Benutzung eines Refraktometer

  • Hallo,

    ich habe mir vor Kurzem ein Refraktometer gekauft (das ATS Refraktometer). Jetzt hat mich beim Ablesen der Skala etwas verunsichert. Bei der Dichte wird ein Wert von 1,023 angezeigt, aber gleichzeitig zeigt die Grenzlinie 31 Promille an. Passt das zusammen? Ich dachte eine Dichte von 1,023 hat 33,3 Promille.
    Könnte das mit der Temperaturkompensation des Refraktometers zusammenhängen?
    Für Hilfe bin ich dankbar.

    Viele Grüße

    Markus

  • Hallo Markus

    Vergiss den Dichtebereich dieser zeigt nie den richtigen Wert an
    Kalibriere dein Refrak mit einem 35 promille Standard und dann
    achtest nur noch auf die Salinität.

    Wichtig ist auch das du das Refrak regelmässig kalibrierst , zusätzlich das Refrak beim ablesen
    gerade halten.

    Gruss Claude

  • Hallo Claude,

    danke für Deine Antwort. Dann werde ich mich in Zukunft auf die Promilleskala konzentrieren.
    Kann ich anstatt einer 35 Promille Standardlösung auch destilliertes Wasser zur Kalibrierung verwenden? So habe ich es nämlich gemacht.

    Viele Grüße

    Markus

    Einmal editiert, zuletzt von MarkusG (31. August 2008 um 19:09)

  • Hallo!
    Ich habe mein Refrak mit Osmosewasser, wie in der Beschreibung angegeben, auf Null eingestellt. Dann, mit Referenzlösung von AM kontrolliert.
    Manche Refraks sollen mit Aqua-Destillat eingestellt werden.
    Wichtig ist, wie Claude schon schreibt. immer die Seite mit dem Promillewert nutzen.

    Einmal editiert, zuletzt von Horst-J. (31. August 2008 um 20:34)

  • Hallo Horst,

    ja, das mit der Promilleskala wusste ich nicht. Jetzt hab ich in einer großen Umfüllaktion Aquarienwasser gegen Osmosewasser ausgetauscht und bin anscheinend bei 31 Promille gelandet, weil ich auf die Dichte geachtet habe...

    Einmal editiert, zuletzt von MarkusG (31. August 2008 um 21:49)

  • Hallo zusammen,

    ich möchte mich da gleich mit einer konkreten Frage anhängen. Wir habe ein sehr gutes Refraktometer, das aber keine automatische Temperaturkompensation angibt, also völlig klar, dass ich es vor jeder Messung oder Messreihe kalibriere. Ich kann dann auch deutlich erkennen, dass bei geänderter Temperatur das UO-Wasser von der 0-Markierung abweicht.

    Jetzt meine Frage: Trifft das auf Refraktometer mit ATK auch zu? Wenn ja (was ich stark vermute), was bedeudet dann die ATK?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner!
    Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen,das der Promille-Wert temperaturunabhängig ist.

  • Hallo Hans-Werner,

    nein, bei einem ATK (=automatische Temperaturkompensation) Refraktometer sollte genau dieser Effekt nicht
    auftreten, zumindest im zulässigen Temperaturbereich, der meist bei ca. 15-30 °C liegt.

    Der Temperatureffekt der nicht kompensierten Refraks ist aber oft gar nicht so groß, da sich die Probe schnell
    an die Refraktemperatur anpasst. Wenn also die Zimmertemperatur nicht allzu sehr schwankt, kann man auch
    damit einigermaßen arbeiten.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    es ging mir eigentlich auch um die Temperatur des Refraktometers. Wir lagern unseres außerhalb des Aquarienraumes und da hat es im Winter ca. 18°C und im Sommer 25°C. Meiner Meinung nach wird das auch durch ein ATK Refraktometer nicht kompensiert, oder doch? Einfach ausprobieren: UO-Wasser bei 15° oder 20°C messen, UO-Wasser ohne Verstellung bei 30°C messen. Ich wollte nur den praktischen Versuch, der bei den derzeit schon recht frischen Nächten nicht so schwierig durchzuführen ist.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Armin,

    ich habe kein ATK-Refraktometer, ich will nur wissen, ob die wirklich so funktionieren. Jetzt hör doch mal auf mit dem Theoretiker-Käse und mach bitte bitte mal. Ist denn das so schwer? Nicht nur Armin ist angesprochen, hat denn keiner ein ATK-Refraktometer? Benutzt Ihr die alle, ohne die Funktion zu prüfen? Bitte bitte antworten!

