Filter. An den gleichen Filter wurden dann noch ein 300x110x80cm und ein 180x135x80cm Becken angeschlossen. Zuletzt kam dann ans erste Becken, mit dem 450 Liter Filter auch noch ein weiteres 280x145x80er Becken dran. Nun war tatsächlich Schluss, da der Keller nun schlichtweg voll war!

    Jedes der drei System testete ich ob des ausreichenden Überlaufes bei Pumpenausfall und alles klappte wunderbar, der Filter nahm das Rücklaufwasser jeweils auf, führte den Überschuss an den Pumpensumpf des Kellers ab und wenn die Pumpe wieder anlief, dann lief die Förderpumpe der letzten Kammer trotzdem nicht trocken......alles wunderbar dachte ich und hatte dabei etwas wichtiges übersehen :frowning_face: ihr wisst es sicher schon.......

    Denn bei totalem Stromausfall, fallen alle 4 Pumpen, aller 3 getrennten Systeme + der Pumpe des Pumpensumpfes gleichzeitig aus und die mit 50mm viel zu klein dimensionierte, jetzt aber nicht mehr erweiterbare Ringleitung zum Kanal kann das anfallende Überlaufwasser sowieso nicht mehr aufnehmen!!!! Zuerst laufen mir dann in jedem Zimmer die Filterbecken über und anschließend wird dann noch der Kellerraum geflutet, in dem sich der Pumpensumpf befindet. Da der für das erste, zweite und vielleicht sogar dritte Becken gerade noch ausreichende Pumpensumpf, diese anfallenden Wassermassen natürlich längst auch nicht mehr fassen kann und abgepumpt wird es von da ja bei Stromausfall auch nicht mehr.

    Ein kapitales Eigentor habe ich mir da konstruktionsmäßig geschossen, das gebe ich bereitwillig zu.
    Ändern lässt sich das jetzt aber nicht mehr, denn alle Becken rausreißen und noch mal neu machen,
    da glaube ich, gebe ich eher noch das Hobby auf, denn das stehe ich nervlich nicht durch......alles gleich auf diese Ausmaße zu dimensionieren wäre klar das beste gewesen, aber wer kann sowas denn schon ahnen :winking_face:

    Jetzt heißt es, das Beste daraus zu machen und das ist meiner Meinung nach die automatische und zuverlässige, sofortige Notstromversorgung der 4 Red Dragon Förderpumpen bei Stromausfall! Evtl. könnte es auch reichen nur die 14.000er und die 12.000er laufen zu lassen, ja, das würde gegen den Wasserschaden wirklich reichen, aber wie am besten anstellen??

    Ich hoffe inständig, dass einige, technisch versierte Mitglieder bis hierher mitgelesen haben und mir nun mit Rat zur Seite stehen können.
    Jetzt hole ich erst mal tief Luft, tauche meine wundgehackten Fingerspitzen in Eiswasser und schreib euch dann später, was ich mir selbst schon so zu dem Thema gedacht habe und wen ich dazu schon allen mit welchem Erfolg konsultiert habe (ums vorweg zu nehmen, bislang mit sehr überschaubarem Erfolg :frowning_face: )

    Also dann, bis später....

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan.

    Liest sich ja durchaus interessant und im Fall X ist das sicherlich eine ganz schöne Sauerei.
    Es gäbe mehrere Varianten, die realisierbar wären.

    Nun möchte ich nicht so viel schreiben, was evtl. von anderer Stelle ggf. als sinnfrei eingestuft werden könnte, sondern biete dir hier einfach unsere Rufnummer (03304-207140) an, unter der wir heute noch bis 17 Uhr zu erreichen sind.

    Gruß,
    Bert

  • Hallo Stefan,

    habe Deinen Beitrag aufgrund der Laenge nur ueberflogen. Aber grundsaetzlich kann man folgende sagen: Willst Du auf konventionelle USVs gehen, dann schau Dich mal auf der Seite von APC um, das ist an sich der alleinige Marktfuehrer. Zumindest hat man so den Eindruck. Desweiteren habe ich den Eindruck, dass die USVs von APC auch etwas taugen. Willst Du ausrechnen, wie lange eine gewisse USV eine entsprechende Menge Pumpen am Leben erhaelt, solltest Du messen, was die Pumpen an Watt brauchen und dann entsprechend der Groesse der USV die Laufzeit ausrechnen. Auf der APC-ebseite gibt es auch pro Geraet eine Uebersicht, wie lange die bei gewisser Belastung reichen.

    Dazuzusagen ist, dass die Batterien verschleissen und Du ~ alle 3 Jahre Batterien tauschen musst/solltest. Das kann dann schonmal recht teuer werden. Habe hier eine 3000VA 19" USV von APC rumliegen, fuer die ich mir bisher keine neuen Batterien leisten wollte. Desweiteren eine 1500VA... Je aelter die Batterien sind, desto weniger lang halten sie natuerlich die Last aus.

    Die Frage stellt sich also, ob das alles einen grossartigen Sinn macht oder Du nicht doch das Design der Becken aendern solltest. Klar, gegen kleinere Stromausfaelle bist Du gewappnet, aber wenn es mal wie bei den Winterstuermen in den letzten Jahren in einigen Gegenden in D ueber Stunden/Tage die Stromversorgung zerlegt, hast Du nicht nur tote Tiere im Becken sondern danach auch noch eine Wohnung/Haus zu sanieren...

