Beckenbesatz und -größe

  • Hallo,

    ich möchte mir Mitte diesen Jahres mein erstes Meerwasseraquarium einrichten und wollte euch nun vorab meine Favoriten mitteilen und gerne eure Meinung hierzu hören.

    Becken: "Artbecken Anemonen und nesselnde"

    Endgültiger Besatz:
    2 Rotmeer-Anemonenfische [Amphiprion bicinctus]
    2 Dekor-Schwertgrundeln [Nemateleotris decora]
    2 Pfauenaugen-Zwergfeuerfische [Dendrochirus biocellatus]
    -----------------------------------------------------------------------
    1 Kupferanemone [Entacmaea quadricolor]
    5 Sandanemonen [Phymanthus crucifer]
    1 Florida-Scheibenanemone [Ricordea florida]
    1 ? [Blastomussa merleti]
    1 ? [Euphyllia glabrescens]
    -----------------------------------------------------------------------
    2 Indopazifische Weißbandputzergarnelen [Lysmata amboinensis]
    4 Turbanschnecken [Turbo setosus]
    5 Weinrote Einsiedler [Paguristes cadenati]
    4 Einsiedlerkrese [Calcinus latens]
    4 Anemonenkrabben [Neopetrolisthes spp.] als Symbiosepartner für die Sandanemonen
    6 ? [Thor amboinensis] als Symbiosepartner für die Sandanemonen
    2 ? [Asteropontius longipalpus oder Paramolgus antillianus] als Symbiosepartner für die Florida-Scheibenanemone

    - Was haltet ihr davon?
    - Harmonisieren die Tiere untereinander? Ich befürchte, dass die Zwergfeuerfische die Grundeln als Nahrung ansehen könnten.
    - Stimmen die unterschiedlichen Anforderungen der Tiere an die Wasserparameter überein? Ich denke da v.a. an den niedrigeren PH-Wert der Anemonenfische.
    - Welche Beckengröße würdet ihr mir hierfür empfehlen?

    Ich danke euch allen im Voraus für eure Hilfe. Ich hoffe, durch diese End-Liste, keine "falschen" Tiere einzusetzen. :frowning_face:

    Viele Grüße
    Sandra

    Hobby = Die Arbeit, die man Ausbeutung nennen würde, wäre man nicht sein eigener Arbeitgeber. (Quelle unbekannt)

  • Hallo Sandra,
    ich finde deine Idee, ein Nesseltierbecken zu gestalten, sehr gut.Ich finde es sowieso interessanter, ein Artenbecken zu betreiben als ein bunt gemischtes.
    Ich werde mal versuchen, einige deiner Fragen zu beantworten.
    Beckengröße:

    Ich kann nur sagen, so groß wie möglich, wie es dein Platz und Geldbeutel zuläßt. Mindestens aber 300-400 Liter würde ich sagen, denn die Zwergfeuerfische haben doch einen erhöhten Stoffwechsel, und je größer das Wasservolumen, umso stabiler ist das System.

    Besatz:
    bei den Zwergfeuerfischen bin ich mir nicht sicher, ob sie die Grundeln und vor allem die Garnelen, auch die sehr kleinen Thor am. nicht als Futter betrachten.
    Brauchen die Anemonenfische einen niedrigeren Ph Wert? Ist mir nicht bekannt, aber ich lasse mich gerne belehren.Oder meinst du die Dichte? Im Rotenmeer herrscht eine höhere Dichte als im Indopazifik. Ich denke die Anemonenfische kommen besser mit der niedrigeren Dichte zurecht als die anderen mit der höheren.
    Ich denke, das die Tiere (außer den Feuerfischen) schon miteinander harmonieren.
    Nur die letzten beiden Tiere sagen mir gar nichts, auch eine Suche in meiner Literatur und über Google brachten kein vernünftigen Ergebnisse.

  • Hallo Sabine,
    danke für deine schnelle Antwort.

    - Das mit den Zwergfeuerfischen dachte ich mir schon. :frowning_face: Hmm......welches Fischpaar/Fischgruppe könntest du denn für mein Becken als Alternative empfehlen?

    - Bei den Anemonenfische habe ich eine PH-Wert-Empfehlung von 7,8 - 8,0 recherchiert. Die anderen Tiere lagen jeweils bei 8,0 - 8,4!

    - :] Die letzten beiden Tiere waren Symbiose-Copepoden, die Fossa/Nielsen im Band 4 auf S. 277 erwähnt hatten. Da werde ich wohl auch zwecks Größe lieber auf 2 Symbiosegarnelen Periclimenes spp. (auch bei Fossa/Nielsen erwähnt) zurückgreifen?

    Viele Grüße
    Sandra

    Hobby = Die Arbeit, die man Ausbeutung nennen würde, wäre man nicht sein eigener Arbeitgeber. (Quelle unbekannt)

    Einmal editiert, zuletzt von Teigne (9. Februar 2003 um 18:24)

  • Hallo Sandra,
    zu den Periclemenes kann ich dir nur raten, ich habe zwei verschiedene (yucatani und pedersoni), es sind ganz tolle Tiere und relativ unempfindlich. Nur gehen sie bei mir nicht in die Anemone sondern in die Scheibenanemonen( Ricordia).