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hi ...

    ganz einfach .. ich benutze ein ATK ..

    Ich stelle ( ganz selten ) mit vollentsalztem Wasser auf Null.

    Ich achte dann darauf, daß der angezeigt Wert der Salinität immer gleich ist. Wenn ein Meßfehler vorhanden sein sollte, dann ist es mir egal, denn beim immer gleichen Gerät ist dann der Wert immer "gleich falsch", mit der gleich Abweichung.

    Ob das nun genau 34 , 35 oder 36 ist .... die absolute Salinität ist ja auch nicht sooooo problematisch, solange diese im Becken konstant bleibt.


    Gruß

    Konrad

  • Hallo zusammen,

    ich glaub´s net! Ich dachte nach dem Hype vor ein paar Jahren hat jeder ein Refraktometer, die meisten mit ATK. Was bedeudet das nun?

    - Ich habe mich in dieser Einschätzung getäuscht.
    - Keinen interessiert, ob das Refraktometer wirklich bei 18°C das Gleiche anzeigt wie bei 30°C und man hält tatsächlich 1%o hin und her für bedeutungslos obwohl die Riffaquaristik zwischen nur 32 und 35%o stattfinden sollte.
    - Es hat keiner Lust etwas dazu zu schreiben.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hi,

    also mein Refrak sollte lt. Händler ATK haben, hab leider keine Bedienungsanleitung :face_with_rolling_eyes:
    und zeigt bei 18 und bei 28 Grad auch das Gleiche an, grad getestet :wink

    LG
    Rudi

  • Hi Rudi,

    vielen Dank für die Info. Interessant, dass unser teures und großes Gerät geringe Abweichungen zeigt.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    hab doch aus Neugier bei mir auch ne kleine Messreihe mit meinem Refrag (ATK) durchgeführt:

    1. 25 °C = 34.5
    2. 11 °C = 34.5
    3. 30 °C = 34.5

    Alle Werte sind 100% exakt angezeigt worden. Das Refrag ist von Michael - seine Hausmarke.

    Viele Grüße,
    Christian

  • Hallo Christian,

    vielen Dank für den Beitrag. Ein Refraktometer, mit dem man auf 1/2 %o Salinität messen kann? Wie ist denn da die Teilung der Skala. Die meisten Refraktometer dürften eine Skala von 0 bis 100 %o haben und da ist schon das erkennen von 1 %o schwierig oder täusche ich mich?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    seit wann so theoriefeindlich? :face_with_rolling_eyes:

    Eine Temperaturkompensation kompensiert die Schwankung der Temperatur und zeigt deshalb temperaturunabhängig
    immer den gleichen Wert an, wie dir Christian ja auch empirisch beweisen konnte.

    Funktionieren tut das übrigens so: Die Skala des Refraktometers ist an einem Bimetallstreifen befestigt, der sie
    bei Temperaturänderung im gleichen Maße verschiebt, wie sich die Lichtbrechung des Meerwassers verändert.
    Im Ergebnis siehst du dann als Salinität immer den gleichen Anzeigewert.

    Oder war das schon wieder zu theoretisch ? :grinning_squinting_face:

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    war das zu theoretisch? ... Naja, ich habe so ein Ding noch nicht zerlegt und kenne auch die Konstruktionspläne nicht, aber ich dachte mir schon, dass es irgendwie so funktionieren könnte. Ich habe mich nur gewundert, dass wir vor der großen Refraktometer-Schwemme den vierfachen Preis für ein großes und relativ hochwertiges Gerät ohne ATK bezahlt haben und weshalb das keine ATK hat, wenn das doch scheinbar so einfach und billig machbar ist. Scheint ja auch zu funktionieren.

    Ich bin nur dann theoriefeindlich, wenn ich praktische Ergebnisse haben will. Solllte man Theorien nicht überprüfen? Gut, manche haben dann eine stark verkürzte Lebensdauer, aber dafür besteht ja die Möglichkeit, sie auch zu falsifizieren. In komplexen Systemen wie der Meeresaquaristik sollte man immer verschiedene Wege denken und welcher der Realität am nächsten kommt, kann man nur praktisch ermitteln.

    Grüße

    Hans-Werner

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