    Bei mir hat es vor ein paar Wochen mal die Sicherung rausgehauen. 9 Uhr morgens ist das passiert und als um 17 Uhr meine Frau nach Hause gekommen ist, war die Sicherung natuerlich immer noch draussen. Becken dunkel bei 22 Grad, aber alle Tiere munter. Warum die Sicherung geflogen ist, konnte ich nicht rausfinden. Wegen so einer Banalitaet will ich aber nicht meinen Besatz verlieren, v.a. wenn im Urlaub der Fishkeeper eben nur einmal am Tag vorbei schaut oder eventuell auch mal seltener, deswegen bin ich grad dabei, mir eine Alarmanlage (Info per SMS) zu entwerfen. Bin da aber auch noch in den Anfaengen.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Puuuh,

    das ist aber mal harter Tobak...., zumindestes weißt Du ja was Du falsch gemacht hast.
    - Laufen alle Pumpen über ein und die selbe Sicherung, bzw. Stromkreisoder verschiedene Phasen?

    Generell denke ich mal das Du mit einer USVnicht mehr auskommst. Wie wäre es denn mit einem Notagegrat (bestimmt falsch geschrieben) ? Diesel oder Benziner? Ein extra Raum dafür eventl. vorhanden? Dann würde eventl. ein kleine USV reichen, die die Pumpen am laufen hält bis das Aggi agelaufen ist. Über die genaue Verschaltung müßte man sich aber noch genau Gedanken machen.

    - So Stelle ich mir das vor. An den drei Pumpenkreislaufen hängt je eine kleiner USV dran. Bei Spanungsausfall laufen die Pumpen erstmal über die USV weiter. Das Aggi läuft direkt nach Spannungsausfall an. Nach einer Zeit von ca 5 Minuten wird über ein Abfallverzögertes Relais (1) (fällt bei Spannungsausfall ab) die Spannung des Aggis auf die eigentlich Spannungsversorgung der Pumpen geschaltet.
    Ein Umschalten auf das eigenltiche StromnNetz muß bewußt, z.b. über einen Taster, Schalter über einschalten des Relais (1) erfolgen. Somit wird die Spannung des Aggis abgeschaltet und die Netzspanung wieder nach ca 1 Minute aufgeschaltet.

    Soviel zu meiner groben Theorie, Praxis muß aber angepaßt werden. Muß genau geplant und gesteuert werden. Und das ganze ohne 230V, oder eventl über USV oder Batterie z.b. 12V geschehen.

    Also wie gesagt grobe Theorie

    grüße guido

  • Hi Stefan,
    ich würde versuchen, nicht so viel Wasser in den Keller zu lassen :

    Die Pumpen stehen, das Wasser läuft, der Wasserspiegel sinkt und Du mußt dafür sorgen, dass möglichst früh Luft mit eingesaugt wird, um den Heber zu unterbrechen. Also eine Bohrung in das Rohr, die normalerweise unter dem Wasserspiegel ist.

    Die Rohr-Konstruktion im/am Becken so ändern, dass die Wassersäule im Ablauf möglichst früh unterbrochen wird.

    Also z.B. ein ungekehrtes U außerhalb des Beckens, das wieder fast bis zum Wasserspiegel hochgeht ... mit einer Bohrung oben im Querschenkel ...

    Oder die gleiche Anordnung im Becken, immer mit einem Loch oben, das kurz unter der Wasseroberfläche ist, um die Heberwirkung frühzeitig zu unterbrechen.

    Eine USV müsste schon ziemlich viele Amperestunden haben, denn Du mußt ja viele Stunden überbrücken - Auf jeden fall solange, bis Du gesichert weider Strom hast, zur Not aus einem Benzin-Generator .. heutzutage muß man - meiner Meinung nach - uach einen Plan "B" haben, wenn der Strom mal 24h fehlt.

    Eine andere ( aber teure ) Alternative wäre ein Kugelhahn im Ablauf, der elektrisch geschlossen wird. Dann mußt Du nur die Zeit überbrücken, die zum Schließen des Ventils nötig ist.

    Gruß
    Konrad

  • Hi Konrad.

    Ich könnte mir vorstellen, dass diese Bohrungen - sofern noch nicht vorhanden - nur einen bedingten Effekt haben
    würden.

    Denn: Der Stefan hat ja richtige Pumpen am Start :-), die ja auch einen gewissen Hub bringen und einen Wasserstand -deutlich oberhalb der Ablaufkante des Schachtes- erzeugen dürften.

    Alleine diese Wassermengen potenzieren sich sicherlich schon von Becken zu Becken.

    Dein Hinweis, bezüglich dem Rücklauf über die Pumpen, kam allerdings zum richtigen Zeitpunkt.
    Denn: Da fällt mir doch grad ein, dass ich die Bohrungen in den bei uns neu gefertigten Zuläufen noch nicht gemacht habe :thup


    Gruß,
    Bert

  • Hallo,

    bei den USV kann ich nicht qualifiziert helfen. Ich hab in meinem Becken auf Arbeit die Stromversorgung von aquphoton mit integriertem FI, Zeitschaltuhren und SMS-Modul, das warnt mich zuverlässig bei Stromausfall und ich kann sofort reagieren. Das bringt auf jeden Fall zusätzliche Sicherheit.
    Vieleich ist auch ein Übelauf vom untersten Technikbecken in ein leeres möglich um das Wasser aufzufangen. Oder du läßt über ein Niveauschalter das Technikbecken in ein Anderes, z.B. ein Gebinde für chemische Substanzen oder Fischzuchtcontainer, umpumpen, Das schafft auch eine Batterie mit Trafo (Autozubehör). Das halte ich für technisch einfacher.

    Gruß Bi

    Wir sind Fischsüchtig!

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