    Bei den Fischen würde ich dir zu einem Schwarmfisch raten, weil die anderen auf deiner Liste eher die unteren Zonen bevölkern.Da wären Chromis oder Apogon leptacanthus gut geeignet, schau doch mal ins Klassenprojekt oder bei Robert im Lexikon.Doktorfische sind immer so eine Sache, erstens könnten sie empfindlich auf Nesselgifte reagieren, z. B. mit Pünktchen, und einige zupfen gerne an großpolypigen Steinkorallen. Außerdem ist auch die Beckengröße entscheidend.
    Mein Lieblingsfisch ist der Gramma loreto, schön bunt, unempfindlich und als Pärchen sehr interessant zu beobachten, wenn er seine Höhle zum Ablaichen auspolstert. Allerdings brauchen sie einen Steinaufbau mit Versteckmöglichkeiten.

  • Hallo Sandra,

    finde das auch eien gute Idee ein spezial Bekcne zu starten.

    Glaube aus den folgenden Gründne aber, daß die auf die Rotfeuerfische verzichten solltest:

    • Grundeln und Garnelen dürften auf dem Speiseplan stehen
    • Ich sehe eine Gefahr für die Rotfeuer, da do doch viele Anemonen pflegen willst. Die Rotfeuer schwimmen ja nicht rum, sondern "sitzen" auf der Deko.

    Allerdings kenne ich deine Beckenmaße nicht.

    Und bei dem Anemonenfische deiner Wahl, sollte dir klar sein das der A.bisinctus als einer der aggresivsten Anemonenfische gilt - der hat auch keine Scheu dich gehörig zu beißen :grinning_squinting_face: . Deshalb sollte dies Art unbedingt als letzte Fischart eingesetzt werden.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    werde auf den Zwergfeuerfisch verzichten. Dass dieser Anemonenfisch nicht gerade der schüchternste ist, :grinning_squinting_face: habe ich schon herausgefunden. Wird als letzter eingesetzt werden. Doktorfische möchte ich für meine Beckengröße nicht einsetzen.

    Chromis viridis und Apogon leptacanthus sind doch sehr Korallenstock gebunden. Möchte nicht, dass sie aus Versehen Schutz in meinen Anemonen suchen. Bleiben entweder noch 10 Chromis atripectoralis oder 4 Gramma loreto (Brasilien).

    Reicht hierfür überhaupt eine Beckengröße von 400 Litern aus? Ich würde ungern ein größeres Becken aufstellen, da ich von Anfang an keine Probleme mit der Statik haben möchte. Dann lieber keine weiteren Tiere einsetzen.

    Grüße
    Sandra

    Hobby = Die Arbeit, die man Ausbeutung nennen würde, wäre man nicht sein eigener Arbeitgeber. (Quelle unbekannt)

    Einmal editiert, zuletzt von Teigne (10. Februar 2003 um 15:40)

  • Hallo,
    die Größe von 400 liter ist in Ordnung, und die Idee mit 4 Grammas finde ich gut. Kauf sie möglichst klein, dann können sie sich noch gut aneinander gewöhnen. Was auch ein schöner Freischwimmer für gut eingefahrene Becken in Frage käme ist ein Achtstreifenlippfisch (Rotmeerzwerglippfisch Paracheilinus octotaenia )als Gruppe.Wir haben 3 davon, es sind sehr friedliche und immer in der oberen Hälfte im Freiwasser schwimmend. Leider sind sie etwas empfindlich, deswegen erst nach einer langen Einfahrphase.

  • Vielen Dank für eure tollen Tipps. Werde 4 Gramma loretos wählen, da mir u.a. das Fortpflanzungsritual sehr spannend erscheint.

    Grüße
    Sandra

    Hobby = Die Arbeit, die man Ausbeutung nennen würde, wäre man nicht sein eigener Arbeitgeber. (Quelle unbekannt)

  • Hallo Sandra,
    Markus K. hat mir folgende PN geschickt.

    vielleicht sollte man Sandra sagen, daß sie normale Gramma loreto und nicht die brasilliensis (sehr agressiv gegeneinander) nehmen sollte. Hab ich von Klaus Schatz!


    Dazu noch eine Anmerkung von mir, wie man sie unterscheidet:

    Die brasilianische Form wird größer, bis zu 12cm, das Maul ist bedeutend größer, und die Farbzeichnung ist
    anders:
    -Der Übergang zw. den beiden Körperfarben Purpur und gelb ist Unterschiedlich,
    -es fehlen Streifen, die bei der karibischen Form durchs Auge verlaufen,
    -blaue Streifen säumen Rücken, After und Schwanzflosse, ein Merkmal, das der karibischen Form fehlt.

    Alles auch nachzulesen im Fossa Nielsen Seite 134 Bd.3, dort sind auch beide Formen abgebildet.
    -

  • Hallo,

    danke für den Tipp. Hätte sonst mit der Gruppe schief laufen können. :winking_face_with_tongue:

    Gruß
    Sandra

    Hobby = Die Arbeit, die man Ausbeutung nennen würde, wäre man nicht sein eigener Arbeitgeber. (Quelle unbekannt)

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