Korallenwachstum und Temperatur

  • Hallo zusammen,

    die Monegassen haben im letzten Jahr etwas interessantes zum Zusammenhang Wachstum und Temperatur bei einer Acropora-Art veröffentlicht. Danach erhöht sich die Kalzifikation bei einem Temperaturanstieg von 21 auf 29°C um das 5,7-fache, bei einer Vervierfachung des Lichtangebotes dagegen nur um das 1,7-fache.
    Eine Aussage, die für Korallenzüchter nicht ganz uninteressant sein dürfte, wenn es um die ökonomische Produktion von Korallenablegern geht.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo!

    29 Grad? Ich dachte, schon ab 27 Grad wird es für die Korallen kritisch. Was ist denn nun die optimale Temperatur, um SPS zu halten? Ich bin verwirrt! :confused_face:

    Grüße
    Kai

    Einmal editiert, zuletzt von Kai Gunther (12. Juni 2008 um 17:40)

  • Hallo,

    Fraglich sein dürfte nur, wie sich das auf die Qualität der produzierten Korallen auswirkt- insofern ist die Regel ja nichts neues, es ist allerdings auch nichts neues, dass auf diese Weise aufgezogene Tiere aller Arten wenige Tage nach dem Kauf zu 70-100% mit dem Bauch nach oben schwimmen... Von daher würde ich als Korallenzüchter, wenn ich etwas auf meinen Ruf gebe, davon lieber Abstand halten. :winking_face:

  • Hallo Kai,

    es ist ganz normal, dass relativ knapp über dem Temperaturoptimum sehr schnell Schädigung und Tod folgen, das ist bei vielen Lebewesen so.

    Jannes,

    ich bezweifle stark, dass die Temperatur diese Auswirkungen hat. Es gibt ein ungewöhnlich starkes Korallenwachstum bei hohen Nährstoffgehalten und hoher KH und zumindest noch vor einigen Jahren schienen die Zuchtkorallen geradezu auf das Tolerieren dieser Bedingungen selektiert zu sein. Diese Dinger sind es, die bei mir am ehesten Probleme machen. Offenbar lagern diese Korallen Phosphate in das Skelett ein und wachsen unter naturnahen Bedingungen lange Zeit schwach bis gar nicht und sind anfällig. Es ist auch noch heute so, dass bei mir Importkorallen sehr schnell wunderbar öffnen und wachsen, Zuchtkorallen dagegen eine längere Eingewöhnungsphase brauchen. Das hat aber sicher nichts mit den Zuchttemperaturen zu tun, die wohl oft eher unter den Temperaturen der Wildstandorte liegen dürften.
    Ich sehe auch nicht auf Anhieb, wie die Temperaturbedingungen während des Wachstums die Haltbarkeit längerfristig beeinträchtigen sollten. Woher stammen diese Erfahrungen und in welcher Breite sind sie angelegt?

    Grüße

    Hans-Werner

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